Den Kanal stabilisieren - ganz im Fluss sein

  • Die Kundalinikraft war immer etwas, das mich im Rückblick
    sehr beschäftigt hat und seit ich hier im Forum angekommen bin, kann ich meine
    Augen nicht von dem Thema lassen.


    Ich habe einige sehr interessante Beiträge gefunden, allerdings waren das nicht
    wirklich aktuelle, liegen schon einige Monate zurück. Ich mach das Thema neu
    auf und will einfach ein wenig berichten und meine Gedanken darüber mitteilen.
    Schön wäre, wenn auch andere sich an dieser Stelle gerne mitteilen würden ...
    die letzten Jahre haben ja viele Veränderungen mit sich gebracht, zumindest in meinem Radius. Hier kann es
    darum gehen, wie man Kundalini erlebt oder wie sie sich gezeigt hat, wie man damit arbeitet.


    Zunächst steht wohl im Raum was Kundalini ist? Diese Frage stellt
    sich mir an dieser Stelle aber nicht in erster Linie, dennoch habe ich zur
    Anschaulichkeit natürlich auch Gedanken einfließen lassen:


    Empfunden und erinnert habe ich die "Schlange(n)", die mir recht oft
    erschienen ist, in den Ecken meiner existentiellen Entwicklungsmuster, also
    immer dort, wo das Wesentliche so immanent ist, dass es nicht auffällt, doch im
    Nachgang entscheidend wirkt - gewisserweise Rahmen gebend.


    "Wieso erscheint das Schlangenlicht?"


    Und hier komme ich zu einem Punkt, der mir in den Diskussionen - auch hier in
    diesem Forum - teilweise ungut aufstößt. Warum das Bedürfnis, diese Kraft zu
    aktivieren? Meint man, dass einem damit geholfen wäre? Sicherlich ist keinem damit
    geholfen eine Kraft zu aktivieren, die "sich nicht durch das Leben",
    sondern durch künstliche Übung aktiviert.


    Im Grunde wurde auch das oft geschrieben, dass nämlich die Kundalini nur dann
    auffällig empfunden wird, wenn sie etwas "durchstößt" (das ist ja das
    gängige Bild). Dazu muss es eigentlich nicht kommen. Wenn doch, gilt es, das
    Gleichgewicht wieder zu finden.


    Mit solchen "Durchstößen" korrelieren nämlich auch
    oft Lebensexplosionen, also heftige Veränderungen im eigenen Umkreis, im Beruf,
    in der Liebe etc., die darum so heftig sind, weil nicht genügend Lebensschlacke
    verbrannt wurde, weil die eigenen Schwingung noch nicht harmonieren kann mit
    der höheren Sphäre, auf die man sich gebeamt hat bzw. auf die man zugreift,
    daher wird Ballast abgeworfen.


    Wenn man den "Kanal des eigenen Seins" stabilisiert hat, wirkt - oder
    besser: ist - Kundalini an sich oder kann an sich wirken und fällt dem einen auf,
    dem anderen nicht. Um "die Kraft des Lebens" in ihrer vollen Blüte zu
    erleben, worin auch die Kundalini eine Rolle spielt, fand ich Tantra sehr entscheidend für mich.
    Ohne Tantra wäre mir das nie aufgefallen. Und Tantra wäre mir nie aufgefallen,
    wenn man mir nicht zuflüsterte, dass man das, was ich tu, so nennen kann. In diesem Sinne: Brauchen mehr als die heutigen Mystiker und Alchemisten Einsicht in die Kraft der Kundalini? Natürlich brauchen die Leute Einsicht über die Kraft, die gerufen werden.


    Die entscheidende Sache, die mir allerdings wichtig vorkommt, ist, dass viele
    Menschen zum kanalisieren der eigenen Kraft schon an sich spezifische Techniken
    gebrauchen. Manche machen Tai Chi, andere Qi Gong, wieder andere üben sich in
    der Kampfkunst, Kontemplation, Yoga etc. pp. Diese Prinzipien, die dem eigenen
    Wesen entsprechen sollten (man wählt das ja intuitiv richtig: Erfüllung und
    Freude sind das Ergebnis), gilt es zu entdecken (und häufig verwandeln sich die
    Methoden mit der Zeit), damit man aktiv an den eigenen Energien, oder besser
    mit ihnen, arbeiten kann. Damit entwickelt man ein immer feineres
    Schwingungsniveau, das stabil ist, es entwickelt sich der Kanal des eigenen
    Seins, die spirituellen Organe, durch die dann die Lebensthemen erscheinen in
    relativer Übereinstimmung von Innen und Außen (Synchronizität), die Lebenskraft
    wird geweckt und damit auch das Potential, Kundalini zu erkennen.


    Aber gibt es ein direktes Arbeiten mit Kundalini? Ich halte
    das für gefährlich. Für mich stellte sich das immer anders da, die Lebenskraft
    ist ja nicht gleichbedeutend mit ihr, sondern wir müssen uns auf die Kundalini
    einstellen, um mit der Lebenskraft zu arbeiten. Einen direkten Zugriff würde
    ich persönlich darum niemandem empfehlen, weil reine Kundalini einfach nur
    zerstörerisch ist. Es ist, als würde man die Rahmung des eigenen, kohärenten
    Seins, abgreifen - da bleibt nichts als Chaos. in dem kein Leben möglich ist. Mit der Lebenskraft hingegen kann man
    arbeiten und damit verändern sich auch die Lebensmuster, in deren Rahmen die
    Kundalini wirkt. Ohne sie könnte sich nie etwas verändern. Die "innere Schlange",
    also nicht das kosmische Kundalini, kann allerdings helfen, den Übergang in ein
    anderes Sein zu schaffen. Das ist dann so wie wenn man eine Zellmembran
    aufbricht und den Inhalt durch Transportstoffe in eine neue Form überführt
    (während des Todes). Darum ist es auch so entscheidend, dass man seine Kraft
    dann auf "die höhere Ordnung ausrichtet durch das dritte Auge", damit man sich über die Schlange
    nach diesen höheren Gesetzmäßigkeiten transportieren kann. Das allerdings führt an eine
    andere thematische Schwelle.


    Ich stimme nicht mit der gängigen Meinung überein, das
    Kundalini eine Schlange ist, die von unten nach oben wandert. Das kann unserem
    Linearitätsempfinden vielleicht ein wenig mehr Fläche geben, aber eigentlich ist
    da der Lebensstrom, zweitens wir als Kanal und dann die Kundalini als lebendige Kraft in der Ordnung
    der Dinge enthalten: diese Dinge sind gleichzeitig, sie sind eben einfach da. Kundalini ist unten, sie ist aber auch etwas weiter oben, sie ist auch verbindend und gleichzeitig trennend, sie ist in den Zeilen der Lieder, die wir sind, der Übergang des Klangs in ein höheres Lebensmuster, in eine andere Strophe.


    Und die Chakren
    führen genau genommen auch nicht so wie auf vielen Bildern von A nach B. Daher
    ist die Wahrheit mal wieder und wie so oft einfach völlig anders. Warum sollte sie dann in Wirklichkeit von unten nach oben und wieder nach unten laufen? Die Arbeit mit den Bildern funktioniert: das ist aber "nur" pragmatisch und hier daher nicht so sehr relevant, weil eine offene Anschauung sonst unmöglich wird.


    In sich selbst sein und bewusst in Bewegung bleiben, sich einer höheren Ordnung ganz
    hingeben, fördert, dass wir mit Kundalini "im Reinen" sind. So habe
    ich das erfahren.


    Es ist also gut wenn sie sanft kommt, wenn das Leben
    einfach kommt und strömt, weil man den Weg bereitet hat. So wie bei einer
    Pflanze, die nach und nach wächst, in der Licht und Wasser strömen, die aber fortwährend ihre Form wandelt, auf und nieder, hoch und runter, weit und eng (würden wir daneben sitzen, würden wir das Gras nicht wachsen hören). Ich habe noch keinen Baum gesehen, der
    innerhalb eines Tages ausgewachsen war. Aber darum geht es: Langsames,
    stetiges Wachstum. Die Bäume sind uns, wenn es um die energetische Ordnung der
    eigenen Welt geht, sehr gute Vorbilder. Und ich finde, dass das für das Versändnis der Kundalini hilft und auch für das Verständnis von Tantra.


    Praktiken, die das Leben stärken und Kundalini erkennbar
    machen:


    Bei mir war es das Shaolin Kung Fu, das mir die ersten Erfahrungen (sehe ich heute) bescherte, danach folgte Wing Chun und dann das Qi Gong.
    Das alles galt den Prinzipien der stabilisierenden Energiearbeit. Das sage ich
    so, weil Energie ja erst einmal etwas chaotisches hat und nach
    "Leitfäden" sucht, nach Erfüllungsmöglichkeit. Wir selbst müssen uns
    nur in die innere Haltung versetzen, sodass uns diese Kraft erfüllen kann. Die
    individuelle und kosmische Erfahrung des Lebens will sich ja durch unser
    Bewusstsein zusehends vertiefen und die Energiearbeit verhilft dieser Kraft des
    Lebens, immer tiefer und tiefer zu gehen uns ganz und gar auszufüllen, damit wir uns darin weiter vertiefen. Wir müssen im Grunde gar nichts tun,
    nur wach sein während wir handeln, ruhen, handeln, essen, schlafen..., das tantrische
    Hingeben in uns selbst ist dabei so wesentlich. Um den Vorgang dieses Prozesses
    der Stabilisation zu erlernen, braucht es meines Erachtens allerdings
    Techniken, ohne die weder der Körper noch die Seele wissen, wie der Mensch
    selbstwirksam so etwas verursacht. Ohne das braucht man gar nicht anfangen nach solchen Abstraktionen wie Kundalini zu streben.


    Dann, wenn man übt nach seinen eigenen Mitteln, mit Muße und Zeit, überträgt sich die Haltung nach
    und nach auf unser Leben und rückblickend braucht man nie mit dieser
    beängstigenden Kraft der Kundalini isoliert zu arbeiten. Es ergibt sich dann
    einfach, dass man Einsicht erhält in die Lebensgesetze. An den Rahmen des
    Universums würde ich nie herumspielen ...nur die innere Erfüllung zählt. Dahingehend empfinde ich die Kundalini als maßgebliche Möglichkeit des
    Universums, eine Ordnung zu gewährleisten, obwohl diese Kraft an sich keine
    Ordnung macht, sondern wir mit ihr in ein höheres Bewusstsein "einer
    Ordnung gelangen, die heil ist".


    Ich denke, dass die heutigen Techniken die Stabilisation und
    Vorbereitung des Kanals auf die höheren Schwingungen bieten müssen, die unsere
    moderne Welt mit sich bringen. Einfach damit wir handelnd auf das antworten
    können, was kommt, wenn die Zeit reif für die Veränderungen des eigenen Lebens
    ist.
    Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!


    Ich grüße euch,
    Joel

  • Hallo Joel :),


    das ist ein Superbeitrag bzw. Themenbeschreibung oder wie ich es nennen soll ..


    Sehr informativ, selbst wenn man sich nicht direkt bewusst mit Kundalini beschäftigt.


    Ich selbst habe keine Erfahrungen, oder kann da nichts erzählen.


    Außer dass in meinem Leben ansich auch viel passiert ist, es gewisse wie soll ich sagen,
    Veränderungen gab oder so etwas wie Zusammenbrüche (ist vielleicht übertrieben),
    aber trotzdem, da ich mich auch viel auf meine eigene Weise mit esoterischen Themen
    befasst hatte, und mit "Energien" in gewissen Formen,
    denke ich, dass bei mir auch genau das zählt oder Bedeutung hat, was du so erwähnst
    (im Zusammenhang mit Kundalini), nämlich sich vorzubereiten und zu lernen, die
    "Kräfte" richtig zu kanalisieren..


    Ich weiß, das ist jetzt hier vielleicht nicht speziell zum Thema,
    trotzdem fühle ich mich von deinen Ausführungen sehr angesprochen.
    Herzlichen Dank dafür .. :)

  • Hallo Regina,


    danke für deine Antwort! Gibt es denn Techniken, die du praktizierst um diese "Vorbereitungen" zu treffen und die du hier erwähnen könntest? Dazu zählen natürlich auch Übungen im Milieu der Magie ...gab es da irgendwelche wesentlichen Aspekte, die du in den Krisen entdeckt hast, die dich gestärkt haben?



    Liebe Grüße
    Joel

  • Hallo Joel, eine gute Frage ...


    nein keine speziellen Techniken. Was ich meinte war eher, dass durch die Gedanken mit denen ich mich befasse, esoterisch spirituell, und außerdem ich mich aus dem (normal üblichen) Leben weitestgehend zurückgezogen habe,
    so etwas wie Erdung notwendig ist. Ein mich wieder einfinden in meiner Welt sozusagen ..


    Mir eben auf diese Weise eine gewisse Stabilität zu geben, dass die neuen Energien überhaupt eine Basis finden und sich im Guten zeigen können.


    Ich habe im Moment ein kleines Handikap das mich ein bisschen davon abhält. Es gilt (wohl) die Ballance mit mir selbst zu finden .


    Naja, "Aspekte die mich in den Krisen gestärkt haben", waren das esoterische Denken selbst, die Eigenverantwortung zu verstehen und ein ständiges gewisses Urvertrauen.
    Auch die Selbstbeobachtung, was, seit ich alleine bin, besonders gut funktioniert, da nichts mich ablenkt. Ich meine die Selbstbeobachtung meiner Gedanken und Gefühle, die Selbsterforschung, und das Wahrnehmen,
    was so in mir abläuft.

  • :) Hallo,


    Die Chakren führen nicht von A nach B ?


    Wie funktionieren und liegen sie nach deinen Erfahrungen ?


    Gruß

  • @Regina: Das heißt, dass du durch Rückzug aus dem gewöhnlichen Alltag und Kontemplation zu einer inneren Stabilisierung gelangt bist, sofern ich das richtig verstehe?
    Das heißt schließlich auch, dass die Krise diese Isolation bewirkt hat, die du nun als Beweggrund nimmst, dich innerlich zu festigen und an den Schwierigkeiten konstruktiv zu reifen?
    Manchmal kann es sehr hilfreich sein, seine Perspektive zu verändern und seine Gedanken damit auch neu auszurichten... dann kann man mit anderer Art neu ins Leben gehen,
    damit es einen erfüllt und das schenken kann, was man braucht für die eigene Zufriedenheit...



    @Mai
    Diese Frage ist schwer zu beantworten. Das Problem an den Darstellungen, so wie man sie gemeinhin kennt, ist, dass man dadurch versucht sich auf Energiezentren festzulegen
    (denn das wäre ja recht einfach), die es an sich auf diese Weise aber überhaupt nicht gibt (der Umgang mit den Zeichen, die wir kennen, basiert mehr auf Symbolmagie,
    die resoniert mit verschiedenen thematischen Ebenen unseres Seins).
    Anzunehmen, diese Bilder seien da um an sich wahr zu sein ist etwa so, als würde man durch ein Bild, das schon vereinfacht wurde zu einer abstrakten Schablone,
    versuchen auf etwas Tatsächliches zu schließen. Das funktioniert aber nicht durch dieses Bild, dadurch erhält man keinen bewussten Zugriff auf die tatsächlichen energetischen Schichten,
    sondern lediglich unser Unterbewusstsein reagiert - wenn man keine Erfahrung hat reagiert es auf irgend etwas. Es reagiert unbestimmt,
    wenn wir noch keine bewussten Erfahrungen mit den energetischen Schichten gemacht haben, von denen ich spreche.


    Direkt über das Bild der Chakren lässt sich kein natürlicher Zugang finden, nur ein abstrakter, der unser Denken befriedigt: Ad acta gelegt ist gut, erleben ist aber erst wirklich.


    Daher ist es das Einfachste zunächst anzunehmen, dass es diese Zentren in dieser Darstellung überhaupt nicht korrekt gibt und geben kann.
    Wenn man das an sich selbst erfahren möchte ist erst einmal die Feststellung wichtig, dass wir, so wie die Erde, aus unterschiedlichen Schichten bestehen.
    Jemand der Reiki praktiziert wird wissen was ich meine, aber auch alle anderen können es sich am Zwiebelmodell in Erinnerung rufen.
    Um die Wirkungsweise der Schichten zu erfahren gibt es Techniken, etwa Qi Gong oder Reiki. In jedem energetischen Wachstumsprozess wird man früher oder später darauf stoßen.
    Um diese Techniken zu meistern braucht es Jahre. Daher sage ich, dass die Antwort auf die Frage nicht leicht ist.


    Stelle dir also vor, dass, wenn du "im Gewahrsein deiner eigenen Schichten bist", du nicht mehr von Chakren sprechen musst, sondern von einer Welt, die du geworden bist.
    Du bist dann eine weite, eigene Welt, die völlig eins in sich ist. Die Inhalte dieser Schichten können dann Flüsse sein, können Berge sein, können Wolken oder Himmel sein.
    Und wenn du das - oder bei dir vielleicht etwas völlig anderes - gefunden hast, dann wirst du merken, dass es unterschiedliche Körperbereiche gibt,
    die mit den einzelnen Kräften, die man vorfindet, in besonders starker Resonanz stehen. Die Zwiebelschichten haben quasi unterschiedlichen Duft, sind unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlich farbig und dennoch wohnen sie als Zwiebel in der Welt. In jedem eigenen Menschlich-energetischen Wesen, wenn der spirituelle Körper sich ausprägt, kann man Entsprechungen der "Zwiebelschichtenthemen" im jeweiligen ganzen(! heißt nicht nur physischen) Körper finden. Das sind aber nicht Punkte in dem Sinne, mehr Orte. Aber viel früher und vor dieser Festellung kommt erst einmal die eigene Erfahrung.


    In der Alchemie gibt es unter anderem die Entsprechung der Himmelskörper mit den Organen, das heißt, das die Kräfte der Himmelskörper sich in deren Eigenheiten widerspiegeln, in der Funktionalität unseres Körpers wohnt das Lied der Himmelskörper. Und so wie der Mond das Wasser der Erde in Schwingung bringt, so gibt es Kräfte,
    die spezifische energetische Themenbereiche in dir stimulieren. Die Akupunktur kennt z.B. in ihrer inneren Weisheit die kosmischen Verbindungslinien an deinem Körper mit dem Universum.
    Das lässt sich mit etwas Gespür sogar "nachweisen". Darauf könnte man sich noch am ehesten berufen.


    Man wird dann feststellen wo "deine Zentren" sind, wenn du mit jemandem diesen Weg gehst oder ihn selbst findest.
    Das sind dann keine Symbole mehr, aber du kannst mit jemand anderem dann durchaus "die" Symbole finden, durch die du zu deinen eigenen inneren Quellen gelangst.


    Das Bild von den Chakren ist für die energetische Arbeit völlig unbrauchbar. Darum ist es unnütz von diesem Bild auf etwas zu schließen, das wiederum recht unabhängig vom eigentlichen Inhalt dieser Bilder arbeitet - z.B. die Kundalini. Im besten Falle ist das Bild der Chakren einfach unbrauchbar, im schlimmsten Falle glaubt man, es sei "wahr" und verhindert damit die eigene Erfahrung.
    Mit anderen Worten: Die eigene Erfahrung machts dann endlich. Wo genau die bei dir in welcher Form autauchen müssten wir beider erarbeiten, oder du in dir selbst kennenlernen mit deinen spirituellen Führern auf der anderen Seite.



    Ich grüß euch :)
    Joel

  • Hallo Joel,


    so wie du es beschreibst, geht es direkt um das eigene Leben und die Art der Erfahrungen.


    Die eigene Welt sozusagen, und inwiefern wir sie linear erleben, also als einen Ablauf, so dass alles verstehbar wird.


    So wie du es erklärst, kann die Kundalini auch keine Schlange sein, vielleicht nur symbolisch, als (von der Länge her) ein "Ablauf"
    von "etwas" ..


    Eine Kraft, von der ja gesagt wird, dass sie bereits in uns angelegt sei, also innerhalb unserer Basis sozusagen,
    und wenn sie beginnt, sich zu erheben, kommen wohl erst Berührungen zustande mit anderen höheren Bereichen des Lebens,
    bzw. der Bewusstseinserfahrungen..


    Es muss dann wohl so etwas wie zwei Kräfte geben, das eine ist das was du als "Kanal" bezeichnest, es ist vielleicht unser (bewusstes)
    Ich-Gefühl, dass wir von uns selbst wissen, und uns auch orten können innerhalb aller Erfahrungen. Sozusagen die "stabile Größe",
    oder "der Erfahrende" , zum Beispiel.


    Die andere Kraft, die Kundalini (oder etwas von außen Einströmendes ? ) , erweckt "es" zum Leben und intensiviert alles.
    Es ist reine Energie, wie du beschrieben hast, die für sich alleine auch sehr chaotisch sein kann,
    eben wohl weil es noch keine wirkliche "Form" dafür gibt.
    Die "Form" ist dann die Stabilität, die der Mensch bzw. das Lebewesen, das "Ich-Empfinden", der Sache geben kann, der Kanal eben.


    In Wirklichkeit ist vielleicht auch alles eins, wie beim Essen (und der Verdauung) .., wenn ich etwas aufnehme, so dient es mir zwar,
    und enthält vielleicht auch gute Botenstoffe, aber letztendlich ist es nur wirklich dienlich, wenn ich in der Lage bin, "es" in mein
    Wesen (sprich in diesem Fall als Beispiel, in meinen Körper bzw. Teile davon) umwandeln zu können, also zu integrieren ..


    Das Ganze müsste dann aussehen wie eine "Entwicklung", wie "Wachstum" , und auch Erweiterung, Erkenntnis, vielleicht mit der
    Zeit auch mehr Leichtigkeit im Leben.
    Oder eben erstmal (manchmal) zuviel Intensität, Chaos, manches erscheint dann als "böse", einfach weil nicht damit umgegangen
    werden kann.


    Andererseits ist es sicher auch ein "Hingeben", ein sich Überantworten und Vertrauen, das stabilisiert wiederum den "Kanal",
    und kann alles besser aufnehmen = umwandeln..

  • Liebe Regina,


    ich danke dir für deine Gedanken! Ich finde alleine schon die Art deiner Wahrnehmung der Schlange fantastisch... ein sich wandelnder, verändernder Ablauf, und gleichzeitig "etwas", eine Schlange.
    Die Schlange, die uns in ihrem Wesen die Länge der Prozesse signalisiert, die Schlange, die selbst als Lebendiges Symbol, das Wesen der Veränderung, ist, die wir erfahren können. Die Länge, die die Tiefe des Flusses anzeigt und die Höhe der Sphären, einen Verlauf, mit dem wir als Kanal, als immanentes Ich, wie du sagst, arbeiten können.
    Ja, genau so erfahre ich das auch. Das meine ich auch mit den "existentiellen Ecken" des urgründigen Seins, in denen die Schlangen verlaufen wie Rahmen. Rahmen, die das Bewusstsein registieren kann, Bewusstsein, das als honigsüße Wonne in uns einfließt und zu Leben wird, weil diese Urkaft der Natur, die Kundalini, in allen Dingen als sensible Ordnung wohnt (das Aufkommen dieses Prinzips erkennen wir zum Beispiel in der Homöopathie nach Hahnemann).
    Die Kundalini ist die Göttin, sie ist überall, denn jede Form erscheint in der Brechung des Lichtes... jede Farbe wird erst in der Brechung zur Freude, jede Form gewinnt durch die bewusste Wahrnehmung des Verschiedenen an Substanz, genährt in der Erde entstehen dann die Keimlinge, die wiederum im Licht tanzen, Bewusstsein einfühlen, eingießen und aufgehen.
    Durch die Kundalini bricht sich das Schöpferlicht erst, ohne sie gäbe es keine Möglichkeit, Verschiedenes zu erkennen. Sie kann uns zur hohen Einsicht in das göttliche Heil, in die feinen Ordnungen führen.


    Und damit birgt sie auch das große Geheimnis der Lebensenergie ... das Geheimnis der Vertiefung, wie du sagst: Der Hingabe, durch die erst das Leben entsteht und sich enftalten, vertiefen und werden, sich mehren, auf und niedergehen, kann. Die Wächter der tieferen Ordnungen. Hach, wie schön! Ist das nicht schön?!
    Dieses großartige Universum!


    Mich macht es grade so glücklich, dass du das auch so mitfühlen kannst!


    Liebe Grüße
    ganz schönen Abend an dich und euch :)

  • Lieber Joel,


    das ist so wie ich in etwa gefühlsmäßig deine Texte verstanden habe. Imgrunde habe ich nach meinem Empfinden nur geschrieben was du auch geschrieben hast, so wie ich es eben verstehen konnte ..


    Es ist für den Verstand manchmal etwas schwierig, aber das Gefühl weiß schon dass es stimmt ..



    Liebe Grüße, ich denke, ich habe deine Freude gefühlt ..... danke dafür :sonne: