Ahnen und ihre Kraft bis heute

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    • Ahnen und ihre Kraft bis heute

      Hallo Ihr Lieben,

      einen wunderbaren Sommer Euch allen :sonne: Lese Lektüre für alle Hitzeflüchter:

      Da ich seit vielen Jahren Familienaufstellungen erlebe, beschäftige ich mich sehr mit der Dynamik innerhalb eines Systems. Aus aktuellem Anlass mehr den je, denn was seit vielen Jahren unbewusst schlummerte zeigt sich nun im vollem Umfang. Denn es gab immer nach einer Aufstellung ein "Hm" meinerseits. Ich konnte aber niemals wirklich beschreiben oder für mich verstehen, warum. Es ist wie Einkaufen; man schreibt einen Zettel, hakt ihn der Reihe nach ab und trotzdem vergisst man die Butter. Obwohl sie doch bewusst war, dass sie aus ist.

      So arbeite ich seit mehr als 15 Jahren an Themen, die sich innerhalb der Aufstellungen wunderbar aufdröseln lassen, aber am ende fehlt die Butter. Ihr versteht was ich meine!

      So nu, macht sich mein Gehirn beinahe unbemerkt auf den Weg und stellt unentwegt Fragen, sortiert, hinterleuchtet, stellt wieder auf (dass kann ich mittlerweile auch gut nur mit einer Person oder ganz alleine). Aber die Butter kommt einfach nicht hinzu.

      Warum? Ist die große Frage die mich seit Jahren quält. Was? Übersieht man bei dieser Arbeit?...............Wen vergisst man? Kam zur Antwort.

      Die Folge daraus ist die intensive Beschäftigung mit meinen Ahnen, ohne sie zu kennen (außer Omas und Opas). Darauf gebracht oder Auslöser der Lösung war mein Mann, denn er wird schleichend von einer Unart seines Vaters befallen. Das lässt sich so die letzten zwei Jahre beobachten. Und zwar mit einer eiskalten Ignoranz, Arroganz und Überheblichkeit. Dazu kommt ausschweigen.

      Alles Attribute, die nicht zu ihm gehören. Darauf aufmerksam gemacht reagiert er ungehalten, ebenso wie sein Vater. Ganz merkwürdig, fand ich das in den letzten Monaten, da die Intervalle immer kürzer werden. Am Anfang dachte ich mir, dass er einfach nur einen schlechten Tag hatte, bis mir die Parallele zu seinem Vater auffiel.

      Aufgepasst, denn jetzt kommt das eigentlich spannende.

      Ich merke, wenn ich direkt auf ihn zugehe und meine, man müsste da mal hinschauen, was das denn sei und auflösen, wird er wie beschrieben ganz grob in seiner Reaktion. Ich verstehe, dass ist der falsche Weg. Auf die Frage, wie das denn mit dem Opa väterlicher Seite so gewesen sei, wird er noch ungehaltener. Ich verstehe, da leidet die männlich Seite an etwas, dass nicht zu ihnen gehört bzw. viel weiter zurück liegt, als dass es bei Aufstellungen noch relevant wird, da meisten nicht die Teilnehmer zur Verfügung stehen. Wir sprechen da mal schnell von bis zu über 100 Personen die man für so eine Ahnen Geschichte bräuchte.

      Jetzt kommt es. Ich sage: "Was denkst Du? Ob der Uropa auch schon so geworden sei, auf die Jahre? Und vielleicht der UrUropa ebenso. Das würde evtl. bedeuten, das ein Ahne ganz weit hinten wirklich auf sich aufmerksam machen möchte und Not hat."

      Ganz ehrlich ich traute meinen Augen nicht. Das Gesicht meines Mannes wurde augenblicklich ganz weich, beinahe faltenfrei, seinen Augen glücklich strahlend und er sagt: "Ja, ja, das ist so!"

      Ja, ja das ist so. Ein bemerkenswerter Satz. Und seine Hilfsbedürftigkeit wurde übergroß und er meint: "Gott. Das bin nicht ich."

      Ich frage ihn: "Bist Du Dir sicher? Es kann ja sein dass Du es zu Dir gemacht hast." "Nein. Es fühlte sich schon die ganze Zeit so fremd an und ich hatte Wut darauf, dass ich so werde wie mein Vater und Opa."

      Darüber gesprochen, dass er selber diesen Wandlungsprozess bewusst erlebt, hat er allerdings kein einziges mal. Und ich zermartere mir den Schädel (so ein Hong ;-).

      Ein Buch über die Ahnen von der Schamanin Monica Hackl hat letztendlich bestätigt, was ich unbewusst schon gewusst habe. Mein Mann leidet unter seinem Ahnen. Durch die Beobachtung dessen konnte ich erkennen, dass auch bei mir sich das eine oder andere nicht lösen kann, da nicht weit genug zu den Ahnen zurückgeblickt wurde.

      Wenn ich nur immer die Mutter und Vater des jeweiligen bis in die 7. Generation hinter mir aufzeichne, sind das ohne Kinder, Onkel und Tanten, ohne Totgeburten und Adoptionen usw., alleine um die 128 Personen.
      Dieses Bild vor Augen lässt mich erahnen, was ich da noch an Arbeit auf mich zukommen sehe.

      Mega interessant. Und der Zug den ich hin zu den Ahnen habe offeriert mir, dass ich ganz richtig liege mit meinem Gefühl, dass ich viel weiter zurück zu blicken habe, als dass bei einer normalen Familienaufstellung je möglich sein kann.

      Falls noch Erkenntnisse kommen sollten, werde ich berichten. Ich hoffe der Eine oder die Andere hatte Interesse beim lesen und konnte für sich dabei etwas herausnehmen.

      Seid alle lieb gegrüßt :winke: Sahne
      (logo kann jeder der möchte seine Interpretation zu diesem Thema anhängen :-)))))
    • Liebe Sahne,
      die am weitesten zurückliegende Ahnenarbeit, die ich für mich in schamanischer Form gemacht habe, führte mich über die mütterliche Linie bis zu einer Frau in die Bronzezeit - also relativ früh in der Menschheitsgeschichte zurück.
      Ich hatte vom Thema her zuerst an das Mittelalter oder so gedacht - aber das geht viel weiter zurück.
      Mit den Folgen haben heute sowohl ich, als auch meine jüngste Cousine zu tun.
      Ob wir es aufgelöst kriegen?
      Ich weiß es nicht.
      Die klassische Familienstellengeschichte grieft da nicht mehr- für die Seele spielt es trotzdem keine Rolle, die kann so weit über Zeit und Raum...
      Und nur, weil eine Linie endet, reißt die Kette nicht.
      Der Nachfolger, die Nachfolgerin kann in jeder Nebenlinie kommen - es ist dann nur eine andere genetische Matrize.
      LG,
      Panther-Adler
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Ein spannendes Thema.
      Ich stehe da noch immer ganz am Anfang, denn man erfährt so wenig über den Umgang mit den Ahnen bzw. über das Thema Ahnenheilung und Altlasten der Ahnen.

      Welche Methoden (außer Familienstellen) gibt es denn noch?
      Hab mal ehört, dass man auch Trancereisen zur Ahnenreihe machen kann ??? auch sollen bestimmte Rituale Ahnenblockaden lösen ???

      neugierige Grüße
      Eirashand
    • Liebe Sahne,

      meine Gedanken dazu:

      1. Zeigt die Reaktion deines Mannes auf deine offenen Fragen, dass das stimmig ist, was ihr da herausgefunden habt - emotional stimmig, der Wahrheit entsprechend.

      2. Kann eine Antwort oder Lösung nicht so kompliziert sein, wie du es aus der Aufstellungssicht her siehst. Es muss einfacher gehen, z.B. so wie Panther-Adler es schon andeutet. Aber es kann auch ein ganz anderer Weg sein - ein homöopathisches Mittel, Zwiesprache mit dem Alten, oder was ganz anderes. Da zählt eigentlich nur, worauf dein Mann anspringt.

      3. Denn er hat erkannt: Da ist ein Muster, und dieses Muster gehört nicht zu mir. Es ist letztlich unpersönlich. Ein uraltes unpersönliches Muster, das sich immer wieder an den Lebenden ausagiert. Mann-Frau-Thematiken sind meist so unpersönlich, werden jedoch immer wieder zum höchst persönlichen Lebenskampfthema gemacht. Wir sind dann nur die Stellvertreter dieses Dilemmas der dualen Welt.

      4. Hast du durch deine Art, wie du ihn befragt hast, doch schon alle Schleusentore geöffnet. Du hast ihn wach gemacht. Und ob dies nun eine Konditionierung, ausgehend von seinem Vater, ist oder ob schon der Alte Griesgram in der Steinzeit lebte und immer Steine nach seiner Frau warf, ist nebensächlich. Seine Aufmerksamkeit ist der Schlüssel.

      Alles Gute euch, auch dem Steinalten (hier bitte den steinewerfenden Flintstone-Smiley imaginieren)
      Birkenfrau
      :winke:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Birkenfrau ()

    • Ha ha Steine werfen...dass sollte er sich mal getrauen :kopfhau:

      Nein im ernst, was die Einfachheit der zu regelnden Situation angeht, bin ich ganz bei Euch. Ich habe noch niemals ein großes Thohobabo veranstaltet, wenn es darum ging etwas heilen zu lassen. Die Familienaufstellungen welche ich besuche sind von höchster Güte und was ganz eigenes. Nicht desto trotz enden sie meistens beim Uropa/Oma. Ich habe verstanden dass dies nicht reicht. Man sogar die anderen verleugnet oder vergisst und das würde mich als ein Teil eines Systems auch aufs Tablett holen.


      Panther-Adler schrieb:

      führte mich über die mütterliche Linie bis zu einer Frau in die Bronzezeit
      Auweia.... so weit. Konntest Du mit dieser Frau kommunizieren? Sprich sie fragen, was sie benötigt um in die Ruhe zu kommen? Ich kenne dies so von der Schamanin zu welcher ich gegangen war.

      Schamanisch Arbeitende haben sowieso eine ganz andere Sichtweise auf diese Dinge, ist es ihnen ein Bedürfnis zu den Ahnen zu reisen und um Rat oder Begleitung zu erbitten. Nach meiner Lektüre sind die Ahnen "meist" gerne eingebunden in der schamanischen Arbeit. Ich stelle mir dies sehr bereichernd vor.


      Birkenfrau schrieb:

      Zeigt die Reaktion deines Mannes auf deine offenen Fragen, dass das stimmig ist
      Ja er ist ganz aufgewühlt und möchte lieber gestern als heute in eine Lösung dessen gehen. Er hat selber als Kind sehr unter dem Vater und Opa gelitten, die diese seltsame Art der Kommunikation ja frei ohne Grenzen an ihrem Gegenüber ausgelassen hatten/haben. Er kann sehr gut nachvollziehen, wie ich mich dabei fühle. Er sagt aber auch, wenn es soweit ist, würde er es nicht merken. Eine Art Film, der sich darüber legt und einfach abgespult wird.

      Ich habe etwas ganz einfaches dafür. Wir haben abgemacht, dass wenn er in diese Phase kommt ich ihn sofort am Arm kneife. Damit ist es wundersamer weise tatsächlich sofort unterbrochen. Aber trotzdem ist es sehr anstrengend für ihn und verletzend für mich. Ich muss da ganz bei mir bleiben und wissen dass es nicht zu ihm gehört.


      Birkenfrau schrieb:

      Mann-Frau-Thematiken
      Ja das ist sehr uralt. Es macht mich wahnsinnig es zu wissen und trotzdem wird man getriggert, wenn man nicht bewusst ist.

      Zur Lösung

      Eirashand schrieb:

      Welche Methoden (außer Familienstellen) gibt es denn noch?
      Hm, ich bin kein Schamane und des Reisens nicht mächtig. Jedenfalls nicht auf ihre Art. Da ich aber immer wieder Kontakt habe, denke ich mir, wird das kein Problem darstellen auch mit den Ahnen in Kontakt zu kommen.

      Ich bin ein ganz einfach gestrickter Mensch und liebe es ebenso ganz einfach. Es sollte ein Gespräch werden, als wenn ich mit meiner Oma telefoniere. Ich halte nichts davon etwas gar zu heilig zu praktizieren. Es macht daraus eine Art Zauber und Zauberei existiert nicht in meinem Leben. Übrigens für ein Gespräch mit meiner Oma nehme ich mir viel Zeit und Ruhe mit. Nichts darf uns stören, bis wir soweit sind uns wieder zu verabschieden.

      Was stelle ich mir vor, wenn ich ein Ahne wäre? Was würde ich wollen, wenn ich nicht zur Ruhe komme? Was fehlt mir?

      Da kommt die Erfahrung des Familienaufstellen hinzu. Denn wenn sich ein Ahne zeigt, der noch etwas zu erledigen hat, ist es immer die Würdigung seines Schicksals die ihm letztendlich entgegengebracht wird. Es macht den Ahnen weich und gütig. In Anbetracht seines Schicksals zu bitten, dass er einen begleitet und gütig auf das eigenen Leben blickt, ist heilsam für den Ahnen. Lückenlos reagieren sie in einer Aufstellung so.

      Die Individual Lösungen sind beinahe grenzenlos.

      Aber, ich bin ich. Mit allem was ich bisher gelernt habe und umsetzen kann, müssen meine Ahnen genau mit dem Angebot zurecht kommen, dass ich ihnen zu bieten habe. Denn! Alles was ich bin, alles was mich ausmacht, kommt von ihnen. Ich bin das zusammengesetzte Puzzle tausender Menschen, welche vor mir versucht haben das Beste aus ihrem Leben zu machen.

      Ich bin eine Summe der Energie die uns alle miteinander verbindet. Also muss Folge dessen meine Lösungsansätze die Richtigen sein und für uns alle reichen!

      Ich kann nicht operieren, wenn es in meinem Leben nicht vorkommt zum Chirurgen berufen zu sein. Ich kann ihnen nicht schamanisch begegnen, dazu braucht es professionelle Hilfe von außen und ich kann nicht wieder zwei Jahre sparen. Nein! Es muss mit meinen Mitteln möglich sein. Ganz einfach halt.

      Ich denke mittlerweile, kommen die Aufgaben genau so auf einen zu wie der Stand der Dinge ist. Also es gibt keine Überforderung. Alles kommt in so einem Maß, wie sie denken, dass man bereit dafür ist es zu tragen und zu lösen.

      Das hier ist alles kein Zufall. Und wieder muss ich sagen, dass mir dies alles während des Schreibens in den Sinn kommt.

      Bittet und es wird Euch gegeben. So steht es, so ist es. Wir dürfen nicht sagen "Oh Gott alles ist so schlimm, ich weiß nicht was ich tun soll" sondern wir sollten fragen "Was kann ich tun? Wer kann mir helfen? Was sollte ich lesen?" usw.

      Die Antwort wird kommen.

      Ich habe begriffen über all die Jahre, das dass lernen nicht aufhören soll, aber die Lösung immer in der Zeit des jeweiligen Momentes steckt. Kannst Du es nicht Lösen, dann lass es los, denn es ist nicht die Zeit dafür.

      ....dies sind meine Gedanken zu diesem Thema. Es wühlt mich sehr auf. Ein Zeichen dass ich genau Richtig bin. Schwierig ist es ein wenig, da mein Mann und ich mal wieder zur gleichen Zeit daherkommen. Aber das kennen wir ja schon zu genüge.

      Bitte, bin gespannt was ihr noch dazu zu sagen habt :lupe:
      Grüße Sahne
    • Guten Morgen, Sahne,

      Sahne schrieb:

      Auweia.... so weit.
      ja, so weit. Ich hatte meine Großmutter eine Frage gestellt, das war an Samhain. Ich wusste schon, dass sie (meine Oma) dieses Thema auch hatte, bei meinen Cousinen war ich nicht sicher.

      Da kam dann die Antwort: "Das geht viel weiter zurück als die Hexenverfolgungszeit. Die war auch schon nur die Folge davon." Ich habe dagestanden und geguckt wie'n Auto... 8o
      Auf meine Frage, wie weit zurück, kamen Bilder, die ich zuerst überhaupt nicht zuordnen konnte. Die Gerätschaften, die Kleidung, das war alles nix, was ich kenne...

      Ich habe mich gefragt. "Wo bin ich denn hier?" und da kam dann: "in Deiner Heimat, aber zu viel, viel früherer Zeit." Dann kamen wieder Bilder und ich hab dann anhand von Ausgrabungen, Büchern und Historikern (ich kenn zwei, drei...) versucht, das einzugrenzen.
      Ich bin ja nicht im Rheinland groß geworden, sondern in einer Kornkammer mit Wasser, Lößlehm und Basalt-Vulkangestein. Eine der Kornkammern Deutschlands mit viel Wald drumrum (und früher auch jeder Menge Wild). Da ließ sich früh leben, sowohl nomadisch, als auch erst recht bäuerlich. Und da waren auch sehr früh menschliche Siedlungen.
      Dass allerdings dort schon etwas passiert ist, was mir heute noch "in den Knochen" steckt, hat mich ziemlich verblüfft.

      Sahne schrieb:

      Konntest Du mit dieser Frau kommunizieren?
      Ja. Aber anders, als ich je vorher mit irgendeinem Wesen kommuniziert habe. Normal fragst Du was und dann kommt die Antwort. Das war da anders. Deshalb schrieb ich oben, das Aufstellen greift da nicht.

      Sahne schrieb:

      Sprich sie fragen, was sie benötigt um in die Ruhe zu kommen?
      Falsche Frage. ;) Das war anders. Das ist anders.

      Diese Seele ist nicht "erdgebunden" oder "nicht im Frieden" oder sowas. Sie ist "in die Knochen gegangen".

      Sie ist - als Seele - in Frieden mit dem, was da war.
      Aber die Info, die ist in der DNA drin.
      Ich kann ja jetzt nicht meine DNA verändern...
      "Entschuldigung, zeig mir bitte mal meinen genetischen Code, ich würd gerne mal dieses Gen abschalten..." Soweit simmer denn doch nicht...
      Diese ganze Aufstellungsarbeit- schön und gut. Für seelische Muster, für Wiederholungen, usw.
      Aber ich hab noch von keinem gehört: "So, in dieser Aufstellung geht's jetzt in die DNA und dann reparieren wir die."
      Das greift da nicht.

