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1

Donnerstag, 15. Juli 2010, 00:34

ein Leben mit Medikamenten

Hallo!

Mir geistern ein paar Gedanken durch den Kopf. Mich interessieren eure Sichtweisen dazu.

Angenommen man ist krank und diese Krankheit lässt sich "ruhig stellen" durch Medikamente. Man lebt nun sein Leben so weiter, noch gute 30/40 Jahre mit den Medikamenten und stirbt dann im hohen Alter einen relativ "normalen " Tod.
Was ist mit der Lebensaufgabe? Hat man diese verpasst, da man die seelisch/geistige Ursache der Krankheit nicht gesucht bzw. gefunden hat? Dreht man in der nächsten Runde auf Erden sich um genau das selbe Krankheitsbild oder vererbt man es gar an folgende Generationen?

Ich persönlich sehe es so, das man mit den Medikamenten nicht von seinem Lebensthema (welche sich durch die Krankheit äußert) abweicht sondern es eine sanfte und längere Hinführung auf die sanfte und harmonische Auflösung dieses ist .

Liebe Grüße
Ruhe

2

Donnerstag, 15. Juli 2010, 01:43

Vielleicht IST eine Krankheit ja auch genau meine Lebensaufgabe !
Durch eine Krankheit verändere ich mich bewusst, UND auch mein Umfeld.
Sie lernen mit Krankheiten anders umzugehen, damit zu leben, ...sie anzunehmen. Das Leben stellt sich manchmal durch eine chronische Krankheit um...
Ist man bereit dieses zu tragen ? Oder gibt man resigniert auf ? (Dieses kann meist ja nur ein Angehöriger tun, und kein Betroffener)

Lehnt man sich dagegen auf, (als Betroffener wie auch als Angehöriger), oder akzeptiert und nimmt an was eh unabänderlich ist ?Ich finde da gibt es viel darin an Themen, um daran zu reifen, und zu lernen. :)

3

Donnerstag, 15. Juli 2010, 07:52


Guten Morgen,

Angenommen man ist krank und diese Krankheit lässt sich "ruhig stellen" durch Medikamente. Man lebt nun sein Leben so weiter, noch gute 30/40 Jahre mit den Medikamenten und stirbt dann im hohen Alter einen relativ "normalen " Tod.
Was ist mit der Lebensaufgabe? Hat man diese verpasst, da man die seelisch/geistige Ursache der Krankheit nicht gesucht bzw. gefunden hat?

Was sollte dich hindern, die seelisch/geistige Ursache der Krankheit zu suchen - und vielleicht findest du sie auch, gerade weil die Medi´s dir in diesem Leben die Zeit dazu verschaffen. Das ist doch deine Entscheidung.
Liebe Grüße Jens-Uwe

Goldfee

unregistriert

4

Donnerstag, 15. Juli 2010, 08:39

Ja, das sehe ich auch so....
auch wenn ich die Symptome einer Krankheit mit Medikamenten "ruhig stelle".................so kann ich doch dennoch, oder gerade durch das dadurch gewonnene Wohlbefinden, die geistig seelischen Themen angehen, die hinter der Erkrankung stehen.
Selbst wenn ich das nicht tue............wer sagt denn, dass die von der Seelenebene gewünschte Lernaufgabe "Bewusstmachung und geistige ARbeit" lautete? Die Lernaufgabe könnte ebenso gut lauten "Die Erfahrung des erfolgreichen Verdrängens machen".

Das soll heissen: Egal ob unser Ego irgend ein Verhalten in die Schublade "gut" oder in die Schublade "nicht gut" legt.......................die Seele versucht, alle menschlichen Erfahrungen zu machen die es gibt. Und da mag es durchaus vorkommen, dass ein "Nicht arbeiten an der Krankheit" gerade erwünscht ist. Wir sollten aufhören zu glauben es gäbe ein "richtig oder falsch" auf der Seelenebene!
Ja, wir leben in der Dualität und wir brauchen diese beiden Pole.
Aber unsere Seele nicht, und unser Lebensplan auch nicht.
Das sind unterschiedliche Schuhe. In unserem Lebensplan gibt es keine Polaritäten, nur Erfahrungen.

