Eine wilde Jagd

  • ...oder wie haue ich mir die Nacht um die Ohren?



    Es gibt wohl verschiedene Annahmen was die wilde Jagd anbelangt.



    Die eine wäre, das Odin oder auch Wodan mit seinen Mannen und wilden Hunden durch den Wald reitet, mit viel gedöns ect. Dabei sucht er die Weisse Frau (wäre eine möglichkeit). Die andere möglichkeit wäre das diese Männer einfach nichts vernünftiges zu tun haben. Es ist Nacht, es ist dunkel, es ist kalt, und die Rauhnächte sind ja auch zur Hand.



    Rauhnächte? oh... ok das sind die 12 Tage nach dem 21. Dez. bis zum 2 Jan. oder vom 24. Dez. bis zum 6. Jan.



    In einigen Gegenden kann auch die Perch oder die Holle unterwegs sein. Sie reitet oder fährt in einem Wagen mit Heimchen. Die Heimchen das sind die Seelen noch nicht geborener Kinder. Es wir auch gesagt, das in ihrem Gefolge, wilde Hunde, Ziegen, Schafe oder Hasen sind. Alles Tiere der Fruchtbarkeit.



    Es gibt noch eine wilde Jagd. In dieser wilden Jagd werden die Waldwesen, der König des Walds herausgefordert. Zu einem Wettstreit. Eigendlich wird diese Jagd hauptsächlich zu Samhaim gemacht. Zu Samhaim ist dann auch der Jägermond (Oktober Vollmond). (Allerdings kann man diese Jagd zu jedem Vollmond machen. Hier ist der Flexibilität keine Grenze gesetzt, (vielleicht nicht unbedingt wenn wärend der Raunächte Vollmond ist)). Die wohl nicht so bekannt ist. Diese wilde Jagd wird von Druiden veranstaltet wird. Diese wilde Jagd ist so geheim, das sogar die Betreiber dieser Jagd nicht genau wissen wie es geht.


    Aber nun ja ich wollte diese Jagd machen und habe glaube ich auch einiges erfahren....



    Als erstes jemanden erzählen


    "Ich will eine wilde Jagd machen"



    Und dann nachfragen, wie geht das? Also bekam ich einwenig information, und dann.... wie abgeschnitten, nichts mehr. Schweigen im Wald und dann steht man da, mit seinem eingedrehten Hals und den umgeklappten Ohren.


    Also das Netz an und nachgeschaut. Aber wie gesagt (geschrieben) diese wilde Jagd ist so geheim, da findest nichts drüber im Netz. Also weitergesucht. Ahh es gibt ja noch mehr freilaufende Druiden, und Anderes. Naja die "Anderes" sind schon schwer in ordnung. Als gab es den Tip das Buch Merlyns Lehren von Douclas Monroe da steht es. Und wenn du fragen hast....


    Also Buch aufgeschlagen und gelesen. Dann in der Erinnerung gegraben, was einem bereits über die wilde Jagd erzählt wurde herausgeholt, und dann losgelegt.


    So, also, ähmm ein Gelände gesucht, einen Wald. Was bei mir in der Gegend schon ein wenig schwirig ist, weil das was hier als Wald angesehen wird... decken wir den Mantel der Liebe drüber.



    Gebiet gefunden, sind viele Wege drin, aaaaber man soll ja neue Wege gehen. Das zukünftige Jagdgebiet weiträumig umlaufen um mal ein paar markante Punkte zu finden. Und jetzt wird auf den Vollmond gewartet. gut. 3 Tage vor Vollmond geht das ganze Theater los.


    Dann vielleicht Wildfleisch zu sich nehmen. Das ehrt die Tiere in dem Wald. Ich habe in der Zeit tatsächlich Reh- und Hirschgulasch gegessen. Auch sollte man Wasser aus dem Gebiet trinken. Was vielleicht ein wenig schwirig ist, wenn da keine Quelle ist. Aber da könnte man pragmatisch veranlagt sein, und eine Flasche mit Wasser mitschleppen und dann sagen, ich habe Wasser aus dem Gebiet mitgebracht.


    Also Vormittags den Startpunkt anlaufen. Den Magischen Wesen erzählen was man vorhat, wie weit das Gebiet geht, wie lang die Jagd gehen soll. Und ich habe ihnen auch gleich gesagt was ich "erjage(n)" (will) In dem Punkt bin ich ja völlig Schmerzfrei.Eine Opfergabe, Obst und Brot hinterlassen. Und losgehen. Als ich wieder am Baum ankam waren die Gaben tatsächlich weg. Ein zeichen das diese Wesen mit mir spielen wollen/werden ;)


    Das ganze machte ich dann am Nachmittag wieder.


    Und nocheinmal zur Abenddämmerung.



    Und dann kam die Vollmondnacht.



    Also schwarze Kleidung angezogen. Eine robuste Hose und Jacke. Feste Schuhe, und Arbeitshandschuhe eingepackt. Streichhölzer und ein Stück von einer Alraunenwurzel. Zur festgelegten Zeit in den Wald und am Treffpunkt sein.


    Hier nun alles vorbereiten. Kleine Holzstückchen suchen, für ein Feuerchen, !das man wirklich nur da im Wald machen darf wo es gekennzeichnet ist!


    Das Feuer anzünden und das Feuer laut Gwynn ap Nudd dem König der Anderwelt und Herr der Jagd weihen. Am besten mit einem Gedicht. (scheinbar versteht einem die Anderswelt sonst nicht). Wäre ganz praktisch wenn wenn in dem Gedicht so offene Lichtung und dunkler Wald erwähnt wird, so ein Zweig in der Hand, der Rauch der Alraune sollte auch noch erwähnt werden, immhin ist sie ja der Schwarze Wächterin. In dem Buch Merlyns Lehren ist ein passendes Gedicht. Wobei der wilde und fruchtbare Atem von dem Gott quatsch ist, es ist eher ein furchtbarer Atem.


    Wenn es jemand erwünscht kann noch eine Mondwäsche ausgeführt werden. Um die Verschwiegenheit und verborgene Intuition aufgenommen wird.



    Nachdem nun das Feuer nur noch eine Aschenglut ist, wird das Wurzelstück der Alraune hervor geholt und wenn man Geistig bereit ist, wirft man es in die Glut. Hier mit wird der Geist der Alraune freigelassen. Der dunkle Wächter. Der Gegenspieler in diesem Wettstreit. Der alles unternimmt damit man sein Ziel nicht erreicht. So wie Gwynn ap Nudd als König über die Jagd herscht, so herscht die Mandragora als Geist über die Jagd. (Mächtige Gegner oder so) Es kann auch DIE Wächterin sein, die alles unternimmt, das man sein Ziel nicht erreicht. je nachdem wie man das sieht ;) )


    Sobald der Rauch der Alraune aufsteigt, gibt es keine Anweisungen mehr. Da gibt es nur eins..., losgehen. Die schwarze Wächterin wird einen schon einholen. Was einem dann auf der Strecke geschieht, kann man nicht vorhersagen. Weil es für jeden was anderes ist. Es gibt die möglichkeit die Jagd abzubrechen. Sobald man sich umdreht und einen Schritt zurück macht, ist die Jagd abgebrochen.


    Ich persönlich glaube das man sich selbst begegnet und seiner Angst. Und der muß oder kann man sich dann stellen.


    Das Ziel ist dann erreicht, wenn ich innerhalb der angesagten Zeit ankomme, in jedenfall vor dem Morgengrauen, den sobald es Hell wird, verliert die schwarze Wächterin ihre Kraft. Dann kann ich meinen Preis einfordern. Es heißt das auch die Magischen Wesen dort einem Lebenslang dienen müßen. Ob es dem so ist.... ?


    Wenn man die Jagd nicht bestanden hat... so ist an die Magischen Wesen in dem Gebiet einen Preis zu zahlen. Sie fordern kein Blutopfer. Eher einen seltenen Wein, Honigwaben, oder sonst irgenwas. Man sollte es auch bezahlen, immerhin bieten sie einen fairen Kampf.


    Ganz zum Schluss den Wesen danke sagen und vielleicht öfters mal mit Gaben besuchen.

  • Hallo Stachelturm,

    In einigen Gegenden kann auch die Perch oder die Holle unterwegs sein. Sie reitet oder fährt in einem Wagen mit Heimchen.

    ich habe das Glück in einer Gegend zu wohnen, in der eine wunderbare und inhaltsreiche Ausstellung, in Meiningen, über die Frau Holle war. Geboren bin ich unterhalb des Hörselberges und da gibt es heute noch die Geschichten der Frau Holle, die meine Oma in der Kindheit erzählt hat. In besonderen Nächten sind die wilden Reiter mit der Frau Holle auf dem Hörselberg zu hören. Es gibt unterhalb des Hörselberges in Schönau ein wunderbares kleines Museum, in der Frau Holle zu sehen und Geschichten zu lesen sind.
    In den Rau(c)hnächten wurde in meiner Kindheit bei uns zu Hause die Geschichte der Frau Holle mit den wilden Reitern erzählt, noch heute nehme ich das Sagenbuch zum lesen in die Hand und denke gerne an die Zeit zurück.


    Mit :heart: lichen Grüßen
    :teleskop: Bernd

    mit dem :heart: sehen - mit dem :heart: gehen - mit dem :heart: handeln
    Bernd Hornaff
    :heart: