Erstverschlimmerung

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    • Erstverschlimmerung

      Hallo an die Homöopathie-Kundigen,

      wie lange dauert in der Regel eine Erstverschlimmerung der Symptome nach Einnahme eines homöopathischen Mittels?
      Ich habe nach einer Erstanamnese ein Mittel bekommen und spüre eine deutliche Verstärkung der Symptomatik plus ein neu hinzukommendes Symptom.
      Mir ist klar, dass jeder Mensch und jedes Körper-/bzw. Energiesystem individuell ist, aber mal so Daumen mal Pi: Wie lange dauert das, bis eine Erstverschlimmerung abklingt?
      Vor allem das "neue" Symptom (nächtliches Aufwachen, ich schlafe normalerweise durch) schlaucht erheblich, weil ich mich eben nicht einfach anders hinlegen und weiterschlafen kann.
      Ich wollte jetzt nicht meine Sachen homöopathisch angehen, um mich dann zusätzlich noch morgens wie gerädert zu fühlen...
      LG,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Hallo Kirsten,

      in meiner Praxis dauern die meisten der Erstreaktionen max. 3 - 4 Tage.
      Der Abstand von der Mittelgabe kann sehr verschieden sein von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen.
      Ein Symptom das noch nie aufgetreten ist werte ich nicht als Erstreaktion.
      Ich schaue dann nach ob dieses im Mittelbild vorhanden ist, wenn ja dann wäre es ein Prüfungssymptom und das Mittel "knapp" daneben.
      Ich für mich suche dann nach einem ähnlichen Mittel. Oft bei einem Pflanzenmittel das tierische oder mineralische Equivalent.

      Heftigere erstreaktion begleite ich mit Schüßlersalzen oder Phytotherapeutika, seltener mit Homöopathica, wenn dann im niederpotenten Bereich.

      Hoffe es hilft dir weiter.

      Liebe Grüße

      Anita
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Liebe Panther Adlerin,

      erst einmal finde ich dein Thema ist wieder einmal ein Beleg dafür, was so (laut Anschauung so mancher = angeblich unwirksame) Homöopathie verändern kann.
      Aus meiner Sicht - als jemand, der nicht in Homöopathie ausgebildet ist - kann es sich bei dir um Prozesse handeln,
      die ausgelöst wurden dadurch, dass die Gabe eine Art Umschichtung deiner bisherigen vorhandenen Strukturen (Körper, Geist, Seele) vorgenommen hat,
      welche sich im Lauf der Zeit entwickelten,
      dh. diese sind zwar nicht so verschwunden oder Neues dazugekommen, aber nun durch einen gezielten Auslösemechanismus, taxiert worden und somit in einer neuen Form der Überlagerung und Zusammensetzung gebracht worden.
      Und somit ragt manches, das vorher gut eingebettet war, wie eine erst einmal irritierende Eisbergspitze energetisch hervor, und schafft Unruhe.

      Einschlafen, der Zustand des Überganges von bewussten Wachzuständen in einen immer mehr unbewussten einerseits,
      andererseits dein Thema mit Verdauung andererseits, welches du einmal hier im Forum beschriebst,
      da würde ich mir einmal bereisend den Nervus Vagus
      bereisend in Sachen Harmonisierung seiner Funktionsweise samt Auswirkungen für dich
      ansehen,
      denn er ist sowohl mit dem somatischen, als auch vegetativem Nervensystem als auch dem Solarplexus
      als wichtige Brücke, verbunden, ebenso wie mit den beiden wichtigen Organen Herz und Lunge (welche in Wechselwirkung letztlich auch mit unseren Geistes-
      und somit Ruhe/ Entspanungs oder Wachzuständen stehen)

      Wenn du magst, sende mir deine Emailadresse, ich kann dir ein Mudra (sehr einfach in der Praxis) zukommen lassen, welches die Nebenwirkungen von
      Medikamenten (und dazu zähle ich auch wirksame Homöopathie) bei der Auflösung unterstützt. Aus Urheberrechtsgründen ist das im onlineboard nicht möglich.

