Das Leben (nicht) auf Eis legen...

  • Es träumt sich weiter und zwar klar zum Thema. (Ich berichte nur, ohne eine Antwort zu erwarten).
    Heute nacht habe ich eine Situation geträumt, die letzten Sommer (August) tatsächlich so stattgefunden hat - zumindest der Anfang.
    Im Traum geht das dann anders weiter - da wirds dann symbolisch.


    Ich sitze in einem Straßencafé auf einem belebten Platz in der Nähe eines Springbrunnens. Die Stimmung ist ruhig und entspannt, ich trink nen Cappucino, ess ' n Stück Kuchen, guck in die Sonne und beobachte so'n bißchen Menschen. Alles harmlos, typische Sommerszene.


    Plötzlich fällt mir ein junger Mann auf, der mit Rucksack, ziemlich zerzausten Haaren, nicht gerade der saubersten Kleidung der Welt und reichlich müdem Gesichtsausdruck am Springbrunnen steht, Wasser schöpft, sich selbiges mit beiden Händen ins Gesicht wirft und versucht, unter der Fontäne ein T-Shirt zu waschen.


    Ich starre ihn weder an, noch kommentiere ich das irgendwie, allerdings ist ihm wohl aufgefallen, dass ich ihn bemerkt habe, denn ein paar Minuten später läuft er in der Nähe des Tisches vorbei, bleibt stehen und sagt: "Muß merkwürdig ausgesehen haben, was? Aber ich bin leider im Moment obdachlos."
    "Hast Du Hunger?"
    Das Baguette und der Kaffee war'n dann klar.Wir haben noch ungefähr 10 Min miteinander geredet, danach bin ich ihm nicht wieder begegnet.


    Soweit die reale Situation.


    Geträumt hab ich das heut nacht bis zu der Stelle, wo er sagt: "Aber ich bin leider im Moment obdachlos." Soweit hält sich das an die Vorlage.
    Das mit dem Kaffee und dem Baguette passiert im Traum nicht, (was interessant ist, weil's da ja um Nähren geht).
    Stattdessen war aber im Traum noch was anders:
    Im Traum hatte der Obdachlose offene Stelle auf der Haut, so wie schlimm aufgekratzte Neurodermitis etwa. Offene Wunden einfach. (Das hab ich in der äußeren Realität so nicht gesehen).
    Und im Gegensatz zu der äußeren Realsituation damals gab's dann eben nix zu essen und nen Kaffee, sondern sehr vorsichtige Wundversorgung.
    Die sind aber immer noch offen im Traum.
    Und das passt dann wieder voll zum Thema.
    Da ist ein Teil oder sind Teile von mir nicht bei mir zuhause (obdachlos) und laufen mit offenen Wunden durch die Gegend.
    Nebenbei bemerkt ist es halt auch ein Abenteurer, der da verletzt ist, so einer, der halt mit Rucksack und eigentlich recht jugendlichem Schwung durch die Welt zieht oder ziehen könnte.
    Und das stimmt eigentlich auch.
    Ich weiß, dass es Leute gibt (weil ich das durchaus schon mal zu hören kriege von außen), die denken, ich sei relativ auf Sicherheit bedacht und würde deshalb not-wendige Veränderungen nicht durchziehen.
    Das ist eine Betrachtungsweise, klar. Und es gibt auch bei mir ein durchaus ausgeprägtes Sicherheits-/Schutzbedürfnis.
    Aber das liegt nicht daran, dass ich jetzt so unglaublich konservativ wäre (war ich nie, auch wenn es eine Handvoll ethische Punkte gibt, die für mich unverhandelbar sind), sondern daran, dass mein Backpacker- Rucksack-Tourist- Abenteurer- Anteil so verletzt ist.
    (Sowas krieg ich dann im Außen als Partner und kann davon gleichermaßen fasziniert und genervt sein, hallo Spiegel, hallo Projektion).


    Aber eigentlich bin ich so'n Typ. Normalerweise hätt ich mir nach dem Abi wirklich n Zelt und nen Rucksack geschnappt und hätt mir die Welt angesehen und nebenbei gejobbt.
    Aber mein Körper hat sowas diesmal ja eher verhindert als zugelassen und die Einschränkungen sind mehr geworden mit den Jahren.
    Nichtsdestotrotz: Der Abenteurer in mir braucht halt Obdach und Wundversorgung. Und dann ist die (für andere Leut eher bequeme) Behauptung, ich sei ja so sicherheitsbezogen, glaub ich, Geschichte.

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • @Weißes Reh:


    Liebe Elke,
    danke für den Hinweis.


    Mich hat der Satz erstmal irritiert. Ich selber sehe es auch (generell) nicht ganz so. Weil nur ich mich heilen kann, aber ich nicht heile.


