Kommen wir nie wieder zurück?

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    • Kommen wir nie wieder zurück?

      Hallo ihr Lieben da draußen

      Meine Aufmerksamkeit ist derzeit zweigeteilt, wobei das eine das andere nicht ausschließt. Ich bin seit Monaten stark mit meinem Glauben konfrontiert (und meinen Ahnen), alte Ängste werden widerlegt und heilen von ganz alleine aus, da ich eine neue Sichtweise auf meinen Glauben bekommen habe. Es ist ganz unheimlich und wunderschön gleichzeitig, was in mir von statten geht.

      Ich habe bis zur Neuentdeckung meines Glaubens viele Bücher zu allem Möglichen studiert und alles in Frage kommende zu Experimenten hergenommen. Vieles Interessantes habe ich entdecken und lernen können dabei. Bis ich eines Tages aus "heiterem Himmel" mich dazu entschloss, dem ein Ende zu setzen, da ich mich wie in einem Hamster Rad fühlte. Es kam immer soviel Neus auf mich zu und so vieles was Tatsächlich ist, aber irgendwie wurde ich nicht Seelensatt. Ihr versteht?

      Es nahm in mir immer mehr zu an Fragen, statt das ich in einen Frieden in mir und mit mir kam, ganz merkwürdig. Jedenfalls wollte ich so nicht mehr weiterlernen und fragte nach der Einen Stelle wo ich richtig bin. Eine Stelle die ich nicht per Buch kaufen, lernen und zu verstehen habe. Eine die Universell zur Verfügung steht.

      Und ich kam an meinen längst verschütteten Glauben zu Gott an. Sehr beeindruckend und ich liebe es dort wieder anzuknüpfen. Derzeit wird vieles beantwortet. Bis auf etwas was mir sehr im Magen liegt.

      Reinkarnation.

      Ich weiß nicht ob sie existiert. Es gibt aber zu viele Hinweise darauf, das es womöglich so sein könnte. Das Christentum, soweit ich recherchiert habe, besagt nur dieses eine Leben und nur der Glaube und die Bekennung zu Gott würden dazu führen, dass wir nach dem Ableben bei ihm im Paradies sein werden. Der Rest würde in eine Art Zwischenlager (für was?) oder gar in der Hölle auf Ewig landen.

      Nun frage ich mich wie es um die Menschen steht, welche erst gar keine Möglichkeit haben sich überhaupt bewusst für Gott zu entscheiden, da sie bei der Geburt sterben, kurz danach oder behindert auf die Welt kommen. Oder wie viele Menschen gibt es den die wirklich mit einem Schicksal zu kämpfen haben, wo einfach gar keine Luft für derlei Gedanken sind? Kommen die dann in das Zwischenlager und haben einfach Pech gehabt? Oder wie?

      Mein Gott, ist ein Gütiger, einer der keinen Unterschied macht.

      Bei allem was ich in den letzten Jahren getan habe, war es immer friedlich in mir und allem wobei mir selber unbehaglich zumute war, habe ich die Finger gelassen. Ich habe es stets als göttlich empfunden. Wenn es nun tatsächlich nur dieses eine Leben geben würde, dann würde ein Mensch, welcher die Sonne nie in seinem Herzen fühlen konnte, weil es das Leben nicht hergab, so ein Mensch würde das nie in Erfahrung bringen! Das ist doch grausam.

      Ich habe die Theorie, dass wir so lange Inkarnieren, bis wir alle Fassetten eines irdischen Daseins in uns tragen. Bis wir wissen wie es ist Täter zu sein, bis wir fühlen können ein Ofer gewesen zu sein. Einen Geschmack haben von Wohlstand und Armut, sonnen und Schatten sein eines Lebens.

      Alles andere erscheint mir gerade zu unfassbar. Es gibt so viele Menschen in meinem Umfeld, denen ich von ganzen Herzen wünsche im nächsten Leben ein ganzes Stück weit weiter zu sich zu kommen. Es leben so viele nach von Menschen aufgestellte Regeln. Weil es der Großvater so schon gesagt oder getan hat, weil der Nachbar ja darüber so und so denken könnte, weil man dieses oder jenes nicht tut, da es keiner tut usw.

      Sie alle würden nie erfahren, wäre dies das einzige Leben, was es bedeutet Nein zu sagen, Grenzen auf zu weisen, dem Gefühl zu folgen, laut zu lachen und aus der Reihe zu tanzen. Wie es sich anfühlt, wenn man mal alles über Bord schmeißt und ganz anders weitermacht. Wenn man darauf pfeift, was denn die Anderen von einem denken.

      Gott es gibt so viele Begrenzungen, die sich die Menschen selber stellen oder stellen lassen. Sie alle würden das nie in Erfahrung bringen können? Um dann letztendlich im Zwischenlager zu landen?

      Ich bin seit Monaten auf mich gestellt, also einzig auf die Informationen die in mir entstehen. Es ist sehr schwer für mich, nicht Bücher zu studieren oder im Netz zu Rechnereien. Aber ich fühle je stiller ich es im Außen werden lasse, desto näher bin ich an Etwas dran, das ich so noch nicht kennen gelernt hatte. Es ist ganz großer Frieden und eine Fülle die mich nährt. Wenn das mit der Energie Gott zusammenhängt und davon gehe ich momentan aus, da ich viel mit ihm rede, wie könnte er nur dieses eine Leben zulassen?

      So viele Seelen würden ihm abhanden kommen. Ich habe keine Ahnung ob an dem was ich hier so schreibe irgend etwas nur im Ansatz irgendeiner Wahrheit entspringt, alles ist Ansichtssache und hat immer mit dem eigenen Entwicklungsstand zu tun. Aber es bewegt mich sehr und ich bin auch durcheinander darüber.

      Eine in Gedanken vor sich hinplappernde Sahne :sonne:
      (Ich wünsche meinem Opa eine weitere Chance. Der Gedanke, dass er irgend etwas, im Auge des Betrachters, nicht richtig getan hatte zu Lebzeiten und nun im Zwischenlager schmort killt mich gerade)

      Wir sind alle Hoffende, Ahnende und Unwissende.
    • Liebe Sahne,

      von der Kirche wird vehement bestritten, dass beim 2. Konzil von Konstantinopel 553 die Reinkarnationslehre durch knappen Mehrheitsbeschluss negiert wurde. Die Überlieferungen dieses Konzils sollen angeblich ca. 130 Jahre später versehentlich (?) vernichtet worden sein.