      viele Grüße

      Christoph

      Bewusstheit schafft Heilung


      "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
      Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)
    • Hallo zusammen,
      ich hab gerade mit der verordnenden Homöopathin gesprochen. Sie sagte, dass das, was ich beschreibe, zu dem Mittel passt, wenn es auf der Stoffwechsel-Ebene ansetzt. Also, der dauer-salzige Geschmack im Mund (ich hab gestern als Test ein Stück Schokolade gegessen, selbst das schmeckte salzig, puäh...) und das Wachwerden nachts gegen 3.00 uhr (plus/minus 10 Minuten) sind angeblich (ich nix wissen, ich nix Homöopath) Zeichen der Stoffwechselebene des Mittels.
      Meiner Meinung nach (sie verrät es nicht, weil sie wohl nicht will, dass ich mich verkopfe, sondern einfach den Prozess mache- was ich charmant erkannt find) hat sie mir da ne Hochpotenz Natrium chloratum verpasst. Was nicht mein Konstitutionsmittel ist, was ich als Akutmittel aber gut stehen lassen kann.
      Aber ob ich das nun weiß oder nicht, mein Stoffwechsel re-agiert eh. Freundlicherweise hab ich jetzt erstmal drei Wochen Urlaub, da kann ich dem Prozess Raum und Zeit lassen (von Physio abgesehen keine Termine) und kaum Leute um mich rum. Das passt schon.

      Liebe Anita,
      wenn es denn Natrium chloratum ist, braucht's auch kein Schüßler-Salz mehr, das ist ja schon eins. :D
      Die 3-4 Tage waren noch im Intervall, als ich das Thema gestartet hab'.
      War das nicht so, dass Du mir das Mittel nicht auch schon mal gegeben hast, jedoch in niedrigerer Potenz? :denk: *grübel*
      Egal... jedenfalls ist, was auch immer ich bekommen hab', grad ein Akutmittel, das ziemlich umeinand' haut (dass Sepia mein Konstitutionsmittel ist, glaub ich schon... und Sepia ist das grad nicht).

      Lieber Christoph,
      für unwirksam gehalten habe ich Homöopathie noch nie. Ich weiß noch, ich hatte mit 14 oder 15 Jahren heftige Schuppenflechte. Cortisoncreme und alles mögliche half nicht wirklich dauerhaft. Die Hautärztin brachte dann Homöopathie ins Spiel. Ich bekam meine erste Anamnese und dann Pulsatilla (ja, doch, war Pulsatilla, auch wenn's mich heute wundert, wie man bei mir auf Pulsatilla kommen kann *grinsel*). In einer großen bauchigen Flasche aus Glas, aus der ich eine Zeitlang tropfenweise das Mittel nahm. Es dauerte einige Monate, bis alles weg war, aber Schuppenflechte hatte ich nie mehr seitdem.
      Das war meine Ersterfahrung mit Homöopathie. Dann kam die Sepia- Story und die Beseitigung von 25 Jahren heftigster Mens-Beschwerden 2013 (die kommen ja auch nicht wieder, wenn ich jetzt blute) und jetzt also das hier. Also, dass Homöopathie nicht wirkt, kann ich bei mir nicht behaupten. Mein Körper und meine Seele re-agieren seit jeher sehr gut auf feinstoffliche Mittel und Methoden.
      Ob das nun Reiki ist oder Chakrenarbeit oder Bachblüten oder Homöopathie, ist egal. Wenn's alles Placebo wär, hätt ich starke Glaubens- oder Imaginationskraft, wenn's echt ist, (was ich eher glaube), dann bin ich durchlässig genug, dass es wirkt.

      c light schrieb:

      Aus meiner Sicht - als jemand, der nicht in Homöopathie ausgebildet ist - kann es sich bei dir um Prozesse handeln,
      die ausgelöst wurden dadurch, dass die Gabe eine Art Umschichtung deiner bisherigen vorhandenen Strukturen (Körper, Geist, Seele) vorgenommen hat,
      welche sich im Lauf der Zeit entwickelten,
      dh. diese sind zwar nicht so verschwunden oder Neues dazugekommen, aber nun durch einen gezielten Auslösemechanismus, taxiert worden und somit in einer neuen Form der Überlagerung und Zusammensetzung gebracht worden.
      Und somit ragt manches, das vorher gut eingebettet war, wie eine erst einmal irritierende Eisbergspitze energetisch hervor, und schafft Unruhe.
      Schön beschrieben, da entsteht sofort das Bild eines aus dem Wasser auftauchenden Eisbergs vor meinem inneren Auge. Der wird neu geschichtet und sichtbarer. Und falls es Natrium chloratum wär', würd er wohl auch noch schmelzen... (Salzwaser, Tränen, die erstarrte Salzsäule lösen, der Schlittschuhlauftraum im anderen Board, etc.)

