Wann beginnt Sterben?

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    • Wann beginnt Sterben?

      Liebe Reisende durch die und zwischen den Welten,

      wann beginnt der Sterbeprozess eines Menschen? Beginnt das mit einem "Aufgeben", auch wenn das (aus medizinischer Sicht) noch nicht zwingend notwendig wäre?
      Und wie beachte ich die Signale einer Seele? Bin ich nicht fürchterlich egoistisch, wenn alles in mir aufschreit: "Nein, so geh doch bitte noch nicht."
      Habe ich überhaupt ein Recht, mich in die Intimität einer Seele mit sich selber einzumischen, wenn es um etwas so Urpersönliches wie die Frage geht, wann jemand geht?
      Jetzt kann ich die (scheinbar grundlose) Traurigkeit und Einsamkeit verstehen, die mich die letzten Tage immer wieder überfiel, ohne dass ich wußte, woher und warum. Ich hatte am Samstag sogar zwischendurch den Impuls, das Treffen zu schmeißen und einfach früher zu fahren. Habe ich nicht. Glücklicherweise führte das nicht zum Zuspätkommen (wenn doch würde ich es mir schwer verzeihen, glaub ich) aber... das hätte auch anders ausgehen können.
      Ich weiß nicht, was das wird... ein Aufschub... ein Abschied... ein Warnschuß vor'n Bug? Letzteres sicher, das ist es schon jetzt. Nur... als ich kürzlich den Gedanken hatte: "Lass mich doch sterben!" da dachte ich kurzzeitig wirklich, ich werde entweder verrückt oder stehe kurz vor einer Depression. Stellt sich heraus... es war gar nicht meiner- "nur" der eines Familienangehörigen nach Schlaganfall.
      Was man mir "freundlicherweise" erst Montag abend mitzuteilen geruhte, weil man mir "das Wochenende nicht verderben" wollte.
      Na schönen Dank auch! Unter der Woche im Job ist es soooo viel einfacher.
      Ich versuche zu schlafen - und wünsche mir die Kraft und die Liebe und das Vertrauen, nicht selbstsüchtig wie ein Kind zu schreien nach mehr, falls die gemeinsame Zeit doch bald zu Ende wäre...
      Traurige Grüße,
      Steinadler
    • Ohhh, nein..diese Wolken an deinem Himmel, Deine Traurigkeit und Deine Einsamkeit, schiebe ich jetzt weg, mit der Macht des gesprochenen Wortes ....
      Du bist stark und meisters Dein karmisches Lernthema...du bist hier, als Teil unserer Schöpfung, eben einzigartig und bitte....du wirst nicht der depression und des Aufgebens erliegen, nur weil irgendwelche personen oder medizinische Instituitonen dir "ihre Meinung" überstülpen (unbewußte Manipulation)
      Weg damit, bitte erinnere Dich daran, dass Du vom Universum geliebt wirst......grenzenlose Liebe, die strömt, wenn Du sie annimmst.
      Sei liebevoll von mir umarmt,
      Deine Heidi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heidi ()

    • Heidi? Häh? Die Traurigkeit und Einsamkeit spürte ich die letzten Tage. Und weil ich nichts von jenem Schlaganfall wußte, konnte ich das nicht sortieren und habe die Gefühle, die ich von einem nahestehenden Menschen "auffing" irrtümlich für meine gehalten.
      Mein karmisches Lernthema? Redest Du von Loslassen? Da bin ich dran.
      Und noch was: Nimm nie jemandem die eigenen Gefühle weg, bitte. Es sei denn, Du wirst drum gebeten. Was in diesem THread nicht der Fall gewesen ist.
      Trotzdem herzlich,
      Steinadler,
      die Dich bittet, den ersten Text einfach nochmal zu lesen
    • Liebe Kerstin,
      nie und nimmer wollte ich dir deine Gefühle wegnehmen ?(
      Mit karmischen Lernthema hatte ich nicht das Thema "Loslassen" im Gefühl, sondern eher: sich der Liebe der Schöpfung bewußt zu werden, dass Du ein Teil der Schöpfung und somit beschützt bist auf deinem Weg .
      Ich lese von Dir Schlaganfall diagnostiziert Dein Thread hat den Titel:" Wann beginnt das Sterben?"
      Das ist für mich die Schwingung der Kapitulation" ...Angst frisst Seele auf.....Und dass will ich nicht, dass Du dieser Schwere unterliegst. Ich will, dass Du das "Leben"was dir die Arme ausstreckt, entgegen nimmst. Entschuldige ;( , ich lehne mich jetzt weit aus dem fenster raus.....Ich will, dass Du....., aber ich tue es, weil ich dich liebe
      Deine Heidi
    • liebe steinadler,

