Ernährungsumstellung (oder nicht), Motivation - Erfahrungen - Argumente

  • @Skadi
    Ich habe mich nicht angegriffen gefühlt, und ich wollte dich auch nicht anpflaumen, also sorry, wenn ich unfreundlich rüber kam.
    Du kamst auch unfreundlich rüber, nicht gegen mich, sondern generell gegen Leute, die deine Meinung nicht teilen. Unabsichtlich, klar.
    Wie gesagt, ich erlebe das oft, auch bei vielen anderen Themen. Leute stellen ihre Meinung als Tatsache hin, indem sie die kleinen, aber so wichtigen Worte wie z.B. 'ich finde' auslassen, und sich auch den Luxus erlauben, ihre Meinung nicht zu begründen. So wird ein Konsens vorausgesetzt (und am Leben erhalten), der meist der grad populären Meinung entspricht und nicht hinterfragt wird. Ich halte das für unheilsam, drum hab ich die Gelegenheit genutzt. War nicht gegen dich persönlich. Peace! :)



    Jetzt muss ich noch was zu Ernährung schreiben, sonst ist das hier ganz OT und wird gelöscht... Argh :D



    Ich bin sehr beeindruckt von dem, was Sunny erzählt. Es hat bei mir sofort ein schlechtes Gewissen ausgelöst, weil ich so weit von der Lebensweise entfernt bin, nach der ich wirklich leben möchte.


    Ich hab die Tage nachgedacht...


    Es fängt damit an, dass ich mir keinen auch noch so kleinen Hof kaufen könnte.
    Wobei: "Dafür hab ich das Geld nicht" ist ein Argument, dass ich im Kleinen sehr oft zum Thema Bio-Essen höre, und es ist kein Aurgument, sondern einen Ausrede. In Wirklichkeit geht das viel einfacher und preiswerter, als die Leuts behaupten. Weniger kaufen, weniger wegwerfen. Zum Beispiel.
    Ich glaube wirklich, das ist auch mit großen Dingen so: Wenn ich dringend auf dem Land leben wollte, dann würde ich einen Weg finden.


    Aber, das hab ich festgestellt, ich will nicht auf dem Land leben. Ich will in der Stadt leben. Ich will lebenswerte Umwelt in der Stadt. Das wäre möglich, und es wird laaangsam auch verwirklicht. Hier in der Nähe, mitten in Mannheim, ham wir einen Imker, Urbanes Gärtnern gehört dazu, und es gibt noch viele andere Möglichkeiten.


    Dann habe ich festgestellt, dass ich auf Kokosöl, Kurkuma, Zimt und andere nichtheimische Lebensmittel nicht verzichten möchte. Ich fang grad an zu kochen (hab ich mein Leben lang vermieden) und tob mich mit selbsterfundenen Gemüsecurries aus.


    Ob meine Lebensmittel heimisch oder nicht sind, ist mir persönlich nicht wichtig. Bzw. es ist umgekehrt: die exotischen Gewürze erfreuen mich außerordentlich.


    ABER ich muss mich fragen, auf welchen Wegen sie hierher kommen. In Indien kann ich die Lebensmittel, die ich mag, auf dem Markt kaufen und im Korb, in Glasbehältern und in Papiertütchen heimtragen. Hier muss ich zu Alnatura, da kaufe ich kleine Plastiktütchen mit Gewürzen, die per drecksschleuderndem Schiff (vermute ich) über den Ozean hierhergetuckert wurden.


    Jo, ich hab selber großen Anteil an der zivilisatorischen Trance.


    Ich bin auch schon lange entsetzt über den Plastikmüll, der bei mir anfällt, seit ich nicht mehr größtenteils arbeitslos in Passau lebe. Dort hatte ich tagsüber viel Zeit und bin jede Woche zum Markt, wo regionale Bauern Biogemüse verkaufen, dass ich im Körbchen heimtrug. Ich hatte fast keinen Plastikmüll zu der Zeit.


