Eingewanderte Pflanzen, wie Japnischer Knöterich, indisches Springkraut und Riesenbärenklau

  • Hallo zusammen,


    jetzt habe ich einige von Storl gelesen, der schreibt, dass Pflanzen dort genau sind, wo "Probleme" existieren, um diese mit zu lösen. In dieser Richtung habe ich angefangen über die eingewanderten Pflanzen nachzudenken, die zum Teil die Gemeinden versuchen wieder auszurotten, weil sie sagen, sie würden anderen Pflanzen verdrängen.


    Wie seht ihr das indische Springkraut? http://www.hna.de/bilder/2011/…eheinsatz-wedic5ymp34.jpg Wisst ihr etwas über Heilwirkungen oder auch energetische Wirkungen?


    Wie den japanischen Knöterich? http://www.freiepresse.de/DYNIMG/61/97/4016197_W700.jpg


    Oder auch den Riesenbärenklau bzw. die Herkulesstaude? http://www.kreis-hoexter.de/me…enbaerenklau_Wycisk_1.jpg


    Nachdenkliche Grüße
    Ereschkigal

  • Hallo Ereschkigal,


    diese Pflanzen sind niicht aus eigener Kraft hier eingewandert, sie wurden von Menschen hergebracht.
    Wären sie hier, wennn dem nicht so wäre? Woher sollten diese Pflanzen vom anderen Ende der Welt von Problemen hier Kenntnis haben, um sich hier problemlösend anzusiedeln?
    Ich bin zwiespältig bei diesem Thema und auch anderem, was in diese Richtung geht, z.B. Konsum nichtheimischer Gemüse und Öbste.


    Viele Grüße
    Carola

  • der schreibt, dass Pflanzen dort genau sind, wo "Probleme" existieren, um diese mit zu lösen.


    Das ist mir zu menschenzentriert, als ob wir das Maß aller Dinge wären.


    Meiner Meinung nach fällt meine Aufmerksamkeit –bei halbwegs entspannter Seelenlage- von allein auf die Dinge, die ich brauche; ich erwarte aber nicht, dass die Dinge mir um den Erdball hinterherlaufen. Die mögen dann in meinem Garten wachsen oder mir in einem Katalog entgegenlächeln, beides kommt vor.


    Darunter mögen dann auch mal neue Pflanzen aus anderen Weltteilen sein. Da könnte aber auch einfach meine mangelnde Aufmerksamkeit den einheimischen Freund übersehen haben, der mir ebenso gut geholfen hätte.


    Den Neophyten spreche ich dabei nicht ihre Heilwirkung ab und man wird sehen, ob sie sich hier einfügen oder aggressiv allen einheimischen Konkurrenten den Platz wegnehmen.


    Man soll auch nicht vergessen, dass ein Teil unserer Flora mit der Christianisierung hierher absichtlich angesiedelt wurde und einheimische Pflanzen teils verboten wurden. Man wollte die Menschen trennen vom Vertrauten. Mittlerweile ist das über 1000 Jahre her und so ohne weiteres (ohne Fachliteratur) weiß keiner mehr, welche Pflanzen damals neu kamen. Es kann also gut gehen mit den Neuen, aber es muss nicht, man wird sehen. Auf keinen Fall sind wir der magische Anlass für ihre Ansiedlung, sondern einfach nur der Lauf der Welt, so ist es eben.


    Und ganz grundsätzlich glaube ich nicht, dass Pflanzen Problemen hinterherlaufen, sondern dass sie nach ihrer Art dort siedeln, wo es günstig für sie ist. Ich sehe sie im Fluss des Lebens, dort gibt es Verbindungen und Übereinstimmungen, aber keine solchen mathematischen Gleichungen, dass man aus der Anwesenheit einer Pflanze nun unbedingt bestimmte Eigenschaften der Gesellschaft und der Menschen ablesen könnte. Pflanzen zeigen durch ihre Ansiedlung klimatische Bedingungen und Bodenbeschaffenheit an.

    Gabriele

  • Guten Morgen.
    Eingewandert.
    Hmm, darunter stelle ich mir die natürliche Verbreitung auf Grund sich verändernder Umweltbedingungen vor.
    Bei den von dir erwähnten Neophyten würde ich "eingeschleppt" oder "angesiedelt" für zutreffender empfinden.
    Und wo ziehen wir die Grenze - Neophyten sind offiziell alle Pflanzen, die nach 1492 hier angesiedelt wurden.
    Denn Kartoffel, Mais, Tomate, Pfirsich, Marille, Essigbaum - mal als wenige Bespiele -waren in Europa auch nicht zu Hause.

    If Nothing goes right,
    Square Up!
    and
    Circle left!

  • Hallo zusammen,


    natürlich werden noch viele andere Pflanzen vor allen in unseren Gärten eingeführt, die hier nicht heimisch sind und es sind früher schon viele Jahre Pflanzen eingeführt worden, durch alle möglichen Kultureinflüsse. Gleichzeitig ist es aber so, dass ich kaum Pflanzen kenne, die mit so einer Vehemenz versucht werden auszurotten. Es gibt noch ein paar Pflanzen über die sich Gärtner extrem ärgern, aber auf anderen Flächen werden sie akzeptiert. Das ist bei Riesenbärenklau, Springkraut und Japanisches Knöterich ja nicht der Fall.


    Ist es in unserer globalisierten Welt überhaupt noch möglich nicht zu einer Veränderung der Flora beizutragen? Und wird durch ein bevorzugen von bestimmten Pflanzen nicht auch Natur verändert?


