Wann beginnt Sterben?

  • Liebe Kirsten :knuddeln:


    Ich fühle mit, aber ich kann Dir diese Frage nicht als vernunftbegabtes und denkendes Wesen beantworten :aufgeb: so sehr ich es mir gewünscht hätte, Dir Deine Frage zu erklären und zu beantworten 8o :heart:



    Wenn ich nur wüßte, wozu das alles gut ist im Moment, dass es in meiner Umgebung grad so viele sind...
    Wozu dient es? Das ist doch kein Zufall mehr...


    Mein Gefühl sagt mir gerade :heart: ....ach ich lasse es jetzt sprechen.....auch wenn Frl Rottmeyer gerade sagt, dass ich jetzt dummes Zeug erzählen werde :lehren:


    Du bist als STERN geboren und hast große THEMEN dir als SEELE in diesem Menschenleben vorgenommen. Auch wenn Du in deiner Qual, im Menschsein gefangen bist und gerade an Deine Grenzen kommst und nicht das WARUM und WIESO mehr verstehen kannst :knuddeln: dann glaube und vertraue, dass alle,s was passiert seinen Sinn hat. Du darfst Dich im Vertrauen führen lassen. Komm, gehe diese Schritte des Vertrauens, Du kannst es, wenn Du es willst :heart:



    Zitat

    Müde, traurige Grüße, Steinadler


    Komm mit mir auf die Alm , da wo die Blumenwiese ist und lass uns von da oben eine Sicht sehen dürfen, wo alles bedingungsloses Annehmen und Sein ist. :freunde:


    Heidi :heart:

  • Hallo, Steinadler.
    Zu Deinem er-leben überhaupt nur irgendetwas zu sagen,-
    dazu habe ich kein Recht.
    Aber vielleicht hilft es Dir etwas weiter, wenn ich Dir von den zwei Gesichtern des Todes erzähle, die ich er-lebt habe.
    Bei beiden Malen hatte ich auf einmal Kontakt zu Gefühlen , wie es bis dahin nicht kannte.
    Direkt, pur und völlig "ungeschminkt".
    Beide Male habe ich mich völlig hilflos gefühlt.
    Und dennoch waren diese beiden Abschiede völlig unterschiedlich. Total gegensätzlich.
    Das erste Mal war 1987.
    Kurze Situation:
    Mein Vater lag auf er Intensivstation, weil sein Herz versagte.
    Gleichzeitig lag meine Mutter mit Krebs im Endstadium zu Hause.
    Ich bin, weil ich von den Geschwistern derenige war, der alleine lebte, sofort wieder bei meinen Eltern eingezogen.
    Und war deshalb natürlich sehr, sehr oft alleine.
    Mit meiner Mutter, die wusste, dass sie im Sterben liegt.
    Mit meiner Angst, der Hilflosigkeit und diesen ganzen Gefühlen pur. Völlig direkt gefühlt.
    Meine Mutter war noch nicht bereit zu gehen.
    In den vielen Gesprächen, die wir Geführt haben,-wie niemals zuvor-, kam das immer mehr zum Ausdruck.
    Es war garnicht das Sterben, weshalb sie so gellitten hat,- sondern es war das Leben dass sie nicht gelebt hatte.
    Ihr ist in dieser Zeit ganz klar geworden, was sie eigentlich immer "hintenan geschoben " hatte. Später, irgendwann Mal machen wollte.
    Ich will das jetzt hier nicht weiter ausführen.
    Das war die Situation, die nur mit Schmerz,Aufbäumen, nicht wollen, nicht bereit sein verbunden war.
    Und ich dachte, ich werde verrückt.
    Weil ich nicht wusste, was ich machen sollte.
    Einfach nur da sass ,zuhörte und für sie da war.
    Obwohl ich am liebsten auf dem Mars oder sonstwie ganz weit weg gewesen wäre.


    Das zweite Mal, als ich den tod kennenlernte, war der Abschied ganz anders.
    Es war der Grossmutter meiner Ex-Frau in Marburg. Bei Oma Käthe.
    Als ich Oma Käthe kennenlernte, da war sie schon 88 Jahre.
    Aber topfit. Körperlich und geistig.
    Und immer absolut korrekt.
    Weil Oma Käthe früher Gesellschafterin des Justizrates in Marburg war.
    Oma Käthe hat,- zum Leidwesen mancher Angehöriger-, immer genau das gemacht, was sie wollte.
    Es wäre ,-glaube ich-, für sie undenkbar gewesen, dass es überhaupt anders geht.
    Irgedwann hat Oma Käthe dann auf einmal sehr, sehr schnell abgebaut.
    Zuerst geistig.
    Sie wusste innerhalb von so 6 Wochen nicht mehr, dass sie 60 Jahre in Marburd direkt am Markt gewohnt hatte.
    Da lag sie schon im Altenheim. Ging alles wahnsinnig schnell.
    Meine Ex-Frau und auch ihre Mutter (die Tochter vonOma Käthe) kamen überhaupt nicht damit klar.
    Dass ihre Mutter bzw. Oma auf einmal nur noch liebend gerne "Hänschenklein" gesungen hat.
    Sie hat auch bewusst niemanden mehr richtig erkannt,- bis auf meinen Sohn. Der einzigte Urenkel von Oma Käthe.
    Mich hat sie auch immer registriert.
    Weil ich mit ihr zusammen gesungen habe.
    Meine Ex-Frau und ihre Mutter haben fast imer nach den Anstandsminuten das Zimmer verlassen.
    Kamen einfach damit nicht klar.
    Nach so fast einem Jahr hat Oma dann total dürr,- anders kann man den körperlichen Zusatnd nicht beschreiben-, in ihrem Bett gelegen.
    Auch lange schon nicht mehr gesungen.
    da lief die Kommunikation nur noch ohne Worte.
    Einfach dadurch, dass ich ihre Hand gehalten.


    Naja, und dann eines Tages,- es war genau einen Tag vor Weihnachten-, war ich wieder mit Oma Käthe allein im Zimmer und habe ihre Hand gehalten.
    Und wusste auf einmal, dass sie jetzt stirbt.
    Aber, das war ganz anders, wie bei meiner Mutter.
    Ich habe noch nie einen so tiefen Frieden gefühlt, wie in da.
    Das war so, als wenn sie mir ohne Worte gesagt hätte:
    "Junge, ich gehe jetzt. Es ist alles in Ordnung."
    Von diesem ausgemergelten Körper ging ein unheimlicher Frieden aus.
    Das war ein wunderschönes Erlebnis.
    Da war keine Angst, kein Schmerz,- einfach nur Frieden.
    Und alles pur.
    Ganz direktes Da-SEIN.


    Am nächsten Tag war Oma Käthe dann auch eingeschlafen.


    Zweimal Tod. Doch zwei völlig gegensätzliche Er-fahrungen....



    Nun, mehr kann ich Dir auf Deine Frage auch nicht mit-teilen.
    Aber, vielleicht hilft es Dir ja ein wenig.



    Alles Gute für Dich,


    Roland

  • Als es bei mir um mich rum so viele waren, da habe ich gefühlt, dass es um die Endlichkeit ging - um das, was wirklich WIRKLICH ist. Ja - ich denke es be-deutet etwas. Und ja - wir können es sehen oder nicht. Die Chance, beim Sehen, etwas mitzunehmen, ist groß. Auch wenn es schmerzlich ist.


    Lieber Gruß und guten Morgen


    Ursus

  • liebe steinadler,


    auch ich erlebte so eine serie an todesfällen. reflektierend betrachtet bedeuten sie für mich:
    lebe endlich und wache auf.....


    diese sichtweise deckt sich auch mit meiner späteren diagnose...
    alles ist gut :heart:

  • Zitat von »Anna«
    Direkt nach der Geburt? Oh ja das kann sein.




    Stimmt, aber darum geht es mir hier nicht. Wie schon an Babas Herz geschrieben (s. etwa Mitte des Threads), sind mir die philosophischen Fragen, die das Thema aufwerfen kann, durchaus klar. Hätte ich das Ganze von der Warte aus betrachten wollen, stünde der Thread im Philosofa. Ginge es mir hauptsächlich um das Danach, stünde er unter "Jenseits und Nahtoderfahrungen". Ich habe ihn aber mit voller Absicht unter "Schamanismus" eröffnet- um auch den Schwerpunkt klar aufzuzeigen, unter dem ich das Thema betrachten möchte.

    Ich kann dir auch nicht sagen - wann sterben beginnt -aber vielleicht kann ich dir doch irgendwas sagen.


    Da ich von einen OP-Erlebnis ( als Siebenjährige ) weiß - was ein Nahtoterlebniss ist, kann dir die Frage beantworten wie sich (für mich) das sterben damals anfühlte.
    Da ich ,mein 1. Sohn und unser Hund nach einen Unfall aus einen lichterloh brennenden Wagen gerissen wurden ,-
    kann ich dir vielleicht erklären was es (für mich ) heißt das Leben neu geschenkt zu bekommen.
    Da ich mit meinen 2.Sohn um unser gemeinsames Leben gekämpft habe -kann ich dir sagen wie es ist um Leben zu kämpfen.


    Da ich vor ganz kurzer Zeit einen Schlaganfall hatte -weiß ich was es heißt das Leben aufzuräumen - um neu Anzufangen.
    Aber, ich kann dir nicht sagen wann sterben beginnt.

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  • Liebe Kirsten,


    :knuddeln: (wenn ich darf)...


    Demut - die Suche danach- wird in solchen Momenten zur schweren Aufgabe- und doch zum einzigen, was mich weitermachen lässt.


    Ist Demut nicht auch, das Unfassbare anzunehmen, im Vertrauen darauf das jeder seinen Weg hat?
    Ist Demut nicht auch, in Achtung und Respekt den Weg des anderen zu würdigen und ihn loszulassen?
    Ist Demut nicht auch, das eigene Leben anzunehmen, so wie es ist und es mit "sich selbst" zu füllen?


    Ich neige mein Haupt vor deinem Weg und wünsche dir, das du bei aller Schwere, den Blick für die Blumen am Wegrand nicht verlierst.



    Wozu dient es? Das ist doch kein Zufall mehr...


    Tod dient dem Leben (so schwer das auch manchmal zu verstehen ist)...


    Er erinnert uns immer wieder daran ...
    Lebe jeden Tag in bewußter Lebendigkeit.


    Liebe Grüße


    Arthemesia

    [align=center]Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.

  • Lebe jeden Tag in bewußter Lebendigkeit.


    Ja,ich mag alles was du dazu geschrieben hast-denn


    :neujahr: so empfinde ich auch

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  • Liebe Steinadler,


    zunächst einmal möchte ich dich - unbekannterweise - mal in den Arm nehmen, wenn ich darf. :knuddeln:


    Vielleicht hilft das Teilen meiner Erfahrungen dir ein wenig:


    Meine Großeltern starben allesamt innerhalb von 4 Jahren, als ich zwischen 10-14 Jahren war. (wahnsinn - meine Oma starb gestern vor 25 Jahren - und ich denke noch so oft an sie). Beide Großmütter starben bei uns zu Hause - nach langen Monaten, bzw. Jahren der Pflege - nach mehreren Schlaganfällen.
    Als ich dann 23 Jahre alt war starben meine beste Freundin (mit 26 - einfach so - unerwartet), sowie 3 Bekannte aus dem Chor bei einem Autounfall und 2 weitere Bekannte nahmen sich das Leben - alles innerhalb von 4-5 Wochen.
    Als ich dann Ende 20 war erlebte ich, wie die Mutter eines 3 jährigen mit der ich beruflich zu tun hatte, starb - einfach so, unerwartet.


    Damals kam eine Bekannte (Mitte 40 J.) auf mich zu und war komplett überfordert mit dem Tod dieser jungen Mutter - das sei der erste Mensch, den sie aus ihrem Bekanntenkreis verloren habe.
    Ich habe damals eine Liste gemacht und mich an all die lieben Menschen erinnert, die ich bis dahin schon verloren hatte und die nicht eines "natürlichen" Todes (ich mag den Begriff nicht - will damit nur ausdrücken, Menschen, die unerwartet früh und jung gestorben waren) gestorben waren: ich kam auf über 30.


    Soviele Zahlen ... in einem so emotionalen Thread. Du fragtest, welchen Sinn das haben soll .... und dass es doch kein Zufall mehr sein kann ....


    Das Sterben meiner Großmütter durfte ich - dank der Haltung meiner Eltern - als "Erlösung" erleben. Sie hatten beide keine Freude mehr am Leben und besonders meine eine Oma wünschte sich den Tod "lasst mich doch endlich sterben" - wie oft sagte sie das.
    Und doch: ich musste schneller erwachsen werden als mir lieb war. Nicht mein "1. Verliebtsein" mit 13 war vorrangig in der Familie, sondern die sterbende Großmutter im Haus.


    Als meine Jugendfreundin starb, war ich völlig verzweifelt. Damals lernte ich aber, dass ich letztendlich auf eigenen Füßen stehen muss. Und dass selbst Eltern einen in einer solchen Situation nicht trösten können. Im Gegenteil ihre Trauer erschlug mich fast.
    Ich fand die Erfahrungen damals ... wollte vor mir selbst weglaufen und fand kaum Trost. Aber ... ich fand auch zu mir. Ich entdeckte meine innere Stärke. Und ich fand den Mut, mein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Ohne den Tod dieser Freundin (das klingt brutal, ist aber so) - wäre mein Leben komplett anders verlaufen. Ihr Tod hat bei mir sehr vieles ausgelöst. Ich habe das Jahre später mal Ihren Eltern geschrieben ... die unheimlich angerührt zurückschrieben ... eine wunderbare Erfahrung.


    Als ich dann Jahre später beruflich mit dem Tod dieser Mutter konfrontiert war - da hatte ich eine unheimlich Stärke, durch all diese Vor-Erfahrungen erhalten und war für viele Menschen in dieser Situation ein starker Halt und Orientierungshilfe. Und das gerade, WEIL ich emotional und authentisch dabei war. Weil ich nicht aus "schlauen Büchern" wusste, wie man mit einer "solchen Situation" umgehen muss .... sondern weil ich selbst es schon so oft leidvoll erfahren musste und selbst an Trauer, Abschied und Leid gewachsen bin.


    Bis heute treffe ich auf Menschen, die unendlich dankbar sind, dass man mit mir so offen und ehrlich und emotional über das Thema Tod reden kann und auch Jahre nach einem Todesfall ich noch ein offenes Ohr und echtes Verständnis für Trauer und Emotionen habe.


    Liebe Steinadler ... keine Ahnung, ob dir meine Erfahrungen in dieser akuten Situation helfen ...


    ich kann mir nur wünschen, dass meine Gefühle durch diese "trockenen schwarzen Buchstaben" zu dir durchdringen können und ich dir ein wenig Trost und Liebe schicken darf.


    Ich wünsche dir für die kommende Zeit viel Kraft, ein offenes Herz, Ruheoasen für deine Seele und Gottes Segen.


    Sei ganz lieb gegrüßt
    Oceanbreeze


    P.S.: Habe eine ganze Seite an Beiträgen hier überlesen ... sorry, falls sich etwas "doppelt"

    "Ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit" Kol. 3,14
    Alles (ist) Liebe
    Oceanbreeze

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  • Hallo Roland,

    Zu Deinem er-leben überhaupt nur irgendetwas zu sagen,-dazu habe ich kein Recht.


    ich lade Dich ein, Euch ein, teilzuhaben, da zu sein und auch zu sprechen. Wollte ich es nicht, stünde es nicht hier. Recht? Unrecht? Was bedeutet es, im Angesicht von Leben und Sterben? Was bedeutet das, im Erleben eines anderen? Ich wüßte es nicht zu sagen. Du?


    Aber vielleicht hilft es Dir etwas weiter, wenn ich Dir von den zwei Gesichtern des Todes erzähle, die ich er-lebt habe.


    Danke für Dein Vertrauen und Deine Offenheit.


    Bei beiden Malen hatte ich auf einmal Kontakt zu Gefühlen , wie es bis dahin nicht kannte. Direkt, pur und völlig "ungeschminkt".


    *nickt* Es bringt einen zum Wesen-tlichen, nicht? Zum Wesen der Dinge und sich selbst... zu dem, was bleibt, wenn einer geht.


    Beide Male habe ich mich völlig hilflos gefühlt.


    Das geht mir in Teilen genauso. Aber es ist halt auch was ganz Intimes.


    Und dennoch waren diese beiden Abschiede völlig unterschiedlich. Total gegensätzlich.


    Individuell ist es immer- zumindest für mich.


    Es war garnicht das Sterben, weshalb sie so gellitten hat,- sondern es war das Leben dass sie nicht gelebt hatte.


    Das ist bei meiner Oma nicht anders im Moment. Und mein Onkel findet sich einfach noch zu jung zum Gehen, was ich zum Teil sogar verstehe. Durchschnittliche Lebenserwartung in D sieht anders aus... ist aber halt auch nur Durchschnitt.


    Und ich dachte, ich werde verrückt.
    Weil ich nicht wusste, was ich machen sollte.
    Einfach nur da sass ,zuhörte und für sie da war.
    Obwohl ich am liebsten auf dem Mars oder sonstwie ganz weit weg gewesen wäre.


    Stimmt... sowas lehrt einen keiner. Nicht hier, nicht in dieser Kultur.


    Meine Ex-Frau und ihre Mutter haben fast imer nach den Anstandsminuten das Zimmer verlassen.
    Kamen einfach damit nicht klar.


    Ja. Mein Vater auch nicht. Er flüchtet beinahe. Letztes WE bei meinem Onkel... gut, es ist sein "kleiner" Bruder- aber ich dachte wirklich, er flüchtet, als ich sein Verhalten sah. Mein großer, starker Papa... flüchtend... da ging eine Illusion kaputt. Das tat doppelt weh.


    Nun, mehr kann ich Dir auf Deine Frage auch nicht mit-teilen. Aber, vielleicht hilft es Dir ja ein wenig.


    Ist schon recht, passt schon. :knuddeln:


    Ich fühle mit, aber ich kann Dir diese Frage nicht als vernunftbegabtes und denkendes Wesen beantworten so sehr ich es mir gewünscht hätte, Dir Deine Frage zu erklären und zu beantworten


    Liebe Heidi... brauche ich Lösungen? Ich glaube nicht. Die kann mein Kopf selber produzieren, massemnhaft. Ich glaube, die brauche ich nicht.


    Mein Gefühl sagt mir gerade ....ach ich lasse es jetzt sprechen.....auch wenn Frl Rottmeyer gerade sagt, dass ich jetzt dummes Zeug erzählen werde



    Überlässt Du es bitte mir, womit ich was anfabgen kann? ;):danke:


    Du bist als STERN geboren und hast große THEMEN dir als SEELE in diesem Menschenleben vorgenommen.


    Das berührt mich, weil ich tatsächlich eine Feundin habe (nicht hier an Board) wo wir uns immer "Stern" und "Kerze" nennen. Sie nennt mich Stern, ich sag zu ihr Kerze. Ergab sich mal so, ich weiß nicht mehr, was da genau war.


    Auch wenn Du in deiner Qual, im Menschsein gefangen bist


    Einspruch! ich bin sehr gerne Mensch! Gefangen im Menschsein? Nein.


    und gerade an Deine Grenzen kommst


    Das schon, ja.


    und nicht das WARUM und WIESO mehr verstehen kannst



    Das auch.


    dann glaube und vertraue, dass alle,s was passiert seinen Sinn hat. Du darfst Dich im Vertrauen führen lassen. Komm, gehe diese Schritte des Vertrauens, Du kannst es, wenn Du es willst


    Danke, Heidi. Ich übe täglich... Hingabe und so- Du weißt schon. ;)


    Komm mit mir auf die Alm , da wo die Blumenwiese ist und lass uns von da oben eine Sicht sehen dürfen, wo alles bedingungsloses Annehmen und Sein ist.


    *nickt* Der Adler steigt auf...


    liebe steinadler,


    auch ich erlebte so eine serie an todesfällen. reflektierend betrachtet bedeuten sie für mich:
    lebe endlich und wache auf.....


    Die Träume endlich leben, das Leben nicht auf Später verschieben... den Freibrief des Sklaven endlich einlösen, statt in die Tasche zu stecken... tun, was ich seit Jahren fühle... die Möglichkeiten sind da. Ich muß nur die Verantwortung übernehmen. Dafür dass ich das will.


    Zitat von Xella

    Ich kann dir auch nicht sagen - wann sterben beginnt -aber vielleicht kann ich dir doch irgendwas sagen.


    Da ich von einen OP-Erlebnis ( als Siebenjährige ) weiß - was ein Nahtoterlebniss ist, kann dir die Frage beantworten wie sich (für mich) das sterben damals anfühlte.
    Da ich ,mein 1. Sohn und unser Hund nach einen Unfall aus einen lichterloh brennenden Wagen gerissen wurden ,-
    kann ich dir vielleicht erklären was es (für mich ) heißt das Leben neu geschenkt zu bekommen.
    Da ich mit meinen 2.Sohn um unser gemeinsames Leben gekämpft habe -kann ich dir sagen wie es ist um Leben zu kämpfen.


    Das kann ich selbst, danke Xella. Ich habe es mehrfach erfolgreich getan, sonst wäre ich schon längst tot.


    Ist Demut nicht auch, das Unfassbare anzunehmen, im Vertrauen darauf das jeder seinen Weg hat?
    Ist Demut nicht auch, in Achtung und Respekt den Weg des anderen zu würdigen und ihn loszulassen?
    Ist Demut nicht auch, das eigene Leben anzunehmen, so wie es ist und es mit "sich selbst" zu füllen?


    Dreimal "Ja" - für jede Zeile eins. ;) Danke, weise Frau! :knuddeln:


    Ich neige mein Haupt vor deinem Weg und wünsche dir, das du bei aller Schwere, den Blick für die Blumen am Wegrand nicht verlierst.


    Wird nicht passieren, liebe Arthemesia. Ich hab ja Leute, die mich an Sonnenfunkeln in Glasperlenketten (Markus), Sterne und Kerzen (Heidi und Susanne), Schildkröten und Schmetterlinge (Toshka und Heidi), das Glück (Roland), Beppo Straßenkehrer (Toshka und Du), Seesterne (Du), Seerosen (Ate) und die Puddingschüssel des Karmas (druid Dubh) erinnern.
    Bei sowas kann ich das nicht dauerhaft vergessen, das geht überhaupt nicht. :D
    Von Wolfsspur, Massaimara, Eli, Iffi, Ursus und Anja noch gar nicht gesprochen. Also? Nur eine graue Wolke, kein verengter Fokus. ;)
    Der Himmel reißt schon wieder auf.
    Kirsten


    P.S. @ Oceanbreeze: auf Deinen Beitrag möchte ich später noch gesondert antworten- braucht noch etwas Zeit.

  • Guten Morgen,


    Ich hab nicht wirklich jeden Beitrag gelesen. Ich denke Sterben beginnt schon, wenn der Sterbende sich aufgibt oder spürt, dass es endet. Ich erlebe dies grade bei meinen Opa. Aber das sterben begann schon viel früher, nachdem plötzlichen - unerwarteten Tod meiner Oma. Mein Opa war kerngesund vor 3 Jahren, als sie starb. Ich weiß Opa hat damals aufgegeben und dann kam der Krebs. Nun drei Jahre später wird Opa bald meiner Oma folgen. Er ist nicht mehr therapierbar und bekommt wöchentliche Blutwäschen,damit er noch " leben" kann.


    Ich bin wie eine Tochter für ihn und meine Kinder lieben " Opa Hasi " - nun gut heute bat der mich vorbei zukommen und ich spürte an seiner Stimme, dass er weiß es ist ein Abschied für immer. Es geht ihn heute ganz gut - bis auf die schmerzen, so das ich und meine Kinder gegen 14 uhr den vermutlich letzten Besuch antreten werden.
    Noch lächel ich, weil ich weiß er will gehen, wie es später ist - weiß ich nicht.


    Sterben beginnt für mich da, wo der Lebenssinn nicht mehr vorhanden ist - bei meinen Opa ging der Lebensinn mit meiner Oma.


    Lieben Gruß
    Nonhalema

  • Nonhalema,


    ich wünsche Euch, dass Ihr für diesen Abschied für immer alles bekommt, was Ihr braucht.
    Seid begleitet!
    Steinadler

  • Liebe Kirsten,


    Ich lese schon seit Anfang an mit, und wusste bisher nicht was ich dazu beitragen könnte.
    Doch da fiehl mir etwas ein:


    Wann beginnt das Sterben?


    Mein großer Bruder war 53 Jahre alt, im Leben hat er erreicht und erhalten (wenigstens so ziemlich) was er wollte.
    Er verwirklichte seinen Traum, von Therapie und Wohlfühlen in einem Haus, welches er mit seiner Frau und zuletzt auch mit den beiden Töchtern betrieb.


    Für sie wurde er plötzlich aus dem Leben gerissen ...
    Doch ich weiß, dass er ein Jahr vorher bei unserem Vater war und nach Jahrelangem Zwist Frieden geschlossen hatte.
    Das erzählte er seinen Lieben nicht ... und auf mein Lob, winkte er nur ab.
    Allerdings bemerkte ich schon lange, dass es ihm gar nicht gut ging.
    Seine blauen Augen waren voller schwarzer Punkte, von denen er auch wusste, was er aber niemandem mitteilte.


    Dann holte er seine älteste Tochter mit in die Geschäftsführung.
    8 Monate später hat er ... in der Ruhe des Einkaufens ... sich entschlossen zu gehen.
    Er brach einfach zusammen und war nicht mehr zu hohlen.


    Wir waren wie Yin und Yang, wir wussten meist, wie es dem anderen geht.
    Wer von wem benutzt wurde und wer gerade eine Rolle spielte.


    Ich bin froh und glücklich einen solchen Bruder gehabt zu haben.
    Den der Weg als Kinder einer Familie, zeigt den anderen doch so nackt und echt,
    wie man keinen anderen Menschen mehr kennen lernen kann.


    Herzliche Grüße Kerstin

    ... alles hat seine Zeit ...

  • Das kann ich selbst, danke Xella. Ich habe es mehrfach erfolgreich getan, sonst wäre ich schon längst tot.

    Hm OK, das wusste ich nicht wirklich ....


    zudem bin ich keine Schamanin und weiß somit nicht wann sterben aus schamanischer Sicht beginnt.
    Ich schrieb übrigens meine Sicht zum körperliche Sterben ,
    denn ich glaube die Seele stirbt nicht,
    ich glaube sie verlässt ihren gewählten Körper -
    und den von ihr gewählten Lebensabschnitt in sagen wir mal "dieser Welt".


    Ich finde das Maganga ( die leider nicht mehr registriet ist ) einen sterbeprozes des Menschen hier (52) gut erkälrt hat

    viele ihrer Ausführungen fühlen sich für mich sehr stimmig an. ..



    Liebe Grüße
    Xella

    2 Mal editiert, zuletzt von Xella ()

  • Sterben beginnt mit der Geburt. Das empfinde ich gerade so. Und in diesem Satz empfinde ich gerade eine Stimmigkeit. Ich habe nicht alle 4 Seiten nachgelesen - aber ähnliches fand ich schon auf Seite 1.


    Ich habe mich durch diesen Thread die letzte Stunde mit dem "Tod" beschäftigt. Und finde es gut, dieses zu tun. Was ich ohne diesen Thread nicht getan hätte. Danke.


    Lieber Gruß


    Ursus

  • [team]Edit Wolfsspur - die hier fehlenden Beiträge in eine Abspaltung verschoben.
    Dies hier ist der Thread von Kirsten, in dem es anfänglich um eine sie berührende, ganz
    konkrete Situation ging. Allgemeine Gedanken zum Inkarnationen, Tod und Wiedergeburt
    in diversen Glaubensrichtungen etc... bitte zukünftig in der Abspaltung posten.[/team]

  • Liebe Oceanbreeze,


    nach einiger Zeit (und ein paar Begegnungen mit Onkel und Oma, von denen mich eine noch immer beschäftigt)


    Liebe Steinadler,


    zunächst einmal möchte ich dich - unbekannterweise - mal in den Arm nehmen, wenn ich darf. :knuddeln:


    Darfst Du - unbekannterweise- tun. Vielleicht macht es das Bild für Dich auch ein bißchen weniger unbekannt, damit Du weißt, wen Du da in den Arm nimmst.


    Vielleicht hilft das Teilen meiner Erfahrungen dir ein wenig:[/QUOTE]


    Tut es. :ja:


    Meine Großeltern starben allesamt innerhalb von 4 Jahren, als ich zwischen 10-14 Jahren war. (wahnsinn - meine Oma starb gestern vor 25 Jahren - und ich denke noch so oft an sie). Beide Großmütter starben bei uns zu Hause - nach langen Monaten, bzw. Jahren der Pflege - nach mehreren Schlaganfällen.
    Als ich dann 23 Jahre alt war starben meine beste Freundin (mit 26 - einfach so - unerwartet), sowie 3 Bekannte aus dem Chor bei einem Autounfall und 2 weitere Bekannte nahmen sich das Leben - alles innerhalb von 4-5 Wochen.
    Als ich dann Ende 20 war erlebte ich, wie die Mutter eines 3 jährigen mit der ich beruflich zu tun hatte, starb - einfach so, unerwartet.


    Damals kam eine Bekannte (Mitte 40 J.) auf mich zu und war komplett überfordert mit dem Tod dieser jungen Mutter - das sei der erste Mensch, den sie aus ihrem Bekanntenkreis verloren habe.
    Ich habe damals eine Liste gemacht und mich an all die lieben Menschen erinnert, die ich bis dahin schon verloren hatte und die nicht eines "natürlichen" Todes (ich mag den Begriff nicht - will damit nur ausdrücken, Menschen, die unerwartet früh und jung gestorben waren) gestorben waren: ich kam auf über 30.


    Bei mir sind es nicht ganz so viele, aber doch einige. Ich glaube auch nicht, dass die Zahl es ausmacht, sondern das (Mit)-Erleben des Sterbeprozesses.


    Soviele Zahlen ... in einem so emotionalen Thread. Du fragtest, welchen Sinn das haben soll .... und dass es doch kein Zufall mehr sein kann ....


    Den Eindruck habe ich tatsächlich... Der Schlaganfall bzw. meine Wahrnehmung, dass da was nicht stimmt- geschah letztes Jahr auf dem Forentreffen in Altmörbitz- wie oben geschildert.
    Auf besagtem Treffen besprach ich mit Wolfsspur, er möge bitte zu einem bestimmten Thema eine Reise für mich machen, was er kurz nach dem Treffen auch tat.
    Ohne auf alle Details eingehen zu wollen: In jener Reise kamen ein totes Reh, ein Fliegenkönig (Fliegen zersetzen Aas) und ein Phönix vor.
    Außerdem wurde ich noch operiert und flog zum Schluß als Adler davon.
    Das nur als Kurzfassung. Fakt ist jedenfalls, dass es in dieser Reise an Symbolik von Tod, Wandlung, Sterben keinen Mangel gab. (Und ich hatte Wolfsspur "nur" um eine Diagnosereise gebeten, also, was zu tun sei, wenn ich mich dem Thema, um das es mir ging, widme.
    Die Reise eröffnete mir einen Ausblick. Der Phönix, muß ich sagen, erschreckte mich zuerst. Ich hab es nicht so mit mythologischen Wesen, die sind "hip" und damit geben viele gerne an.
    Der Phönix hatte sich aber klar und deutlich als Begleter zu erkennen gegeben.
    Nachdem ich den ersten Schock verdaut hatte, reiste ich einige Tage, nachdem ich mit Wolfsspur die Reise besprochen hatte,selbst zu Phönix hin und fragte sehr vorsichtig, ob es denn wirklich wahr sei, dass er mein Begleiter wäre und falls dem so sei, ob er mich denn auch als "seinen" Menschen akzeptiere.
    Daraufhin machte er mir klar, dass er mich "schon immer" begleitet habe und dass ich ohne ihn und seine Energie, die er mir auch als Teil meiner Energie zur verfügung gestellt habe, weder meine Geburt überlebt, noch ein paar andere Sachen überstanden hätte.
    Er sagte, er habe sich mir nicht früher zeigen dürfen/können: "Sonst wärst Du arrogant geworden." Danach erklärte er mir noch ein paar Dinge und fragte mich am Ende, ob ich nun bereit sei, die Aufgabe anzunehmen, von ihm und mit ihm zu lernen. Und er warnte mich: "Wenn Du JA sagst, geht es durch das Feuer- und zwar ganz." Ich habe JA gesagt und seitdem kommt sukzessive alles auf den Prüfstand. Was nicht mehr trägt, vergeht. Ich habe keine Ahnung, wie lange das so weiter gehen wird- er antwortet nicht auf solche Fragen.
    Aber ZUFALL ist das alles nicht.

    Als meine Jugendfreundin starb, war ich völlig verzweifelt. Damals lernte ich aber, dass ich letztendlich auf eigenen Füßen stehen muss. Und dass selbst Eltern einen in einer solchen Situation nicht trösten können. Im Gegenteil ihre Trauer erschlug mich fast.
    Ich fand die Erfahrungen damals ... wollte vor mir selbst weglaufen und fand kaum Trost. Aber ... ich fand auch zu mir. Ich entdeckte meine innere Stärke. Und ich fand den Mut, mein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Ohne den Tod dieser Freundin (das klingt brutal, ist aber so) - wäre mein Leben komplett anders verlaufen. Ihr Tod hat bei mir sehr vieles ausgelöst.



    *nickt nur*



    Liebe Steinadler ... keine Ahnung, ob dir meine Erfahrungen in dieser akuten Situation helfen ...


    Sie tun es. Anders, als Du vielleicht meinst, aber sie tun es. Weniger als direkter Trost, mehr als die Zusicherung, dass sowas tatsächlich sinn- voll ist- auch wenn ich mitten im Erleben grad mitunter laufen möcht, bis mir der Atem stockt.
    Ich weiß noch nicht, zu was es mich macht, aber es wird für was gut sein.
    Liebe Grüße,
    Kirsten

  • Liebe Kerstin, liebe Xella,


    Wann beginnt das Sterben?


    Mein großer Bruder war 53 Jahre alt, im Leben hat er erreicht und erhalten (wenigstens so ziemlich) was er wollte.
    Er verwirklichte seinen Traum, von Therapie und Wohlfühlen in einem Haus, welches er mit seiner Frau und zuletzt auch mit den beiden Töchtern betrieb.


    Für sie wurde er plötzlich aus dem Leben gerissen ...
    Doch ich weiß, dass er ein Jahr vorher bei unserem Vater war und nach Jahrelangem Zwist Frieden geschlossen hatte.
    Das erzählte er seinen Lieben nicht ... und auf mein Lob, winkte er nur ab.


    Möglicherweise spürte er, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb. Ich denke, dass so etwas auch bei sogenannt "plötzlichen" Todesfällen möglich sein kann. Also, so ein Vorausspüren.
    Der Vater meines Vaters brach 1995 tot an der Kasse zusammen, während er aufs Wechselgeld wartete. Sekundentod. Von einem künstlichen Gelenk abgesehen waren keine Krankheiten bekannt. Dennoch begann er etwa 6 Wochen zuvor, alles mögliche zu sortieren und zu verschenken (er hatte eine Bibliothek und sehr viele Dias und Briefmarken und Postkarten und so Sachen).


    Allerdings bemerkte ich schon lange, dass es ihm gar nicht gut ging.
    Seine blauen Augen waren voller schwarzer Punkte, von denen er auch wusste, was er aber niemandem mitteilte.


    Dann holte er seine älteste Tochter mit in die Geschäftsführung.
    8 Monate später hat er ... in der Ruhe des Einkaufens ... sich entschlossen zu gehen.
    Er brach einfach zusammen und war nicht mehr zu hohlen.


    *nickt* Ich glaube, wir wissen es vorher- wenn wir hinhören. Tiere ja auch. Meine Katzen haben es immer "mitgeteilt", irgendwo. Ich glaube, man spürt es...
    Und ich glaube, dass es nicht morbide ist. Ich stehe ziemlich im Leben, ich lebe gern. Aber gerade deshalb will ich auch, dass es einen Unterschied macht, dass ich lebe. Muß kein großer sein, aber eben überhaupt einer. Und ich denke, das wäre schon jetzt so. Wäre es jetzt vorbei, wäre es schad' und ich tät's bedauern, aber die Welt ginge weiter und für ein paar Menschen (inkl. mich) hätte es schon einen positiven Unterschied gemacht, dass ich da war.

    Wir waren wie Yin und Yang, wir wussten meist, wie es dem anderen geht.
    Wer von wem benutzt wurde und wer gerade eine Rolle spielte.


    Ich bin froh und glücklich einen solchen Bruder gehabt zu haben.


    Ich hab keine Geschwister, von daher kann ich dazu nix sagen. Die Dankbarkeit, Menschen zu kennen und gekannt zu haben, die wirklich nahe und tief und intensiv mein Herz und meinen Geist und meine Seele berührt haben, die trage auch ich in mir.


    [/quote]

    Zitat von »Steinadler«



    Das kann ich selbst, danke Xella. Ich habe es mehrfach erfolgreich getan, sonst wäre ich schon längst tot.
    Hm OK, das wusste ich nicht wirklich ....


    Macht nix. Ich hab übrigens nix gegen diesen Blickwinkel. Ich kann bloß grad nicht ganz so viel damit anfangen, weil es mir grad um was anderes geht. Ok? Kannst Du das so nehmen, ohne die unausgesprochene Aufforderung darin zu lesen, Dich zurückzuhalten? So meinte ich das mit der Trennung der Threads nämlich nicht. Falls weitere Unklarheiten da sein sollten, kontaktier mich bitte nochmal, ich würd das gern geklärt haben, ohne dass irgendwer meint, ich hätte die Mods um Maulkorbverteilung gebeten. Ist mir wichtig, das.


    zudem bin ich keine Schamanin und weiß somit nicht wann sterben aus schamanischer Sicht beginnt.


    *nachdenklichguckt* Ich glaube, ich beobachte von außen (erleben kann ich nicht schreiben, denn ich leb noch und um eine Zerstückelung geht es hier nicht, bzw. erinnere ich mich auch an keine) gerade drei mögliche Varianten davon:


    1) Mein Großvater (der Parkinson hat und fast taub ist): Er zieht sich Stück für Stück aus der Umgebung "raus", obwohl er körperlich noch verhältnismäßig gut beisammen ist (er kann zum Beispiel noch laufen und braucht erst bei wenigen Handgriffen Hilfe, obwohl die Erkrankung schon vor Jahren diagnostiziert wurde. Der körperliche Abbau geht langsam, aber der Wille geht schnell. Ich hab den Eindruck, er "zieht" wirklich Teile aus sich selber raus. (Schwer zu beschreiben...)


    2) Meine Oma (die den Schlaganfall hatte): Hier baut der Körper langsam ab. Der Geist ist da, aber die Zeit verändert sich. Will heißen, sie sortiert Dinge von früher und jetzt. Das ist aber weniger gedankliche Reflexion, mir ist, als ginge sie gefühlsmäßig noch einmal durch ihre Lebens(t)räume hindurch. Der Wille wirkt hier stark und hält vieles zusammen.


    3) Der Bruder meines Vaters (mit dem Hirntumor). Hier ist es am deutlichsten. Der Körper verfällt, das sind mehr als 20 kg Gewichtsverlust in kurzer Zeit. Es scheint keine Position zu geben, in der er keine Schmerzen hat und er sieht auf dem einen Auge so gut wie nix mehr. Sprache ist noch da, Motorik fällt allmählich aus. (Laufen geht kaum noch...). Plus der Rückzug. Kein Telefon, kein Fernseher, kein Radio, nichts. Viel Schlaf und wenn er wach ist, scheint es ihm fast lästig zu sein. Sowohl das Wachsein, als auch Menschen um sich. Ich denke, er verläßt das Leben und ich vermute, er wird auch der erste sein, der geht. Und er weiß es auch.
    Die Umstände- also, wie die Klinik wirkt... hm, schweigen wir lieber drüber... bevor ich ungerecht werde. Wahrscheinlich tun sie, was sie können, nur, wenn das alles ist, was sie können, können sie nicht besonders viel.
    Es wirkt auf mich mehr wie Abstumpfung und Routine, was ich gesehen habe, aber vielleicht ist das für manche die einzige Chance, es zu schaffen, da zu arbeiten. Ich weiß es nicht.


    Ich schrieb übrigens meine Sicht zum körperliche Sterben ,
    denn ich glaube die Seele stirbt nicht,ich glaube sie verlässt ihren gewählten Körper -
    und den von ihr gewählten Lebensabschnitt in sagen wir mal "dieser Welt".


    Sehe ich ähnlich.
    Grüße,
    Kirsten

  • Recht? Unrecht? Was bedeutet es, im Angesicht von Leben und Sterben? Was bedeutet das, im Erleben eines anderen? Ich wüßte es nicht zu sagen. Du?

    Ich habe es ein paar mal erlebt -
    Recht und Unrecht sind zwar nicht die passenenden Worte,
    aber ich glaube kurz bevor ein Mensch stirbt kommen -Gefühle / Gedanken in diese Richtung .
    Ich glaube davon habe ich eine Ahnung bekommen.
    Ich habe bei einen Menschen die Sterbebegleitung gemacht -der nen ziemlich dicken Brocken Frust und schlechte Gewissen in sich trug .
    Er suchte zuerst aktiv Wege zu den Menschen die er verletzt hatte.
    Ich glaube ,er suchte sie um mit sich ins reine zu kommen.


    Ein anderes Erlebnis hatte ich in einem Urlaub, da habe ich für Menschen gebetet die von Rebellen ( LTTE ) vor meinen Augen erschossen wurden.
    Auch da hatte ich zuerst kurz das Gefühl von schlechte Gewissen / Unrecht den Angehörigen gegenüber .
    Doch als sie knieten spürte ich das sie mit sich ins reine kamen.


    Und einmal habe ich einen mir nahen Menschen ein langes Gespräch in dem wir einander verziehen haben.
    Noch in der darauf folgende Nacht schlief er im Wohnzimmer ein.


    Schwierig wird die Sterbebegleitung bei Menschen deren Uhr hier abgelaufen ist -die aber nicht sterben wollen / können.. .
    Dieses erlebe ich momentan - Dieser Mensch ist fast 100 Jahre alt ,ist sehr intelligent ,genoss das Leben .
    .... und hatte es auch in schwierigen Situationen " ganz gut im Griff " .
    Dieser Mensch glaubt an die katholische Kirche - ist streng gläubig und trägt nen ziemlich dicken Brocken Frust und schlechte Gewissen .
    Ich glaube für ihn ist das Angesicht des Todes ein stellen zu Recht und Unrecht .


    Dieser Mensch kämpft seid ein paar Jahren um sein Leben und er öffnet sich ( noch ) nicht .
    Das macht die Sterbebegleitung nicht wirklich einfach .....


    Liebe Grüße
    Xella

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  • Wann beginnt das Sterben?


    Das Sterben beginnt von dem Moment an an dem unser Körper in diese Welt inkarniert.
    Der Prozess endet mit dem Tod ...das ganze ist ein Teil des Lebens.


    Das ist für mich die rein wissenschaftliche sachliche und auch spritituelle korrekte Erkläung.


    Mehr evtl. bei Interesse.