Die neue Katze - immer im Stress

  • Wir haben hier seit August ein neues Kätzchen. Nelly, bisschen über ein Jahr alt. Sie war vorher bei einem sehr jungen Ehepaar, die jetzt ein Baby bekommen haben und in einer viel zu kleinen Wohung wohnen, drum haben sie Nelly abgegeben.
    Wir haben sie genommen, weil die kleine, junge Molly, auch bisschen über ein Jahr alt, sich mit den beiden alten Katzen Missy und Elvis ziemlich gelangweilt hat. Jo, wir haben jetzt hier vier Katzen. Die Wohnung ist groß genug, da ist alles oke.



    Problem ist: Nelly wusste vorher nicht, dass es noch andere Katzen auf der Welt gibt. Mit der kleinen Molly kommt sie einigermaßen aus. Die beiden streiten sich leider immer wieder, aber immerhin hat Nelly keine Angst vor Molly.
    Aber vor Missy und Elvis hat sie Todesangst. Sie knurrt, wenn sich eine der beiden alten Katzen nähert, sie faucht, greift an und flüchtet dann. Dabei geht dies und das kaputt, und ich finde manchmal Kotbrocken, die sie vor Angst auslässt.
    Das ist grässlicher Stress für alle Katzen, vor allem für Nelly.


    Mein ihr, da geht noch was? Besteht irgendeine Hoffnung, dass Nelly sich noch versühnt mit den beiden Alten, oder müssen wir sie wieder abgeben? Das hätten wir schon längst getan, nur haben wir sie ja auch lieb, und vor allem: sie war so dermaßen verstört, als sie neu bei uns war (naja, ist normal). Das hat auch zwei Wochen gedauert, bis sie unterm Sofa rausgekommen ist und sich mal hat anfassen lassen. Und dann, als sie sich hier sicherer gefühlt hat, wurde erst offensichtlich, dass das mit den Alten nicht klappt. Wir ham anfangs noch gedacht, mei, das wird sich geben, so wie sie auch die Angst vor uns Menschen verloren hat. Leider ergibt sich da gar nix, und grad weil ich Nelly lieb habe, möchte ich, dass dieser Stress für sie aufhört. Und auch für uns und die andern Katzen!


    Wir haben halt gedacht, wieder woanders hin, wahrscheinlich erst mal wohin, wo viele andere Katzen sind, die auch auf ein neues Zuhause warten, das wär auch schecklich und stressig für Nelly.
    Aber so gehts nicht weiter.


    Mir ist neulich aufgefallen, dass sie während der rückläufigen Venus zu uns gekommen ist. Ich will das nicht überbewerten, allerdings hab ich so meine Erfahrungen mit der rückläufigen Venus, und diese Tatsache nimmt mir noch mehr den Mut, dass das mit uns und Nelly was werden kann.


    Kann ein immerhin schon ein Jahr altes Kätzchen noch so viel lernen, dass sie ihre Angst vor den alten Katzen verliert?
    Was tun?
    Bachblüten hatten wir schon im Einsatz. Vielleicht nicht konsequent genug. Ich bin aber das Gezuchtel wirklich LEID, ich will hier wieder Ruhe und Frieden untern den Katzen, und den Menschen ein Wohlgefallen!


    Grad sitzt sie unter meinem Stuhl und knurrt, weil Missy auch im Zimmer ist.



    SEUFZ!

  • Hej, Vetch,
    mit mehreren Katzen gleichzeitig kenne ich mich nicht wirklich aus (wir hatten immer nur eine nach der anderen), aber mir kam ein Gedanke:


    Katzen kommunizieren ja nicht nur über Angriff und Fauchen. Mir kam in den Sinn, dass die alten Katzen vielleicht durch Blicke oder für uns nicht hörbare Geräusche der kleinen Angst einjagen.
    Deshalb würde ich nicht bei der kleinen Katze ansetzen, sondern bei den beiden alten.
    Weißt Du wer der Chef der Katzen ist?
    Ich würde versuchen den Chef/die Chefin bei der Eingewöhnung der jungen Katze mit einzubeziehen. Bei zwei Katzen wäre das sicher leicht machbar, nur bei vier Katzen ist das etwas schwieriger.


