Genau was ist Ethik nun eigentlich und wie gut funktioniert sie ?

  • Die Diktatoren dieser Welt sind oft demokratisch gewählt worden, das darf man nicht vergessen, das bringt sie aber auch in die Position Ethik frei definieren zu können, die Gesetze so umzudeichseln wie es gerade passt- passiert jeden Tag.


    Die Trumps, Putins, Erdogans dieser Welt sind auf der Seite des Gesetzes, egal wieviele ethische Abscheulichkeiten sie vollbringen, Krieg, Folter, Knast, Berufsverbote...

    Wie ich schon einmal schrieb: Kapitalismus kennt keine Ethik. Eine Gesellschaftsordnung, in der ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit und soziale Belange unter rein ökonomisch-rationalen Aspekten Gewinnmaximierung betrieben wird, ist schon in sich unethisch. Die ökonomische und politische Macht in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung hat das Kapital. Bei uns nennt man das dann Demokratie, da wir Wahlen und konkurrierende Parteien im Parlament haben. In Diktaturen bündelt sich die Macht des Kapitals mit unbegrenzter poltitischer Macht einer kleinen Gruppe - ohne parlamentarischen Einfluss.


    Kein Staat, kein Diktator, kein Gesetz kann Ethik frei definieren - allerdings kann durch Machtausübung diktiert werden, was der Bürger unter Moral bzw. Ethik zu verstehen hat. Das ist ein Unterschied, denn wenn es ein Staat bzw. eine Diktatur damit übertreibt, führt das in vielen Fällen zu internationalen Konsequenzen. Zumindest, wenn das Land eine strategisch interessante Lage oder nennenswerte Bodenschätze hat. Ansonsten kräht manchmal kein Hahn danach - siehe z.B. Ruanda. Je größer die Willkür eines Staates bzw. eines Staatsoberhauptes ist, desto weiter entfernt sich das Ganze von Ethik und Moral. Bestenfalls richten sich Recht und Gesetz deshalb nach ethischen bzw. moralischen Aspekten.


    Deshalb passt es nicht zu sagen Autorität hat immer recht.

    Deshalb habe ich so meine Probleme damit wenn jemand sagt Staat=Moral.

    Autorität hat nicht immer recht und ein Staat auf kapitalistischer Basis kann ethisch-moralisch unmöglich integer sein. Das spielt jedoch gar keine Rolle, denn solange du dich in den Strukturen einer Gesellschaftsordung, eines Staates....oder auch nur eines Vereins oder von mir aus auch Forums bewegst, bist du an die vorhandenen Vorgaben der jeweils "Regierenden" gebunden.


    Letztendlich ist es ziemlich egal, ob einem das passt oder nicht. Entweder man bewegt sich in den vorgegeben Strukturen oder versucht, diese zu verlassen. Das würde dann im Falle des Staates Auswanderung bedeuten..... Wenn man der Gesellschaftsordnung dabei gleich mit entfliehen will, empfehle ich mal....Nordkorea. Nun kann man natürlich auch versuchen, Strukturen, die einem nicht passen, zu ändern. Dazu weiter unten mehr.



    Da lob ich mir den gesunden Menschenverstand und das Recht eines Menschen seine Lebensbedingungen wenigstens bis zu einem gewissen Grad frei bestimmen zu können.
    Ich bin selber nie Aktivistin für irgendwas gewesen, weder für Menschenrechte noch für Umwelt, aber ich habe vor diesen Menschen den allergrössten Respekt. Was ist der Dank für ihre Zivilcourage ? Sie kommen oft auch noch in den Knast und werden als Spinner verschrien.

    Ich wiederhole mich - doch es ist nun mal so, dass wir in einer Gesellschaftsordung leben, die den Interessen des Kapitals unterstellt ist. Wenn ich mich auf Gleise lege, um das Atommülllager vor meiner Haustür zu verhindern, mich im Regenwald an Bäume kette, um die Abholzung zu stoppen oder in North Dakota gegen die Ölpipeline kämpfe, die das einzige Trinkwasservorkommen bedroht.....dann stecken dahinter vernünftige und löbliche Gedanken. Allerdings laufen die eben den Interessen des Kapitals zuwider.....tjo - und so muss ich dann auch mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen und bereit sein, diese zu tragen.
    Wenn ich in einer Diktatur an der uneingeschränkten Macht des Diktators kratze, muss ich damit rechnen, dafür im Gefängnis zu landen, eventuell gefoltert zu werden und auch damit, dass ich diesen Mut unter Umständen mit dem Leben bezahle.
    Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad kann man Leute nicht mehr einfach verschwinden lassen. Für diese Leute findet ein Staat, ein Konzern (oder wer auch immer die Macht ausübt) Mittel und Wege, diese "Abweichler" derart zu diffamieren, dass ihr Ansehen vor der Masse der Gesellschaft völlig demontiert ist.



    Wenn Gesetze also wirklich nicht funktionieren, dann zeugt es vielleicht manchmal, nicht immer, von grösserer innerer Stärke zu versuchen sie zu ändern oder falls nicht machbar, wenigstens zu boykottieren.

    Die Gesetze funktionieren und wenn man gegen sie verstößt und sich erwischen lässt, trifft einen die Strafe mit voller Härte. Ebenso, wenn man sie einfach ignoriert oder boykottiert. Gesetze ändern kann man in Deutschland über eine Petition, die es (mit möglichst vielen Unterschriften) bis in den Bundestag schaffen muss. Dort wird dann entschieden, ob dazu ein Verfahren angeschoben wird oder nicht. Doch auch dieses neue oder überarbeitete Gesetz kann wieder gebeugt oder gebrochen werden.


    Deshalb tendiere ich ja eher dazu, die vorhanden Strukturen zu akzeptieren und die innerhalb dieser Strukturen bestehenden Möglichkeiten bis an ihre Grenzen auszuloten. Ein Beispiel: Sollte ich hier mal kein Mod mehr sein, aber weiter als User schreiben - ich könnte (wenn ich das wöllte) das Team im Dreieck hüpfen lassen, ohne auch nur eine Boardgregel zu verletzen. Ob das dann moralisch korrekt wäre, steht auf einem anderen Blatt
    ;)


    Allerdings setzt dieses Ausloten erst einmal meine grundsätzliche Bereitschaft voraus, mich mit den gegeben Strukturen abfinden zu wollen. Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem ich dazu nicht bereit war. Mir war auch klar, dass diese Nichtanpassung Konsequenzen hat, ich war bereit, diese Konsequenzen zu tragen und ich habe sie tragen müssen.



    Sich an die ganz normale Gesetzgebung zu halten ist schon mal ein ganz guter Ansatz sich moralisch richtig zu verhalten. Oder man bemüht den kategorischen Imperativ "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde." In der Freimaurerei stützt man sich auf den Liberalismus, der dem Einzelnen Handlungsspielraum zuspricht, solange er Würde und Freiheit des anderen nicht verletzt, was im Grunde auch nix anderes ist als die Wiccan Rede "Solange Du niemandem schadest, tu was Du willst."

    @Sati ....dein ganzer Beitrag.....fein. Wunderbar geschrieben und mit obigem Zitat auf den Punkt gebracht. Danke.
    :top2:


    Letztendlich noch folgender Gedanke:
    Was nützt es, wem hilft es, wenn ich mich hinstelle und mit dem Finger auf die bösen Politiker, Konzerne, Wissenschaftler zeige und feststelle, wie unmoralisch doch so vieles ist etc.... Es führt zu nichts, solange es nicht ins aktive Handeln geht. Das könnte in dem Fall bedeuten, sich politisch zu engagieren - doch glaubt mir: Wenn's über ein bissel Lokalpolitik rausgeht, kommt bei jedem angehenden Kandidaten für "die große Politik" der Moment, wo er sich entscheiden muss....und die Entscheidung, moralisch sauber zu bleiben ist oft genug gleichbedeutend mit dem Ende der politischen Karriere.


    Mir erscheint es in Bezug auf Ethik und Moral einzig und allein sinnvoll, bei sich selbst zu bleiben.
    Womit ich dann wieder zu dem komme, was ich schon in meinem ersten Beitrag schrieb:

    .....jeden Tag ein kleines bisschen besser auf Grund der gemachten Erfahrungen. Und manchmal ein herber Rückschlag. Manchmal auch einfach zuhören und die Erfahrungen anderer aufnehmen....also lernen. Tage, an denen ich abends nicht mit gutem Gefühl in den Spiegel schauen kann, waren keine guten Tage. Aber auch die gibt es. Das nennt sich wohl "Leben".


    :winke:

  • Dankeschön für die vielen sehr differenzierten Ansätze.
    Das ist spannend.
    Man könnte wohl Monate drüber diskutieren wenn man wollte.


    Ich würde gerne den Grossteil so stehen lassen bis auf ein paar Punkte, die etwas pieksen.


    Da wäre die Frage der Anpassung an die bestehenden Machtverhältnisse.
    Auf der einen seite kann man sagen, gut das ist nun mal die Realität, der Stärkere hat recht, die Mehrheit hat recht,das Gesetz hat recht, die Religion hat recht, das Kapital hat recht.
    Man muss Dinge zu einem grösseren Prozentsatz tatsächlich auch so akzeptieren.