      Aber spielt das wirklich eine Rolle? Was du fühlst ist so tief und richtig: niemand schmort irgendwo - und sei es nur, weil die Bewusstseinsevolution davon rein gar nichts hätte! Aber der tröstlicher Grund ist, dass wir aus der Liebe entstanden sind, von ihr getragen und auf unserem Seelenweg geleitet werden. Wir sind göttliche Wesen, die ihren Ursprung vergessen haben. Menschen verurteilen - Gott urteilt nicht. Gott entwickelt sich durch uns, braucht uns, wie wir ihn und leidet mit uns, wenn wir uns verirrt haben.

      "Liebe mich am meisten, wenn ich es am wenigsten verdiene" - das habe ich vor 30 Jahren bei einem Besuch beim Kinderarzt mit meinem Sohn auf einem Plakat gelesen, auf dem ein trotziges Kind abgebildet war. Seitdem ging der Satz mir nie mehr aus dem Kopf. Bedingungslose Liebe trägt uns - in meiner Überzeugung von Leben zu Leben und auch dazwischen. Dein Opa ist Teil dieser Liebe und ihr jetzt sicher noch näher als zu Lebzeiten.

      Über meine Erfahrungen mit vergangenen Leben u d warum es manchmal wichtig, dann wieder völlig belanglos sein kann, schreibe ich dir gerne morgen noch etwas. Jetzt bin ich zu müde.

      :knuddeln: Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Danke Erdenherz :knuddeln:

      Ich habe Gott sei Dank seit vielen Jahren immer wieder Kontakt oder Ereignisse, welche für mich der Beweis ist, dass es zig Leben gibt, welche man zu erleben hat. Aber ich bin auch eine Studierende und das geschriebenen Wort hat viel Kraft und Einfluss in meinem leben, so dass ich nicht ohnehin dazu komme oder mich dabei beobachten kann, das ein Werk wie z.B. die Bibel nicht gänzlich in Frage gestellt werden kann.

      Erste in jüngster Zeit distanziere ich mich vom geschriebenen Wort, da ich es immer mehr in Frage stelle, ob es denn tatsächlich so ist, sein kann oder nur vermutet wird. Und je mehr ich im Stillen bei mir bin, desto mehr erkenne ich eine Art Manipulation, die Bücher ausüben können und ich mich dessen gerne ausgesetzt hatte. Trotzdem wiegt das gelesene/gelernte schwer in mir. Es ist grad nicht einfach dem Neuen zu vertrauen, aber es fühlt sich flüssiger und heiler an. Schwer zum Ausdruck zu bringen :pardon:


      Erdherz schrieb:

      Gott urteilt nicht

      Ja so fühle ich auch über ihn. Nur wenn es so ist, kann es dem entsprechen, was ich unter der Energie Gott verstehen will.


      Erdherz schrieb:

      Über meine Erfahrungen mit vergangenen Leben u d warum es manchmal wichtig, dann wieder völlig belanglos sein kann, schreibe ich dir gerne morgen noch etwas.

      Sehr gerne, würde ich darüber mehr erfahren. Danke.

      Gruß Sahne
    • Liebe Sahne,

      Sahne schrieb:

      Ich habe die Theorie, dass wir so lange Inkarnieren, bis wir alle Fassetten eines irdischen Daseins in uns tragen. Bis wir wissen wie es ist Täter zu sein, bis wir fühlen können ein Ofer gewesen zu sein. Einen Geschmack haben von Wohlstand und Armut, sonnen und Schatten sein eines Lebens
      auch ich denke, das jede Facette des Menschseins gelernt werden sollte.
      Vielleicht sind wir deshalb auch im Moment so viele Menschen auf dieser Erde.

      In dieser Zeitepoche lernen wir mit dem Materialismus umzugehen.
      Heute muss bewiesen sein, was publiziert wird, sonst wird es zerrissen.
      Und wissenschaftliche Experimente sollten überall auf der Erde und im Universum gleichermaßen und
      mit den gleichen Ergebnissen durchzuführen sein.

      Als ich meinen Mann besser kennen und lieben lernte, wusste ich in meinem Hinterkopf,
      dass wir vor einigen Leben einen Vertrag abgeschlossen haben, der uns in diesem wieder zusammenführte.

      Unsere Kinder gingen in die Waldorfschule und weil ich wissen wollte,
      was hinter der Pädagogik steckt, war ich Jahre in einem Seminar,
      in dem das Buch Rudolf Steiners "Erziehungskunst" aus den Gründerjahren
      der ersten Schule in Stuttgart stammt, gelesen und besprochen wurde.

      Ich kann Dir im Moment nicht sagen welches Buch das war,
      aber ich werde in meinen Unterlagen sobald ich wieder zuhause bin nachschauen.

      Dort beschreibt Steiner in seinen Vorträgen, was die Kinder sind,
      welche Fähigkeiten sie in die jetzige Inkarnation mit herein tragen ...

      Wir waren eine Gruppe von 3 Menschen um eine Lehrerin und diskutierten Absatz für Absatz.
      Die Lehrerin konnte bei weitergehenden Fragen auf andere Bücher zurückgreifen,
      die sie meist auch mit dabei hatte.
      Dadurch arbeiteten wir uns Stück für Stück vorwärts und hatten in vier Jahren das Buch durch.

      Normalerweise lese ich ein buch in Wochen,
      aber die Schriften Steiners, besonders, die welche auch von anderen Menschen stenographiert wurden,
      lesen sich -für mich- schwer und werfen viele Fragen auf, die wieder nur durch anderen Bücher beantwortet werden.

      Das Studium ist mühsam, aber in der Zeit dieser Seminararbeit,
      entdeckte ich die Schönheit der Anthroposophie ... der MenschenWeisheit.

      Ja wir lernen in jedem Wiedereinstieg in das Menschensein gaaaanz andere Aspekte ...
      Unser Paket an Fähigkeiten wächst mit jedem neuen Leben ...
      Immer neue Vorstellungen bringen wir mit und gehen mit neuen Vorstellungen der Welt wieder zurück.

