Orientierung in der NAW

    • Orientierung in der NAW

      Ihr Lieben,

      ich kaue nun schon einige Zeit an einer Sachlage zu den schamanischen Reisen rum und hoffe, dass ich mich a) ordentlich ausdrücke und b) die erfahrenen Reisenden mir vielleicht auf die Sprünge helfen können:

      Ich reise seit einigen Monaten bewusst in die Unterwelt, habe schon ganz gute Kenntnisse der Topographie da unten und auch recht eindeutige Bilder und Erlebnisse. In die Mittelwelt reise ich nicht absichtsvoll, aber öfter mal im Traum und erkenn dies auch im Nachhinein.

      Ich erlebe die untere Welt als "meine" Unterwelt - bloß, wo und wie trifft diese auf de Unterwelten anderer Menschen. D.h. gibt es dort einen Zugang, so in der Art? Oder reise ich, Einverständnis natürlich vorausgesetzt, direkt in die Welt eines anderen Menschen? Bloß wo ist dann mein Start- und Landepunkt? Doch nicht identisch mit meinigem? Oder der Startpunkt doch, und dann geht die Reise eben woandershin? Ist das überhaupt verständlich, was ich hier fragen möchte?

      Mein Anliegen ist einfach nur Klarheit. Ich weiß, dass ich ab und an auch schon bei anderen "drin" war, aber weiß nicht, wie ich dorthin gekommen bin... Und ich möchte das, ebenso wie bei den Reisen für mich, eben bewusst und mit Absicht gestalten und nicht "einfach so".

      Ein Beispiel: Eine enge Freundin bat mich vor kurzem, ihr aus der Ferne etwas Reiki zuteil werden zu lasen. Ich hab damit Jahre nicht gearbeitet, aber auf einmal ist alles wieder da und fließt bei mir und ich sehe. Also ich sah dann, wo die Energie hingeht, was gebraucht wird, was gemacht werden muss. Das ist ja, wenn dann eher Mittelwelt, oder? Aber es tauchte plötzlich ein Tier auf und wollte, dass ich es zu ihr bringe... Weitere Bilder, Landschaft oder ähnliches hatte ich aber nicht.

      Wie kam ich dahin? Wo war ich?

      Ich bitte um Orientierung und auch um "Kopf gerade rücken", falls ich hier zu einseitig den Kopf einsetze. Aber ich möchte gerne verstehen.... :lupe:

      Herzlich
      Birkenfrau
    • Hallo Birkenfrau,

      Birkenfrau schrieb:

      Ich erlebe die untere Welt als "meine" Unterwelt - bloß, wo und wie trifft diese auf de Unterwelten anderer Menschen.
      Das ist eine ziemlich interessante Frage, die fast philosophisch ist. Darauf eine allgemein gültige Antwort zu geben, hm...

      Es gibt - einerseits - das tatsächliche, persönliche Erleben der Welten. Schamanismus ist da ein hoch individueller Erfahrungsweg. Deshalb wird auch jeder eigene Wahrnehmungen der Welten haben.
      Es gibt - andererseits- meiner Erfahrung nach- tatsächlich auch Orte, die unabhängig voneinander von mehreren Reisenden gefunden oder beschrieben werden - und zwar nicht, weil das vorher aufgeschrieben und gelesen oder miteinander abgesprochen worden wäre.
      Da gibt's ganz interessante Dinge und da sind mir auch - gerade mit einer bestimmten Person - in der Anfangszeit meines gezielten schamanischen Reisens ein paar interessante "Zufälle" begegnet.
      Aber ich persönlich glaube, dass es auch keinen Sinn hat, sich das zu statisch vorzustellen. Letztlich sind alle diese Welten auch eingebettet und zusammenhängend. Wie sie wahrgenommen werden, mag individuell und kulturell oft sehr verschieden sein.
      Die Ebenen als solche sind dennoch zugänglich - und da mag das Indivduelle eingewoben sein in einen Zugang, der für die Seele, (so sie denn bewusst über Zeit und Raum zu gehen lernt), einfach möglich ist.
      Es gibt Landkarten, die sich ähneln und es gibt Markierungen, die auffindbar sind - aber die Landschaft existiert unabhängig von der Landkarte.

      Birkenfrau schrieb:

      D.h. gibt es dort einen Zugang, so in der Art?

      Den kann es durchaus geben. Grad über gemeinsame, unabhängig voneinander erlebte "Markierungen". Wenn wir beide einen bestimmten Punkt auf der Landkarte kennen, dann können wir uns auch an diesem Punkt in der Anderswelt treffen und diesen Punkt entweder zum gemeinsamen Reisen oder zum Reisen in der je eigenen "Welt" nutzen oder zum Reisen in die "Welt" der anderen nutzen. Klar geht das, Einverständnis, wie Du selbst sagst, immer vorausgesetzt.
      Nur: Es ist gleichzeitig noch viel simpler (und komplexer, beides): Seelen sind miteinander (und mit Orten, Gegenständen und anderem Sein) durchaus verbunden. Das ist einer von vielen Wegen, den Satz: "Alles ist miteinander verbunden" zu erleben. Durch, in und über diese "Matrize" zu reisen, den "Zwischenraum" quasi, der eben diese Verbindung ist.

      Birkenfrau schrieb:

      Oder reise ich, Einverständnis natürlich vorausgesetzt, direkt in die Welt eines anderen Menschen?
      Auch das ist möglich, ja. Gerade, wenn Du mit diesem Menschen verbunden bist und er Dir - durch sein Einverständnis - diesen Zugang öffnet.

      Birkenfrau schrieb:

      Bloß wo ist dann mein Start-
      Dein Startpunkt liegt dann in Deinem Bewusstsein und in Deiner Absicht.
      Man reist ja mit einer Absicht, die auch vorher formuliert wird.
      Auch diese Formulierung kann einen Fokus bilden und das kann zu einem anderen Startpunkt führen.
      Ich selber habe mittlerweile gar keinen festen Startplatz mehr - allerdings reise ich auch seit sechzehneinhalb Jahren.
      Mittlerweile gibt es mehrere mögliche Startpunkte und bei mir eher ein festes Ritual zur Einstimmung und Absichtsformulierung, an dessen Ende ich dann von da aus starte, wo ich dann eben grad bin.
      Aber für den Anfang ist ein fester Startpunkt durchaus sinnvoll.

      Birkenfrau schrieb:

      und Landepunkt?
      Der Landepunkt ist dann dort, wo zu tun ist, was zu tun ist und zu sagen ist, was zu sagen ist und zu sein ist, wie zu sein ist. (Äh, sorry, der letzte Satz das war jetzt grad der wörtliche Input eines Begleiters von mir). Ich lass mal so stehen, ohne Zusatzkommentar.

      Birkenfrau schrieb:

      Mein Anliegen ist einfach nur Klarheit
      Das ist auch sinnvoll. :top2:

      Birkenfrau schrieb:

      Ich weiß, dass ich ab und an auch schon bei anderen "drin" war, aber weiß nicht, wie ich dorthin gekommen bin...
      Manchmal gehen Seele und /oder Bewusstsein auch einfach ungelenkt spazieren. Dann wandern sie oft dahin, wo man verbunden ist, aber gerade nicht physisch anwesend ist. Und für diese Wanderung wird der oben beschriebene "Zwischenraum" gerne geenutzt.

      Birkenfrau schrieb:

      Und ich möchte das, ebenso wie bei den Reisen für mich, eben bewusst und mit Absicht gestalten und nicht "einfach so".
      Das ist - gerade beim Schamanisieren - auch durchaus sinnvoll. Und es ist, menschlich betrachtet, auch wichtig, denn wer möcht schon jeden bis ins Allerinnerste schauen, gehen und dort rumwerkeln lassen? Und soooo tief kann es letztlich werden/gehen.
      Da wissen die meisten schon gern, wer da ist.

      Birkenfrau schrieb:

      Eine enge Freundin bat mich vor kurzem, ihr aus der Ferne etwas Reiki zuteil werden zu lasen. Ich hab damit Jahre nicht gearbeitet, aber auf einmal ist alles wieder da und fließt bei mir und ich sehe. Also ich sah dann, wo die Energie hingeht, was gebraucht wird, was gemacht werden muss. Das ist ja, wenn dann eher Mittelwelt, oder? Aber es tauchte plötzlich ein Tier auf und wollte, dass ich es zu ihr bringe... Weitere Bilder, Landschaft oder ähnliches hatte ich aber nicht.
      Zu Deinem Bsp.: Was Dich das so hat wahrnehmen lassen, war die enge (Ver)Bindung zu Deiner Freundin. Mit nahen Menschen geschieht sowas schonmal. Das zum einen. Desweiteren: Sie hat Dich um Hilfe gebeten, hat also "aufgemacht".
      Du hattest die klare Absicht, zu unterstützen, was Dir die Infos gegeben haben dürfte.
      Wenn Du jetzt das "3- Welten-Modell" hernimmst, wäre das Mittelwelt, ja.
      Nur: Wozu brauchst Du das- an der Stelle? Zum Reisen lernen? Ok, gut.
      Aber brauchst Du dieses Modell wirklich, um zu beschreiben, was geschehen ist?
      Ganz einfach: Ein Dir nahestehender Mensch hat Dich um Hilfe gebeten, aufgemacht, Eure Verbundenheit hat Dich hingezogen, Du hast Infos bekommen - und eine dieser Infos war, ein Tier zu Deiner Freundin zu bringen (was ihr wohl bei de helfen will /kann, weswegen sie um Hilfe gebeten hat.
      Wo ist jetzt das Problem?
      Nur, weil Körperreisen nach dem 3-Welten- Modell zur Mittelwelt und (Kraft)Tierbegnungen zur Unterwelt gehören?
      :pardon: - ändert das irgendwas an der Info? Nö, oder?
      Es hätte sogar noch soweit gehen können, dass Du das Tier hinbringst und das Tier Deine Freundin behandelt und versorgt - und Du danebenstehst, zuguckst, lernst und Dir Notizen machst. Ist jetzt nicht passiert, aber...gibt's alles.

