Schutz und tabuisierte Aggression

  • Hallo!
    Ich habe diese Woche auf einer faszinierenden Reise für einen Klienten eine Info erhalten, die ich gerne mit euch teilen möchte.


    Die Info ist - wie so viele seelische Wahrheiten - von einer großen Einfachheit und Stimmigkeit.


    Mir selber war der Inhalt der Botschaft in dieser Form und Klarheit nicht oder zu wenig bewusst.


    Die Infos:

    Zitat von Infos Trancereise

    Man kann sich nur schützen
    und man ist nur geschützt,
    wenn Aggression bewusst und unbewusst erlaubt ist.



    In diesem Zusammenhang gilt auch der Umkehrschluss!


    Zitat von Infos Trancereise

    Ist der eigenen Schutz nicht oder viel zu schwach vorhanden, ist die Ursache dafür, dass Aggression und Wut - aus welchem Grund auch immer - verboten und tabuisiert sind.


    Man kann dann als BegleiterIn am Schutz arbeiten, solange man will:
    solange Aggression und Wut - bewusst und unbewusst - nicht erlaubt und möglich sind, kann es keinen funktionierenden Schutz geben!


    LG
    Advaita

  • Hej lieber Advaita,


    natürlich...nur wenn die Wut oder das, gegen das sich die Aggression wendet, definiert wird und einen Namen bekommt, kann sie auch ins Licht des Bewusstseins rücken, angeschaut und transformiert werden...
    Den Aggressor oder das aggressionsauslösende Potential zu kennen, hilft mir deniniftiv damit auch umzugehen, sprich in adäquater Weise darauf zu reagieren...
    Vielen Dank für den kleinen Input aus deinem Praxisalltag...


    Nicht umsonst ist eine der Budo-Prinzipien "Angriff ist die beste Verteidigung" in der wartenden Hab-Acht-Stellung, indem ich den Angreifer dadurch ins Leere laufen lasse, nachdem ich ihn erkannt oder besser noch erspürt habe...Intuition ist da oft ein guter Gradmesser...und sollte stets ernst genommen werden...


    Auf der anderen Seite jedoch eine Stufe weiterführend und auch sehr schön und denkenswert sind in diesem Zusammenhang die Worte von Mohirei Ueshiba, dem Begründer des Aikido, welcher seinerzeit sagte, dass man, wenn man angegriffen wird, seinen Gegner ins Herz schließen solle... Dies wäre allerdings bereits die transformierte Ebene der ursprünglichen Aggression...



    Ganz lieber Gruß -
    schwertfee :herz:

    "You have to go beyond your ears. Listen with your eyes."


    7 Mal editiert, zuletzt von schwertfee ()

  • Auf der anderen Seite jedoch eine Stufe weiterführend und auch sehr schön und denkenswert sind in diesem Zusammenhang die Worte von Mohirei Ueshiba, dem Begründer des Aikido, welcher seinerzeit sagte, dass man, wenn man angegriffen wird, seinen Gegner ins Herz schließen solle... Dies wäre allerdings bereits die transformierte Ebene der ursprünglichen Aggression...


    Da finde ich mich schon seit Kindheit wieder. Ich kann garnicht auf direkte Aggresion reagieren, da ich überhaupt kein Gefühl der Aggresion habe.
    Das sehe ich mitlerweile manchmal als Manko an (ich bin da Zwiespältig, weil ich denke manchmal dazwischenhauen hilft auch / dann denke ich man muss nicht alles können) , aber wohin hat es mich geführt?? Ich bin körperlich auch nie direkt angegriffen worden!! Ich kann aber auch schlecht aus dem Affekt angreifen. Wenn ich Kampfsport machen würde müsste ich das Üben.
    Ich hatte Phasen wo ich mich nicht geschützt gefühlt habe .ja ...aber die hat jeder. Wenn ich recht darüber nachdenke fühlte ich mich von der Liebe geschützt und von meinem unerschütterlichen Glaube daran. Das hat sich in den letzten Jahren (meine dunklen) etwas geändert, Darum zweifele ich wohl daran manchmal. Das gilt es für mich wieder zu finden und nicht aggressiver zu werden :heart: .
    Ein Gedanke vom Besucher :herz:

    Jeder Tag ist ein Geschenk,
    nur sind Einige einfach scheiße verpackt.