      Wichtig ist nur, dass wir jetzt das Leben mit Leben anreichern.

      Und das heißt für mich, jeden Tag so abschließen zu können als sei er der letzte.

      HerzGüße nach Bayern und um die ganze Welt
      Kerstin
      Bitte sieh das Leben als Geschenk
      und
      die Menschen um uns und Dich
      als zarte Geschöpfe,
      die es verdient haben in diesem kurzen Leben
      Liebe- und Respektvoll behandelt zu werden.
    • Liebe Sahne,

      niemand kann (und sollte es auch nicht anstreben?) seine Erfahrungen anderen so mitteilen, dass es eigene Erfahrungen ersetzt. Es wäre "nur" glauben, dass der andere (hoffentlich) Recht hat. Eigene Erfahrungen machen aber den Glauben lebendig! Ich habe aber selbst schon häufig durch die Erfahrungen anderer, durch die Energie, die sie mir damit vermittelt haben, Schübe erhalten und konnte Splitter an Erfahrungen wieder zu einem Gefäß zusammensetzen, in dem Lebenswasser enthalten ist.


      Sahne schrieb:

      Ja so fühle ich auch über ihn. Nur wenn es so ist, kann es dem entsprechen, was ich unter der Energie Gott verstehen will.
      Was (und warum) willst du denn verstehen, wenn es dich nur traurig macht und deiner Intuition, dass es einen liebenden und keinen strafenden Gott gibt, widerspricht? Würde Gott wollen, dass du mehr den Schriften glaubst, oder dem, was er dich durch dein Herz spüren lässt? Welche der beiden Wissensquellen fühlt sich denn authentischer, mitfühlender und kraftvoller an?

      Zu den biblischen Texten meine Meinung in Kürze:
      Zum Einen ist die Bibel eine Auswahl an Texten und beileibe nicht vollständig (die gnostischen Überlieferungen enthalten häufig weitaus mehr mystisches Wissen).
      Alle Texte wurden von Menschen geschrieben (und das erst oft Jahrhunderte nach den Ereignissen), niemand kann ausschließen, dass dabei individuelle blinde Flecken im Spiel waren oder der "Zeitgeist" mitgeschrieben hat.


      Es handelt sich zum Anderen, je nach dem welche Bibel man in welcher Sprache vorliegen hat um die Übersetzung einer Übersetzung einer Übersetzung... Alleine dadurch haben sich im Laufe der Jahrhunderte Interpretationsspielräume eröffnet und eine kleine Elite von Klerikern legt fest, was denn wörtlich und was symbolisch aufzufassen ist (die sog. Hermeneutik)

      Ich hatte während meines Studiums viele interdisziplinäre Seminare mit kath. und ev. Theologen besucht. Vor allem bei den Katholiken habe ich immer wieder so voll ins Klo gegriffen, wenn ich Stellen der Bibel (z. B. vom sandkorngroßen Glauben, der Berge versetzt) wörtlich nahm und sofort Schnauben und Kopfschütteln erntete. Dass es mir umgekehrt ziemlich am Allerwertesten vorbei ging, ob das mit der unbefleckten Empfängnis tatsächlich stimmt (glaube ich nämlich nicht - Sexualität ist durchaus auch göttlich), löste dann erst recht 'nen Shitstorm aus.


      Jetzt ein paar eigene Erfahrungen:
      Ich bin fast eine Totgeburt gewesen. Vielleicht deswegen oder aus anderen, älteren Gründen konnte ich bis ich fast 13 war meinen Körper jederzeit willentlich verlassen - es war völlig normal, durch die Gegend zu schweben, andere zu beobachten, die mich nicht sehen konnten, um danach wohlbehalten wieder im Körper zu landen. Diese Erfahrung hat mich nie zweifeln lassen, dass Körper und Seele auch unabhängig voneinander existieren können.
      Auch die Verschiebungen der Dimensionen (fühlte sich an, als würden Raum und Zeit sich dehnen) in den Übergängen waren normal und ich kannte noch keine Angst vorm Tod dabei. Später, im Erwachsenenalter, war das dann anders und einige Erfahrungen waren eher Todeserlebnisse, inklusive der Starre und Unfähigkeit, sich bemerkbar zu machen. Durch die Todesangst war es nicht mehr leicht und sogar unangenehm, denn in diesen "Schockzuständen" war ich angreifbar für niedere Energien. Ein Gedanke eines Menschen viele Kilometer entfernt konnte bewirken, dass ich nicht nur an diesen Ort (unfreiwillig) gezogen wurde, sondern in Einzelfällen sogar kurzfristig in fremden Körpern landete - Besessenheit mal aus der etwas anderen Perspektive!). Deswegen bin ich auch kein Freund von abenteuerlichen Experimenten mit außerkörperlichen Erfahrungen. Schon gar nicht, wenn es durch andere Personen oder psychedelische Mittel erzwungen wird. Diesem Zwang war ich zeitweise durch eine "Heilerin" ausgesetzt, der ich mich anvertraut hatte, ohne zu dem Zeitpunkt zu ahnen, dass sie über Jahrtausende voller karmischer Bindungen zwischen uns, alles andere als mein Wohl im Auge hatte. Manchmal bleiben Menschen auch an der Vergangenheit "ersatzhalber" kleben, weil sie etwas in ihrem jetzigen Leben nicht angehen wollen oder können. Das ist dann häufig ein schmerzliches und unfruchtbares Sich-verfangen.


      Zum Glück führte mich mein Weg dann zu denjenigen, die mir tatsächlich halfen, mein Chaos zu sortieren. Unter ihnen eine Frau, die ich als erwachte Seele bezeichne und die sofort erkannte, wo etwas in meinem Denken und Fühlen unstimmig war. Vorausgegangen waren plötzliche Erinnerungen im Wachbewusstsein an mein letztes Lebens in vielen Details. Zudem kamen im Traum Bilder zu diesem Leben. Auf ganz eigenartigen Wegen fielen mir Dokumente in die Hände - ich hatte nicht im Geringsten danach gesucht. In ihnen fanden sich meine Träume als Texte wieder und viele Namen... Bei einem dieser Namen durchzuckte es mich von Kopf bis Fuß und ich wusste mit absoluter Sicherheit, dass ich diese Person war. Erst dann ging ich gezielt auf die Suche und fand heraus, diese Frau hatte alle meine Vorlieben, selbst meine Hobbies und mein Temperament. Als ich auf ein Foto stieß, wusste ich, dass ich mir selbst in die Augen schaue. Vom Körperbau abgesehen - der war damals kräftiger - gab es verblüffende Ähnlichkeiten. Ich suchte weitere Fotos von den anderen Personen, die in den Texten erwähnt waren und fand u. a. meinen allernächsten Seelengefährten (durch diesen Kontakt starteten die plötzlichen Erinnerungen von selbst), auch hier und bei weiteren Personen gab es extreme Übereinstimmungen. Der Mann, mit dem ich damals fast 60 Jahre verheiratet war, war mit seiner lustigen, kumpelhaften Unbeschwertheit in diesem Leben eine große Stütze in schwierigen Zeiten (als mein Kollege) und hat jetzt erfolgreich ein Defizit aus seinem vg. Leben aufgearbeitet (das kann man nicht Strafe nennen!), ebenso mein jetziger Sohn, der damals ein guter Freund war und der ebenfalls Unerledigtes jetzt weiter führen konnte. Dieses Wiedererkennen war für mich besonders hilfreich, weil mir die Erinnerungen eine Erklärung lieferten, warum ich in diesem Leben oft so (scheinbar grundlos) wütend auf ihn war - seitdem haben wir das beste Verhältnis. Als Sohn und Mutter hat sich unsere Freundschaft von damals vervollkommnet. Ich konnte fast alle Personen eindeutig zuordnen. Einige scheinen momentan nicht inkarniert oder anderswo unterwegs zu sein.


      Ein weiteres Beispiel noch: in der dritten Grundschulklasse verunglückte meine Freundin mit 8 Jahren tödlich. Als ich mit Ende dreißig eine 12 Jahre jüngere Frau kennenlernte, mit der man "Pferde stehlen" konnte, hatte ich plötzlich vorm inneren Auge "doppeltbelichtete Fotos" - heißt, ich sah ihr Gesicht jetzt und damals übereinander gelagert (besser kann ich es nicht beschreiben). Als ich beiläufig vom Unfallhergang damals erzählte, sah sie mich mit weit aufgerissenen Augen an. Sie hatte in diesem Leben den gleichen Unfall als Sechsjährige erlebt (sogar die gleiche Situation, die damals dazu führte), doch diesmal kam sie mit einem gebrochenen Bein davon. Warum sich solche Ereignisse scheinbar öfter ähnlich, aber glimpflicher wiederholen, ist wieder ein anderes Thema...


      Puh, viel Text und doch nur ein kleiner Ausschnitt. Aber du spürst vielleicht, was mich so sicher macht, dass wir mehrmals hier sind und unsere Aufgaben auf immer höher schwingende Weise zu lösen versuchen. Und doch glaube ich auch, dass alles im Hier und Jetzt meist ohne diese Rückblicke angegangen werden kann und dass es manchmal eher schädlich ist, zuviel zur falschen Zeit zu graben. Möglicherweise eröffnet sich dir dieses Wissen auf ganz anderen Wegen, sei einfach offen und bereit, zu staunen.


      Herzlich :heart:
      Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • :winke:

      kerstin schrieb:

      war ich Jahre in einem Seminar,
      in dem das Buch Rudolf Steiners "Erziehungskunst" aus den Gründerjahren
      der ersten Schule in Stuttgart stammt, gelesen und besprochen wurde.
      Meinen Respekt, Kerstin. Das ist die selbe Art und Weise wie ich an eine Sache, welche mich beschäftigt, herangehe.

      kerstin schrieb:

      Wichtig ist nur, dass wir jetzt das Leben mit Leben anreichern.
      Unbedingt! Da bin ich ganz bei Dir.

      Ich bin gerade durch den Tod meines Opas sehr mit der Oma beschäftigt und traurig, weil ich zum aller ersten mal gesehen und verstanden habe, dass die beiden in den letzten Jahren ihr alltägliches Leben rund um den Fernsehsessel aufgebaut hatten, um möglichst Wege zu vermeiden. Ich bin fassungslos, dass mir das aus mir unverständlichen Gründen nicht aufgefallen ist, all die Jahre. Wie und warum war ich so blind? Aber das ist gerade mein Thema und gehört hier nicht her.

      Nur, um so wichtiger ist es mir, als es sowieso schon ist, dass ich noch bewusster mit mir, meinem Partner und der uns zur Verfügung stehenden Zeit umgehe. Sie genussvoll, sinnvoll und bunt gestalte und fülle. (Danke Oma und Opa)

      Danke Kerstin :freunde:


      Erdherz schrieb:

      Was (und warum) willst du denn verstehen, wenn es dich nur traurig macht und deiner Intuition, dass es einen liebenden und keinen strafenden Gott gibt, widerspricht?
      Das ist ähnlich wie bei Kerstin. Nimmt mich etwas ein, studiere ich es gerne bis in den letzten Winkel. Auch mit der Seite der Möglichkeiten, welche mir nicht gefallen oder sich für mich widersprechen. Ich glaube ich mache dies um mir meiner Intuition ganz sicher sein zu können. Ich durchleuchte so lange bis ich mir und meinem Innersten tatsächlich vertrauen kann.

      Das geht mit meiner Kindheit einher. Das weiß ich und gehe bewusst damit um, denn ablegen konnte ich dieses "Kontrollverhalten" noch nicht wirklich. Es gelingt nur in kleinen Schritten.