Goldfee

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ate, kerstin

5

Donnerstag, 15. Juli 2010, 09:20

Danke euch!

Ich gehe heute in die Aphoteke "mein" Medikament abholen. Das Rezept trag ich nun seit über einer Woche bei mir. Es ist ein lebenslängliches, wenn man es einmal begonnen hat, so jedenfalls sagen die Ärzte. Sie sagen auch, das ich es damit schaffen könnte, die Krankheit ruhig zu halten. Damit ich nicht in ein oder zwei Jahren zu viel stärkeren Medikamenten greifen muss und es mir viel schlechter geht als jetzt.

Lieben Gruß
Ruhe

Google

Stellaluname

unregistriert

6

Donnerstag, 15. Juli 2010, 10:37

Wie ja bereits u.a. erwähnt wurde, durch das Medikament hast du dir Zeit verschafft. Du entscheidest ob du die Krankheit "einfach" annimmst und das Medi nimmst wie empfohlen. Fertig. Oder, ob du ersteres machst und aber zusätzlich dich erkundigst was die Botschaft dieser Krankheit, welche deine Seele über den Körper ausdrückt, zu bedeuten hat. Und dann auf der seelischen Ebene daran arbeitest. Es gibt hier im Forum einige, die einige Beispiele genannt haben, wie man einer Krankheit auf den Grund gehen kann, wie man sie erkennt wie man sie "bearbeitet"

Ich wünsche dir auf deinem Weg, wie auch immer er aussehen mag, die nötige Kraft, Geduld und Liebe.
Stella

7

Donnerstag, 15. Juli 2010, 11:31

Hi Stella!

Ich gehe meiner Krankheit seit 7 Jahren auf den Grund.

Wenn man selbst "drin steckt" ist es oft anders gedacht.

Lieben Gruß
Ruhe

8

Donnerstag, 15. Juli 2010, 13:32

hallo liebe Ruhe,

vielleicht solltest du dir von aussen Hilfe holen,
weil man bei den eigenen Problemen oft einen
blinden Fleck hat. Wenn du es schon 7 Jahre versuchst,
denke ich ,dass es so ist.
Wünsch dir alles Gute.
LG.Aike

Steinadler

unregistriert

9

Samstag, 17. Juli 2010, 08:57

Liebe Ruhe,

zur Ausgangsfrage zurück: Nein, ich denke nicht, dass Du (oder sonstwer) seine Lebensaufgabe durch Medikamente verpasst oder auch nur verpassen kann. Wenn es sich um Krankheiten handelt, wo ein Mensch ohne Medis stirbt oder auch einfach nur eine viel schlechtere Lebensqualität hat als mit Medikamenten, dann halte ich es für eine Verneinung des Lebens, Medikamente nicht zu nehmen.
Jemand mit Hashimoto braucht Medikamente, jemand mit Diabetes braucht Medikamente, jemand mit HIV braucht (ab einem bestimmten Punkt) Medikamente und jemand mit Morbus Crohn auch.

Und es wundert mich persönlich immer wieder, wie Menschen, die sagen: "Alles hat seinen Sinn" urplötzlich davon ausgehen, dass das ausgerechnet in diesem Punkt nicht der Fall sein soll.
Wenn ALLES seinen Sinn hat, dann hat auch medizinische Forschung Sinn, dann haben auch Medikamente Sinn, dann hat sogar die Pharmaindustrie, die diese Medikamente herstellt und vertreibt, ihren Sinn.