      c light schrieb:

      da würde ich mir einmal bereisend den Nervus Vagus
      bereisend in Sachen Harmonisierung seiner Funktionsweise samt Auswirkungen für dich
      ansehen,
      denn er ist sowohl mit dem somatischen, als auch vegetativem Nervensystem als auch dem Solarplexus
      als wichtige Brücke, verbunden, ebenso wie mit den beiden wichtigen Organen Herz und Lunge (welche in Wechselwirkung letztlich auch mit unseren Geistes-
      und somit Ruhe/ Entspanungs oder Wachzuständen stehen)
      Spannende Info, danke, zumal die Lunge ja auch ihre Mitleidenschaft hat. (nicht voll ausgebildet, sehr kleines Lungenvolumen).

      c light schrieb:

      Wenn du magst, sende mir deine Emailadresse, ich kann dir ein Mudra (sehr einfach in der Praxis) zukommen lassen, welches die Nebenwirkungen von
      Medikamenten (und dazu zähle ich auch wirksame Homöopathie) bei der Auflösung unterstützt.
      Ich spür mal in mich rein, ob's für mich passt. Falls ja, meld ich mich. Kann aber ein paar Tage dauern (auch weil ich gar nicht so genau weiß, ob das nun Nebenwirkungen sind... oder einfach lang verdrängtes Zeug, was jetzt gefühlt werden kann und will...)
      Viele Grüße,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Liebe Kirsten,

      Natrium Chloratum bewegt dich sicherlich in mehr als einer Hinsicht. ;)
      Ist übrigens ein wunderbares Ergänzungsmittel zu Sepia :).

      Nächtliches erwachen gegen 3 Uhr ist ein Zeichen erhöhter Leberaktivität... also Stoffwechsel - Entgiftung etc.

      Schön wenn du jetzt Urlaub hast und dich von den Reaktionen erholen kannst.
      Wünsche dir einen wunder-vollen Heilungsprozeß.

      Liebe Grüße

      Anita
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Hallo Anita,

      Arthemesia schrieb:

      Natrium Chloratum bewegt dich sicherlich in mehr als einer Hinsicht.
      ja, tut es. Ich habe einige Symptome wieder/noch einmal, die ich aus der Zeit kenne, als ich so zwischen 16 und 19 war. Sagen wir, zwischen 16 und der erstzen eigenen Whg., das kommt ungefähr hin.
      Natürlich sind es heute andere Themen, um die es geht, aber es ist schon interessant, zu erleben, wieviel mir grad aus der Zeit wieder in Erinnerung kommt und zu sehen, wo sich Umgangsweisen heute unterscheiden - und wo eben auch nicht.
      Es war übrigens tatsächlich NaCl, in einer hohen C-Potenz. (Ich dachte ja schon beinahe, es wäre eine LM- Potenz. Wäre auch nicht das erste Mal gewesen, dass ich eine bekomme).
      Der Prozess läuft also noch, ist durch die hohe Potenz ja eher auch auf langsamer und länger angelegt. (Wobei ich mich frage, wenn DAS schon passiert an Fühlen, wenn es angsam ist, dann will ich lieber nicht wissen, was bei "akut und schnell" wäre).
      Ist schon gut, derzeit Urlaub zu haben. Ich brauche grad viel Ruhe und wenig Leut'. Der für mich übliche Energie-Input von außen, der im Alltag einfach da ist, wäre mir jetzt entschieden zu viel.
      Zuviele Reize, zu laut, zu voll, zu "geballt"- kann ich grad nicht haben.
      Der Ebenen sind viele, der Wirkungen zum Teil auch... ist nicht immer angenehm für mich, hilft aber.
      Zumal ich auch in dieser Homöopathin schon gute Begleitung hab', das passt. (Bestimmte Sachen könnt ich mir nicht vorstellen, mit einem Mann zu besprechen.)

      Arthemesia schrieb:

      Wünsche dir einen wunder-vollen Heilungsprozeß.
      *lächel* danke. viele kleine Fühl-Momente, schon spannend, was ich so alles fühlen kann (das meinte ich jetzt nicht rein emotional, sondern haptisch, sensorisch...). Ein großes Wunder ist es nicht, aber viele kleine Impulse und Momente...

