Psychosomatisch ausgelöster Schmerz

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    • Psychosomatisch ausgelöster Schmerz

      Ich konnte heute wieder mal "live" beobachten, wie der Zusammenhang zwischen Außen und Innen bei mir funzt.

      Ich habe heute mit meiner Krankenkasse telefoniert (geht um eine Hilfsmittelverordnung, die sie abgelehnt haben) und ich widerspreche der
      Ablehnung, um jetzt für mich einzutreten.

      So weit, so gut. Das Gespräch war nicht besonders toll, ich hatte nicht den Eindruck, da als Person gesehen zu werden, nur als Kostenfaktor.

      Seit ich den Hörer aufgelegt hab, was einuge Stunden her ist, hab ich Schmerzen im linken Ellbogen. Die waren vorher noch nicht da.

      Spannend, sehr spannend.

      Immerhin war ich jetzt wütend genug, um den A... hochzukriegen, den Widerspruch gleich zu schreiben (sowas bleibt, wenn's um mich selber geht, durchaus auch mal bis auf den letzten Drücker liegen, weil bin ja "nur ich" ) und das wird auch durchgehen, weil es medizinisch begründbar ist. (Bisher ist noch jedem Widerspruch, den ich selbst formuliert und eingereicht hab, stattgegeben worden).
      Aber verflixt noch eins, ich bin es so LEID. Glauben die eigentlich, ich zieh mir das aus den Fingern, weil's mir Spaß macht, bittebitte sagen zu müssen? Glauben die, es ist schön?
      Boah, ich bin sauer, merk' ich grad.
      Und ich glaub, der Schmerz hat hat auch damit zu tun...
      Ich muß die Ellenbogen ausfahren, geht nicht anders. Mal wieder...
      Mit zart und sanft kommste hier nicht durch, zumindest ich nicht.

      Dabei wäre es mir bedeutend lieber, in einer Welt zu leben, in der alle bekommen, was sie brauchen, um freudvoll wachsen und gedeihen zu können.
      Naja, ist wahrscheinlich Wunschdenken, fürchte ich.
      Aber irgendwie bin ich halt auch immer noch und immer wieder Idealistin und will das Gute in Menschen und Situationen sehen - und suche es dann auch.

      Aber es ist wieder mal die alte Sache: Für mich selber genauso konsequent einzutreten, wie ich es für jeden anderen in vergleichbarer Situation täte.
      Panther Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Panther-Adler schrieb:

      Aber es ist wieder mal die alte Sache: Für mich selber genauso konsequent einzutreten, wie ich es für jeden anderen in vergleichbarer Situation täte.
      Panther Adler
      Du siehst es,
      du erkennst es,
      du handelst

      :sonne:

      Lieben Gruß
      (°y°)
      AlteEule (Ulla)
      Ich habe von tausend neuen Wegen geträumt. Ich bin aufgewacht und meinen weitergegangen.
      (Chinesisches Sprichwort)

      Ich bin der wichtigste Mensch für mich, denn: Ohne mich kann ich nicht leben!
    • Hallo,

      das Phänomem kenne ich auch und wünsche Dir, dass Deine Schmerzen wieder weniger werden oder ganz aufhören.

      Ich war 6 Wochen zur REHA und hatte da weniger Schmerzen im Rücken, Knie usw.

      Nun arbeite ich 3 Wochen nach der REHA wieder und habe wieder mehr Schmerzen. Es ist bei mir psychosomatisch. Ich war in der REHA in der Abteilung Psychosomatik.

      Für die Krankenkasse sind wir nur Kostenfaktoren. Da stimme ich Dir zu.

      Dir alles Gute wünscht
      Dorothea
    • Ja, tue ich. Danke, Ulla.

      Interessant war, dass die Schmerzen gestern, nach dem Schreiben des Postings, deutlich nachgelassen haben.

      Heute morgen waren sie weg.