Wenn es einen Lebenssinn gibt (wovon ich ausgehe), wie kann der denn dann verfehlt werden? Wenn dieser Sinn darin besteht, Erfahrungen zu machen - dann MACHE ich diese Erfahrungen, ob ich nun Medikamente nehme oder nicht.
Ich mache vielleicht - wahrscheinlich sogar - unterschiedliche Erfahrungen, je nachdem, ob ich nun Medis nehme oder nicht.
Aber - an der Lebensaufgabe vorbei leben, weil jemand Medikamente nimmt? *kopfschüttel*
Wieso tut eigentlich die halbe Welt (und vorneweg viele Esoteriker) so, als könne ein Mensch sein Leben nur dann sinnerfüllt zubringen, wenn er gesund, reich, dynamisch und glücklich ist?
Ich sage jetzt etwas für esoterische Kreise sehr Ketzerisches: Ich bin davon überzeugt, dass jemand körperlich sehr krank und TROTZDEM geistig und seelisch gesund sein kann und deswegen - vielleicht sogar dadurch- ein erfülltes und in sich selbst stimmiges Leben lebt. Es gibt ein "Recht auf Krankheit" - und ein Recht, darin heil zu werden.
Grüße,
Steinadler

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kerstin, vinara

LIMMY

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Stier

10

Samstag, 17. Juli 2010, 10:11

Liebe Steinadler,



für mich stellt sich die Frage anders dar. Natürlich gibt es Menschen die Medikamente "brauchen". Sind sie anschließend geheilt? Nein! Die Pharmaindustrie hat ein Interesse daran die Symptome zu lindern, sie hat kein Interesse daran die Ursachen zu eliminieren. Jede Krankheit hat eine Ursache sonst gäbe es sie nicht. Insofern sehe ich im Gesamtbild keinen Sinn in der Pharmaindustrie. Viele Krankheiten entstehen durch sie, zum Beispiel durch "Neben"wirkungen.

Es gibt eine interessante Studie (ich suche den Link, versprochen) die zeigt, dass Chemotherapien nur zu 5% anschlagen auf einen gewissen Zeitraum gerechnet.Von den Menschen die diesen Zeitraum überleben sterben in der Folge der Nebenwirkungen nochmals bis zu 40%.

Wenn wir uns dann die wirkliche Zahl der Überlebenden anschauen würde ich sagen das diejenigen durch ihre Selbstheilungskräfte genesen sind. Sie haben die Krankheit genommen als das was sie ist, als Hinweis oder Zeichen auf eine Kurskorrektur.

Hier wird immer von der Annahme der Krankheit gesprochen. Niemand denkt daran sie loszulassen. Man möchte doch die Krankheit nicht zu einem Teil von sich machen.

Annahme ist das Eine, erkennen wo der Hinweis liegt und anschließend die Krankheit gehen lassen das Andere - sie ist kein Teil von Eurem Selbst sondern lediglich ein Hinweis!

Wenn ich dann lesen muß dass manche ihre Verhaltensweisen der Krankheit zuschreiben muß ich mich doch wundern - umgekehrt wird ein Schuh daraus.

Der Großteil der Erkrankungen ist künstlich gemacht, herbeigeführt durch unnatürliche Lebensweise, industrielle Ernährung usw.

Für Krankheiten die natürlich entstehen braucht man keine Medikamente, alles hält die Natur bereit. Selbst bei einer Fraktur hilft ein stabiler Verband in Verbindung mit einer Beinwell-Paste.

Ich persönlich "leide" an grünem Star. Er wurde vor 2,5 Jahren festgestellt. Ich nahm eine Zeitlang Tropfen (7,5ml für 75.-€) bis mir eine Schamanin die Ursache dafür nannte. Sie sagte "Du mußt schon lange Zeit etwas mit ansehen was Du nicht sehen willst". Sie meinte damit meine damalige Lebenssituation und die Beziehung in der ich steckte.

Diese Umstände habe ich geändert und die Tropfen abgesetzt. Der grüne Star ist seit längerer Zeit zum Stillstand gekommen obwohl dies medizinisch nicht geht, da er laut Experten vom erhöhten Augeninnendruck herrührt.

Fazit: Die Schulmedizin zu verdammen wäre der falsche Weg. Aber wichtig ist die Medikamente zu nehmen die es einem ermöglichen ein angenehmes Leben zu führen. In dieser Zeit intensiv an sich arbeiten und die Krankheit verabschieden und für das Zeichen dankbar sein.

Gute Ganzwerdung für alle die im Moment betroffen sind!



LG Udo

Google

11

Samstag, 17. Juli 2010, 10:31

Hallo Ihr Lieben,

hier hab ich ein ganz interessantes Video über dieses Thema:

http://www.alpenparlament.tv/playlist/16…-der-gesundheit


Liebe Grüße
Shivy

kerstin

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Steinbock

12

Samstag, 17. Juli 2010, 10:54

Lieber Udo,

nur kurz ... in der bäuerlichen Zeit vor über hundert Jahren möchte ich nicht leben.
Wir haben im Jetzt durch den Materialismus und die Hilfen im Haushalt/Arbeit die Möglichkeiten, die unsere Ahnen nicht hatten

Eine Glorifizierung des natürlichen Lebens seht eigentlich im Wiederspruch zur Nutzung des Internets.


Liebe Ruhe,

auch ich glaube, dass eine Hilfe (Medikament, Krücke oder Rollstuhl) lebenslang zu nutzen, kann uns für unsere Lebensaufgabe öffnen.

Herzlicher Gruß
Kerstin

LIMMY

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Stier

13

Samstag, 17. Juli 2010, 11:32

Liebe Kerstin,



ich kann den Widerspruch nicht entdecken. Nur wäre es wichtig die technologischen Errungenschaften zum Wohle des Menschen zu nutzen.

Es geht nur um Profit. Nutze die Technik die, im Einklang mit der Natur, dem Menschen dient und keiner müßte mehr hungern und ein Großteil der Krankheiten würde verschwinden.

Die frühere Zeit mag körperlich anstrengend gewesen sein. Wenn ich mir jedoch heut so anschaue womit die Menschen ihre Zeit verbringen kann ich nur den Kopf schütteln.

Heute leben die Meisten um zu arbeiten für die Illusion des materiellen Besitzes. Früher arbeiteten die Menschen um zu leben.

Manchmal ist weniger, mehr.



LG Udo

kerstin

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Steinbock

14

Samstag, 17. Juli 2010, 12:36

Hallo lieber Udo,

Das ist vielleicht die Lernaufgabe der Menschheit, den gesunden Mittelweg zu finden,
aber ich bin auch nicht der Meinung, dass wir die Krankheit unserer Erde sind und dadurch ihre Lernaufgabe.

nur ist das hier in diesem Thread OT. :D

Gruß
Kerstin

Steinadler

unregistriert

15

Samstag, 17. Juli 2010, 13:27

LIeber Udo,

Zitat

Natürlich gibt es Menschen die Medikamente "brauchen". Sind sie anschließend geheilt?


