Süße

  • Hängen Zuckerkonsumenten noch an der Mutterbrust?
    Künstliche Süßstoffe, die nicht nur den Darm, sondern auch die Kläranlage überstehen ... :wuerg:  
    und weitere Informationen über Zucker, Zuckerersatz- und Zuckeraustauschstoffe.


    Ein Beitrag in der ARD Mediathek von "W wie Wissen": Volksdroge Zucker

  • Hallo Ariane,
    ich finde es gehört auch Mut dazu, den Zucker einmal als "Droge" zu bezeichnen.
    Hatte eben kurz in das Video hineingesehen und werde es mir nochmals genauer anschauen.
    sobald etwas mehr Zeit ist.
    Danke für diesen interessanten Beitrag von dir


    liebe Grüsse
    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • Hallo Ariane!


    Danke fürs Reinstellen, ein Thema das mich persönlich auch schon lange beschäftigt.


    Den Artikel vom Sep 2012 spiegel, hab ich seit zeiten bei mir als "Lektüre" m WC liegen...
    bis heut hab ich es nicht geschafft den Artikel zu ende zu lesen... fast zuviel info!


    Der Artikel kann leider nicht gepostet werden, aber es gibt einen kleinen Film auf youtube:


    http://www.youtube.com/watch?v=wnj2ZwnVrmY



    jedenfalls werd ich mich jetzt doch eingehender damit auseinandersetzen wollen. danke für den Anstoss!


    lg
    Lichtfeehoik :winke:

  • ich schaue mir das video soeben an und es wird gesagt, dass die suchterzeugung von zucker noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist.


    nun, dazu kann ich "empirisch", also aus eigenen erfahrungsschatz etwas beitragen:


    ich bin meinen eltern sehr dankbar, dass es bei uns keine künstlichen limonaden gab, und auch nicht wie es heute bei vielen eltern üblich geworden ist,


    die kinder mit süßigkeiten ruhig zu stellen und zu belohnen - wobei es zu bemerken ist, dass es ja eigentlich keine belohnung, sondern eine bestrafung für das kind ist.


    genauso wie fernsehverbot eher belohnung als bestraftung ist.


    in meiner schultüte waren noch früchte und nüsse als geschenke, sowas trägt auch zur wertschätzung der natürlichen gaben der natur bei.


    süßigkeiten gab es also selten, und vermehrt nur an weihnachten und ostern, von den verwandten halt.


    und da fiel mir schon als kind folgendes auf: aß ich von diesen süßigkeiten, wie schokolade oder so, hatte ich an den darauf folgenden tagen, gesteigert lust darauf,


    ja fast ein muss, wieder hinzugreifen. waren die süßigkeiten dann alle alle, war da noch ein paar tage lang immer noch das verlangen da.


    doch natürlich durch den ent-zug hindurch müssend, da meine eltern ja sowas nicht unterstützten, merkte ich auch schnell, dass wenn ich ein paar tage lang dem


    körper diesen zucker nicht nach-lieferte, das suchtgefühl wieder von alleine verschwand. und das nach nur ein paar wenigen tagen, was mut macht für den


    ent-zug aus anderen all-täglich gewordenen legalen süchten hin zur Freiheit es zu konsumieren, oder auch nicht.

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  • nachdem ich gestern entdeckte, dass sogar im abgepackten Schwarzwälder Schinken Zucker und Dextrose zugefügt sind, fasste ich heute den Mut, den Metzger an der offenen Theke


    auf seine Waren anzusprechen, ob es denn geräucherte Fleischrohwaren ohne Zuckerzusätze gäbe. Erst wurde ich gefragt, ob ich das denn nicht "vertragen" würde.


    Äh, ich möchte es einfach nicht.


    Nun ging der Metzger schauen, und meinte, dass tatsächlich allen Räucherwaren Zucker beigefügt wäre, es wäre ja ein "natürlicher" Geschmacksverstärker.


    Hmm. Er bestätigte mir auch, dass es für die Konservierung nicht erforderlich ist, sondern lediglich ein Geschmacksverstärker. Hmm, und ich dachte, das macht schon das Nitritpökelsalz.


    Jetzt kann ich natürlich in Bioläden schauen wie es da aussieht, doch in letzter Zeit bemerkte ich immer öfter, dass die Biowaren dieselben Zutaten enthalten, lediglich der Zucker und das Salz auf der


    Zutatenliste in Rohrohrzucker und Meersalz umgewandelt erscheinen. Ich werde trotzdem mal danach schauen.


    Der Metzger wollte mich noch ein paar mal damit überzeugen, dass es ja ein "natürlicher" geschmacksverstärker sei, aber als ich darauf nicht reagierte, gab er auf. :-)




    Ich esse sehr wenig Fleisch, doch in den letzten Tagen hatte ich sehr Gelüste auf Bauchspeck. Mir fiel dabei auch eine leichte Suchttendenz auf, anders als bei anderen Lebensmitteln.


    Aufeinmal wollte ich jeden Tag Bauchspeck. Ob das aber am Zucker lag, oder am Schweinefleisch oder am Fett, denen beiden auch nachgesagt wird, dass sie süchtig machen,


    weiss ich nicht.


    Ich erinnere mich nun an ein gutes Buch, das ich einmal zu dem Thema gelesen habe. Die Autoren schlüsseln darin auf,


    welche Nahrungsmittel suchterzeugend sind wegen dem "scheinbaren" Glücksgefühl,


    wozu auch Nudeln u.a. gehören, und welche Lebensmittel zum wirklichen Wohlgefühl führen.


    Das Buch: Julia Ross (2010): Was die Seele essen will. Klett-Cotta Verlag Stuttgart. Das werde ich mir nochmal zu Gemüte führen.



    Eine Volksweisheit sagt auch, wenn wir nach dem Essen Gelüste auf Zuckernachtisch haben, dann war das Essen nicht reichhaltig genug an dem, was wir wirklich brauchen.


    Das deckt sich mit einer Entdeckung von mir: Ich dachte, dass das Völlegefühl bzw. Sättigungsgefühl vom Magen von der Menge abhängt die man gegessen hat.


    Großer Hunger ... also viel essen.


    Doch seit ich mehr Wildkräuter und WildBeeren in meine Ernährung integriere, merkte ich etwas anderes.


    Schon ein paar Blättlein, ein paar Weissdornbeeren bzw. Beeren je nach Jahreszeit zum Frühstück auf einem Waldspaziergang, sättigen wohltuend.


    Das bringt mich zu der Annahme, dass der Magen bzw. unser Sättigungsgefühl eher auf den Nährstoffgehalt als auf die Menge der zugeführten Nahrung reagiert.


    Weiter beobachten und erkennen und integrieren. :-)

    Einmal editiert, zuletzt von Ariane ()

  • Das bringt mich zu der Annahme, dass der Magen bzw. unser Sättigungsgefühl eher auf den Nährstoffgehalt als auf die Menge der zugeführten Nahrung reagiert.



    Ich habe mal gelernt, das Absinken des Blutzuckerspiegels würde den Hunger erzeugen.
    Also, viel Zucker gegessen, schnell wieder Hunger ..
    Schließt natürlich die Sache mit dem Nährstoffgehalt nicht unbedingt aus.
    Was ich auch mal gelesen hatte, und mir schlüssig erscheint, raffinierter Zucker ist ja von seinem ursprünglichen Platz oder aus dem, wo er ursprünglich war, entzogen oder entnommen bzw. getrennt worden.
    Die Früchte oder Lebensmittel aus denen er ursprünglich kam, enthalten auch die notwendigen Vitamine und Stoffe, die notwendig sind für unseren Körper beispielsweise, den Zucker gut und richtig zu verdauen.


    Dieser Gedanke, Zucker von etwas wegzunehmen (wo er eigentlich natürlich hingehört) also ich meine natürlicherweise, erinnert mich auch an Eigenschaften , "Schönheit" zum Beispiel aus etwas entziehen zu wollen,
    und sie dann als ein Beimittelchen woanders hinzuschieben .. Frage: Kann man etwas "schön" machen, nur durch eine Zutat, die Zutat "Schönheit" .. die doch ansich abstrakt ist ..
    Was bedeutet es, wenn etwas "schön" ist ? ........... Kann etwas "schön" sein, dem wir uns nicht zuwenden?


    Ich meine, oder habe mir selbst vorgestellt, dass Süße natürlicherweise erst entsteht beim Essen, beim Verdauen. Werden Kohlehydrate (Brot) lange genug gekaut, wird es süß.
    So denke ich, dass künstlicher Zusatz von Zucker nur dem Körper oder uns vorgaukeln soll, dass wir schon gut und passend gekaut und das Richtige aufgenommen haben ..



    :)

  • Ich finde es wirklich gut, dass dieses Thema hier angesprochen wird!
    Zucker kann tatsächlich süchtig machen und wird genau aus diesem Grund von der Lebensmittelindustrie bewusst eingesetzt!