Meine Empathie wird zu einer Belastung

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    • Meine Empathie wird zu einer Belastung

      Hallo Ihr Lieben,

      hach, mir geht es momentan bzw. eigentlich schon länger nicht sehr gut.

      Ich weiss nicht, wie es richtig beschreiben kann, aber meine Empathie macht mir schwer zu schaffen und ich habe keine Idee wie ich mir helfen kann. Seit ich viel energetisch arbeite, stieg mein Einfühlungsvermögen für andere Menschen innerhalb eines Jahres sehr stark an. Bei der Arbeit mit den Menschen half und hift mir dies natürlich sehr.

      Nun verselbständigt sich diese Empathie seit einiger Zeit aber in sehr unangenehme Gefühle in Alltagssituationen und das passiert immer häufiger.

      Also, wenn ich z.B. Zeitung lese und Berichte lese über z.B. Tierquälerei, Kindsentführung usw. bekomme ich schwere Beklemmungen etc. und fühle mich dann wohl wie das Tier oder der Mensch (wobei ich das nicht einordnen kann). Ich lege dann sofort die Zeitung weg und versuche meine Gedanken wegzulenken, dann geht es wieder besser.

      Neulich bei Mc Donalds schimpfte eine absolut genervte Mutter ständig Ihre kleine Tochter (ca. 3 - 4 Jahre alt) wegen Banalitäten. Ich sah die Kleine an und spürte so eine tiefe Traurigkeit und Verzweiflung, dass ich mein Essen stehen lassen musste.

      Also gerade im Alltag überrumpelt mich das immer öfter; es wird auch immer heftiger von den Gefühlen.

      Das waren jetzt einfach nur 2 Beispiele, damit ihr irgendwie verstehen könnt, wie ich das meine. Ich habe diese stark beklemmenden Empfindungen immer genau im Herzbereich.

      Kennt das auch jemand von euch? Wie kann ich das in Griff bekommen?



      :traurig: Bis denn.... Karmina
    • Hallo Karmina :winke:

      kann es sein, dass Deine Resonanz zu den von Dir geschilderten Ereignissen deswegen so stark ist, weil Du ähnliches in Deiner Kindheit erlebt hast? Wäre dann ein möglicher Weg für Dich, dies bei Dir selbst anzuschauen und zu heilen? Ich kann mir vorstellen, dass sich Dein mit-leiden dann in ein Mitgefühl wandelt, welches Dir einen ganz neuen Handlungsspielraum in solchen Situationen ermöglicht. :knuddeln:

      Herzensgruss
      Ariane

      :feuer:

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    • Hallo Karmina,

      was ist wenn Du lachende Kinder auf der Straße beobachtest?

      Wie ist es bei Veranstaltungen, die Dich sehr erfreuen?

      Werden solche Ereignisse zur Energie für Dein Akku ?

      Wie wäre es, wenn Du Dich fürs erste ein Mal von den gelesenen Dingen abgrenzen könntest?

      Das könnte ein Übungsraum, für weiteres Abgrenzen werden,
      denn ein geöffneten Kanal kannst Du erlernen bewusst zu schließen um ihn bei Bedarf wieder zu öffnen.

      Herzlichst
      kerstin
      ... alles hat seine Zeit ...
    • Hallo liebe Ariane,

      da habe ich auch schon drüber nachgedacht und in mich gehorcht...nein das ist es nicht. Es passiert zwischenzeitlich schon so oft und in den unterschiedlichsten Situationen.

      Es ist auch anders als ein Spiegel der von außen kommt. Ich kann's nicht anders erklären, als wie im 1. Beitrag.

      Gestern war ich im Krankenhaus bei meinem Schwiegervater, der plötzlich schwerst erkrankt ist und an einer Atemmaske hing. Ich fühlte so sehr dieses Leid und den Wunsch nach Erlösung als ich ihn ansah. Wieder kam diese abschnürende Gefühl der Beklemmung. Ich habe dann den Raum den verlassen müssen. Mein Mann meinte, ich sei kreidebleich gewesen.

      Ich wünschte, ich könnte das besser beschreiben. Für mich ist es fast unerträglich geworden.

      Liebe Kerstin!

      Also, freudige Gefühle spüre ich ebenso. Ich leite eine Mantragruppe. Als wir neulich wieder sangen, spürte ich auch diese Freude und Gelassenheit, die sich in den Menschen beim Singen ausbreitete. Wie ein Akku funktioniert das aber leider nicht.

