Das Hotel-Krankenhaus, das Sterben und ich

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    • Das Hotel-Krankenhaus, das Sterben und ich

      Ich bin in einem Gebäude mit langen Gängen und vielen Zimmern. Die Wände sind komplett weiß (sieht gekalkt aus), die Türen alle aus dunklem (fast schwarzem) Holz.
      Keine Bilder an den Wänden und es ist kalt (wie in einem tiefen Keller oder Gewölbe). Aber heller als in einem Keller, da kommt schon Licht rein (kein Kunstlicht).

      Das Merkwürdige ist: Es gibt Dinge, die an ein Hotel erinnern, z.B. dass man selber kommen und gehen kann, wie man mag und einen Schlüssel fürs Zimmer hat - und es gibt Dinge, die sind wie Krankenhaus. Inklusive Leute in Arztkitteln und Leute mit Schwesternhaube. Also ein Hotel-Krankenhaus oder so.

      Ich bin da auch. Ich trage keine eigenen Klamotten, sondern weiße, die mir irgendwie von da zur Verfügüng gestellt wurden. Komplett weiße, da ist kein Farbtupfer dran, kein Schmuckstück, nichts. Und ich laufe (gut, so Träume gab es schon immer, wo ich mich normal bewegen kann, das ist also einer von denen).

      Ich laufe also durch diesen elend langen Gang, wo alles so gleich aussieht und es macht mich fast wahnsinnig, denn ich suche ein bestimmtes Zimmer. Ich kann aber doch jetzt nicht in jedes Zimmer schauen, ob ich da die Person finde, die ich suche. Da wäre ich ewig beschäftigt - außerdem würd ich die Leute stören. Die Zimmertüren sind alle zu. Von außen schauen, ob da die Frau ist, die ich suche, geht also nicht.
      Plötzlich geht eine Tür auf und heraus kommt eine Frau, die ich aus beruflichem Kontext kenne - und sehr mag. Sie ist recht temperamentvoll, aber auch sehr klar. Ja ist Ja, Nein ist Nein. Kein Wischiwaschi.
      Ich freue mich, sie zu sehen und gehe auf sie zu.
      Je näher ich komme, desto mulmiger wird mir. Sie sieht sehr eingefallen aus, hat kaum Haare (wie, wenn es nach einer Chemo erst wieder anfängt zu wachsen) und sieht sehr müde aus.
      Sie lächelt mir zu und begrüßt mich.
      Ich frage, warum sie hier ist und sie sagt: "Kommen Sie, ich zeig Ihnen was."
      Dann nimmt sie mich bei der Hand und führt mich zielsicher durch viele Gänge, bis wir vor einem Dreieck aus Glas stehen. Als wir davor treten, öffnet es sich. Wir gehen hinein und in dem Dreieck ist lauter Licht. In dem Licht fallen Schichten von uns runter. Wir stehen nicht nackt da, aber es fallen Schichten wie Häute von uns ab.
      "Deswegen bin ich hier. Weil ich sterben muss." Dann nimmt sie ein Röhrchen, das plötzlich dasteht, trinkt daraus und zerfällt vor meinen Augen zu Asche.
      Ich starre darauf, weiß nicht, ob ich ängstlich oder fasziniert sein soll, dann wache ich auf.

      Zu mir, 40, weiblich, In Trennung befindlich.
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Panther-Adler schrieb:

      Ich bin in einem Gebäude mit langen Gängen und vielen Zimmern.
      Das ist der Gegenentwurf zu unseren Vorstellungen: alles soll so rasch wie möglich passieren.
      Die Weisheit der Psyche sagt: So geht es nicht - es ist ein langer Gang mit vielen Gebär-Müttern (Zimmer)


      Panther-Adler schrieb:

      Die Wände sind komplett weiß
      Das ist die Komplementär Farbe zu Schwarz.
      Es geht um deine Depression, in Form vom Heilungsangebot des Lebens - deshalb sind die Wände weiß - nicht "Kranken"Haus sondern "Heilungs"haus.


      Panther-Adler schrieb:

      die Türen alle aus dunklem (fast schwarzem) Holz.
      Da ist jetzt unendlich viel Weisheit in diesem kleinen, wesentlichen Symbol.
      Du kommst zu Deiner ureigenen Lebendigkeit, Du kommst zu Deiner Sinnlichkeit als Frau nur wenn du durch die "schwarzen Türen" = Depression hindurch gehst.


      Panther-Adler schrieb:

      Keine Bilder an den Wänden
      Wir haben immer Bilder und Konzepte in uns, wie Heilung abzulaufen hat.
      Die sind meistens eher schädlich und kontraproduktiv.
      Deshalb - Reduktion auf das Wesentliche - Die Heilung des "schwarzen Blues"


      Panther-Adler schrieb:

      dass man selber kommen und gehen kann, wie man mag
      Dem ist so - du und die Weisheit deiner Seele bestimmen Geschwindigkeit, Intensität.


      Panther-Adler schrieb:

      und einen Schlüssel fürs Zimmer hat
      Dem ist so - Du hast schon längst den Schlüssel für die Geschichte.
      Nur - du suchst außen, und die Lösung ist innen - und dazu müsstest du gewisse Türen auf-sperren.


      Panther-Adler schrieb:

      und es gibt Dinge, die sind wie Krankenhaus. Inklusive Leute in Arztkitteln und Leute mit Schwesternhaube. Also ein Hotel-Krankenhaus oder so.
      Sehr exakt beschrieben.
      ich würde in diesem Zusammenhang immer von Heilungsort sprechen - nicht von Krankenhaus.
      Der Begriff "Krankenhaus" macht es Deiner Seele nicht unbedingt leichter.

      Panther-Adler schrieb:

      Ich trage keine eigenen Klamotten
      Niemand von uns trägt eigene Klamotten.
      Wir tragen immer die "Klamotten" unserer Geschichte und des jeweiligen Augenblicks.
      Bei Dir - Heilungsklamotten.


      Panther-Adler schrieb:

      Ich laufe also durch diesen elend langen Gang, wo alles so gleich aussieht und es macht mich fast wahnsinnig,
      Eine wunderschöne, poetische, zärtliche Beschreibung Deiner Seelenzustände in den letzten Jahren.


      Panther-Adler schrieb:

      Von außen schauen, ob da die Frau ist, die ich suche, geht also nicht.
      Die Frau, die Du suchst, bist Du.
      Deine Weiblichkeit, Deine Sinnlichkeit, Dein Frau Sein, Deine Erfüllung, Dein Glück.

      Dieses im Außen zu finden wird sehr schwer sein - Du musst verbotene Zimmer aufsperren (wie im Märchen Dornröschen, wo sich das Mädchen an der "Spindel" verletzt und in ihr Konzept des Lebens und der Männer, die "verletzen", eingesperrt wird.

      Panther-Adler schrieb:

      Plötzlich geht eine Tür auf und heraus kommt eine Frau, die ich aus beruflichem Kontext kenne - und sehr mag. Sie ist recht temperamentvoll, aber auch sehr klar. Ja ist Ja, Nein ist Nein. Kein Wischiwaschi.
      Bis jetzt wars sehr weise und sehr poetisch.
      Jetzt geht es wirklich zu Sache.
      Sehr sauber, sehr exakt, sehr hart, sehr präzise.
      Jetzt begegnest Du Dir selber und zwar genau dem Teil an Dir, den Du so sehr liebst und der bis jetzt sämtliche Heilungsversuche massiv erschwert.


      Panther-Adler schrieb:

      Sie ist recht temperamentvoll, aber auch sehr klar. Ja ist Ja, Nein ist Nein. Kein Wischiwaschi.
      Das bist Du in Vollendung.
      Bitte lese Deine Beiträge im Heilerforum durch, besonders diejenigen, wo User und Userinnen versuchen, mit Informationen dir zu helfen, neue Facetten Deiner Situation in Dein Bewusstsein zu heben.