      Erdherz schrieb:

      Würde Gott wollen, dass du mehr den Schriften glaubst, oder dem, was er dich durch dein Herz spüren lässt? Welche der beiden Wissensquellen fühlt sich denn authentischer, mitfühlender und kraftvoller an?
      Gut. Ganz tief aus meinem Innersten. Was seit ich denken kann ein Gesetz meiner ist. Etwas was ich als kleines Kind bereits wusste und laut so auch nach außen vertrat, was mich stets als wundersam gelten ließ:

      Gott ist für mich der Boden unter meinen Füßen.
      Der Waldameisenhügel hinter meinem Haus, dem ich nicht satt werde bei seinem fleißigen treiben zu zuschauen.
      Er ist alles was die Natur hervorbringt. Wasser, Wind, Wetter, Tiere, Vegetation. Einfach alles was da draußen ohne die Hand des Menschen zurecht kommt.
      Ich sehe ihn in den Augen der Kinder, bis zu einem gewissen Alter.
      Wenn ich mich darauf einlasse, kann ich meine Tiere verstehen, wir haben eine Art Kommunikation. Da ist er mir nah, weil er mir erlaubt dies zu tun überhaupt dies in Betracht der Möglichkeit zu ziehen.
      Wenn ich Essen bereite und mich bedanke, erhalte ich eine Art -Du hast es verdient, aber trotzdem danke Sandra- Antwort. Das ist ein seltsam berührender Moment.
      Es ist ein "Hallo bist Du da" meinerseits und ein "Immer" seinerseits Gefühl. (Wieder neuentdeckt)
      Er ist der Schnee. Ohne ihn anzufassen, weiß ich das der Schnee kalt sein wird.
      Ohne an ihn bewusst zu glauben, weiß ich das er da ist. Mein Gott.


      Erdherz schrieb:

      Was (und warum) willst du denn verstehen
      Danke Erdenherz, ich habe gerade verstanden!!!!! Wieder mal hier beim schreiben, geht mir das Licht auf.

      Es ist das Selbe wie vor zig Jahren. Ich habe Angst das mein Gefühl nicht richtig ist, denn genau das hatten sie mir damals eingebläut. Sandra, so wie Du von ihm sprichst und ihn lehrst, ist das nicht Richtig.

      Dazu muss ich erwähnen dass ich für die ev. Gemeinde Kindergottesdienste gestaltet habe und Konfirmation Freizeiten mit geleitet habe. Es war ein mega Aufstand seitens des Pfarrers, wie ich meine Arbeit tat. Das hat mich gebrochen. Und er war ein Mann im Namen des Seines, also mir über gestellt. Und die Eltern waren gegen mich. Dazu kam meine eigene familiäre Situation. Und dann gab ich dem ganzen nach. Ich entschloss mich wahrscheinlich dafür dass es keinen Gott für mich gibt, wenn er so ist, wie sie sagten dass er für mich zu sein hätte.

      Und im letzten Jahr ist dann dieses kleine Wunder in mir geschehen und zuerst habe ich mich einfach freudig darauf eingelassen, weil es sich eben so unglaublich flüssig anfühlte. Stimmig und liebevoll. Ich habe eine Zeit lang gebraucht zu verstehen, was denn nun wo hin gehört, da ich ja gleichzeitig mit meinen Ahnen stark beschäftigt war und bin.
      Und als Antwort kam in vielerlei Hinsicht immer und immer wieder Gott. Selbst das Kino präsentierte die Antwort im Film Die Hütte. Dieses Buch liegt seit Jahren in meinem Regal. Dreimal oder so gelesen. Und immer wieder habe ich mich gefragt, was das denn mich angehen würde. Denn Gott spielte ja schon lange keine Rolle mehr für mich, da verschüttet/ausgegrenzt.

      Ich habe zu verstehen, dass ich eine Wahl zu treffen habe. Und ich entscheide mich für mich und mein Gefühl, dass ja in Sachen Gott nichts neues ist.
      Gott! als Kind war es schon so wie es jetzt wieder ist. All die Sachen die ich in diese Richtung mache, sind die selben, nur mit einem Altersunterschied. Und wieder ist es das Gleiche hier bei mir, wenn ich mich dazu äußere ernte ich ungläubige Blicke und mir wird gesagt "Was für ein Quatsch Sandra!" hast Du die Bibel nicht gelesen? Da steht doch alles.

      Klar habe ich die gelesen, aber ich getraue es mir kaum zu sagen. Ich fühle mich an der Nase herumgeführt. Ganz anders, als wenn ich in den Wald gehe und bete beim Gang auf dieser wunderbaren Erde. Da werde ich angefüllt. Da erreicht mich etwas großes.

      Wisst ihr nun was ich tu?

      Ich nehme die Kleine in mir zur Hand und erkläre ihr, das dass was sie im Herzen trägt ihr Gott ist und genauso sein darf, wie sie ihn liebt.

      Und all die "Heil Arbeit", welche ich seit Jahren ausführe und immer ohne darüber nach zu denken, das Göttliche darum gebeten habe es wohlmeinend zu begleiten, ebenso göttlich ist, weil ich stets um das Gute bemüht bin und reinen Herzens an die Dinge herangehe.


      kerstin schrieb:

      ich denke, das jede Facette des Menschseins gelernt werden sollte
      Das denke ich auch. Und wissen kann es nun wirklich keiner wie es weitergehen wird. Wir können tatsächlich nur unserer eigenen Intuition und unserem Erleben in jeglicher Hinsicht vertrauen ob eine Wiedergeburt in Betracht gezogen werden kann. Für mich ganz klar ein: ja!


      Erdherz schrieb:

      Jetzt ein paar eigene Erfahrungen
      Ja da kann ich bei einigen Erlebnissen mitgehen. Ich bin und war nur immer in der Situation, dass mir dass alles ausgeredet worden ist. Irgendwann denke ich, vor allem als Kind, glaubt man selber, dass es alles nur ein Traum oder fantasiereiche Geschichten waren.

      Das ist echt das große Thema in meinem Leben: Vertrauen. Ich vertraue in vielerlei Hinsicht ja nicht einmal mir :ohmann:
      Vielen Danke Erdherz und Kerstin.

      Gruß Sahne
    • Es ist wie weggeblasen, die Zerrissenheit und Unklarheit in mir. Ich habe noch einmal nachgefühlt und es hatte tatsächlich mit den Ereignissen meiner Jugend und der Arbeit für die Gemeinde zu tun.

      "Zufällig" kam am selben Tag, als ich dies hier rein schrieb die Diskussion bei einer Familienfeier unter den Gästen auf, was den von der Bibel und ihrem Wort zu halten sei, da ein Freund meiner Eltern diese gerade versucht zu lesen. Er meinte er müsse das noch tun, nicht aber weil er gläubig wäre, sondern da er viele noch offenen Fragen hätte. Und in diesem Buch noch nicht nach Antworten nachgesehen hatte. Das war alles sehr interessant und ich lauschte der Diskussion nur.