      Sahne schrieb:

      Schamanisch Arbeitende haben sowieso eine ganz andere Sichtweise auf diese Dinge

      *schüttelt den Kopf* Das war hier früher Kulturgut.
      Die Christianisierung hat diese Wurzel hier gekappt, aber das Netzwerk der Ahnen war allgemein bekannt - und auch akzeptiert.
      Das ist uraltes Wissen, das heute zurück kommt - als "Diätkost" in verkopfter Form für uns moderne "Kopffüßler". ;)

      Sahne schrieb:

      Nach meiner Lektüre sind die Ahnen "meist" gerne eingebunden in der schamanischen Arbeit.
      Lös Dich bitte mal von der Idee, dass es da hauptsächlich um schamanische Arbeit ginge.

      Stell Dir vor, Ihr wollt renovieren und Dir (oder Deinem Mann) würde plötzlich ein Einfall kommen, wie man eine bestimmte Technik kostengünstig ausführen kann und wo das Werkzeug dafür herkommt. Das kann jetzt ein "Geistesblitz" sein, genauso aber auch ein Bruder, Vater, Onkel, Großvater, der gerne gewerkelt hat und Euch grad das Leben leichter machen will.
      Da braucht's keine Reise, das ist Alltag.
      Sie sind doch da. Die sind nicht "weit weg", sie sind da. Und sie haben doch auch Talente vererbt und wollen uns blühen sehen, uns Setzlinge.

      Mich macht das traurig, dass so viele Menschen das nimmer wissen und meinen, sie müßten alles alleine hinkriegen...
      LG,
      Panther-Adler
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Wow! Danke Panther....

      bin ganz gerührt und voller "Ganserlhaut".

      Ja, sie sind da. Ich kann sie fühlen. Und mir ist bewusst, dass ich meine Talente von ihnen habe. Bestes Beispiel ist mein Mann. Er glaubte mit zwei linken Händen auf die Welt gekommen zu sein. Jetzt hat er sich über die Jahre mühselig eine Schreinerwerkstatt eingerichtet und zaubert aus Holz. So viel gute nützliche und wunderschöne Dinge. Immer wieder schüttelt er den Kopf und meint, das hätte ich niemanden geglaubt, vor zwanzig Jahren, dass ich mal eine Bank bauen werde; Bett; Schrank usw.


      Panther-Adler schrieb:

      Mich macht das traurig, dass so viele Menschen das nimmer wissen und meinen, sie müßten alles alleine hinkriegen...
      Ich so eine die immer traurig ist und weint, weil sie tatsächlich denk Mutter Seelen alleine mit meinem ganzen "Batz" hier auf Erden zu sein. Das war immer dieses Hm nach den Aufstellungen. Instinktiv habe ich wohl gefühlt das das nicht ganz rund verläuft.

      Mein Thema. Die Ahnen. Bin seit Wochen in engen Kontakt mit ihnen und es erfreut mein Herz irgendwie. Auf jeden fall werde ich es weiterreichen, dass dieser Kontakt wichtig ist und erhalten bleiben soll.

      Alles hängt immer irgendwie zusammen, so haben mich dieser und der andere Thread heute in einer unglaublichen Stärke dazu bewogen in eine Abtei in meiner Nähe zu fahren. Still bin ich gesessen und habe sie gerufen, meine Mom, meine Oma und Uroma. Alle weiblichen Vorfahren habe ich zu mir geladen, alle wie sie wollten und konnten. Und dann kam er. Der Hass. Unglaublich wie viele Tränen still aus mir geflossen sind. Ich war ganz weg, wie eine Art Trance. Wir haben uns gehalten, so mein inneres Bild und haben betrauert, dass wir den Männern nie vertrauen konnten. Das sie uns sowieso verlassen werden. Ganz unglaublich, denn diese Angst brauche ich nicht zu haben mit meinem Mann.

      Und dann habe ich ihnen meinen Mann vorgestellt, wie gut er doch ist und ich Glück gehabt habe so einen zu erhalten.

      Dann wurde ich ganz weich und musste oft heftig ausatmen. Die Tränen versiegten. Ein Gebet und es geht mir gerade um Tonnen besser.

      Wir haben ihre Talente, sie helfen uns gütig weiter, aber wir tragen auch ihren Schmerz. Ihr Schmerz bringt mich oft in eine Art Misstrauen gegenüber dem Leben. Für mich ist es eine Aufgabe dies heilen zu lassen.

      Danke dir Grüße Sahne
    • Liebe Sahne,

      Sahne schrieb:

      Ich so eine die immer traurig ist und weint, weil sie tatsächlich denk Mutter Seelen alleine mit meinem ganzen "Batz" hier auf Erden zu sein
      Bist Du nicht. Das ist der Glaubenssatz in Systemen, wo der Zusammenhalt entweder fehlt oder erzwungen werden soll.

      Sahne schrieb:

      Und dann kam er. Der Hass. Unglaublich wie viele Tränen still aus mir geflossen sind. Ich war ganz weg, wie eine Art Trance. Wir haben uns gehalten, so mein inneres Bild und haben betrauert, dass wir den Männern nie vertrauen konnten. Das sie uns sowieso verlassen werden. Ganz unglaublich, denn diese Angst brauche ich nicht zu haben mit meinem Mann.
      Danke, dass Du das hier teilst.

      Sahne schrieb:

      aber wir tragen auch ihren Schmerz
      Ja. Aber den dürfen wir auch bei ihnen lassen. Wir tragen ihn, weil wir sie lieben und wir gehen in die Familienverbünde, weil dort entweder Seelen sind, die uns nahe stehen oder/ und, weil die "Wahrheiten" und "Überzeugungen" der Sippe zu unsere/r/n Seelenwahrheit/en passen.
      Wir tragen Schmerzen, wir zeigen Bruchstellen auf, wir heilen Risse und bewegen, was zu erstarren droht.
      Aber wir dürfen auch ablegen und zurückgeben, was nicht unseres ist.
      LG,
      Panther-Adler
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Es ist merkwürdig und irgendwie getraue ich mir nicht es zu schreiben, denn ist es erst einmal ausgesprochen, habe ich Angst es könnte flüchten.

      Gemeint ist eine seltsame innere Ruhe, welche sich wie Morgennebel auf mein Gemüt legt. Ich habe das Gefühl in der Abtei etwas Großes in Heilung gebracht zu haben, schließlich kenne ich die Wut seit frühester Kindheit und es ist wie atmen. Wäre sie nicht vorhanden gewesen, wäre man versucht zu sterben. Aber es ist eine Ruhe eingekehrt.

      Es war ein Selbstläufer, alles ging irgendwie von ganz alleine. Ich wollte mir noch Gedanken machen, was ich denn da drinnen überhaupt tun wollen werde, aber dazu kam es nicht. Auf der Fahrt (ca. 20 min.) bereits raste mein Herz voller Aufregung und mein Kopf begann sich zu leeren. Ich konnte keinen vernünftigen Gedanken mehr halten. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das war ganz neu.

      Und als ich dann dort saß, kam eine Art Trance über mich. Die Abtei wird stark besucht von Touris, aber die waren auf einmal nicht mehr zu hören. Ich war weg.

      Panther-Adler schrieb:

      Aber wir dürfen auch ablegen und zurückgeben, was nicht unseres ist.
      Das fand statt. Ich wünsche es mir.

      Nachdenklich... Sahne :denk:
    • Sahne schrieb:

      Es war ein Selbstläufer, alles ging irgendwie von ganz alleine
      Das sind die wirkungs-vollsten Geschichten. Wenn man ganz leer ist und "es" (was immer "es" gerade sein mag) einfach geschehen lassen kann.
      Freut mich für Dich, :)
      Panther-Adler
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Hallo ihr :winke:

      die Ahnen und ihre Kraft bis heute, setzt sich bei mir weiter und ich möchte Neues erzählen, was sich mir seit Januar offenbart hat zu diesem Thema.

      Mein Opa ist unerwartet am Neujahresmorgen verstorben und für die Oma (eine bemerkenswerte starke Frau) war es schlimm, so dass ich sie wegen der Entfernung alle zwei Tage angerufen hatte und wir bis zu zwei drei Stunden lang gequatscht haben. Natürlich haben wir sie auch regelmäßig besucht, um sie bis zur Beerdigung, welche erst Wochen später stattfand, zu begleiten. Und bis heute telefoniere ich mit ihr regelmäßig um nach den Rechten zu fragen. Es verbindet uns seit den vielen Gesprächen ein ganz bewusstes Band und das ist wunderbar. Ich liebe es.

      Denn während unserer Gespräche viel mir immer aufdringlicher auf, dass sie redet, entscheidet und denkt zu und in so vielen Dingen, wie ich es eben auch denke und handeln würde. Das ging hin bis zu Zitaten, die ich ständig genau so in bestimmten Situationen ausspreche und irgendwann sagte ich ihr, dass es mir ganz unheimlich wird mit dieser frappierenden Ähnlichkeit. Und sie wurde ganz still und meinte sie würde das nicht wundern, denn und jetzt kommt es was mich so dermaßen erfreut: "Kind du bist eins zu eins wie deine Ur-Ur Großmutter."

      Alleine da schon lief mir die Gänsehaut bis zu den Zehen hinunter. "Wieso wie war sie denn?"

      Und meine Oma erzählt von einer starken selbstbewussten Frau, die der Heilkunde mächtig war und auch sonst ein gutes Gefühl für die Zwischenwelten besaß. Sie war klug, aber nicht gelehrt, hatte neuen Kinder und ihr Mann starb im ersten Weltkrieg, da war sie gerade mal dreißig. Sie blieb bis zum Tode alleine und zog die Kinder groß, die allesamt anständig waren. Wenn sie einen Raum betrat wusste man das sie dort war und die Leute achteten sie sehr in ihrer Meinung. Sie war neugierig und lustig, für sie schien beinahe immer die Sonne, obwohl das Leben sehr schwer und entbehrungsreich für sie gewesen war.

      Und die Oma erzählte mir von ihren Werten, die sie gerne an ihre Enkelin weitergegeben hatte und es sind die selben Werte, die ich in mir trage. Wort für Wort konnte ich bestätigen, was die Ur- Ur Oma zu diesem und jenen wohl zu sagen gehabt hätte. Das war sehr tiefgreifend.

      Ebenso, das sie sich sehr treu war und ein Stehaufmännchen (wie ich :D ) und sie verband ein starker Glaube mit Gott, wie sie immer zu betonen musste, der nichts mit der Kirche zu tun und auf jedem Kartoffelfeld sein unsichtbares Haus hat.

      "Deine Ur-Ur Oma hatte sehr viel Kraft. Beinahe nicht von dieser Welt. Und wenn ich dir zuhöre, dann ist es als wenn sie nochmal zu mir reden würde."

      Leute, nun während ich Euch erzähle, blicke ich auf ein wunderbares altes Bild meiner Ur Oma, wie sich am Arm ihrer Mutter (Ur-Ur Oma) festhält, daneben meine Oma mit mir, meiner Mama und meiner Schwester, eine ganze Frauenpowerfotogalerie. Und ich liebe sie anzusehen, von ganzen Herzen.

      Meine ganze Neugierde in Bezug zu meinen Ahnen, hat mich zur Quelle meiner Kraft geleitet, meine Ur-Ur Oma. Wunderbar. Eine Aufstellung mit all diesen wunderbaren Frauen im Kreuz geht mir durch und durch.

      Auf die Frage, wie es denn sein kann, dass ich so stark bin, sie als meine Oma ebenso und die Ur-Ur Oma, aber nicht meine eigene Mutter, antwortete die Oma, dass diese ist,wie ihre Mutter gewesen sei. Schwach und biegsam, mit viel zu geringem Selbstwert.

      Das bedeutet dass sich so eine Kraft erst bei jedem zweiten Nachkommen gezeigt hat (in unserem Fall). Und ich habe erfahren, dass die Vorfahren Tiroler waren, das erklärt dann mal mein Temperament und die tatsächliche Liebe zu Tirol. Das verstand ich als junge Frau gar nicht, als ich das erste mal in diesen Bergen war, war ich zu Hause.

