Im Namen der Erleuchtung

  • Hallo @all,


    am Rande des Themas

    Gut oder schlecht ist für einen spirituell Suchenden bei dieser Grundbildung dann von Bedeutung wenn das Erwachen des Liebesprinzip im Einzelnen einsetzt. Dem Threadthema folgend >der Weg zur Erleuchtung< zur Weisheit angetreten wird. Denn dann ist Selbstveranwortung angesagt, kein Meister, Lehrer oder Guro wird mir diese Selbstverantwortung abnehmen.
    Das Liebesprinzip kann ich auch in einer Religion leben. Ich gehe sogar soweit zu sagen: mancher Seelen-Inkarnationsauftrag kann nur in einer Religion gelebt werden
    Ich erwähne da mal die Mutter Theresa und die katholische Kirche.

    danke für alle Beiträge in diesem thread, welche nicht mit einer "nur" Ansicht generalisieren,
    es gibt überall solche und solche, an sich bedeutet eine Kirche oder eine Praxis wie Yoga, Buddhismus und andere
    aber auch freieren Wegen
    bei xyz Mitgliedern oder Praktizierenden auch xyz verschiedene Versionen und Erlebnisformen und Wege davon.
    Auch in der Kirche, welche hier angesprochen wurde, gibt es auf dem Weg zur Erleuchtung oder Erlösung
    innerhalb der Priesterschaft selbst ganz andere Erfahrungen, als Mutter Teresa sie machte
    Hier ein m.E. sehr ernst zu nehmender Beitrag mit dem Inhalt,
    wie Kirche durch Macht und auch Magie ihre Mitglieder manipuliert und einschränkt
    link
    bei den posts darunter ein Beitrag von gestern
    einer Schamanin, welche Leute von solchem Zauber entbindet


    viele Grüße


    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • [sbox=blau] @theblue6 / @Sunshine16 / @c light / @Panther-Adler / @toshka
    Edit Wolfsspur: Alle Beiträge zur Desiderata hier im Thread gelöscht.


    • Es gibt bereits einen Thread namens Desiderata, was man hätte beim Verwenden der Suchfunktion leicht hätte selbst merken können.
    • Ein Austausch über die Desiderata in diesem Thread wird zwangsläufig vom Eingangsthema weg -und damit zum off topic führen. Auch darauf kann man eigentlich selbst kommen.
    • Die teilweise hart am Rande der Netiquette geführten Auseinandersetzungen darüber, ob die Desiderata nun hier im Thread etwas zu suchen hätte oder nicht, sind klare off topics. So etwas geht per PN.


    Jeder hat seine hier eingestellten Postings von mir per PN bekommen. Ihr könnt diese gern unter dem vorhandenen Thema zur Desiderata wieder einstellen. Wer an den Auseinandersetzungen teilgenommen hat, darf seine Texte gern in Eigenregie auseinanderbasteln und den Off-topic-Kram vor dem erneuten Einstellen im vorhandenen Thread selbst rauseditieren.


    Ansonsten mache ich darauf aufmerksam, dass mich dieses Edit allerhand Zeit gekostet hat.
    Sollten mir die auseinandersetzungsfreudigen User in nächster Zeit erneut durch off topics auffallen behalte ich mir vor, einfach ein paar Häkchen zu setzen und auf "Löschen" zu klicken. Wer seine Postings ohne nerviges "Für und Wider zur Desiderata in diesem Thread" verfasste, muss sich davon nicht angesprochen fühlen.


    :]
    [/sbox]

  • Hallo @all,


    seit einiger Zeit beschäftigt mich, dass in den Westen, nach Europa, (traditionell vorhandene derzeitige Religion = christlich)
    immer wieder sogenannte Meister und andere Lehrer bishin kommen, welche unser vorhandenes traditionelles Wissen hier relativ von oben herab
    als sehr begrenzt abtun und an sich als minderwertig gegenüber den asiatischen Erkenntnissen und Wegen (welche mich nach wie vor sehr interessieren und beschäftigen) darstellen,
    vor allem dann, wenn eine echte Auseinandersetzung mit unserer Kultur inklusive Verständnis, gar nicht stattfand;


    Guten Morgen Christoph,


    da fällt mir der Wandermönch Swami Vivekananda ein, der in den Westen kam und sich sehr intensiv mit der westlichen Kultur und der westlichen Philosophie beschäftigte .
    Wäre o,g. Mönch somit ein Lehrer, der deine Zustimmung findet ?