Nein, natürlich nicht. Aber darum geht es doch auch nicht immer. Ich hör schon den Aufschrei: "Wir sind in einem Heilerforum und dann sagt ein Mod: darum geht es doch auch nicht immer!" *lach*
Es gibt die Möglichkeit, durch eine lebenslange Erkrankung oder Behinderung zu wachsen und innerlich heil zu werden - auch wenn die Erkrankung oder Behinderung bis zum Tod des Menschen bestehen bleibt.
Das ist ein Weg des Wachstums - und er ist legitim. Es ist kein Versagen, es muß kein mieses Karma sein und auch kein verwirrter Geist oder eine bis ins Tiefste verletzte Seele.
Es ist kein Königsweg, nicht für alle, nicht in jedem Leben und nicht zu jeder Zeit. Aber es ist ein möglicher Weg des Wachstums für die Seele und ein Mensch - oder die Seele - DARF sich dafür entscheiden. Und sie sollte das dürfen, ohne dass ihr Schuld- , Versagens - oder sonstige "Das muß aber anders sein" Gefühle und Gedanken von außen eingeredet werden.
Heilung ist innen- und es gibt unheile Seelen in gesunden Körpern und heile oder heiler werdende Seelen in kranken Körpern.
Es gibt zwar eine Verbindung zwischen Körper und Seele, Korrektur: zwischen Körper, Geist, Psyche und Seele, ja. Aber dieses Dogma, dass ein Mensch, der es nicht schafft, seinen Körper zu heilen - oder der es vorzieht, ein Leben mit einer chronischen Krankheit oder Behinderung zu führen, dass der dann innerlich nicht "heil" wird (weil es sich ja sonst im Außen: sprich : im Körper) zeigen MÜSSTE iund der Körper gesunden MÜSSTE - dieses Dogma ist falsch. Es ist nicht nur falsch, es ist gefährlich, weil es auf einer Haltung fußt, die Schmerz, Leid, Tod, Sterben, Krankheit und Unvollkommenheit schlicht ausblendet. Die einem Menschenbild von "Alles geht- Du mußt nur wollen" huldigt, der Mensch- Sein völlig außer Acht läßt. Das ist, wenn man es konsequent zu Ende denkt, totalitär. Da hilft dann nur noch der Entwurf vom "Neuen Menschen" oder "der neuen Menschheit" an sich- und wohin DAS führt, hat die Geschichte hinlänglich bewiesen.

Zitat

Die Pharmaindustrie hat ein Interesse daran die Symptome zu lindern, sie hat kein Interesse daran die Ursachen zu eliminieren.


Stimmt, aber darum ging und geht es mir in meinem Posting nicht.

Zitat

Jede Krankheit hat eine Ursache sonst gäbe es sie nicht.


Stimmt. Und nicht alle Krankheiten/Behinderungen sind heilbar und es sollen auch gar nicht alle zu Lebzeiten einer Seele heilbar sein, denn: Es ist ein legitimer Weg, Erfahrungen zu sammeln, für den eine Seele sich entscheiden darf, ohne unbedingt aus ideologischen Gründen (auch Esoterik ist oft ideologisch) davon abgebracht werden zu müssen.

Zitat

Insofern sehe ich im Gesamtbild keinen Sinn in der Pharmaindustrie.


Ich schon. Aber wir gehen da von grundsätzlich anderen Voraussetzungen und Vorstellungen aus, glaube ich.


Zitat

Hier wird immer von der Annahme der Krankheit gesprochen.


Weil Krankheiten - manchmal vorübergehend, manchmal chronisch - zum Menschsein dazu gehören . Zur Erfahrung "Mensch" an sich. Und ich sehe keinen Sinn darin, mich gegen Menschsein aufzulehnen, wenn ich Mensch bin.

Zitat

Niemand denkt daran sie loszulassen.


Doch, dauernd. Sonst würde jede Erkältung chronisch - und es gäbe keine Selbstheilung.

Zitat

Man möchte doch die Krankheit nicht zu einem Teil von sich machen.


Was "man" möchte, weiß ich nicht. Ich kann Dir nur sagen, dass ich genau durch den Weg einer lebenslangen Behinderung mehr ich selbst bin und werde. Und sie ist Teil meiner selbst, meines Lebens hier, ja. Und sie ist es gleichzeitig NICHT, denn nachts (in Träumen) oder auf schamanischen Reisen, kann ich auch alles, was ich im Wachzustand im Körper nicht kann.
Und ICH (als Seele) bin so umfassend, dass beides Ich ist - insofern ist sie gleichzeitig Teil meiner Selbst und definiert mich trotzdem nicht.

Zitat

Annahme ist das Eine, erkennen wo der Hinweis liegt und anschließend die Krankheit gehen lassen das Andere - sie ist kein Teil von Eurem Selbst sondern lediglich ein Hinweis!


Das ist in dieser Dogmatik und Ausschließlichkeit schlichtweg falsch. Eine Krankheit kann beides gleichzeitig sein. Und es muß nicht jede Krankheit losgelassen werden, um zum Selbst zu kommen/zu finden und um mit und in diesem Selbst lebendig zu werden.