    Bei zwei Katzen würde ich wie folgt vorgehen (Vielleicht hast Du dann ja eine Idee, wie das bei vier Katzen laufen könnte):


    Ich würde die Chefkatze und die kleine Katze gemeinsam füttern, streicheln usw. Wobei die Chefkatze immer zuerst gefüttert und gestreichelt werden sollte. Sie muss sicher sein, dass die kleine Katze ihr den Rang nicht nimmt und dass sie in Deiner Gunst noch immer auf dem ersten Platz steht.
    Außerdem würde ich, zunächst andere Reize (z. B. andere Familienmitglieder bzw. hier andere Katzen) erst mal bei der Annäherung außen vor zu lassen. Für die kleine Katze könnte das zu viel sein.
    Bei nur zwei Katzen ist das wie gesagt recht einfach. Einfach möglichst oft allein mit beiden Katzen in einem Raum sein und sie zunächst beobachten und der Reihe nach (Rang beachten) füttern.
    Später vielleicht einfach mal auf den Boden setzen, stricken oder malen oder irgend etwas ganz ruhiges. Meist kommt dann eine Katze neugierig an.
    Wichtig ist, ruhig zu bleiben, auch wenn eine der Katzen lärmt.
    Wenn sich beide Katzen nähern oder Aufmerksamkeit haben wollen, musst Du auch auf den Rang achten. - Sucht die Kleine z. B. Schutz, dann darfst Du sie zwar in den Arm nehmen, aber dann wende Dich der Chefkatze zu und streichle sie mit der anderen Hand. So merkt sie, dass sie nicht zu kurz kommt.


    Das ist jetzt nur so ein spontaner Gedanke, da Katzen immer sehr auf ihren Rang in der Familie pochen.
    Wie Du es bei Deinen vier Katzen und sicher noch weiteren Familienmitgliedern umsetzen sollst, weiß ich aber nicht so genau.
    Vielleicht hast Du ja eine Idee.


    Zu mir kam übrigens mal eine Katze, die ähnliche Probleme hatte und ähnlich jung war.
    Eine INet-Bekannte hatte sie aus Spanien kommen lassen. (Straßenkatze) Dann stellte sie aber fest, dass diese Katze recht wild ist und sich nicht mit den anderen drei Katzen im Hause verträgt. Sie biss nicht nur die anderen Katzen, sondern auch die Tochter des Hauses. Außerdem ließ sie sich nicht streicheln. Einmal streicheln ging, doch wenn die Hand dann noch mal kam, hatte man die Katze an der Hand hängen. - Ein kleines gefährliches Raubtier also.


    Da hab ich die Katze zu mir genommen.
    In der Eingewöhnungsphase durfte keines meiner Kinder und auch nicht mein Mann zu der Katze. Ich habe mir nur zu ihr gesetzt, ihr Fressen hingestellt ein-zwei ruhige Sätze gesagt und dann ein Buch gelesen. Irgendwann kam sie dann zu mir auf den Schoß und ich durfte sie auch streicheln. Wie erwartet, wollte sie dann zubeißen. Doch ich zog die Hand nicht im Reflex weg, sondern ließ es darauf ankommen. Sie schien dadurch etwas aus dem Konzept gebracht zu sein und biss nicht, sondern es war mehr ein Kneifen. Dann sprang sie von mir runter, zog den Kopf ein und versteckte sich. Ich blieb sitzen und habe weiter gelesen, als wenn nichts gewesen wäre. Schon nach nur 1-2 Minuten saß sie wieder auf meinem Schoß und ich konnte sie sogar ganz normal streicheln. - Das Eis war gebrochen.
    Auch meine Kinder konnten sie danach streicheln.


    Mit meinem Mann hat es etwas gedauert, da er damals meistens Uniform trug. Sie ängstigte sich davor sehr, ebenso wie vor flatternder Wäsche oder offenen Jacken, die sich im Wind leicht bewegen. Auch Wolldecken ängstigten sie. Es hat fast zwei Monate gedauert, bis auch diese Ängste weg waren.
    Wieder musste ich mich mit einem Buch ruhig hinsetzen und wie zufällig eine Wolldecke neben mir liegen haben. Wenn sich mein liebes Felltier näherte und ich sie streicheln durfte, zog ich immer ganz langsam die Decke etwas näher. Am Ende war die Angst vor Decken und flatternden Wäschestücken weg und die Wolldecke wurde sogar zur Lieblingsdecke meiner Katze, in die man sie auch mal einwickeln durfte.
    Die Angst vor Uniformen und vor Tierärzten blieb aber - etwas abgeschwächt - vorhanden.


    Wir hatten noch fast 14 schöne gemeinsame Jahre.


    Sorry, so viel wollte ich nun gar nicht schreiben. Da ging es mal wieder mit mir durch. Was für ein Roman, entschuldige bitte.


    Wichtig ist, meiner Meinung nach, immer ruhig zu bleiben und zu handeln und sich in das Tier (Denkweise, Ängste ...usw.) hineinzuversetzen.
    (Ähnlich bin ich auch schon bei nervösen Hunden und angrifflustigen Pferden vorgegangen.)