    Auf der anderen Seite, wenn man nun tatächlich konkrete Beispiele diskutiert sieht das gleich differenzierter aus:
    Beispiel 1: Ein türkischer Journalist liebt sein Heimatland, hat dort Familie und Freunde möchte dort gerne wohnen bleiben. Nun ist er von Natur aus ein kritischer Charakter, es besteht also die sehr grosse Wahrscheinlichkeit dass er mit Berufsverbot oder Gefängnis für mangelnde Systemtreue bestraft wird.
    Nun wird er die Möglichkeit haben sich vorübergehend inhaltlich zurück zu nehmen, doch irgendwann meldet sich seine innere Stimme, die ihn auffordert Verantwortung für sein Land zu übernehmen, was er zwar ablehnen kann, aber erfahrungsgemäss verschlimmert sich das Verhalten von Diktatoren mit der Zeit, so dass die Situation im ganzen Land und für einen grösseren Teil der Bevölkerung immer schlimmer wird.
    Auswandern ?
    In welchem Land hat er denn die Chance in seinem Berufsfeld und mit einer anderen Sprache ?
    Er würde wahrscheinlich als unqualifizierter Arbeiter in einer Fabrik landen, als integrationsunwilliger Ausländer beschimpft werden, aber aus dieser Position heraus nichts für sein Land bewegen können.
    Nun ist nicht jeder ein Gandhi, der eine friedliche Revolution starten kann, wahrscheinlich heisst es abzuwarten, im Hintergrund Gleichgesinnte zu organisieren, aber eben nicht sich einfach dauerhaft mit dem Übel abzufinden.


    Beispiel 2: deutsche Geschichte
    Es sollten ganze Bevölkerungsgruppen auslöscht werden, Juden, Zigeuner, Behinderte, psychisch oder genetisch Kranke, Andersdenkende...
    Auch da wäre Anpassung nicht die Lösung gewesen und wie im Beispiel eins auch keine rechtstaatlichen Mittel.


    Beispiel 3: der eingangs genannte Handwerker, es wird automatisch ihm die A-Karte zugeschoben, es ist aber Aufgabe des Staates realistische und faire Lebensbedingungen zu erschaffen und nicht die des Handwerkes neben einer sechzigstündigen Arbeitswoche noch jahrelang vor Gerichte zu ziehen und von welchem Geld überhaupt ? Wenn er verliert, dann wird er wahrsscheinlich mit seiner ganzen Familie völlig legal von Sozialhilfe leben gehen, der Preis für den Steuerzahler ist in dem Fall eindeutig höher.


    Oft ist ein rigides System mit rechtstaatlichen Mitteln nicht reformierbar, eher zerbricht es ganz.
    Auch in Ostdeutschland gab es viele unterdrückte Versuche.
    Kleinere Länder wie die Niederlande oder Schweiz sind in mancher Gesetzeslage fortschrittlicher.
    Petitionen sind sicher machbar, aber eine Kultur der Volksentscheide ist in Deutschland, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wenig üblich, was dannn wieder zur Bildung der unsinnigen rechten Tendenzen führt, die eigentlich nur einen Mangel an Demokratie und Rechtstaatlichkeit darstellen, die Ängste der Bevölkerung werden verachtet, neue Parteien, selbst wenn demokratisch gewählt werden von den Medien grundsätzlich niedergeschrien. (selbst die völlig harmlose Piratenpartei)


    Zum Umweltschutz:
    Eines Tages werden unsere Kindeskinder uns fragen warum wir denn nichts dagegen gemacht haben dass die ganze Natur so entsetzlich vergiftet wurde, dass so viele Pflanzen- und Tierarten aussterben mussten, dass die Menschen immer mehr an Krebs sterben und an den Folgen von Medikamenten ?
    Was werden wir sagen ?
    Die Konzerne sind schuld ?
    Sie sind zu mächtig ?
    Es gibt genug wissenschaftliche Datenmenge, wir können nicht sagen wir haben von nichts gewusst.
    Es kann niemand sagen dass mehr als sieben Milliarden Menschen nicht in der Lage sind sich wenigstens teilweise zu organisieren um eine Wende herbeizuführen.


    Was ist die Lösung ?
    Es gibt eine Art von neuem Aktivismus, der nicht auf zivilen Ungehorsam setzt, sondern auf die Aufklärung grosser Bevölkerungsschichten + der Gründung vieler kleiner lokaler Projekte um vor Ort mit kleinen Schritten Dinge zu verbessern anstelle gleich die ganze Welt verändern zu wollen.


    Und hier auf das Heilerforum bezogen ?
    Es wurde hier schon öfter gesagt es müsse eine Unterdrückung bestimmter Meinungen geben um seine Verantwortungspflicht zu gewährleisten.
    Damit wird einem, der ausserhalb der Box denkt automatisch sein Verantwortungssinn abgesprochen ?
    Damit wird denen, die hier mitlesen und mitschreiben, ob nun beratend oder Fragen stellend, auch die Verantwortung weg genommen weil es ja jemand anders stellvertretend für sie besser weiss ?
    Ich persönlich möchte nicht ungefragt von jemand anders vor mir selber oder meinen Macken geschützt werden, einfach weil es so nicht machbar ist.
    Jeder braucht seine völlig eigenen Lernprozesse und manchmal auch die harten Misserfolge.


    Es gibt in der Heilung und Spiritualität, so wie überall, viele Tabuthemen.
    Als Beispiel- sexuelle Heilung oder einfach nur die Frage was gesunde Männlichkeit oder Weiblichkeit überhaupt darstellt.
    Da kommen echte Aggressionen auf oder die Bitte dieses doch nur hinter verschlossenen Türen zu diskutieren.
    Mit Tabus ist das so eine Sache, sie schützen nur bis zu einem bestimmten Punkt, aber alles was im Dunkeln bleibt, das kann dort sehr negative, unbewusste Auswüchse treiben.
    Man kann und muss bestimmte Dinge zwar individuell heilen, aber das nützt herzlich wenig wenn dann die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ein neues gesundes Verhalten nicht zulassen.
    Aber das ist dann wieder Stoff für ein neues Thema.


    Was mich hier schon öfter gestört hat ist die Tendenz, dass eine Mehrzahl auf einem Themenersteller rumhackt bis zu dem Punkt, wo dieser das einfach nicht mehr ertragen kann, aggressiv wird und im Endeffekt das Forum verlässt.
    Ich empfinde das sowohl unfair, als auch unethisch und werde regelmässig dadurch getriggert.
    Inhaltlich kann es so sein dass die gegebenen Ratschläge sehr gut sein können, aber man hat immer den Eindruck der Fragesteller wird gezwungen von jetzt auf gleich kritiklos alles abzunicken, selbst wenn es für ihn selber nicht zu passen scheint.
    Es braucht einfach Zeit neue Dinge zu verarbeiten.


    Eines der ersten Dinge, die jeder lernen muss der in der Hilfe oder Heilung arbeiten will ist es sich innerlich von den Ergebnissen loslösen zu können.
    Man gibt an Wissen und Kompetenz was man geben kann, der Empfänger hat das Recht das anzunehmen oder nicht.
    Es stimmt manchmal dass die Empfänger respektlos und undankbar erscheinen können, aber es stimmt eben auch dass nicht jeder Helfer einfühlsam genug für das Machbare ist.


    Grenzüberschreitungen war noch ein Thema:
    Wenn meine eigene Grenze überschritten wird, dann kann das doch sein weil diese zu unfexibel ist oder ich zu sensibel bin, oder nicht tolerant, akzeptierend, offen genug, oder weil noch zu viele unbearbeitete Wunden da sind oder einfach mein Hirn etwas anderes versteht als grad gesagt wurde.
    Da kann ich doch nicht jeden der mich mal (unabsichtlich) ärgert zum Täter abstempeln, selbst wenn meine eigenen Tränen fliessen und der erlebte Schmerz völlig real ist ?
    Und es wäre sicher unreifes Verhalten wenn ich dann versuche so viel wie möglich Leute auf meine Seite zu bekommen indem ich so lange auf meiner Meinung bestehe bis die Leute so manipuliert sind und einfach zustimmen ?
    Ist es nicht ethischer sich seinen eigenen Unsicherheiten und Kontrollbedürfnissen zu stellen als andere auszugrenzen ?
    Ist es nicht ethischer ehrlich zu sein und sich einzugestehen dass man einfach nicht jeden mag und nicht mit jedem kann als diesem seinen Willen überzustülpen ?



    Liebe Grüsse


    P.S.Ich spreche absichtlich niemanden persönlich damit an. Wer sich angesprochen fühlt kann sich äussern oder es für sich selbst als nicht relevant empfinden oder einfach als unlösbaren Gegensatz so akzeptieren.

    Einmal editiert, zuletzt von wirbelwind ()

  • Schmunzel...


    Beispiel 1: Ein türkischer Journalist liebt sein Heimatland,....
    Nun ist nicht jeder ein Gandhi, der eine friedliche Revolution starten kann, wahrscheinlich heisst es abzuwarten, im Hintergrund Gleichgesinnte zu organisieren, aber eben nicht sich einfach dauerhaft mit dem Übel abzufinden.

    Klar kann man sich im Untergrund organisieren und abwarten - doch davon ändert sich nichts, solange man inaktiv bleibt.

    Deshalb tendiere ich ja eher dazu, die vorhanden Strukturen zu akzeptieren und die innerhalb dieser Strukturen bestehenden Möglichkeiten bis an ihre Grenzen auszuloten.

    Wird man aktiv, kann man es so machen wie ich das im Zitat vorschlug.....oder man geht einen Schritt weiter. Dann kommt wieder der Punkt, an dem man mit eventuellen Konsequenzen rechnen muss. Die Frage, ob unterbezahlter Gastarbeiter in einem fremden Land besser ist als ein türkisches Gefängnis....die lass ich mal außen vor.


    Beispiel 2: deutsche Geschichte
    Es sollten ganze Bevölkerungsgruppen auslöscht werden, Juden, Zigeuner, Behinderte, psychisch oder genetisch Kranke, Andersdenkende...