Zitat

Für Krankheiten die natürlich entstehen braucht man keine Medikamente, alles hält die Natur bereit.


Das ist für fast alle angeborenen neurologischen und so gut wie alle Sinnesbehinderungen unzutreffend.

Zitat

Ich persönlich "leide" an grünem Star. Er wurde vor 2,5 Jahren festgestellt. Ich nahm eine Zeitlang Tropfen (7,5ml für 75.-€) bis mir eine Schamanin die Ursache dafür nannte. Sie sagte "Du mußt schon lange Zeit etwas mit ansehen was Du nicht sehen willst". Sie meinte damit meine damalige Lebenssituation und die Beziehung in der ich steckte.

Diese Umstände habe ich geändert und die Tropfen abgesetzt. Der grüne Star ist seit längerer Zeit zum Stillstand gekommen obwohl dies medizinisch nicht geht, da er laut Experten vom erhöhten Augeninnendruck herrührt.


Solche Sachen kenne ich auch - aber es geht nicht immer - und da wo es nicht geht, ist es kein Versagen, sondern einfach ein anderer Weg, zu wachsen.

Zitat

Die Schulmedizin zu verdammen wäre der falsche Weg. Aber wichtig ist die Medikamente zu nehmen die es einem ermöglichen ein angenehmes Leben zu führen. In dieser Zeit intensiv an sich arbeiten


Stimmt.

Zitat

und die Krankheit verabschieden und für das Zeichen dankbar sein.


Manche Dinge bleiben ein Leben lang- und dürfen das auch. Auch damit kann ein Mensch heil werden, manchmal ganzer, als bei Dingen, die weggehen.
LG,
Steinadler

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LIMMY

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Stier

16

Samstag, 17. Juli 2010, 14:47

Liebe Steinadler,



zunächst einmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag.

Mein Bezug auf die Pharmaindustrie erfolgte aus der Tendenz, dass immer mehr Menschen zu erkranken scheinen. Dies geschieht zum Beispiel über Festlegung von Grenzwerten. Werden diese dann im Laufe der Jahre dem aktuellen Wissensstand angepasst (meist nach unten korrigiert) werden immer mehr Menschen "krank". Ein gutes Beispiel hierfür sind die Werte für Cholesterin oder Blutdruck.

Meines Erachtens nach würde ich auch nicht die Menschen mit angeborenen Krankheiten mit denen vergleichen die eine Krankheit im Laufe ihres Lebens entwickeln, da die Wahrnehmung eine ganz Andere ist.

Eine Behinderung ist in meinen Augen keine Krankheit. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass ein Mensch der blind oder taub geboren wird oder ein anderes körperliches Defizit von Geburt an hat völlig problemlos und voller Freude lebt. Diese Menschen leben oftmals bewusster, aktiver und lebensfroher als "gesunde" Menschen.

Dies zeigt doch das es eine Frage der Wahrnehmung und des Bewusstseins ist wie man damit umgeht.

Bei angeborenen Krankheiten gebe ich Dir recht, man sollte hier sehen woher diese rühren.

Bei Deiner Erklärung was die Seele betrifft stimm ich Dir ebenfalls zu. Das Problem ist dass sich die meisten Menschen mit ihrem Werkzeug also ihrem Körper identifizieren. Nur der Körper ist nicht das Selbst, das Ich.

Die Seele macht hier eine Erfahrung mit einem "beschädigtem" Körper, sieht man den Körper als ICH läuft man Gefahr eine psychische Erkrankung zu bekommen.

Viele Krankheiten sind daher heilbar, vor allem im psychischen Bereich.

Inwieweit die Seele tatsächlich die teils qualvolle Erfahrung machen möchte vor allem dann wenn sich diese auf die Psyche überträgt kann ich nicht beurteilen. Aber auch hier ist es das allgemeine Menschenbild der heutigen Gesellschaft und deren Normen was einen kranken Menschen zu einem solchen macht. Wenn nun jemand sehr stark im Außen lebt bekommt er auch häufiger diese Probleme wie Minderwertigkeitskomplexe, ein vermindertes Selbstwertgefühl usw.