    Hier&Jetzt: HORROR! Vor allem, seit ich in Mannheim mit Schnusel und vier Katzen zusammenlebe. Die werden hier nicht wie Sunnys Tiere artgerecht ernährt, sondern bekommen den grauenhaften Dosenfraß.


    Eher lächerlich, aber ich habe z.B. nachdem ich Sunnys Beitrag gelesen habe, unsere aktuelle Kartoffelration nicht bei Alnatura im Plastiknetz gekauft, sondern hier auf dem Wochenmarkt beim Stand mit dem wundervollen Schild "Glückliche Kartoffeln vom freilaufenden Bauern". In der Papiertüte, wobei ich darum explizit bitten musste. Und die waren fast doppelt so teuer wie die im Plastiknetz. Naja, da gehts um nen Eurofuffzisch, ich denk, das können wir uns leisten...



    Ich habe gemerkt, wie sehr ich, seit ich 2004 in Passau die Ergotherapieausbildung angefangen habe, immer mehr in die zivilisatorische Trance zurückgerutscht bin. Ich hatte, als ich die Ausbildung gemacht habe, keine Zeit mehr, auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Dann in München, wo ich erst bei meiner Mutter gewohnt habe, habe ich mich immer mehr wieder an die Normalität gewöhnt.


    Bei vielen Dingen habe ich auch keine Wahl. Ich habe noch nie Sojamilch in Glasflaschen gefunden.


    ABER


    bei andern Dingen habe ich eine Wahl. Ich kaufe konsequent Bio (mein Freund ist da bisschen weniger unnachgiebig), ob das nun Fake ist oder nicht. Ich halte wenig bis nichts vom Eurobio, dagegen vertraue ich Firmen wie Demeter nach wie vor.


    Und ich kaufe Eurobio, und ich kaufe in Bioläden, weil das die einzige Form der Demokratie ist, die wirklich funktioniert. Über den Konsum. Wenn McWürg den Veggie- und den Bioburger rausbringt, dann ist das ein Indiz dafür, dass sich was verändert. Deswegen geh ich nicht zu McWürg, und ich glaube auch nicht, dass die plötzlich umweltfreundlicher und nachhaltiger produzieren. Aber sie merken, dass wir - die Menschheit - langsam was merkt, und sie versuchen, drauf zu reagieren. Das freut mich!
    Ich freue mich auch über den Vegan-Trend. Es sind Indizien, dass sich was verändert.


    Naja, was die Wahl angeht: Klar hab ich eine Wahl. Ich kann auf Sojamilch verzichten, oder ich kann sie selber herstellen (gibt ja inzwischen auch regionale[re] Soja-Biobauern). Dazu müsste ich hier wegziehen und mein Leben so grundlegend verändern...


    Also lebe ich (und die Umwelt) damit, dass ich dazu hier&jetzt nicht bereit bin.
    Das ist nicht das Ende der Überlegungen. Wir, mein Freund und ich, sind nicht zufrieden mit dem Status Quo. Wir wollen uns und ihn verändern. Wir sprechen viel darüber, wie (und wo) wir leben wollen. Seit wir zusammen sind, hat sich schon viel verändert, wir misten aus, kaufen weniger Plastik als früher (ja wirklich, und trotzdem haben wir noch so viel Müll....), unsere Ernährung verändert sich immer mehr in Richtung bio und naturbelassen. Im Vergleich zu dem, was Sunny tut, ist das lächerlich. Und doch glaube ich an kleine, stetige, Schritte; je mehr, desto heilsamer. Das bekommt dann auch eine Eigendynamik, die mit der Zeit Großes bewirkt.


    Wenn keine großen Schritte, dann kleine Schritte. Alles besser als zu sagen "Bringt ja eh nix" und weiterzumachen wie bisher und damit den unheilsamen Status Quo zu füttern.
    Kleine, stetige Schritte, und die Widersprüche nicht ausblenden.
    Und, das ist etwas, das aus meiner Mitte kommt: Ich will nicht woanders hin. Ich will ein lebenswertes Leben für alle Wesen HIER, in der Stadt.


    Da kann ich jetzt überlegen, was ich dafür tun kann. Gucken, inwieweit mein Freund mitmacht.


    Work in Progress....



    @Artemisia
    Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe. So, wie ichs verstehe geb ich dir zwar auch recht, aber es ist mir doch zu kurz gedacht. Es geht (mir zumindest) nicht nur um meine Gesundheit und mein Wohlergehen, sondern es geht um das Wohlergehen aller Wesen. Und da genügt es nicht, mit innerer Freude und positiver Dynamik in den (Extrembeispiel...) McWürg-Burger zu beißen.



    Boa, wasn Riemen... Ist ein wichtiges Thema, und die Dinge sind so sehr miteinander verküpft.

  • Hallo Vetch,


    kurz?


    Vielleicht zur Erläuterung wie ich es gemeint habe:




    Wenn ich meine Einstellung zur Ernährung ändere und sie tatsächlich als "Mittel zum Leben" sehe... so werde ich merken, sofern ich es ernst meine und achtsam bin, das ein gutes, gesundes Körpergefühl und Vitalität nur von "lebendiger" Nahrung kommt.
    Also von Tieren und Pflanzen, die ihren Bedürfnissen gemäß gehalten wurden und sein durften ohne Chemie.
    Messbar in Biophotonen ... in der Physik etwas umstritten, in der Erfahrungsmedizin als Vitalitätsfaktor bekannt
    Diese entscheiden zwischen einem "Füllstoff" und einem "Nährstoff".


    Lebendigkeit nährt... Je achtsamer ich esse, spüre und je mehr ich auch an Respekt und Wertschätzung meinem Körper zu kommen lasse, desto weniger werde ich Lust und Freude an Fast Food und tot gekochtem haben.
    Ein Köper, der vital genährt wird und mit Respekt und Wertschätzung behandelt wird, wiederum wirkt sich positiv auf das Seelenleben aus.
    Ein Geist der sich mit Sorgfalt damit beschäftigt was gut tut und lebendig macht, schult sich in Achtsamkeit und da das Gesetz gilt: Aussen wie Innen... reflektiert dieses auch wieder in die Welt.
    Und so jemand wird keinen Spaß mehr an McD usw. haben. Doch nicht weil er seine Ernährung umgestellt, sondern seine Einstellung dazu geändert hat.


    Und diese Dynamik... Fühlen, Empfinden, Achtsamkeit, Wertschätzung und Respekt ... ist unabhängig von einer Form: also ob nun Vegan Vegetarier, Fleischesser oder oder oder.


    Ich hoffe es ist so verständlicher was ich meine.




    Liebe Grüße


    Arthemesia

    [align=center]Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.

  • Liebe Vetch,



    Ich bin sehr beeindruckt von dem, was Sunny erzählt. Es hat bei mir sofort ein schlechtes Gewissen ausgelöst, weil ich so weit von der Lebensweise entfernt bin, nach der ich wirklich leben möchte.

    :)



    Wir, mein Freund und ich, sind nicht zufrieden mit dem Status Quo. Wir wollen uns und ihn verändern.

    Im Vergleich zu dem, was Sunny tut, ist das lächerlich. Und doch glaube ich an kleine, stetige, Schritte; je mehr, desto heilsamer.

    Nein, das finde ich gar nicht lächerlich.


    Es hat bei mir ja genau so angefangen, wie Du es schilderst in kleinen Schritten....
    und es war ein Prozess, der sich über 20 Jahre entwickelt hat (und vermutlich bis zu meinem Lebensende weiter gehen wird).


    Manchmal kamen neue Aha-Erlebnisse, Informationen odr Erkenntnisse dazu, die wieder etwas veränderten, manchmal gab es eine Zeit des "Stillstands" in der ich glaubte, dass es alles so gut sei.


    Ich denke mal, der allerwichtigste Schritt ist der Erste:


    Alles, was ich tue und alles, was ich esse, wie ich lebe, was ich sage etc. funktioniert immer nach dem Prinzip "Ursache und Wirkung".


    Wenn man beginnt, sich bei allem, was man tut die "Wirkung" bewusst zu machen und damit die "Ursache" zu einer bewussten Entscheidung werden lässt, dann wird alles Weitere sich im Laufe der Zeit von selbst immer weiter entwickeln.


    Es fängt damit an, dass ich mir keinen auch noch so kleinen Hof kaufen könnt

    Aber, das hab ich festgestellt, ich will nicht auf dem Land leben. Ich will in der Stadt leben.

    Ich habe bis ich den Hof vo knapp 10 Jahren fand, in einer Mietwohnung auf der Etage mitten in der Stadt gewohnt.
    Mein erster "Grimm", der so viel Veränderung bewirkte, liegt aber rund 20 Jahre zurück.
    Ich habe in diesen ersten 10 Jahren festgestellt, dass auch in einer Stadtwohnung viel mehr möglich ist, als ich je gedacht habe.
    z.B. haben ich auf meinem (sehr kleinen) Balkon nach der Lektüre von Sepp Holtzer "Permagärtnern" durch die Nutzung der 3. Dimension meinen gesamten Kräuterbedarf und einen großen Teil meines Salat und Gemüsebedarfs quasi vor der Küchentür geerntet :)


    Hier auf dem Hof veranstalte ich alljährlich mittlerweile Wildkräuterkurse, wo viele Städter teilnehmen, um zu lernen, welches "Unkraut" wie zu verwenden ist.


    Sie holen sich jetzt viel von dem, was sie in der Küche verarbeiten an den Wochenenden aus der freien Natur, indem sie ein Stück aus der Stadt raus fahren - und die Gewürze und Nahrungsmittel sind umsonst :)



    In Wirklichkeit geht das viel einfacher und preiswerter, als die Leuts behaupten. Weniger kaufen, weniger wegwerfen. Zum Beispiel.

    Und die waren fast doppelt so teuer wie die im Plastiknetz. Naja, da gehts um nen Eurofuffzisch, ich denk, das können wir uns leisten...

    Ich kaufe konsequent Bio (mein Freund ist da bisschen weniger unnachgiebig), ob das nun Fake ist oder nicht. Ich halte wenig bis nichts vom Eurobio, dagegen vertraue ich Firmen wie Demeter nach wie vor.

    Aber sie merken, dass wir - die Menschheit - langsam was merkt, und sie versuchen, drauf zu reagieren. Das freut mich!


    Mein "erster Schritt" war ja auch "Bio". Und genau wie Du, habe ich Demeter und wenn es hoch kam Bioland gekauft und dem EU Siegel keinen Wert beigemessen.


    Zunächst hatte ich die Befürchtung, dass ich mir das nicht würde leisten können, weil es viel teurer werden würde.
    Aber da hatte ich mich getäuscht.


    Ja, das einzelne Produkt war im Vergleich teurer, als konventionell.


    Trotzdem hatte ich am Monatsende weniger "Haushaltsgeld" ausgegeben, als vor meiner Umstellung auf "Bio" und bewussteres Essen.


    Es lag in erster Linie daran, weil ich, ohne, dass ich mich gezwungen hätte, anders zu essen, deutlich weniger zu mir nahm. Die Nahrung sättigte einfach besser und hielt vor allem länger vor.


    Die ganzen "Zwischendurchs" und das Fastfood, was beides unglaublich teuer war im Verhältnis, fielen völlig weg.


    Dabei war es vor 20 Jahren noch so, dass Demeter und Bioland als Siegel noch eine recht gute Aussagekraft hatten.


    Leider sind angesichts der steigenden Nachfrage durch die Verbraucher auch immer mehr Supermärkte, Fastfoodler etc. auf den Trend aufmerksam geworden und wollten sich das Geschäft mit der Bereitschaft des Verbrauchers, für ein Siegel mehr zu bezahlen, nicht entgehen lassen.


    Allerdings waren die Märkte zwar willens, unser Geld abzugreifen - aber sie waren nicht willens, uns auch dafür zu verkaufen, was wir wollten.


    Also entstand ein "Bio", was heute vielfach keinen Deut besser ist, als konventionell.


    Leider hat die gestiegene Nachfrage auch die "guten" Biosiegel zum "Umkippen" gebracht.
    Auch Demeter ist schon lange nicht mehr das, was es mal war.
    Beispiel: Joghurt und Milch bei Edeka mt Demetersiegel. Wenn ein Betrieb wie EDEKA o.ä. ein Produkt aufnimmt, dann müssen zig tausende Verpackungseinheiten täglich bundesweit verfügbar sein.


    Diese Einheiten in der Menge und der zuverlässigen, täglichen Verfügbarkeit, wie ein Supermarkt sie erwartet, lässt sich auf einem "kleinen", nach den alten Demeteridealen arbeitenden Hof nicht realisieren.


    Abgesehen davon ist das Demetersiegel für den Erzeuger mittlerweile so teuer geworden, dass z.B. ein kleiner Imker oder ein kleiner Nebenerwerbslandwirt mit einer handvoll glücklicher Tiere nicht mehr in der Lage wäre, nur die Kosten für das Siegel zu erwirtschaften.


    Allein das Siegel zwingt schon zum Wachstum, was widerum Massenproduktion nach sich zieht.


    Bei Demeterprodukten aus dem Ausland weisst Du gar nicht, ob drin ist, was drauf steht, weil Bestechung in den meisten Herkunftsländern noch zum guten Ton gehört.


    Heute ist Bio dermassen gefragt, dass alle es anbieten und die Preise oft nicht mehr der (mittlerweile gesunkenen) Qualität entsprechen.


    Aus diesem Grunde bin ich heute von Bio weg und kaufe "lokal" (ich vermeide den Begriff "regional", weil der per Gesetz für alles genutzt werden darf, was irgendwo innerhalb Deutschlands produziert wurde).


    Also ich kann in meinem Schleswig Holsteiner Hofladen theoretisch einen Salatkopf mit dem Schild "regional" angeboten bekommen, der aus Bayern stammt :(


    Ich habe mir mal irgendwann die Zeit genommen, auf unserem örtlichen Wochenmarkt genau alle Stände anzuschauen und zu hinterfragen, wo und wie sie ihre einzelnen Produkte produzieren bzw. beziehen.


    Dabei habe ich ein paar lokale Landwirte gefunden, die wirklich selbst und in kleinem Rahmen hier vor Ort anbauen und nur direkt vermarkten.


    Dann habe ich mir ein Wochenende Zeit genommen und bin die Höfe, die ich als meine künftigen "Erzeuger" interessant fand, abgefahren, um mich vor Ort und mit eigenen Augen davon zu überzeugen, dass es stimmte, was sie mir auf dem Markt erzählt haben.


    Seither habe ich meine festen "Quellen" für Lebensmittel, die ich zukaufe.



    ABER ich muss mich fragen, auf welchen Wegen sie hierher kommen.


    ...das stimmt .....und man muss sich fragen, wie sie angebaut werden (wird dafür z.B. Urwaldrodung betrieben?) und man muss sich vor allem fragen, unter welchen Bedingungen (Ausbeutung von Kindern und Arbeitskräften) werden sie geerntet.
    Dass alles Fairtrade ist, sagen sie ja alle :(
    Leider scheint aber auch das nicht zu stimmen, wenn ich höre, was da so alles bei unseren Großen im Kaffee- und Schokoimport gelogen und betrogen wird.


    Es geht wirklich nur ums Geld und ums Geschäft - egal ob mit oder ohne Biosiegel :(



    auf dem Wochenmarkt beim Stand mit dem wundervollen Schild "Glückliche Kartoffeln vom freilaufenden Bauern". In der Papiertüte, wobei ich darum explizit bitten musste.

    :) das kenne ich auch noch.
    In meiner Anfangszeit mit Bio und Co habe ich ja auch noch viel "Bio" im Supermarkt gekauft.
    Dort gab es z.B. nur Plastiktüten in der Gemüseabteilung.
    Ich bin dann immer zum Käsestand und habe um eine Papiertüte gebeten.
    :) später hielten sie mir die schon hin, wenn sie mich sahen.....und noch später hingen dann Papiertüten in der Gemüseabteilung neben den Plastiktüten :)


    .....steter Tropfen......


    Liebe Grüße
    Sunny

    ...sage niemals nie, denn nichts ist unmöglich...

    2 Mal editiert, zuletzt von Sunny ()

  • Hachseufz.


    Aber klar, natürlich gehts um Geschäft, drum isses auch notwendig, sich aufm Laufenden zu halten, denn da können wir den Hebel ansetzen. (Drum danke für die ganze Info!)


    Also, kleine Schritte. Z.B. viel mehr Wochenmarkt. Der ist an meinen Schultagen, ich komm aufm Heimweg da vorbei, also LOS.


    Und mehr Kräuter aufm Balkon.


    Steter Tropfen!

  • Liebe Vetch,


    alles was ich nicht zu kaufen bekomme, mache ich selber - Sojamilch hab ich zwar noch nicht probiert, weil wir kein Soja essen bzw. trinken, aber dürfte mindestens genauso gut funktionieren wie Hafer-, Nuß- oder Kokosmilch.

  • Hallo @all,

    Wenn ich meine Einstellung zur Ernährung ändere und sie tatsächlich als "Mittel zum Leben" sehe... so werde ich merken, sofern ich es ernst meine und achtsam bin, das ein gutes, gesundes Körpergefühl und Vitalität nur von "lebendiger" Nahrung kommt.


    Lebendigkeit nährt... Je achtsamer ich esse, spüre und je mehr ich auch an Respekt und Wertschätzung meinem Körper zu kommen lasse, desto weniger werde ich Lust und Freude an Fast Food und tot gekochtem haben.

    außerdem gibt es noch einen sehr direkten Aspekt, welcher in diesem thread noch nicht klar und genau erwähnt wurde =
    da eine bewusste Änderung der Ernährungsgewohnheiten und Inhalte auch ein wesentlicher Lernprozess ist,
    erfolgen solche Schritte immer im Zusammenhang und feedback mit der jeweils vorhandenen unsichtbaren geistigen Welt,
    an welcher sich die betreffende Person orientiert oder damit innerlich verbunden ist.


    Zumal die Erfahrung,
    dass entweder zuwenig Konsequenz dort wo es schon überfällig ist,
    oder das Gegenteil
    im Sinne von Übertreibung und eines Zuviel-des-Guten
    hier sehr direkt am eigenen Körper und der Seele (Lebensgefühl) inklusive der natürlichen Konsequenzen
    erlebt werden,
    und solche Erfahrungen auch auf vieles andere übertragbar sind;
    doch selbst wenn nicht, dann einfach wichtige Erlebnisse und Lernprozesse darstellen
    zwischen Vorgaben der natürlichen Abläufe und von Prozessen (molekularbiologisch)
    und individuellen Wünschen, Vorstellungen, Bedürfnissen
    bishin zu soziokulturellen. wirtschaftlichen oder biologischen,
    und lebensphilosophischen und informativ zugetragenen (Literatur, Netz, Foren...)
    Aspekten


    Für mich ist dieses Thema schon viele Jahre ständig und bewusst "work in progress"


    viele Grüße


    Chistoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • So. Ich kaufe nach wie vor exotische Gewürze in Plastiktütchen und noch dies und das -


    Doch seit heute ist hier im Haushalt eine große Veränderung eingetreten: Nie wieder Tetra Pak. Skadi hat mir ja schon vor einiger Zeit den Tip gegeben. ( Hier. ) Nu hab ich mich endlich informiert und festgestellt, dass Soja-Milch wirklich einfach selbst zu machen ist. Und ne ziemliche Matscherei, und weil ich mich kenne, hab ich mir einen Soja-Milch-Bereiter gegönnt. Vor 4 Tagen bestellt, gestern gekommen, heute erste Sojamilch gemacht. SUPER.
    Hafermilch macht der natürlich auch.


    Aus dem anfallenden Matsch bei der Sojamlich-Herstellung, Okara, habe ich zum Mittagessen Bratlinge gemacht. Weil ich kein Mehl im Haus hatte, hab ich Dinkelkörner mit Omi Solingens alter Kaffeemühle gemahlen.
    Hervorragend.


    Wundervoll! :sonne:


    Außerdem, wg. Ernährungsumstellung, hat sich mein Speiseplan um Teile der Brennessel :heart: erweitert, die sich letztes Jahr auf unserem Balkon angesiedelt hat. Die wird gepflegt, gehätschelt und immer wieder bisschen abgeerntet.


    Mei, kleine Schritte.



    Achso, haben wir eigentlich einen Faden zu Müllvermeidung-Nachhaltigkeit-Reduzier-Plastikfrei-Ideen und -Praktiken? Sonst mach ich einen auf.



    :)

    5 Mal editiert, zuletzt von Vetch () aus folgendem Grund: Mei, es fehlte noch dies und das.

  • Liebe Lesende und Schreibende,

    hier in diesem Faden geht es um die Ernährung.

    Gerade sah ich eine Doku des Senders Arte:


    Unser Hirn ist, was es isst | Doku | ARTE

    Das ist eine sehr interessante Doku über Hamster, Kriminelle Menschen, Ratten, Fliegen und wie wir mit verschiedener Ernährung, andere Entscheidungen treffen.


    Ja, stimmt ... das Thema mit den verschiedenen Entscheidungen und den im Mais mangelernährter Hamster hat mich am meisten beeindruckt.

    Ja, und auch weiß ich, dass solche Dokus manipulieren können.

    Liebe Grüße

    Kerstin



  • ich finde es eine gute Idee, sich hier einfach über Erfahrungen auszutauschen, was die eigene Ernährungsumstellung anbelangt.

    In der Hoffnung auf einen Austausch war ich auch mal in einer veganen Facebook- Gruppe. Die Regel besagten "nur respektvoller Umgang".

    Aber die vegane Polizei schlug um sich, so viele Besserwisser etc- ich war dann mal weg.


    Ich hatte Jahre lang ein schlechtes Gewissen, wenn ich Fleisch gegessen habe, habe mir sehr oft vorgenommen, keins mehr zu essen, aber das konnte ich nicht- es hat mir einfach unglaublich gut geschmeckt. Es war ein innerer Kampf. Dann war ich mal ca. 6 Monate Vegetarierin, dann kam wieder die Lust auf Döner, der ich nachging. Voll Wollust biss ich wieder hinein- ja, so war es eben.


    Im Juni diesen Jahres sah ich wieder einmal eine Doku zur Tierausbeutung- Earthlings. Und plötzlich hat es in meinem Hirn einen Schalter umgelegt und mir war klar: VEGAN!

    Seitdem ernähre ich mich vegan. ABER: wenn in mir das Verlangen nach Fleisch ist, dann gehe ich dem nach. Ich verbiete es mir nicht. Es kommt aus mir heraus. So habe ich seit Juni eine Deprezinerwurst gegessen, eine Scheibe Gouda und vielleicht 3 Pizzen mit Käse. Ich zwänge mir nichts auf.


    Kürzlich wurden meine Blutwerte gemessen. Zu meinem Erstaunen hatte ich etwas Eiweißmangel. Ich hatte nach Gefühl Tofu und Hülsenfrüchte gegessen, aber einfach dennoch zu wenig. Nun achte ich darauf, dass ich genug Eiweiß zu mir nehme, was aber auch kein Problem ist.


    Gefühlsmäßig fühle ich mich wohler, mich rein pflanzlich zu ernähren- bis auf die seltenen Ausnahmen.

    Meine bisher schon gute Haut ist noch glatter geworden.


    Nun mal schauen, was die nächste Blutuntersuchung so mit sich bringt.

    ~ Loslassen ist die beste Medizin ~