    Eigentlich das Gleiche wie oben im ersten Beispiel. Es gab während der Nazizeit viele mutige Leute, die aktiv zu verhindern versuchten, dass es zu Völkermorden kam. Viele haben das mit ihrem Leben bezahlt - das war die Konsequenz - und die war bekannt. Einige blieben bei sich - ganz im Stillen. Meine Großmutter hat keinen offenen Protest gegen das Naziregime geführt, denn das hätte sie das Leben gekostet. Aber sie hat dafür gesorgt, dass die ihrem Landgut zur Arbeit zugeteilten Kriegsgefangenen menschenwürdig behandelt wurden. Das war das Ausloten der Grenzen, das ist das, was ich mit "bei sich bleiben" meine.


    Beispiel 3: der eingangs genannte Handwerker, es wird automatisch ihm die A-Karte zugeschoben, es ist aber Aufgabe des Staates realistische und faire Lebensbedingungen zu erschaffen

    Hmmm, also mit dem Handwerker komm ich immer noch nicht ganz klar. Ich kenne die 60 Stundenwoche aus eigenem Erleben und weiß, dasss man sich manchmal den Arsch aufreisst, damit es irgendwie weitergeht. Allerdings ist Selbstständigkeit ein freiwillig gewählter Zustand. Ein Freund von mir machte vor einigen Jahren seine kleine Tischlerei dicht und lebt jetzt bei gleichem Geld wesentlich ruhiger..... Mit dem Beispiel Steuerhinterziehung zu legitimieren....das krieg ich irgendwie nicht in meinen Schädel.


    Petitionen sind sicher machbar, aber eine Kultur der Volksentscheide ist in Deutschland, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wenig üblich, was dannn wieder zur Bildung der unsinnigen rechten Tendenzen führt, die eigentlich nur einen Mangel an Demokratie und Rechtstaatlichkeit darstellen, die Ängste der Bevölkerung werden verachtet, neue Parteien, selbst wenn demokratisch gewählt werden von den Medien grundsätzlich niedergeschrien.

    Nun, warum wohl. Weil die Grenzen von Volksentzscheiden nicht ausgelotet werden. Jeder kann selbst entscheiden, ob er Schaf oder Wolf sein möchte.
    Weiterhin: Medien sind nicht frei. Das Parteien trotzdem in der Lage sind zu wachsen, wenn sie den Nerv eines gewissen Teils der Bevölkerung treffen, sieht man (leider) zur Zeit.


    Zum Umweltschutz:
    Eines Tages werden unsere Kindeskinder uns fragen warum wir denn nichts dagegen gemacht haben dass die ganze Natur so entsetzlich vergiftet wurde, .....


    Es kann niemand sagen dass mehr als sieben Milliarden Menschen nicht in der Lage sind sich wenigstens teilweise zu organisieren um eine Wende herbeizuführen.

    Nun, für einen großen Teil der mehr als sieben Milliarden Menschen spielt Umweltschutz gar keine Rolle, weil diese Menschen ums nackte Überleben kämpfen. Jeden Tag. Dem Holzfäller in Brasilien ist die Umwelt egal, solange er seinen Kindern abends ein Essen auf den Tisch stellen kann. Das Gleiche gilt für den Fabrikarbeiter in China und für den Steinbrucharbeiter in Indien.
    Da fällt mir unweigerlich sofort wieder der Handwerker ein, denn dessen (und unser aller) soziale Absicherung beruht auf dem Elend, was in den ach so fernen Ländern passiert. Auch hier wieder: Bei sich bleiben und es für sich selbst richtig machen. Im persönlichen Umfeld Bewusstsein für diese Mißstände schaffen. Wenn man zwei, drei andere damit erreicht, erreichen die wiederum andere......


    Das bezieh ich jetzt mal auf diesen Beitrag....und damit direkt auf mich.....schmunzel
    Aber immer schön der Reihe nach:
    Das Öfteren stimmt nicht ganz. Meines Wissens nach wurden aus dem Grund der Verantwortung in den ganzen Jahren, die ich hier Mod bin, von den etwa 15000 Themen zwei oder drei Themen geschlossen. Und zwar, weil uns Ethik und Moral des Heilens wichtig sind.....und weil jeder der Mods hier schon etliche Jahre Erfahrung auf dem Buckel hat. Einem Kleinkind einen geladenen Revolver in die Hand zu geben, damit es seine Erfahrungen macht, ist nicht unser Ding......


    Alles andere sind eventuell kontrovers geführte Diskussionen - aber dazu ist ein Forum auch da. Mir persönlich würde zu denken geben, wenn ich von - keine Ahnung, wie vielen Usern - darauf hingewiesen werde, dass an meinem Weg etwas nicht ganz koscher ist. Das hat nichts mit Unterdrückung zu tun. Zu meinem Lernprozess würde es dann vermutlich gehören, über meinen Weg nachzudenken. Natürlich kann ich aufs Nachdenken auch verzichten und sagen, dass ich eben außerhalb der Box denke. Völlig okay, doch dann sollte ich mich über Gegenmeinungen nicht wundern, sondern (wieder einmal) bei mir bleiben und meinen Kram einfach machen. Keiner hindert mich daran - und solange ich nicht öffentlich nach Zustimmung oder einer Legitimierung für mein Verhalten suche, wird sich daran nichts ändern....bis auf die Tatsache, dass das, was ich aussende, zu mir zurückkehrt.


    Was mich hier schon öfter gestört hat ist die Tendenz, dass eine Mehrzahl auf einem Themenersteller rumhackt bis zu dem Punkt, wo dieser das einfach nicht mehr ertragen kann, aggressiv wird und im Endeffekt das Forum verlässt.
    Ich empfinde das sowohl unfair, als auch unethisch und werde regelmässig dadurch getriggert.
    Inhaltlich kann es so sein dass die gegebenen Ratschläge sehr gut sein können, aber man hat immer den Eindruck der Fragesteller wird gezwungen von jetzt auf gleich kritiklos alles abzunicken, selbst wenn es für ihn selber nicht zu passen scheint.
    Es braucht einfach Zeit neue Dinge zu verarbeiten.

    Dazu könnte ich meinen letzten Absatz einfach nochmals zitieren.


    Ergänzend wäre dazu noch zu sagen, dass niemand gezwungen ist, etwas sofort und kritiklos abzunicken. Hier wird man nicht einmal gezwungen, überhaupt etwas zu schreiben..... Doch wenn man es tut, werden Antworten kommen....und man sollte auch damit leben können, wenn die Mehrzahl der User dann eine andere Meinung hat. Meist wird das der Fall sein, wenn es um offensichtliche spirituelle Höhenflüge geht. Zum Beispiel wird es definitiv schiefgehen, wenn jemand nach einem Wochenendkurs zu schamanischer Basisarbeit schon in seiner Vorstellung schamanische Heilungen anbietet. Hatten wir hier in dieser oder ähnlicher Form schon mehrfach. Auf die Nase fällt hier auch, wer mit 22 Jahren im Forum aufschlägt und mit 66 Zertifikaten wirbt. Dann wird mit Sicherheit jemand kommen, zweifeln und dem User auf den Zahn fühlen, ob das wirklich Hand und Fuß hat....
    Die Liste weiterzuführen wäre kein Problem. Altuser haben hier schon so einiges erlebt.....


    Eines der ersten Dinge, die jeder lernen muss der in der Hilfe oder Heilung arbeiten will ist es sich innerlich von den Ergebnissen loslösen zu können.
    Man gibt an Wissen und Kompetenz was man geben kann, der Empfänger hat das Recht das anzunehmen oder nicht.
    Es stimmt manchmal dass die Empfänger respektlos und undankbar erscheinen können, aber es stimmt eben auch dass nicht jeder Helfer einfühlsam genug für das Machbare ist.

    Wenn ich Wissen weitergebe, dann, weil ich darum gebeten werde bzw. gefragt wurde.....oder in Form von Seminaren, wo es jedem freigestellt ist, sich dafür anzumelden oder nicht. Das Gefühl für das Machbare tritt durch die Einfühlsamkeit, Sensibilität, Empathie des Heilers hinter das zurück, was im Moment hilfreich ist. Das ist nicht immer zwangsläufig das Machbare... Damit könnte ich den Empfänger eventuell völlig überfordern und jegliche weitere Heilungschance verbauen. Respektlos und undankbar begegnet mir kein Empfänger. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass genau das passiert, wenn ich den Empfänger "überfahre", indem ich unerbeten oder mit zu hohen Ansagen "in ihn eindringe". Hilfsbereitschaft signalisieren: Ja. Ungefragt eingreifen: Nein.
    Enzig und allein Akutsituationen sind davon unberührt.


    Wenn meine eigene Grenze überschritten wird, dann kann das doch sein weil diese zu unfexibel ist oder ich zu sensibel bin, oder nicht tolerant, akzeptierend, offen genug, oder weil noch zu viele unbearbeitete Wunden da sind oder einfach mein Hirn etwas anderes versteht als grad gesagt wurde.
    Da kann ich doch nicht jeden der mich mal (unabsichtlich) ärgert zum Täter abstempeln, selbst wenn meine eigenen Tränen fliessen und der erlebte Schmerz völlig real ist ?

    Die Wahrung der eigenen Grenzen ist eine Kunst, die gelernt sein will. Vor allem dann, wenn ich bereits auf meine Grenzen hingewiesen habe, dies aber ungehört bleibt. In so einem Fall darf man schon mal etwas nachdrücklicher reagieren. Wohl dem, der es kann.


    Und es wäre sicher unreifes Verhalten wenn ich dann versuche so viel wie möglich Leute auf meine Seite zu bekommen indem ich so lange auf meiner Meinung bestehe bis die Leute so manipuliert sind und einfach zustimmen ?
    Ist es nicht ethischer sich seinen eigenen Unsicherheiten und Kontrollbedürfnissen zu stellen als andere auszugrenzen ?
    Ist es nicht ethischer ehrlich zu sein und sich einzugestehen dass man einfach nicht jeden mag und nicht mit jedem kann als diesem seinen Willen überzustülpen ?