      Jedes Heilunsangebot wird auseinander gerissen, zu Tode analysiert.

      Dieser Satzteil stimmt, diese Aussage nicht, das überhaupt nicht, das ein bißchen.

      Du tust dir unwahrscheinlich schwer, das stehen zu lassen, was man dir sagt, auf dass es wirken kann.

      Dein Verstand spielt immer schon einen schnellen "Return", bevor die Info und das Medikament überhaupt bei Dir angekommen ist.

      Ein ganz großer der menschlichen Kulturgeschichte hat von den desaströsen Auswirkungen einer solchen Grundhaltung schon gewusst:
      Gleichnis vom Unkraut und dem Weizen

      Es ist Dir ein zwanghaftes Bedürfnis, bei allem, was man dir sagt, sofort ja und nein zu sagen.

      Was Du bist jetzt nicht um die Burg verstehen willst, ist, dass Du jedesmal mit dem Unkraut auch den Weizen ausreißt.



      Panther-Adler schrieb:

      Je näher ich komme, desto mulmiger wird mir. Sie sieht sehr eingefallen aus, hat kaum Haare (wie, wenn es nach einer Chemo erst wieder anfängt zu wachsen) und sieht sehr müde aus.
      Das ist die Beschreibung von Dir in den letzten Monaten und Jahren.


      Panther-Adler schrieb:

      Ich frage, warum sie hier ist und sie sagt: "Kommen Sie, ich zeig Ihnen was."
      Dann nimmt sie mich bei der Hand und führt mich zielsicher durch viele Gänge, bis wir vor einem Dreieck aus Glas stehen. Als wir davor treten, öffnet es sich. Wir gehen hinein und in dem Dreieck ist lauter Licht. In dem Licht fallen Schichten von uns runter. Wir stehen nicht nackt da, aber es fallen Schichten wie Häute von uns ab.
      Das Dreieck ist ein uraltes Symbol für Frausein (Form der Vagina):
      Ursprünglich Symbol der großen Mutter.
      Dreifaltige Göttin:Jungfrau, Mutter, die Alte.
      Gebort, Tot, Wiedergeburt.

      Damit Du und Dein Frausein nun erblühen, aufblühen kann, muss zuvor was sterben:
      Deine Weigerung, dich berühren zu lassen, Durch deine intellektuelle Abwehr alles in Ja und Nein zu fassen.

      Panther-Adler schrieb:

      "Deswegen bin ich hier. Weil ich sterben muss."
      Erst wenn Du es zulässt, dass man Dich berühren kann, auch wenn Dein Verstand und Dein Lebenskonzept befürchtet, dass genau dies "Unkraut" ist, erst wenn du zulassen kannst, dass Du was aufnimmst und annimmst, ohne es zu Tode zu analysieren, erst dann kann kann die Frucht des Lebens in dir aufgehen und Du ein selbstbestimmtes, lustvolles Leben als Frau führen.

      Für Deinen Weg alles Gute!

      Advaita
      Avatar: © pogobuschel / pixelio.de
    • Ein wundervoller Heilngstraum, Kirsten.

      Advaita ich habe selten so eine treffende Analyse gelesen wie dein. Danke :).

      Ich habe dem nichts hinzuzufügen, außer eine kleiner Bitte an dich Kirsten... lass es wirken.

      Liebe Grüße

      Anita
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Arthemesia ()

    • Liebe Kirsten,
      schließe mich Arthemesia an & staune wiedermal über die
      treffende Deutung von advaita.
      Selbst kenne ich ein wunderbares Ritual zur Harmonisierung
      und Stärkung der weiblichen Kraft, könnte es dir jedoch nur
      per PN oder mail weiterleiten (nicht mein "Eigentum").
      Liebe Grüße
      ate




      ~~~> "pure awareness" <~~~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ate ()

    • Liebe Kirsten,
      dieser Traum ist ein großes Geschenk!!!
      Die Analyse von Advaita ein " Geschenk zum Geschenk ".

      Ich wünsche dir von Herzen, dass du sie annehmen kannst :heart:

      Liebe Grüße......Elke :sonne:










      Alles was für mich bestimmt ist, wird auch den Weg zu mir finden.
      Es ist ein Kommen und Gehen.............
      Es ist annehmen und loslassen........
      Es ist ständiges Wachstum :sonne:
    • Arthemesia schrieb:

      Ein wundervoller Heilngstraum
      *nickt nur*

      Arthemesia schrieb:

      lass es wirken.
      Mach ich.

      ate schrieb:

      Selbst kenne ich ein wunderbares Ritual zur Harmonisierung
      und Stärkung der weiblichen Kraft, könnte es dir jedoch nur
      per PN
      Ich freue mich über PN von Dir dazu, liebe Ate.

      Ansonsten: Das "Glasdreieck" aus dem Traum hat seine Entsprechung. Hier auf der materiellen Ebene. Ich habe vor Jahren von einer Frau eine kleine Pyramide aus Glas geschenkt bekommen. Sie war lange versenkt in meinem kleinen Lederbeutel. Jetzt steht sie hier - und wirkt auch.
      Diese kleine Glaspyramide wurde mir geschenkt vor... über 15 Jahren. Instinktiv und ohne zu wissen, warum, steckte ich sie später, als ich ihn bekam, in meinen Lederbeutel. Auch der nicht gekauft, selber genäht und dann mir geschenkt worden zu einem Geburtstag. Der Beutel enthält kleine, mir wertvolle Dinge, die ich manchmal in den anderen Welten benutze. Warum die Pyramide da reinkam, weiß ich jetzt auch.
      Übrigens... fast alle dieser kleinen Dinge waren Geschenke oder sind so zu mir gekommen.
      Heilungsfelder halt...
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Der weinende Mond

      Von meinem Traum letzte Nacht weiß ich nur, dass ich in einem komplett dunklen Raum (könnte sich um mein Schlafzimmer gehandelt haben) am Fenster stand und hinausschaute.

      Ich betrachtete im Traum den Vollmond. Während ich hinaussah, begann der Mond, zu weinen. Ich sah weiter hin- und aus den Tränen wurden Blutstropfen, die auf die Erde tropften.

      (Kleiner Side-Effekt: Ich habe tatsächlich begonnen zu bluten, zwei Tage vor der Zeit, also nach 26 Tagen: Seit vier Jahren ist mein Zyklus fast immer - - auf den Punkt - jetzt hat's ihn vorgezogen).
      Ich hab's aber gestern schon gemerkt, dass es früher wird, am Körpergefühl halt.
      Aber ein weinender Mond? Nun ja. Weinende, trauernde Weiblichkeit und die Depression als Ausdruck davon? Mir ging's gestern nicht besonders gut, was aber kurz vor der Mens auch eher typisch ist.
      Blutstropfen, die auf die Erde Fallen? Hm... Dornröschen sticht sich auch...
      Weiß nicht genau, ob das einfach mit der Mens zu tun hatte- oder doch mit dem Traum von vorher...
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Lasten abgeben:

      Verschiedene Traumbilder

      Sa., 10. Juni auf So., 11. Juni

      Ich stehe in einer Schlucht, komplett trockene, ausgedörrte Erde, es ist glühend heiß. Die sonne sticht, das Licht ist gleißend, fliirend, tut in den Augen fast weh. Keine Pflanzen, nicht mal Kakteen. Nur Sand, Staub und diese Hitze.
      Wie bin ich nur hier rein geraten- und wie komme ich hier wieder heraus?
      Die Wände der Schlucht sind steil, muß ich da hinaufklettern? Wie soll ich das bloß schaffen? Der Rucksack, den ich trage, ist schwer, die Riemen schneiden mir fast in die Schultern.
      Wie soll ich da hochkommen?!
      Wache sehr entmutigt und traurig auf.

      Mi,14. Juni auf Do, 15.Juni: Spät nachts nach einem Familienbesuch eine schamanische Reise zu meiner verstorbenen Großmutter.
      Verkürzt gesagt (ich habe unseren Dialog aufgeschrieben, möchte den aber nicht veröffentlichen, weil sehr privat), rät sie mir zu loslassen, leben und Geduld haben und aufzuhören, zu glauben, dass man in unserer Familie mit Leid nicht fertig zu werden hat. "Das Leiden am Leid aufgeben", Dinge akzeptieren, ohne mich ihnen zu beugen, sagt sie mir. (Wie geht das?)
      Fühle mich verstanden und getröstet, nur: Wie Loslassen geht, weiß ich davon immer noch nicht...

      Fr 16. auf Sa.17.Juni: Wieder die Szene in der Schlucht, nur: Diesmal setze ich den Rucksack ab (er ist mir zu schwer) und entdecke ein kleines Loch, in das ich mich hineinlege, auch wenn ich mich dazu ziemlich kleinmachen muß. Ich kann hier wenigstens liegen, die Sonne brennt nicht mehr so arg. (M)ein kleinstes Krafttier kommt und legt sioch neben mich. Das Mauswiesel ist ganz selten da, aber so kleine Öffnungen sind seine Spezialität. Passt überall durch, wo die andern nicht mehr hin können. Wir liegen schweigend nebeneinander im Dunkeln.

      So,18. auf Mo., 19:Juni : Die Schlucht zum dritten Mal. Dieses Mal bin ich nicht in der Höhle, sondern stehe wieder aufrecht am Fuß der Schlucht, jedoch ohne Rucksack. Stattdessen trage ich einen Menschen huckepack. (Kenne ich auch real, ist bloß viel schwerer und größer als ich, könnte ich real nie tragen, selbst, wenn ich laufen könnte, nicht. Ich würd bei dem Versuch zusammenbrechen...).
      Wieso trag ich den eigentlich huckepack? Der kann doch selber laufen...
      Mit einem Ruck b leibe ich stehen, lass mir die Person buchstäblich "den Buckel runterrutschen", setze die Person ab - und gehe weiter. Der Aufstieg aus der Schlucht liegt immer noch vor mir - aber jetzt wird es leichter sein.
      Wache ruhig, fast heiter auf.

      Das war die Erlaubnis, Lasten abzugeben und einen bestimmten Menschen metaphorisch nicht mehr tragen zu müssen.
      Fühlt sich gut an, ein bißchen traurig bin ich noch (ich hab's auch gerne getragen, irgendwo) und ziemlich ungewohnt, aber gut.

      Durchatmend,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Mir geht's gut gerade.

      Besser als seit Februar 2013, wo nochmal ein echter Tiefschlag passiert war. Eigentlich war ich seitdem nicht mehr richtig "auf den Füßen", sondern hab' mich mehr oder weniger "durchgeschleppt". Zwischen März 2011 (eigener erster Sturz und Dauerschmerz als Folge und Tod meines Onkels) und Febr 2014, das waren gesundheitlich, privat und finanziell 3 knüppelharte Jahre.
      Manchmal hab ich echt nimmer gewußt, wie ich weitermachen kann. Und jetzt war ich halt auch drei Jahre mehr oder weniger relativ "fertisch", auch wenn nach außen noch vieles geklappt hat.

      Der Witz ist, dass ich mich seit dem letzten Traum da unglaublich erleichtert fühle und zumindest seit Mo früh keine Verstimmung oder depressiven Gedanken oder so mehr bemerke - und ich hab grad nicht den Eindruck, von mir und meinen Gefühlen abgekoppelt zu sein.
      Fühle mich wohler und lebendiger als seit langem. Ausgeglichener, ruhiger, konzentrierter. Mehr so, wie ich mich selber von innen kenne.

      Geschmunzelt hab ich innerlich, als mich am Montag mittag eine Kollegin, die mich seit ungefähr 2 Jahren (also nur im "gedimmten" Zustand, mit Energie auf Sparflamme) kennt, Folgendes fragte:

      "Was'n mit Dir los?"
      "Nix, was soll denn los sein?"
      "Bist Du verliebt oder so?"

      Nix weniger als das, grad. Eher das Gegenteil, wenn.

      Wenn das trotzdem so rüberkommt, muss es was anderes sein.
      Wenn ich grad verliebt wäre, dann in die Freude, selbst entscheiden zu können, ohne allzuviel Rücksicht auf irgendwen nehmen zu müssen.
      Dann in die Freiheit, wählen zu können. Dann in die Begeisterung, den Sommer genießen zu können, mit vielen kleinen und ein paar großen Dingen.
      Aber in einen anderen Menschen?
      Das wäre mir aufgefallen, denke ich. ;)
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Traum von heute nacht:

      Bin wieder in dem Hotel-Heilungshaus. Wieder die weißen Klamotten an und der lange Gang mit den dunklen Türen, die zu sind. Soweit, so genauso.

      Diesmal gehe ich auf eine der Türen zu (keine Ahnung, warum grad die, die sehen von außen eh alle gleich aus).

      Ich drücke die Klinke nach unten und zu meinem Erstaunen geht die Tür auf. Ohne Schlüssel. Zumindest diese Tür war also nur zu, aber nicht abgeschlossen. (Keine Ahnung, wie es mit den anderen Türen ist).

      Das Zimmer ist leer. Kein Bett, kein Stuhl, kein Tisch, kein Schrank. Nix. Keine Ahnung, wann hier zuletzt ein Mensch drin war und wer.

      Es gibt keine Spuren, keinen persönlichen Gegenstand. Sauber ist es aber. Jemand muss hier Möbel ausgeräumt und geputzt haben. Sonst wären hier Staub und Spinnweben.
      Diese Putzaktion ist wahrscheinlich auch noch nicht lange her, denn die Luft in dem Raum ist frisch, nicht abgestanden.

      Da fällt mein Blick auf den Fußboden. Was ist das denn? Fasziniert bleibe ich stehen, gehe sogar auf den Boden herunter auf die Knie, um noch besser sehen zu können.

      Auf dem Fußboden oder besser gesagt, im Fußboden ist so eine Art Mosaik.
      Sowas kenne ich eher von Kirchen oder so, aber das hier ist keine Kirche.

      Dieses Mosaik fasziniert mich, ich finde es total spannend. Wenn die Sonne drauffällt, glitzert und funkelt es in allen Varianten, vor allem viele Blautöne sind dabei.
      Nur, was es darstellen soll, ist mir unklar.
      Teile dieses Mosaiks sind nämlich kaputt, Plättchen zerborsten oder fehlen ganz.
      Irgendjemand hat bereits angefangen, das zu renovieren.
      in einem kleinen roten Eimer rechts vom Mosaik liegen ganz viele Scherben und Plättchen.
      Ich glaube, es ist eine Riesenarbeit, sich da dran zu setzen und dieses Mosaik wieder zusammenzusetzen.
      Trotzdem gehe ich automatisch auf die Knie, hock mich auf den Boden und beginne.
      Ich sortiere zunächst mal, schaue, welche Teile so komplett unbrauchbar sind, dass sie nur noch für den Müll taugen.
      Bei den brauchbaren Stücken schaue ich, ob es Randstücke sind oder Innenteile.
      Komme mir vor wie beim Puzzeln. Ruhig und konzentriert arbeite ich, geduldig Scherbe für Scherbe betrachtend, abwägend, versuchend, alles an den passenden Platz zu bringen.
      Das wird dauern, aber das stört mich nicht. Ich habe Ruhe, ich habe Zeit - außerdem bin ich gespannt, was auf dem Bild zu sehen sein wird, wenn ich fertig bin.
      Ich wache ruhig und gesammelt auf.
      Konzentriert- friedliche Grüße,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()

    • Ein wunderschöner, sehr berührender, sehr tief gehender Traum.
      toshka hat es wunderbar auf den Punkt gebracht:

      toshka schrieb:

      Fast zu schön und heil(ig) um irgendetwas dazu zu sagen.
      Deshalb möchte ich einfach wesentliche Teile dieses Traums noch einmal ins sanfte Licht des Bewusstseins heben.....


      Panther-Adler schrieb:

      Diesmal gehe ich auf eine der Türen zu

      Panther-Adler schrieb:

      Ich drücke die Klinke nach unten und zu meinem Erstaunen geht die Tür auf.

      Panther-Adler schrieb:

      Da fällt mein Blick auf den Fußboden.

      Panther-Adler schrieb:

      Fasziniert bleibe ich stehen, gehe sogar auf den Boden herunter auf die Knie, um noch besser sehen zu können.

      Panther-Adler schrieb:

      Dieses Mosaik fasziniert mich

      Panther-Adler schrieb:

      Irgendjemand hat bereits angefangen, das zu renovieren.

      Panther-Adler schrieb:

      Ruhig und konzentriert arbeite ich, geduldig

      Panther-Adler schrieb:

      Das wird dauern, aber das stört mich nicht.

      Panther-Adler schrieb:

      Ich habe Ruhe, ich habe Zeit
      LG
      Avatar: © pogobuschel / pixelio.de
    • Heute nacht habe ich weiter geträumt. Allerdings vom Eisbären, deshalb habe ich erst überlegt, oes dort in den Thread zu schreiben.

      Ich glaube, es gehört mit zu dem ganzen Prozess, den ich grad durchlaufe. Auch, wenn es nicht im Hotel-Heilungshaus spielt.

      Hier fließen die Threads "Krafttier Eisbär", "das Leben (nicht) auf Eis legen" und dieser hier irgendwie zusammen.
      Fällt mir schwer zu sagen, wo jetzt der passende Platz für diesen Traum ist.
      Ich mach's mal hier.
      Ich möchte das festhalten, weil es mir so gut getan hat.

      Kurze Voranmerkung: Ich fühlte mich gestern abend sehr müde, sehr erschöpft, unsicher und auch etwas ratlos/verwirrt in Bezug auf eine Sache, die gestern passiert ist. Deshalb bat ich vor dem Einschlafen um eine ruhige, erholsame, schmerzfreie Nacht (hatte ich dann) und um Hilfe (bekam ich dann) - mit folgendem Traum.

      Ich stehe auf einer weiten Eisfläche, gut eingemummelt. Ein bewölkter Tag, keine Sonne, aber auch kein Schnee. Verhangen.
      Der Eisbär steht vor mir. Wir sehen uns an.
      Ich sage nichts, ich tue nichts, er auch nicht. Er wartet, lässt mir Zeit. Ich mir auch.
      Nachdem wir eine Weile still und ohne uns zu bewegen, voreinander gestanden haben, gehe ich langsam, sehr langsam, auf ihn zu.
      Er beobachtet mich genau, sieht mir bis in die Seele. Es ist nicht nötig, irgendwas zu sagen, zu erklären, zu tun.
      In mir sind alle möglichen Gefühle, wechseln sehr schnell, ich könnt gar nicht sagen, was alles, weil sie so schnell wechseln.
      Trauer, Wut, Freude, Angst, Zärtlichkeit, Enttäuschung, Sanftmut, Zorn, Glück... in blitzschnellem Wechsel.
      Aber der Eisbär weiß das alles, ohne, dass ich nur ein Wort äußere. Er nimmt es wahr, wie all das durch mich durch rennt- und lässt es stehen/gelten.
      Ich schaue in seine Augen (was in freier Natur bei einem Raubtier wohl pure Aggression auslösen würde) und das einzige, was ich wahrnehme in diesem Blick, ist Verständnis.
      "Ich weiß, wie's Dir geht." kommt nonverbal an und als ich dies von ihm fühle, kann ich mich bewegen und ganz nahe heran gehen. Was ich, immer noch sehr langsam - und jederzeit fluchtbereit- tue. Ich fühle kurz Angst, dass die Stimmung umschlagen und er mich vielleicht doch angreifen/ verletzen/töten könnte, aber wieder ist da nur dieser verständnisvolle, gütige Blick und dieses "Ich weiß, wie Du Dich fühlst."
      Ich lehne mich an den Eisbären, der auf allen vieren neben mir steht und wir stehen lange so.
      Ich fühle mich getröstet, gestärkt, beruhigt - und mit all diesen widersprüchlichen Gefühlen angenommen und akzeptiert.
      Es berührt mich sehr, ich weine leise und Tränen fallen ins Eisbärenfell. Auch das ist in Ordnung und wird vom Bären, der einfach dableibt, bedingungslos akzeptiert. Kein Weggehen, kein Ablenken, kein "Jetzt hör doch mal auf".
      Ich kann dem Eisbären "das Fell vollheulen" und es ist In Ordnung und völlig selbstverständlich. Als ich fertig bin, bleibt es lange still zwischen Eisbär und mir.
      Ich nehme das auf, ich sauge diese Ruhe, die Geborgenheit und dieses Angenommensein mit jedem Atemzug in mich auf, während ich immer nooh an den Bären gelehnt stehe. Ich mag mich gar nicht lösen. Es fühlt sich so gut an, kann das nicht ewig so bleiben? Der Bär übermittelt mir als Antwort so ein Gefühl, was man wohl am besten als "chuckle", als "leise in sich hineinlachen" "Leise in sich hineinschmunzeln" bezeichnen könnte. (Aber das englische "chuckle" passt hier perfekt, find ich, es ist genauso kurz, wie die Bewegung seiner Muskeln, an denen ich lehne). Ein kurzes "Auflachen", dann steht er wieder still). "Komm.", sagt er sanft.

      Ich lasse den Bären los, etwas widerstrebend und trete so zurück, dass ich ihn von vorne sehen kann, ganz dicht bei ihm stehe, aber ohne dass wir uns berühren.
      Da geht plötzlich die ganze Vorderseite des Bären auf (Hez und Bauch). Sie öffnet sich wie ein Tor, obwohl der Bär immer noch auf allen vier Beinen vor mir steht. "Geh rein.", sagt er sanft.
      Zu meinem Erstaunen bin ich plötzlich geschrumpft (Kindergröße, Kindergartenkind, nicht Embryo) und kann ohne Probleme in den Bauch des Bären krabbeln. Ich setze mich hinein, mit angezogenen Knien, Arme drum herum geschlungen, Kopf auf den Knien.
      Genauso plötzlich, wie er aufging, schließt sich der Bauch des Eisbären auch wieder. Ich (oder ein Teil von mir, der ca. dreieinhalb Jahre alt ist?) "wohne" jetzt (erstmal) im Bauch des Eisbären.
      Hinter mir irgendwo in meinem Rücken pocht das Eisbärenherz. Starke rhythmische Schläge. Hier bin ich geschützt, Eisbär trägt mich. Mir kann hier drin nix passieren, egal, was im Außen in den nächsten Monaten so alles kommt und wie es weitergeht.

      Dann werde ich langsam wach, spüre dem Traum nach, mache die ersten Notizen am Bett noch, weine beim Aufschreiben auch ein bißchen und gehe dann ruhig und weniger ratlos als gestern abend in den Tag.

      Getröstet, beruhigt, getragen in Wandlung,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17