Jan Scholten und "seine" Homöopathie

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Jan Scholten und "seine" Homöopathie

      Hallo Ihr Lieben,

      ich habe vor kurzem ein Buch von Jan Scholten gelesen und bin gerade auf einen Artikel wieder auf ihn aufmerksam geworden. naturundheilen.de/artikel/homo…kung-des-periodensystems/ Hier leider nur der Anfang zu lesen.

      Wer hat sich mit dieser Art der Homöopathie auseinander gesetzt und wendet sie an? Als ich sowohl das Buch von ihm las, als auch bei dem Artikel hatte ich das Gefühl, dass ich einen komplett anderen Blickwinkel auf einen Menschen habe und gar nicht in der Lage bin, so Defizite zu klassifizieren ...

      Liebe Grüße
      Ereschkigal
    • Hallo Ereschikal,

      ich habe Jan Scholten und seine Homöopathie kennengelernt und auch ein Seminar bei Ihm (und noch mehrere bei seinen Schülern) besucht.
      Ich schätze die Art der Mittelbild erklärungen im Rahmen der Elementenlehre.
      Auch die Kombiantionen von Elementen durch Salze, Säuren, Sulfate etc.
      Die strukturierte Art der Arbeit lässt auch auf sein "Mittel" schließen ;).
      Interessant Ist die Einteilung der Serien in Thema und Alterstufe.
      Allerdings giltsein Werk "nur" den Elementen, damit den Mineralien und seinen Verwandten und nicht den Pflanzen und Tieren.
      So ist er eine gute Ergänzung, eine wunderbare Strukturhilfe und gut fürdas Verständniss der Mineralien, allerdings nicht "meine" Art, so wie ich Homöopathie sehe.
      So schätze ich Sankaran für Pflanzen und Tiere, Scholten für Minerale...

      Ein gutes Buch für den Einstieg und die Übersicht ist: Homöopathie und Minerale

      Liebe Grüße

      Arthemesia
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Hallo Arthemesia,

      ich bin ein Fan von Hugbald Volker Müller und seinen Farbzuordnungen zu den homöopathischen Mitteln. Dieses System ist ja fortgeführt worden von Ulrich Welte. Da ich zum Teil eben auch Farben um die Mittel sehe, liegt mir dies am nächsten.

      In Jan Scholten habe ich mich eben versucht einzulesen, aber seine Art etwas zu betrachten, klingt im Buch zwar logisch, aber in der Praxis für mich nicht anwendbar. Auf der einen Seite schaue ich nicht problembezogen, sondern irgendwie ganzheitlich und bin auch bisher nicht so in der Lage Situationen zu betrachten. Irgendwie fehlt mir dabei das Bild was eine ideale Entwicklung ist. Welches Buch von Sankaran enthält die Pflanzen"bilder"?

      Liebe Grüße
      Ereschkigal
    • Hallo Ereschikal,

      Müllers Farbzuordnung habe ich auch kennengelernt und auch die Verbindung zur Handschrift. Da ich nun mal keine Farben sehe, war das für mich eine weniger anwendbare Methode.
      Von Sankaran gibt es die 2 Bände Einblicke ins Pflanzenreich, die umfassende Informationen enthalten.
      Der Einbezug der Gestiken, der speziellen Wortwahl usw. in der Mittelfindung brachte mich das ein oder andere Mal zu absolut unüblichen und kaum sonst zu repetorisierenden Arzneien.

      Einer meiner Lieblingslehrer in Sachen Homöopathie ist der eher unkonventionelle Andreas Krüger.
      Er bezieht soviel mehr als die klassischen Rubriken in seine Mittelfindung mit ein und hat eine sehr lebendige, lebensnahe Art zu lehren.
      Allerdings ist er teilweise auch so unkonventionell das ihn gestrenge Klassiker ablehnen.
      Beim Ihm schätze ich auch sehr den Einbezug anderer Heilverfahren... so wie Familienstellen, Neoschamanismus, Leibarbeit, NLP, Energetische Heilweisen, Kinesologie und soweiter.
      Immer aber ist auch dabei ein deutlicher Bezug zur Homöopathie erkennbar, er "erweitert" sozusagen.

      Scholten ist ein hervorragender Homöopath und da ich hier in der Nähe der niederländischen Grenze wohne, kenne ich auch einige seiner Behandlungserfolge.
      Seine Struktur hilft so manchesmal etwas zu ordnen und aus vielen Überlagerungen heraus, den roten Faden zu finden. Das ist das was ich aus den Scholtenseminaren mitgenommen habe und wofür ich sehr dankbar bin.

      Liebe Grüße

      Arthemesia
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Hallo Arthemisia,

      mir ging es nicht um eine Beurteilung der Erfolge oder des Systems, sondern eben um die Art der Betrachtung, zu der ich bei Jan Scholten bisher keinen Zugang hatte. Ich bin mal gespannt ob mir die Systematisierung bei den Pflanzen eher liegt als bei den Mineralien.

      Herzlichen Dank für die Buchempfehlung. Jetzt heißt es Geduld haben und Abwarten wann was von der Fernleihe kommt. Gerade auf die Bücher von Jan Krüger bin ich schon gespannt.

      Liebe Grüße
      Ereschkigal
    • Hallo Arthemesisia, hallo an alle anderen,

      mittlerweile habe ich in dem zweibändigen Werk von Sankaran einiges gelesen und mit seiner Art Menschen zu betrachten komme ich ganz gut zurecht und kann sie auch auf Menschen in meiner Umgebung übertragen. Die Methode und Einteilung ist hervorragend und ich kann mir vorstellen, dass sie sehr viel Zeit spart in einer täglichen Praxis.

      Aus Interesse habe ich jetzt nochmal das Standartwerk von Scholten angeschaut und versucht so mich oder auch Menschen in meiner Umgebung zu betrachten und ich bekomme wieder keinen Zugang. Trotz einem passenden Mittel, deren Beschreibung ich bei Scholten gelesen habe, hätte ich dieses aufgrund Scholtens Beschreibung nie ausgewählt.

      Ich hatte noch einiges andere an homöopathischer Literatur gelesen und habe mich gefragt, inwieweit eine Beurteilung eines Menschen beim Heraussuchen des passenden homöopathischen Mittels notwendig ist. Mir kam es so vor, als würde bei Scholten viel mehr Beurteilung nötig sein als bei Sankaran. Sankaran beobachtet oder besser lässt sein gegenüber genau beschreiben und sucht danach die entsprechenden Mittel ein. Bei dem System von Jan Scholten hätte ich das Gefühl, dass ich die Entwicklung oder das heutige Problem des Menschen beurteilen und in ein System einsortieren muss.

      Nachdenkliche Grüße
      Ereschkigal
    • Hallo Erschkigal,

      diesen Eindruck kann ich gut nachvollziehen. Scholten geht, so wie ich seine Methodik kennengelernt habe, sehr strukturiert analytisch vor.
      Eher schon fast "mathematisch".
      Das ist auch eher nicht so "meins", obwohl in manchen Fällen schon hilfreich gewesen.
      Mir liegt Sankarans ausführliche Beobachtungen, die offene Wahrnehmung mehr.

      Ereschkigal schrieb:

      habe mich gefragt, inwieweit eine Beurteilung eines Menschen beim Heraussuchen des passenden homöopathischen Mittels notwendig ist.


      Ich persönlich mag in diesem Zusammenhang das Wort Beurteilung nicht gerne verwenden (obwohl es gebräuchlich ist).
      Es geht mehr um die Erfassung des Wesentlichen, des Kerns, der inneren Thematik... in seiner Gesamtheit.
      Dazu gehört, für mich, erstmal die offene Wahrnehmung, eine die ohne Beurteilung und/oder Katalogiesierung auskommt.

      Habe ich das Wesentlich, den Kern... erfasst, dann kommt das vergleichen... welches Mittel hat ein solches Wesen, ein solche Essenz, die dem nahe kommt?

      Hier spielt die klassische Materia Medica genauso eine Rolle, wie das Studium der Ursubstanz in seiner Wesenheit.

      Ereschkigal schrieb:

      Bei dem System von Jan Scholten hätte ich das Gefühl, dass ich die Entwicklung oder das heutige Problem des Menschen beurteilen und in ein System einsortieren muss.



      Hmm... einsortieren ja, beurteilen ????... auch hier geht es um das "Dahinter".
      Ein kleines Beispiel:
      Symptom: Erschöpfung
      Was liegt dahinter?
      Serie 1 - Sein - Überlebenskampf? oder
      Serie 2 - Ich - fortwährendes Streben nach Anerkennung
      Serie 3 - Andere - unbearbeitete Verletzungen
      usw....
      Hier entscheiden auch die individuellen Zusammenhänge, weitere Symptome und persönliche Eindrücke (z.B. Händedruck, Haltung).


      In unserem Arbeitskreis lernen wir, zur Zeit,durch Aufstellungsarbeit einen weiteren Zugang zum Wesen der Arzneimittel zu bekommen.
      Eine sehr interessante Beobachtung ist dabei tatsächlich auch mitteleigene, typische Bewegungen, wie sie besonders bei Sankaran beschrieben werden.

      Das kommt zum einen auch der Sankarnmethode nahe, der ja von der "Seele" der Arzneimittel spricht, zum anderen auch Hahnemann, der das Besondere, das Individuelle für die Mittelwahl als wesentlich benennt.

      Egal nach welcher Methodik ein Mittel gewählt wird... jede hat seine Berechtigung und führt, gründlich gemacht, zu einem Arzneimittel welches die Heilung anregt und den Heilsweg kraftvoll begleitet.
      Auch hier gilt Hahnemanns Satz (sinngemäß): Macht es nach, aber macht es genau nach.
      Es gibt verschiedene Türen auf dem Weg zu richtigen Mittel. Jeder findet die seine, durch die er leicht schreiten kann... keine ist besser, keine schlechter... sie sind eben anders.
      Durch die Wahl in dieser vielfältigen Anderartigkeit, liegt die Individualität des Behandlers, der, durch die Resonanz, genau auf die Menschen trifft, für die diesen Weg gerade richtig ist.
      *lächel... und das ist langjährige Erfahrung.

      Liebe Grüße

      Arthemesia

      Edit Wolfsspur - Link in zum Beitrag von Ereschkigal in die Zitate eingefügt
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Ich beginne gerade Scholten zu lesen, weil ich eines der Mittel aus dem Kreis der Gase nehme und ich finde es super interessant, wie er vorgeht.
      Ob es meins wäre? Keine ahnung, ich les ja erstmal nur, bin kein Homöopath und habe/mache auch keine Ausbildung in dem Bereich.
      Aber es ist eine "sichere" Vorgehensweise, bei der so die Gefahr des reinen, bloßen "Eindrucks", (bei dem ja auch viel "ausgeblendet" werden kann, was nicht ins Bild passt, das man selber von seinem Gegenüber hat), reduziert werden kann.

      Ich lese gerade Krüger, Sonnenschmidt, Knauss, Bomhardt, Vithoulkas und eben auch Scholten. Die indischen Homöopathen, von denen es ja auch viele gute gibt, hab ich mir noch nicht angesehen.

      Keine Ahnung, ob man das echt alles braucht, aber es fasziniert mich momentan sehr und für irgendwas ist es bestimmt auch mal gut.
      Außerdem verlass ich mich da - also, damit dass es mich anspricht und ich dem nachgeh und da mitgeh , grad voll auf meine Intuition. :D
      LG Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...