    Nun, wenn ich mir die Entwicklung von Threads anschaue, so hat dort selten mal jemand seine Meinung gegenüber seinem ersten Posting geändert. Manchmal erfolgt eine Anpassung oder auch Einsicht zu aktuellen Gegebenheiten - doch die meisten der User hier sind recht feinfühlig, was Manipulation angeht und verwahren sich gegebenenfalls auch dagegen.
    Mit den "ist es nicht ethischer"-Sätzen kann ich nicht allzuviel anfangen - es sei denn, ich beziehe sie wieder auf mich bzw. die Threadschließung.
    Falls das so gemeint sein sollte, liegst du falsch. Vor solchen tiefgreifenden Sachen wie einer Schließung beraten wir uns prinzipiell im Team. Das ist nie eine Entscheidung eines einzelnen Mods. Für die "ich mag dich nicht"-Fälle gibt es ein internes "Rotes Telefon", mit dem man einen anderen Mod bittet, die Auseinandersetzung mit dem User zu übernehmen....und wir selbst weisen uns durchaus mal darauf hin, dass der angeschlagene Ton gerade zu schräg ist.....


    P.S.Ich spreche absichtlich niemanden persönlich damit an. Wer sich angesprochen fühlt kann sich äussern oder es für sich selbst als nicht relevant empfinden oder einfach als unlösbaren Gegensatz so akzeptieren.

    Hmmm, hier musste ich wieder schmunzeln. Also ich kann dir ganz direkt sagen, dass ich mich von dir durchaus angesprochen fühle....und vermutlich magst du mich nicht sonderlich. Nun, das ist mir schnuppe....denn das hier sind Bits und Bites. Das richtige Leben ist anders. Ich empfinde dich als speziell und spannend, aber auch als starrköpfig und gefährlich. Schrieb ich dir ja schon einmal:

    Nun noch etwas persönliches zu dir, liebe Wirbelwind. Mag sein, dass du dich durch meine Worte angegriffen fühlst - doch ich meine das von mir Geschriebene nicht persönlich an dich gerichtet, sondern es ist ein ganz allgemeines Statement zu deinen Gedanken. Du lehnst dich hier weit aus dem Fenster - und dazu gehört Mut. Du hast dafür meinen Respekt. Vieles von dem, was ich von dir lese, hat durchaus großes Potential. Doch es gibt auch einiges, was von dir rüberkommt und sofort meine Alarmsensoren schrillen lässt. Trotz dieser Unstimmigkeiten bin ich der Meinung, dass du "als Gesamtpaket"deinen Weg mal auf eine gute Art und Weise gehen wirst.

    So iss'es. Hätte ich mit dir ein wirkliches Problem, würde ich mir nicht mehr die Zeit nehmen, in deinen Threads zu schreiben. Du hattest mal diesen Thread mit den Quellen..... Als ich es dort für sinnlos hielt, weiter mit dir zu diskutieren, hab ich das kundgetan und mich rausgenommen.... Das kann ich ganz gut. Hier ist's bisher noch nicht soweit.


    ;)

  • Liebe windhauch,


    Gerne möchte einen bestimmten Punkt der vielen Aspekte, welche du erwähnst
    - einfach weil er von der Art her mit der Thematik dieses Forums verbunden ist -
    herausgreifen in Form einer Frage, einfach weil hier in manchem Sätzen deines letzten Beitrages aus Fragen nach Ethik
    dann Vorwurf und Schuld gelesen werden kann
    und somit stillschweigend vermischt wird =
    wie wäre es, wenn du überall dort, wo es dir möglich ist, selber die Verantwortung dafür übernimmst, und eingreifst in deinem Sinne?


    Sprachlich bist du gut unterwegs, backgrounds hast du.
    Somit meine ich z.B. in einer eskalierenden oder verfahrenen Situation hier,
    dem/der betroffenen user/in und allen anderen einen besseren und schlüssigen Standpunkt darzulegen und zu erklären
    welcher überzeugt (und somit wirkt)
    und einfach auf die richtige (richtig = mit Respekt vor getroffenen Vereinbarungen) Weise? Gerne auch in aktuellen (jetzt) threads.


    Abgemeldet offensichtlich emotional hat sich eine Person, welche immer wieder die Anstandsregeln verletzte, und mit Anschuldigungen, Angriffen, Beschimpfungen und Pauschalisierungen in Mengen um sich warf.


    Damit es aber bitte nicht zu persönlich an dich gerichtet wird,
    und anstatt der Ethikfrage im Mittelpunkt etwas anderes in den Vordergrund rückt – das möchte ich nicht -,
    einfach allgemein formuliert =


    ist es nicht primär wichtig und ethsich richtig, anstatt nach Außen zu zeigen,
    in Konsequenz auch den eigenen Teil der Verantwortung auf sich zu nehmen und zwar für alle Aspekte des Erlebens des Daseins, sobald das individuelle Bewusstsein (und das ist bei sehr vielen hier der Fall) reif genug dafür ist?


    viele Grüße


    Christoph


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • Ansprache natürlich liebe "wirbelwind",


    wie und warum in Beschäftigung mit den Inhalten dann ein "hauch" wurde,
    ist mir selber unklar, sorry


    Bewusstheit schafft Heilung



    "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
    Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)

  • Was die beiden Links nun mit Ethik zu haben, erschliesst sich mir nicht.
    In dem einen Artikel gehts um Schuld und Rechtsprechung und in dem anderen ums anders sein.
    Bitte erklär doch, wo für dich der Zusammenhang zum Threadthema ist...einfach so ohne weiter darauf einzugehen, wären es zwei neue Themen und hier offtopic.
    Liebe Grüße,
    Ilaya

  • Ist okay so, bitte keine neuen Themen draus machen, ausser wenn jemand anders Lust drauf hat.
    Für mich ist jede geistige Thematik einfach so komplex, dass eins automatisch zum anderen führt und nicht wirklich voneinander zu trennen ist.


    Ethik bedeutet ja sich auf ein richtig oder falsch einigen zu können und je tiefer man darüber nachdenkt desto mehr stellt man fest dass es nicht so einfach machbar ist.
    Gehen wir in die Natur, was ja der Ausgangspunkt allen Lebens ist, dann sehen wir dort jede Menge Gegensätze und alles dazwischen, wir sehen Struktur und wir sehen Chaos, eins bedingt das andere.
    Eine gesunde Gesellschaft wird sich meines Erachtens an der Natur orientieren und nicht glauben irgendwie drüber zu stehen.


    Im Wald als Ökosystem leben Hunderte oder mehr pflanzen- und Tierarten kooperativ zusammen, warum sollen also nicht auch gesellschaftliche Strukturen diese Art von gleichberechtigter Vernetztheit wiederspiegeln können ?


    Ein anderes Beispiel, das ich immer bringe ist der Vergleich zwischen Brennessel und Rose. Man kann die Rose schöner finden oder wertvoller, es ändert nichts an ihrem echten Wert. Als Heilpflanze zur Reinigung hat die Brennessel einen unschätzbaren Wert.



    Bei dem Link mit den Schuldgefühlen geht es darum dass jemand ins Unrecht gesetzt werden kann oder Strafe bekommen kann ohne eigentlich jemandem einen Schaden zugefügt zu haben, diese Art von Situationen lassen sich vielleicht in gesellschaftlichem Kontext nicht ganz vermeiden, deshalb werden sie aber trotzdem vom inneren Empfinden her als unrichtig empfunden und mehr und mehr Menschen rebellieren dagegen.


    Bei dem ersten Link möchte eine Frau einfach nur das sein was sie ist, sie fügt niemandem Schaden damit zu, man kann klar sehen sie hat schon vieles probiert, ist an vielem gescheitert und möchte nun von den Anforderungen der anderen einfach legitimerweise ihre Ruhe haben, es ist ihr Leben, ihr Körper, ihre Beziehungen.
    Es ist sehr erfrischend geschrieben und spricht vielen Frauen aus dem Herzen, gerade denen die immer versucht haben zu perfekt zu sein, immer für andere irgend etwas zu sein und vielleicht sogar krank davon geworden sind.


    Ich beschäftige mich viel mit Material, wo es um die Gesellschaft der Zukunft geht, also wenn wir bestimmte Dinge jetzt ablehnen, wie kann es besser werden, was ist der nächste fällige Entwicklungssprung, und der wird ja kommen, es ist nur die Frage in welche Richtung.
    Ist es überhaupt möglich das alte Machtdenken zu verlassen ?


    Einige Soziologen haben herausgefunden dass die Natur bei weitem nicht so darwinistisch ist wie man bisher angenommen hat.
    In Wirklichkeit gibt es sehr viel mehr Kooperation zwischen gleichen und verschiedenen Arten.


    :winke:

  • N´Abend,

    Einige Soziologen haben herausgefunden dass die Natur bei weitem nicht so darwinistisch ist wie man bisher angenommen hat.
    In Wirklichkeit gibt es sehr viel mehr Kooperation zwischen gleichen und verschiedenen Arten.

    Was verstehst du unter " darwinistisch" und in wie fern Widerspricht das deiner Meinung nach einer Kooperation?
    :winke:


    Ein anderes Beispiel, das ich immer bringe ist der Vergleich zwischen Brennessel und Rose. Man kann die Rose schöner finden oder wertvoller, es ändert nichts an ihrem echten Wert. Als Heilpflanze zur Reinigung hat die Brennessel einen unschätzbaren Wert.

    Die Rose auch.


    Im Wald als Ökosystem leben Hunderte oder mehr pflanzen- und Tierarten kooperativ zusammen, warum sollen also nicht auch gesellschaftliche Strukturen diese Art von gleichberechtigter Vernetztheit wiederspiegeln können

    Dies findet durchaus jeden Tag schon an vielen Stellen statt. Oder besteht für dich dir Welt nur aus Kampf?


    :winke:

    If Nothing goes right,
    Square Up!
    and
    Circle left!