      Birkenfrau schrieb:

      Wie kam ich dahin?
      Durch Ihre Bitte um Unterstützung durch Reiki, Deine Bereitschaft und Absichtserklärung, das zu tun - und Eure Verbundenheit zueinander?

      Birkenfrau schrieb:

      Wo war ich?
      Im Energiesystem und bei der Seele Deiner Freundin?

      Herzlich,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
    • Liebe Panther-Adler,

      hab dank für deine ausführliche Antwort.

      Ich hab jetzt gelernt, dass die reine Absicht mich also "reisen" lassen kann. Das ist irgendwie so simpel, dass ich das gar nicht wahrgenommen habe. Und im Prinzip bestärkt mich das in dem, wirklich mit Absicht und einem Fokus für meinen Geist durch's Leben zu gehen. Denn im "Zwischenraum" war ich unbeabsichtigt zur Genüge, was durchaus für genügend Verwirrung im Alltagsleben sorgen kann, wenn man das Wahrgenommene nicht sortiert kriegt.

      Panther-Adler schrieb:

      Nur: Wozu brauchst Du das- an der Stelle? Zum Reisen lernen? Ok, gut.
      Aber brauchst Du dieses Modell wirklich, um zu beschreiben, was geschehen ist?
      Und das ist eben mein Punkt, warum ich all das frage. Da ich schon in viele verschiedene Systeme und Erklärungsmodelle meine Nase reingesteckt habe, von biologischen, medizinischen, psychologischen, mythologischen, spirituellen, esoterischen bis hin zu komplexen Systemen wie alter und moderner Astrologie oder eben jetzt dem Human Design System - und nun kommt sowas altvertrautes wie Schamanismus... Wie soll ich es sagen, hm, ich glaube, ich suche immer den gemeinsamen Nenner. Und den gibt es. Bloß, um den zu finden, kann ich nicht alles in einen Topf hauen, pürieren und gut umrühren.

      Sondern ich brauche die Begriffe und Modelle so klar wie möglich, so einzeln und rein wie möglich, weil ich nur dann gut analysieren kann. Und, meiner Meinung nach ist Analyse etwas, das man immer lernen, immer vermitteln kann, weil es Muster sind, die erkannt dann auch weitergegeben werden können ohne Überbau, ohne Glauben. Aber das ist nur die halbe Miete. Dann kommt ja noch die Synthese und die Integration, und das ist die wahre Kunst...

      Lass es mich so sagen: Ich für mich bzw. mein Verstand braucht am Anfang das Konzept so rein wie möglich, weil ich dann leichter zuordnen kann, meinetwegen nenn es Schubladen, und es verschafft mir so viele Erkenntnisse. Ich möchte Zusammenhänge sehen, das ist es.

      Als Beispiel: Als das Thema Schamanismus ankam bei mir vor einiger Zeit, hab ich erst mal ganz lange nur beobachtet, gelesen, also Erfahrungen und Erklärungen gesammelt. Natürlich hab ich mich dann auch gedanklich damit beschäftigt, wie ich es nun anstellen könnte, das Reisen. Ich hab es aber nicht gemacht. Sondern ich brauchte noch etwas Wesentliches, nämlich etwas, das mich in meiner Ganzheit anspringt, nicht nur meinen Verstand. Das war dann ungeplant ein unglaublich schönes Fleckchen Natur, das sich mir gezeigt hat, sich mir geöffnet hat, und dann war es klar: Hier ist mein Ausgangspunkt. Und es funktionierte sofort und leicht. Der richtige Ort, die richtige Zeit.

      Also du siehst, mein Verstand ist da schon sehr darauf fokussiert, erst mal verstehen zu wollen, um zu sortieren, um einfach schon was parat zu haben für das "Was wäre wenn". Aber das Leben gibt mir den Auslöser, den Schubs, und dann lass ich mich auf die Erfahrung ein... Und danach kommt wieder der Verstand und freut sich an dem vielen, was ich aus meinem Erleben schöpfen konnte, sortiert es wieder ein, strukturiert um usw. Wie oft habe ich kurz nach einem solchen Erleben hinterher etwas z.B. gelesen, das mir wiederum eine Erklärung und einen Rahmen für mein Erlebtes gab, und das ganze Ding wird rund. Ich liebe das :D

      Lange Rede kurzer Sinn - die Absicht macht es, genau. Dann werd ich meinen Geist jetzt mal ein bissschen an die Zügel nehmen und nicht immer so wild umherwandern lassen. Obwohl - das letzte Mal, als ich gewandert bin, es war ein Traum, der Mittelwelt zugehörig - der eine Warnung war. Denn schon am nächsten Tag entpuppte sich das als wahr, und ich konnte mal wieder sehen, dass das echte Gewahrsein zwar auch am Tage schon da war, aber vom Verstand zum Schweigen verurteilt wurde. Ich brauchte also die absichtslose Reise des nachts...

      Dass es Orte gibt, die man simultan und gemeinsam bereisen kann, ja, das kenn ich auch. Das war mal eine Rückführungsgeschichte, und irgendwie waren die Bilder durch das gemeinsame Bereisen wie aufgeladen, extrem lebendig. Alleine hätt ich mich da nie hingetraut...

      Die Vorstellung, sich in der NAW zum Schamanischen Stammtisch zu verabreden, gefällt mir übrigens gut. Gib mal die Koordinaten an :D

      Ich danke dir nochmals, und wenn sich noch jemand eingeladen fühlt, von seiner Kartierung etwas preiszugeben - ich höre gerne zu!

      Frühsommerliche Grüße von der schönen Insel Rügen
      Birkenfrau
    • Liebe Birkenfrau,

      Birkenfrau schrieb:

      Und im Prinzip bestärkt mich das in dem, wirklich mit Absicht und einem Fokus für meinen Geist durch's Leben zu gehen.
      Das ist meiner Meinung eine kluge Entscheidung, die einem jede Menge Ärger ersparen kann. Abgesehen davon, dass der Wille im Schamanischen eh eine andere Rolle spielt als bei rein medialen Kontakten wie Channeln oder sowas. Aber das ist schon wieder 'n eigenes Thema, darum jetzt hier nicht.

      Birkenfrau schrieb:

      Denn im "Zwischenraum" war ich unbeabsichtigt zur Genüge, was durchaus für genügend Verwirrung im Alltagsleben sorgen kann, wenn man das Wahrgenommene nicht sortiert kriegt.
      Ja, das kenn ich gut...

      Birkenfrau schrieb:

      Wie soll ich es sagen, hm, ich glaube, ich suche immer den gemeinsamen Nenner. Und den gibt es.
      Ja.

      Birkenfrau schrieb:

      Bloß, um den zu finden, kann ich nicht alles in einen Topf hauen, pürieren und gut umrühren.
      Sehe ich genauso. Nur ist mein Weg inzwischen ein recht eklektischer geworden, wobei ich es immer noch sehr genieße, die unterschiedlichen Werkzeuge bewusst einzusetzen, also, zu wissen, was ich wann wie und weshalb tu'.

      Birkenfrau schrieb:

      Sondern ich brauche die Begriffe und Modelle so klar wie möglich, so einzeln und rein wie möglich, weil ich nur dann gut analysieren kann.
      Du glaubst nicht, wie sehr mich dieser Satz freut! Ich erlebe das ähnlich, werde aber deswegen von vielen als "verkopft" missverstanden, weil bei denen, die sich in solchen Bereichen tummeln, oft das "Gefühl" (was immer das im Einzelfall sein soll) meilenweit über den Verstand gesetzt wird, statt beide als gleichwertig zu behandeln und miteinander zu verbinden.
      Ich freu' mich grad wirklich, hier mal von jemandem zu lesen, der das auch wichtig ist.

      Birkenfrau schrieb:

      . Und, meiner Meinung nach ist Analyse etwas, das man immer lernen, immer vermitteln kann, weil es Muster sind, die erkannt dann auch weitergegeben werden können ohne Überbau, ohne Glauben.
      Ist auch meine Erfahrung, ja.

      Birkenfrau schrieb:

      Dann kommt ja noch die Synthese und die Integration, und das ist die wahre Kunst...
      ... und da braucht's dann wieder Gefühl und Intuition zum Ausbalancieren.

      Birkenfrau schrieb:

      Lass es mich so sagen: Ich für mich bzw. mein Verstand braucht am Anfang das Konzept so rein wie möglich, weil ich dann leichter zuordnen kann, meinetwegen nenn es Schubladen, und es verschafft mir so viele Erkenntnisse. Ich möchte Zusammenhänge sehen, das ist es.
      Kann ich sehr gut nachvollziehen aus eigenem Erleben und Wahrnehmen heraus.

      Birkenfrau schrieb:

      Also du siehst, mein Verstand ist da schon sehr darauf fokussiert, erst mal verstehen zu wollen, um zu sortieren, um einfach schon was parat zu haben für das "Was wäre wenn". Aber das Leben gibt mir den Auslöser, den Schubs, und dann lass ich mich auf die Erfahrung ein
      Da bin ich eher andersherum gepolt. Ich tu's, wenn's mich anspricht und beobachte dann, wie es wirkt und analysiere dann. Aber abgesehen von dieser Reihenfolge scheint's da recht ähnlich zu laufen.

      Birkenfrau schrieb:

      Die Vorstellung, sich in der NAW zum Schamanischen Stammtisch zu verabreden, gefällt mir übrigens gut. Gib mal die Koordinaten an
      *lach* Ach, das ergab sich zufällig damals. Ich hab ja das Reisen via Gruppe gelernt - und da war eine Frau dabei, die unabhängig von mir immer wieder Orte beschrieben hat, wo ich auch schon war oder umgekehrt. Manchmal auf derselben Reise, manchmal zeitversetzt, als ich dann schon allein gereist bin.
      Ich weiß ja nicht, welche Orte Du auf Deiner Landkarte hast und ob ich die auch kenne.
      Aber das könnte man wiederbeleben. Wenn Du Lust dazu hast, gern.
      Grüße aus'm Talkessel am Rhein,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
    • Liebe Panther-Adler,

      Panther-Adler schrieb:

      der Wille im Schamanischen eh eine andere Rolle spielt als bei rein medialen Kontakten
      Ok, nach meinem Verständnis bezieht sich der "Wille" hier nicht auf das Wollen, wie es das Ego im Alltag auch gerne tut (also nix gegen das Ego jetzt, aber das ist ja ein anderes Thema), sondern eben auf diese Absichtserklärung, einen Auftrag könnte man auch sagen, was-auch-immer zu erledigen in der NAW. Was dann dabei herauskommt ist erst mal eine Unbekannte. Ich bin also Kundschafter mit einem Auftrag, und dann lass ich den Geist fliegen, der weiß ja wohin.

      Beim Channeln bin ich eher Werkzeug von welchen Gestalten der geistigen Welt auch immer, und ich glaube, da gibt es extreme Unterschiede in der Qualität. Also man ist Werkzeug, Gefäß sozusagen, und wird genutzt oder eben auch benutzt. Man lässt etwas in sich rein, während man im schamanischen Kontext eher zu den Geistern geht, aktiv und mit Auftrag, und sich nach Erledigung des Auftags auch freundlich dankend wieder zurückzieht. Denn noch ist die 4D-Wirklichkeit auf Erden unsere WirkHeimat.


      Panther-Adler schrieb:

      werde aber deswegen von vielen als "verkopft" missverstanden, weil bei denen, die sich in solchen Bereichen tummeln, oft das "Gefühl" (was immer das im Einzelfall sein soll) meilenweit über den Verstand gesetzt wird
      Hm, meiner Ansicht nach ist der Kopf, der Verstand so lange kein Problem, wie auch er nur Werkzeug ist und nicht Chef meines Lebens. Ich halte das in Esokreisen häufig vorkommende Rumgehacke auf Ego und Kopf für total kontraproduktiv. Bloß wer denkt denn bittschön noch selber? Also, ich will mich jetzt hier nicht von oben auslassen, aber unsere Welt ist eine dumme.

      Wie hat mein Astrologieleherer (Übrigens einer, der Physik, Mathe und dann Psychologie studiert hat, um seiner Mutter zu beweisen, dass sie mit ihrem Aberglauben falsch liegt - und dann vom Saulus zum Paulus wurde...) damals so schön immer wieder zu uns gesagt: "Leute, denkt selber nach! Plappert nicht einfach etwas nach. Es lässt sich alles ableiten, wenn das Prinzip erkannt ist, also tut das. "

      Daran denke ich noch oft, und gerade in dieser Welt jetzt, in der ein, zwei Hauptmedien bestimmen was wir denken und glauben sollen, umso wichtiger. Gerade in den alternativen Sektoren hast du dann aber den Gegenpol zu den Leuten, die nur an das stofflich Sichtbare glauben - eben die, die nur nach nach Licht, Liebe, Verbindung suchen, mit einer unreifen Verschmelzungssehnsucht, die eher Flucht ist als Leben.

      Das ist ein großer Ausblendungsmechanismus, und nein, ich erhebe mich hier nicht über diejenigen, denn ich kenn das von mir auch. Wir sind nicht nur Seele. Wir sind Körper, Psyche und Verstand, wir sind Seele und haben Anteil am Geist. Aber unser Körper kommt von dieser Erde und gehört für mich an erster Stelle gewürdigt. Er ist so oft der Esel, der vor den Karren gespannt ist und einen noch größeren Esel namens Menschenseele durch's Leben kutschieren muss. Die Erde, der Körper haben ihre eigene Intelligenz, sie wissen, wie Leben funktioniert. Mein Senf dazu.


      Panther-Adler schrieb:

      da braucht's dann wieder Gefühl und Intuition zum Ausbalancieren
      Ganz genau. Hier darf sich der Kreis gerne schließen. Hier ist dann auch klar erkennbar, ob einer von Liebe nur faselt, oder ob er sie leben kann. So wie der Körper ehrlich ist, ist die hiesige Wirklichkeit dies auch. Wir landen dann halt auf der Nase und dürfen noch mal neu lernen. Ist ja auch nicht tragisch.


      Panther-Adler schrieb:

      Da bin ich eher andersherum gepolt. Ich tu's, wenn's mich anspricht und beobachte dann, wie es wirkt und analysiere dann. Aber abgesehen von dieser Reihenfolge scheint's da recht ähnlich zu laufen.
      Ja, gut. Bei mir ist das eher ein Kreis würd ich sagen: Mein Verstand sucht sich ein Thema, steigt bei Gefallen weiter in die Details, und das Leben bringt dann Gelegenheiten, der Verstandene mal anzuwenden, woraufhin dann wieder neu sortiert wird usw. Henne-Ei.


      Panther-Adler schrieb:

      Ich weiß ja nicht, welche Orte Du auf Deiner Landkarte hast und ob ich die auch kenne.
      Aber das könnte man wiederbeleben. Wenn Du Lust dazu hast, gern.
      *Lach* Jetzt krieg ich doch glatt kalte Füße. Denn nun bin ich wieder bei meiner Ausgangsfrage: Ist das "meine" Unterwelt? Wo ist deine? Ist sie eine gemeinsame? Oder gibt es einfach öffentliche Plätze? Was mir jetzt gerade Angst macht ist, dass ich bis jetzt das als meine Unterwelt erlebe, und alles was dort ist, ist mir heilig. Es ist mir ein heiliger und geschützter Raum (ja, für mich schädliche Energien waren dort auch schon zu finden, aber bis jetzt hab ich alles gemeistert...), und das Thema Raum und Bedürfnisse und Grenzen ist bei mir Leitthema.

      Und wenn ich mir jetzt vorstelle, diesen Ort zu teilen, dann krieg ich halt auch Angst. Wo ist die Grenze? Oder ist die Frage falsch, da die untere Welt nun mal nicht der 4D-Logik entspricht? D.h. bleibt mir dieser Raum heilig und geschützt und kann ich trotzdem und ohne Widerspruch ab und zu an bestimmten Markierungen auf andere, z.B. dich treffen?

      Nachdenklich
      Birkenfrau

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    • Liebe nachdenkliche Birkenfrau,

      ich sehe und empfinde vieles von dem, was Du beschreibst, sehr ähnlich, wenn ich es zum Teil auch anders formulieren würde. Aber das nur nebenbei. Hier gehe ich im Sinne des beim Thema Bleibens mal nur auf das ein, was zur Orientierung in der NAW gehört. ;)

      Birkenfrau schrieb:

      Oder gibt es einfach öffentliche Plätze?
      die scheint es zu geben, denn: Als ich damals in dieser Reisegruppe die Erfahrung machte, dass besagte Frau und ich an denselben Plätzen landen, hatte ich nie den Eindruck, dass sie oder ich jetzt unbefugt in die Innenwelt der je anderen "eindringen". Das war nie so in meinem Empfinden- und sie hat mir auch nie etwas Derartiges gesagt.
      Es war eher so, dass wir in der Gruppe gereist sind und dann z.b. beide denselben Brunnen mit demselben Wächter (der uns auch noch je denselben Namen sagte), beschrieben.
      Oder dasselbe Tor mit derselben Vegetation und demselben Bewuchs.
      Teilweise aus unterschiedlichen Perspektiven (ich erinnere mich noch, ich bin einmal mit Möwe geflogen und beschrieb es quasi "von oben", während sie denselben Ort vom Boden aus sah und beschrieb, mit je ziemlich ähnlichen Infos.
      So in die Richtung ging das.
      Als ich nicht mehr regelmäßig in der Gruppe gereist bin, haben wir beide uns noch eine Weile weiter ausgetauscht und das Phänomen ist auch da noch ein paar Mal aufgetreten.
      Falls das nicht Telepathie war (was ich nicht annehme, kann ich nämlich nicht - und ich glaub, sie auch nicht), dann war es entweder ein gemeinsames "Feld", auf dessen Infos wir damals beide zugreifen konnten - oder es war ein Stück öffentliche Landkarte - oder es war alles Zufall. Kann ich jetzt rückblickend nicht sagen. Und da wir seit Jahren an völlig unterschiedlichen Orten in sehr verschiedenen Umfeldern leben, haben wir auch keinen Kontakt mehr. Von daher kann ich auch nicht sagen, wie das heute wär und ob es immer noch ginge.
      Damals ging's und für mich als Greenhorn war das damals recht unterstützend und beruhigend und hat mir auch geholfen, Vertrauen in "die andere Seite" aufzubauen.
      Aber die persönlichen Reisen mit den persönlichen Räumen und Weltbegegnungen, die gab es natürlich (war auch die Mehrzahl) und das meinte ich auch nicht.
      Die Grenzen klar und intakt zu halten und zu achten, ist etwas, was mir, im Sinne von integer handeln, auch sehr wichtig ist.

      Lächelnd,
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
    • Liebe Panther-Adler,

      nun sind meine Füße schon wieder etwas wärmer, ein Glück. Ich lass das Gesagte jetzt mal so stehen, denn ich denke, ich werde da noch einiges entdecken. Wenn ich dann mal das Gefühl habe, einen öffentlichen Platz zu entdecken, dann melde ich mich gerne mal direkt bei dir, das muss ja nicht hier im weiten www stehen. Da wir, wie du sagst, in einigen Belangen ähnlich gestrickt sind, hätt ich da jetzt schon Vertrauen. :)

      Wobei ich jetzt gleich mal wieder weiterspinne, es kann ja auch sein, dass man einfach mit bestimmten Menschenseelen bestimmte Plätze - bei Bedarf - aufsuchen kann. Mit jemand anderem sind es vielleicht andere Orte...? Im Sinne der Seelenfamilie, Fraktale oder wie auch immer man seine connections zu anderen beschreiben will, kann ich mir gut vorstellen, dass es wirklich individuell-gemeinsame Orte gibt.