      Hallo Christoph,

      c light schrieb:

      Aus meiner Sicht - als jemand, der nicht in Homöopathie ausgebildet ist - kann es sich bei dir um Prozesse handeln,
      die ausgelöst wurden dadurch, dass die Gabe eine Art Umschichtung deiner bisherigen vorhandenen Strukturen (Körper, Geist, Seele) vorgenommen hat,
      welche sich im Lauf der Zeit entwickelten,
      dh. diese sind zwar nicht so verschwunden oder Neues dazugekommen, aber nun durch einen gezielten Auslösemechanismus, taxiert worden und somit in einer neuen Form der Überlagerung und Zusammensetzung gebracht worden.
      Und somit ragt manches, das vorher gut eingebettet war, wie eine erst einmal irritierende Eisbergspitze energetisch hervor,
      Wunderbar beschrieben, immer noch. Vor allem einige Gefühle, die vorher nicht so sichtbar waren (nach außen schon dreimal nicht).
      Viele Grüße,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Es wird "prozessiger". Also weniger Ziel -> Ergebnis, mehr "Was passiert denn jetzt gerade?" Mehr das Dazwischen, als das (möglichst schnell) irgendwo ankommen wollen.

      Und das Erstaunliche ist: Es fühlt sich wenig nach Arbeit an, obwohl bestimmt genausoviel passiert.

      Ich "arbeite" gerade nicht "an mir", ich habe eher das Gefühl, das Mittel arbeitet von innen "mit mir".

      Meine Haut schuppt und schält sich, an ein paar Stellen "verhornt" sie auch (Hornhaut bildet sich), gleichzeitig werde innerlich "geschält", so kommt's mir vor.

      Innerlich fallen die Schalen, nach außen werde ich klarer und abgegrenzter.

      und wie das beim Schälen so ist, findet sich Erstaunliches...

      Mal ist mir Zwiebel-mässig zum Heulen. Dann wieder gibt's wie mit Knoblauch einfach mehr Würze, manchmal wird's innen lecker und saftig - und manchmal ist der Wurm drin.

      Manchmal bin ich unendlich müde, aber es ist nicht bleiern müde, es ist Muskelkater-müde.

      Und stiller werd ich. Natürlich kann ich mein Temperament nicht abschalten, ein Löwe wird kein Täubchen, aber insgesamt schon stiller. Und manchmal beobachte ich andere und schmunzel und weiß, dass ich selber so lang so reagiert hab'. So oft andern und mir selbst gesagt, wie's richtig wäre und wie's anders wäre und was zu tun wäre...

      Wie oft hab ich mich angetrieben.... "Da muss man doch was tun!", wie oft hab ich an mir "gearbeitet", wie an einem groben Marmorblock.

      Nichts gegen Steinmetze, (wundervolle Arbeit...) aber ich hatte so genau im Kopf, wer ich sein soll und was ich dazu vom Stein weghauen muss. Was hab ich auf mich eingeschlagen... die feinen Instrumente hab ich oft nicht beachtet.

      Bei andern bin ich oft sanfter gewesen als gegenüber mir, aber bei weitem auch nicht immer. Wer mich kennt und hier gelesen hat, weiß das auch.
      Die Pantherin behält ihre Krallen und auch der Adler ist ein Raubvogel, wie die Möwe zuvor. Ohne Aggression geht's nicht, diese Kraft zum Leben und Lieben bleibt.

      Dennoch wird es jetzt gerade anders. Jetzt weiß ich zwar weniger, wer ich sein soll, aber ich bin mehr. ;)
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Hi Kirsten,
      liest sich gut, die "Frau im Stein" hat Geduld, Sanftmut etc.
      verinnerlicht. Es geht nicht mit Gewalt. Mein neuestes
      Hobby sind Übungen nach Liebscher & Bracht, da bin ich
      auch oft noch ungeduldig, aber es wird, meine Fazien geben
      nach bzw. entwirren sich, sozusagen das Spinnengewebe
      nimmt wieder Strukturen an.

      Grüßle ate :wurzeln:
      ~~~> "pure awareness" <~~~
    • Liebe Ate,

      ate schrieb:

      die "Frau im Stein"
      :ohmann: Ja natürlich! Die Frau im Stein, an die Reise und den Faden von damals habe ich beim Schreiben gar nicht mehr gedacht heute früh. Himmel, ja! Und auch die Musik passt dazu. (Shaina Noll, Karen Drucker, Gila Antara und solche Frauen...) Die Frau im Stein, die auf Klänge reagiert. Der Stein, der durch Klänge brechen kann - und brechen wird. Du lieber Himmel, ja. Ja natürlich. So verknüpfen sich die Dinge. Wie lange ist das jetzt her? Jahre... - und doch gültig, damals wie heute.
      Da sieht man's mal wieder, wie lange solche Themen gültig sein können. Wie lange sie auf einen warten können. Still, ohne zu klagen, einfach, bis die Zeit reif ist. Das berührt mich gerade sehr... die Erinnerung daran. *tief durchatme* Danke, Ate.
      Wieviel Geduld sie haben mit einem... wie wenig man aber doch um sie herumkommt... um die Spirits, die Themen und sich selber. Boah, ich hab grad Gänsehaut und Tränen in den Augen...
      Danke, Ate!
      Wie lange es doch offensichtlich sein kann... für jeden von außen... nur man selber ist für sich blind.
      Mannomannomann...

      ate schrieb:

      die "Frau im Stein" hat Geduld, Sanftmut etc. verinnerlicht.
      verinnerlicht noch nicht. Aber sie ist dabei, sie tief in sich aufzunehmen. Sie sichtbar werden zu lassen, dazu zu stehen, dass das *auch* ihre Qualitäten sind.
      Damals war es distanzierter. Da war die Frau im Stein und da war ich. Die Frau im Stein war mir fremd. Bestenfalls noch ein Anteil von mir, den es irgendwie zu integrieren galt. Eine entfernte Verwandte aus einem fremden Land mit komischen Sitten und seltsamer Sprache. Ein ungebetener Gast, der sich irgendwie selbst eingeladen hatte. Bißchen wie die Fee im Märchen.
      Ich war nicht bereit. Der Tisch war nicht gedeckt für sie, kein Stuhl, kein Gedeck, kein Besteck.
      Im Gegensatz zu Dornröschen hat sie mich jedoch nicht verwünscht, sondern ist in den Hintergrund getreten wieder. Erstarrung ist aber doch auch passiert.
      Mittlerweile hab ich begriffen, nicht noch vom Kopf, sondern gefühlt, dass ich diese Frau BIN. Ich BIN das. Ich bin diese erstarrte Frau im Stein, die gerade ganz vorsichtig anfängt, wieder lebendig zu werden.
      Die Frau im Stein... ja.
      Kirsten
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • liebe kirsten ,

      es gibt verschiedenste herangehensweisen als bildhauer.
      man kann das material benutzen und dabei eine ganz bestimmte , fixe vorstellung umsetzen (wollen).
      oder man kann eine idee haben , die sich während der umsetzung verändert und wandelt.
      oder man hat nicht einmal eine idee - vielleicht eine ahnung - und tritt in dialog mit dem material und dem was *sein* will .
      das werkzeug ist nicht nur das werkzeug in der hand und die fertigkeit. werkzeug ist auch intuition und..... hingabe ...


      Panther-Adler schrieb:

      Es wird "prozessiger". Also weniger Ziel -> Ergebnis, mehr "Was passiert denn jetzt gerade?" Mehr das Dazwischen, als das (möglichst schnell) irgendwo ankommen wollen.



      Und das Erstaunliche ist: Es fühlt sich wenig nach Arbeit an, obwohl bestimmt genausoviel passiert.



      Ich "arbeite" gerade nicht "an mir", ich habe eher das Gefühl, das Mittel arbeitet von innen "mit mir".


      Innerlich fallen die Schalen, nach außen werde ich klarer und abgegrenzter.


      Wie oft hab ich mich angetrieben.... "Da muss man doch was tun!", wie oft hab ich an mir "gearbeitet", wie an einem groben Marmorblock.



      Dennoch wird es jetzt gerade anders. Jetzt weiß ich zwar weniger, wer ich sein soll, aber ich bin mehr. ;)


      ...und wenn ich an dich denke, denke ich : du hast ganz viel ...an werkzeug , intuition und hingabe .
      kannst du dich sehen , wie du formst und gestaltest ?
      ich finde es enorm spannend, menschen bei gestaltung zu erleben. denn darin zeigt sich ganz viel persönlichkeit .

      :) toshka
      * berrytime * *
    • Liebe Toshka,

      vielen Dank für Deine Betrachtungsweise.