  • Hallo lieber Besucher,


    dann übe dich im Aikido, sofern gesundheitlich möglich (bei Knie-Arthrosen Dritten Grades wäre ich jedoch vorsichtig) das verbindet deinen Wunsch nach Tatkräftigkeit als auch das "In-der-Mitte-Stehen" mit dem gleichzeitigen Gefühl der Gewaltlosigkeit und Friedfertigkeit...
    Hier nimmst du die Energie des möglichen Gegners bei tatsächlichen körperlichen Attacken auf, um sie anschließend ins Leere laufen zu lassen...Der Gegner wird praktisch durch die ihm eigene mitgebrachte Energie kampfunfähig gemacht...Manchmal reicht dazu nur eine kleine Drehung aus dem Handgelenk heraus...


    Nur Liebe im Herzen zu haben ohne dabei zu agieren, hilft bei einem echten Angriff, z. B. durch ein Messer nämlich dann nicht weiter und man ist schneller Opfer als man denkt...
    Es gibt sehr einfache und effektive Techniken, mit denen man sich bereits schützen kann (habe lange Jahre Ju-Jutsu und auch einige Jahre Aikido gemacht mit derzeitiger erzwungener Pause...)


    Obendrein wird man fit wie ein Turnschuh...bringt den eigenen Geist zur Ruhe und harmonisiert das ganze Wesen einschließlich der Atmung...
    Hat sehr viel auch mit Energiearbeit, Konzentration und das Ki-Spüren zu tun...


    Und noch was: Kampfsport bzw. auch -kunst wie das Aikido ist das genaue Gegenteil von Affekthandlungen... und macht obendrein innerhalb einer Gruppe mit anderen sehr viel Spaß...



    Beste Grüße -
    schwertfee :aikido:

    "You have to go beyond your ears. Listen with your eyes."


    11 Mal editiert, zuletzt von schwertfee ()

  • solange Aggression und Wut - bewusst und unbewusst - nicht erlaubt und möglich sind,



    Aggression muss ja nicht gleich "Wut" bedeuten.


    Es ist schonmal grundsätzlich die "Aktivität" (im Gegensatz zur Passivität).


    Was sollte überhaupt als "Angriff" gewertet werden? Es ist eine Betrachtungsweise, und jede Energie kann irgendwie genutzt werden.


    Also müsste man hier fragen, welche Art "Schutz" ist überhaupt gemeint ?

  • Hallo liebe Regina,

    Was sollte überhaupt als "Angriff" gewertet werden?

    körperliche Angriffe sind für mich definitiv Angriffe und dagegen kann man sich schützen lernen wie z. B. durch das Erlerenen einer Kampfkunst... aber auch verbale, die oft noch viel verletzender sind, was als psychische Gewalt bezeichnet werden kann wie auch Nichtbeachtung, Liebesentzug als Strafe usw... vor allem für Kinder... und die können sich oft noch nicht schützen...


    Welch ungügnstiges Wort brennt so manchem oft jahrelang im Herzen und gibt jedesmal einen Stich in ähnlichen Situationen...
    Deshalb sollten wir immer unsere Worte mit Bedacht wählen, denn man weiß ja, aus Worten werden Taten und Handlungen... und diese formen dann das Wesen...


    Bekommt ein Mensch z. B. ständig gesagt, was er alles nicht kann, werden diese ihm "aufgezwungenen Eigenschaften" irgendwann zu seiner Wahrheit... ( z. B. geschlagene Kinder werden aggressiv und geben diese Aggression dann weiter, dabei sind aggressive Kinder im Grunde traurige, nicht verstandene Kinder - kein Mensch kommt schließlich bereits als Wesen auf die Welt, das aggressiv andere schädigen will, nein, man wird dazu gemacht. Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um die notwendige Aggression zum Selbsterhalt!) Das ist eine Aggression, die viel mehr Schaden anrichten kann, als man denkt... Wir alle haben da unsere inneren Wunden...


    Deshalb geht's auch darum diese Wunden und ursrünglichen Verletzungen bewusst zu machen, diese aufzudecken und zu erkennen, dass dies eben nicht unsere wirklichen Wahrheiten sind, sondern immer nur im Wechselspiel mit anderen entstanden...
    In einer Therapie z. B. bei bereits entstanden psychischen Störungen wie z. B. Angststörungen, Zwangsstörungen wie eine Agoraphobie oder Sozialphobie können diese Muster durchbrochen werden...Oft, wenn nicht meistens haben diese ihre Ursache in kindlichen Neurosen oder auch traumatischen Geschehen. Das kann so weit gehen, dass z. B. wie bei dssoziativen Störungen körperliche Symptome auftreten, weil die eigentliche Aggression auf die körperliche Ebene verschoben wurde bis hin zur dissoziativen Amnesie (= Gedächntnisverlust), oder auch das Auftreten evtl. späterer endogener depressiver Störungen...


    Es geht also darum, den Selbswert schon bei Kindern zu stärken, indem bereits diese "Nein" sagen lernen (Aggression) um dadurch Schutz aufzubauen...
    Denn irgendwann liegt auch jede noch so große Resilienz am Boden...



    P. S: ...obwohl meiner Erfahrung nach gerade jene Kinder, die viel erlebt haben und mitmachen mussten, wahre Diamanten von ihrer Seele her sind...


    P.S.: Oft äußert sich die Wut ja auch nicht aktiv und man kann sie dann nur in der Form auftetender Störungen sehen, sie tritt also nicht offensichtlich zutage sondern auf andere Weise, da jede Krankheit zugleich eine energetische Ursache hat...
    Da gilt's im Vorfeld die Reißleine zu ziehen, um die Dinge bewusst zu machen, damit erst gar keine Störungen entstehen können und somit wieder Schutz aufgebaut wird...
    Das ist nicht einfach, aber dennoch möglich und oft mit schmerzvollen Prozessen verbunden...damit Heilung möglich wird.



    Herzgruß -
    schwertfee :heart:

    "You have to go beyond your ears. Listen with your eyes."


    7 Mal editiert, zuletzt von schwertfee ()

  • Bekommt ein Mensch z. B. ständig gesagt, was er alles nicht kann, werden diese ihm "aufgezwungenen Eigenschaften" irgendwann zu seiner Wahrheit... ( z. B. geschlagene Kinder werden aggressiv und geben diese Aggression dann weiter, dabei sind aggressive Kinder im Grunde traurige, nicht verstandene Kinder

    Ich denke das es nicht unbedingt zu einer Wahrheit wird, wenn einem Kind immer wieder gesagt wird was es für ein Looser ist. Eher sehe ich das die Verkrampfung in der Seele und das dadurch Entstehende Geltungsbedürfnis einem hindert erfolgreich Klausuren oder Arbeiten erfolgreich abzugeben.
    Aggression entsteht nicht nur durch Schläge, sondern im Kontext des Umfeldes. Wenn Verbale Gewalt ständig im Umfeld normal ist, wo das Gesetz der Straße herrscht(wie in Gettos). Doch kann Gewalt auch ein Hilferuf sein, weil Nachlässigkeit von Erziehungsberechtigten an der Tagesordnung ist.
    Auch sehe ich die oft für Jugendliche fehlende Orientierung, welchen Platz sie als Person(Mensch) in unserer Gesellschaft haben. Auf einer Seite wird Verantwortung verlangt doch Selbstbestimmung und Wahlrecht fehlt Ihnen. Sehe ich als ein Dilemma an.

    Einmal editiert, zuletzt von Roti ()

  • Guten Tag Ihr lieben Menschen,


    Man kann sich nur schützen
    und man ist nur geschützt,
    wenn Aggression bewusst und unbewusst erlaubt ist.


    In meinem Kopf macht sich seit heute Morgen ein Wort breit: Leidenschaft (der link führt zu Tante Wiki)



    Dieses gehört für mich untrennbar zur Wut und zur Aggression.


    Wo bin ich leidenschaftlich so bei der Sache,
    dass ich Bomben werfen könnte … ?
    dass ich jemanden drücken könnte, bis er/sie kaum noch Luft bekommt … ?
    dass der Mensch ins Handeln gezwungen wird … ?



    :heart: Ja … zum bewusst werden und akzeptieren einer stark roten Kraft in mir, die der großen Verliebtheit :rosa: sehr, sehr ähnlich ist. :attacke::heart:


    :heart: Ja … zur Akzeptanz Deiner Leidenschaften. :heul::heart:


    :heart: Ja … zum blinden Fleck … wo auch immer er sich gerade aufhält. (ich werde Dich finden :gemein: )




    rote Herzliche Grüße
    Kerstin

    ... alles hat seine Zeit ...

  • Guten Morgen zusammen,


    Mein erster Beitrag hier und ich würde gerne Grenzen, Grenzen setzen und Grenzen überschreiten hinzufügen in die Diskussion.


    Denn wann ist das Grenzen überschreiten so extrem das man es als Angriff bewertet?


    Und Schutz, ist das nicht Grenzen setzen?


    Liebe Grüße


    Andrea

  • Guten Morgen zusammen,


    meiner persönlichen Meinung nach sind die Beiträge 3-7 offtopic und verwässern sofort wieder die Klarheit und Stimmigkeit der Botschaft als solcher.


    Davon abgesehen, dass man sich jetzt fragen könnte, warum das so schnell in so einem Thread passiert:


    Einfach mal die Info stehen und wirken lassen - ohne sie sofort zu diskutieren und zu analysieren- könnte reichen. Und dazu beitragen, dass sie wirkt. ;)


    Deshalb nochmal:


    Zitat von »Infos Trancereise«


    Man kann sich nur schützen
    und man ist nur geschützt,
    wenn Aggression bewusst und unbewusst erlaubt ist.


    In diesem Zusammenhang gilt auch der Umkehrschluss!


    Zitat von »Infos Trancereise«


    Ist der eigenen Schutz nicht oder viel zu schwach vorhanden, ist die Ursache dafür, dass Aggression und Wut - aus welchem Grund auch immer - verboten und tabuisiert sind.


    Man kann dann als BegleiterIn am Schutz arbeiten, solange man will:
    solange Aggression und Wut - bewusst und unbewusst - nicht erlaubt und möglich sind, kann es keinen funktionierenden Schutz geben!


    :winke:

  • Einfach mal die Info stehen und wirken lassen - ohne sie sofort zu diskutieren und zu analysieren- könnte reichen. Und dazu beitragen, dass sie wirkt. ;)

    Mag für dich stimmig sein, für den ein oder anderen nicht. Jedem das seine. Mir hört sich der Text von atvaita sehr Schulphsycholgisch an. Und was ich da noch anders sehe ist die fehlende Sicht des Individuellen. Auch sehe der beste Schutz ist die Reibungen in mir aufzulösen und so wird auch der Gewalt an mir verpuffen. Sich abzugrenzen oder zu schützen allein hilft nicht. Wenn die Themen die damit verbunden sind nicht geheilt werden.

  • Sich abzugrenzen oder zu schützen allein hilft nicht. Wenn die Themen die damit verbunden sind nicht geheilt werden.


    Das zugrunde liegende Thema bei "mangelndem Schutz" ist "unerlaubte/tabuisierte Aggression" - genau das hat Advaita hier sehr klar bekommen und benannt.
    Und das Thema "tabuisierte Aggression" lässt sich nicht bearbeiten, indem man erstmal drüber diskutiert, was denn nun Aggression ist und ob die überhaupt sein darf oder besser "verpuffen" oder "aufgelöst" werden sollte. Das ist eine Ablenkung von der dahinter stehenden Energie - die Kerstin wunderbar beschreibt- und damit - auch durch die Versachlichung- eine Verstärkung desTabus.
    Gruß,
    Adlerin

  • Wut und Aggression ist doch ein Schutz der Seele und kommt nicht bewußt, eher aus dem Unbewußten. Es sind Energien die sich aufgestaut haben, und Explosiv kommen. Und da sehe wenig Tabus und Verbote, eher fehlendes Wissen über die zusammenhänge von Wut, Zorn und Aggressionen vorhanden sind. Auch sind alle Betroffene überfordert in solch einer Situation.


    Das zu meiner Sicht: Wo ich mich darauf beziehe.

    Zitat von »Infos Trancereise«


    Man kann sich nur schützen
    und man ist nur geschützt,
    wenn Aggression bewusst und unbewusst erlaubt ist.


    Da kann ich auch sehen erst wenn mir Bewußt ist was Aggressionen ist und welche Ursache dies hat, kann ich...... Hat in meinen Augen mit Tabus nichts gemein. Gerade bei solchen Reisen und Trance Botschaften sind oft die eigenen Gedankenmuster und Glaubensansätze mit in der Botschaft und fern von jeglicher Neutralität.


    [team]Edit Shalea
    @Roti:
    Zitate als solche kenntlich gemacht.
    Bitte benutze zum Zitieren die Zitieren - Funktion.
    Hier findest du eine gute Anleitung und in diesem Thema kannst du üben.
    Gruß Shalea
     [/team]

    4 Mal editiert, zuletzt von Roti ()

  • Beitrag von Besucher ()

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  • Hallo Rainer,

    Wut und Aggression ist doch ein Schutz der Seele

    Nein, das sind sie nicht. Es sind Gefühle und Energien, die zur Ganzheit eines Menschen genauso dazu gehören wie Freude, Liebe oder Dankbarkeit.
    Ein Mensch, der über gar nichts mehr wütend werden kann, ist nicht gesund. Genauso wenig wie einer, der in Wut und Aggression untergeht oder von ihnen bestimmt wird.

    Gerade bei solchen Reisen und Trance Botschaften sind oft die eigenen Gedankenmuster und Glaubensansätze mit in der Botschaft und fern von jeglicher Neutralität.

    Auch das stimmt nur zum Teil. Gerade in Trancezuständen kann man Kontakt zu Räumen der Seele bekommen, die dem Wachzustand nicht offen sind. Und gerade da kann das, was fehlt, erkannt, erlebt und integriert werden.
    Heilung geschieht ja, indem man Dinge annimmt und auch Teil von sich sein lässt - nicht, indem man sie "auflöst".
    Und ehrlich gesagt: In Trance einen Wutanfall zu erleben ist wesentlich ungefährlicher, als im Straßenverkehr von Menschen umgeben zu sein, die im Alltag ihre Wut unterdrücken. ;)
    Gefühle lassen sich nicht integrieren, ohne sie zu erleben. Und sich geschützt zu fühlen, ohne zu wissen, dass man das Recht hat, für seineen Schutz einzutreten, das geht halt auch nicht.
    Und zu lernen, sich zu schützen, ohne wütend und/oder traurig über die (möglicherweise vielen) Male zu sein, wo man ungeschützt war, das funzt gleichfalls nicht.
    Und dieses Erleben dier Gefühle in einem sicheren Raum, in dem einem auch mit und in der Wut und Aggression nichts Schlimmes passiert und in dem auch durch die Wut und Aggression bei sich und anderen keuin Schaden entsteht - dafür sind Trancereise eine wunderbare Möglichkeit.
    Grüße,
    Adlerin

  • Liebe Adlerin,


    Das Recht auf Schutz.


    Eine Seele, die schon früh im Leben die Erfahrung macht, dass der einzige Mensch, der ihm diesen Schutz überhaupt zukommen lassen kann, ihm diesen (überlebenswichtigen) versagt, wird sich nur kaum erlauben, Wut und Aggression zuzulassen, aus grosser Angst, jede zukünftige Aussicht darauf auch noch zu "verspielen". Ein Mensch ohne das Gefühl ein Geburtsrecht auf Schutz zu haben, für den sind Aggression und Wut hoch gefährliche Gefühle. Denn was diese beiden Gefühle beim Gegenüber auslösen wird auch schnell "verstanden". Der Betroffene lernt schnell, gehe nicht ins tiefe Wasser, wenn du nicht schwimmen kannst. Lasse niemals deine Wut heraus, wenn du vor dem Echo ungeschützt bist.....so ist deine Schlussfolgerung sehr treffend. Wenn ich mich nicht mehr in der Lage fühle, Angreifer abzuwehren, ist Schutzaufbau ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann. Oft erfahre ich, dass, wenn ich versuche Schutz aufzubauen, mir schnell klar gemacht wird, dass dies allein schon eine Agression gegen den anderen darstellt, die UNRECHT ist. So werden Schutz , Aggression und Wut EINS und sind insgesamt nicht erlaubt.



    Ich kann es grad nicht besser ausdrücken, so ganz zufrieden bin ich nicht, vielleicht kommt es noch etwas klarer...später....



    Gruss
    Violetta

  • Nein, das sind sie nicht. Es sind Gefühle und Energien, die zur Ganzheit eines Menschen genauso dazu gehören wie Freude, Liebe oder Dankbarkeit.
    Ein Mensch, der über gar nichts mehr wütend werden kann, ist nicht gesund. Genauso wenig wie einer, der in Wut und Aggression untergeht oder von ihnen bestimmt wird.


    Wut ist ein Kontrollverlust über seine Gefühlswelt und auch über die Emotionale Ebene. Ich denke auch es gibt zwei Arten die sich Wut und Zorn nennen. Auch ist für mich Liebe kein Gefühl, sondern eine Geistige Kraft. Ich gebe dir recht das jeder seine Gefühle ausleben sollte. Doch wenn du erlebst hast wenn die Wut zu einem Selbstläufer wird, das davon gesprochen wird das derjenige Rot sieht, sieht die Sache ganz anders aus. Wenn erst aus dem sogenannten Trance zustand die Erwachen kommt und Dankbar ist das keiner zu Schaden gekommen ist. Und da stellt sich die Frage was einem Bewegt hat in solch einer Situation zu geraten. Es sind Ungelöste Problematiken die einen dazu führen. Es ist ein Zeichen der Seele um inne zuhalten, um auch über sein eigenes Tun und handeln zu befragen.

    Auch das stimmt nur zum Teil. Gerade in Trancezuständen kann man Kontakt zu Räumen der Seele bekommen, die dem Wachzustand nicht offen sind. Und gerade da kann das, was fehlt, erkannt, erlebt und integriert werden.

    Kommt auf der Intention an, wie und worauf die Reise(Trancezustand) hervorgerufen wird. Darauf wo jemand achtet kommt auch auf einem zu, nach dem Gesetz der Anziehungskraft. Selbst die Gedankenmuster in einem ziehen Helfer aus den Welten(Jenseits oder Geister) an, die die gleichen Gedankenmuster an sich tragen. Die Informationen sind ja auch für einem selbst da. Da unterscheiden sich die Einstellungen und Vorstellungen von uns beiden. Und was ich auch als ok sehe. Jedem nach seinen Erfahrungen und Erkenntnissen.

    Einmal editiert, zuletzt von Roti ()

  • Nochmal hallo Rainer

    Wut ist ein Kontrollverlust über seine Gefühlswelt und auch über die Emotionale Ebene.

    Das ist nur im Extremfall so, wenn Wut und Aggression vorher sehr lange unterdrückt wurden, nicht da sein durften, tabuisiert wurden- dann passieren diese Ausraster. Normale Wut ist situationsbezogen und schnell wieder weg.

    Auch ist für mich Liebe kein Gefühl, sondern eine Geistige Kraft

    Das sind doch nur Benennungsunterschiede. *achselzuck*


    Doch wenn du erlebst hast wenn die Wut zu einem Selbstläufer wird, das davon gesprochen wird das derjenige Rot sieht, sieht die Sache ganz anders aus.

    Rainer, ich habe das erlebt. Mehrfach - mit zum Teil sehr schmerzhaften Folgen. Und gerade das bringt mich dazu, dafür zu sein, Wut einen Platz zu geben, bevor sie schädlich wird. Dein Beispiel ist im Grunde die perfekte Bestätigung für das, was Advaita gesagt bekommen hat.

    Wenn erst aus dem sogenannten Trance zustand die Erwachen kommt und Dankbar ist das keiner zu Schaden gekommen ist. Und da stellt sich die Frage was einem Bewegt hat in solch einer Situation zu geraten.

    Das ist doch keine Trance wie auf einer Trancereise. Was denkst Du Dir denn da zusammen? *lacht*
    Wenn einer vor Wut nicht mehr weiß, was er sagt und tut und dann Dinge tut, die er ohne Adrenalinstoß im Leben nicht täte oder sagen würde und für die er sich schämt oder sogar im Knast landet, weil es Körperverletzung oder Totschlag im Affekt ist - das ist doch keine Trance.
    Natürlich ist dann wichtig zu schauen, wie es dazu kam und auch konsequent zu handeln.
    Aber wenn ein Mensch in Trancereisen seiner Wut und den Auslösern begegnet, sie dort erlebt und klärt, ist die Gefahr, im bewussten Zustand jemanden zu verletzen, wesentlich geringer. Einer, der die eigene Wut kennt und nicht unterdrückt, explodiert nicht unkontrolliert. Und er entwickelt auch seltener Entzündungen, Krebs oder Autoimmunkrankheiten (so von wegen nach innen gerichtete unterdrückte Wut).

    Es sind Ungelöste Problematiken die einen dazu führen

    Ja. Und Trancereisen, gerade auch in Begleitung, sind ein super Werkzeug, genau diese Problematiken aufzudecken, zu erkennen, die Gefühle zu erleben, neue Lösungen zu testen und dann mit umsetzbaren Lösungen in den Alltag zurückzukehren und die Situation anders anzugehen. Eben nicht wieder Wut zu schlucken bis zum nächsten Ausraster - oder bis zur nächsten Krankheit.


