Zwei Erlebnisse mit Tierkommunikation

  • Im Mai 2003 holten mein damaliger Partner und ich eine Katze aus dem Tierheim. Sie war fast 7 Jahre alt und war seit 13 Monaten im TH. Abgabegrund war, dass sie mit dem Baby nicht klarkam, welches in ihrer Familie geboren wurde.
    Sonst hatte die Katze (außer chron. Schnupfen) keine Auffälligkeiten. Sie mochte bloß andere katzen und viel Gewusel nicht und zog sich dann immer in den obersten Korb/ die oberste Höhle zurück, die sie finden konnte.
    Keine guten Voraussetzungen, sich im Tierheim potenziellen neuen Menschen zu präsentieren.
    Wir nahmen sie mit zu uns und erlebten eine Katze, die innerhalb von drei Stunden die komplette Whg. erkundete, das Klo benutzte, den Kratzbaum testete und uns schnurrend auf den Schoß stieg. Ein Traumstart, wie wir ihn mit ihrer Vorgängerin beileibe nicht erlebt hatte (die war tagelang komplett unsichtbar- außer, wenn wir schliefen- und die Eingewöhnung dauerte lange). So weit, so prima. Wenn die Katze nach 8 Monaten nicht unsauber geworden wäre. Sie pinkelte aufs Bett, auf den Boden, in herumstehende Schuhe - nur nicht mehr in ihr Klo.
    Die Gründe dafür waren mir - bzw. uns- komplett rätselhaft. Wir hatten weder die Streu-, noch die Futtersorte gewechselt, Freigang hatte sie via Katzenklappe auch. Was also war plötzlich mit der Katze los? Wir diskutierten, zerbrachen uns den Kopf und kamen zu keiner Lösung.
    Irgendwann rief ich die Dame im Tierheim an, entnervt, unglücklich, traurig. Ich wollte die Katze behalten, aber der Zustand, täglich (zum Teil mehrfach) Bettwäsche oder Schuhe reinigen zu müssen, wurde allmählich untragbar. Entweder es gab eine Lösung - oder die Katze muß weg.
    Während des Telefonats sagte ich sowas wie: "Wenn ich bloß wüßte, was die Katze damit sagen möchte...!" woraufhin meine Gesprächspartnerin antwortete: "Also, DA gibt es Möglichkeiten. Ich arbeite in solchen Fällen gerne mit der Tierkommunikatorin Frau F. zusammen."
    Tierkommunikatorin? Was macht denn bitte die?
    Na, egal. Wenn es funktioniert, schamanische Reisen zu machen (auf die Idee, das selber zu tun, kam ich damals bemerkenswerterweise nicht), wenn es funktioniert, mitzukriegen, wie es weit entfernten Personen geht (damit hatte ich diverse Erfahrungen), dann kann ja auch Tierkomminkation funktionieren. Egal... alles, was hilft, wieder zur regelmäßigen Benutzung des Katzenklos zurück zu finden, soll mir recht sein.
    Dann also die Homepage und die Telefonnummer der Tierkommunikatorin. Ein Anruf, ein AB, ein Rückruf.
    Ich sende ihr ein Katzenfoto. Sie stellt zwei Testfragen, (an die Katze), deren Antworten ich kenne und gibt es so wieder, wie es auch ist. Dann geht das Gespräch los.
    Irgendwann dann die Frage: "Was ist mit Ihrer Beziehung los? Sie zeigt mir da eine Veränderung, die ihr gar nicht passt." - "Mit unserer Beziehung? Äh..." Dann dämmert es mir: Mein Partner hatte einen unbefristeten Vertrag in HH bekommen und wir sahen uns nur noch wochenends. Das war ca. drei Wochen, bevor die Unsauberkeit losging.
    Wir (da schaltete er sich dann mit ins Gespräch ein) unterhielten uns via Tierkommikatorin über die Situation ausführlich mit der Katze - und danach kam es noch genau ein einziges Mal dazu, dass sie nicht ihr Klo benutzte. Abgesehen von diesem einen weiteren Mal gab es danach nie mehr ein Problem mit Unsauberkeit. (und das bedeutet, elf Jahre lang nicht mehr).
    Die zweite Story spielt im Sommer 2005. Madame Katze war sehr menschenfreundlich, in Bezug auf Artgenossen jedoch ein Mischung aus Kriegerin und Diva. Das Revier wurde klar verteidigt und jede Katze, ob Männlein oder Weiblein, ob größer als sie oder kleiner oder gleich, wurde gnadenlos vertrimmt.
    An jenem Sommerabend war sie gerade in der Küche um ihr Abendessen zu vertilgen, als es plötzlich vor meinem Wohnzimmerfenster laut und intensiv miaute. Ungefähr so, wie wenn eine Siamkatze quasselt, so ausdauernd und intensiv.
    Ein Blick aus dem Fenster machte mir jedoch klar, das war keine Siam, sondern etwas Graugetigertes (allerdings mit knallblauen Augen, also vielleicht Halb-Siam?). Es miaute da so vor sich hin. Ich öffnete dann das Fenster und sagte sowas wie: "Ja, wo gehörst denn Du hin, Du kleine Plaudertasche?" Die Antwort schien vollkommen klar zu sein, mit einem weiteren "miaouoao!" sprang das Graugetigerte nämlich in mein Wohnzimmer, reckte grüßend steil den Schwanz nach oben, zuckte mit der Spitze und ging Richtung Schiebetür zur Küche.
    "Du, äh, das ist keine gute Idee- das gibt ordentlichen Ärger!" sagte ich, früherer Anekdoten mit meiner Diven-Kriegerin eingedenk. Durch den hochgereckten Schwanz hatte ich erkannt, dass es sich um einen Kater handelte, und wen meine Augen mich nicht täuschten, war er ebenso kastriert wie meine Katze.
    Was dann passierte, hab ich so auch weder vorher, noch nachher erlebt: Kater ging in die Küche und maunz-quasselte. "Scheiße, das gibt Wunden!" dachte ich. Madame Katze hatte ihn selbstverständlich registriert, statt jedoch mitr Klobürsten-Schwanz auf ihn los zu rasen, meck-maunzte sie zurück. Dann wieder er, dann wieder sie und so ging es einige Male hin und her. Während dessen kam er jedes Mal ein Stück näher, blieb dann wieder stehen, maunz-quasselte und sie antwortete. Es gab keinen Schlag, es gab nicht mal einen Faucher. Die beiden gingen auf einander zu, machten lange Hälse, schnupperten in die Nähe (ohne sich zu berühren) und dann stolzierte (anders kann man das nicht nennen) Katze hoch erhobenen Hauptes an ihm vorbei Richtung Couch. Er ging fressen und begab sich danach auf den Kratzbaum. Keine Vorkommnisse. Nachts ging er dann durch die Katzenklappe raus und am nächsten Abend wiederholte sich das spiel( Nur dass er da dann nicht durchs Fenster, sondern gleich durch die Katzenklappe kam.
    Es stellte sich schließlich durch Zugelafen/Vermißtenmeldung raus, dass Frauchen im Urlaub war und er war seiner Sitterin ausgebüxt und ca. dreieinhalb Kilometer durch die Stadt gelaufen und just vor meinem Wohnzimmerfenster gelandet.
    Als sein Frauchen ihn abholen wollte, versteckte er sich erst unter dem Bett und dann hinter der Couch. Als er ihre Stimme hörte, sauste er blitzschnell unters Bett.
    Ich hätte ihn zu gerne behalten, hatte auch das Gefühl, er wollte bleiben, aber das der alten Dame klar zu machen, das ging irgendwie alles auch nicht. Meine Katze schlich drei Tage suchend durch die Wohnung und schleckte dem Foto von ihm das Köpfchen ab.
    In der Lage rief ich Andrea an und beschrieb ihr die Situation. Sie gab mir einige Infos und sagte: "Wenn es irgendwie geht, wird er einen Weg finden, zu Euch zurückzukommen." Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das gehen sollte...
    Pfingsten 2006 rief mich dann sein Frauchen an, sie müsse sich einer schweren OP unterziehen und sie bat mich, den Kater zu nehmen. Von Pfingstmontag 2006 bis Dez.2008 hat er dann bei mir und meiner Katze gelebt. Dann ist er weitergezogen. Er sucht sich seine Zuhause-Orte selbst aus. Aber sowas wie diese Annäherung habe ich bei meiner Katze mit niemanden sonst erlebt. Jeder wurde verdroschen. Die zwei haben sich nicht ein einziges Mal gefetzt, jedenfalls hab ich nie was davon gemerkt. Mal spielerisch gejagt, ja. Mehr aber auch nicht.
    Ich hoff, Euch hat das Lesen Spaß gemacht. Mir hat es jedenfalls schöne Erinnerungen zurückgebracht.
    LG,
    Panther-Adler

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • hallo panther adler, danke für's erzählen :)


    tierkommunikation ist wirklich ein spannendes thema.
    ich musste öfter an terry denken, die hier mal im forum war und uns an ihren erfahrungen teilnehmen liess.
    beim schmökern fand ich diesen interessanten thread mit einer anschaulichen anleitung, wie man über bildsprache kommunizieren kann : Tierkommunikation


    liebe grüsse :winke:
    ich bekomme lust das auch mal auszuprobieren :pfeif:


    * i believe there's a magic .... *

  • Liebe Panther-Adler,


    danke für die Bilder, die mir dein Beitrag schickte!


    Es grüßt aus OWL
    :winke:
    AlteEule (Ulla)

    Ich habe von tausend neuen Wegen geträumt. Ich bin aufgewacht und meinen weitergegangen.
    (Chinesisches Sprichwort)


    Ich bin der wichtigste Mensch für mich, denn: Ohne mich kann ich nicht leben!