      Steinadler schrieb:



      wann beginnt der Sterbeprozess eines Menschen?


      ich glaube in dem mom wo ein mensch fühlt er wird sterben und dies auch annimmt für sich. diesem prozess sich hingibt und nicht mehr kämpft ist dies der beginn des prozesses. er ist riechbar, spürbar und sogar schmeckbar.

      niemand wird jemanden der sich an der zeit des ablebens fühlt und dies auch möchte je abhalten können zu gehen.

      du sprichst von egoistmus. es liest sich so ... negativ. egoismus ist notwendig zum überleben und wer ihn hat kann ihn auch weitergeben. evtl lebensinstinkt wieder aufbauen und somit ein leben verlängern hier auf der erde. wie sinnvoll das ist dies jemandem anderenzu vermitteln sei dahingestellt.

      manchmal wollen leute was gutes und tun es bleibt einfach beim wollen. so auch wohl in deinem fall als sie dich nicht informierten um wen es geht. warum du nicht unterscheiden konntest, dass es nicht dich betrifft ist meiner meinung nach ein ganz großes thema das ich dir ans herz legen möchte. da fällt mir zb. don ein, denn er ist so klar in sich und kann das auch rüberbringen. ich bin da nicht soweit. ich spürs nur ich kanns aber nicht in worte fassen. es ist ganz wichtig, dass du lernst dich dahingehend zu distanzieren. schales blabla und gefasel ohne konkret sagen zu können wie das funktioniert. ich weiß. aber es ist immens wichtig.

      und wenn ich dich was fragen darf dann wäre das: hast du auf dem treffen (ich meine so unter allen die so vieles verstehen) denn das wirklich auch angesprochen, dass du gerne abbrechen möchtest und warum? hast du deine gefühle erst jetzt ausgesprochen oder in dir verbunkert und wolltest allen anderen nicht die laune verderben oder so ähnlich?

      ich denk an dich!

      anja
    • liebe steinadler,

      ich überlegte jetzt sehr lange, wann bei mir das sterben begann und nun spreche ich nur aus meiner perspektive.

      es begann in einer zeit, in der ich mit problemen überhäuft war, merkte dass ich vieles zu tun hätte und keine zeit zur verfügung war, da die nächsten probleme schon anstanden, sie aufzuarbeiten.
      alle gefühle lebte ich durch, bis ich eines tages den tod herbeisehnte und doch leben wollte. die zeit darauf war wie im hamsterrad, d.h. ich funktionierte nur noch, bis zum tag der diagnose.

      da war ich sehr zwiegespalten, was ich will. einerseits leben und andererseits doch nicht. es war eine grausige zeit reflektierend betrachtend. ich weinte fast nur noch, schlief kaum, vielleicht tägl. eine stunde und hatte nur noch schmerzen. meine gedanken kreisten nur noch um "ruhe haben" wollen.

      eines tages stand ich nicht mehr auf. morgens stand ich zwar kurz auf, verrichtete meine morgentoilette und ging wieder ins bett. ich versuchte nur noch zu schlafen, konnte aber nicht und so döste ich tag für tag dahin, bis ich merkte, dass bereits ein monat vergangen ist.
      zu dieser zeit hatte ich reflektierend nur wenige zeiten in denen ich klar denken konnte und wollte. das war ein kurzfristiges auftauchen und wieder abtreten.

      eine meiner freundinnen kam, nahm mich an der hand und ging mit mir ins krankenhaus. ich wollte wieder ruhe haben, war gar nicht mehr bei mir und vergrub mich eine woche im bett.
      dort begannen die ärzte mich zu behandeln. vorsichtig gingen sie alles an und ich akzeptierte nur einen einzigen arzt.
      nach dieser zeit merkte ich erst, dass ich bereits abgeschlossen hatte und entschied mich bewusst fürs leben...

      ab da begann ich wieder ins leben zurückzukehren und bereute meine entscheidung bis heute nicht.
    • Hallo Steinadler. Wann beginnt Sterben? Na, in jedem Moment. Ständig stirbt etwas in uns, zB unsere Zellen, und ständig entsteht etwas neu. Sterben ist mit dem Leben untrennbar verbunden.

      Aber du meinst wohl eher das komplette Verschwinden eines Menschen aus deinem Leben. Nein, du kannst es nicht kontrollieren. Aber du darfst dir wünschen, dass es anders wäre, ohne selbstsüchtig oder kindisch zu sein, das finde ich nur sehr menschlich.

      Trotzdem können Angehörige, die einen Sterbenden nicht gehen lassen wollen, demjenigen das endgültige Loslassen erheblich erschweren. Es ist wie so vieles im Leben eine Gratwanderung. Wie lange ist es gut, weiterhin zu hoffen, und wann ist es Zeit zu erkennen, dass ein Abschied unumgänglich ist? Ich denke, du wirst es herausfinden, und ich wünsche dir viel Kraft, diesen Weg zu gehen.

      Und noch etwas: dieser Schuss vor den Bug ist eine Chance, die eigene Beziehung zu dem Betreffenden noch einmal zu überdenken.

      :herz: lich Baba
    • Steinadler schrieb:


      Ich versuche zu schlafen - und wünsche mir die Kraft und die Liebe und das Vertrauen, nicht selbstsüchtig wie ein Kind zu schreien nach mehr, falls die gemeinsame Zeit doch bald zu Ende wäre...
      Traurige Grüße,
      Steinadler


      Liebe Kerstin,

      warum wünscht Du dir das? (nicht "selbstsüchtig" zu sein)
      Zu wem oder was wünscht Du Dir Liebe?

      Liebe Grüße
      Sunshine

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Sunshine ()

    • Guten Morgen, liebe Steinadler


      Ich schließe mich Babas Worten an. Sterben liegt in jedem Augenblick unseren Lebens.
      Wir sind sterblich und der Tod begleitet uns jederzeit.

      Nur ist es uns leider nicht immer bewusst. Ich weiß auch nicht wie sinnvoll es wäre, ständig in dieser Bewusstheit zu leben.

      Trauern ist allerdings ein sehr menschlicher und sinnvoller Prozess.
      Jeder Verlust ist mit Trauern verunden, leider wird das beim spirituellen Gedanken ans "Loslassen" oft außer acht gelassen.
      und die Trauer wird verdrängt, als kindisch angesehen, als Anhaftung die es aufzulösen gilt, ...
      Wir haben das Gefühl der Trauer bekommen, auch sie ist eine Geschenk, wie jedes tiefe Gefühl...

      Nimm sie an und erlaube dir traurig zu sein, dich an die gemeinsamen Tage der Vergangenheit zu erinnern,
      dir noch etwas Zukunft zu wünschen und im Jetzt die Verbundenheit zu fühlen.

      fühl dich umarmt
      Morgenstern*
    • Liebe Steinadler,
      ich kenne dieses Gefühl. Ich kann absolut nachvollziehen, was Du empfunden hast.
      Dass wir den Schmerz, das Sterben eines Anderen so stark empfinden, liegt daran, dass wir eigentlich nicht getrennt sind.
      Wir spüren alles, was geschieht. Das kann soweit gehen, dass wir Schmerzen im Körper spüren und wirklich denken, wir wären krank.


      Sterben ist die Geburt in einen anderen Zustand.
      Eis stirbt, wenn es schmilzt, weil es in einen anderen Zustand geht.
      Ein Mensch stirbt, indem er er in einen anderen Zustand wechselt.

      Am Tag, als mein Vater starb, hatte ich ein Gefühl des Abschieds. Ich wußte auch nicht, woher und dachte ich bin es selbst.
      Dann bekam ich den Anruf, dass es meinem Vater ziemlich schlecht ging. Von da an wußte ich.
      Ich war 300 km entfernt und es war mir klar, dass ich es nicht rechtzeitig schaffen würde.
      Das passte nicht in meine Information, dass ich bei ihm wäre, wenn es soweit wäre. (Die Info hatte ich schon vor Jahren bekommen)
      Also versuchte ich mit meinem Herzen bei ihm zu sein. Ich legte mich auf mein Bett und ging in eine leichte Meditation.
      Er war sofort links neben mir und wir gingen durch eine Stadt. Ein Soldat ging vor uns. (Er war gekleidet wie die Garde im Vatikan)
      Es war für mich beeindruckend, aber ich hatte keine Angst, mein Vater anscheinend schon. Vielleicht war es sein Lebensfilm, der vor ihm ablief und von dem so oft gesprochen wird.
      Kurz vor einem Tor drehte sich der Soldat um und deutete mir an, dass ich hier nicht mehr weiter mitgehen kann.
      Mein Vater war plötzlich weg und ich spürte wieder das Bett unter mir. Während dieser Meditation hörte ich keinerlei Geräusche.
      Es war eine heilige Stille.
      Dann hörte ich den Satz: Es ist vollbracht.
      Mein Bruder rief etwa 10 min. später an und teilte mir mit, dass mein Vater in der kurzen Zeit, als er draussen war, gestorben wäre. Es war niemand bei ihm.

      Ich bin dankbar, dass ich das erleben durfte.
      Meine Wahrnehmung ist seitdem sehr geschärft. Ich kann den Unterschied, ob ich es bin, oder ob ich den Schmerz von einem Anderen spüre relativ gut unterscheiden.
      Der Schmerz ist trotzdem bei mir, aber ich kann dann anders damit umgehen.
      L.G.
      Elke
    • Steinadler schrieb:

      Was man mir "freundlicherweise" erst Montag abend mitzuteilen geruhte, weil man mir "das Wochenende nicht verderben" wollte.


      du bist egoistisch, ein kleines dankeschön an die, die dir das wochenende nicht verderben wollten, wäre schon angebracht. den sie werden sich in jedenfall gedanken gemacht haben, ob sie es dir mitteilen oder nicht. ob der weg richtig war oder ist, ist eine andere sache.

      Steinadler schrieb:

      Na schönen Dank auch! Unter der Woche im Job ist es soooo viel einfacher.


      nein ist es nicht... himmel es ist nie einfach zuzuschauen, wenn jemand stirb. vielleicht ist es doch einfacher in der woche wenn man arbeitet, man kann sich dann ablenken.

      Steinadler schrieb:

      Ich versuche zu schlafen - und wünsche mir die Kraft und die Liebe und das Vertrauen, nicht selbstsüchtig wie ein Kind zu schreien nach mehr, falls die gemeinsame Zeit doch bald zu Ende wäre...


      *lach* sorry du bist selbsüchtig, du möchtest das die zeit nicht zu ende geht, du willst mehr, und das ist doch legitim, du kannst es dir wünschen. ob du es bekommst...? und dem der geht, es mit deinem wunsch leichter machts...?
      manchmal wünsche ich mir die Gelassenheit eines Stuhles
      den der muss auch mit jedem Arsch klar kommen


      Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, ich habe noch mehr davon
    • Liebe Stachelturm,
      wollen wir Steinadler nicht erst einmal die Zeit zum Trauern lassen.
      Selbstsucht hin oder her, in der Trauer darf alles sein.
      Wut, Angst, Verzweiflung und Schuld ist im Moment nur Ausdruck für den Schmerz, der empfunden wird.
      Lasst uns einfach mitfühlen und Verständnis haben.
      Elke
    • Stachelturm schrieb:

      du bist egoistisch, ein kleines dankeschön an die, die dir das wochenende nicht verderben wollten, wäre schon angebracht.

      Sie ist traurig! Und sie hat alles Recht der Welt, selber zu entscheiden, wem sie für was dankt.

      Steinadler, es tut weh, ja, sehr.
      Bin ich nicht fürchterlich egoistisch, wenn alles in mir aufschreit: "Nein, so geh doch bitte noch nicht."

      Es ist eine Bitte, der die andere Seele entsprechen kann oder auch nicht. Entspringt diese Bitte vielleicht einer Angst in Dir?

      Wenn es Zeit ist, wirst Du die Kraft finden, und Du bist nicht alleine. Um Dich rum sind Leute, die Dir helfen können wenn Du das willst, Du musst es dann nur annehmen. Fühl Dich gedrückt, wenn Du magst :knuddeln:
    • Liebe Steinadler,
      dem geschriebenen kann ich wenig hinzufügen.
      In meinem Denken ist es auch so, dass eine Seele (Mensch)
      der sein irdisches Ableben angenommen hat, (wie Anja schon beschrieb)
      durch unser "Festhalten wollen" es schwerer hat sich zu lösen.

      Und so schwer es auch ist, diesen Menschen dann in Liebe gehen zu lassen und es
      ihm dadurch leichter zu machen,
      es ist dann der letzte Dienst unsere gelebte Liebe ihm damit zu geben.

      Ich umarme dich und denke an dich.

      Elisabeth

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elisabeth ()

    • als ich kürzlich den Gedanken hatte: "Lass mich doch sterben!"


      es war gar nicht meiner- "nur" der eines Familienangehörigen nach Schlaganfall.


      Liebe Steinadler,

      intuitiv kam bei mir gerade, dass du eine sehr enge Beziehung zu ihr hast, vielleicht sogar enger als manch anderer in der Familie.

      Den Gedanken, den du kürzlich hattest, war es ein Gedanke oder eine Intuition ?

      Sie bittet DICH quasi um etwas.

      Sie wußte im Unbewußten, dass DU am Wochenende unterwegs bist und wollte, dass du diese Tage genießen kannst. Eure Energiebänder sind jedoch so eng miteinander verbunden, dass du etwas gespürt hast und nicht orten konntest, was los ist.

      LOSLASSEN ist angesagt.........vielleicht kannst du sie noch einmal besuchen und mit ihr reden und sie so leichter loslassen ......

      Ich weiß, ist schwierig, aber für euch beide sehr wichtig.

      Dich in die Arme nehme und Kraft adfür gebe

      nen lieben Gruß

      Brigitta
    • Hallo liebe Kirsten,

      wann beginnt sterben... naja, ganzheitlich gesehen mit dem Eintritt ins Leben, aber das ist nicht das Sterben was du meinst.

      Sterben ist so vielschichtig. Wenn ein Mensch sich vom Leben verabschiedet, es nicht mehr annimmt, dann ist das der Beginn eines Sterbeprozeßes.
      Wie lange er dauert, ob der Prozeß gewandelt werden kann und eine bewußte Rückkehr ins Leben stattfindet, das hängt von der Kraft und den Lebenswillen desjenigen ab.

      Du bist mit diesem Menschen sehr verbunden, darum hast du gespürt das da Leben in eine andere Ebene wechseln wollte.
      Hmm... du bist ärgerlich, weil du es später erst erfahren hast, nach dem Treffen.
      Deine Traurigkeit, deine Betroffenheit hindern dich, die liebevollen Gedanken hinter diesem Verhalten zu erkennen.
      Das kann ich gut verstehen.
      Liebe Kirsten, erlaube dir diese Traurigkeit und Betroffenheit in ihren Ausdrucksformen, so wie sie ist und bei dir hochkommt.
      Durchlebe sie, denn auch dies ist Leben. :knuddeln:

      In deinen Aufschrei spüre ich nicht das, was ich als Selbstsucht bezeichnen würde, sondern den Wunsch noch Zeit für einen friedvollen Abschied zu haben.

      Du trägst die Liebe und die Größe in dir, einen Menschen seinen Weg gehen zu lassen, seine Entscheidung zu akzeptieren.
      Auch wenn es schmerzt.

      Ein friedvoller Abschied macht das Loslassen leichter und es erwächst das Gefühl daraus, das mit dem Tod auf dieser Ebene Leben nicht endet.
      Es endet nur eine klar definierte, bestimmte Art von Beziehung zueinander, ein kleiner Abschnitt der Ewigkeit der Seele. Und es tut gut ihn friedvoll zu beenden.
      So verstehe ich den Aufschrei deiner Seele. Sie weiß auch wenn sie diese Zeit hier nicht mehr hat, das es Wege gibt über dieses Erdenleben hinaus diesen Frieden zu machen.
      Auch du weißt dieses aus deiner schmanistischen Arbeit , erinnere dich.


      Ich umarme dich liebevoll und wünsche dir die Kraft, die du für diesen Weg brauchst, Arme die dich halten und Worte, die in dir deine Stärke wecken, wenn du glaubst sie verloren zu haben.


      Liebe Grüße

      Anita
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • endschuldigt bitte ich konnte nicht lesen das der tot schon eingetreten ist...

      Steinadler schrieb:

      Glücklicherweise führte das nicht zum Zuspätkommen (wenn doch würde ich es mir schwer verzeihen, glaub ich) aber... das hätte auch anders ausgehen können.


      nach dem satz urteile ich das noch leben da ist....
      aber
      selbstverständlich steht es Steinadler frei dem zu danken dem sie danken will. allerdings habe ich auf den beitrag geantwortet... so wie ich ihn gelesen habe.

      sie kam nicht zu spät, ist aber maulig weil sie nicht gleich über die krankheit informiert wurde. ich habe nur die sicht der anderen, die sich ja wohl auch gedanken gemacht haben, gesehen....

      natürlich darf sie egoisgtisch sein und selbsverständlich darf sie sagen, bleib bei mir, geh nicht. selbstverständlich darf sie sogar wütend sein, weil sie nicht informiert wurde... aber das habt ja ihr alle schon gesagt, es gibt aber auch die andere seite, die ebenfalls voller sorge und trauer ist, angst hat, wütend ist. sauer weil Steinadler ein paar schöne tage hat. aber sie soll diese tage habe, sie hat sich diese tage verdient, der kranke hätte es so gewollt? wir wissen die gedanken der anderen nicht,
      ich stand auf beiden seiten, gefleht... bleib bei mir.... überlegt ob ich informiere, und war wütend das ich nicht mehr die möglichkeit hat abschied zu nehmen.
      schaut euch alle seiten an, als ausenstehender.
      Steinadler muß das nicht, ihre sicht ist die richtige für sie, aber die anderen die ausenstehende sollten auch mal das umfeld die äuseren ringe anschauen.
      manchmal wünsche ich mir die Gelassenheit eines Stuhles
      den der muss auch mit jedem Arsch klar kommen


      Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, ich habe noch mehr davon
    • Es ist ein Sterbeprozess und der Tod ist im Raum.
      Ob der Tod eingetroffen ist, kann ich nicht wissen. Vielleicht ist jemand von euch genauer informiert.

      Liebe Stachelturm,
      ich gebe noch einmal zu bedenken, dass in diesem Fall eine Rücksichtnahme in Form von später Information auch anders gesehen werden kann.
      Man kann es als harte Zurückweisung fühlen. Alle sind informiert, nur ich bin ausgeklammert.
      Ausserdem hat Steinadler etwas gefühlt, konnte es nicht lokalisieren und hat vielleicht das gefühl, nicht auf sich gehört zu haben. Sie wird es uns sicher erzählen, wenn sie bereit dazu ist.
      Das kann verdammt weh tun. Man fühlt sich isoliert und hat vielleicht nicht mehr die Möglichkeit zu sagen, was zu sagen wäre.
      Beide Seiten sollten gesehen werden, das sehe ich auch so.
      Nur hat Steinadler geschrieben und nicht die Verwandtschaft. Ihr gilt das Mitgefühl, egal, was im Moment noch im Raum steht.
      Die Verknüpfung beider Seiten kommt, wenn sie soweit ist.

      Ich verstehe Dich, aber solche Prozesse brauchen viel Geduld und Raum. Dieser ist wahrscheinlich im Moment nicht gegeben.
      L.G.
      Elke
    • Stachelturm schrieb:

      du bist egoistisch, ein kleines dankeschön an die, die dir das wochenende nicht verderben wollten, wäre schon angebracht.

      Stachelturm schrieb:

      du bist selbsüchtig, du möchtest das die zeit nicht zu ende geht, du willst mehr,

      Ich hab da mal was markiert, was ich nicht gut finde.

      Stachelturm schrieb:

      selbstverständlich steht es Steinadler frei dem zu danken dem sie danken will. allerdings habe ich auf den beitrag geantwortet... so wie ich ihn gelesen habe.

      Schön, dass Du das auch so siehst. Weisst Du, ich musste mich so oft für Sachen bedanken, die ich (so) gar nicht wollte, oder wo ich gar das Gegenteil hätte haben wollen, und - ungefragt - es eben so bekommen habe, wie ich mich dafür bedanken sollte. Und war dann das böse Mädchen, weil ich mich nicht gebührend bedankt hatte, in meiner Verletzung. Und deswegen kann ich Steinadlers Wut oder Enttäuschung, was auch immer es ist, sehr gut verstehen. Warum sollte sie sich (jetzt) denn bedanken? Sie hat unschöne Stunden durchgemacht, sie ist traurig (ich schreibe nicht, sie trauere!), sie ist Schmerz und vielleicht auch Angst. Da sehe ich keinen Raum für ein Dankeschön. Es wurde für sie etwas entschieden, sicher in guter Absicht, was sie anders entschieden hätte. Dafür will sie sich nicht bedanken. Sie dafür anzugreifen, halte ich für fehl am Platz.

      Stachelturm schrieb:

      schaut euch alle seiten an, als ausenstehender.

      Das machst Du dann mit Sicherheit gerne auch ;)

      Es ist richtig, es steht nichts von Tod da, es ist "nur" ein Schlaganfall. Ich selber kenne Leute, die ihren Schlaganfall noch jahrzehntelang überlebt haben, und das sogar gut. Dennoch sind Steinadlers Ängste(?) da, ganz real. Und sie ist diejenige, die gerade damit umgehen muss und sie macht sich noch dazu Gedanken - lies ihren ersten Post vielleicht bitte noch einmal durch dazu. Ich halte das nicht für egoistisch. Ich sehe hier eine Frau, die vielleicht vor etwas Angst hat, vielleicht meint, einer Sache nicht gewachsen zu sein, und vielleicht auch nur ihre Rechte auch beachtet wissen möchte.