      Wenn ich nun demnächst wieder in die Abtei gehen werde, weiß ich in Bezug dieser Frauen ganz genau mit wem ich es zu tun habe ;)

      LG Sahne :sonne:
    • Nur kurz: mir fällt grad ein, wie Heide Göttner-Abendroth erzählte, bei den Mosuo (Matriarchat in China, in den 90ern zumindest gab es die noch) bekommen die Kinder ihren richtigen Namen erst, wenn sie älter geworden sind und ganz klar ist, welche Ahnin oder welcher Ahn sich da wieder inkarniert hat.

      :)
    • :winke: :freunde:

      Für alle die gerne die Ahnen näher verstehen möchten, muss ich etwas ergänzen. Ich habe gerade den ganzen Thread nochmals aufmerksam durchgelesen und mir ist im Eingang aufgefallen, dass sich auch bei meinem Mann gravierend etwas zum positiven ändern hat dürfen.

      Und zwar in der Hinsicht dieser fremdbesetzten Gefühle, die er seit längerem und durch ein Gespräch als fremd, nicht seines, beschrieben hatte. Wir haben sehr viel über seinen Vater und Großvater gesprochen und Parallelen feststellen können, aber je mehr wir uns "sicher" waren, dass er etwas trägt väterlicher Seite, desto mehr sträubte sich in mir etwas. Eine Art Ungläubigkeit, sehr seltsam. Und ich habe es immer wieder zur Seite geschoben, da die Ähnlichkeiten laut Beschreibung meines Mannes zu seinen väterlichen Vorfahren zu frappierend waren.

      Als wir bei seinen Eltern zu essen waren und seine Mutter ein uraltes Fotoalbum hervorbringt. Sie erzählt mir sehr viel von den abgebildeten Menschen, der Zeit von damals. Jetzt muss man verstehen wie unüblich diese Situation für diese Familie ist. Aber das würde zu weit führen, es hier zu erklären.

      Jedenfalls blättere ich zur nächsten Seite um und bekomme sofort Herzschlag bei einem Bild eines jungen Mannes. Sofort deute ich auf ihn und sagte wortwörtlich "Den Blick kenne ich nur zu gut."
      Und meine Schwiegermutter antwortet sehr bitterlich "Das kannst Du gleich wegschmeißen. Er nannte sich mein Vater."
      Und ich "Bevor wir ihn wegschmeißen, dürfte ich dieses Bild behalten?" Und mein Mann wie aus der Pistole geschossen "Was willst Du denn mit dem? Willst Du jetzt das Böse ins Haus holen?"
      Ich "Wieso? Kennst du diesen Mann persönlich?" Und mein Mann senkt den Kopf, da er sich weiteres ersparen will.

      Und ich durfte es mit nach Hause nehmen. Er bekam einen Platz bei uns am Stubentisch mit immer frischen Blumen und meinem Mann war ganz unbehaglich damit. Aber das schwand nach nur wenigen Tagen und seine übernommene Unart, die er unbewusst zu Tage kommen hat lassen ist weg! Spurlos.

      So kann sich eben auch ein Ahne zu Wort melden, wenn er denn noch etwas zu sagen hat. Oder wie in seinem Fall gesehen werden wollte. Ich habe viel für ihn gebetet und ihm von seinem wunderbaren Enkel erzählt, dass dieser eine gut Frau und von meiner Seite nichts Ungutes zu erwarten hat.

      Ich habe ihm gedankt als einen der Vorfahren meines Mannes und ihm versprochen dass er nun einen Platz in seinem System hat, und zwar eines das an ihn erinnert und nicht ihn an den Rand stellt. Das war sehr schön und friedlich. Die Geschichte zu ihm ist sehr einseitig und ausschließlich aus der Sicht meiner Schwiegermutter. Diese Sicht wurde sehr negativ von ihrer Mutter geprägt. Meine Schwiegermutter selber war erst 2 Jahre alt, als der Vater die Familie verlassen hat oder musste? Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass in diesem einst sehr jungen Mann viel Wut brodelte, zumal seine Frau/Mutter seiner Kinder keine Kostverächterin gewesen schien.

      Vielleicht liegt es daran, das ich leichten Zugang zur Zwischenwelt habe, dass er sich meinen Mann ausgesucht hatte, um auf sich aufmerksam zu machen? Wer weiß dass schon.


      Panther-Adler schrieb:

      Sie sind doch da. Die sind nicht "weit weg", sie sind da.
      Genau! Es braucht nicht viel, alleine die Hinwendung zu unsere Ahnen lässt sie auf den Tisch kommen. Und aus meiner Erfahrung kann ich nur beschreiben, dass sie sich einen Weg suchen, der für einen selber perfekt ist, um zu verstehen, dass da gerade ein Ahne Kontakt sucht. Sie antworten auf ihre Art und Weise. Wir sollten uns öffnen für ihre Signale und bereit sein.

      Ich bin gespannt was ich noch alles von ihnen erhalten werde und freue mich sehr über die "Neuentdeckung" Ahnen.

      Ergänzend möchte ich noch zu meinen Ahnen sagen, dass ich mein ganzes Leben ausschließlich durch die Geschichte meines Vaters und dessen Ahnen geprägt wurde. Die Erwägung dass die Ahnen meiner Mutter eine Rolle spielen könnten, war gerade zu lächerlich. Aber immer schon, als kleines Kind, war da Trotz in mir der schrie "Stimmt gar nicht! Ich bin nicht wie die ......." (Ahnen meines Vaters)

      Aber ich wusste auch nicht wer ich bin. Ich fand nach langen Recherchen irgendwie niemals den passenden Ahnen mit dem ich mit hätte gerne identifizieren wollen. 45 Jahre lang war ich immer ein lupenreiner Abkömmling der Dynastie meines Vaters. So Wunschgedanke meines Paps.

      Heute kenne ich den Teil, der immer trotzig in mir schrie. Und das kennenlernen ist noch nicht zu ende.

      Meine Lieben danke fürs lesen und zuhören.