      Gestern hat sich - nicht zum ersten Mal - ein unangenehmes Ereignis meines Lebens gejährt. Eins von denen, wo man sich das Datum merkt, weil es so einschneidend war. Und zum ersten Mal seit Jahren konnte ich mit Frieden auf dieses Ereignis schauen. Wehmut ja, aber nicht mehr diese wilden, heftigen Gefühle, dieses "dass es so doch nicht sein sollte!" von früher.
      Der Schmerz, die Wut, der Zorn, der Groll... all das beginnt zu weichen.

      Ich verstehe heute, dass all das, was mit diesem Ereignis in Zusammenhang stand und was ich als unglaublich ungerecht empfunden und erlebt habe, als "da strengste Dich an wie blöde und kriegst dann doch noch nen Tritt hinterher ", dass ich das (unbewusst) so mit erschaffen, mit inszeniert habe, weil es für mich "perfekt" dafür war, einen uralten Riß zu bestätigen, mich einer ganz tiefen Angst nicht stellen zu müssen gar nicht versuchen zu müssen, zwei Dinge, die mir unvereinbar scheinen, vielleicht doch BEIDE zu leben.
      Eine Idee, wie das gehen soll oder gehen kann, habe ich noch immer nicht. Die Polarität und Widersprüchlichkeit fühlt sich so groß an, dass ich derzeit um den dritten Punkt, den Verbindungspunkt, noch nicht weiß.
      Das ist alt, das ist mitgebracht und ich habe es wieder und wieder und wieder gelebt dieses Mal.
      Und somit wird ein Mensch, der mir bitter weh getan hat, (in Arten und Weisen, die er nicht mal ahnt), denn doch zum Lehrer. Nach Jahren. Und er wird auch zum Lehrer in Arten, von denen er nichts weiß. Paradox, aber wahr.
      Ich kann den Schlag einstecken, kann mich verbeugen und ich kann gehen. Beides.
      Ich bin jetzt frei, das zu tun.
      Und vielleicht werde ich eines Tages einen Weg finden, diesen Riss in mir zu heilen.
      Dann brauche ich keinen Spiegel mehr wie ihn, der die eine Seite so grandios un-bewusst gespielt hat, während ich mich auf die andere zurückziehen konnte.
      Vielleicht geht dann wirklich einmal, beides zu sein. Irgendwann, irgendwo und mit irgendjemandem.
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Wichtig ist für mich immer, dass man nie ein Mittel nachgibt, oder das gegebene wiederholt, solange es wirkt.
      Also weder bei Erstverschlimmerung, noch bei einer Besserung.
      Erst wenn die Wirkung nachlässt, kann man über eine Wiederholung nachdenken, die dann wiederum von der Potenz abhängig ist.
      Und ja.... wie Arthemesia sagte, bei mir waren mal die Erstverschlimmerungen auch so ca 3-4 Tage....
      Dann müsste das durch sein.
      Manchmal kommen auch Symptome aus der Vergangenheit, die man irgendwann mal vor 10 oder 20 Jahren hatte zum vorschein - kurz...
      Aber das ist sehr unterschiedlich, sehr individuell....
      Gute Besserung und alles Liebe,
      Jenny
    • Hallo Jenny,
      danke für Deinen Input und willkommen im Forum!
      Du hast recht, die Erstverschlimmerung ist inzwischen vorbei.
      Daraus entwickelt sich für mich derzeit ein recht intensiver, innerer Prozess, von dem ich hier - in Teilen und in den Punkt, die für mich öffentlich ok sind - ebenfalls berichte.

      Viele Grüße,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Also, dieses Mittel ruft keinerlei Erstverschlimmerungssymptomatik hervor, im Gegenteil.
      Stattdessen hatte ich in der zweiten Nacht nach der Einnahme ein sehr interessantes inneres Bild in der Phase kurz vorm Einschlafen. Kein Rem-Phasen Traum, sondern ein sehr plastisches Bild an der Schwelle zum Schlaf.
      Werde das nächste Woche mal mit der Homöopathin besprechen.
      Im Moment fühl ich mich körperlich wie seelisch wohl, Urlaub, kein Stress, Ruhe, Meer, ein ganz langsamer, geruhsamer Rhythmus, viel Schlaf und wenig Leut', die mir von außen reinquatschen und irgendwas von mir wollen.
      Tut gut,ist sehr erholsam und lädt alle Akkus auf.

      Ansonsten ist das, was ich da angehe, ein innerer Prozess, das kann ich nicht so quantifizieren wie ein körperliches Symptom.
      Aber wenn Besserung bedeutet, diese Ruhe und diesen Rhythmus zu haben, dann geht's mir jetzt besser.
      Nur sieht mein Alltag eben nicht so aus.

      VG,

      Panther- Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Es geht mir gut - und die Homöopathie begleitet mich weiter!

      Ich hatte an samhain eine Begegnung mit meiner 2012 verstorbenen Oma - das geht sehr tief und wirkt sehr nach. Die ersten paar Tage danach war ich zu nix zu gebrauchen, jetzt merk' ich, dass - und wie! - es mich auf andere Füße und ein anderes Fundament stellt.

      Vorgestern früh wachte ich mit einem schmerzenden, geröteten, verklebten, nässenden, entzündeten Auge auf. Interessanterweise hatte ich für den Tag abends eh einen Gesprächstermin mit der Homöopathin vereinbart.
      War aber vorher brav beim Augenarzt, will ja wissen, ob es die Augengrippe ist, die hier grassiert. Nein, Gerstenkorn lautet die Diagnose. Ich hab dann vorsichtshalber ein Breitbandantibiotikum (Salbe) verordnet bekommen, dass ich mir auch zumindest besorgt hab'. Wild drauf, es zu nehmen, war ich nicht.
      Abends dann das Gespräch. Ergebnis: Pulsatilla C 30,m als neues Mittel in Akutform. Gestern: Auge noch leicht geschwollen, leicht gerötet, Berühr- empfindlich, Flüssigkeit-absondernd, aber kaum noch schmerzend. Nochmal Pulsatilla C 30.
      Heute früh: Auge verklebt, Sekret absondernd, aber schmerzfrei und abschwellend. Nochmal Pulsatilla C 30.
      Jetzt: Auge leicht berührungsempfindlich, ganz leicht gerötet, aber abgeschwollen, schmerzfrei und seit 3 stunden kein Sekret mehr. Auch ist nix mehr verklebt.
      Das Antibiotikum ist unangebrochen in der Packung. Für alle Fälle - aber brauchen werd ich's wohl nicht.
      Übrigens war Pulsatilla auch das Mittel, was ich damals auch gegen die Schuppenflechte gekriegt hab'. War meine allererste Erfahrung mit Homöopathie.
      Vielleicht ja doch mein Konstitutionsmittel? Ich bin weicher als Sepia und als manch eine/r sich das so denkt...
      Schau' mer mal, dann seh' mer schon...
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Ich bin immer noch mit der Pulsatilla dran, mittlerweile allerdings mit der C200 - und es tut sich grad innerlich so manches.
      Ich komm sehr an meine Themen dran und das Thema "mein eigener Raum" zeigt sich in mannigfacher Weise. Auch die Themen "Macht", "Weiblichkeit", "Mütterlichkeit", "Hingabe" und "Trauer", gekoppelt mit "Würde", "Selbstwert", "Verantwortung" , "Verpflichtung" und dem "Finden des eigenen Maßes".
      Viele Ängste lösen sich (auf), dafür kommen andere hoch, die mir wie tiefere Schichten zu sein scheinen. Ich kann das nicht so gut beschreiben. Ich erleb das grad eher - und wenn ich schon schreibe, dann eher Tagebuch, so für mich eben halt.
      Aber durch das Auftauchen meiner Oma kommt ganz viel Familienthematik hoch - und ich danke dem Himmel noch immer, dass ich zur Seele meiner Oma genau die Verbindung habe, die ich habe.
      Denn ohne diese Liebe bis über den Tod hinaus, die trägt und hält und Fundament für so vieles war und ist, könnte ich das gar nicht angehen und würde körperlich wie psychisch zusammenbrechen.
      Ich danke grad allen diesseitigen und jenseitigen Begleitern und ich bin froh, dass ich nie die Fähigkeit verloren hab, glauben zu können. Damit meine ich nichts, was frei von Zweifeln wäre (das bin ich nicht), aber da ist in mir etwas, das ist stärker. Wenn auch manchmal winzig klein.
      Mir geht Bonhoeffer oft durchs Herz dieser Tage: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag." Diese Haltung übe ich grad, auch wenn ich kein Stoiker bin.
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17