Phantastische Übung für Rücken und Becken

  • aus gegebenem anlass - seit langem heute mal wieder mit heftigen rückenschmerzen aufgewacht - möchte ich euch eine von einem japanischen arzt entwickelte rückenübung vorstellen, die ich letztes jahr kennen lernte.


    übung ist eigentlich zu viel gesagt, lach. es geht eher darum, sich auf eine bestimmte art und weise hinzulegen für 5 min.- nicht unbedingt bequem, aber höchst effektiv.


    hier wird die übung schriftlich und mit bildern erklärt (auf englisch, aber die bilder sind allgemein verständlich), hier gibts einen video (auf japanisch, lach, aber man kanns trotzdem verstehen).


    die übung wird (leider) als schlankmacher beworben. ein bekannter, der sie regelmäßig 3x täglich macht, berichtet, dass diese streckung und dehnung tatsächlich dauerhaft seinen körperumfang verändert, seinen darm verlängert, meridianblockaden beseitig hat, und er jetzt viel öfter auf toilette geht.


    deswegen aber stelle ich sie nicht vor, lach; ich mach sie nur bei bedarf, und das verändert rein gar nichts an meinen maßen.


    wohl aber an meinem wohlgefühl im unteren rücken und dem becken.


    beim ersten mal konnte ich nach 2 minuten nicht mehr. langsames steigern hat mich auf 5 minuten gebracht, was die ideale zeit dafür ist. jetzt mach sie immer dann, wenns mir klemmt im rücken (geht auch für BWS, dann muss man die rolle höher legen), und die übung bringt sofortige besserung; wenns nur ein wenig klemmt, reicht bei mir 1x und der spuk ist vorbei.


    sehr wichtig ist bei dieser übung, nicht sofort danach gerade aufzustehen, das könnte zu noch mehr schmerzen führen. besser ist, sich über die seite abzurollen und noch etwas 30-60sec. ruhig zu liegen, damit die wirbel wieder 'gerade' aufeinander zu liegen kommen.


    nicht jeder kann die übung machen, bei strukturellen schäden (versteifung, brandscheibenvorfall) ist vorsicht geboten (ich kann aber auch mit bandscheibenvorfall).


    früher hatte ich mit LWS-rückenthematik oft wochenlang am stück zu tun. seit ich diese übung kenne, reichen einige durchgänge und es geht mir wieder gut.


    ok, und jetzt leg ich mich noch mal komisch hin, damit das ziehen im kreuz nachlässt :zwinker:


    :heart:

    Einmal editiert, zuletzt von joy ()

  • Guten Morgen,

    ich kann aber auch mit bandscheibenvorfall

    `s kommt immer darauf an, wo der Vorfall ist und wann er war ... die "gefährliche Stelle" bei dieser Übung dürften die oberen LWS Bandscheiben sein ...
    :winke:

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  • wenn jemand von euch die übung mal ausprobiert, würde ich mich freuen, zu hören, wie s euch damit geht :heart:

  • hört sich gut an, eiskristall, vielleicht was zum merken für die zukunft? :zwinker: kann einiges leid ersparen...


    meinem rücken gehts wieder gut, die letzten beiden tage hab ich die übung oft gemacht. sogar meine halswirbelsäule fühlt sich wieder besser an, ich konnte mit jedem mal mehr spüren, wie die dehnung des rippenkasten und zwerchfell auch das genick entspannen.


    was ich auch deutlich wahrnahm war, dass eine bessere verbindung zwischen den unteren und den oberen chakras etabliert wurde, dass die meridiane 'durchgepustet' wurden und es jetzt rundum besser fließt.


    :heart:

  • Wir machen die Übung jetzt auch, man fühlt sich insgesamt
    "leichter" und man "wächst", sozusagen als Nebeneffekt.
    Vor allem aber tut es der gesamten Wirbelsäule gut (mein
    Mann hatte auch Bandscheibenvorfall in der unteren LWS,
    deshalb gehen wir es vorsichtig an).


    Danke für den Tipp liebe Joy. :top2: die ate

  • Liebe joy,


    das ist eine hochinteressante Übung. Sie geht genau in einen Bereich, zu welchem Praktizierende mit
    Übungen, welche möglichst ohne äußere Hilfsmittel stattfinden (z.B. Yoga Asanas, Qi Gong),
    nicht so einfach hinkommen.