      Und ja, das Thema des integren Raumes - das gilt ja für alle Ebenen, ob nun hier körperlich-materiell, psychisch, oder sonstwo. Etwas, dass mir vor kurzem bewusst wurde ist, dass z.B. - in meiner Erfahrung - an Schizophrenie erkrankte Menschen diese inneren Räume, die Systemgrenzen nicht achten (können). Ich hatte vor kurzem eine solche ungewollte Begegnung, und ja, der saß direkt in meinem "System" und ich musste ganz schön was veranstalten, um das wieder loszuwerden. Und sowas hatte ich auch schon mal vor 15 Jahren, mir war es damals bloß nicht klar.

      Wie siehst du das als Psychologin? Kann man das verallgemeinern, oder ist das einfach ein Thema, was meins ist, eben weil ich grundsätzlich ein offen spürendes Wesen bin und dies auch von allen möglichen Energien erkannt und (aus)genutzt wird?


      Ansonsten möchte ich gerne noch einmal laut in die Runde der Schamanen und schamanisch Praktizierenden hier rufen und fragen: Wie erlebt ihr die Grenzen, Überschneidungen, Seelenräume der Menschen, mit denen ihr arbeitet? Geht ihr einfach jedes Mal per Absicht hinein und lasst euch immer wieder neu führen? Oder gibt es Muster, z.B. für die Arbeit bei körperlicher Krankheit oder anderen Lebensproblemen? Wenn ihr mit nicht-schamanischen Werkzeugen (z.B. wie bei mir das Reiki) zusätzlich arbeitet, gesellt sich evt. doch mal eine Wahrnehmung dazu, z.B. das Finden eines Krafttiers oder einer sonstigen Energie/ Heilmittels, das jetzt nützlich ist?

      Herzlich
      Birkenfrau
    • Liebe Birkenfrau,

      Birkenfrau schrieb:

      Wobei ich jetzt gleich mal wieder weiterspinne, es kann ja auch sein, dass man einfach mit bestimmten Menschenseelen bestimmte Plätze - bei Bedarf - aufsuchen kann. Mit jemand anderem sind es vielleicht andere Orte...?
      möglich, dass das so ist. Ich hab da vor Deiner Frage gar nicht drüber nachgedacht. Es hat mich nur an diese Erlebnisse erinnert, als ich Deine Frage gelesen hab.

      Birkenfrau schrieb:

      Etwas, dass mir vor kurzem bewusst wurde ist, dass z.B. - in meiner Erfahrung - an Schizophrenie erkrankte Menschen diese inneren Räume, die Systemgrenzen nicht achten (können). Ich hatte vor kurzem eine solche ungewollte Begegnung, und ja, der saß direkt in meinem "System" und ich musste ganz schön was veranstalten, um das wieder loszuwerden. Und sowas hatte ich auch schon mal vor 15 Jahren, mir war es damals bloß nicht klar.

      Wie siehst du das als Psychologin?
      Anders, als wenn ich aus schamanischer Sicht draufschau'. Möchtest Du beide Antworten haben oder nur die der Psychologin?

      Birkenfrau schrieb:

      Kann man das verallgemeinern,
      Verallgemeinern kann man alles und nix.
      Alles, weil man selbstverständlich pauschale Aussagen machen kann. Ob die dann zutreffen oder sinnvoll wären, ist eine andere Frage.
      Verallgemeinern kann man andererseits auch gar nix, weil Lebendiges (was Seelen ja wohl sind, oder?) sich normativer Beschreibung weitgehend entzieht.
      Was ich Dir sagen kann, ist, dass ich persönlich die Energiefelder von Menschen mit bestimmten - nicht allen - psychischen Erkrankungen als größer (vom Umfang her, nicht zwingend von der Energiemenge her) wahrnehme. Schon das kann gelegentlich zu Überlappungen von Energien führen, muss es aber nicht.
      Anbsonsten gibt es verschiedene Arten von Schizophrenie und mindestens drei mir bekannte, sehr unterschiedliche Verlaufsmuster. Ich werd mich tunlichst hüten, da Verallgemeinerungen anzustellen...

      Birkenfrau schrieb:

      oder ist das einfach ein Thema, was meins ist, eben weil ich grundsätzlich ein offen spürendes Wesen bin
      Du kannst mal schauen, wo für Dich die Resonanz dabei liegt. Bei mir ist es so, dass ich mich bei Schizophrenie recht gut abgrenzen kann, aber andere Dinge für mich eher erhöhter Vorsicht zu betrachten sind.
      Von zwei Begegnungen mit Schizophrenen zu sagen "Bei Schizophrenie ist das so, dass die das nicht können.", find ich persönlich eher gewagt als These.
      Da würd ich an Deiner Stelle eher sagen: "Bei Schizophrenie re-agiere ich so, dass die mir ungewollt eher im energetischen Vorgehen stehen als andere." und dann schauen, was Du tun kannst, um's zu verändern.
      Oder Du machst irgendwann einmal, wenn Du Sicherheit im Reisen hast und über stabile Kontakte zu Verbündeten, eine Reise zum Wesen der Krankheit "Schizophrenie" und schaust, was Du findest.
      Krankheiten anzureisen geht durchaus.

      Birkenfrau schrieb:

      Wie erlebt ihr die Grenzen, Überschneidungen, Seelenräume der Menschen, mit denen ihr arbeitet?
      Vollkommen unterschiedlich. So individuell wie die Lebewesen (man muss ja nicht immer für Menschen arbeiten) ;) selbst.

      Birkenfrau schrieb:

      Geht ihr einfach jedes Mal per Absicht hinein und lasst euch immer wieder neu führen
      Wenn ich ein Mandat, sprich: eine Anfrage habe, ja. Ansonsten gebe ich mir Mühe, mich weitestgehend rauszuhalten, was schwer sein kann, wenn ich mitbekomme, dass jemand sich aktiv selbst verletzt, beispielsweise. (Menschen mit aktiv selbstverletzendem Verhalten gehörern bei mir zu denen, wo es mir in Sachen Abgrenzung ähnlich geht wie Du es von Menschen mit Schizophrenie bei Dir beschreibst).
      Neu führen lassen?
      Wenn ich innen im Sytem bin, ja. Ist ja auch immer wieder ein anderer Mensch.

      Birkenfrau schrieb:

      Oder gibt es Muster, z.B. für die Arbeit bei körperlicher Krankheit oder anderen Lebensproblemen
      Die gibt es immer wieder mal, weil ich eben bestimmte Krankheiten/Ungleichwichte in bestimmten Bildern, Farben, Mustern oder Symbolen wahrnehme. Das hat aber mehr mit meiner inneren Bilderwelt, meinem inneren Alphabet als mit was anderem zu tun. Irgendwie müssen die Infos, die ich bekomme, ja auch übersetzbar sein. Das geht dann über Farben, Muster, Symbole und ähnliches, die für mich, wenn ich sie wahrnehme, eben dies oder jenes bedeuten.
      Was nicht heißt, dass dieselbe Farbe für Dich dasselbe bedeuten muss.

      Birkenfrau schrieb:

      Wenn ihr mit nicht-schamanischen Werkzeugen (z.B. wie bei mir das Reiki) zusätzlich arbeitet, gesellt sich evt. doch mal eine Wahrnehmung dazu, z.B. das Finden eines Krafttiers oder einer sonstigen Energie/ Heilmittels, das jetzt nützlich ist?
      Ist schon vorgekommen, ja.
      Ich weiß noch, wie ich irritiert ich war, als mich jemand um eine Chakrenbehandlung in bestimmter Sache gebeten hatte und dann ein Krafttier von mir auftauchte und meinte: "So, dann reisen wir beide jetzt mal in dieses Chakra rein..." Damals war total unsicher, ob das wohl so sein kann... aber das Krafttier wusste, was es tat.
      Sowas passiert nicht dauernd - aber immer wieder mal.
      Momentan arbeite ich allerdings nicht für andere, weil ich grad eine dicke, fette Baustelle bei mir selbst hab, die relativ viel Geduld und Zuwendung braucht.
      Aber gehen tut sowas.
      So - und jetzt verkrümel ich mich mal, damit die anderen hier auch noch was schreiben. ;)
      :winke:
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
    • Birkenfrau schrieb:

      Ich erlebe die untere Welt als "meine" Unterwelt - bloß, wo und wie trifft diese auf de Unterwelten anderer Menschen. D.h. gibt es dort einen Zugang, so in der Art? Oder reise ich, Einverständnis natürlich vorausgesetzt, direkt in die Welt eines anderen Menschen? Bloß wo ist dann mein Start- und Landepunkt? Doch nicht identisch mit meinigem? Oder der Startpunkt doch, und dann geht die Reise eben woandershin? Ist das überhaupt verständlich, was ich hier fragen möchte?

      Mein Anliegen ist einfach nur Klarheit. Ich weiß, dass ich ab und an auch schon bei anderen "drin" war, aber weiß nicht, wie ich dorthin gekommen bin... Und ich möchte das, ebenso wie bei den Reisen für mich, eben bewusst und mit Absicht gestalten und nicht "einfach so".

      Hallo Birkenfrau,

      ich gehe mit vielem konform, was Panther-Adler schon schrieb.

      Beim Reisen bereise ich "meine" schamanischen Welten...und ich würde auch ziemlich allergisch darauf reagieren, wenn in einer "meiner" schamanischen Welten plötzlich ein Schamanski rumtobt, der da nix zu suchen hat bzw. nicht explizit eingeladen wurde. Da aber "meine" schamanische Welt nur ein Teil der großen Welt der Geister ist, ist sie logischerweise mit allen anderen Welten verbunden. Wäre dem nicht so, könnte man wohl kaum effektiv schamanisch arbeiten.