    Und für die, die sich nicht schützen können oder glauben, das nicht zu dürfen (wie Violetta oben schrieb) ist das Erlauben aggressiver Gedanken und Handlungen ohne sofortige Umsetzung nach außen oft der erste Start zum Selbstschutz.
    Wenn jemand meint, sich nicht schützen zu dürfen, dann hilft schon mal, wütend sein zu dürfen, auf die, die nicht geschützt haben. Und dann hilft es auch mal, in einem geschützten Rahmen genau diese Wut mal rauszubrüllen und den Nicht-Schützenden mal (im Schutzraum nicht in der äußeren Realität) zu sagen, wie sich das anfühlt und was das macht. Und das Erlebnis, dass man davon nicht tot umfällt, wenn man das macht, kann dazu führen, dass man weniger wütend ist - auch im außen. Aber sich einzureden, man sei nicht wütend oder dürfe nicht wütend sein, macht krank.
    Das heißt nun nicht, für den Rest des eigenen Lebens wütend sein zu müssen und als "Rächer der Enterbten" durch die Lande zu reiten. Aber Wut ist okay und kann in lebensnotwendigen Eigenschutz führen.
    Die Begleiter in der Trance (bzw. die Bilder, die die Seele benutzt, um zu kommunizieren), weisen einem dann schon die Schritte und das Tempo.
    Fast immer kommt es dann irgendwann zu einem Verstehen, Integrieren und Aussöhnen - und zur Veränderung des eigenen Verhaltens.
    Aber das ist nicht der Anfang des Prozesses. Der Anfang ist die Erlaubnis zur eigebnen Wut.
    Und über Verzeihen und Verstehen und Frieden damit machen kann man reden, wenn der Schutz steht und in jeder notwendigen Situation erfolgen kann. Aber erst dann. Vorher ist es noch Tabuisierung dessen, was war und wie sich das anfühlt.


    Gruß,
    Adlerin

  • Für viele sind die ersten Erfahrungen mit Wut und Aggression "erschreckend" .


    Erschrocken über die mächtigen Gefühle, die den Puls hoch jagen, das Herz im Hals schlagen lassen, weiche Knie und auch bewegungsunfähig machen können, zeigen die eigene Ohnmacht im Zustand dieser Gefühle, wenn sie stark auftreten. Wird bei einem Kind Wut wahrgenommen, geben sich alle Beteiligten die grösste Mühe, diese schnellstens wieder abzubauen. Beruhigen, verbieten, drohen, sich Sorgen machen....bemitleiden, nicht eine dieser Emotionen bietet die Gelegenheit eine Berechtigung seiner Wut zu empfinden. Fazit Schutz und Vertrauen bedingen sich. Wer als Kind keinen Schutz erfährt, verliert das Urvertrauen und damit seine grösste Kraft. So scheint es fast aussichtslos, oder zumindest über Gebühr langwierig, es woanders zu probieren, als in einem geschützten Raum. Denn auch das kostet grosse Überwindung, da man zumindest dem Begleiter (wenn man es wie ich nicht allein kann) grosses Vertrauen (Vorschuss) entgegen bringen muss.


    Allein schon die Erfahrung (danach), dass das eigene Vertrauen nicht ausgenutzt wurde, heilt ein grosses Stück und öffnet für mehr Mut.

  • :denk: eigentlich ist aggression ein lebensprinzip .
    ein zerstörungsprinzip
    ...ein überlebensprinzip


    keine vermehrung, keine erhaltung und kein neues leben ohne vorhergegangene aggression .


    BIOLOGIE


    spannend , dass in manchen kulturen dieses zerstörungsprinzip verehrt wird.
    im hinduismus z.b. durch KALI verkörpert .


    :denk: spannend auch, dass die christliche religion unserer kultur so aggressiv missionarisch unterwegs war.
    dabei wird aggression doch bestenfalls dem teufel zugestanden - und dieser muss ja bekämpft werden.
    ....ahjaaa...doch, das *böse* darf generell bekämpft werden.
    verdrehte sache irgendwie.
    hat das tabu der aggression in unserer religion seine wurzeln ?


    ...naja, ein kleiner gedanklicher ausflug.


    fiel mir grad so ein :winke: toshka

    * remember to walk in beauty *