      Gruß Sahne
    • Seltsamerweise habe ich so gar keinen Bezug zu meinen Ahnen. Auch wenn ich schon mal hier und da ein Heilungsritual für Vorfahren aus der mütterlichen und väterlichen Linie durchgeführt habe, war das so, als würde ich mit den Ahnen von jemand anderem arbeiten. Da stellte sich kein Gefühl von Beziehung ein, obwohl ich schon ab und zu da hinein gespürt habe und mir natürlich bewusst ist, dass ich mehr als nur Gene bezüglich körperlicher Merkmale mitbekommen habe.

      Es gibt möglicherweise eine kuriose Erklärung dafür. In der Literatur habe ich dazu noch nichts gefunden. Während des Studiums war ich häufig mit einigen Studenten aus unterschiedlichen Fachbereichen, die ich über einen Tai Qi Kurs kannte zusammen. Darunter u. a. auch ein Philosophiestudent. Er war hochsensibel und behauptete von Anfang an, ich sei seine "eigentliche" Schwester. Er hatte eine Schwester, die einige Jahre jünger war als ich, zu der er aber nicht diese tiefere Verbindung spürte wie zu mir. Tatsächlich gab es mehrere Ereignisse, die auf eine geschwisterliche Verbindung zwischen uns hinwiesen. Ich schob das eher auf vergangene Leben. Er aber blieb hartnäckig und bohrte nach. Als er vier Jahre alt war, hatte seine Mutter eine Fehlgeburt im dritten Monat. Er eruierte den genauen Zeitpunkt. Und tatsächlich hatte auch meine Mutter zur gleichen Zeit beinahe eine Fehlgeburt, von der sie mir erzählt hatte. Seine Schlussfolgerung war, dass ich ursprünglich in seiner Familie zur Welt kommen wollte und meine Seele zu dem Zeitpunkt in einen anderen Körper gewechselt war, als vermutlich beide Mütter diesen Abort/beinahe Abort hatten. Klingt schräg, hab's auch sonst noch nie gehört, aber vorstellen kann ich es mir.
      Kann sein, dass ich auch deswegen so lange (13 Jahre lang) meinen Körper beliebig verlassen konnte. Eventuell, weil die Bindung an diesen Körper von der Zeugung an gefehlt hat?

      Vielleicht kennt jemand ja was Ähnliches. Ich vermisse dieses Gefühl von Verbindung zu den Ahnen auch nicht. Allerdings kann ich mich an andere Leben erinnern, in denen dieser Bezug sehr wichtig war.

      Liebe Grüße :winke:
      Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Erdherz schrieb:

      Ich vermisse dieses Gefühl von Verbindung zu den Ahnen auch nicht.
      Vermisst hatte ich eigentlich auch nichts. Ich denke ich wurde damit konfrontiert, da mir in meinen Familienaufstellungen etwas bzw. jemand gefehlt hatte und ich seit ich denken kann, mich mit der Ahnengalerie meines Vaters nur zum Teil identifizieren konnte. Also es war tatsächlich irgendwie immer Thema, zwar unbewusst, aber da.

      Mir ist aufgefallen, dass wenn der Mensch stirbt ist er weg. In den modernen Wohnungen hängen kaum noch die alten Bilder vergangener Tage. Die Tradition, die Sterbebilder (Bayern) rund um den Tisch aufzuhängen, kenne ich nur noch aus Kindertagen von den Großeltern. Mir ist durch meine Schamanin und ihr Buch über die Kraft der Ahnen bewusst geworden, wie ignorant ich mich diesem Potential Verstorbener verhalten hatte.

      Wissen tu ich es nicht, ob ich erhört werde. Aber spüren kann ich sehr wohl, dass mich etwas starkes und schützendes umgibt, wenn ich mit ihnen in Kontakt gehe. Wobei sie eh immer da sind. Nur dass ich mich dann sehr bewusst darauf einfühle.

      Was mir in der Abtei geschenkt wurde, kann ich mit Worten nicht beschreiben und nicht ein einziges Mal hatte ich so etwas unglaublich verbindendes und lösendes in einer Aufstellung erleben können. Und ich habe darin bereits fast achtzehn Jahre Erfahrungen gemacht, bei mittlerweile zwei beeindruckenden Therapeutinnen.

      Ich glaube nicht, das für jeden dieses Thema so wichtig ist wie es derzeit für mich ist. Aber ich bin überzeugt, das viel Heilkraft von hinten kommt, wenn wir darum bitten. Oder Stärke, wenn wir sie brauchen, oder Einfälle, wenn wir bei etwas hängen.

      Mein Mann z.B., wenn vor kniffeligen Aufgaben in Sachen Holz steckt, bittet er seinen Vorfahren ihn bei der Lösung zu helfen (ohne das es ihm bewusst ist, wer dieser nun ist). Er sagt, es dauert nicht lange und es geht ihm ein Licht auf. Es fällt ihm viel leichter so zu arbeiten.

      Egal ob es nun wichtig ist für einen Heilweg oder man einfach so zu ihnen spricht, sei es drum danke zu sagen für das eigenen Leben, denn gäbe es sie nicht gäbe es uns nicht, ist es ein Gewinn. Und es ist ein kraftvoller Geist, den ich mir ins leben gerufen habe.

      Nachdenklich :denk: Sahne
    • Hi Sahne,

      Sahne schrieb:

      Mir ist aufgefallen, dass wenn der Mensch stirbt ist er weg.
      Für viele, ja. Für viele aber auch nicht.
      Wovon ich immer mehr überzeugt werde, ist, dass Verstorbene uns - wenn auch auf andere Weise - ein Gegenüber sein und bleiben können.
      Nicht müssen, das nicht, nicht als Zwang verstehen, bitte, aber können können sie.
      Die Beziehung zu einem Verstorbenen ändert sich, aber sie ist nicht vorbei, jedenfalls nicht zwangsläufig.

      Sahne schrieb:

      In den modernen Wohnungen hängen kaum noch die alten Bilder vergangener Tage.
      Ich hab ein Bild von meiner Oma ganz selbstverständlich an einer Stelle, wo ich immer wieder draufschaue. Es ist ein Bild aus Ihrer Jugend, weit bevor sie meine Großmutter wurde. Trotzdem hab ich drum gebeten, bitte genau dieses Bild zu bekommen, weil da, in diesem Blick und diesem Lächeln, alles steckt, was ihr Wesen ausmacht. Das ist so eins der Fotos, wo es jemandem (wer auch immer das geknipst hat) wirklich gelungen ist, das Zeitlose, das innere Wesen von jemandem einzufangen. Ein altes Schwarz-Weiß- Foto, völlig unauffällig. Für mich trotzdem magic.