      Damit es weniger abstrakt erscheint, versuch ich mal, es am Beispiel einer Stadt zu erklären.
      Dort wären meine Wohnung bzw. mein Grundstück "meine" schamanischen Welten. Dort kenn ich mich aus, dort bin ich zuhause, dort hat kein anderer etwas zu suchen, wenn ich ihn nicht hereingebeten habe.

      Nun bekomme ich einen Brief und stelle fest, dass ich, um die Sache zu klären, zum Rathaus muss. Dazu muss ich mein Haus verlassen und einen zentralen Punkt aufsuchen.
      Ich begebe mich also aus dem privaten Bereich in öffentliches Terrain, welches mir ebenfalls vertraut ist, da ich mich ja immer noch innerhalb meiner eigenen Stadt bewege.

      Das wäre z.B. eine Anfrage zwecks schamanischer Arbeit, bei der ich in Gegenden reisen muss, die nicht direkt zu "meinen" schamanischen Welten gehören, aber noch in Regionen liegen, die mir aus vorherigen Reisen vertraut sind. Der Punkt, an dem ich die Grenze überschreite, wäre im "richtigen Leben" mein Gartentor. In "meiner" schamanischen Welt sind diese Stellen durch natürliche Grenzen markiert......ein Fluss, ein Gebirge, der Grund eines Sees, eine Höhle, eine verborgene Treppe, der Wipfel eines Baumes usw.,......je nachdem, wohin die Reise gehen soll. Wie an meinem Grartentor, was ich im "richtigen Leben" ja abschließen kann, ist es auch hier nicht jedem und nicht ohne weiteres möglich, diese natürlichen Grenzen zu überwinden.

      Nun kann mir die Pauschalkraft im Rathaus aber dummerweise nicht wirklich weiterhelfen, aber sie gibt mir immerhin den Tipp, es im Schloss des Königs zu versuchen. Den Weg dahin hab ich noch nie gemacht....also nehm ich mein Navi, tippe "Schloss des Königs" ein und werde geführt. Tjo - und genauso mache ich es auf einer schamanischen Reise spätestens dann, wenn es in Regionen geht, die ich noch nicht kenne: Ich verlasse mich voll und ganz auf den Schutz und die Führung der mir vertrauten Verbündeten in den schamanischen Welten.

      Womit ich beim für mich eigentlich wichtigsten Punkt wäre: Absolutes Vertrauen in die schamanischen Verbündeten. Ihre Ratschläge zu befolgen, ihre Warnungen zu beachten.....das und eine klare Absicht dessen, was vom Reisenden bewirkt werden soll, sind die sichersten Methoden, um Irrwege, Grenzüberschreitungen etc. zu vermeiden und einfach nur eine effektive und saubere schamanische Arbeit abzuliefern.

      Das Rathaus und das Schloss wären nun also "öffentliche" Orte, die von vielen bereist werden. Es könnten z.B. Orte sein, an dem der Geist bestimmter Krankheiten wohnt, Orte der Ahnen oder abgespaltener Seelenanteile.....was auch immer. Solche Orte werden von vielen Reisenden gleich beschrieben - zumindest, solange sie aus dem selben Kulturkreis kommen.


      Birkenfrau schrieb:

      Ein Beispiel: Eine enge Freundin bat mich vor kurzem, ihr aus der Ferne etwas Reiki zuteil werden zu lasen. Ich hab damit Jahre nicht gearbeitet, aber auf einmal ist alles wieder da und fließt bei mir und ich sehe. Also ich sah dann, wo die Energie hingeht, was gebraucht wird, was gemacht werden muss. Das ist ja, wenn dann eher Mittelwelt, oder? Aber es tauchte plötzlich ein Tier auf und wollte, dass ich es zu ihr bringe... Weitere Bilder, Landschaft oder ähnliches hatte ich aber nicht.

      Wie kam ich dahin? Wo war ich?
      Beim Reiki ist man Kanal, Reiki sollte ohne persönliche Intentionen fließen. Schon, wenn du "siehst, was gemacht werden muss", bringst du genau genommen dein Eigenes mit rein. Für mich wäre das von dir Beschriebene eher ein Zeichen dafür, dass du (begleitend, aber nicht zeitgleich) zum Reiki auch mal schamanisch schauen könntest, was hilfreich für deine Freundin wäre - selbstverständlich mit ihrem Einverständnis. Allerdings bin ich prinzipiell kein großer Freund von Fernbehandlungen, egal welcher Sparte.....aber das ist Geschmackssache.

      :winke:
    • Liebe Panther-Adler,

      danke dir wieder für deine ausführlichen Antworten :)

      Panther-Adler schrieb:

      Was ich Dir sagen kann, ist, dass ich persönlich die Energiefelder von Menschen mit bestimmten - nicht allen - psychischen Erkrankungen als größer (vom Umfang her, nicht zwingend von der Energiemenge her) wahrnehme. Schon das kann gelegentlich zu Überlappungen von Energien führen
      Ah ja, das ist etwas, womit ich etwas anfangen kann. Ich sehe Energiefelder zwar nicht, nehme sie aber dennoch wahr, spüre sie. Und das würde ich bei diesen Fällen jetzt bestätigen, wobei ich da ganz klar sage, dass das nur meine Sicht und dazu noch sehr wenige Fälle waren, so dass ich da keine direkte Verallgemeinerung postulieren wollte. Es war nur eine Vermutung, und deine Erklärung macht da total Sinn.

      Hm, mit der Resonanz...Mir ist nichts menschliches fremd, sagen wir es mal so. Allerdings scheine ich in diesem Leben auch und vor allem erst mal abgrenzen, Nein sagen oder sogar auch abwehren lernen zu müssen. Früher habe ich in meiner "Lichr-und-Liebe"-Natur vieles in mein Umfeld gelassen, was da nicht hingehörte. Alles hat seinen Platz, aber nicht alles hat einen Platz bei mir. Und so gehe ich mittlerweile vielem, von dem ich weiß, dass es mir auf Dauer nicht gut tut, schnellstmöglich aus dem Weg. Alles andere ist Energieverschwendung.

      Ich habe großen Respekt vor Menschen, die tagtäglich im Privaten oder im Beruflichen mit diesen Extremen und Grenzwertigem umgehen müssen und das auch können. Ich weiß nun von mir, dass ich all das, was der Mensch neben mir fühlt, auch fühle, und so entscheide ich mich einfach gegen bestimmte Energieformen. Borderliner wären das zweite, Depressive das dritte, obwohl die oft ja sehr angepasst wirken. Aber - ich rieche es. Und dann mach ich einen großen Bogen und bin dankbar für mein Frühwarnsystem, auf das ich mittlerweile vertraue.

      Zum Geist der Krankheit zu reisen ist natürlich auch noch was. Aber das heb ich mir noch auf - zumindest die Schizophrenie :aikido:

      Panther-Adler schrieb:

      weil ich eben bestimmte Krankheiten/Ungleichwichte in bestimmten Bildern, Farben, Mustern oder Symbolen wahrnehme. Das hat aber mehr mit meiner inneren Bilderwelt, meinem inneren Alphabet als mit was anderem zu tun.
      Ok, ich entnehme daraus, dass da jeder Schamanisierende erst mal seine eigene Sprache erkennen und lernen muss. Es gibt zwar Muster, aber die sind bei jedem anders, abhängig vom vorangigen Sinn und anderen Wahrnehmungsfrequenzen. Im Prinzip muss man in der NAW erst mal seine eigenen Muster unterscheiden lernen, bevor man sich weiter hinauswagen kann.

      Und das finde ich gerade auch so sympathisch. Das Schamanische ist sowohl für den Anwender als auch für die Anfragenden sowas von individuell, das gefällt mir gut. Wobei die Grundmuster wie NAW, Trance, Seelenrückholungen usw. ja immer bestehen, aber das Gewand ist so einzigartig wie das Leben selbst. Und ich glaube, dadurch ist eine besondere Effizienz möglich, die bei vorgegebenen Standards nicht mehr möglich ist. Naja, nur meine Gedanken dazu.


      Lieber Wolfsspur,

      auch dir ein großes Danke für deine Ausführungen. Gestern hatte ich noch den Thread "Funktionieren der Anderswelt" entdeckt, und dort hast du schon ähnliche Gedanken beschrieben.

      Das Gleichnis, das du hier verwendest, ist besonders schön, weil es so bildlich und lebendig ist. Ich bekomme so eine Ahnung von dem, was du meinst. Lustigerweise hab ich ja in der Alltagswelt oft das Thema Grenzen, und als ich nun überlegte: "Hey, wo sind denn die meiner eigenen NAW zur größeren, öffentlichen hin?" gab's erst mal nen Schreck. Ich hab dann gestern noch mal genauer hingesehen, und immerhin weiß ich für 3 Richtungen, wo die Grenze ist. Für die vierte, naja, da schau ich mal noch, in die Richtung war ich noch nicht so viel... was ja auch Bedeutung hat.

      Auf jeden Fall schaue ich nun dank deiner Ausführungen doch noch mal viel genauer hin, wo ich eigentlich bin, ob ich mich innerhalb meiner Grenzen befinde, ob diese intakt sind, bewacht werden usw. Und da, wo die Unklarheit ist, da hab ich dann demnächst mal ne Baustelle, und kann noch mal genauer forschen. Dankeschön.

      Auch das Bild mit dem Navi finde ich richtig gut, denn ich weiß, ich kann mich auf mein inneres Navi sehr gut verlassen. Nicht, dass ich jetzt schon in der großen weiten NAW unterwegs bin, aber Angst habe ich da auch nicht. Also Absicht sowie die Gefährten, Verbündeten, sind der Schlüssel, und natürlich - wie im Leben auch - die LebensReiseErfahrung. Dick eins auf's Fell hab ich glücklicherweise auch noch nicht bekommen. Ich merke, wenn es nicht weitergeht, und lasse es dann. Oft kommt innerhalb weniger Tage ein Puzzleteil dazu, in der Alltagswelt oder von innen her, und dann geht es auch weiter.
      Orte der Krankheiten, Orte der Ahnen usw., ja, das lässt mich was ahnen. Aber ich hab ja noch Zeit. :schaukel:

      Wolfsspur schrieb:

      Reiki sollte ohne persönliche Intentionen fließen. Schon, wenn du "siehst, was gemacht werden muss", bringst du genau genommen dein Eigenes mit rein. Für mich wäre das von dir Beschriebene eher ein Zeichen dafür, dass du (begleitend, aber nicht zeitgleich) zum Reiki auch mal schamanisch schauen könntest, was hilfreich für deine Freundin wäre - selbstverständlich mit ihrem Einverständnis.
      Ja. Und nein. Also klar, das Reiki-System ist wie es ist, ohne groß Brimbamborium, mit standardisiertem Vorgehen. Nur, und das war auch schon vor 15 Jahren bei mir so, ich bekomme halt - besonders bei Fernbehandlungen - immer auch Bilder, und das Gefühl ist, dass diese klarer werden und ich wirklich sehe und verstehe. Das ist ja eigentlich unsauberes Arbeiten meinerseits, aber doch auch Hinweis, dass da mehr ist, womit ich arbeiten könnte. Das hieße dann, dass ich vor einer Reiki-Behandlung entweder darauf aufmerksam mache, dass da noch Informationen mit durchrutschen können, und ob das gewollt ist, und wenn nein, andere Wahrnehmungen versuchen abzustellen oder zumindest nichts aktiv damit zu tun. Hm, da kau ich jetzt mal noch drauf rum...


      Wolfsspur schrieb:

      Allerdings bin ich prinzipiell kein großer Freund von Fernbehandlungen, egal welcher Sparte.....aber das ist Geschmackssache.
      Gibt es da schon einen Pro-Contra-Fred dazu?


      Nochmals danke für's Auf-die-Sprünge-helfen
      Birkenfrau
      :winke:
    • Birkenfrau schrieb:

      Dick eins auf's Fell hab ich glücklicherweise auch noch nicht bekommen. Ich merke, wenn es nicht weitergeht, und lasse es dann. Oft kommt innerhalb weniger Tage ein Puzzleteil dazu, in der Alltagswelt oder von innen her, und dann geht es auch weiter.
      Orte der Krankheiten, Orte der Ahnen usw., ja, das lässt mich was ahnen. Aber ich hab ja noch Zeit.

      Ihr Lieben,

      da war ich wohl zu blauäugig. In den wenigen Tagen ist einiges geschehen. Zwar nicht im Sinne einer Vermischung meiner Kompetenzen oder Überschreitung meiner Grenzen von innen oder außen, sondern ich habe nachts im Traum eines meiner Tiere verloren. Essenz des Traumes war, dass ich mich von äußeren Stimmen von meiner eigenen Kraft habe ablenken lassen, verunsichern lassen. Konsequenz war das Gefressenwerden. Ich war unsicher, aber neugierig - und das ist ne schlechte Kombination...

      Die Nacht darauf kam der zweite "Angriff", ich verlor nach und nach Zugang und Kraft, und am Ende kämpfte ich einen Kampf, der so nicht zu gewinnen war. Ich wachte schwer auf, hatte Angst, und danach war klar, da muss was passieren. In meiner Angst schaute ich aber wieder nach außen und durchforschte meinen Geist, was und wer denn helfen könnte, bis es mir auffiel. Dann erinnerte ich mich einer Pflanze, die ich den ganzen Frühling über immer wieder gesammelt hatte, weil sie nach mir rief, und fing an, sie zu räuchern. Schutzgeist.

      Dann wurde auch klar, dass ich beide Träume noch mal bereisen muss. Sofort. Mitten in der Nacht. Ich hatte Angst vor Angriffen von außen, und das wäre ja auch eine mögliche Erklärung gewesen. Ich hatte ganz schön Muffensausen vor der Reise, vor dem was sie zeigen würde, Dafür lief sie aber sehr konzentriert, klar und ergiebig ab. Das gefressene Tier war tatsächlich weg. Starke Trauer in mir. Das Kuriose: Es hatte vor ein paar Wochen oder Monaten Nachwuchs bekommen, und die waren nun schon so weit, jetzt ohne Mutter, aber gemeinsam mit mir es zu wagen. Doch jetzt ist es anders. Ich hab ne zweite Chance, weiß aber, dass ich diesmal anders mit dieser Kraft umgehen muss.

      Auch der "Angriff" aus dem zweiten Traum entpuppte sich als Lektion der Verbündeten. Das wird etwas längeres und tieferes sein, was ich mir anzuschauen habe. Thema Grenzen, und doch auch nicht: Die Mitte. Finden, erkennen, halten. O je.

      Ist jetzt der Welpenschutz abgelaufen, ja?

      Und wie haltet ihr das: Arbeitet ihr auch mit Träumen? Ist das geläufig oder eher nicht? Ich muss ja sagen, dass ich sehr zur Traumarbeit neige, schon immer, und da auch den Weg, wie ihn Carlo Zumstein skizziert, gehen würde. Auf meine Art. Allerdings bin ich durch den doch stressigen Familienalltag oft im Schlafmangel und kann halt nicht sooo diszipliniert dran bleiben.

      Und wenn jetzt der Welpenschutz abgelaufen ist, dann ist Disziplin ja doch auch wichtig. Ok ok, ich weiß, ich muss da selbst den Weg für mich finden. Es sind halt Fragen und Gedanken, und die Erfahrenen unter euch fühlen sich vielleicht erinnert an ihre Anfänge, an ihre ersten freien Schritte. Macht eine Kombination aus "normalen" schamanischen Reisen mit Traumarbeit für euch Sinn?

      Windstarke Grüße
      Birkenfrau
    • Liebe Birkenfrau,

      Birkenfrau schrieb:

      Und wenn jetzt der Welpenschutz abgelaufen ist, dann ist Disziplin ja doch auch wichtig.
      Vertrauen. Disziplin ist gut und schön... , aber das Vertrauen in die Verbündeten ist, was es braucht

      Birkenfrau schrieb:

      Macht eine Kombination aus "normalen" schamanischen Reisen mit Traumarbeit für euch Sinn?
      Ja. Es ist nicht mein Weg. Es ist jedoch ein Weg, der sehr sinnvoll sein kann.

      Hab keine Angst.

      Vorsicht ist klug. Angst eher hinderlich.

      Die Mitte reicht.

      Herzlich,

      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
    • Birkenfrau schrieb:

      Gibt es da schon einen Pro-Contra-Fred dazu?
      Hallo Birkenfrau,

      dazu kannst du einiges finden, wenn du über die Suche auf der Portalseite mal Fernbehandlungen bzw. Fernheilungen eingibst.

      Birkenfrau schrieb:

      ....
      da war ich wohl zu blauäugig. In den wenigen Tagen ist einiges geschehen. Zwar nicht im Sinne einer Vermischung meiner Kompetenzen oder Überschreitung meiner Grenzen von innen oder außen, sondern ich habe nachts im Traum eines meiner Tiere verloren. Essenz des Traumes war, dass ich mich von äußeren Stimmen von meiner eigenen Kraft habe ablenken lassen, verunsichern lassen. Konsequenz war das Gefressenwerden. Ich war unsicher, aber neugierig - und das ist ne schlechte Kombination...

      In wenigen Tagen ist einiges geschehen und das beschäftigt dich so, dass du es mit in den Schlaf und die Träume nimmst. Ein Krafttier wird gefressen und du kämpfst einen nicht zu gewinnenden Kampf....

      Zuerst einmal würde ich sagen - Träume sind Träume - und Reisen sind Reisen. Ein Traum kommt unwillentlich (luzides Träumen mal außen vorgelassen).....eine schamanische Reise beinhaltet (zumindest meist) eine klare Absicht und wird willentlich herbeigeführt. Allerdings haben deine Träume klare Auswirkungen in deiner schamanischen Welt und daher ist es gut, dass du dir die Sachen nochmal schamanisch angeschaut hast. Ich vermute mal, dabei hast du auch die näheren Umstände berücksichtigt: Wer hat dein Krafttier gefressen, gegen wen oder was kämpfst du vergeblich usw.....und das hat dich zu der essenziellen Aussage deines Traums gebracht: Einflüsse äußerer Stimmen haben deine innere Kraft geschwächt / die Mitte finden.....

      Meine Erfahrung ist, dass Kraft verloren geht, wenn kraftvolle Dinge vorschnell zerredet werden. Mit "vorschnell" meine ich, dass man kraftvollen Erfahrungen immer erst die Gelegenheit geben sollte, sich zu setzen, dass man sich Zeit lässt, diese zu verinnerlichen. Oft merkt man erst geraume Zeit nach einer starken inneren Erfahrung, was sie wirklich für einen bedeutet. Bis dahin sollte man sie in sich wahren, ohne groß darüber zu sprechen. Ein Beispiel: Wenn man auf Visionquest im traditionell-indianischen Kontext geht, wartet man (abgesehen von sich akut ergebenden Sachen) mindestens ein Jahr, bevor man über das Erlebte spricht. Sind die kraftvollen Erfahrungen dann gut angewachsen und haben im Inneren starke Wurzeln geschlagen....dann kann man darüber sprechen, diese Erfahrungen weitergeben, teilen.... und auf diese Art die Kraft vervielfachen. Aber eben erst dann.....


      Birkenfrau schrieb:

      Auch der "Angriff" aus dem zweiten Traum entpuppte sich als Lektion der Verbündeten. Das wird etwas längeres und tieferes sein, was ich mir anzuschauen habe. Thema Grenzen, und doch auch nicht: Die Mitte. Finden, erkennen, halten. O je.
      Die Mitte......und die Grenze.
      Eine Grenze markiert immer mindestens zwei Seiten - und wenn ich mich direkt auf der Grenze befinde, befinde ich mich auch in der Mitte zwischen diesen zwei Seiten. Wie sauber die Sache ist, zeigt sich letztendlich daran, wo, wie, wann, warum und von wem die Grenze gezogen - und wie sie respektiert wird. Wichtig für mich ist es, meine Grenzen zu kennen - und diese zu achten. Das geht nur auf Grund selbst gemachter Erfahrungen und die fallen einem nun mal nicht in den Schoß. Tjo, und es kann durchaus vorkommen, dass ich den Beschränkungen meiner eigenen Grenzen unterliege. Eventuell ist es dann Zeit, diese neu zu definieren - oder eben - aus dem Erfahrungsschatz schöpfend - besser unberührt zu lassen.

      Bestenfalls sind die eigenen Grenzen so sauber gezogen, dass sie die Grenzen anderer nicht verletzen....doch jeder weiß, dass es immer wieder vorkommt, dass man anderen ungewollt - oder auch absichtlich - auf die Füße tritt. Verletzt man die Grenzen anderer wissentlich, so sollte man sich dann allerdings auch nicht wundern, wenn man dafür die entsprechende Antwort erhält. Ein wichtiger Indikator dafür ist für mich ist Dankbarkeit. Erfahre ich für mein Tun Dank, war's richtig. Erfahre ich Undank, war's unangebracht....oder eventuell auch nur "zu ehrlich".
      ;)


      Das Krafttiere gehen, sich ändern, lange Zeit gar nicht erscheinen, altern, sterben, gefressen werden, Nachwuchs bekommen....ist der natürliche Kreislauf des Lebens.
      Eines meiner Krafttiere ist männlich und mittlerweile mächtig alt. Hier kommt seit einigen Jahren ab und an ein "junger Bursche" mit, der mir als "Sohn" vorgestellt wurde. Es scheint, als würde der "Herr Sohn" vom Alten angelernt.
      Ein weibliches Krafttier verschwand plötzlich für einige Zeit, kam dann irgendwann mit Nachwuchs an, machte mich mit diesem bekannt.....und irgendwann kam nur noch der Nachwuchs, wenn ich rief. Inzwischen ist dieses Krafttier in der x-ten Generation bei mir. Es ist eine Bereicherung der Möglichkeiten: Die Weißheit und Vorsicht des Alters gepaart mit der Verspieltheit, dem Wagemut und der Kraft der Jugend.
      Um es komplett zu machen - ein weiteres Krafttier scheint unsterblich zu sein. Zumindest, wenn ich die Jahre betrachte, die dieser Verbündete mich schon begleitet und das in Relation setze mit der natürlichen Lebenserwartung seiner Art.....
      Tjo, und eines meiner Krafttiere steht auf der Speisekarte eines weiteren. Wenn die beiden sich begegnen muss ich gut aufpassen, dass der "Kontakt" nicht zu eng wird.....schmunzel.


      Birkenfrau schrieb:

      Und wenn jetzt der Welpenschutz abgelaufen ist, dann ist Disziplin ja doch auch wichtig. Ok ok, ich weiß, ich muss da selbst den Weg für mich finden. Es sind halt Fragen und Gedanken, und die Erfahrenen unter euch fühlen sich vielleicht erinnert an ihre Anfänge, an ihre ersten freien Schritte. Macht eine Kombination aus "normalen" schamanischen Reisen mit Traumarbeit für euch Sinn?
      Nun, wie ich oben schon andeutete: Für mich gehören meine Träume und schamanisches Arbeiten nicht zwangsläufig zusammen - doch strikt trennen möchte ich beides auch nicht. Manchmal gibt es Träume, die ich "noch fertig träumen" muss - luzides Träumen. Bleibt es trotzdem unklar, schau mir das Ganze nochmal willentlich auf einer Reise an. Allerdings haben die meisten meiner Träume mit meiner schamanischen Arbeit keinen offensichtlichen Zusammenhang. Daher versuche ich auch nicht gezielt, beides zu kombinieren.

      Disziplin.....
      Tjo, das bedeutet tatsächlich für jeden etwas anderes.
      Für den einen einmal die Woche reisen, zweimal....zehnmal....
      Für den anderen vegan essen, nicht rauchen und keinen Alkohol trinken.
      Für den nächsten das Abbild seines Krafttiers auf dem Nachtschrank und ein Foto auf dem Schreibtisch stehen haben.
      Für manchen alles zusammen.

      Für mich ist es:In Respekt und mit Achtsamkeit gegenüber allem sein, was beseelt ist und dem Wohle des Lebens dient. Im Optimalfall jeden Tag ein kleines bischen besser....und wenn wieder mal etwas daneben ging eben lauthals über den inneren Schweinehund lachend, fluchend, kopfschüttelnd - oder auch mal Rotz und Wasser heulend.
      Meine Disziplin heißt: Leben, so gut ich es eben hinbekomme.....

      :winke:
    • Liebe Panther-Adler,
      das hast du schön auf den Punkt gebracht, danke. "Die Mitte reicht" ist ein gutes Mantra *freu*


      Lieber Wolfsspur,
      auch dir für deine Mühe ein großes Danke.


      Ich weiß zwar nicht, wieviel ich jetzt zeitlich schaffe, aber ich versuch mich mal in einer Antwort, was ich hier z.B. mit Disziplin meinte und was das mit den Träumen für mich bedeutet.

      Die Disziplin, die ich hier als Aufgabe spüre, hat mit der Ernsthaftigkeit des Weges zu tun. Ich muss dazu sagen, dass ich meine Nase in so ziemlich alle möglichen und unmöglichen Richtungen der Alternativmedizin, Spiritualität und auch Esoterik gesteckt habe. Meist gefolgt von praktischen Erfahrungen, denn wie anders könnte ich etwas für mich bewerten? Also probierte ich aus, und bei Erfolg und wenn es wirklich passend war, habe ich mich mehr reingekniet. Den Rest habe ich ausgesiebt.

      Aber selbst das, was mich anspricht und irgendwie einen Nutzen für mein Leben hat, ist mitunter ein weites Feld. Und dann ergibt sich aus der "Brenndauer" und "Brennleistung" dieses Themas, wie tief ich darin einsteige. Es gab dabei oft einen Punkt, an dem ich entschied, hier und jetzt steig ich da nicht weiter ein, sondern überlasse das den Fachmännern und -frauen, und hole mir bei Bedarf dort, was ich brauche. Bei anderen Dingen habe ich aber begonnen, den ernsthaften Weg des Lernens zu gehen. Ich habe mich innerlich und manchmal auch äußerlich verpflichtet.

      Das heißt dann für mich, ich arbeite mit und an mir und lerne währenddessen. Das braucht auch viel Zeit. Es ist nicht so, dass ich da einen strikten Stundenplan habe. Ich kann etwas auch mal ein paar Wochen oder sogar Monate ruhen lassen und das muss nicht schlecht sein, im Gegenteil. Aber es bleibt im Hintergrund und arbeitet weiter, und ich weiß, dass ich irgendwann den nächsten Schritt tun werde.

      Ja, und so ist es jetzt. So fühlt es sich an. Es wird weitere Schritte geben. Es wird weiteres Lernen und Erproben geben. Es ist nicht einfach nur Neugier und Nase reinstecken, sondern es ist ein Ziehen in eine Richtung. In die gehe ich dann sozusagen mit Haut und Haar. Und bin verantwortlich. Das meinte ich mit Disziplin.

      Zu den Träumen: Ich glaube, es ist ein essentieller Bestandteil von mir, schon sehr sehr lange. Ich unterscheide mittlerweile sehr gut, was in welche Traumkategorie gehört, und es ist so, dass natürlich der größte Teil der Träume natürlich einfache Tagesreste sind bzw. auch so Weltenthemen, mit denen ich aber persönlich nichts zu tun habe.

      Dann gibt es so Psychoträume, wiederkehrende Traumthemen, die meine persönlichen Baustellen im psychologischen Sinne widerspiegeln. Weiterhin habe ich etwas, was ich als direkte Wahrnehmung eins zu eins in mein Tagesbewusstsein übernehmen kann. Ich weiß inzwischen, wenn mich jemand nachts "anruft", dann ist das so stimmig und lässt sich im Nachhinein verifizieren. Das kommt vor bei Menschen, die ich kenne, wie genau im Tagesbewusstsein ist dabei egal.

      Ja, und dann gibt es noch die Kategorie Krafttraum. Ich nenn die wirklich schon länger so, für mich. Dabei sind dann auch Heilungsträume. Oft sind sie sehr bildgewaltig, sehr klar, viel Natur, auch Tierbegegnungen. Ich hatte so einige davon und sie bleiben mir tief im Gedächtnis.

      Und diese wären diejenigen, die ich auch schamanisch bereisen würde, einfach weil es die gleiche Frequenz ist. Ich habe es ja nun zum ersten Mal so gemacht, und ich glaube, erfolgreich. Denn manchmal bleibt aus so einen Traum was übrig, was eben noch nicht klar ist, aber danach drängt. "Zu ende träumen" - genau das. Im obigen Fall war es eins meiner Tiere, das erste übrigens, was mich bewusst zu begleiten begann. Dazu kamen zwei Tiere, die ich im Traum nicht genau erkannte, von denen ich nur ein Gefühl hatte, es könnte das oder das sein.

