Weisheitsgeschichten der Welt - in eigenen Worten erzählt

    • Weisheitsgeschichten der Welt - in eigenen Worten erzählt

      Hallo!
      Der Beitrag von Eirashand Wind of change ... send me an angel ... of London ... :.)) hat mir Lust auf mehr gemacht :kitzeln:
      Es gibt so wunderschöne Weisheitsgeschichten - es wäre doch toll, sie hier in eigenen Worten zu erzählen und zu teilen :idee:

      Ich möchte gleich starten:

      Der Meister machte mit seinen Schüler eine Wanderung.

      Sie setzten sich zur Rast an das Ufer eines Flusses, das steil abfiel.

      Einer der Schüler fragte ihn: "Oh Meister, wenn ich nun abrutschen und in den Fluss fallen würde, müsste ich dann ertrinken?"

      Der Meister schaute ihn lange schweigend an und sagte dann:

      "Nein, du ertrinkst nicht, wenn du in den Fluss fällst!
      Du ertrinkst nur dann, wenn du drinnen bleibst."

      :spiegel1:

      Liebe Grüße
      Advaita
      Avatar: © pogobuschel / pixelio.de
    • Gleich weiter beim Fluss / und die Gegengeschichte zum Mann im Zug

      Ein Schüler und sein Meister sitzen an einem Fluss.
      Der Schüler blickt in diesen und fragt: Was muss ich tun, um die Erleuchtung [eigene Worte = Heilung] zu erlangen?
      Der Meister packt den Schüler und drückt seinen Kopf unter Wasser ... lange, sehr lange, und knapp bevor es dem Schüler zuviel wird,
      zieht er ihn wieder heraus. "Wenn du immer so (intensiv) lebst wie soeben in den letzten Sekunden, wirst du dein Ziel erreichen."

      Christoph

      vielleicht kennt auch jemand eine Geschichte für den Fall, dass es mehrere wichtige Ziele in diesem Leben gibt

      Bewusstheit schafft Heilung


      "Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen"
      Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835)
    • Edit Wolfsspur / @Weißes Reh
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      Alles was für mich bestimmt ist, wird auch den Weg zu mir finden.
      Es ist ein Kommen und Gehen.............
      Es ist annehmen und loslassen........
      Es ist ständiges Wachstum :sonne:
    • Eine Familie, mit 4 wunderbaren Kindern. Es ging allen sehr gut.

      Eines Tages kam der zweitjüngste aus der Schule, seine Tränen flossen ihm über sein

      Gesicht. Die Mutter fragte ihn, was ist passiert - warum bist Du so traurig?

      Lars hat mir ohne Grund eine Ohrfeige gegeben.. Frau A. ( die Lehrerin ) hat mit ihm

      geredet - und mich nach Hause geschickt.

      Die Mutter versuchte es ihrem Sohn zu erklären..

      Es gibt Menschen, Sie sind bestimmt nicht böse - und es ist auch nicht so gemeint, aber Sie wissen

      im besagten Moment, nicht besser oder anders damit umzugehen. Wer weiß, was ihre Seele gerade

      zum Ausdruck bringen möchte. Was hat Lars so wütend gemacht, was geht vor in einem kleinen Kinderherz?

      Die Mutter fuhr weiter fort.. es heißt ja nicht, dass man das Geschehene gutheißen muss/soll.

      Aber vielleicht fühlt er sich auch alleingelassen - und ist einsam.

      Ich gehe zu Lars und werde mit ihm sprechen. Wie sich dann herausstellte, war L. ein feinfühliger

      verängstigter Junge. Er wusste selber nicht, warum ihm die Hand ausgerutscht ist.

      Die beiden wurden die besten Freunde. Ohne dieses Missgeschick, wären Sie nie beste Freunde geworden.

      Es hat Ihnen gezeigt, nicht alles gleich verurteilen, oft verbirgt sich etwas ganz anderes dahinter.

      Wenn man den Mut hat, auf den anderen zuzugehen.. kann etwas schönes und wahrhaft großes zum Vorschein kommen.
    • Ein Orden erlebt schwierige Zeiten und hat keinen Nachwuchs mehr. Nur noch 5 alte Mönche leben in dem vom Verfall bedrohten Kloster.

      Der Abt macht sich große Sorgen, wie es mit dem Orden wohl weiter gehen könnte. In seiner Not befragt er einen im nahe gelegenen Wald lebenden weisen Einsiedler um Rat.

      Der Eremit ist voller Mitgefühl für den Abt und die triste Situation des Klosters, weiss aber auch keine Hilfe für den Abt.
      Traurig und desillusioniert verabschiedet sich der Abt von dem Einsiedler und will wieder zurück zu seinen Brüdern gehen.

      Bei der letzten Umarmung sagt der Einsiedler zu ihm: es tut mir leid, dass ich keinen Rat für dich habe, das einzige, was ich dir sagen kann, ist, dass einer von euch Mönchen der Messias ist.

      Mit diesen Worten kommt der Abt zurück ins Kloster und berichtet seinen Brüdern von dem Treffen und dem eigenartigen, rätselhaften Satz des Einsiedlers.
      Sie sind allesamt höchst verwundert und überlegen, was der Einsiedler gemeint haben, was das wohl bedeuten könnte. Sie überlegen, wen der Einsiedler gemeint haben könnte...

      Und während sie so überlegen, wer von ihnen gemeint sein könnte, beginnen die Mönche, sich einander mit außergewöhnlichem Respekt zu behandeln. Es könnte ja sein, dass genau dieser Bruder oder jener der Messias ist! Und für den nicht auszuschließenden Fall, dass man auch selber gemeint sein könnte, beginnen sie, auch sich selber mit wohlwollendem Respekt zu begegnen.

      Zufällig vorbei wandernden Besuchern fällt die besondere Atmosphäre des Klosters zunehmend auf, sie verweilen und unterhalten sich mit den Mönchen, geniessen deren Ruhe und Besonnenheit.
      Es spricht sich herum, dass es dort einen erhabenen Ort der Stille gibt und in dem strahlenden Wohlwollen der Mönche kann jeder umfassend auftanken.
      Und mit der Zeit kommen immer mehr Menschen, um dort zu verweilen und irgendwann wollen auch wieder junge Menschen in dem Kloster Aufnahme finden.

      Und so führte der rätselhafte Hinweis des Einsiedler dazu, dass das Kloster wieder zu einem aufblühenden Ort der Begenung und Weisheit wurde...


      :engel:

      LG
      Weites Land
      Die Seele ist ein weites Land.


      Arthur Schnitzler
    • Der durstige Reisende


      Ein Mann liegt im Zugabteil eines Schlafwagens auf dem oberen Bett. Er
      kann aber nicht einschlafen. Unter ihm liegt ein anderer Reisender, der ohne Unterlass stöhnt und klagt:

      "Ach, was bin ich durstig - ich bin so durstig... Ach,
      was bin ich durstig, so durstig..."

      Nachdem das Stöhnen einfach kein Ende nehmen will, klettert der Mann von seinem Bett
      herunter. Er geht zum Speisewagen und kauft dort eine Flasche Wasser. Zurück im Abteil reicht er sie dem durstigen Mitreisenden:

      "Hier hast Du etwas zu trinken."

      Der Mann nimmt die Flasche dankbar an und trinkt sie in einem Zug aus.
      "Oh, wunderbar - vielen Dank!"

      Der Mann klettert daraufhin erleichtert wieder hinauf in sein Bett und legt sich zum
      Schlafen hin.
      Er traut seinen Ohren nicht.
      Kaum hat er die Augen geschlossen, hört er es von unten wieder das
      Stöhnen:

      "Ach, was war das heute für ein furchtbarer Tag! Schrecklich! Ich
      war so was von durstig... so durstig...!!!"

      LG
      Advaita
      Avatar: © pogobuschel / pixelio.de
    • Ein vielbeschäftigter Manager war gerade auf einer Tagung. Das Hotel lag direkt am Meer.
      Nach den vielen Besprechungen, ging er hinaus zum Strand. Als er so am Strand entlang spazierte, sah er das dieser von Millionen von Seesternen übersät war, die angespült worden waren.
      Ein Stückchen weiter stand ein kleines Mädchen am Ufer und warf die Seesterne wieder zurück.
      Sie sammelte ihr Schürzchen voll, lief damit zum Wasserrand und warf sie einzeln zurück ins Meer.
      Eine Weile stand der Mann dort und beobachtete ihr Treiben.

      Am nächsten Abend, es war ein Tag mit vielen wichtigen Beschlüssen gewesen, ging er wieder zum Strand um sich von dem Tag zu erholen und zu entspannen.
      Wieder war der Strand voll mit Seesternen und mitten drin das Mädchen emsig bei ihrer Arbeit, die Seesterne zurück ins Wasser zu tragen.
      Seltsam, dachte der Mann und schüttelte den Kopf. Es ist doch so vergeblich, morgen wird der Strand wieder voll sein.

      Am nächsten Tag standen für den Mann wichtige Entscheidungen an, die über das Schicksal von vielen Arbeitsplätzen entschieden.
      Mitten in den Verhandlungen kam ihm immer wieder das Bild von dem kleinen Mädchen in den Sinn.
      Nach dem zähen Ringen um Lösungen war der Mann sehr müde.
      Als er zum Abschalten an den Strand ging traf er dort auf die Seesterne und das kleine Mädchen, das fleißig Seesterne ins Wasser trug.

      Er wollte es wissen, also sprach er sie an: "Mädchen, warum trägst du die Seesterne ins Wasser? Du kannst doch nicht alle Seesterne retten."

      Das Mädchen schaute ihn verwundert an: "Natürlich nicht, das weiß ich. Ich kann nicht alle retten, aber für jeden den ich gerettet habe, habe ich eine Welt gerettet."
      Nachdenklich schaute der Manager das Mädchen an, dann nickte er stumm und fing an Seesterne ins Wasser zutragen.

      LG
      Arthemesia
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Edit Wolfsspur / @Weißes Reh
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      Die Änderungen gegenüber dem Original sind so geringfügig, dass man nicht von "eigenen Worten" sprechen kann.










      Alles was für mich bestimmt ist, wird auch den Weg zu mir finden.
      Es ist ein Kommen und Gehen.............
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      Es ist ständiges Wachstum :sonne:
    • Es war einmal vor langer Zeit ein Mann, der hatte sieben Söhne.
      Er war ein einfacher Mann in seinem Dorf, der sein Tagwerk nicht weniger mühsam verrichtete, als alle um ihn herum.
      Dennoch betrachteten ihn viele mit Ehrfurcht, er galt ihnen, da seine Söhne nicht nur das Kindbett überlebten, sondern auch erwachsen wurden, als ein vom Leben Gesegneter.

      Doch trug es sich zu, dass er seine Söhne verlor: Sie starben in kriegerischen Auseinandersetzungen, am Fieber, in widrigem Wetter, bei einem waldbrand oder während sie im Gebirge einem Schaf nachliefen, das in einer Felsspalte hing.
      Als nun auch der letzte Sohn ihm gestorben war, wandte er sich an jenen, der mit dem Geistern sprechen konnte, um zu erfahren, wohin seine Söhne gegangen wären.
      Doch die Geister gaben jenem keine Antwort, so dass er schließlich dem Trauernden anriet, er möge doch den Wind fragen, vielleicht wisse der eine Antwort.
      Der Wind sagte: "Ich muss weiterziehen. Sprich mit der Nacht, sie ist dunkel wie die Trauer."
      Und als die Nacht heraufzog, klagte er ihr sein Leid.
      Sie hörte ihm geduldig zu, verweilte beim Alten und sagte dann: "Ich muss weiterziehen. Vielleicht weiß das Morgengrauen Dir Rat."
      Auch das Morgengrauen hörte zu und erwiderte ihm: "Ich habe Deine Söhne nicht gesehen. Man sagt, vor Sonnenaufgang sei es am dunkelsten. Frag die Sonne, vielleicht sind Deine Söhne zu ihr gegangen. Ich muss weiterziehen."

      Er fragte den Sonnenaufgang, den Nebel, die Sonne, den Mittag... die Dämmerung, den Abend und den Schlaf.
      Doch stets erhielt er dieselbe Antwort. Niemand konnte ihm sagen, wo seine Söhne waren.
      Keiner hatte sie gesehen oder war ihnen begegnet und jeder zog immer nur weiter.
      Und als wieder die Nacht kam und das Ganze sich zu wiederholen schien, da wurde der Alte zornig, ging zur Hütte dessen, der mit den Geistern redet und sprach:

      "Was bist Du nur für ein Schrlatan... der Wind hat mich zur Nacht geschickt und die Nacht zum Morgengrauen und das zum Sonnenaufgang und der zum Nebel und alle sagen nur, sie hätten meine Söhne nicht gesehen und müssten weiter!"

      Da lächelte jener, der mit den Geistern redet und sagte: "Da hast Du Deine Antwort. Sie sind weitergegangen."

      Mitunter ist miir das ein Trost, wenn ich mich nach Menschen sehne, die keiner gesehen hat und die nicht mehr um mich sind.
      Dann erinnere ich mich, dass das Leben so ist und tue mein Bestes, um, so gut als möglich, weiterzugehen.

      Ich hab die Geschichte, die eigentlich noch ein weniger länger ist und die Gespräche zwischen dem Mann und jenen, die er nach seinen Söhnen fragt, selbst nur mündlich erzählt bekommen. Der Erzähler stammt aus Ostafrika, daher nehme ich an, die Geschichte ist auch von da.
      If I could live the dreams that I see...
    • Eine kleine Stadt, inmitten vieler Bäume.

      Der prächtigste und schönste stand vor einem Lokal. Er wurde jeden Tag bewundert und bestaunt.

      Man sagte von ihm, er hüte ein Geheimnis.. nachts trugen sich dort seltsame Dinge zu. Am Tage,

      sah man - wie er wieder ein Stück gewachsen war. Jeder fühle sich von seiner Schönheit angezogen

      und beschützt. Es trug sich zu, dass er - und einige andere Bäume gefällt werden sollten.

      Den Bewohnern war dieses gar nicht recht. Alles nur, weil genau dort ein kleines Einkaufszentrum

      gebaut werden sollte. Die Baupläne standen schon fest.

      Das Alte Weg - und etwas neues entsteht..

      Ein alter Herr, der eng mit diesem Baum verbunden war, sich in guten wie in schlechten Zeiten

      unter ihm setzte und ihm alles erzählte - und im laufe der Jahrzehnte zu seinem Freund wurde,

      sollte jetzt für etwas neues weichen. Der alte Mann stellte sich traurig vor, wie würde es ihm ergehen,

      wenn man ihn einfach durch neues ersetzen würde. Er fühlte sich wertlos, konnte es nicht verstehen.

      In seinen Gedanken verfangen.. loslassen ist natürlich gut, auch sich für was neues zu öffnen..

      ist nicht so einfach - schon gar nicht wenn man über Jahre etwas liebgewonnen hat.

      Eines Morgens, er machte sich auf den Weg - um sich von seinem treuen Freund zu verabschieden. Da lag er, wie

      all die anderen.. keine Zeit mehr um Lebewohl zu sagen. Er senkte seinen Kopf, und ging nach Hause.

      Am nächsten Tag, die Sonne schien - wuchs genau vor seinem Schlafzimmerfenster ein winzig kleines Bäumchen.

      Altes musste gehen - um für etwas neues Platz zu machen. Denn dieser kleine Winzling hatte es in sich, er wuchs

      langsam heran - und zeigte sich in prächtigen Farben. Der alte Mann war glücklich - und freute sich über jeden

      Tag.. wusste dass auch er bald nicht mehr da sein würde - und ein neues Menschenkind geboren würde.
    • Levi betet jeden Abend, seit Jahren: "Lieber Gott, mach, dass ich im Lotto gewinne! Bitte lieber Gott! Lass mich im Lotto gewinnen!"
      So betet Levi seit vielen Jahren, jeden Abend. "Lieber Gott, bitte bitte BITTE lass mich im Lotto gewinnen!"
      Nach so ungefahr 30 Jahren des immer wieder gleichen Betens ballen sich eines Abends Wolken über Levis Haus zusammen, sie glühen mächtig, es donnert, es blitzt, und eine Stimme dröhnt vom Himmel:
      "Bitte, Levi, bitte, BITTE kauf dir endlich ein Los!"


      :)

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    • Der kaputte Krug (indisches Märchen)

      Ein Wasserträger trägt jeden Tag in zwei Krügen an einem Stock über seiner Schulter Wasser zu seinem Herrn. Einer der beiden Krüge hat einen Sprung, so dass er jedes Mal nur halb gefüllt beim Herrn ankommt.

      Eines Tages sagt der kaputte Krug zu seinem Träger "Es tut mir so leid, dass ich kaputt bin. Du machst jeden Tag Deine Arbeit und trägst das Wasser und bringst, aber immer nur die Hälfte davon zu Deinem Herrn. Der volle Krug ist viel besser als ich, denn er kommt bis oben hin gefüllt an." Da sagt der Träger "Warte ich zeige Dir etwas."

      Er nimmt den kaputten Krug mit und geht mir ihm den Weg entlang, den er mit seinen Wasserkrügen zurücklegt. Am Wegesrand blühen wunderschöne Blumen. Da sagt der Träger "Sieh mal, die Blumen sind nur auf Deiner Seite. Als ich gesehen habe, dass Du Wasser verlierst, hab ich einige Blumensamen ausgebracht und Dein Wasser hat sie zum Erblühen gebracht. Von diesen Blumen habe ich meinem Herrn jeden Tag ein paar mitgebracht und auf den Tisch gestellt. und ihm damit eine große Freude gemacht."

      Da war der kaputte Krug glücklich.
      if this is the solution I want my problem back