      Über den Tag gab es eine Situation, da kamen sie wieder und ich hab dann mal hingeguckt und gemerkt, dass ich mich da (auch) wieder ziemlich geärgert habe, aber erst nix sagen wollte.
      Dann hab ich es gesagt, was mich stört - und 10 Min später war es wieder weg.
      Ich kann meinem Körper da im Moment echt zugucken. Neulich wollte ich einen Satz aussprechen (war im Gespräch mit Arthemesia) und ich bekam drei oder viermal saures Aufstoßen, wenn ich versuchte, das zu sagen. War auch toll, war echt auch wieder ein Lehrstück.
      Mein Haut ist gerade auch dabei, Spökes zu machen, auch wenn der Juckreiz derweil weg ist. Extrem empfindlich gerade, von der Haut und von der Seele. Und alles häutet und schuppt sich.
      Ich hab mir jetzt auch die Haare schneiden lassen (ziemlich kurz) und ein paar Sonnenfleckerl- Strähnchen drin. Schaut gut aus, gefällt mir. Das war ich mir jetzt mal wert, einfach so.
      Es ist schon spannend, echt. Mein Körper ist grad das reinste Befindlichkeits- Thermometer.
      Manchmal nervt diese hohe Durchlässigkeit auch.
      Im Seelischen puffer ich das etwas ab, wenn ich da ständig die Kanäle alle offen hätt, die ich hab, würd mir die Sicherung durchknallen.
      Körperlich ist es im Moment ganz gut so, weil ich sofort die Warnbarken krieg, wenn wo Baustelle is.
      Zwingt mich zwar, mich intensiv mit meinem Körper und seiner Fragilität wie auch seiner Stärke zu befassen, sorgt aber auch dafür, dass sich weniger aufstaut und mehr impulshaft passiert.
      Interessanterweise hab ich fast keine allergischen Reaktionen, obwohl die Gräser bei der Hitze blühen wie verrückt. Nicht gar keine Reaktion, aber fast nicht. Und kaum Ödeme trotz Hitze - der Pflegedienst wundert sich schon.
      Also ich würd sagen: Es bewegt sich!
      LG,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Dieses Phänomen der sehr prompt auftretenden körperlichen Reaktionen (das kann Schmerz sein, aber auch Entspannung oder anderes) häuft sich bei mir.
      Ich lerne, das immer genauer wahrzunehmen.
      Einerseits tut das gut (dadurch merke ich schneller, was "dran" ist und lerne, besser für mich und meine Bedürfnisse zu sorgen), andererseits ist das sehr anstrengend, mich nach diesen Impulsen auch zu richten.
      Die Impulse also nicht nur zu haben (gehabt hab ich die immer, mein Problem ist ja nicht mangelnde Intuition), sondern sie umzusetzen.
      Es kommt immer beim es auch tun wieder zu Verhalten, das anders ist als das, was ich von mir kenne und erwarte oder das, was andere von mir kennen und erwarten.
      Spannend ist das schon (ich weiß ja nie, was als nächstes dann passiert) und bisher sind die von mir mit dieser Unberechenbarkeit verknüpften Befürchtungen alle nicht eingetreten - trotzdem ist das wirklich echt ungewohnt.
      In Gedanken kommt noch so oft ein "Aber"... trotzdem übe ich, mich auf diese spontanen körperlichen Impulse zu verlassen.
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
    • Neu

      Panther-Adler schrieb:

      und ich widerspreche der
      Ablehnung, um jetzt für mich einzutreten.
      Jo, sie haben es jetzt genehmigt, den Rollstuhl - und zwar den, den ich will, so, wie ich ihn ursprünglich beantragt hab.
      Ich muss zwar ordentlich was dazu bezahlen, da hab ich erstmal gehustet, (weil das sind fast 20% der Gesamtkosten für das Teil), aber Gott sei Dank kann ich mir das inzwischen leisten.
      (Jaja, Ungerechtigkeit und Kassensystem und was würden jetzt die machen, die nicht die Kohle haben oder die Paragrafen oder einen Anwalt für Sozialrecht kennen), meckert eine Stimme in mir.
      Aber, Himmel noch eins, ich kann das jetzt grad auch nicht ändern. Ich kann die private Krankenversicherung nicht abschaffen, ich kann auch nicht den Risikostrukturausgleich (oder wie das Ding auch sonst heißt, so ähnlich jedenfalls) reformieren. Und ja, ich finde es schade, dass andere das nicht bekommen.
      Aber ey, deswegen will ich jetzt trotzdem mich auf den neuen Rolli freuen und dabei KEIN schlechtes Gewissen haben.
      Erleichtert,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17

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      Hallo Dorothea,

      Zuckermaus schrieb:

      Auch ich bezahle viele Therapien und Heilpraktiker und Ärzte ohne Kassenzulassung selbst.
      ja, ich auch. Aber das ist noch was anderes. Das Ding ist ein medizinisches Hilfsmittel.

      Weißte, wenn ich jetzt sage, ich zahl bestimmte Behandlungen, weil ich davon überzeugt bin, dass die Methode wirkt, dann ist das meine Sache.
      Glauben kann ich ja, was ich will. ;)
      Nur, wenn die jetzt schon anfangen, medizinisch notwendige Dinge unter Kostengesichtspunkten als absolute Minimalversorgung zu rechnen und wenn dann etwas Hilfreiches, weil neu und aus leichterem Material Entwickeltes, (der Rolli düfte ca-. 12 kg leichter sein als alle bisherigen von mir) nicht genehmigt wird, weil das Material teurer ist als das bisher immer Übliche, dann...
      wird's eng.
      Dann wird's wirklich eng. Weil wenn ich 6-8 Jahre (bis zum nächsten Rolli) 12 kg weniger täglich bewegen muss, dann merke ich das. Meine Arme, meine schultern und meine Gelenke auch.
      Aber so langfristig denken die nicht. Wahrscheinlich müssten die Gelenke erst total kaputt sein, bevor die das genehmigen würden. So lange will ich aber nicht warten.
      Das hat mit Lebensqualität zu tun - und zwar ganz egoistisch für mich.
      und wenn ich schon meinen 9- fachen monatlichen KV-Beitrag zuzahle, dann aber auch bitte schon.
      Ich bin nicht nur Nehmer, ich bin auch Einzahler in dieses System. Und selbst wenn das anders wäre, medizinische Versorgung ist ein Menschenrecht. Und zwar mehr als nur das absolut Notwendigste!
      Energische Grüße,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
      Abwesend bis 28.10.17
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      Hallo Panther-Adler,

      danke für Deine Ausführungen. Ich schließe mich Deinen Ausführungen an. Du hast Recht Dein 12 kg leichterer Rollstuhl schont Deine Gelenke, aber soweit denkt die Krankenkasse nicht.

      Ich sehe wie Du, dass medizinische Versorgung ein Menschenrecht ist und mehr als das Notwendigste.

      Ich wünsche Dir alles Gute.

      LG
      Dorothea