Daran gilt es zu arbeiten wie ich finde.



LG Udo

17

Samstag, 17. Juli 2010, 20:22

Jetzt sag ich erstmal ein dickes "DANKE" an euch.

Vor allem die Beiträge von Steinadler haben mir einen tiefen Einblick in meine eigene Seelenwelt gewährt.

Ich bin gespannt was da noch kommt....da kommt noch was...

Liebe Grüße
Ruhe

Steinadler

unregistriert

18

Samstag, 17. Juli 2010, 23:57

LIeber Udo,

Zitat

zunächst einmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag.


Gerne. Es gibt so Themen, da... will einfach was gesagt werden. ;)

Zitat

Mein Bezug auf die Pharmaindustrie erfolgte aus der Tendenz, dass immer mehr Menschen zu erkranken scheinen. Dies geschieht zum Beispiel über Festlegung von Grenzwerten. Werden diese dann im Laufe der Jahre dem aktuellen Wissensstand angepasst (meist nach unten korrigiert) werden immer mehr Menschen "krank". Ein gutes Beispiel hierfür sind die Werte für Cholesterin oder Blutdruck.


Da wir nicht wissen (oder ich zumindest nicht), welche Krankheit Ruhe meint, ist es in meinen Augen spekulativ, hier weiter zu überlegen. Was ich ihr sagen wollten, ist a) dass Heilwerden und körperlich krank sein" kein Widerspruch sein muß und "Lebensfreude und krank sein" auch nicht.
Bei mir ist das Ursprungsposting so angekommen, als würde Ruhe sich Vorwürfe machen, dass sie jetzt Medikamente braucht, als habe sie Sorge, dass sie sich dadurch so verändert, dass sie ihr Lebensziel verpasst und könne dann ihren Lebenssinn verfehlen.
Dem wollte ich entgegenwirken und etwas deutliches dagegen setzen!

Zitat

Meines Erachtens nach würde ich auch nicht die Menschen mit angeborenen Krankheiten mit denen vergleichen die eine Krankheit im Laufe ihres Lebens entwickeln, da die Wahrnehmung eine ganz Andere ist.


Die Selbstwahrnehmung ja, die Fremdwahrnehmung nicht zwingend.

Zitat

Eine Behinderung ist in meinen Augen keine Krankheit.


Auf körperlicher Ebene, nein. Da stimme ich Dir zu. Die Grenzen zwischen "psychischer Erkrankung" und "seelischer Behinderung" sind allerdings absolut schwammig und gehen fließend ineinander über.

Zitat

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass ein Mensch der blind oder taub geboren wird oder ein anderes körperliches Defizit von Geburt an hat völlig problemlos und voller Freude lebt. Diese Menschen leben oftmals bewusster, aktiver und lebensfroher als "gesunde" Menschen.


Ich weiß. ;) Ich bin doch eine davon. Aber glorifizier' "uns" mal nicht, so'n Bewunderungsmythos ist anstrengend und auf Podesten steht es sich so schlecht still - vor allem, wenn's zwischen den Zehen juckt. ;)

Zitat

Dies zeigt doch das es eine Frage der Wahrnehmung und des Bewusstseins ist wie man damit umgeht.


Ja.

Zitat

Die Seele macht hier eine Erfahrung mit einem "beschädigtem" Körper, sieht man den Körper als ICH läuft man Gefahr eine psychische Erkrankung zu bekommen.


Kann auch vorkommen, ja. Psychisch gefährdender (weil megaanstrengend auf die Dauer) fand ich allerdings den Druck, der dadurch kommt, dass viele Leute Angst vor so einer Situation haben und jemand mit Behinderung als Projektionsfläche dient. A la "Der muss doch da drunter leiden, weil das ist ja ganz schlimm und ich würde drunter leiden, wenn ich in der Situation wäre."