    Das Video finde ich sehr praktisch, mehrmals wird hier offensichtlich mittels dem Körper entlang fahrender Bewegung auf den Punkt - vom Nabel ausgehend
    auf die Rückenseite auf Nabelhöhe hingewiesen (das Meng Mein Chakra liegt hier, auch unter ähnlich geschriebenen Namen bekannt)
    und m.E. sowohl physisch als auch auf seelische Symptome einwirkend wie innerer Druck, der sich in Verspannungen dort äußert,
    wird hier durch diese Übung an einem wichtigen und sensiblen Bereich gearbeitet
    mit möglichen Auswirkungen nicht nur in Sachen Verdauung oder Wirbelsäule und Körperhaltung, auch
    viele andere Bereiche.


    Danach aufstehen und aufrichgen finde ich, kann ruhig noch langsamer stattfinden als in dem Video gezeigt, nicht nur mt seitlichem Rollen vorher, sondern auch erst einmal
    einigemale tief ein- und ausatmen, beim Ausatmen den Nabel einziehen (= erzeugt leichten Druck in Richtung Wirbelsäule),
    das Gesäss dann etwas hochheben, ev. ein paar Sekunden so bleiben. Danach die "Neuerungen" = sich wieder Ausrichten zu einer gesünderen Norm, genießen.
    Und auch während der Praxis gut in die Veränderungen, welche sich ergeben, alleine schon durch leichte physische Verschiebungen, gut hineinfühlen,
    ist unterstützend.


    Eine geniale Erfindung diese Praxis


    viele Grüße


    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

    Einmal editiert, zuletzt von c light ()

  • tolles feedback, freut mich, dass sich der eine oder die andere angesprochen fühlt...



    Danach aufstehen und aufrichgen finde ich, kann ruhig noch langsamer stattfinden als in dem Video gezeigt, nicht nur mt seitlichem Rollen vorher, sondern auch erst einmal einigemale tief ein- und ausatmen, beim Ausatmen den Nabel einziehen (= erzeugt leichten Druck in Richtung Wirbelsäule),
    das Gesäss dann etwas hochheben, ev. ein paar Sekunden so bleiben. Danach die "Neuerungen" = sich wieder Ausrichten zu einer gesünderen Norm, genießen.


    christoph, super ausgedrückt... laaaangsam ist hier die devise, vieeeel laaaangsamer als im video...


    atmen, ja, atmen ist wichtig, die übung ist noch viel effektiver wenn in allen stadien bewusst geatmet wird.


    ich wünsch mir die selbstdisziplin (faule socke, ich, seufz), diese übung wirklich mal ne weile regelmäßig zu machen. alles ordnet sich neu damit, und man brauch niemanden dafür, das bevorzuge ich immer besonders.
    mein physiotherapeut hat jetzt viel weniger zu arbeiten an mir, lach, und er hat die übung auch in sein repertoire mit aufgenommen, genau wie meine osteopathin.


    :heart:

  • In dem Video sind 2 unterschiedlich dicke Rollen dargestellt,
    ich vermute mal für zierlichere Personen eher eine "dünnere"
    Rolle und für etwas robustere die etwas stärkere Rolle.
    Oder wie seht ihr das?
    Habe heute für mich eine dünnere gerollt, hat sich besser
    angefühlt, für meinen Mann habe ich die Rolle verstärkt.


    Mache seit vielen Jahren Dehnübungen im Türrahmen
    und habe festgestellt, das ich müheloser mit den Armen
    beim Strecken in die oberen Ecken komme, ist doch toll.


    :top2: ate

  • türrahmen-strecker hört sich gut an :zwinker:


    mit der rollendicke muss man etwas rumexperimentieren... in meiner wahrnehmung, wenn sie zu dick ist, widerspricht sie zu sehr der natürlichen s-form the wirbelsäule, und die ist bei jedem unterschiedlich.
    bei mir passt ne nackenrolle, die ist zwar etwas zu dick, gibt aber ein wenig nach, dann stimmts wieder :heart:

  • Mahlzeit, oder so ...


    In der Beschreibung wird von einem Handtuch geschrieben und auch so im Video gezeigt. Unter den Beckenkamm gelegt gibt das ein gutes Wiederlager um das Becken zu fixieren, damit die Wirbelsäule auf die beschriebene Art gestreckt werden kann. Wenn die Rolle zu weich ist, funktioniert das nicht so gut. Die Höhe sollte individuell angepasst sein.


    Sie ist eine der Übungen, die ich täglich am Morgen zur Lockerung und Dehnung mache... :)


    Kennengelernt habe ich sie schon vor vielen Jahren als kleiner Junge beim " orthopädischen Turnen " für meinen Rücken.
    Wiederbegegnet ist sie mir dann in der Masseur - Ausbildung im Fach Übungsbehandlung ( KG ) ... da sollte sie eigentlich auch jeder Physiotherapeut kennen...


    :winke:
    Liebe Grüße Jens- Uwe

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    Einmal editiert, zuletzt von justy ()

  • N´Abend
    Den HWS und Schulter Bereich kann man leicht dehnen, indem man das Kinn leicht in Richtung Brust zieht und dann Kopf und Hals etwas nach hinten schiebt. Die Wirksamkeit wird erhöht, wenn gleichzeitig die Schultern bewusst nach unten geschoben werden. Funktioniert auch im Sitzen.
    :winke:

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  • Die von Justy beschriebene Übung geht auch sehr gut
    im Türrahmen, man stellt sich mit dem Rücken zum
    Rahmen, so dass die Wirbelsäule anliegt, Kopf leicht nach
    unten und dann versuchen, Kopf und Hals wieder in
    Richtung Rahmen zu bringen. Schultern runter.



    Seit Jahren meine Isoterik-Übungen zum Dehnen
    und das alles vor dem Frühstück.



    die ate :heiss::brueller:

  • Zusammen ergeben die beiden Übungen einen guten Grundstock für den
    täglich vor dem Schreibtisch und PC sitzenden Menschen.



    Die Berührung der kleinen Finger
    bei der Übung im Liegen = Aktivierung des Dünndarmmeridians der dort endet,
    durch die Berührung der großen Zehen wird der Lebermeridian aktiviert.
    Könnte von der Sinnbedeutung der Wirkung her somit u.a. als
    "gerade Haltung im Leben einnehmen plus auch Verarbeitung von Emotionen" welche dadurch auch unterstützt werden sollen, bezeichnet werden.



    viele Grüße


    Chrisotph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • Hallo,


    da ich mehrere Bandscheibenvorfälle und verschobene Wirbel habe lasse ich die Übungen lieber.


    Ich mache aber weiter Übungen für Hüfte und Knie. Die lernte ich nach der OP als ich meine künstliche
    Hüfte links bekam. Dann werde ich wegen der Knie bald wieder Krankengymnastik bekommen.


    LG
    Dorothea

  • Eine Frage: Gibt es solche effektive Übungen auch speziell für die Nacken-Wirbelsäule?


    der nacken wird bei dieser übung auch gleich mitgestreckt. und wenn man die rolle höher legt, richtung brustwirbelsäule, wirkt sie hauptsächlich auf den nacken. :heart:

    Einmal editiert, zuletzt von joy ()

  • da ich mehrere Bandscheibenvorfälle und verschobene Wirbel habe lasse ich die Übungen lieber.

    Ich denke das es da auch Hilfe gibt, und zwar als Therapie mit einem Therapeuten.


    Schaue hier: Rolfing

  • Guten Morgen,

    da ich mehrere Bandscheibenvorfälle und verschobene Wirbel habe lasse ich die Übungen lieber.


    auf jeden Fall kann es sinnvoll sein, deinen Physiotherapeuten beim nächsten mal zu fragen, was du machen kannst. Das gesamte Skelett hängt zusammen und beeinflusst sich gegenseitig.


    und wenn man die rolle höher legt, richtung brustwirbelsäule,

    Bitte gaaaaanz vorsichtig! Wenn die LWS sozusagen " in der Luft" hängt besteht schon bei leichter Fehlbelastung Verletzungsgefahr!


    :winke:

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