    Liebe Grüße
    Sunshine

  • LIebe Sunshine,


    meine Meinung zu deiner Frage muss ja für niemanden anderen ein Kriterium sein, ich werde mich bemühen, sie sinngemäß zu beantworten.
    Danke dir für das Konkretisieren, in dem du den einen Satz heraushebst, das hilft und macht verständlicher, worauf du hinauswillst.


    Vivekananda - wie viele andere der "großen" oder sehr bekannt gewordenen Inder
    hatte westliche Bildungs-backgrounds (manche wie Gandhi oder Aurobindo studierten sogar in London) -
    und interessierte sich für westliche Philosophie - ebenso wie für hinduistische Tradition -
    und war auch Freimaurer.


    Er war jedoch in erster Linie - entsprechend seiner Tradition - an praktischer Umsetzung interessiert.
    Seine Größe liegt für mich darin, dass er sich nicht mit dem Hinweis darauf begnügte, dass es genüge, die Wahrheit in sich zu suchen, sondern eine Verbindung zwischen den positven Aspekten der östlichen und westlichen Kultur aktiv suchte und betrieb.
    Dazu finde ich den wiki-Artikel
    hier der link
    recht gut formuliert, falls jemand hier nach links dazu sucht, das braucht ja dann nicht weiter wiederholt werden.
    Wenn ich Texte von ihm las, so sah ich mich vor Werken, die alles andere als oberflächlich waren,
    sondern offensichtlich von einem Menschen, welcher schon sehr früh ein äußerst tiefes Wirklichkeitsverständis erlangte.


    Er war sehr ehrlich und authentisch und konsequent in seinem Tun, Handeln und Wirken.
    Sein Lehrer hatte nach einiger Zeit nach eigenen Aussagen damit zu tun, ihn erstmal mit ausreichendem Interessen in dieser Welt hier zu halten,
    da nicht mehr viele Bindungen bestanden, welche seine Seele in dieser Welt hielten.


    Er verfügte über äußerst hohe geistige Auffassungsgabe, Verständnis und Gedächtnis, und ging bei seinen Meditationen - äußerst tief.


    Seine Anliegen waren frei von all dem, was oft diversen Gurus und sogen. Meistern an weltlichen Verfehlungen vorgeworfen wird (Macht, Sex, Geld, ev. Drogen usw.). Wenn man einmal in tatsächlicher Berührung mit dieser Weltsicht kommt, wird das verständlich, es gibt diese Ebene für Menschen, welche 24h am Tag danach leben, auf welcher dies alles nicht mehr viel bedeutet.
    Also in diesem Sinne hast du mit deiner Frage zum Thema gehörig - ein positives Beispiel eingebracht.
    Wennjemand mit aller Gewalt unbedingt einen Fehler finden will, wird immer mit viel Künstlichkeit irgendein Haar in der Suppe entdecken.


    Vivekananda wird in Indien respektiert und gelesen,
    die Stätte an welcher seine sterblichen Überreste sich befinden, ist nach wie vor äußerst kraftvoll aufgeladen.


    Sein Kommentar der Yoga Sutras ist nach wie vor ein Standard, auch von Indern empfohlen,
    seine Worte reflektieren inneres Verstehen und auch kraft echten Wissens erklären zu können
    (schreibt jemand, der nach über 20 Jahren diverser Praktiken - so eben Zeit dafür war - nun der Meinung ist,
    zumindest ein paar wenige der Verse wirklich - also von Innen heraus - zu verstehen).


    Als Mönch in Indien hatte er unter anderem jemanden das Leben gerettet -
    als einer der dort üblichen Nutztier-Wassebüffel durchging und dabei, eine schwangere Frau niederzurennen -
    sich dazwischengeworfen mit der Überlegung, dass es besser sei, wenn er als Mönch ohne Familie sterbe und sie als Frau mit Kind weiterlebe -
    woraufhin das Tier abließ und alle überlebten, das wusste er vorher nicht.



    Um nochmal zu deiner Frage zurückzukehren, er kam im Laufe immer mehr zu der Überzeugung, dass die indische Vedanta-Philosophie den anderen -
    vor allem denen des Westens und auch unserem Glauben und Kultur - sehr überlegen sei,
    obwohl der den wesentlichen Inhalt davon als etwas Allgemeingültiges betrachtete.


    In diesem Punkt sind mir seine Äußerungen mir oft zu einseitig. Ich glaube nicht, dass beispielsweise ein Franz von Assisi in dieser irdischen Existenzspanne und dem was er hinterließ, noch irgendetwas hätte drauflegen sollen.


    Und wichtig ist aus meiner persönlichen Sicht für das Heute, nicht nur so sehr rigide Ansprüche zu stellen, wie das die vedische Philosophie oft macht, sondern auch eine Weltsicht zu vertreten, in welcher die Praktizierenden ihre eigene Authentizität, persönlichen Qualitäten und Bedürfnisse leben können und die innere Berechtigung nicht nur theoretisch sondern auch fühlbar (Wahrnehmung) dazu vorfinden, und zwar von Herzen her.
    Hatte Vivekananda länger gelebt – gut er wollte ja dies gar nicht so sehr – wären vermutlich viele weitere wichtige und interessante Überlegungen geboren worden.



    Vivekananda wurde von seinem Lehrer vorausgesagt, im Moment des Todes in den Zustand vollkommener Freiheit/Befreiung
    einzugehen, ich bin sicher, dass dies so ist.



    Mit echtem Respekt vor diesem sehr großartigen Menschen


    viele Grüße


    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • Hallo Christoph,


    das was für Dich als absolut positives Beispiel gilt - sehen andere wieder mit ganz anderen Augen.


    Dir ist sicherlich bekannt, dass Vivekananda der westlichen Welt seine ganz spezielle, neue Sichtweise des Hinduismus darbot. Kritiker bemängeln, dass er der westlichen Welt einige wichtige Aspekte nicht erwähnte und nur die positiven Aspekte des Hinduismus hervorhob. So sei eine verzerrte Wahrnehmung des Hinduismus entstanden.Duch seine neuen Auslegungen sei eine Richtung enstanden, die auch als
    Neo-Vendanta bezeichnet wird.


    Unbestritten ist, dass er durch diese Vereinfachung eine sehr große charismatische Wirkung auf Andere hatte.


    Ich liebe es, möglichst viele Blickwinkel zu betrachten, daher nun hier als völliges Kontrastprogramm ein
    kritischer Link , zu dieser Thematik.
    Wie findest Du den ?
    (Ob dieser Link in allem sachlich korrekt ist, kann ich nicht beurteilen, dafür habe ich zu wenig Hintergrundwissen.)
    Interessant ist es jedoch - mal die andere Seite zu betrachten.


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-104674098.html


    Trat er als Vertreter des Hinduismus auf, obwohl er viele alte Lehren in seiner Auslegung weitergab ?
    Ist dies nicht ein Widerspruch ?


    Liebe Grüße
    Sunshine

    Einmal editiert, zuletzt von Sunshine16 ()

  • Nun, wenn die Autoren eines solchen Artikels ein nur paar Basics studiert hätten,
    als Beispiel, wie lange es schon tradierte Schriften über Yoga-Körperübungen gibt, und das kann auch jeder Leser hier mit ein paar klicks herausfinden,
    wäre wohl einiges anders ausgefallen.
    Und die Idee, vom Schreibtisch aus solche Dinge verstehen zu können - kommt eben nur einem Schreibtischmenschen.



    Aus meiner Sicht gibt es nicht d e n Hinduismus,
    alleine schon deshalb, weil es innerhalb vollkommen verschiedene und auch gegensätzliche Strömungen gibt,
    innerhalb von denen - ob alt ob neu - nicht nur Gutes dabei sein muss - so wie in jeder Religion/Praxis/Lebensphilosophie des vorkommen kann.
    Genau das ist das Thema dieses threads, wie ich bereits schrieb.


    Wenn dich Neo-Vedanta stört, welchen Weg begehst du, um zu original-Vedanta zu kommen, oder geht es nur um Worte?



    viele Grüße


    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)