Zitat

Viele Krankheiten sind daher heilbar, vor allem im psychischen Bereich.


Aha... Nun ja, sagen wirs mal so: Das Psychologiestudium fand ich jetzt nicht so wahnsinnig erhellend, was die Zusammenhänge zwischen Psyche und Seele betrifft. Was ich darüber weiß, hab ich zu großen Teilen außerhalb des Studiums gelernt. Wir (also die Psychologen) sind nicht mehr so ganz in der Steinzeit, aber Du kannst es in etwa mit der Medizin Anfang des 17. Jh. vergleichen.
Wir wissen zu wenig. Und das Schlimme ist, das sagt uns im Studium keiner, weil "das sind alles biochemische Vorgänge". Wir stehen, gerade was die Unterschiede zwischen Psyche und Seele und die Verbindung und Wechselwirkung mit dem menschlichen Geist angeht, noch so ziemlich am Anfang.
Das muß - und wird wahrscheinlich auch - nicht so bleiben, aber derzeit ist es so.

Zitat

Inwieweit die Seele tatsächlich die teils qualvolle Erfahrung machen möchte vor allem dann wenn sich diese auf die Psyche überträgt kann ich nicht beurteilen.


Ich habe - mittlerweile- eine recht eigen - willige Definition vom Unterschied zwischen "Psyche" und "Seele" und bin derzeit noch dabei, das zu überprüfen. Ich werd Dich (und die anderen) hier jetzt nicht mit nem Aufsatz drüber langweilen - aber soviel vorweg: Falls meine Hypothesen stimmen sollten, wäre es nicht unbedingt so, dass sich das von der Seele auf die Psyche überträgt. Dann hätte die Psyche eine andere Aufgabe. Dann wäre sie auch teilweise etwas anderes, als heute vermutet und gelehrt wird.

Zitat

Aber auch hier ist es das allgemeine Menschenbild der heutigen Gesellschaft und deren Normen was einen kranken Menschen zu einem solchen macht


Teilweise ja, teilweise nein. Auch das wär wieder 'n Thema für nen eigenen Aufsatz. ( :ohmann: Wann soll ich die Ideen alle aufschreiben- und wer zum Kuckuck liest sowas?)
LG,
Steinadler

@ Ruhe: Freut mich, was beigetragen zu haben. Da kann noch viel kommen - für Dich zu leben- und für mich: Hmmmm... ich merk grad nur wieder, wie viel mir dazu so alles einfällt. Keine Ahnung, was draus wird. Markus liegt mir seit Monaten in den Ohren, ich soll das alles aufschreiben. Noch drücke ich mich erfolgreich drumrum - aber bei Threads wie dem hier merk ich, wieviel da in mir steckt und raus will. Dann fürcht' ich, dass es mit dem "erfolgreich drumrum drücken" nicht mehr lange geht. ;) Aber : Wer liest denn sowas?

19

Sonntag, 18. Juli 2010, 01:38


Es gibt so Themen, da... will einfach was gesagt werden. ;)

jou - dann sag es !!
aber bei Threads wie dem hier merk ich, wieviel da in mir steckt und raus will. Dann fürcht' ich, dass es mit dem "erfolgreich drumrum drücken" nicht mehr lange geht. ;)

schlaues Vögelchen, gut erkannt ;)

Zitat

Aber : Wer liest denn sowas?
bestimmt ganz andere. und die richtigen. nur können dies nicht lesen, wenns de nich schreibs …

auch ich würds sehr gern lesen. *knuffel und knuddel*

Gabriele

unregistriert

20

Sonntag, 18. Juli 2010, 03:52

Ich antworte nur auf deinen 1. Beitrag ... andere Beiträge habe ich noch nicht gelesen.

Ich hatte Medikamente sowohl für Schilddrüse und Cholesterin abgelehnt.
Eine Zeit lang nahm ich etwas für meinen Blutdruck ... nicht regelmäßig ... nur wenn es akut nötig war.

Ich schaffe es, mich zu LEBEN.

lg
Gabi

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