    Vielleicht hilft Dir das ja weiter oder Du kannst einen eigenen kleinen Plan entwickeln?
    Gib nicht auf.


    :sonne: Eirashand

  • Achwas, vielen Dank für die ausführliche Antwort! :)



    Gefüttert werden die 3 Alteingesessen immer zu erst, schon allein deswegen, weil Nelly sich nicht zur Futterstelle wagt, wenn eine andere da ist.


    Die Chefkatze hier ist Missy. Das ist allen hier im Haus klar - sie ist sozusagen meine Schwiegermutter :D Da hat auch Nellys Ankunft nix dran geändert, da achten wir drauf. Ich werde allerdings noch mehr darauf achten.


    Ich habe oft das Gefühl, Missy möchte Nelly mal nahe kommen und sie beschnuppern. Grad heute hat sie sich mehrfach der Kleinen genähert und dabei - für meine Ohren - freundliche, beruhigende Geräusche gemacht. Nützt nix, Nelly knurrt und hat Panik. Manchmal lässt Missy sie dann in Ruhe. Nicht immer. Dann gibts halt Gezeter und Flucht.
    Und dann kommts auch vor, dass Missy auf Nelly zugeht, weil sie ihr eine runterhaun möchte, und ich muss wirklich sagen: Ich fühle auch manchmal wie Missy. Nelly ist viel jünger und stärker als die beiden Alten, sie braucht vor nix Angst haben. Was ein Gezuchtel.


    Dann Elvis, der alte Zausel. Er ist ein sehr ... distanzloser Kater, auch bei uns. Heute Nacht hat er mich durch (Milch)Tritte in den Magen geweckt, und dann steht er Millimeter vor meinem Gesicht und schnurrt wie ein Hubschrauber. (Fehlt noch, dass der Walkürenritt erklingt, wie in Apokalypse Now...)
    Molly springt ihn oft an, aus Spaß, die beiden kuscheln auch mal. Missy ist oft sehr von ihm genervt, sie faucht, er trollt sich. Die drei Katzen haben sich arrangiert.


    Aber Nelly, wenn sich Elvis ihr nähert, knurrt, weicht zurück, flüchtet ins hinterste Eck. Und er, statt sie in Ruhe zu lassen, geht ihr nach und baut sich vor ihr auf, kommt näher und näher, bis sie in Todespanik durch die Wohnung hetzt. Und er hinterher. Was der Alte Opa plötzlich an Energie mobilisiert!
    Die Kotbrocken, die ich finde, die kommen von solchen Gelegenheiten. Nelly hat wirklich Panik. Das kann auf Dauer nicht gesund sein für so ein kleines Tier.
    Und Elvis sucht diese Konfrontationen (wir hindern ihn daran, wenn wirs mitbekommen). Es sieht so aus, als ob er helle Freude daran hat, dass er das hübsche junge Kätzchen so beeindrucken kann.


    Ich will ja nichts Menschliches reininterpretieren. So siehts halt aus.


    Es ist halt so, dass das jetzt schon lange geht und wir uns fragen, ob wir durch Nicht-Aufgeben nicht allen vier Katzen schaden.



    Meh.

  • Süüüssss, aber nicht wirklich entspannt - so wirkt sie auch auf mich.


    Mir scheint, sie hat das größte Problem mit dem Elvis, wenn ich das richtig gelesen habe.
    Fällt Dir denn eine Möglichkeit ein, die Beziehung dieser beide Katzen erst mal zu harmonisieren?


    - Die kleine auf den Schoß nehmen, streicheln usw. und dann den Alten anlocken? Das entspricht zwar nicht der Rangfolge unter den Katzen, aber der Elvis scheint ja sonst ganz gut mit der Situation klar zu kommen. - Zumindest ist er neugierig.
    Ihn zu bremsen, halte ich nicht für so sinnvoll.
    Ich hab schon bei vielen Menschen gesehen, die ihre Katzen bremsen wollten mit lauten Worten oder sogar, indem sie der wilden Katze hinterher jagten.
    Das macht solche Situationen nur noch schlimmer und bringt Stress für alle Katzen.
    Die Angst, die anderen Katzen zu stressen, kann ich aber nachvollziehen.


    Was könnte man also tun, um den Stress von allen Katzen zu nehmen, die Neugierde des Alten zu stillen und die Angst der Kleinen zu mindern?
    Vielleicht magst Du mal so grob darüber nachdenken.


    Mir fällt auf die Schnelle nur ein:


    - Ruhe bewahren und in den schwierigen Situationen auch ruhig bleiben.
    Z. B. die gerade nicht beteiligten Katzen hinaustragen und dabei ruhig bleiben. Jede Katze einzeln hinausbringen und sie dabei streicheln. Also nicht dem Alten hinterher jagen oder schimpfen.


    - Den Rest der Familie hinaus bitten und allein mit Elvis und er Kleinen Katze im Raum bleiben. - Tür schließen.


    - Sich in die Mitte setzen und - sofern sie es zulässt - die Kleine auf den Schoß nehmen. - Doch nicht zu fest halten, denn das macht noch mehr Angst. Sie einfach nur streicheln und (wenn Du kannst) ihr beruhigende Laute vortragen. (Viele Katzenbesitzer "sprechen" ja schon fast wie ihre Katze. - Meinte Tochter hat früher oft so geschnurrt wie unsere Katze, wenn sie diese streichelte) Als Alternative könntest Du vielleicht auch summen. (Das habe ich schon oft gemacht, wenn ich unruhige Tiere vor mir hatte. Meist hat das allein schon geholgen.)


    Das ist jetzt nur wieder so eine wilde Ideensammlung von mir. :peinlich:


    Weißt Du, wie sie in der anderen Familie geprägt wurde? - War es dort eher unruhig? - Hat man sich der Katze eher aufgedrängt? - Wie wurde mit der Katze umgegangen, nachdem das Baby da war? (Manchmal haben frische Eltern viel zu viel Angst und behandeln dann die Katze unbewusst wie etwas, von dem eine Gefahr für das Baby ausgeht. Katzen bemerken so ein neues/fremdes oft aber unbewusstes Verhalten rasch und reagieren darauf.)


    Von Tierheilung habe ich leider keine Ahnung, auch wenn mir einige Menschen schon nahe gelegt, haben, ich solle Pferdeflüsterer oder ähnliches werden.
    Ich folge nur immer meinem Bauchgefühl.


    Bei dem Foto geht es mir ähnlich. Was ich jetzt schreibe ist nur so ein Bauchgefühl und eine Frage:
    Hast Du Dir schon mal den Bereich angeschaut, wo die Halswirbelsäule endet und die Brustwirbelsäule beginnt?
    Sie wirkt dort so verkrampft/verspannt.
    Wenn Du mal Zeit für sie allein hast, könntest Du sie vielleicht dort mal massieren und fühlen, wie sich dieser Bereich anfühlt.
    Das entspannt sie vielleicht auch und so ist sie insgesamt evtl. entspannter.
    Wenn Du dann auch noch zunächst an der Beziehung zwischen Elvis und ihr arbeitest, könnte das schon viel bringen.
    Der Rest regelt sich dann vielleicht auch bald.


    Bedenke aber, dass all dies nur wirre Gedanken sind, da ich nicht wirklich Ahnung von Tierheilung oder Tierkommunikation habe.
    Sie das alles nur als Anregung an, selbst Ideen zu entwickeln.


    Ich glaube aber, dass es hier im Forum sicher Menschen gibt, die mehr Ahnung haben.
    Vielleicht können sie Dir ja noch einige Bachblüten, homöopathische Mittel oder ähnliches nennen.
    Wenn eine Verspannung oder ähnliches im geschilderten Wirbelsäulenbereich vorliegt, könnten sie Dir vielleicht auch sagen, was das bedeutet. (Bei der Dorntherapie - und sicher auch bei anderen Therapien - geht man ja auch davon aus, dass jeder Wirbel eine Bedeutung hat.)


    So viel von mir.
    Ich hoffe, Du bekommst viele hilfreiche Antworten, die rasch eine Lösung bringen.


    :sonne: Eirashand

  • Wie sie bei dem jungen Ehepaar war, wissen wir nicht so genau. Auf jeden Fall lebhaft und auch nicht besonders kuschlig. Das ist ja auch in Ordnung, zum Zwangskuscheln hab ich meinen Stoffalligator, der mag immer...


    Was wir gehört haben: sehr kleine Wohnung (zwei Zimmer) und dass sie mit dem Mann nicht so gut klarkam. Ich glaub, sie war auch viel alleine. Weiß ich aber nicht genau. Das Baby war noch nicht da, als sie zu uns kam, und wir haben den Verdacht, dass die jungen Eltern auch Sorge hatten, sie könnte es kratzen. Sie ist bisschen wild.


    Drum ist das wahrscheinlich auch schwierig mit dem auf den Schoß nehmen und streicheln... Wenn Elvis in der Nähe ist, muss ich sie am Nacken festhalten, sonst ist sie weg. Und das scheint mir nicht sehr sinnvoll.


    Den alten Elvis nicht jagen und nicht schimpfen.... oje.
    Nelly hockt jetzt grade auf Kisten in meinem Zimmer (sie fühlt sich hier sicher), Elvis kam rein, sah Nelly, sah mich, und dann hat er gleich wieder kehrt gemacht. Das find ich oke, bloß, was ist, wenn die Katzen alleine sind?


    Jo, oke, ich werd versuchen, ihn nicht mehr zu schimpfen. Den alten Dödel... X)


    Ich werd paar Sachen versuchen, die du vorschlägst. Also, so angepasst, wie's halt geht. Die Geräusche machen, summen, beruhigend brummeln und so, oh, da bin ich inzwischen so geübt drin... Ja, mal Elvis und sie und ich in meinem kleinen Zimmer, das probier ich aus.


    Ich versteh von Tierheilung viel viel VIEL weniger als du, und ich werd mal vorsichtig bei ihrer Wirbelsäule spüren. Wenn sie mich lässt.


    Jetzt ist sie grad von den Kisten runter und hat sich auf der grünen Decke eingeringelt. Sie sind so niedlich, wenn sie schlafen... X)

  • Zitat

    Jetzt ist sie grad von den Kisten runter und hat sich auf der grünen
    Decke eingeringelt. Sie sind so niedlich, wenn sie schlafen... X)

    *gg* Ja, Katzen und Kinder ... Beide "Arten" sind ja soooo... niedlich, wenn sie Schlafen. :D Sonst aber eher kleine Monster. Öhm, ich spreche jetzt von meinen Kindern und der Katz.


    Ich drücke Euch die Daumen.
    :sonne: Eirashand

  • Liebe Vetch,
    Wenn ich in dieser Situation wäre, würde ich eine Tierkommunikatorin aufsuchen. Und ganz zur Not (aber echt nur zur Not), Nelly ein Daheim als Einzelkatze suchen.


    Ich schrei jetzt nicht "Hallo", weil ich meine alte Katze im Juli mit fast 19 einschläfern lassen hab müssen und es mir gefühlt noch zu früh ist für ein neue Katze, aber Vetch... wenn es gar nicht mehr anders gehen sollte, dann bring sie halt zu mir. Ich hab seit Kindheit Erfahrung mit Katzen, auch mit ängstlichen.


    Hier übrigens der Link zu der Tierkomminkatorin, die ich persönlich kenne und aus eigener mehrfach positiver Erfahrung von Herzen empfehle: http://www.tierfluesterer.de
    Solltest Du Andrea anrufen, kannst Du sie herzlich von mir grüßen.
    Viele Grüße,
    Panther-Adler

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • Ich hab grad die Spinnengeschichte auf der Seite der Lady gelesen. Die gefällt mir sehr gut! :D


    Nelly ist nicht nur ängstlich, sie ist auch lebhaft und frech. Sie hats bloß nicht so mit anderen Katzen.


    Ich hab ihr auch schon viel erklärt, und ich habe den Eindruck, dass sie einiges verstanden hat. Allerdings kommuniziere ich nicht mit Bildern (ich habs so gar nicht mitm Visualisieren), sondern ich laber halt alle zu. Auch die Katzen. Meine Emotionen sind bestimmt angekommen.
    Ich nehme mir jetzt erst mal die Hinweise auf der Seite der Lady zu Herzen und übe, mit den Katzen hier anders zu kommunizieren. Mehr Bilder, weniger Worte. Ist für mich auch ne gute Übung, denk ich.


    Und wenns gar nicht geht, dann bin ich schon mal froh, dass sie notfalls vielleicht zu dir kann, da hab ich nämlich ein gutes Gefühl dabei. Na, mal sehn, Schnusel und ich wollen sie ja gar nicht hergeben.
    Ich muss auch die andern drei fragen, ob die sich überhaupt vorstellen können, dass Nelly bei uns bleibt.


    Work in Progress...

  • Natürlich ist es eine Arbeit im Werden :D Ihr sollt sie ja gar nicht hergeben.
    Und ja, klar sind Deine Emotionen und Gedanken bei ihr angekommen. Sie ist ja nicht unterbelichtet....
    Aber hör mal zu, was die Altkatzen sagen, vor allem Elvis. Nicht zuquasseln, zuhören...
    Und jetzt frag mich bloß nicht, was das alles mit einem bespannten Holzrahmen zu tun haben soll... das weiß ich auch nicht, den seh ich aber andauernd vor mir, wenn ich das Thema les', so ein Holzrahmen, auf den sich was spannen lässt, wie bei Seidenmalerei oder so...
    was auch immer das heißen soll...
    Gute Nacht,
    Panther-Adler

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • und wenn die Katze erst mal zeit bekommt? Ich mein sie ist ja erst seit 2 Monaten bei Euch.......



    gruß

    manchmal wünsche ich mir die Gelassenheit eines Stuhles
    den der muss auch mit jedem Arsch klar kommen


    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, ich habe noch mehr davon

  • Das genau ist meine Frage. Vieviel Zeit ist genug Zeit bei sowas? Zwei Monate Stress für vier Katzen kommen mir schon sehr lang vor.
    Ich geb Nelly gerne mehr Zeit, wenn es ne Chance gibt, dass die Situation sich verbessert. Aber wenn das nicht so ist, dann finde ich, dass wir die Situation nicht unnötig in die Länge ziehen müssen.


    Heute Nacht gabs wieder Drama. Und oh, vorher hab ich wirklich viel geschwiegen und reigefühlt, gestreichelt bei allen vieren und bei Nelly die Wirbelsäule langgestrichen (sie mochte das).
    Nahcts dann Missy, Nelly und Elvis unten, Schunsel und ich fast eingeschalfen im Bett, plötzlich Geknurre, dann Gefauche und Rumms, wildes Gerenne... Heute Morgen wieder Kotbrocken auf einer Fensterbank.


    Ich hab auch geträumt von den Katzen, ich hab geträumt, dass Nelly morgens dreckig und verängstigt ankam, sie hat gehumpelt und hatte eine Bisswunde an der rechten Hüfte. Ich bin mit ihr zur Tierärztin, und dort kamen auch Molly und Elvis zu Wort, in Menschengestalt. Molly war ein hübsches indisches Mädchen, von dem Gedöns eher verwirrt und unglücklich darüber (das deckt sich mit meiner Wahrnehmung im RL), Elvis war ein bisschen doofer Macker, der grinste und sagte, ja, die Bisswunde sei von ihm. Er jage die Kleine "ohne Löhr", das waren seine Worte.


    Ich glaub, den Traum kann ich getrost vergessen. Kam keine neue Info rüber, und Elvis hab ich auch nicht wirklich wiedererkannt. Und Nelly hat keine Bisswunde heute morgen, btw.

  • die anspannung der kleinen nelly ist nachvollziehbar.
    sie hat ihren alten platz und ihr vertrautes umfeld plötzlich verloren und ist in ein neues umfeld gekommen.
    das revier ist schon belegt von gleich 3 anderen katzen.
    für eine katze ist ein guter platz und ein revier wichtig. hier muss nelly sich klein machen und jederzeit damit rechnen angegriffen zu werden bei irgendeinem verhalten ihrerseits.
    und das 24 stunden am tag. sie hat keinen eigenen platz (maximal einen geduldeten) , geschweige denn ein revier um zu streunen ( was katzen lieben)
    und man stelle sich vor selbst 24 stunden am tag räumlichkeiten mit drei menschen zu teilen, die ihrerseits nicht hocherfreut sind über die eigene anwesenheit.wie soll man da nicht angespannt sein ?
    ich glaube ohne eingreifen von eurer seite wird sich da nicht viel ändern. die alten sind die *kings*


    akut könnte sie probeweise einmal für einige zeit oder ein paar tage ein eigenes revier bekommen. das könnte dein zimmer sein. da bekommt sie ihr eigenes fressen, katzenklo , hat ihren eigenen schlafplatz und die anderen kommen da erst einmal nicht hinein. GAR NICHT ! sie bekommt zuwendung und das gefühl vermittelt : hier hast du DEINEN platz. da passiert dir nichts, wir sorgen dafür, dir soll es gut gehen.
    weiter weiss ich nicht. aber so könnte man schauen, ob sie entspannter wird und die anderen merken, dass diese katze kein freiwild ist. ihr stärkt nellys position und steckt ihr ein revier ab, das sie sich selbst nicht schaffen kann und die anderen haben das zu akzeptieren.
    ich würde ihr wirklich einmal diese ruhe gönnen :katze: .
    und dann weiter schauen.



    die anregung von panther adler mit der tierkommunikation finde ich sehr gut.
    und was du geträumt hast, würde ich auch nicht einfach abtun.


    ob nelly schon bei den früheren besitzern angespannt war, würde ich klären. dann weisst du , ob mehr dahinter steckt als die schwierige neue situation.


    aus dem bauch raus , hätt ich zuerst gesagt, es ist gut für nelly einen einzelplatz zu haben. aber ich kenne mich auch nicht aus mit katzenhierarchien und inwieweit man da positiv einwirken kann.


    :aberglaube:


    * i believe there's a magic .... *

    Einmal editiert, zuletzt von toshka ()

  • Nachvollziehen kann ich alles, das machts nicht schöner...


    Problem ist: Die Wohnung ist groß, aber es gibt nicht für jede Katze ein eigenes Zimmer mit Liegeplatz.
    Es gibt zwei Zimmer, in denen Nelly alleine sein könnte, in denen wir sie aber nicht alleine lassen können, wenn wir die Wohnung verlassen. Alleine schlafen kann sie auch nicht darin. Weil sie Kabel durchbeißt. Und sorry und bei aller Liebe, aber wir haben beide nicht vor, unsere Computerarbeitsplätze abzubauen.


    Futter bekam sie immer extra. Jetzt frisst sie, wo die andern fressen, aber alleine.


    Ich fühle mit ihr, natürlich ist das schrecklich, von zuhause weggerissen zu werden. Ihre Welt ist untergegangen und sie hat ihre Menschen-Mama verloren. Und dann ist sie an einem Ort gelandet, wo schon drei unheimliche, fremde Wesen sich heimisch fühlen.


    Am Anfang wurde sie von den drei anderen ganz in Ruhe gelassen. Wochenlang.


    Als Nelly bisschen mutiger wurde und sich zeigte, gab es die ersten Annäherungsversuche.
    Auch Elvis hat sie dabei nicht angegriffen. Bloß kann Nelly das nicht einordnen. Ich hab den Verdacht, sie hat nicht viel Katzensprache gelernt. Er nähert sich ihr (ohne buschigen Schwanz, mit aufgestellten Ohren), er ist distanzlos und extrem penetrant, aber er ist nicht aggressiv.
    Sowohl Molly als auch Missy sind freundlich auf die Kleine zugegangen.
    Inzwischen ist auch Molly viel nervöser und angespannter, weil sie, wenn sie spielen will, auf Angst und Aggression stößt, und Missy ist auch genervt, und das machts wiederum für Nelly nicht schöner.


    Wir haben auch beobachtet, dass Nelly, nachdem sie sich mit Schnusel und mir angefreundet hat und aufgeblüht ist, versucht hat, Molly aus dem Schlafzimmer zu vertreiben. Sie ist auf sie los, als Molly friedlich in ihrer Katzenbaumhöhle lag und schlief.
    Sie mag einfach keine andern Katzen, so siehts nun mal aus.



    Ich habe selber keine Erfahrung mit Katzen, ich wohn erst seit März mit den dreien hier zusammen, vorher war ich bloß auf Besuch. Die erfahrene Vermittlerin, über die wir Nelly bekommen haben, hielt es für ne gute Idee, dass Nelly mit anderen Katzen zusammenkommt.
    Ich dachte das auch, ich denke, es ist für keine Katze gut, ganz alleine zu sein.
    Aber was ich denke, und was ist, das scheint hier nicht zusammen zu passen.


    Eine andere Katze, das wär für Nelly vielleicht zu bewältigen, die drei hier, das ist, scheint mir, zu viel für sie. Ich hab wirklich sehr sehr stark das Gefühl, wir quälen sie -- und unsere Katzen auch. Ich möcht sie ja gerne hier haben - sonst hätte ich gestern nicht den Faden eröffnet - aber ich kann nicht leugnen, dass ich untendrunter sehr unglücklich bin und auch keine guten Vibes empfange.
    Kann nicht behaupten, dass ich deutliche Botschaften bekomme, trotzdem hab ich auch meine Wahrnehmung, und mein Bauchgefühl ist schlecht und wird nicht besser.
    Und wenn ich den Traum ernst nehme - was sagt der mir dann? Dass Molly unglücklich ist und Elvis ein doofer Macker, der nicht vorhat, sein Verhalten zu ändern. Missy und Nelly sind darin nicht zu Wort gekommen, und Nelly war verletzt.
    Das macht mich alles nicht zuversichtlich.


    Ich versuche seit Tagen, die Dame zu erreichen, die sie uns vermittelt hat, um sie zu fragen, was wir tun können. Sie ist leider nicht da.
    Nu hab ich, quasi in letzter Hoffnung, diesen Faden hier angefangen.
    Ich kann die Tierkommunikatorin anrufen, aber wird das Nellys Situation verändern, oder den Charakter den vier Katzen? Ich seh ja, was abgeht. Ich denke, wir werden einen schönen Platz für Nelly finden. Es soll ihr gut gehen. Hier gehts ihr nicht gut.

  • ja, das Gefühl kam mir beim lesen...ein neues zu Hause für Nelly
    Ein Ort und ein Zuhause, wo sie einem Menschen übergeben wird, der innere und äussere Ruhe ausstrahlt.
    Bei Dir ist es es einfach zu hektisch und zu unruhig :)


    2. Begebenheiten, die ich mit erlebt habe:


    Die Schwiegermutter meiner Tochter hatte sich einen Hund aus dem Tierheim geholt, nachdem ihre Minni nach 17 Jahren verstorben war. Und es bedarf 2 Jahre bis Rocky enspannt und sich sicher und geborgen fühlte.
    Keiner wusste, was der kleine Kerl erlebt hatte. Es war die Geduld und die Zeit und liebevolle, ruhige Ausstrahlung der Schwiegermama meiner Tochter.


    Die Freundin und Nachbarin meiner Tochter hatte sich vor 14 Tagen einen Straßenhund aus Zypern aus dem Tierheim geholt, das ging 2 Tage gut, da hat sie eingesehen, das es nicht kompatibel
    mit ihrer Art und ihren Gewohnheiten ist. Es war Chaos....sie hat immer viel Besuch, die dort auch übers Wochenende bleiben, in der Woche volles Programm als Altenpflegerin und gar keine Zeit auf den
    verstörten Hund einzugehen. So ist er immer, wenns laut wurde abgehauen , und sie lief los , um ihn wieder einzufangen...Stress pur auf beiden Seiten und sie hat weise den Hund wieder zurück gegeben.


    Liebe Grüße Heidi

    Ich fühle mich geborgen. ich bekomme alles, was ich brauche. Ich wachse. :)

    3 Mal editiert, zuletzt von Drachenreiter ()

  • Ich kann die Tierkommunikatorin anrufen, aber wird das Nellys Situation verändern,


    Ja. Wird es.
    Ich kann Dir morgen nachmittag einen Faden aufmachen und zwei wahre Geschichten erzählen, die ich mit meinen Katzen (ich hatte eine Zeitlang zwei) und dieser Tierkommunikatorin erlebt habe.
    Und glaub mir: Wenn ich's nicht gesehen hätte (die veränderungen des Verhaltens) dann hätt ich gedacht, dass ich spinn...
    Bin morgen gegen 18 Uhr daheim, dann folgt der Faden.
    LG,
    Panther-Adler

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • Heidi, bei mir ist es nicht zu hektisch und unruhig.
    Wahrscheinlich habe ich mir diese Einschätzung eingebrockt mit der Behauptung, ich würd hier alle Katzen zulabern. Dem ist nicht wirklich so. Ich hab flapsig formuliert, das war nicht klug. Was ich sagen wollte ist: Ich kann nicht gut visualisieren, das ist mir nicht gegeben. Bei mir gehts über Klänge. Und ich bin sehr wortfixiert, das ist bei Tieren nicht so hilfreich. Ich hab trotzdem ne gute Wahrnehmung, die ich aber oft doch nicht in Worte und erst recht nicht in Bilder fassen kann.


    Nur, weil ich lange, wortreiche und flapsige Posts schreibe, heißt das nicht, dass ich hier die ganze Zeit rumwusel und die Katzen belaber.


    Die alten Katzen dösen meist nur rum, oft im selben Zimmer, wo ich mich aufhalten. Molly schläft manchmal stundenlang auf meinem Schoß. Die Unruhe, die wir hier grad haben, die kam mit Nelly.


    Na, die Lady, die sie uns vermittelt hat, scheint im Urlaub zu sein, und ich nehm das als Zeichen. Bevor wir eine Entscheidung treffen, möchten wir mit ihr gesprochen haben.
    Nelly ist ne lebhafte Katze, und wenn sie grad mal nicht in Abwehr ist, dann ist sie sehr fröhlich. Wir haben sie lieb. Also, Schnusel und ich, bei den drei andern weiß ich nich...



    edit:
    Ah, Panther-Adler, ich hab eben noch zu Schnusel gesagt, dass ich diese Lady wahrscheinlich doch anrufe. (Er ist da nicht so überzeugt von.)
    Ich möcht gerne wissen, was Nelly hat. ich glaube, von dem, was sie umtreibt, hat sie vieles mitgebracht. Ich habe keinen Kontakt zu den jungen Leuten, wo sie herkommt, und die haben nu ein Baby und andere Prioritäten. Aber wir haben den Verdacht, dass Nelly da auch nicht so ganz einfach war. Und dass sie da nicht ... unter so ganz idealen Bedingungen aufgewachsen ist.
    Was solls, ich will wissen, was sie braucht. Vielleicht möcht sie ja selber lieber woanders hin. Also, ich les mir noch deinen Faden durch, und vor allem bring ich den A-Amt-Termin morgen hinter mich, und dann, denke ich, nehm ich Kontakt mit der Tierkommunikations-Lady auf.

  • Cool, im Konflikt mit Katzenthena und ARGE Existenzgründungsthemen.
    Auf beiden Ebenen liegt Dein Herzenswunsch. Mögest Du in deiner Kraft sein, beides zu jonglieren und zu vereinen

    Ich fühle mich geborgen. ich bekomme alles, was ich brauche. Ich wachse. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Drachenreiter ()