    Klar kann nur ich die Hindernisse, die meiner Heil-Werdung im Wege stehen, wegräumen. Ja. Da hat auch Advaita recht, wenn er mich immer und immer wieder auf mich selber zurückwirft.
    (Ich mag das nicht, aber es ist ja wahr.)


    Dennoch bin ich nicht die/das, was heilt.


    Ich heile mich oder besser: Ich empfange Heilung, indem ich das, was Heilung blockt (das nach Außen gerichtet sein) beseitige.
    Aber "nur mit mir innen" werd ich grad wahnsinnig...
    Da ist eine Leere drin (in mir), die halt ich nicht aus.
    Manche Leute halten Leere für einen hochspirituellen Zustand (vielleicht ist sie das auch, ich bin kein Buddhist oder Hinduist). Vielleicht enthält diese Leere auch alles, was weiß ich.
    Ich weiß nur, dass die Art von Leere, die mir Angst macht, sich irgendwie "hohl" anfühlt. Nicht friedlich, einfach nur hohl.
    Und tut mir leid, das ist ein Zustand, der für mich noch unangenehmer ist als jedes (vielleicht auch unangenehme) Gefühl. Hohl, schal und wääähhh...
    LG zurück
    Kirsten

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

    Einmal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()


  • Ich heile mich oder besser: Ich empfange Heilung, indem ich das, was Heilung blockt (das nach Außen gerichtet sein) beseitige.

    Ich hab das ähnlich wahrgenommen wie Du, mit dem ersten Teil konnt ich nicht warm werden, denn er hat sich angefühlt wie nur ein Teil vom Ganzen (also es gibt ja auch Dinge die auf mich zukommen die zur Heilung beitragen.)


    Die Umkehr des Satzes von Advaita, ins Empfangende ins Positive fand ich richtig gut !


    So könnt man doch auch das was Du oben schriebst nach demselben Prinzip umkehren ?
    Oder was meinst Du dazu ?


    Es würde dann lauten:
    Ich empfange Heilung und heile mich, indem ich das, was Heilung bringt in mich herein lasse. (..oder so ähnlich)


    Könntest ja rein praktisch gesehen, deine "Leere" damit auffüllen......
    (war eigentlich salopp-lustig gemeint, hat aber nen Sinn seh ich grad..)


    Fühlt sich flüssiger an, wenn nur Bejahung in einem Satz ist - als Gegensätze in einem Satz. (empfangen/blockieren)


    Lieber Gruß


    (Wolltest Du jetzt Antworten oder eher deine Ruhe - ist mir nicht so klar.. :irre: )

  • Liebe Kirsten,


    was könntest du tun um deinen Zustand zu bessern?


    Meine Empfehlung, wahrscheinlich eher unschamanisch (bin ja auch keiner ;)):


    Höre auf auszuhalten... fange an Ausschau zu halten nach Dingen, die dir Freude bereiten.
    Höre auf in die Tiefen deiner Seele zu tauchen, schwimme an der Oberfläche, genieße die Luft und die Sonne, den Regen, den Wind.
    Erschöpfungssymptome kommen nicht nur von zuviel tun, sondern viel häufiger von Energiestaus.
    Höre auf zu analysieren, sondern übe dich in Spontanität.


    Es geht nicht um große Schritte, sondern um die Abermillionen kleinen Augenblicke aus denen unser Leben besteht.
    Jeder dieser Augenblicke läd dich ein etwas zu tun was dir gut tut. Nutze ein paar davon.


    Lass das Hohle, hohl sein... das Schale stehen und den Unfrieden tatsächlich unfriedlich sein. Nehme deinen Fokus daraus, richte ihn auf Freude. Traue dich oberflächlich zu sein, banal usw.


    Ich weiß selbstverständlich das ich dies leichter schreiben kann, als du umsetzten.


    Doch bei allem Respekt vor der Tiefe in der du deine Seele bereit bist zu erforschen, vergiß das Leben nicht.
    Sei bereit es ganz zu nehmen... auch in der Oberflächlichkeit ;).


    Liebe Grüße
    Anita

    [align=center]Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.

  • Liebe Kirsten, :herz:


    mal ganz un-eso-theoretisch und auch un-psycho-seelisch ...


    Wir Menschlein werden geboren und Manfred Spitzer behauptet,
    dass wir nur bis zum 17. Geburtstag lernen und dann nur auf dem Gelernten aufbauen.


    Wenn ich bedenke, wie viel Angst Deine Eltern oder nur Mutter oder Vater hatten,
    als sie begriffen, dass sich ihr geliebtes Töchterchen nicht so entwickelt,
    als es in der Gesellschaft als normal betrachtet wird ...
    Das hast Du in jede Körper-Zelle eingesaugt ...


    Kann Deine Oma Deine einzig Vertraute gewesen sein,
    die immer ganz unbeeindruckt an Dich glaubte.
    Das können Omas nämlich besser als Mamas und Papas,
    weil sie selbst schon Kinder aufgezogen haben und mehr Lebenserfahrungen haben.



    Ich stand ein Mal vor der Endscheidung, ob ich Bobath oder Voita Behandlungsformen erlernen sollte.
    Mein Herz sagte nein, da ich bei Behandlungen (als Volontärin) von Säuglingen und Kleinkindern
    immer Schmerzensschreie mit anhören musste und die jeweiligen Therapeuten immer gesagt haben,
    das ist ganz normal, das muss so sein.


    Ich weiß nicht bei wie vielen Physios Du schon auf der Bank lagst und was Du dort erlebt hast.
    Die "besonderen" Menschen mit Hemi- oder Tetraplegien,
    die ich als Erwachsene kennen lernte, erzählten mir von Qualen ...
    bei der Behandlungen und aber auch in Ruhe.


    :heart:


    Jetzt zurück zum Gehirn ...
    Durch eine Ausbildung in "Brügger-Therapie" lernte ich die Aufrechte-Haltung sehr schätzen.


    Die jugendlichen, die wegen irgendwelchen Fehlstellungen zu mir kamen,
    richte ich nach dieser Aufrechten-Haltung ein und ließ sie einfache Rechnungen im Kopf rechnen,
    während wir Ball spielten.


    Wenn die Körper wieder in ihre "Haltungen" kamen,
    wurden sie schnell müde und ihre Rechenleistung ließ nach,
    weil das Gehirn mit der Berechnung der "Fehlhaltung" mehr beschäftigt war.



    Wenn ich konzentriert schreibe, falle ich gern in eine "Schonhaltung"
    Der Rücken krümmt sich und die Füße wandern unter den Stuhl und überkreuzen sich.


    Irgend wann meldet der Körper ein "Unwohlsein" (Zwicken/Zwacken) oder einen richtigen stechenden Schmerz.


    So könnte ich mir das auch bei Dir vorstellen, nur relativ früher ...
    je nach dem in welchem Verhältnis Dein Rumpf auf dem Becken zu den Schultern stehen.


    Anders als die Norm zu sein ist schwer,
    so wird auch der Sprung von der Eisscholle zur Frage:
    "Wie komme ich wieder heraus?"



    Auf dem Eis sich gleiten zu lassen ...
    Vor einer gefrorenen Pfütze Anlauf zu nehmen und dann beim dahin Gleiten das Gleichgewicht behalten und
    vor dem Ende der Pfütze ans "Ufer" zu springen ... das ist ein Abenteuer ...


    Das könnte auch Pinoccio, denn der gute Tischler hatte der Marionette Füße geschnitzt.


    Eis ist kalt und unbeweglich ... in welchem Zusammenhang siehst Du Dich (körperlich)?


    Dein Geist ist frei und manchmal schreibst Du lebendig und voller Wärme ...



    Bitte sorge für Dich ... körperlich beweglich ... dann wird das Leben zurückkehren und schmelzen.
    Bitte sorge für Dich ... in Massagen und anderen Wohltuenden Berührungen.
    Bitte sorge für Dich ... durch Wärme weniger Beschwerden zu haben.


    Du bist die Meisterin Deines Körpers und weißt was Dir gut tut, bitte tu es.


    Allerliebste Grüße
    Kerstin

    ... alles hat seine Zeit ...

  • Liebe Kirsten,


    für mich gehören Heilung empfangen und Heiler sein durchaus zusammen.
    Wenn meine Seele mir Schmerzen bereitet, kann ich Heilung auf unterschiedliche Weise empfangen.
    Einfühlende Menschen können mir da beispielsweise einen Weg aufzeigen.


    Sei dein eigener Heiler und folge in kleinen Schritten den Bedürfnissen deiner Seele.
    Wer, wenn nicht du, kennt diese am Besten.
    Das nenne ich "mein eigener Heiler sein".



    Ich habe da noch etwas.............
    Hast du schon einmal versucht ein leeres Gefäß zu füllen,
    wenn ein Deckel darauf ist? :denk:


    Noch mal ganz liebe Grüße..........Elke :sonne:

  • Hallo Panther Adlerin,

    Manche Leute halten Leere für einen hochspirituellen Zustand (vielleicht ist sie das auch, ich bin kein Buddhist oder Hinduist). Vielleicht enthält diese Leere auch alles, was weiß ich.
    Ich weiß nur, dass die Art von Leere, die mir Angst macht, sich irgendwie "hohl" anfühlt. Nicht friedlich, einfach nur hohl.
    Und tut mir leid, das ist ein Zustand, der für mich noch unangenehmer ist als jedes (vielleicht auch unangenehme) Gefühl. Hohl, schal und wääähhh...


    dann war das noch nicht die Leere, sondern der Zustand davor + verbunden mit deinen Vorstellungen.



    Jemand, der sich „leer“ (Umgangssprache) fühlt, ist nicht wirklich bei sich.
    In der Leere jedoch fällt das, was du nicht bist, schrittweise von dir ab.


    Verbindung von Leere und innerer Ausrichtung oder Absicht ergibt eben keinen nihilistischen Zustand, denn du da eventuell befürchtest –
    und hat für mich als Konsequenz – in Phasen da es genug Zeit dafür gab –
    zu den Aspekten in der Richtung gewiesen, welche Arthemisia hier postete.


    Ein Maß an Bewusstsein bleibt ohnehin immer,
    sonst wäre es keine Leere sondern Bewusstlosigkeit,
    und du nimmst ohnehin auch deinen Schutz oder Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Ausrichtung mit sicher mit oder anderes (denn sich nur aufmachen ohne allem bedeutet, alles Mögliche oder Unmögliche kann kommen)
    und du hast ein Ziel (wesentlicher Punkt dabei) somit wird sich etwas am Weg zeigen, enthüllen, klären, verändern, entwickeln.


    Selbst im reinen Vakuum entstehen ständig auf minimalsten Raum unzählige Teilchen, welche praktisch sofort wieder zerfallen,
    jedoch wesentlicher Energielieferant unserer sichtbaren Welt sind.
    An sich müsste dies daher als Faktor bei verschiedenen mathematisch physikalischen Formeln dabei sein,
    wird – weil eine Konstante – der Einfachheit halber weggelassen.


    Am Weg zur Leere kommt es erst einmal zur natürlichen Reduktion der Gedankenfluktationen,
    bedeutet du kannst deine Aufmerksamkeit in Form von nicht erzwungener Sammlung oder Konzentration genau auf das lenken, was dir wichtig ist.


    Es kommt darauf an, ob du auch Zeit genug hast, geht mehr um Stundeneinheiten denn um Minuten, so meine praktischen Erfahrungen,
    ich kenne keinen Schnellzug aus dem Alltag heraus dorthin, zumindest nicht anfangs.


    Wenn du dort angelangt bist, ordnen sich die Dinge scheinbar von selber,
    weil den selbstorganisierenden und heilenden und auch kreativen Kräften der Seele
    die Blockaden und Ablenkungen, welche vorher im Wege standen und Türen verbauten oder Blicke behinderten,
    nicht mehr im Wege sind
    oder sich so strukturieren, dass ein Überblick entsteht, wie du damit umgehen kannst.


    viele Grüße


    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • Ich empfange Heilung und heile mich, indem ich das, was Heilung bringt in mich herein lasse.

    Schöner Satz, ja. Empfänglich werden bedeutet auch


    Hast du schon einmal versucht ein leeres Gefäß zu füllen,
    wenn ein Deckel darauf ist?

    den Deckel abzunehmen.


    Lass das Hohle, hohl sein... das Schale stehen und den Unfrieden tatsächlich unfriedlich sein. Nehme deinen Fokus daraus, richte ihn auf Freude. Traue dich oberflächlich zu sein, banal usw.

    Das PASST. Danke.


    Sei bereit es ganz zu nehmen... auch in der Oberflächlichkeit ;).

    *lach* Wenn mich jemand oberflächlich nennt, empfinde ich das - ehrlich gesagt- als persönliche Beleidigung. Außerdem hab ich es immer (man verzeihe mir meine Arroganz) als Zeitverschwendung betrachtet, mit oberflächlichen Leuten zu tun zu haben.
    "Oberflächengepaddel" interessiert mich einfach nicht.
    Aber Du hast wohl insofern recht, dass ich da etwas einseitig geworden bin.


    Wenn ich bedenke, wie viel Angst Deine Eltern oder nur Mutter oder Vater hatten,
    als sie begriffen, dass sich ihr geliebtes Töchterchen nicht so entwickelt,
    als es in der Gesellschaft als normal betrachtet wird ...

    Du haben heute noch Angst, dass aus mir " mal nix wird", aber ich find, ehrlich gesagt, aus mir ist schon was geworden. Ich bin schon wer. Also nicht bekannt oder berühmt, das war aber auch nie mein Ziel.
    Nur bin ich eben so gar nicht das, was meine Eltern kennen oder sich vorgestellt haben. Aber das ist eben so. (Leider...es wäre manchmal schöner anders...)


    Kann Deine Oma Deine einzig Vertraute gewesen sein,
    die immer ganz unbeeindruckt an Dich glaubte.

    Mehr noch... meine Oma hat sich immer über mich GEFREUT. Meine Oma hat sich einfach nur gefreut, dass ich lebe. Und ich glaube nicht, dass sie jemals Angst hatte, dass ich es nicht packe.
    "Du wirst Deinen Weg gehen. Du wirst Deinen Platz finden." Das hat sie immer gesagt.
    Sie fand nicht immer alles toll, was ich gesagt oder gemacht habe (unkritisch war sie nie). Aber sie hat nie dran gezweifelt, dass es Wege gibt, nie.
    Meine Oma war ein Mensch, die auf ihre Art immer... hm...an die Sinnhaftigkeit von Leben geglaubt hat. Auch von Krankheit oder Behinderung oder... oder... oder....
    Diese Sinnhaftigkeit hat sie keinem Menschen abgesprochen, jemals nie. Sie hat einfach keine Menschen verworfen. Taten bemängeln, Worte kritisieren, ja. Menschen verwerfen, nein.


    Das können Omas nämlich besser als Mamas und Papas,
    weil sie selbst schon Kinder aufgezogen haben und mehr Lebenserfahrungen haben.

    Meine Oma und ich...sind uns sehr lange vertraut. Wir sind so oft mütterlich miteinander gewesen, sie meine, ich ihre. Diesmal eben großmütterlich. Auch egal. Mütterliches Prinzip bleibt mütterliches Prinzip. Stell Dir Perlen vor, die Du auf eine Kette ziehen kannst. Unsere ist sehr lang und wir waren oft nebeneinander aufgezogen.


    Ich stand ein Mal vor der Endscheidung, ob ich Bobath oder Voita Behandlungsformen erlernen sollte.
    Mein Herz sagte nein, da ich bei Behandlungen (als Volontärin) von Säuglingen und Kleinkindern
    immer Schmerzensschreie mit anhören musste und die jeweiligen Therapeuten immer gesagt haben,
    das ist ganz normal, das muss so sein.

    Ich habe bei Vojta immer gekotzt, jedes Mal. Es hilft, was die Reflexe und die Muskeln angeht, auch heute noch. Trotzdem wird mir dabei bei den Übungen in Bauchlage immer wieder schlecht, weiß der Geier, warum.
    Bobath tut mir persönlich nicht weh, aber die Dehnungsübungen sind mörder-anstrengend. Aber weißt, ich hab bei Bobath fallen gelernt. Ich meine, richtig fallen. Vorwärts, seitwärts, rückwärts. Dass ich mir trotz instabiler Knochen noch nie was gebrochen hab, liegt da dran. Dass ich noch nicht völlig kontrahiert bin, auch.
    Wenn meine Lungen kontrahieren, wenn die Spasmen da anfangen, ist sehr schnell Schluß - und das wird irgendwann auch passieren, aller Voraussicht nach. Aber noch bin ich oben- auch dank Bobath.
    Aber dass manche Sachen schmerzen, ist natürlich wahr. Ich müßte lügen, wenn ich was anderes sag'.


    Ich weiß nicht bei wie vielen Physios Du schon auf der Bank lagst

    Lieber Gott, Kerstin... ich auch nicht. Echt nicht. Drei, vier Dutzend wahrscheinlich insgesamt.


    Die "besonderen" Menschen mit Hemi- oder Tetraplegien,
    die ich als Erwachsene kennen lernte, erzählten mir von Qualen ...

    Naja, die Arme hat's nicht soo sehr erwischt, ich bin lange als Di-, durchgelaufen, obwohl ich Tetra- bin.
    Und ich hatte schnell meinen Ruf: "Wenn die Kleine AU sagt, hör wirklich sofort auf, die geht bis an die Schmerzgrenze ran." Das war schon als Kind so.
    Zähne zusammenbeißen und nochmal dehnen. Nur, wenn ich kotzen musste, oder Muskelzittern bekam, dann hab ich wirklich sofort aufgehört.
    Sonst? Ja, da stellt man sich halt nicht so an, ne? Tut halt weh, na und? Hilft ja aber doch auch.
    Ich mein, vergiß eins nicht: Ich hab auch viel gelernt, was ich angeblich gar nicht können hätte können.
    Das geht nur, wenn Du's durchziehst. Und ich wollte immer, immer, immer soweit kommen, selbständig zu leben. Hab ich ja auch geschafft. Nur von "Aua sagen" schaffste das nicht. Damit will ich keinen Schmerz rechtfertigen, nein. Aber manchmal musst Du auch hart gegen Dich selbst sein können. Ich bin bei anderen dreimal softer als bei mir, glaub mir.Ich quäle keinen - und erst recht nicht gerne.
    Aber es stimmt, ich kann auch mir gegenüber weicher werden.


    Irgend wann meldet der Körper ein "Unwohlsein" (Zwicken/Zwacken) oder einen richtigen stechenden Schmerz.


    So könnte ich mir das auch bei Dir vorstellen, nur relativ früher ...
    je nach dem in welchem Verhältnis Dein Rumpf auf dem Becken zu den Schultern stehen.

    Ja, natürlich. Mein Körper altert schneller und ich habe ihn seit meiner Geburt bis zur Belastungsgrenze getrieben. Nicht aufgeben, wieder aufstehen, nochmal üben. Wie, noch eine OP? Sch..., aber na gut,wenn's denn hilft. Mein Körper ist älter als die Zahl im Perso. Viel älter.
    Aber macht nix. Besser lebendig und a bisserl verschlissen, als topfit, aber nicht gelebt. Und ich habe immer noch in der Mehrzahl schmerzfreie Tage - ohne Medikamente. Also, soooo übel ist das nicht. Nicht toll, aber es geht viel schlimmer.


    Anders als die Norm zu sein ist schwer,

    Du, ph... das bin ich körperlich, das bin ich geistig, das bin ich sexuell, das bin ich durch die Medialität, das bin ich dadurch, dass ich mit de rErkrankung meiner Mutter aufgewachsen bin, das bin ich durch bestimmte eher seltene Interessen... was solls denn?
    Wenn ich mir darüber noch nen Kopf mache, dann komm ich zu nix anderem mehr. Das nützt nix.
    Ja, es ist nicht immer einfach. Es ist aber halt auch die Herausforderung, individuell zu werden.
    Und ich glaub, das opassiert grad. Es stirbt was ab, was nicht zu mir gehört, was nicht (mehr) ich ist.
    Wenn die Raupe fertig is, ist sie neues Wesen aus derselben Biomasse. Im November geht Saturn von meiner Sonne wieder runter und vom Mars auch. Schau' mer, wer ich dann geworden bin.


    Eis ist kalt und unbeweglich ... in welchem Zusammenhang siehst Du Dich (körperlich)?

    Weißt Du doch... *lach* Klar nehmen die Versteifungen, Muskelverhärtungen, Sehnenverkürzungen zu.
    Irgendwann lieg ich wahrscheinlich im Bett, kann mich nicht mehr umdrehen und starre die Decke an oder die Wand oder den Fußboden.
    Aber ich werde immer noch lesen und schreiben und zuhören und reden und Witze machen, Katzen und Hunde streicheln, Kindern Geschichten erzählen, Vögel auf der Fensterbank beobachten und Glück empfinden.


    Dein Geist ist frei

    Dem Himmel sei Dank dafür, ja!


    und manchmal schreibst Du lebendig und voller Wärme ...

    Weil ich es bin, Kerstin. Jedenfalls dann, wenn ich keine Angst oder nur sehr wenig Angst habe.
    Du kennst mich doch, Du weißt das doch.
    Ohjaja, ich weiß, ich kann schroff wirken, hart, scharfzüngig, spöttisch.
    Aber kalt doch wohl eher selten und -so will ich hoffen- nie gegenüber denen, die wirklich in Not sind.
    Manchmal bin ich einfach nur da.
    Lebendig? Ja, wenn ich wahr bin. Wenn ich ganz wahr bei dem bin, was ich fühle. Aber auch das kann mal aggressiv oder scharf sein. Ich bin nicht immer nur sanftmütig. Aber ich kann sehr sanft und sehr behutsam sein.
    Und mit Leuten, die mir nahe sind, steh ich jeden Abgrund durch, wenn es muss. Manchmal auch da sehr deutlich, aber ich bleib stehen.


    Bitte sorge für Dich ... körperlich beweglich ... dann wird das Leben zurückkehren und schmelzen.
    Bitte sorge für Dich ... in Massagen und anderen Wohltuenden Berührungen.
    Bitte sorge für Dich ... durch Wärme weniger Beschwerden zu haben.

    Danke Kerstin. Ich höre Dich. Ich vernachlässige meine körperlichen Bedürfnisse oft, weil ich es so lästig finde.
    Ich bin nicht der Meinung, dass Spirit mehr zählt als Körper, aber manchmal finde ich "einen Körper haben" oder "diesen Körper haben" einfach nur beschwerlich.
    Insofern danke für die Erinnerung!


    Du bist die Meisterin Deines Körpers

    DAS bin ich nicht. Sorry, liebe Kerstin, aber das bin ich wirklich nicht.
    Mein Körper ist eine Bedingtheit, meine chironische Wunde. Aber seine Meisterin bin ich noch nicht. Seine Sklavin auch nicht. Aber bemeistert? Nein.


    und weißt was Dir gut tut,

    Ja.


    bitte tu es.

    Versprochen, Kerstin. :heart:


    Grüße zur Nacht,
    Kirsten


    EDIT: Christoph; ich habe Dein Posting grad gesehen, wir schrieben wohl zeitgleich. Danke, das gibt mir grad viel. Aber ich antworte in meinem Tempo drauf. Will Dir jetzt nur sagen, dass ich es gesehen habe.

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

    Einmal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()

  • Es war ohnehin im Sinne praktischer Natur gemeint, sodaß das eventuelle Anwenden für dich - so du das willst als Voraussetzung natürlich
    einfach zum richtigen Zeitpunkt - das muss nicht jetzt sein - die echte Antwort ist
    und du dir vom Text (in der Stille ... einmal ... öfter ...) für dich das herausnehmen kannst, was stimmig ist.


    schönen Abend


    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • Hallo Panther-Adler,


    Ich denke jeder kennt das was du geschrieben hast, auf die eine oder andere Weise. Man fühlt sich verloren und kann keine Richtung aus machen wo es hin gehen soll. Liegt vielleicht auch unter anderem daran das dass das Unterbewusstsein dir sagen will PAUSE machen oder innehalten.


    Nun das mit deinen Träumen... beschäftige mich auch damit und meine Träume sind die letzten Monate lenkbarer und haben nicht nur mein Traumleben verändert sondern auch mein Leben in der Realität selbst. Schon mal luzides Träumen (Klarträumen) versucht? Ich führe das selbst gerade durch als eigen Experiment. ;) Das Klarträumen ist die Fähigkeit seine Träume bewusst zu steuern und damit Ängste und sonstige Probleme aufzulösen. Oft sind Personen im Traum ein Spiegel unserer selbst. Hast du schon mal versucht, dieTraumperson zu fragen was sie von dir will, wie sie heißte oder was sie dar stellen soll? Oder einfach diese Person in den Arm nehmen und warten was passiert. Kann dir auch gerne eine Buchempfehlung geben w3nn du magst?


    Auch wäre eventuell die Innere-Kind-Arbeit was für dich. Darin habe ich selbst keine Erfahrung aber eine Freundin von mir macht das und ihr leben hat sich dadurch positiv verändert. Dazu gibts auch Arbeitsbücher aber ich bin in dieser Hinsicht etwas knauserig und hole meine Ideen aus den weiten des www. ;)


    Ansonsten hat mir die Meditation geholfen sowie das Positive denken. Fällt am Anfang recht schwer, zumindest ging es mir so aber es hilft. Ich habe bewusst nach Positivem ausschau gehalten und auch in nicht gerade bejahenden Situationen nach diesem gesucht. Nach einer weile sucht das Gehirn automatisch danach und man bekommt eine andere Sichtweise auf die Dinge. Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt wurde, sind das alles einprogrammierte Programme, die wir aber auch ändern können. Kann dir auch in dieser Richtung ein paar Quellen nennen, die mir geholfen haben wenn du willst.


    Wohi. Das alles führt? Ein inneres Annehmen seiner selbst und das schafft Heilung. Genau wie c light schreibt... Bewusstheit schafft Heilung.


    Ganz liebe Grüße


    Blue

    Träume nicht dein leben, sondern lebe deinen Traum. :D

  • Liebe theblue,



    du bist nun mal knapp 2 Wochen hier, und kannst daher verschiedene Dinge noch nicht so genau wissen.
    Das ist schon klar, dass dein Beitrag hier in gutem Sinn für Panther Adlerin gemeint ist,
    jedoch ist sie unter anderem ausgebildete Psychologin, schamanisch Tätige, Chakrenarbeiterin
    und auch auf etlichen anderen Wegen wie Astrologie oder Homöopathie sehr genau unterwegs,
    somit kann sein, dass du da
    durch die Art, wie (nicht was) du dich ausdrückst, du etwas an ihren vorhandenen und gelebten Qualitäten vorbeigehst,
    auch wenn es durchaus sein kann, dass du ihr Interesse z.B. an Klarträumen geweckt hast.
    So wirkt es auf mich, und hoffe sehr, nicht auf der einen oder anderen Seite
    durch meine Anmerkung nicht unnötige Missverständnisse zu erzeugen,
    dafür eine Er-Klärung von meiner persönlichen Seite als Leser.


    viele Grüße


    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • Gesehen, zur Kenntnis genommen.
    Dankeschön und :winke:
    Mehr geht grad nicht.
    :winke:

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • Vor einigen Tagen (nach der Sulfur-Einnahme, s. mein Homöopathie-Thread, aber nicht dadurch bedingt, nur zeitlich eng danach), ist etwas passiert, wovor ich schon lange Angst hatte, dass es irgendwann passieren könnte/ passieren würde.
    Ich habe mich mit Händen und Füßen (innerlich wie äußerlich) dagegen gewehrt, dass passieren zu lassen.
    "Das darf nicht passieren!" war mein Leitsatz und ich hab eine Menge Dinge getan und eine mindestens genauso große Menge an Dinge nicht getan, nur um das zu verhindern.
    So, nu# isses passiert. Trotz aller Verhinderungsversuche.
    Und das Bekloppte ist: es geht mir besser seitdem.


    Nein, es ist nicht toll, wenn das, was ich in meinem Leben mit am meisten gefürchtet hab, plötzlich passiert. Das ist überhaupt nicht toll und ich habe Angst und bin traurig und weiß nicht, wie's weitergeht und all das.


    Nur: die Erschöpfung wird weniger, von Tag zu Tag. Ratlos bin ich noch genauso (wenn nicht noch mehr, weil jetzt hab ich noch weniger Kontrolle und Plan, was passiert wie vorher), aber diese Bleischwere in der Seele und in den Knochen, das wird weniger.


    Da ist eine Kraft, die frei wird (weil sie nicht mehr dauernd zum Verhindern der Befürchtung eingesetzt wird) und die leben und gelebt werden will.
    Und was



    Eis ist kalt und unbeweglich .

    betrifft:


    Eis ist nicht unbeweglich. ;) Es ist nur sehr, sehr langsam in der Bewegung, wenn es nicht gerade schmilzt.


    in welchem Zusammenhang siehst Du Dich (körperlich)?

    Naja, irgendwann wird mich die Langsamkeit schon kriegen - wird sich kaum vermeiden lassen, ich schrieb davon - aber noch bin ich dafür viel zu heiß. ;) :heart:

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • Genau, liebe Kirsten; die freigesetzte Energie (welche zum verhindern etc.
    vergeudet wurde), kann jetzt für Sinnvolles genutzt werden.
    Auf alle Fälle ist erstmal Bewegung drin und das ist gut so, bleib im Fluß (oh, welch
    schönes Wortspiel, nicht mehr im Eis, sondern im Fluß im übertragenen Sinne).


    GLG ate :welle:

    ~~~> "pure awareness" <~~~

  • Das stimmt, liebe Ate.


    Ich zitiere mal etwas, was ich selbst schrieb, dieser Tage:


    Ich weiß, dass es diese Sicherheit, zumindest diese Form von Sicherheit, nach der ich mich da sehne, so nicht gibt.
    Ich weiß, dass diese Form von Sicherheit Starre, Stillstand, Un-Lebendigkeit bedeuten würde.
    Rational ist mir das alles klar. Wie ein Eiskristall. ;)
    Ich weiß ja, dass das Leben, das lebendige Leben, das Offenbleiben, das im Fluss sein, der Augenblick ist. Und nicht mehr.
    Nur manchmal... manchmal ist die Angst vor der Unberechenbarkeit des Lebens und des Lebendigen so groß in mir, dass ich tatsächlich in den Stein, ins Eis oder sonstwohin gehe, um (vermeintrlichen) Schutz vor weiteren Verletzungen durch Unvorbereitetsein zu haben.


    Ich sehe den Mechanismus... im Moment der Angst oder in Stressphasen kann ich trotzdem noch nicht anders handeln.


    LG,
    Panther-Adler

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

    Einmal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()

  • Liebe Kirsten,


    bist du in Frieden damit, das sich deine Seele in Eis oder Stein zurückzieht wenn der Wind des Lebens ihr zu rauh wird?
    Hast du das Zutrauen und Vertrauen zu dir, das sie daraus gestärkt und entwickelt wieder hervortritt und dem Leben mit seiner Lebendigkeit auf einer neuen Stufe begegnet?


    Liebe Grüße
    Anita

    [align=center]Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.

  • Wer zu lange über etwas nachdenkt lädt unweigerlich auch negative Gedanken ein.
    Das ist das gute an autogenem Training, man lernt abzuschalten. Seine Gedanken steuerbarer zu machen.

  • Liebe Anita,


    bist du in Frieden damit, das sich deine Seele in Eis oder Stein zurückzieht wenn der Wind des Lebens ihr zu rauh wird?

    Nein, bin ich nicht.
    Danke für den Hinweis - fühlt sich an, als ob das wichtig ist.
    Zumal mir der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoß, als ich den Satz las, ganz klar zeigt, dass ich damit nicht in Frieden bin. Sondern es auch werte und be-/verurteile.
    Danke, ich gehe mal genau damit wieder in die Höhle... den Panzer, den Stein, das Eis, den Fluss...
    Ich nehme den Gedanken jetzt mal mit, dass das okay ist/sein könnte.
    LG,
    Kirsten

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • Der Eisbär trägt mich.
    In seinem Herzen schützt er mein Feuer, auf dem meine Hoffnung gründet.
    Mit seinem Fell wärmt er mich bei äußerer und innerer Kälte.
    Mit seinen Pranken und auf den Hinterbeinen stehend zeigt er, wie ich mich verteidigen und schützen kann.
    Auf seinem Rücken trägt er mich.
    An seinem Bauch liege ich, gewärmt, geschützt, angekuschelt.


    ... und heute nacht hab ich vom Phönix geträumt.


    Wärme und Eiseskälte.
    Feuer und Eis.
    Schutz und Veränderung.
    Starre und Bewegung.
    Behütung und Wandel.

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • Heute bin ich ziemlich traurig. Aber auch das ist dann einfach so.
    Die letzten Tage waren durchgängig besser, heute fühlt es sich wieder wie ein Einbruch an.
    Hab keinen ganz konkreten Auslöser grad, aber vielleicht darf es auch einfach mal auf und ab gehen.
    Ich muss mich ja nicht antreiben.

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)