    Ich habe genau zu diesen Pflanzen gefragt, weil sie "angefeindet" werden und man sie versucht wieder auszurotten. Wenn Pflanzen eine derartige Reaktion von Menschen verursachen, glaube ich schon, dass dies etwas mit den Menschen zu tun hat.


    Fragende Grüße
    Ereschkigal

  • Die Gründe für die harten Maßnahmen finden sich sicher teils in der individuellen Pflanze (z. B. verstärkte Allergieauslöser usw.), teils ist es halt ein Stellvertreterkrieg. Wir können den Wandel nicht wirklich aufhalten. Wenn wir eine Krise erkennen, möchten wir gern etwas tun (Tätigkeit baut Adrenalin ab), so nehmen wir uns ein paar auffällige Vertreter des Problems vor. So war das schon immer.


    Nein, ich glaube nicht, dass diese drei Pflanzen der ganzen Gesellschaft etwas zu sagen haben. Das Problem mit Neophyten und das Problem mit Verdrängung der Wildpflanzen durch intensive Landwirtschaft usw. all das erkennt man ohne individuelles Pflanzenbild. Diese drei sind nur Stellvertreter des Problems als Pflanzen an sich.


    Als Heilkräuter sind sie dann einfach Heilkräuter, und darin mag jede ihre guten Seiten haben, ganz gleich, ob sie hier passen oder nicht.


    Wäre es wirklich so, dass diese Kräuter aus Gründen der Heilung sich hier „einschleichen“, wäre das letztlich eine sehr unspirituelle Machtübernahme. Man heilt nicht ungefragt. Und das würde auch für Pflanzengeister gelten. Aber die Pflanzen wachsen hier als Pflanzen, die Geister dahinter zeigen sich in ihren Eigenschaften nur teilweise in den Pflanzen.


    Und vergiss das bitte nicht, die Pflanzengeister sind anders als ihre materielle Ausformung, also anders als die Pflanzen ortsunabhängig. Dem einzelnen Heiler können sie jederzeit direkt begegnen, wenn er es gelernt hat, wahrzunehmen. Es ergibt keinen Sinn, in dem Wandel, der nun mal stattfindet, und den wir bewältigen müssen, noch zusätzlich zu den Problemen, die er macht, noch tiefe Wahrheiten hineinzulesen. Es ist, wie es ist. Und wir werden lernen müssen, damit umzugehen.

    Gabriele

  • Das ist doch völlig uninteressant, was sie für eine medizinische Wirkung haben.
    Als eingeführte Pflanzen sorgen sie dafür, dass ganz viele einheimische Pflanzen verschwinden, die ebenfalls medizinische Wirkungen haben.
    Natur ist ein ineinandergreifendes System, und wenn Fremdpflanzen(auch Tiere) ausgewildert werden, dann sind sie außerhalb des einheimischen Systems, haben oft genug keine Fressfeinde oder Konkurrenten um den Lebensplatz und können deshalb zur Ausrottung einheimischer Arten führen.
    Inwiefern das jetzt so toll ist, ist mir nicht nachvollziehbar.


    :winke:

    Gesundheit ist der größte Reichtum.
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    Und all das steht dir zu.
    ***
    "lucia@geistertrommel.de"

    ***
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  • Vor einigen Tagen war eine Fernsehsendung über den Riesenbärenklau. Wenn ich die riesigen Blasen sehe, die der auf der menschlichen Haut hinterlässt und höre wie schmerzhaft das 1 – 2 Wochen ist (und falls ich mich nicht verhört habe, kann man das Zeug auch einatmen, hat also auch innerlich Probleme damit), kann ich gern auf den Riesenbärenklau bei uns verzichten.


    In Bayern gibt es sogar schon Meldepflicht und in einigen anderen Bundesländern ist er zur richtigen Plage geworden.
    Ich glaube, es ist halt ein Unterschied, ob er in den Weiten von Russland (und Co.) wächst oder in unseren dichtbesiedelten Gegenden.


    Homöopathisch gesehen könnte er auch woanders wachsen, denn die wenigsten werden wohl ihre homoöpathischen Mittel selbst verreiben und potenzieren (die C 12 macht schon keinen Spaß mehr).
    Zu den Bärenklau-Gewächsen habe ich einen interessanten Link (mit kleinem Arzneimittelbild) gefunden.


    http://www.bunkahle.com/Kraeut…hreibungen/Baerenklau.pdf


    Liebe Grüße
    Simurgh

    "Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen".
    Platon

  • Hey Ihr GärtnerInnen,


    Ist jetzt vielleicht OT, weil nicht von fremden Kontinenten eingewandertes Kraut, aber doch in meinem Garten ungefragt eingewandertes.
    In meinem sehr bescheindenen Stadtgärtchen bin ich immer offen für die Dinge die da wild aufgehen.
    Es ist machnes Mal schon erstaunlich, wer sich da so niederlässt (auch in Hinblick auf die Familen Wehwehchen).


    Invaders in my space ;). Ich finde es sehr interessant, da genauer hinzuschauen. Letztes Jahr hatten wir Besuch vom Schwarzen Nachtschatten.
    Dieses Jahr gibt es Rainkohl :hexe: und erstaunlicher weise Kamille, die passenderweise ein duftendes Badewässerchen für mein Baby-Söhnchen hergibt und besänftigend im Stilltee wirkt...


    :heart:


    Cosmo

    Life is an empty bag unless you fill something in...