      Jedenfalls erzählte meine Mutter plötzlich aus der Zeit wo ich für die Gemeinde arbeitete und wie schlimm alles gewesen wäre, da ich richtige Probleme bekam und mir der Pfarrer sogar meine Konfirmation entzogen hätt wollen, wenn er es tun hätt können, so erzürnt war er über meine Anschauung und meinen Glauben zu Gott und das ich den Kindern vermittelt habe, das ihr Glaube so frei sein kann wie sie es nur wollen, ihr Gott sie trotzdem lieben wird.

      Das war von null auf hundert sehr emotional für mich und da das Interesse der Anwesenden plötzlich auf mich gelenkt war und sie wissen wollten wie ich den meinen Glauben so interpretiere, tat ich dies und erhielt wieder Kopfschütteln. Nur dieses mal ging ich nach innen, nahm die Kleine bei der Hand und versicherte ihr, dass ich das nun für alle mal für uns beide klären werde. Und tat dies.

      Bis Mitternacht wurde gesprochen über für und wieder. Ich habe meinen Standpunkt erklärt und mich nicht beirren lassen und bin am Ende mit der Kleinen in mir stolz nach Hause gefahren.

      Ich bin seit vielen Jahren auf meinem Heilweg unterwegs. Durch meine Art die Dinge in Betracht zu nehmen, habe ich ein gutes Gefühl für mich und meine Welt erhalten. Ich habe mich selber in Bewusstheit geschult, ein langer Weg. Es ist dann tatsächlich so, dass wenn ich darüber schreiben kann, so wie hier, mir dann währenddessen die Lichter aufgehen.

      Es braucht dann meistens nur noch diesen Anreiz von außen und es geht ab. Und wenn ich es erst einmal sehe, wo der Ursprung ist, gehe ich sofort mit dem was ich gelernt habe in einen Heilungsprozess hinein. Durch meine Erfahrung kann ich dem vertrauen. Ich weiß aus der Vergangenheit, dass die Heilung sofort fließen kann.

      Warum ich das noch schreibe?

      Nun wenn jemand hier liest, der vielleicht noch ganz am Anfang seines Weges steht, mag ihm dies hier ein wenig außerirdisch vorkommen? Da schreibt die hier ein wenig hin und her, denkt zu verstehen und schwupp ist das Problem weg?

      Ja so ist es in diesem Fall. So war es aber auf keinen Fall immer und schon gleich gar nicht am Anfang. Nach über zwei Jahrzehnten weiß ich einfach das ich dem Weg vertrauen kann. Darum lässt sich einiges wie dieses hier so leicht auflösen. Es gibt aber auch noch einige unaufgelöste Bereiche bei mir, an denen habe ich stärker zu knappern und die Lösung noch weit in Ferne ist.

      Das meine Lieben sind die Früchte welche man erntet, wenn man dran bleibt und heilen will. Da ist ein Weg für jeden Menschen, passgenau für seine Situation, sein Leben und seinen Anspruch. Bitte nicht aufgeben. Wer auch immer gerade liest und vielleicht denkt es geht nicht weiter.

      Es geht immer weiter. Und es ist wichtig sich nach innen zu wenden, denn alles ist in einem.

      Mut
      Vertrauen
      Entschlossenheit
      Sahne :sonne:
    • Liebe Sahne, :herz:

      das von Dir geschriebene zeigt wieder, dass wir, um alte Geschichten endlich aufarbeiten zu können,
      an Orte der "Verbrechen" gehen sollten.

      Das ehemalige Kind :heart: an der Hand zu nehmen ist auch eine gute Weise,
      dem alten Schmerz mit bis ins Innerste zu heilen.


      Meiner Erfahrung braucht die folgende Selbstheilung einige Zeit
      bis Du sie in einigen Stellen in Deinem Denken, Fühlen und Handeln spürst.
      :cheer:

      Herzliche Grüße Kerstin
      Bitte sieh das Leben als Geschenk
      und
      die Menschen um uns und Dich
      als zarte Geschöpfe,
      die es verdient haben in diesem kurzen Leben
      Liebe- und Respektvoll behandelt zu werden.
    • Liebe Sahne,

      interessant, wie sich hier ein Thema über zwei Threads entwickelt! Das, was du beschreibst, drückt sich ähnlich in meinen Winterfrust Beiträgen aus: nochmal Kopfsprung rein in alte Misthaufen und plötzlich löst sich etwas wie von selbst auf.

      Eine meiner Lehrerinnen hat dafür einmal eine schöne, bildhafte Erklärung gegeben. Da ging es zwar um die Perspektive des Therapeuten, aber wenn man sich selbst heilt, gilt das genauso:

      Am Anfang ist ein Problem wie die unterste Ebene einer Pyramide. Sie hat eine breite Basis und man rennt von einem Experten zum anderen, lässt sich helfen, ohne dass es nennenswerte Fortschritte gibt. Immer wieder tischt sich das Thema in unterschiedlichen Lebenssituationen auf, jeder steuert sein Heilwissen bei, aber niemand kann einen wirklichen Erfolg verbuchen. Mit jeder Ebene der Pyramide werden die Erkenntnisprozesse umfangreicher, das Verstehen und Teilerfolge setzen ein. Ist man an der Spitze der Pyramide angelangt, genügt es dann manchmal wenn ein absoluter Laie, der vom ganzen Problem keine Ahnung hat, einfach zum richtigen Zeitpunkt ein Stichwort liefert und schon setzt sich alles wie von selbst zum vollständigen Bild zusammen.

      Anscheinend sitzt du gerade auf der Spitze deiner Pyramide. Klar, geht es weiter. Die Spitze ist wieder ein Anfang für filigraner Gebäude und weiterführende Erkenntnisse. Spannend :hüpfen:
      Herzliche Grüße
      Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Sahne schrieb:

      Kommen wir nie wieder zurück?
      Liebe Sahne,

      es geht mir etwas durch den Kopf, oder sagen wir mal, da ist ein Gefühl, das Gefühl einer bestimmten Struktur, das mir nur schwer fällt, da richtige Worte zu finden, einen Anfangsfaden, und dann eben das gesamte "Muster" in eine passende (und auch verständliche) Abfolge zu bringen.

      Du bezeichnest "Gott" häufiger als eine "Energie". Eine "Energie" kannst du auch verstehen als ein "Muster", eine Art "Grundmuster", man könnte es vielleicht auch bezeichnen als "Naturgesetz" oder auch "höheres geistiges Gesetz". Etwas das allem Sein zugrunde liegt.
      Dieses grundlegende Naturgesetz = hohes geistiges Gesetz , kann ja niemals Unterschiede machen zwischen dir mir und anderem. "Es" ist grundsätzlich immer "gleichbleibend", daher letztendlich einerseits "unendlich gütig" und andererseits auch scheinbar unnachgiebig und, wenn man es so empfinden will, "strafend", oder vielleicht könnte man auch sagen "streng".

      Das widerum würde aber auch in die Kategorie "Zuverlässigkeit" passen. Etwas auf das man sich verlassen kann, also letztendlich auch "vertrauen".

      Jetzt muss man begreifen, wie das Ganze aufgebaut ist. Wobei ich darauf hinweisen will, dass das hier auch nur mein Glaube ist, meine Gedanken und vielleicht Intuitionen, ähnlich wie du Deins beschreibst, und ich daher auch nicht sagen kann / könnte, dies ist nun die "Wahrheit" und für alle und jeden gültig.

      Also, die Grundlage aller Dinge ist "Geist", genauer gesagt, wenn der "Geist" denn erkannt / bewusst wird, ist die Grundlage aller Dinge "Bewusstsein".

      Das "Bewusstsein" (=dass du von dir weißt oder von anderen Dingen)kann aber nur im Einzelnen (also scheinbar aus dem "Ganzen" herausgenommenen) spürbar werden oder "erwachen".
      Somit braucht Gott uns / dich sozusagen, wie hier auch jemand erwähnte, dich und dein Bewusstsein. Durch dich lebt ER und weiß von sich (halt auch indem er von DIR weiß).
      Es aber tatsächlich keine Trennung gibt, das heißt "Du bist Ich, Ich bin Du".

      Hier innerhalb der Welten aber sind wir verschieden und "Verschiedene". Wobei du sagen kannst, das wirkliche Bewusstsein (wenn du dem einmal nachfühlen möchtest) ist überhaupt nur in dir tatsächlich präsent. Alles andere sind Geschichten, die du immer nur aus deiner eigenen Perspektive heraus beurteilen , sehen oder sagen kannst.
      Auch ein sogenanntes "Zwischenlage" kann immer nur etwas in deinem eigenen Geist sein, eine Vorstellung von dir und vielleicht eine "Angst" , usw....

      Du kannst dich als ein "ganzes Wesen" sehen und wahrnehmen, das dennoch aber ja einen bestimmten Namen hat, bestimmte Eigenschaften usw., oder du begreifst das Allumfassende nie enden wollende oder könnende in dir, so wie es in allem ist oder in "Gott". Der eben dann ein "liebendes oder bestimmendes" Wesen sein kann, stets umfassend und daher von uns niemals ganz zu erfassen (das wollen wir auch nicht). Sobald du etwas "erfasst" hast, musst du auch gleichzeitig erkennen ER / ES / SIE ist es nicht, denn es er sie ("Gott") entzieht sich immer wieder , ganz nach seinem Grundwesen aller wirklichen Erfassung.
      Das ist das was du letztendlich "Freiheit" nennst, das ist das Unendliche, und wir selbst würden es auch niemals begrenzen wollen.

      Aber andererseits braucht es "Grenzen", braucht es bestimmte Personen / Persönlichkeiten, damit das All-Eine ausgedrückt werden kann, ohne dem "existiert" es halt nicht.

      Du gehst in diese Welt und "erfährst daher vielleicht viele nacheinanderfolgende "Leben", so wie du verschiedene "Tage" , Vollmonde unsw. erlebst.
      Du ziehst auseinander und machst dir ein Bild, um "verstehen" zu können, um Bewusstsein "kreieren" zu können, denn das ist der Weg Gottes durch unsere Welten.

      Ich kann vielleicht noch viel sagen, aber etwas sagt in mir, hier ist es genug .. :D :)

      Liebe Grüße und danke für deine Texte hier sowie auch den anderen Dank für das Geschriebene
    • Liebe Samina,

      stimmt alles und nehme ich auch genauso wahr. Mein Problem ist, wie bei allem in meinem Leben, das Vertrauen. Das ist, wenn man mich hier nur liest vielleicht nicht ganz einsehbar, weil ich in meinen Grundfesten stark bin und auch wirken mag, aber trotzdem ist Vertrauen meine ganz große Stolperstufe.

      Auf der einen Seite bin ich so extrem auf mich bedacht und einzig meinen Wahrnehmungen und dann passiert der Moment wo ich das innere empfinden in Frage stelle und um mich abzusichern recherchiere ich auf Teufel komm raus und wundere mich wen ich dann ganz aus dem Ruder gerate, da so vieles nicht mit meinem Inneren übereinstimmt. Erst wenn ich zu schreiben beginne, dass sortiert mich, und wie hier Feedback erhalte, das erweitert mich, merke ich das ich mir und meinem Inneren vertrauen kann.

      Und obwohl mir dieser Prozess nur allzu gut vertraut ist und kein Geheiminis mehr, tappe ich immer und immer wider hinein.


      Semina schrieb:

      Dieses grundlegende Naturgesetz = hohes geistiges Gesetz , kann ja niemals Unterschiede machen zwischen dir mir und anderem
      So nehme ich es auch wahr.

      Es sind "nur" noch kleine Punkte, welche getrigert werden, dafür liegen diese um so tiefer, als es zu Anfang war, als ich mit meinem Heilweg begann.

      Erdherz schrieb:

      Am Anfang ist ein Problem wie die unterste Ebene einer Pyramide
      Das beschreibt es ganz gut.

      Semina schrieb:

      Alles andere sind Geschichten, die du immer nur aus deiner eigenen Perspektive heraus beurteilen , sehen oder sagen kannst
      Genau und da setzt meine Verwirrung an. Zu allem gibt es irgendeine Meinung und ob ich will oder nicht beeinflusst diese mich bis zu einem gewissen Grad. Das hat schon seit längerem die Folge, dass ich mich versuche von der Information, welche von außen kommt, zu distanzieren, um noch mehr bei mir und meinem Inneren zu bleiben/sein. Denn es ist für mich Fakt, dass ich alles aber auch alles in mir trage, was ich zu meinem individuellen Leben benötige.

      Wobei ich ebenso sagen muss, wenn ich nicht gelesen hätte, wäre ich auch nicht auf die Gedanken gekommen, die ich habe? Aber mit Quanten verhält es sich ein wenig anders, als mit Gott. Ich quante und kann im selben Moment nachvollziehen, das mich etwas erreicht. Ich spreche mit Gott und es entsteht so eine Art Kaugummiding zwischen uns. Das experimentieren mit ihm, gestaltet sich für mich jedenfalls....anders? Ich habe keine Worte dafür.

      Ich nehme DAS große Buch hierfür zur Hand, um Antworten zu finden und finde alles Mögliche und Interessantes, aber nichts von alle dem, was ich bisher in Erfahrung über mich und Energien gebracht habe. Und dann wird vom Christentum auch noch behauptet, die Wiedergeburt ist quatsch, denn wir leben nur dieses eine Mal und landen garantiert im Paradies, an der Seite Gottes, aber selbstverständlich nur, wenn wir uns zu Lebzeiten ihm auch bekannt hatten, ganz streng auch, da wir die Bibel in und auswendig gelesen haben müssen. Sonst wird das nichts und wir landen beim Teufel oder im Zwischenlager?

      Wenn mein Opa nicht so plötzlich gegangen wäre, hätte es mir mit aller Wahrscheinlichkeit nichts ausgemacht. Aber so war ich echt in Sorge, das es ihn nicht so gut treffen könnte, wie ich mir erarbeitet habe, dass es zu sein hat, wenn wir gehen und anständige Menschen waren. Wobei "Fehler" verziehen werden, da wir vor Gottes Auge alle gleich sind.

      Und dann fielen mir all die anderen Menschen ein, die gar nicht erst in die Situation kommen sich ihrem Glauben zu stellen oder eine Wahl treffen zu können.

      (Es gehört nun hier nicht her, aber wir hatten eine wunderschöne Beerdigung, so viele liebe Menschen, welche so viel zu erzählen hatten und dies mutiger Weise vor all den Trauernden getan hatten. Es regnete aus Eimern, wir waren klitsch nass. Es war sau kalt, aber keiner hatte wirklich gefroren. Es war allen ganz warm ums Herz. Das war wirklich unglaublich schön und tröstend.)

      Da war ich ganz bei mir und meinem Gefühl. Und ich dachte an Opa und sagte ihm "Ich vertraue."

      Danke Semina für Deine Gedanken hierzu :)

      Gruß Sahne :sonne:
    • Sahne schrieb:

      Und dann wird vom Christentum auch noch behauptet, die Wiedergeburt ist quatsch, denn wir leben nur dieses eine Mal und landen garantiert im Paradies, an der Seite Gottes, aber selbstverständlich nur, wenn wir uns zu Lebzeiten ihm auch bekannt hatten, ganz streng auch, da wir die Bibel in und auswendig gelesen haben müssen. Sonst wird das nichts und wir landen beim Teufel oder im Zwischenlager?


      Na, das muss so. :D
      Denn: wenn es doch SOWIESO eine Wiedergeburt gibt, warum sollte man sich dann zu Jesus bekennen und an Gottes Gebote halten? Damit würde sich das Christentum doch selbst ad absurdum führen. :herbst:
      Man hätte doch keinen Vorteil (= ewiges Leben) mehr, sondern nur Nachteile (= Gebote halten).

      Erdherz schrieb:

      von der Kirche wird vehement bestritten, dass beim 2. Konzil von Konstantinopel 553 die Reinkarnationslehre durch knappen Mehrheitsbeschluss negiert wurde. Die Überlieferungen dieses Konzils sollen angeblich ca. 130 Jahre später versehentlich (?) vernichtet worden sein.


      Das halte ich, mit Verlaub, für ausgemachten Blödsinn. Weil...siehe oben. :pardon:
      Worte sind nur Worte,
      und wo sie so gar leicht und behende dahin fahren, da sey auf deiner Huth,
      denn die Pferde, die den Wagen mit Gütern hinter sich haben,

      gehen langsameren Schritts.
      ~Matthias Claudius~
    • Ich habe natürlich auch keine Beweise für oder gegen Reinkarnation. Selbst glaube ich aber daran, weil Energie nicht verloren geht. Auf welche Art und Weise und in welcher Form man wieder geboren wird, das weiß ich nicht. Aber ich hatte von Kindesbeinen an teilweise bei manchen Orten das Gefühl, dass sie mir seltsam vertraut waren. Ich kannte die Gegend, auch wenn wir mehrere hundert Kilometer entfernt gelebt haben. Ich halte s für möglich, dass es mir aus einem früheren Leben bekannt war.
    • Die Frage "Kommen wir nie wieder zurück" kann ich nicht wirklich beantworten.

      Ich bin überzeugt, dass man nie wirklich weg ist. - Und wenn man nie wirklich weg ist, kann man auch nicht wiederkehren.
      Für mich ändert sich nur die Form des Seins.
      Wenn meine jetzige Hülle irgendwann ihren Dienst getan hat, löst sie sich auf.
      Dann bin ich aber noch immer da - meine Energie - sie geht nicht verloren.
      Ob sich diese Energie dann mal eine neue Hülle in Form eines menschlichen oder tierischen Körpers oder eine Pflanze, einen Stein oder sonst eine Form sucht, kann ich nicht sagen.

      Ich versuche, mit allem um mich herum, achtsam umzugehen, auch wenn ich damit oft einige Schwierigkeiten habe, da mir mein Ego einen Streich spielt.
      Aber vielleicht ist ja doch der Stein, den ich am Strand finde oder eines der Sandkörner unter meinen Füßen die jetzige Hülle einer vertrauten Energie. (Vielleicht die Energie meiner verstorbenen Töchter, meiner Oma, meiner Mutter, meiner Katze oder sonst einer vertrauten Energie?)

      Ich kann es nicht sagen. - Wer weiß das schon?

      Hier und jetzt ist mir wichtig, achtsam zu sein mit allen Hüllen und ihren Energien um mich herum.

      Vielleicht ist das der Grundgedanke des Reinkarnations-Glaubens? Doch damit kenne ich mich nicht aus.

      Eirashand