Wann beginnt Sterben?

  • Das ist für mich die rein wissenschaftliche sachliche und auch spritituelle korrekte Erkläung.

    Ich würde sagen, die "spirituell korrekte Erklärung" (wenn es so etwas überhaupt gibt und not-wendig ist :] ) muss lauten:


    Das Sterben beginnt bei der Geburt, so wie jedes Sterben eine Geburt ist.

  • :ironie: Leute, es ist erlaubt, zu lesen, worum es einem Threadstarter geht, bevor geantwortet wird.
    Hier geht es - verflixt nochmal!- NICHT um eine wissenschaftliche oder philosophische Erklärung! Ist das sooo schwer zu verstehen? Muß ich nen Handstand machen und mit den Füßen Fliegen fangen, damit das ankommt?
    Xella, danke, auch für die PN. Ich antworte, wenn ich aufhöre, mich von diesem "siebeng'scheiten Gebabbel" genervt zu fühlen.
    Grüße,
    Kirsten


    Edit Ergänzung: In Bemühung um Versachlichung meines Tonfalls: Mir geht es hier um die Betrachtung, Schilderung und Verarbeitung mehrerer Sterbeprozesse, die ich zeitgleich miterlebe, ohne sie, da Sterben hoch persönlich ist, gestalten zu können. Eindringlich wie selten geht es um Endlichkeit, um Fragen, was "gutes Leben" ist und was "gutes Sterben" sein könnte.
    In vielen der Beiträge hier wird Sterben rationalisiert. Ich will es nicht dramatisieren, ganz sicher nicht. Dennoch will ich hier nicht durch Philosophie erträglich zu machen versuchen, was uns allen letztlich ein Mysterium bleibt.
    Sterben als Teil des Lebens? Ja, sicher. Aber Angehörige - und das vor allem bin ich hier gerade!- erleben das nochmal anders und früher.
    Wenn Eure Mutter/Euer Vater, Euer Bruder/Eure Schwester, Eure Tochter/Euer Sohn dort läge und ihr könntet nichts tun, außer da zu sein, würdet ihr dann lesen wollen, was ihr mir hier schreibt?
    Prüft Eure Sätze daran. Würde es Euch begleiten?
    Oder würdet ihr es als Flucht vor den Gefühlen empfinden, die Euch packen würden? Oder hättet Ihr die Gefühle gar nicht, weil Philosophie sie erklären würde?
    DARUM geht es mir.

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  • Bei meiner Ziehmutter machte sich der Loslösungsprozess schon Jahre vorher bemerkbar. Sie sprach von Gesang die sie hörte und auch das sie Froh wäre das die da Oben sich jetzt so gut Verstehen. Auch erzählte sie mir das sie an den Füßen so ein Kribbeln spürte. Ich habe auch bei ihr wahrgenommen. Es wurde bei ihr von der Geistigen Welt die Bänder gelöst, die uns an den Körper binden.
    Ich denke das es auch Individuell ist wann und wie lange der Loslösungsprozess dauert. Auch ist unsere Lebensuhr verantwortlich wenn die Zeit gekommen ist. Auch habe ich bei Behandlungen schon im Vorfeld mitbekommen das der Klient geht. Zum bei einem Klienten zwei Stunden vorher behandelt, und bekam dann von den Angehörigen Bescheid das der Klient gegangen ist. Doch es war kein Nachteil eher ein sanftes rüberbegleiten.

  • Meine Mutter rief mich zu sich - als sie die Diagnose Gehirntumor erhalten hatte. Es war drei Tage vor der OP. Sie wollte mich sehen (wir hatten uns vorher 13 Jahre weder gesprochen noch gesehen). Ich glaube, ihr war da bereits klar, dass sie gehen wird - auch wenn "offiziell" nicht klar war, wann - und es war ihr Abschied.


    Ca. ein Dreivierteljahr später war ihre leibliche Hülle soweit, von dieser Erde zu gehen. Und dort nahm ich von ihr Abschied. Und ich habe den Tod riechen können. Förmlich.


    Ich danke Dir Steinadler für dieses Thema und wie Du mir an dieser Stelle geholfen hast, ZU VERSTEHEN - dass der Umgang mit Tod oftmals ein so dermaßen distanzierter ist. So distanziert, dass es mir selbst manchmal nicht auffällt.


    Ich habe mich gerade reingefühlt - in das Loslassen damals. In das Gefühl, des Nichtmehrkönnens auf beiden Seiten. Sowohl von ihr als auch von den Angehörigen. Ich hatte mich fast schon gefragt, was ist "schwerer". Und dann der Gedanke: Schwerer gibt es nicht. Es ist das Loslassen was das Thema Tod uns so beängstigend, erschreckend, schmerzend und schwer macht. Ich erinnere mich an Wut- gemischt mit Liebesgefühlen...


    Lieber Gruß


    Ursus

  • Liebe Kirsten!
    Ich habe in einem Board Beitrag geschrieben, dass sich jeder glücklich schätzen kann, wenn Du ihn mit Deinem Einfühlungsvermögen, Deinem Gespür, Deiner Herzlichkeit begleitest.
    Liebe und Reinigung versus Diagnose, Aufarbeitung und Klärung
    Genau diese einfühlsame Begleitung, die ein Kennzeichen von Dir ist, geht Dir jetzt in dieser Situation ab.
    "Große" Menschen haben zeitlebens die Seele eines Kindes.
    Sie lachen mit den Lachenden und Weinen mit den Weinenden.
    Du mit Deinem Gespür nimmst in Deiner persönlichsten Umgebung "Sterben" war - in seiner ganzen Bandbreite.
    Natürlich ist man ausgebildet, natürlich hat man Erfahrung, natürlich hat man andere Menschen bewundernswert, einfühlsam, kompetent durch Sterbeprozesse begleitet.
    Aber das hier ist was anderes.
    Lass mich ein Bild für Dich verwenden.
    Stell Dir eine Harfe vor mit ihren unzähligen Seiten. So eine Frau bist Du für mich.
    Und diese "Seelenharfe" schwingt in den Akkorden ihrer Umgebung.
    Das geht zu Herzen, das geht ins Herz, das geht überall hin.
    Diese Frau, die Du bist, ist lebendig, voller Leben und gleichzeitig spürt sie die Berührung durch eine geheimnisvolle Dimension - das Mysterium des Todes.
    Weil diese Frau ein herzensguter Mensch ist, versucht sich über "Reden" etwas von dieser umfassenden Berührung mit-zu -teilen, los-zu -werden.
    Es spricht für sie, dass sie es so versucht.
    Gleichzeitig weiß ich, dass es kaum Worte gibt, die dieser Berührung stand halten.
    Die einzigen, die ich kenne, sind auf wunderbare Weise zusammengefasst in der Geschichte: "Spuren im Sand".


    Was ich machen würde:
    Die Frau in den Arm nehmen, wie man ein Seelenkind in den Arm nimmt und wissen, das man etwas unendlich kostbares in seinem Arm halten darf.
    Etwas ganz paradoxes, scheinbar widersprüchliches ist in der Gegenwart wahrnehmbar.
    Auf der einen Seite Deine absolute Kompetenz, Stärke, Lebenskraft, und auf der anderen Seite gleichzeitig diese Sprachlosigkeit, diese Fassungslosigkeit, diese Trauer und Ohnmacht.
    Genau diese gleichzeitig sein beider extremer Pole macht Deine Größe und Deine Berührtheit aus.


    Geh mit Dir so um, wie Du mit jedem Ratsuchenden umgehen würdest, der zu Dir kommt.
    Ich weiß, dann bist Du in den besten Händen.
    Alles Gute
    Liebe Grüße
    Advaita

  • Danke Ursus, dass Du das nochmal benannt hast, das mit der Distanz.
    Ich finde es manchmal so schmerzhaft, dass ich schreien könnte.
    Einerseits gehört zum Abschied eine Distanz, ein Zurücknehmen, ein Loslassen, ein Sein-Lassen. Das gehört IN den Prozess.
    Andererseits, boah, manchmal ist da auch soviel Hilflosigkeit, auf allen Seiten.
    Ein Dreibettzimmer in einem unsanierten Betonbau, wo die Fenster nicht aufgehen... Wieviel Raum - mal abgesehen von Zeit- ist da noch? Für ein Gespräch, was mehr ist als smalltalk? Für einen Abschied? Wie?
    Ich kann ja die zwei anderen Männer nicht rausschmeißen. Und denen geht es ja auch nicht anders.
    Mein Onkel kann kaum laufen, mit Mühe sitzen, also, was? Ihn in den klapprigen, alten, nicht angepassten Rolli heben lassen, um vielleicht auf dem Gang oder in einem vollen Aufenthaltsraum eine Nische zu finden? Nicht wirklich...
    Was hat das noch mit Würde zu tun? Mit Menschlichkeit? Mit überhaupt der Möglichkeit, auf den einzelnen eingehen zu können? Ich sehe das da nicht.
    Und dann tigert (oder panthert, trifft's besser, wegen Begleiter) man da so um diese Themen herum. Und dann kommt so ein Satz: "Das Ding ist mein Todesurteil." - "Fühlst Du Dich verurteilt?"- "Schon. Hätte lieber ne andere Zahl als die 5 vorne stehen gehabt." Das klingt vielleicht erstmal lakonisch, wenn ich das so hintippe- aber so war es nicht.
    Noch ist der Verstand als solcher nicht angegriffen. Da sieht also jemand, der sich ziemlich stark auf seinen Verstand verlassen hat, sich selber dabei zu, seinen Körper durch einen Gehirntumor zu verlassen. Sieht sich selber dabei zu, wie der Tumor vom Gehirn aus den Körper zerfrisst. Nein, nett ist das nicht. Aber da Sterben ja ein Teil des Lebens ist, ist es ja möglich, sich sowas vom Leib zu halten- mindestens auf Armeslänge. Tschuldigung, ich werd' grad sarkastisch, aber mit Distanz geht es wirklich leichter. *seufz* Kann also in gewisser Weise diese Sätze sogar verstehen.
    Wobei ich mir unsicher bin, ob die Distanz nun Realismus ist oder auch ne Form der Hilflosigkeit.
    Steinadler


    Danke, Peter! :heart:
    Heulend - aber ist gut so,
    Kirsten

    Einmal editiert, zuletzt von Steinadler ()

  • Liebe Steinadler,


    was hält den Onkel noch am Leben. Was Quält Ihn? Hat er noch was zu bereinigen oder meint er, er wird noch gebraucht? Ihm bewusst zu machen, das er gehen darf und es verdient hat zu gehen. Oft Quälen sich Menschen in den Glauben noch gebraucht zu werden oder wenn Unausgesprochene Dinge nicht erledigt sind. Da sehe ich es für Wichtig Ihnen Mitzuteilen das es Gut und gewünscht ist das sie gehen.

  • also erstmal.....


    entschuldigung steinadler für die unterbrechung und die abschweifung in "deinem thread".
    ich habe definitiv versäumt den eröffnungspost zu lesen , sondern habe am ende von seite 4 begonnen.


    erhoffst du dir etwas hier von?
    weil in der situation , das wir jemanden gehen lassen müssen, steckten wir wohl alle mal.?

  • erhoffst du dir etwas hier von?
    weil in der situation , das wir jemanden gehen lassen müssen, steckten wir wohl alle mal.?

    Es gibt eine Art von Fragen, die sehr verletzend sein können.
    Ich für mich würde obige Fragen in dieser Form dazu zählen.


    Was sich Kerstin erwartet, hat sie in ihrem Beitrag
    Wann beginnt Sterben? sehr persönlich, sehr differenziert und sehr empfindsam dargelegt.
    Ich für mich weiß nicht, ob ich in einer ähnlichen Situation so viel Größe hätte, so wohlwollend und persönlich zu reagieren.


    Eine Frage an Dich:
    Bist Du schon real in dieser Situation gestanden?
    Wie bist Du selber damit umgegangen?
    Wenn ich jemand aus Deinem Familien- bzw. Freundeskreis fragen würden: Was würden die mir sagen, wie Du damit umgegangen bist?

  • Tom, bitte erinnere Dich...
    Als Dein Vater auf der Intensivstation lag und Du abends in den Chat kamst - was hast Du Dir da erhofft, von denen die dort waren? Du kennst die Antwort auf die Frage, die Du mir stellst.
    Ich BIN anders als Du, ich sehe anders aus, habe andere Hobbys, andere Klamotten, einen anderen Musikgeschmack. Aber Tom? Ich BRAUCHE nichts anderes als Du- oder sonst jemand.


    Rainer, was ihn noch hält, weiß ich nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Aber es wird noch etwas sein. Ich bin an dem Punkt irgendwie blind- zu dicht dran oder so. Er war immer recht verschlossen. Keiner, der das Herz auf der Zunge hat. Gar nicht. Ich weiß nicht, ob sich das nun grad jetzt ändern wird. Vielleicht ja, vielleicht nicht.


    Mal allgemein gesprochen: Was erhoffe ich mir? Hm... gute Frage. Wenn ich sie von der Situation getrennt betrachte, gefällt mir die Frage sogar.
    Wo sind wir hier, Eurer Meinung nach?
    Alles über Heilung und Spiritualität, lese ich hier. Hm, nunja...
    Heilung? Nein, nicht in dem Sinne, dass einer dieser Menschen nicht sterben wird.
    Spiritualität? Hm...
    Ich dachte, Leben ist spirituell und Sterben auch? Wenn das Sterben doch Teil des Lebens ist- und Lebendigkeit über den Tod hinausweist? Wo, wenn nicht hier, soll denn ein Platz dafür sein?
    Für die Lebenden und die Sterbenden.
    Für die Trauernden und die, die noch zu uns kommen und geboren werden wollen. Ja, wo denn, wenn nicht hier?
    Was ist eine Spiritualität oder ein Weltbild wert, egal, wie es aussieht, wenn es uns in den Fragen der Existenz stehen lässt?
    "Alles ist eins"- wie oft hab ich das gehört und gelesen, gerade hier? Gilt es? Oder gilt es nur, wenn jemand gerade nicht trauert oder keine Angst hat oder nicht stirbt?
    Jaja, ich weiß schon, ich bin doof, das sind bestimmt Fragen, die den Aufstieg der Erde verhindern oder so.
    Wahrscheinlich muß ich nur positive Gedanken denken und alles wird gut - oder?
    Manno, was ist denn das für eine Schön-wetter-Spiritualität? Wie weit ist das eigentlich von "Wir sind alle miteinander verbunden" weg? Wenn wir alle miteinander verbunden sind, dann brauche ich in so einer Situation vielleicht Mitgefühl? So wie jedes Lebewesen, wenn es Schmerzen hat? Könnte das vielleicht sein?
    Und falls jetzt noch die Frage käme, ob Mitgefühl was mit Spiritualität zu tun hätte- für mich ist es die Botschaft sämtlicher gelebter Verbundenheit.
    Für alle meine Verwandten - vor mir, gleichzeitig und nach mir,
    Kirsten
    EDIT: Wobei auch der Tod eine Heilung sein kann, denk ich grad. Und der Umgang damit auch. Also, vielleicht hab ich da was zu lernen, um ganzer zu werden.
    EDIT 2: Und vielleicht bin ich wirklich doof, den Thread hier offen für alle zu machen. Mit Avatarbild und so. Aber als er begann, wußte ich nicht, dass es so kommt. Ich wußte nicht, dass es von der Sachfrage weg sooo persönlich werden würde. Doch andererseits: s. Thread Schmerz, Wut und was ich darüber gerade lerne: für mich liegt Heilung im mich zeigen - und zwar unabhängig davon, wie mein Umfeld reagiert... Und die Klicks zeigen ja, dass es einige mitlesen. Scheint also nicht nur mich zu betreffen und zu berühren.

    Einmal editiert, zuletzt von Steinadler ()


  • an die mod´s ...
    ich hoffe mir wird das nicht als crossposting berechnet.
    der post ist von mir in " freund gestorben" verfasst worden.


    ich will niemanden persönlich angreifen oder ärgern mit meinen fragen, oder sowas.
    ich hab es wohl nich ganz begriffen was los ist hier und werde mich auch ziemlich bald hieraus zurück ziehen.


    zu dem zitat :
    jetzt betrachtet , fühle ich bei dem gedanken an meinen vater , nur den verlust den ich seit seinem tod "ertrage bzw. ignoriere" .zumindest die meiste zeit ,sofern ich an ihn denke.
    was immer wieder mal der fall ist.
    mir persönlich bringt der gedanke nicht sehr viel trost, das es ihn gegeben hat, oder in einer anderen form jetzt gibt.
    er ist nicht mehr "aktiver teilnehmer " an meinem leben, so wie ich nicht mehr an seinem.
    meine schwester und ich kommen damit klar so gut es eben geht.
    bei meiner mutter verhällt es sich da schon etwas anders.


    in einem so engen kreis wird mir dann nach einer weile bewusst , ( klingt ausgelutscht sorry aber...) das ein teil von mir mit ihm gestorben ist und nie wieder zu mir zurück kommen wird.
    was mittlerweile auch der fall ist , wenn ich mich umsehe in meinem freundes- und bekanntenkreis.
    " haste mitbekommen? der vater von xy ist gestorben."
    ich mag nicht viel mit diesem vater zu tun gehabt haben.
    aber es reichen bilder der erinnerung an diesen menschen und meine verbindung zu seinem kind und mir schiesst es wie ein pfeil in mein herz, das dieser freund nun ähnliches verkraften muss , wie ich .
    und auch dann fühle ich wieder diese ohnmacht und trauer.
    und ein weiteres stück meines lebens vergeht dabei.
    klingt sehr egoistisch,oder?


    will ich dieses gefühl halten? nein ich will es nicht.
    kann ich es vermeiden? ich denke nicht.
    sind diese ganzen eindrücke und gefühle überhaupt "ich"? ja das bin ich.

  • Liebe Steinadler,


    Vielleicht spürt er deinen Schmerz und die Trauer. Und hat dadurch das Gefühl das du Ihn brauchst. Ich kann Nachvollziehen das Menschen die uns Lieb sind wir ungern gehen lassen. Was für mich Schlimmer war, das ich als Kind mich nicht von meiner Leiblichen Mutter verabschieden konnte. Der Trauer gehört zum Abschied nehmen. Ich sehe auch das der Raum für die Trauer genommen und geduldet werden soll. Das Loslassen von den Verstorbenen gehört zum Heilungsprozess der Hinterbliebenen und auch den der von uns Gegangenen. Erfahren hab ich dies auch durch den Kontakt der Verstorbenen hier im Irdischen Leben. Sie sind oft bei uns, helfen uns und geben auch Unterstützung im Alltag.
    Doch im Moment ist alles in der Trauer auch nur ein Trost, der nur kurz anhält. Erst wenn die Trauernden einsehen das Loslassen ein Befreiender Schritt ist, kann auch die Trauer losgelassen werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Roti ()

  • von wegen distanz:


    ich denke nunmal das genau der punkt ist.
    wenn wir mit (relativer ) unbefangenheit an ein solches thema gehen , kommen dann diese gedanken rum, die dir hier nicht gefallen haben.
    die philosophie dazu .
    wenn wir aber unmittelbar davon betroffen sind, werden wir dermaßen mit gefühlen des verlustes und der trauer überflutet das es einem eben nicht viel weiter hilft.
    mit der zeit ,der nötigen distanz und in einer guten "form" kann es uns aber hin und wieder helfen es eher zu ertragen und nicht in trauer ,oder depression zu versinken.
    deswegen bin ich überhaupt mal in ein solches forum wie dieses hier gekommen.
    mit der hoffnung , eine möglichkeit zu finden, um diese gefühle zu kontrollieren,oder besser sie gänzlich verschwinden zu lassen.
    was mir wohl nie gelingen wird .


    warum das alles?
    keine ahnung.?
    deswegen meine post´s die hier nicht mehr stehen, mit denen ich etwas genau dazu sagen wollte.


    "drüben (?)" ist alles eins.mit der zeit ist das langweilig.
    man wollte was "erleben".
    und die verstreute existenz war geboren.
    um andere gefühle zu haben, als nur die universelle einheit.
    dazu gehören bestimmt nicht nur die schönen gefühle.
    aber auch die anderen gehören einfach dazu .
    die gegensätzlichkeit aller dinge.


    sorry das es jetzt wieder zu einem esoterischen gerede abdriftet, aber was soll man sonst noch dazu sagen?


    du wirst das schon schaffen steinadler.
    alles gute dafür.

  • "Gefühle kontrollieren oder sie gänzlich verschwinden lassen" ? Was hat denn das mit Heilung zu tun?
    Übrigens, da klingst Du meinem Onkel (und in Teilen auch meinem Vater) sehr ähnlich...
    Emotion nur kontrolliert und am besten kaum... sie stören. Nun ja... von daher ist ein Hirntumor (schließlich wird Hirn mit Verstand gleich gesetzt) vielleicht gar keine schlechte Analogie. Womit ich allerdings keine Schuld konstruieren will, sondern nur sagen, dass ich im Fall meines Onkels den ORT des Tumors für nachvollziehbar halte.
    Das Herz ist übrigens ein Organ (und meines Wissens das einzige), was keinen Krebs entwickeln kann. Zufall?
    Nachdenklich,
    Steinadler

  • es ist keine heilung.
    es ist eine flucht. richtig.
    und das herz ist kein organ, sondern ein muskel.
    das ich das nicht meinte war aber wohl klar, oder?

  • Bedeutet in der Übersetzung a) dass Du in einem Forum für Heilung und Spiritualität (s. Forenheader) die Heilung für kaum möglich hältst ("was mir wohl nie gelingen wird") und die Flucht "Gefühle kontrollieren oder sie gänzlich verschwinden lassen" vorziehst.
    Gut, Deine Wahl.
    Ich treff für mich lieber eine andere. Auch wenn's (erstmal) mehr wehtut.
    :winke:

  • ja für schwer möglich .
    aber die hoffnung das es mal passiert, steckt da drinne .
    danke


    gutes gelingen .

  • wenn wir aber unmittelbar davon betroffen sind, werden wir dermaßen mit gefühlen des verlustes und der trauer überflutet das es einem eben nicht viel weiter hilft.
    mit der zeit ,der nötigen distanz und in einer guten "form" kann es uns aber hin und wieder helfen es eher zu ertragen und nicht in trauer ,oder depression zu versinken.
    deswegen bin ich überhaupt mal in ein solches forum wie dieses hier gekommen.

    den
    Trauerprozess nach dem Tod zu durchlaufen- ist sehr schwer -ich habe
    meine beiden Mütter, meine Großeltern und einige mir nahe Menschen
    verloren und kenne deine Gefühle mehr als gut .


    Und
    wenn ich denne glaube .... ich habe den Verlust überwunden-
    dann passiert mir auch immer mal wieder das oder ähnliches was du beschrieben hast.


    Aber, im Nachhinein gesehen weiß ich , das es zu Anfang immer wieder unerwartet diese Gefühle und Tränen des Verlassenheit, des Mangels , der Leere , und der Hilflosigkeit kommen .




    Doch irgendwann lenke ich meinen Blick wieder auf das, was ich jetzt im Leben habe.


    Auch wenn`s bei mir erst im Tal beginnt und langsam nach oben


    emporarbeitet, bis ich daraus eine neue Lebensperspektive erkennen kann ..


    Aber irgendwann merke ich das es gut ist wie es ist.
    und der Schmerz vergeht .............


    :heart: lich
    Xella

    3 Mal editiert, zuletzt von Xella ()

  • Hallo Kirsten,


    du möchtest angenommen sein in deiner Trauer, deinem Kummer um Menschen, die dir nahe stehen....
    Hier ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich genau diese Thematik auf die Fahne geschrieben haben.


    Und, Kirsten, du weißt das du angenommen bist... nicht von allen, aber von vielen.
    Nicht alle schreiben und doch spüre ich, wenn ich in deinem Threat lese sehr viel Berührtheit von deinem Erleben.
    Aus dieser Berührtheit wächst Mitgefühl.
    Dieses trägt dich mit... durch die Zeit der Trauer, der Hilflosigkeit und der Wut... ja, manchesmal faucht die Pantherin ganz schön. :knuddeln:


    Als ich deine letzten Posts las... kam mir das Bild.. das du etwas ganz Großartiges gibst, deinen sich verabschiedenden Angehörigen...
    Als du vom Krankenzimmers deines Onkel schriebst... dachte ich... Kirsten... die Würde,
    die liegt im Inneren und wenn du sie siehst, dann spiegelt sie sich in deinen Augen und er kann sie auch sehen.
    Dazu bedarf es keiner Worte, keinem Umfeld sondern nur fühlende Augen.
    Dieses Geschenk machst du jedem einzelnen dieser Menschen, alleine energetisch durch die Art, wie du hier schreibst... ist dir das bewußt?
    Damit gehst du den Schritt aus der Hilflosigkeit, in die Hilfe, die Begleitung.


    Wer selber schon an dieser Schwelle stand, weiß das dahinter etwas Schönes, Wunderbares liegt... erinnerst du dich daran?
    Kannst du diese Erinnerung in die Gedanken an diese Menschen fließen lassen?
    Es heilt dich und gibt dir bei aller Trauer, bei allem Schmerz, die Ruhe und Geborgenheit und den Trost, der darin liegt.
    Es geht nicht darum den Tod zu verdrängen, den Schmerz, die Wut, die Trauer ... aber wenn wir den Blick auf das "dahinter" richten wird der Weg dadurch leichter.


    So war es zumindest für mich.


    Alles Liebe


    Anita

    [align=center]Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.