      Wie meinst du das mit dem offenem Kanal, den ich wieder schliessen kann?

      Ja, die Tageszeitung umschiffe ich in sofern, indem ich "negativ-Presse" meide. Bei der Überschrift schon weitergehe zum anderen Thema. Das mit den Menschen macht mich ganz kirre und da komme ich ja nicht aus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Karmina ()

    • Liebe Ariane,

      ist lieb gemeint von dir, aber ich glaube nicht, daß jede Situation im Leben mit Resonanz erklärt werden kann. Es gibt auch Empfindungen die nichts mit einem Menschen selber zu tun haben oder damit, daß ihm irgendwas gespiegelt oder resoniert wird. Manchmal passiert auch etwas, das von Außen auf einen einwirkt und auf das ich (zumindest im Moment) keinen Einfluß nehmen kann.

      Sorry, aber irgendwie geht mir das ganz fürchterlich auf den Keks, wenn gleich erstmal angenommen wird, daß alles bei einem Selber liegt. Das ist wie bei einem Kind, das sich weh getan hat, und dem man dann in einer solchen Situation sagen würde "hättest du das und das mal nicht gemacht, wär dir das nicht passiert....selber schuld". Armes Kind.....da hätte es doch erstmal eine große Portion Trost gebraucht und dann wär immer noch Zeit über die Ursachen zu sprechen.

      Nichts für ungut :knuddeln:
      Alles Liebe
      Sanara
    • Hallo Karmina, ich meine damit die Erinnerung an etwas Bekanntes, das Körperbewusstsein hat ALLES gespeichert was passiert ist, das Verstandesbewusstsein kann da schon mal was verdrängt haben.

      Liebe Sanara, spende Du Trost in der Form wie Du es für richtig hältst, und lass mich es tun, wie ich es für richtig halte. Ich kann es auch als eine Art Trost sehen, Verständnis für das Kind von damals aufzubringen und es an- anstatt wegzuschauen. :knuddeln:Und wenn Dir das "ganz fürchterlich auf den Keks geht", dann ... na Du weisst schon. Darfst es gerne Deinem Weltanschauungssystem entsprechend einordnen. :zwinker:

      Herzensgruss
      Ariane

      :feuer:
    • Liebe Karmina
      Dein Problem kenne ich sehr gut,es erging mir vor einigen Jahren genauso...Eine gute Freundin hat mir dann damlas den Rat gegeben ,ich sollte diese "gequälten Seelen" ins weiße Licht schicken...Und wenn ich in der Öffentlichkeit sehe das unschuldigen Opfern Unrecht angetan wird,dann greife ich meistens ein. Mit dem armen Mädchen z.B. hätte ich vielleicht gesprochen (oder mit der Mutter ,im ruhigen und höflichen Ton...oft merken die Leute garnicht ,das sie nerven...) mit dem Eingreifen meine ich natürlich ,vorsichtig und der Situation entsprechend und ohne mich selber in Gefahr zu begen.Versuche es mal,mit dem weißen Licht ,vielleicht hilft es Dir ja.Sei ganz liebe gegrüßt, :winke:
    • Karmina schrieb:

      Also, wenn ich z.B. Zeitung lese und Berichte lese über z.B. Tierquälerei, Kindsentführung usw. bekomme ich schwere Beklemmungen etc. und fühle mich dann wohl wie das Tier oder der Mensch (wobei ich das nicht einordnen kann). Ich lege dann sofort die Zeitung weg und versuche meine Gedanken wegzulenken, dann geht es wieder besser.


      Hallo Karmina,

      kann es sein, dass du "Negatives" prinzipiell nicht wahrnehmen möchtest ?
      Die Existenz der dunklen Seite in dieser Welt zu verleugnen kann sehr viel Kraft kosten.
      Schattenseiten nicht anschauen ist in etwa so wie "nur halb leben".

      Als ich deinen Eröffnungsthread las kam mir sofort .....Schattenarbeit.
      Wie sieht es da aus.......bei dir?
      Wie tot sind deine Kellerleichen?......schmunzel

      :winke:
    • kann es sein, dass du "Negatives" prinzipiell nicht wahrnehmen möchtest ?


      Hallo Wolfsspur,

      hm..wenn das so wäre, warum ist dies dann nun so stark geworden in der letzten Zeit? Ich meine, früher hatte ich das ja auch nicht. Weder positiv noch negativ mitfühlen in dieser Heftigkeit....grübel....

      Schattenarbeit sagt mir schon etwas; da habe ich auch schon einiges hinter mir.

      Oh Gott, was müssten das denn für Kellerleichen sein, die da noch da sind, wenn hier tatsächlich ein Zusammenhang bestehen sollte....????

      Kannst mir bitte noch ein Schrittchen weiterhelfen Wolfsspur, danke
    • Hallo Karmina,

      eine Erklärung wäre, das sich dein Einfühlungsvermögen durch Übung und Gebrauch verstärkt hat.
      Soll heißen, es könnte sein, du nimmst einfach mehr wahr als früher.

      Sollte meine Theorie der Verdrängung des Negativen stimmen, dann kostet dich diese im logischen Schluss
      auch wesentlich mehr Kraft als früher, da nun ein ganz anderes Pensum zu bewältigen ist.......

      Was deine eventuellen Kellerleichen angeht werd ich mich schwer hüten, dir da so ins Blaue hinein weiterzuhelfen......

      Hör auf dein Herz.....
      Wenn da etwas ist, dann findest du die Antwort dort. Auch die Antwort, wie du damit umzugehen hast.

      :winke:
    • Es gibt ein gutes Buch in englischer Sprache zu diesem Thema: Empowered by Empathy: 25 Ways to Fly in Spirit von Rose Rosetree
      [isbn]0965114589[/isbn]

      Wie Kerstin schon geschrieben hat, Du kannst lernen den Kanal zu schließen und zu öffnen. Ich halte das sogar für sehr wichtig.
    • Guten Morgen Karmina,

      ich kenne das Gefühl sehr gut, habe vor Jahren auch Wege gesucht das ein bissel umzuwandeln, gerade Nachrichten zu hören, oder Artikel über Kindesmissbrauch ect....Ich habe manchmal geweint, und kam aus diesem Gefühl nicht raus.
      Irgendwann habe ich erstmal angefangen, keine Zeitungen mehr zu lesen und keine Nachrichten zu hören, das war mein erster Schritt. KInderseelen waren ein Thema für mich, nicht weil ich ähnliches erlebt habe, sondern weil Kinder so offen sind. So schutz- und hilflos.
      Ich weiß, dass ich diese feinfühlige Ader schon so lange ich denken kann habe, und es Zeit wurde was zu tun, denn ständiges Mitleiden ist schon sehr schmerzvoll.
      Ich habe langesam versucht mich abzugrenzen, erstmal bewusst unterschieden, ist es meins oder das vom Gegenüber. Also gelernt genau zu erfühlen, wem gehört es jetzt wirklich. Die Gefühle die dann aufstiegen, habe ich bewusst wahrgenommen und gesagt, nein das gehört nicht zu mir, und dafür stehe ich nicht mehr zur Verfügung. Auch meine Sichtweisen habe ich geändert, meinen Fokus bei mir und in meinem Umfeld zu halten, nicht auf die ganze Welt gerichtet

      Es war ein langer Weg zu lernen mich gut und richtig Abzugrenzen.

      Mittlerweile geht es gut, ich kann für mich entscheiden, wieviel ich zulassen möchte, Mitgefühl und kein Mitleid. Und wenn es doch mal passiert, kann ich es liebevoll abgrenzen.
      Ich weiß nicht,ob das sich für dich stimmig anhört und ob es für dich ein Weg wäre.
      Wünsche dir viel Kraft und Geduld :sonne:
      G

      Shantie
    • :herz: Merci für Eure Antworten,

      Alienor...leider ist mein Englisch nicht gut genug, um zu dieser Thematik ein englisches Buch zu lesen; schade :peinlich: Gibt es hierzu auch Literatur in Deutsch?

      Aha, also gibt es doch Leute, die das auch so kennen. Sehr beruhigend.

      Das mit dem Kanal schliessen würde ich gerne verstehen. Kerstin, haalloo?!

      Oder könnte mir das auch jemand anders erklären?

      Shantie, ich spüre sofort, dass das nicht meins ist. Ich komm aber aus den Gefühlen ganz schwer wieder raus und das Fatale ist, dass ich hopp la hopp da reintappe und bis ich es richtig merke, ist es dann schon zu spät. Schon bin ich voll drin.

      Das Gefühl bei meinem Schwiegervater im Krankenhaus war so heftig...er starb übrigens in noch in der selben Nacht.

      Ich würde mich ja gerne schon vorher abgrenzen. Es kommt nur oft so unverhofft, also in Situationen in denen ich gar nicht denke, dass es wieder passiert. :rolleyes:
    • Ich kenne das Gefühl schutzlos mitfühlen zu müssen sehr gut.
      Ich kann dir aber auch aus eigener Erfahrung sagen, dass dieses "ungefragte" Mitleiden im Laufe der Zeit besser wird.
      Vielleicht hilft dir das Buch "Ich stehe nicht mehr zur Verfügung". Dort wird dir schön beschrieben wie du dich gegen das ausgelieferte Mitfühlen abgrenzen kannst und lernst zu unterscheiden zwischen einer Art Hilferuf,dem man nachgehen sollte und einer extremen Durchlässigkeit deinerseits.
      Das Buch kannst du beim VAK bestellen.

      Liebe Grüße
      Verena
    • Nun, einige Gedanken zu Mitleid und Mitgefühl.

      Wenn man das Wort "Mit" fort nimmt bleibt LEID und GEFÜHL.

      Mit- LEID entsteht wenn man Situationen, Erfahrungen, Geschehnisse wertet, beurteilt, verurteilt, deswegen ablehnt, Widerstand aufbaut. Dieses geschieht immer aus Angst heraus. Und unsere Angst wird z.B. einem Kranken dann noch zusätzlich zu seiner eigenen Leiderfahrung aufgebürdet, verdoppelt seine leidvolle Erfahrung sozusagen. Hier lenkt uns das Ego.

      Mit- GEFÜHL bedeutet dass wir uns und anderen erlauben Emotionen, körperliche Schmerzen zu er-fühlen und dies dabei nicht mit einem Urteil belegen, keinen Widerstand dagegen aufbauen. Dadurch kann z.B. jeder Schmerz ungehindert fließen und sich auflösen. Wenn wir uns erlauben Gefühle und Emotionen frei von Angst oder Urteil zu fühlen, fießen sie einfach durch uns hindurch und lösen sich dann auf.
      Mit- GEFÜHL haben wir, wenn wir vollkommen im Hier und Jetzt sind, im Herzen zentriert und dann auch direkt verbunden mit unserer Führung, offen für eventuelle Hinweise wie wir helfen können, zu erfühlen was z.B. ein leidender Mensch gerade nötig braucht.

      Hoffe dir damit weiter geholfen zu haben.
      LG Morgaine
      Licht redet nicht, es leuchtet.
    • Ich kenne das Gefühl schutzlos mitfühlen zu müssen sehr gut.


      Danke Verena, besser hättest es du nicht ausdrücken können. Genau das wollte ich euch vermitteln, nur fand nicht die passenden Wörter dafür.

      Ich werde mir das Buch bestellen; danke für den Hinweis!

      Sollte es noch jemanden geben, der mir das mit dem Kanal schliessen erklären kann--> bitte schreiben, dankeschön

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Karmina ()

    • Hallo Karmina,

      zwar kenne ich das nicht in so einer extremen Form, aber durchaus auch.

      Das Buch "Ich stehe nicht mehr zu Verfügung" ist sicher auch dabei hilfreich, ich habe es in anderen Zusmmanehängen als hilfreich empfunden.

      Wahrscheinlich ist es eine persönliche Sache wie man damit umgeht.
      Kanal schließen bedeutet vielleicht auch, sich von dem Teil zu distanzieren, der für dich und deine Arbeit oder deinen Weg richtig ist.
      Für mich ist es, empfangen und weiterleiten... also quasi einfach durchlassen.

      Nach meiner persönlichen Meinung ist es eine Gabe, die einen Sinn hat.
      Der Sinn besteht sicher nicht darin zu belasten oder zu leiden.

      Für mich besteht der Sinn darin, das Wahrgenomme, Gefühlte mit einem Gebet abzugeben.
      In den meisten Fällen ist dann zwar noch Mitgefühl, aber keine Belastung mehr.
      Spüre ich dann doch noch Belastung:
      Danach schaue ich... ist etwas für mich zu tun dabei?
      Bisher war es dann so.

      Allerdings fühle ich mich nie schutzlos, sondern immer beschützt und
      seit ich dieses einfach als Gabe angenommen habe, mit der ich arbeiten kann, auch nur noch selten belastet.
      Der Schlüssel war für mich... die aktive Annahme der Gabe und ihre Aufgabe.

      Liebe Grüße

      Arthemesia
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • hallo karmina

      das mit dem mitfühlen kenne ich nur zu gut das geht mir auch so, es ist anstrengend und belastend, aber was wenn wir so abgestumpft durch die gegend laufen und alles durch rasseln lassen ist das wirklich besser? ich helfe mir damit das ich beten tu für die menschen welche liebos sich verhalten,ich bitte darum das der ungeist aus ihrem körper verschwindet und um die erleuchtung ihres geistes auf das sie helle gedanken bekommen, die sie aufgreifen und ihre sinne wandeln läßt,auf das meine bitte nicht unerhört bleibt,

      liebe grüße gisela :winke: :) :kopfhau: :nein: :sonne:
    • Ich würde sagen: Solange Du gegen Deine "Eindrücke" kämpfst, sie zum Verschwinden bringen willst, werden sie groß und machtvoll dableiben - weil Du Ihnen Energie und Aufmerksamkeit schenkst.

      Du wirst immer empfindsamer - was für ein schönes Bild und was für eine intensive Art, zu leben.
      Es ist, als ob Du sagen würdest: Ich nehme die Dinge in mir und in meiner Umgebung immer klarer, immer intensiver war - ein Lebensgefühl, von dem viele "Außenstehende" nur Träume können.

      Was Dich bedrängt, sind die "negativen" Bilder, das Mit-Leiden und das Mit-Gefühl.
      Gegen das Wahr-Nehmen dieser Seite des Lebens sträuben sich nun wesentliche Teile in Dir - Wolfsspur hat es wunderbar auf den Punkt gebracht:
      kann es sein, dass du "Negatives" prinzipiell nicht wahrnehmen möchtest ?
      Die Existenz der dunklen Seite in dieser Welt zu verleugnen kann sehr viel Kraft kosten.
      Schattenseiten nicht anschauen ist in etwa so wie "nur halb leben".


      Meine Empathie wird zu einer Belastung


      Stell Dir vor, du bist der blaue, klare Himmel in seiner unendlichen Weite und Tiefe.

      Und manchmal ziehen von Außen dunkle Wolken auf.
      Du nimmst sie wahr,
      Du spürst sie,
      Du erlebst sie,
      und Du weißt - Sie sind nicht DU!

      Dann wird der Himmel wieder klar und rein und die Sonne flutet durch die Landschaft:
      Du nimmst sie wahr,
      Du spürst sie,
      Du erlebst sie,
      und Du weißt - Sie ist nicht DU!

      Du bist die Weite des Himmels, in der die Erscheinungen des Lebens in Erscheinung treten.
      Du weinst mit den Trauernden,
      Du lachst mit den Glücklichen
      und Du bist die Fülle des Lebens selber.

      Wenn Du aufhörst, Dich gegen die Erscheinungen zu wehren, die Teil des Lebens sind, werden sie kommen und wieder gehen wie alles, was uns begegnet.

      Dir von Herzen alles Liebe!

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von advaita ()

    • hallo, ich kritisier dich jetzt... das ist nicht böse gemeint, sondern soll konstruktiv sein...


      Karmina schrieb:


      Also, wenn ich z.B. Zeitung lese und Berichte lese über z.B. Tierquälerei, .... und fühle mich dann wohl wie das Tier ....

      Neulich bei Mc Donalds...

      hast du den film eathlings schon mal gesehen? das mc donalds fleisch stammt oft von milchkühen, deren haltung so schlecht ist, dass sie schon nach wenigen jahren erschöpft und verbraucht sind. sie erreichen nur einen bruchteil des alters, das eine kuh erreichen könnte. und die fleischkühe sind verantwortlich für die zerstörung des regenwaldes...

      und ich kenne deine situation aus eigener erfahrung... man sieht all das schlechte auf der welt, doch wenn man versteht was man selbst zum leid beiträgt, dann kann man anfangen etwas zu ändern, sofern man nicht zu schwach ist.

      unsere gewohnheiten können uns kaputtmachen und die art wie wir leben ebenfalls... wenn du die natur des menschen etwas studierst wirst du feststellen dass wir prinzipiell pflanzenfresser sind... somit fällt es dir leichter weniger fleisch zu essen, ganz darauf zu verzichten oder zumindest mc donalds zu meiden.... und falls du nicht dazu bereit bist ist das okay, aber dann darf dich auch tierquälerei nicht stören...

      wir haben immer die möglichkeit zu wählen, und wir sind immer verantwortlich für das was wir tun, wie auch für das was wir nicht tun. es gibt dinge die wir direkt ändern können und dinge auf die wir keinen direkten einfluss haben. ich habe mich nun seit ca 2 jahren damit beschäftigt... und ich kann dir sagen, dass wir mehr macht haben als wir zunächst denken