      Sahne schrieb:

      Die Tradition, die Sterbebilder (Bayern) rund um den Tisch aufzuhängen, kenne ich nur noch aus Kindertagen von den Großeltern.
      Das kenne ich auch noch, obwohl ich in Hessen aufgewachsen bin. Aber ich fand das immer eher... nee... also, die Fotos, die es zumindest von meiner mütterlichen Seite her auch gibt, häng oder stell ich mir nirgendwo hin.

      Sahne schrieb:

      wie ignorant ich mich diesem Potential Verstorbener verhalten hatte.
      Es muss halt erstmal Thema werden für einen. Dass da "mehr" geht, wusste ich. Ich hab immer wieder mal von Verstorbenen geträumt und im Traum dann mit ihnen kommunziert oder Bilder bekommen. Das war mir nicht neu.
      Aber so richtig klar ist mir erst durch meine Oma und alles, was danach passiert ist, geworden, wieviel - zumindest für mich - da drinsteckt oder möglich sein kann. Und dass ich da schon alle Wege gegangen bin und alle Möglichkeiten ausgeschöpft hab', bezweifel ich stark. :)

      Sahne schrieb:

      Aber spüren kann ich sehr wohl, dass mich etwas starkes und schützendes umgibt, wenn ich mit ihnen in Kontakt gehe. Wobei sie eh immer da sind
      Ja.

      Sahne schrieb:

      Ich glaube nicht, das für jeden dieses Thema so wichtig ist wie es derzeit für mich ist.
      Muss es das denn? Ich glaub auch nicht, dass alle Verstorbenen so viel von ihrer, (wie soll denn das nennen?) sagen wir mal "Erweiterung" zeigen, wie es die Seele meiner verstorbenen Großmutter getan hat und tut. Aber ist das wichtig, ob andere das verstehen, ob es denen auch so geht? Ich meine, nein, denn wer soll denn so ein Erleben, das ja erstmal ein inneres ist, bestätigen können? Mir kann keiner von außen bestätigen, ob das, was ich mit der Seele meiner verstorbenen Großmutter vor allem seit Samhain 2016 (sie ist Beltane 2012 gestorben) erlebe, wahr ist. Manches kannste nur innen fühlen und - allerhöchstens, wenn überhaupt- an der Wirkung erkennen.

      Sahne schrieb:

      Mein Mann z.B., wenn vor kniffeligen Aufgaben in Sachen Holz steckt, bittet er seinen Vorfahren ihn bei der Lösung zu helfen (ohne das es ihm bewusst ist, wer dieser nun ist). Er sagt, es dauert nicht lange und es geht ihm ein Licht auf. Es fällt ihm viel leichter so zu arbeiten.
      Das kenne ich auch, sehr gut sogar. Also nicht die Holzarbeiten - aber den Effekt. Mit dem Unterschied, dass ich mitunter ganz bestimmte Menschen /Ahnen bitte.
      Mein Großvater väterlicherseits ist da auch so jemand, wann immer ich grad mal Optimusmus und Vertrauen in meine Kreativität benötige. :)

      Ich wünsch Dir noch viele bereichernde Momente und Erfahrungen,
      Kirsten
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Hi Panther-Adler :freunde:

      danke für Deine ausführlichen Gedanken zu meinem Text.

      Panther-Adler schrieb:

      Ich hab immer wieder mal von Verstorbenen geträumt und im Traum dann mit ihnen kommunziert oder Bilder bekommen.
      Als ich Kind war, hat mir meine Mutter immer davon erzählt, dass ihre Oma an ihr Bett kommen würde, sie gestreichelt und ihr mitgeteilt hatte, dass sie trotz allem behütet sei. Sie ist auch diejenige, hat mir meine Mom so erzählt, die sie später mal am Totenbett abholen kommen wird. So haben sie es vereinbart.

      Ganz ehrlich als Kind dachte ich meine Mom hat gewaltig einen an der Waffel :ohmann: bis ich als ich ca. 13 war, selber so einen Besuch erhalten habe. Nur das diese Frau mir unbekannt war und ich mächtig durcheinander war wegen ihr. Sie kam regelmäßig, war sehr alt und gütig, aber voller Kummer und weinte leise. Warum hat sich mir niemals eröffnet. Aber bis heute noch, kann ich ihr schmales mit Falten überzogenes Gesicht sehen. Ihre Augen waren unglaublich warm und voller Güte. Eine durch und durch wohlgesonnene Seele. Gäbe es ein Foto, ich könnte sie jederzeit wiedererkennen.

      Da ich seit her immer wieder mit Besuchern zu tun habe, kann ich es nachvollziehen. Aber der Kontakt ist sehr schwer, da ich maßlos überfordert bin in diesem Moment und mich eher Schutz suchend an meine Leute richte, welche sofort einschreiten und diesen Kontakt unterbinden.

      Hinterher könnte ich mich ohrfeigen, aber ich kann es einfach nicht unterbinden, diese Überforderung.

      Panther-Adler schrieb:

      Und dass ich da schon alle Wege gegangen bin und alle Möglichkeiten ausgeschöpft hab', bezweifel ich stark.
      Ja, das glaube ich Dir gerne. Da bin ich ebenso ganz offen und gespannt, was da noch alles kommen wird und darf. Von Herzen wünsche ich mir, dass ich meine Blockaden ablegen kann um offener für diese Kontakte zu sein. Derzeit beschränkt es sich sehr stark auf die Gefühle und Gerüche. Das reicht mir auch erst einmal, aber ich kann spüren, dass ich in naher Zukunft bereit sein werde für mehr. Denn ich liebe es.

      Panther-Adler schrieb:

      Aber ist das wichtig, ob andere das verstehen, ob es denen auch so geht?
      Nein! Mir nicht. Ich bezog mich da auf den Text von Erdherz.

      Panther-Adler schrieb:

      Ich wünsch Dir noch viele bereichernde Momente und Erfahrungen
      Dankes und das Selbe für Dich.

      Lieben Gruß Sahne :sonne: