Homöopathika sollten frei sein

    • Homöopathika sollten frei sein

      Hallo Zusammen,

      ich frage mich sehr oft, wieso Homöopathika eigentlich nur in Apotheken verkauft werden dürfen.
      Meiner Meinung nach sollten diese überall erhältlich sein.

      Was sagt Ihr dazu? Gibt es da Bewegungen, die das zu ändern versuchen? Gibt es Petitionen oder dergleichen?

      Gruß
    • Hallo NairdaK

      Ich muss zugeben, dass ich mir bisher darüber noch keine Gedanken gemacht habe.
      Aber da bei Homöopathie (was Potenzen und vor allem das Potenzieren selbst betrifft) große Qualitätsunterschiede sein können, hoffe ich auf mehr Qualität in der Apotheke, da diese einen gewissen Standard erfüllen müssen.

      Man könnte sich die Mittel ja auch selbst herstellen, aber das ist für den Hausgebrauch ziemlich arbeitsaufwendig.

      Liebe Grüße
      Simurgh
      "Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen".
      Platon
    • Hi;

      naja; was die Qualitätsunterschiede angeht, denke ich nicht, dass man sich dann mehr sorgen machen müsste, als jetzt auch.
      Es gibt festgelgte Standards, und wenn diese nicht eingehalten werden, dann darf ein Hersteller eben sein Produkt nicht unter dem Label "Homöopathikum" vertreiben.
      Das ließe sich lösen.

      Ich finde es halt irgendwie schade, dass die Apotheken da so ein Vertriebsmonopol haben, welches meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist.
    • Hallo Nairdak

      NairdaK schrieb:

      ich frage mich sehr oft, wieso Homöopathika eigentlich nur in Apotheken verkauft werden dürfen.
      Meiner Meinung nach sollten diese überall erhältlich sein.
      nun, das liegt daran, dass aufgrund der hiesigen Gesetzeslage jedes Homöopathikum als erstes mal eine Registrierungsnummer haben muss:

      bfarm.de/DE/Arzneimittel/zul/_node.html

      gesetze-im-internet.de/amg_1976/__39.html

      Dies sichert erstens die Zusicherung der Qualität, der Herkunft sowie auch der Verarbeitungsweise.
      Ich für meinen Teil möchte durchaus nachvollziehen können, wo das Mittel herstammt und würde niemals ein Mittel verordnen, das obigen Qualitätsstandards nicht entspricht, da ich als hoffentlich künfitge HP ja auch für meinen Patienten hafte mit allen daraus hervorgehenden Konsequenzen. Und auch als Privatperson schätze ich die Zusicherung der Standards eines Mittels.

      Außerdem fallen einige Homöopathika unter das Betäubungsmittelgesetz des deutschen Arzneimittelgesetzes:

      Es besteht eine Verschreibungsplicht bei homöopathischen Medikamtenen, die eine verschreibungspflichtige Substanz enthalten. Das heißt, diese dürfen nur von Ärzten verordnet werden und verschreibungspflichtige Medis sind bei uns nur über die Apotheke per Rezept erhältlich. Was durchaus Sinn macht.

      Ausnahmen hiervon sind Opium ab der D 6, sowie Papaver somniferum (Schlafmohn) ab D 4, die apothekenplfichtig sind.

      Darüberhinaus dürfen Homöopathika ausschließlich von Ärzten bzw. Heilpraktikern an andere verschrieben werden, mit den Ausnahmen für Heilpraktiker was die Verschreibung anbelangt, siehe oben.

      Denn: Wer die Heilkunde in Deutschland ausübt (dazu gehört auch die Verordnung von Homöopathika) ohne als Arzt dafür bestallt zu sein, braucht dafür die Erlaubnis.
      Und wer die Heilkunde ausüben will ohne eben als Arzt bestallt zu sein, erhält die Erlaubnis nach den Durchführungsbestimmungen des deutschen Heilpraktikergesetzes und führt die Berufsbezeichnung Heilpraktiker.

      Und wer außerhalb dieser Regelung die Heilkunde ausübt, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe bestraft. Darunter fällt ganz streng gesehen, sogar die Behandlung eigener Familienmitgleider innerhalb der family.
      Ebenso machen sich Apotheker bei Abgabe von Medis strafbar, die den obigen Regelungen nicht entsprechen.

      Herzgruß -
      schwertfee :aikido:
      "Everything in creation is covered by Heaven and supported by Earth" (Inner Classic of TCM)

      Simplify the points. Don't forget the Ghost Points.

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von schwertfee ()

    • Hallo,

      abgesehen von den Argumenten von schwertfee,
      gehe ich davon aus, dass auch ein wenig durch die räumliche Nähe zu den Medikamenten der Apotheke etwas gezeigt werden soll:
      D.h. dass Homoöpathie ursprünglich nicht als etwas gedacht ist, was schnell auf Hinweis von jemanden gekauft und in den Körper eingeworfen wird
      (obwohl ich mich auch schon - sogar hier im Forum - inspirieren ließ)
      sondern einer Verschreibung eine genaue Befragung in Form eines Gespräches und von Fragen vorausgeht.
      Und falls dies tatsächlich nichts helfen sollte, wird die Möglichkeit medizinischer Lösungen durch den Gang zur Apotheke in Erinnerung gerufen,
      ob dies dann immer zur besten Lösung führt, ist eine andere Frage.

      Der Vorteil deines Vorschlages wäre, dass diese Nähe zur universitären Medizin durch den Verkauf in Apotheken
      gerade von Homöopahtiegegnern oft bemängelt wird,
      und sich somit durch einen Verkauf an anderen Orten eine Distanzierung ergäbe.

      Christoph

      Bewusstheit schafft Heilung


      "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
      Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)
    • Hallo,

      ich stimme der Einstellung von schwertfee und c light zu.
      Ich lebe im Grenzbereich zur niederländischen Grenze, dort, wie auch in einigen anderen Ländern kann man Homöopathica in den niedrigen Potenzen durchaus im gut sortierten Supermarkt kaufen.

      Dies sind allerdings auch Länder in denen es den Berufsstand des Heilpraktikers nicht gibt.
      Ich kenne einige, die mir erzählen sie hätten dieses oder jenes Mittel auprobiert, weil sie gehört hätten das....
      "Ich hab mir das in Venlo (niederländische Stadt inder Nähe) von "den zwei Brüdern" (Supermarktkette) mitgebracht, aber das hat nichts bewirkt.

      Höre ich mir die Beschreibung der Symptome an... kommen zu den Ausgangssymptomen noch die sogenannten "Arzneimittelsymptome" hinzu und das bedeutet Zeit, Geld und Arbeit zu sortieren um das richtige Mittel zu finden.
      Es wird bei Homöopathica oft vergessen das es sich um Arzneien handeln und nicht um Calciumtabletten von aldi (die auch mehr Schaden als Nutzen).
      Der Qualitätsstandart ist übrigens der gleiche wie hier, da es die gleichen Firmen sind und viel aus den Niederlanden und Belgien nach hier importiert wird.
      Auch in Österreich und der Schweiz gelten die gleichen Standarts.

      Es hat für mich also durchaus seine Berechtigung diese Mittel nur zusammen mit kompetenter Beratung, wie in Apotheken gegeben, zu verkaufen.
      Alles andere würde aus der Homöopathie eine "Supermarktmedizin" machen und ist ihrer unwürdig.

      Soweit aus meiner Warte und von Supermaktkäufen geprägten Sicht,

      liebe Grüße

      Arthemesia
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Hi!

      Jou, Schwertfee hats eigentlich schon gesagt, aber ganz kurz:
      Für jemanden das richtige Arznei(!)mittel finden kann durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen, und der "Geist" eines solchen Mittels ist nicht zu unterschätzen - der rumst, wenn richtig angesetzt. Von daher möchte ich einen gesicherten Qualitätsstandard und kompetente Leute, die einem das richtige Mittel suchen. Was ja nicht der homöopathischen Hausapotheke entgegenspricht.^^

      Gruß,
      Road Man
    • Simurgh schrieb:

      Man könnte sich die Mittel ja auch selbst herstellen, aber das ist für den Hausgebrauch ziemlich arbeitsaufwendig.

      Das ist überhaupt das Beste! Ich habe das früher mal eine zeitlang gemacht, das hat viel Zeit gekostet, stimmt. Aber es hat auch „Gewinn“ gebracht, nicht weil es vielleicht billiger war, man fängt einfach an zu verstehen, wenn man die Dinge „in die Hand nimmt“.

      Und wenn man sich damit ausgiebig befasst, dann wächst auch der Respekt, der vor den Mitteln an sich und der vor den Menschen, die sich beruflich damit befassen. Ich finde es gut, dass homöopathische Mittel an Apotheken gebunden sind, denn spätestens, wenn man sich vertan hat und alles schlimmer wird, schlägt man doch sowieso dort oder beim Arzt auf. Da kann einem keine Supermarktverkäuferin mehr helfen.
      Gabriele
    • so verkehrt ist es gar nicht, wenn es einem möglich ist Homöopathische Mittel (Heilmittel) selbst herzustellen. Es gibt einen Einblick welche Arbeit darin steckt.

      jedoch.... dieses "gerumse, gebumse, gehaue" von irgend welchen "Geistern" sei es nun Pflanzen oder sonstiges, ist sektiererisch.

      Road Man schrieb:

      Für jemanden das richtige Arznei(!)mittel finden kann durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen, und der "Geist" eines solchen Mittels ist nicht zu unterschätzen - der rumst, wenn richtig angesetzt.


      Angstmacherei hat damit sehr zu tun.

      Ich arbeite nun schon viele Jahre mit Pflanzen, und kann sagen, das Pflanzen nicht herum "rumsen", sondern sehr subtil arbeiten.

      Pflanzen haben eine Wirkung, oder auch keine. Sie retten leben können aber auch tödlich sein. Das hat jedoch nichts mit dem Pflanzen"geist" zu tun, sondern mit den Wirkstoffen/Inhaltsstoffen und der Dosierung.

      Wir (und ich nehme mich da mal nicht aus, obwohl ich es sehr gern mache) suchen kaum noch unsere Kräuter und Heilpflanzen, weil es Arbeitsintensiv ist und durchaus auch nicht ganz ungefährlich, sowohl für einen selbst, als auch für andere. Unbekannte Pflanzen, oder Verwechselungen von gleichen oder ähnlichen Pflanzen. (Doldenblütler, Bärlauch/Maiglöckchen z.b.) Das "Heilkraut" wird gekauft, und- oder im Garten eingepflanzt.

      Selbstverständlich können Pflanzen "angereist" werden, und da könnte MAN die Erfahrung machen, das die Pflanzen das gar nicht so witzig finden. Die Pflanze wird angereist, ohne das MAN eine "Einladung" bekommen hat. Oder möchte hier jemand ständig von irgend jemand angereist werden? Die Pflanzen zu beobachten, sie zu suchen, sich Gedanken machen für was die Pflanze gebraucht wird, wehrend man sucht, ist meiner Meinung nach vernünftiger. (aber auch das ist jetzt nur eine Persönlichen Meinung)

      Natürlich ist der "Geist" der Pflanze nicht zu unterschätzen, jedoch haben meiner Meinung nach die Pflanzengeister sehr viel Humor. (ich nehme doch an, das ein Baum auch zu den Pflanzen zählt) und ich habe mit einer Eiche eine höchst interessante Erfahrung gemacht, bei der die Eiche mich ganz schön hat alt aussehen lassen. und sie hat sich königlich amüsiert. Und das obwohl ich mit einer Bohrmaschine auf den Baum los ging. (Seid dem hüte ich mich davor einfach einen Baum zu umarmen, weil ich ja Energie brauche und der Baum sie ja so ohne weiteres gibt. Nein tut er nämlich auch nicht.)

      Also bitte nicht immer erzählen, das irgend ein "Geistwesen" es rumsen lässt..... wird mit Respekt auch auf Pflanzen zugegangen, gibt es Unterricht. Mit Humor der vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Aber wer sagt, das unser Humor bei den anderen gut ankommt?

      gruß
      manchmal wünsche ich mir die Gelassenheit eines Stuhles
      den der muss auch mit jedem Arsch klar kommen


      Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, ich habe noch mehr davon
    • Stachelturm schrieb:

      Und das obwohl ich mit einer Bohrmaschine auf den Baum los ging.
      Meine Vorstellungskraft produziert da gerade so ein Bild, wie Du Bohrmaschinen-schwingend auf eine Eiche zuläufst und ich muß grinsen :D (über die Vorstellung, nicht über Dich) Entschuldige, aber wozu bohrst Du einen Baum an? Mal ganz ehrlich, wenn auf mich jemand mit einer Bohrmaschine losginge und ich könnte, weil verwurzelt, nicht weg... - ähm, ich wäre auch nicht sehr erfreut, glaub ich. Oder fehlt da bloß ein "nicht" - was bei der Aussage einen entscheidenden Unterschied machen würde.
      Ansonsten gibt es wohl unterschiedlichen Meinungen über die Wirkungen von Wesen/Geistern/Spirits. Wäre vielleicht auch einen eigenen Faden wert?
      Gruß,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
    • Immer öfters greifen auch Schulmediziner nicht gleich zu der chemischen Hammerkeule, sondern versuchen erst mit einer
      alternativen Behandlungsweise zu wirken.
      Oder homöophatische Mittel werden begleitend zu einer Schulmedizinischen Behandlung eingesetzt.
      Ich halte die sinnvolle Kombination beider Heilungsmethoden für interessant und sehe sehr viel Entwicklungspotential darin.
      Allein um diesen Grundgedanken (Homöophatie kann auch Medizin sein) in den Köpfen der Menschen zu unterstützen,
      befürworte ich den Verkauf homöophatischer Mittel in Apotheken.

      Können homöophatische Mittel in Wechselwirkung mit Medikamenten der Schulmedizin treten ?
      Oder gibt es Substanzen , die die Wirksamkeit homöophatischer Mittel reduzieren bzw. einschränken?.
      Ist eine gemeinsame Einahme von homöophatischen Mitteln und Mitteln der Schulmedizin generell ohne Risiken ?
      Darf ich jedes homöophatische Mittel auch in der Schwangerschaft einnehmen?
      All diese Fragen hätte ich im Kopf, in der Hoffnung ein Apotheker kann mir diese Fragen beantworten.

      Ein freier Verkauf in Supermärkten könnte dazu führen, dass die Mittel nicht wirken, oder anders wirken als gewollt, einfach weil das Wissen fehlt, das richtige Mittel in der sinnvollen Dosierung zu kaufen .
      Dies könnte wiederum dazu führen, dass Aussagen kommen wie: Homöophatie wirkt ja gar nicht. Das ist doch alles Quatsch.
      Seh ich sehr kritisch sowas - das könnte sehr destruktiv auf den Ruf der Homöophatie wirken.
      Was gut gemeint wäre, könnte ins Gegenteil kippen.
      Grüße
      Lee Belle
      :abheben: okidoki