      Letztendlich hat sich durch das Bereisen ja eindeutig gezeigt, dass dieser Traum halt real im Sinne der NAW war. Ich habe die zwei unklaren Tiere geklärt, wovon eins bereits zu mir gehörte. Dem hat es dann auch gut geschmeckt... :sabber: Das andere ist neu dazugekommen und ich hätte mir das niemals freiwillig ausgesucht. Aber nun ist es gut. Verlust und Angst konnte ich dann durch die Reise beiseite legen, etwas mehr Verantwortung und Verpflichtung musste ich nun eingehen. Nee, durfte.

      Ich kenne es auch andersrum. Da hatte ich mal einen unglaublich kraftvollen Traum, der auch gut ausging, und kurz danach geht genau bei diesem Thema die Welt unter in der AW. Hätte ich damals schon gewusst, das noch mal zu bereisen, hätte ich die Warnung vielleicht verstanden. Denn die gab es. Ich hab dieses Thema vor einiger Zeit mit einer Reise noch mal angeschaut, weil da noch was zurückgeblieben war, und es kamen dann auch diese Traumbilder wieder. (War das wohl meine Premiere...) Nun ist da jedenfalls endlich Ruhe eingekehrt.

      Na gut. Ich lerne. Vielleicht schaffe ich es irgendwann, auch wirklich bewusst zu träumen und Traum- und Wachwelt kongruent zu kriegen. Anlagen dazu habe ich anscheinend.

      So, das war es erst mal von mir, Nachschlag gibt es bei Gefallen gerne :D
      Birkenfrau
    • Liebe Birkenfrau,

      Birkenfrau schrieb:

      Die Disziplin, die ich hier als Aufgabe spüre, hat mit der Ernsthaftigkeit des Weges zu tun.
      es tut mir gerade unendlich gut, das zu lesen. Danke.
      Ja, es ist ein ernsthafter Weg- ein konsequenter Weg, der eben Ursachen, Wirkungen und Folgen sieht und hat.

      Birkenfrau schrieb:

      Bei anderen Dingen habe ich aber begonnen, den ernsthaften Weg des Lernens zu gehen. Ich habe mich innerlich und manchmal auch äußerlich verpflichtet.
      Auch das gehört dazu, ja. Und das fällt dann wirklich in die Zeit nach dem Welpenschutz.

      Birkenfrau schrieb:

      Das heißt dann für mich, ich arbeite mit und an mir und lerne währenddessen. Das braucht auch viel Zeit. Es ist nicht so, dass ich da einen strikten Stundenplan habe. Ich kann etwas auch mal ein paar Wochen oder sogar Monate ruhen lassen und das muss nicht schlecht sein, im Gegenteil. Aber es bleibt im Hintergrund und arbeitet weiter, und ich weiß, dass ich irgendwann den nächsten Schritt tun werde.

      Ja, und so ist es jetzt. So fühlt es sich an. Es wird weitere Schritte geben. Es wird weiteres Lernen und Erproben geben. Es ist nicht einfach nur Neugier und Nase reinstecken, sondern es ist ein Ziehen in eine Richtung. In die gehe ich dann sozusagen mit Haut und Haar. Und bin verantwortlich.
      Ich danke Dir für diese beiden Absätze aus tiefstem Herzen.
      Als jemand, die gerade sehr in "den Mühen der Ebene" steckt (statt mit dem Adler drüber zu fliegen) und sich fühlt, als müßte ich ungesichert einen Berg hochklettern, tun mir diese Worte, die sich wie eine Erinnerung anfühlen, gerade sehr, sehr gut.
      Danke Dir!
      Einen Gruß und gute Wege wünscht
      Panther-Adler
      If I could live the dreams that I see...
    • Liebe Panther-Adler,

      ich weiß zwar nicht genau, was "die Mühen der Ebene" bedeuten, aber wenn ich dich durch Erinnern erreichen kann ist es gut... Wie oft reden wir anderen gut zu, oder schreiben uns selbst Erinnerungen in Tagebücher, nur, um sie zu vergessen? Ich bin da auch immer dankbar, wenn ein anderer Mensch das wieder hochholt, was längst schon da ist...


      Lieber Wolfsspur,

      um noch mal auf deinen Post einzugehen; du erwähnst mir gegenüber das vorschnelle Zerreden als Gefahrenquelle. Nun, ich weiß. Mittlerweile, aus eigenen Erfahrungen gereift, achte ich mehr und mehr darauf. Ich habe früher oft, wenn mich etwas be-geist-ert hat, recht schnell darüber gesprochen, nicht mit jedem, klar, aber dennoch. Ich kenne den Kraftverlust, der dadurch entstehen kann. Und ich bin mir immer bewusster darüber, was wann einen Weg nach außen finden will.

      So habe ich diese Träume und die folgende Reise tatsächlich erst mal für mich aufgeschrieben. Das Schreiben war über die letzten Jahre ein zersplitterter Akt, mal hier, mal da, keine Form, kein fester Ort. Seit ich reise, schreibe ich wieder regelmäßig, an einem Ort, in ein bestimmtes Heftchen, und allein dadurch kehren so Einzelteile meines Lebens in einen Zusammenhang, der ich selber bin. Also doofes Deutsch, aber so meine ich es: Der Zusammenhang bin ich selbst.

      Ich weiß was du meinst, mit wurzelnlassen. Es ist wirklich wie schwanger gehen. Da ist etwas, aber das ist noch so neu und an diesem Punkt noch nicht lebensfähig, nur als Potential da. Und dann braucht es Geduld, und Achtsamkeit, und den richtigen Moment, um den Namen auszusprechen. Nämlich wenn das Kind da ist. Es ist auch eine Schwellenerfahrung: Das Alte bin ich nicht mehr, das Neue aber auch noch nicht. Ein Prozess, der viel Vertrauen verlangt, Vertrauen in sich und das Leben.

      Und ich trage diese Erfahrungen, gerade was das Erleben der schamanischen Wirklichkeit angeht, nun über ein Jahr in mir, ohne es anderen erklären zu können oder drüber reden zu können, denn da ist momentan niemand, mit dem ich diese Welten teile. Ich habe hier im Forum ein paar Wochen still gelesen, und ich bin denen sehr dankbar, die ihre Erfahrungen und Fragen hier mitgeteilt haben und natürlich auch denjenigen, die diese Fragen geduldig beantworten bzw. ihre eigene Sicht dazu mitteilen.

      Ja, ich sehe, es ist eine Gratwanderung, besonders weil es ja öffentliche www-Form hat. Aber glaube mir auch, dass ich genug eigenes wie fremdes Material hüten kann. Und schweigen kann ich auch...








      (wär bloß Platzverschwendung in diesem Forum, wenn ich euch immer anchweige, obwohl ich auch - manchmal - was zu sagen habe)

      Ich verstehe deine Warnung und weiß, sie ist gut gemeint und dass sie auf Weitsicht beruht. Doch nun bin ich mal hier, und werde schreiben, in meiner Zeit, in den Abständen, wie es für mich korrekt ist. Und auch du zeigst dich ja, in dem du nicht nur pauschale Antworten gibst, sondern von Fall zu Fall verschieden reagierst und damit dein Wesen (oder Teile davon) preisgibst. Ich halte dich aber auch für grundlegend stabil ;)

      Zum Thema Grenzen und Mitte, ein langer roter Faden, der sich durch mein Leben zieht: Du schreibst, dass ein Dank dir zeigt, dass dein Einsatz passend war. Ich glaube das auch. Was ich sehe, dass gerade in diesen Helfer- und "Heiler"kreisen einfach so viel ungefragt geholfen und geheilt wird, und das ist übergriffig. Gut gemeint, endet es doch nur in Verbitterung des "Gebenden". Ob er swirklich o edel ist, bezweifle ich, denn die Motivation dahinter versteckt sich oft sehr gut. Der Durst nach Aufmerksamkeit wäre eine.

      Aber auch hier wieder: Wer in dieses Forum kommt und Fragen stellt, nach Hilfe sucht, erteilt ja schon mal nen Auftrag. In diesem Sinne bin ich da auch sehr offen, wer mir hier wie antwortet. Darum danke ich dir jetzt noch mal ausdrücklich, auch für dein "auf-die-Füße-treten". :D

      Was da ansonsten sich im zweiten Traum offenbarte, würde jetzt hier wirklich den Rahmen sprengen. Ich verstehe, was gemeint war, dank der Reise danach. Es ist mir eine bezeichnende Lehre, dass das Gefühl, das vom Traum übrig blieb, sich durch die Reise komplett auflöste. Ich hätte, wäre ich psychisch instabil oder nah am Wahn, etwas ganz anderes aus dem Traum gelesen und wäre felsenfest überzeugt gewesen davon.

      Was ich lernen durfte, was sich zeigte, ist: Ich habe nun viele Jahre damit zugebracht, meine eigenen Grenzen erst mal wahrzunehmen, spüren zu lernen, sie auch hinterfragt und analysiert. Aber so, wie ich als Einzelne nicht mein gesamtes Revier ununterbrochen bewachen kann, so kann ich ebenso wenig meine inneren Grenzen pausenlos abchecken. Das ist ein schneller Weg in die Erschöpfung. Es gibt aber einen Weg, und das ist der Weg der Mitte. Indem ich bei mir bin, indem ich weiß, wie ich meine Entscheidungen korrekt treffe - mit allen Konsequenzen - bin ich auch weitgehend geschützt, obwohl ich weiterhin offen bin.

      Ich kann das schlecht in Worte fassen, aber früher hatte ich eher das Dilemma: Ganz offen oder ganz zu bzw. isoliert zu sein, und jetzt zeigt sich, dass es einen weiteren Weg gibt: Bei sich sein. Was gleichzeitig viel Spannung und Stress löst. Bei mir sein heißt, mir in meiner Essenz zu vertrauen. Ich glaube, da hat jeder Mensch seinen eigenen Zugang zu, ich möchte das nicht verallgemeinern, aber "Mitte" trifft es bei mir am besten.

      In diesem Sinne sonnige Grüße aus der Mitte
      Birkenfrau