Zwischen dort und hier oder: Auswirkungen einer schamanischen Reise

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    • Zwischen dort und hier oder: Auswirkungen einer schamanischen Reise

      Gestern abend hab ich für mich eine schamanische Reise gemacht. Ich hab mich seit Tagen nicht wohl gefühlt und wollte wissen, warum. Auch mit dem Ziel, mal was für mich zu tun, damit ich mich vitaler fühle und nicht dauernd dieser Zustand zw. "nicht gesund" und "nicht krank". Einfach angeschlagen und erschöpft.
      Ok, ich also gereist mit der Frage, was mir jetzt hilft.
      Nachdem ich einem Wesen begegnet bin, dass mir (in Kurzfassung) mitgeteilt hat: "Wenn Du mich nicht beachtest, wirste halt krank." und meiner Nachfrage, wie ich es denn beachten könnte, bin ich erstmal pennen gegangen.
      Resultat: Ich werd heut nacht wach - und bin "richtig" krank.
      Das, was seit Tagen/Wochen in mir schmurgelt, kommt jetzt richtig raus. So, dass Rausgehen, Arbeiten und so erstmal nicht geht. Zwangspause.
      Die Geister haben echt einen tollen Humor. Aber ich glaub, das Krankwerden jetzt gehört (umfassender gesehen) eher zum Gesundwerden.
      Nachdenklich,
      Kirsten
      Klarheit erschafft Form
      Form schafft Klarheit
    • @Toshka: Für mich sah das aus, als würde das Wesen meine Energie versinnbildlichen. Also, meine Lebenskraft, meine Vitalität "als solches". Und diese Kraft ging an verschiedene Stellen (ich hab sie großzüghig verteilt). Nur war dann für mich und für Sachen, die ausschließlich mich betreffen, zu wenig übrig.
      Hört sich vielleicht egoistisch an - aber ich glaube gar nicht, dass dieses Wesen von seiner Grundenergie her nichts geben/teilen mag. Aber vuielleicht sollte ich nur das weggeben, was noch über ist, wenn ich versorgt bin- nicht andersrum.

      @Ate: Ja, das war schon ich. Ist mir auch so vorgekommen. Zeit zum Gesundwerden will ich mir gerne nehmen - lange nicht mehr körperlich so krank gefühlt.
      LG
      Kirsten
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    • Die Geister haben einen schrägen Sinn für Humor, in der Tat.

      Erinnerst du dich an den Tee den ich dir geschenkt habe?
      Haste noch was davon, vielleicht hilft der dich von Innen etwas aufzubauen.
      Der Wermut ist eher der Krieger, der Waldmeister führt dich eher zu dir Selbst, gibt dir Ruhe.

      Vielleicht brauchst du wieder mehr Innere Stärke, interpretier das wie du magst.

      Ich hoffe du wirst ganz bald wieder gesund!

      LG,
      Guls
    • Liebe Kirsten ,

      so wie du es erzählst ist es nahezu selbsterklärend .

      Mir hat jemand vor ein paar Wochen ein schönes *Bild* vermittelt.
      Es geht nicht darum wie ein Kanal zu fungieren und quasi nonstop Energie weiterzuleiten, sondern darum eine Schale zu sein , die sich mit Wasser (Energie) füllt und erst dann Energie weitergibt, wenn sie überfliesst.
      Es geht darum , darauf zu achten, dass die eigene Schale voll ist .

      :wanne: Gute Genesung , toshka
      * remember to walk in beauty *

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von toshka ()

    • Ich habe nochmal eine Frage: Hat mir gestern abend irgendwer ca.20-25 Minuten lang Reii über die Ferne geschickt?

      Vielleicht spinne ich ja - und das Ganze war nur meiner Matschbirne geschuldet - aber ich hatte gestern abend, als ich nach dem Tee (war gut!) wieder im Bett lag, dasselbe Gefühl wie bei den wenigen Gelegenheiten meines Lebens, wio ich Reiki bekommen hab.
      Vielleicht war es auch nicht Reiki, sondern nur sowas Ähnliches. Mein Gefühl war aber, dass da eine Energie ankommt und an verschiedenen Stellen "arbeitet". Nach ca. 20-25 Min hat dieses Gefühl wieder aufgehört - und ich bin eingeschlafen.
      Krank bin ich immer noch, aber mein immunsystem arbeitet - und mir scheint, diese Energie hat mein Immunsystem irgendwie angeregt/untrstützt.

      In dem Fall alles sehr hilfreich und angenehm (danke schön1 unbekannterweise...), nur: Fragt man da nicht erstmal? Ich weiß weder so genau, was das war, noch wer - und ich hab's auch - von meiner Verfassung her- dankend angenommen. Ich hatte keinen Kopf, mir nen Kopf zu machen.
      Also: danke! und trotzdem fände ich es schöner (und gehört für mich "eigentlich" zur Energiearbeit dazu) gefragt zu werden. Da kann ja jetzt sonstwer gewesen sein. Wobei das gestern echt gutgetan hat und der Kanal auch "sauber" war.Sonst hätt ich mir nen Dreck eingefangen und ich hab momentan eher das Gefühl, dass über Lungen, Hals, Nase, Ohren und Kiefer alles mögliche sich löst. (Schleim, Staub, Pollen...) Außerdem haben ja auch meine Spezln das durchgelassen.
      Also: unbekannterweise danke. Beim nächsten Mal (falls es ein nächstes Mal gibt), trotzdem bitte fragen.
      Kirsten, Tee kochend, dann wieder hinlegend
      Klarheit erschafft Form
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    • Liebe Kirsten,
      Ich war's nicht, :nein: denn ohne Fragen bzw. ohne Wunschäußerung
      würde ich nichts verschicken.
      Vielleicht warst du einfach entspannt und offen für diese Energien,
      die eigentlich jedem zugänglich sind :knuddeln:


      Liebe Grüße und gute Besserung :sonne:
    • Liebe Kirsten,

      nein, ich auch nicht. Ich habe aber auch eher das Gefühl, wie Weißes Reh, dass deine Fühligkeit und Durchlässigkeit dir dieses Geschenk bereitet hat, auch dein Eingestehen dieses zu brauchen.

      Aus der analytischen Sicht nur ein paar Erinnerungen:
      Deine Intuition kann dich bewahren vor Krankheiten, die nicht zu dir gehören. Deine Herzensstärke gibt dir nicht nur das Recht, sondern eigentlich die Pflicht, gut auf dich aufzupassen, auch wenn das bedeutet, dass du sagst: Jetzt ist Feierabend, ich mach Pause. Gesunder Egoismus.

      Was dich verlockt: Ungerne nein sagen. Schlechte Launen anderer vermeiden wollen. Nicht diejenige sein wollen, die das Fass zum Überlaufen bringt. Neulich habe ich etwas Schönes gehört: Wir müssen genau da ehrlich werden, wo wir es am meisten zu vermeiden suchen. Genau da ist der Punkt.

      Und natürlich: Als Manfestorin bist du nicht die regelmäßig Arbeitende. Weißt du, wann es genug ist? Wann ist der Punkt, aufzuhören, und traust du dich, das dann auch zu tun, selbst wenn du keine gute Begründung hast?

      Eine Krankheit ist ja Begründung. Aber vielleicht ist sie nicht immer nötig? Erlaubst du dir den Rückzug, auch ohne Grund? Mach mal die Mauern hoch. Wenn du gerufen bist, eine Auswirkung zu haben, die dich reizt, dann bist du doch wieder dabei...

      Aber jetzt...
      Ruhe...

      Alles Gute!
    • Hi,

      nicht böse sein, ich glaube das kam unbeabsichtigter Weise irgendwie aus meiner Ecke.
      :D

      Du weißt ja dass ich nie was mache ohne zu Fragen.

      Gestern Abend hab ich mit meiner Patentante telefoniert und ihr von dir erzählt, hattest du mir ja erlaubt.
      Ich hatte nur deinen Namen genannt und woher wir uns kennen nichts weiter.

      Danach hab ich was für mich gemacht, hab ein kleines Problem momentan, und es hat nicht gewirkt wie sonst, hat sich angefühlt als würde da noch wer dranhängen.
      Ich hatte gedacht ok gut, vlt meine Patentante, die kann sowas ja und habs zugelassen.
      Vielleicht war es auch nur meine Patentante und ich hin als Rattenschwanz hinten dran, Keine Ahnung.

      Kann auch sein, das es ganz wer anders war, aber war schon komisch. Aber ich kenne sie ja, sie macht sowas manchmal.

      Naja wenns geholfen hat.
      Ich muss zumindest von Vorne Anfangen :denk: .
      Ist ein bischen blöd, ich war bei der Akupunktur vor nem Jahr und seit dem Spackt mein Herz etwas, ist unangenehm, jetzt mach ich das seit ein paar Tagen abends immer und am nächsten Tag und in der Nacht war Ruhe, aber diese Nacht war es wieder komisch und heute auch, scheint überhaupt keine Wirkung gehabt zu haben was ich gestern getan hab. Ist halt schon komisch.
      Wie gesagt war nicht beabsichtigt aber gut wenns dir geholfen hat. ( solte ich es gewesen sein)

      LG
      Guls

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Guls ()

    • Könnte sein, Guls, weil ich hatte ja vorher den Tee von Dir getrunken und hab nochmal leise "Danke" gedacht/Gefühlt/gesagt dafür.
      Herz würde auch passen, weil es am Herzen und in der Lunge angefangen hat zu wirken.
      Geh, pass ein bisschen auf, ja? Deine Patin ist ja auch kein unbeschriebenes Blatt, so unter Heilern - und ich mag die Idee nicht, dass es Schaden angerichtet haben könnte, indem ihr oder dir dann Energie fehlt.
      Mir hat's gutgetan, ohne Zweifel. Bin von "total krank" bei "krank" gelandet. Mein Immunsystem ackert und ich schwitze dauernd irgendwas aus. (Mit warmen Getränken noch mehr, aber auch sonst). Trotzdem sitze ich hier im Fleecepulli, weil mir (in einer geheizten Wohnung) kalt ist.

      Weißes Reh schrieb:

      Ich war's nicht, denn ohne Fragen bzw. ohne Wunschäußerung
      würde ich nichts verschicken.
      Weiß ich. Deine Energie hätte ich gekannt, möchte ich hoffen. ;) Wenn ich wieder reden kann, ohne zu klingen wie drei Flaschen Whiskey und nen verschlucktes Reibeisen, meld ich mich mal.

      Birkenfrau schrieb:

      Was dich verlockt: Ungerne nein sagen. Schlechte Launen anderer vermeiden wollen. Nicht diejenige sein wollen, die das Fass zum Überlaufen bringt. Neulich habe ich etwas Schönes gehört: Wir müssen genau da ehrlich werden, wo wir es am meisten zu vermeiden suchen. Genau da ist der Punkt.
      Treffer.

      Birkenfrau schrieb:

      Und natürlich: Als Manfestorin bist du nicht die regelmäßig Arbeitende.
      Weiß ich. Aber die Welt der Generatoren möchte 8-16 Uhr-Jobs.
      Ich weiß, dass ich nicht der Typ bin, der konstant gleich viel Output liefern kann.

      Birkenfrau schrieb:

      Weißt du, wann es genug ist?
      Jain. Der Kopf sagt oft "Mach weiter, Du musst noch..." aber der Körper spürt es. Wobei ich in Sachen Grenzen (un-emotional, Sakralchakra non-defined) auch ziemlich konditioniert bin. Also, ja, mein Körper spürt, wann es genug ist. Aber ich hab natürlich diese ganze "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" -Konditionierung auch drinnen. Calvinistische Vorfahren... puh.

      Birkenfrau schrieb:

      Wann ist der Punkt, aufzuhören, und traust du dich, das dann auch zu tun, selbst wenn du keine gute Begründung hast?
      Der Punkt wäre, bzw. ist, dann Pause zu machen, wenn die Konzentration raus ist. Das ist wie "hinlegen, bevor ich müde bin". Alle möglichen Leute machen weiter und pennen erst, wenn sie ausgepowert sind.
      Wenn ich so lange warte, werd ich krank. Ich muss mich eigentlich schon vorher ausruhen.
      Und für mich ist es auch leichter, In Zielen zu arbeiten und nicht in Stunden. Gib mir ein realistisches, an einem Arbeitstag zu erreichendes Ziel. Ob das dann zwei Stunden dauert oder zehn.
      Aber nicht dieses jeden Tag Stundensunmme x.

      Birkenfrau schrieb:

      Eine Krankheit ist ja Begründung.
      Ja. Das ist aber auch der Eremit. Der darf dann sein, wenn ich krank bin. Der ist aber "eigentlich" auch sonst da. Leb den mal, im Gewühl.
      und dann mit der anderen Seite, die immer netzwerkt, kontaktet, etc. Ich bin ja beides.
      Aber der Eremit darf im Außen nicht da sein. Der braucht seine Ruhe, der will die anderen auch gar nicht so arg um sich. Aber sag das mal, OHNE, dass das dann persönlich genommen wird. ;) Da wird die Begründung quasi "eingefordert", wenn ich mich zurückziehen will.

      Birkenfrau schrieb:

      Erlaubst du dir den Rückzug, auch ohne Grund? Mach mal die Mauern hoch.
      Zu selten. Viel seltener, als ich es brauche. Und oben das ist zu weit offen. Ich befass mich da zuviel mit anderen, mit deren Themen, Fragen und so. Da ist auch so ein "die Antworten kennen müssen" drin. Aber muss ich gar nicht. Ich kann mir die (jeweilige) Antwort über die Milz (= meine innere Autorität) direkt aus dem Moment holen. Deutlicher und intuitiver als mit dem Kopf.

      Birkenfrau schrieb:

      Mach mal die Mauern hoch.
      Darf ich das? Ohne Kranksein?

      Birkenfrau schrieb:

      Wenn du gerufen bist, eine Auswirkung zu haben, die dich reizt, dann bist du doch wieder dabei...
      Ja, dann kann ich doch eh nicht anders. ;) Aber ich kann nicht im voraus timen, wann. Das ist wirklich "aus dem Moment".


      Aber wo Du das grad schriebst mit "Mauer hoch machen": Mauer ist Schutz. Das Immunsystem ist ja auch Abwehr. Und da hakt es: Einerseits krieg ich immer mehr so Allergiezeugs, dass also mein Körper reagiert auf Dinge, die im Grunde harmlos sind (zu viel Abwehr). Andererseits fang ich mir jeden Scheiß ein grad, zu wenig Abwehr. (ich war früher selten krank, so als Kind).
      Da stimmt doch ebbes nicht... Wehr ich grad das Falsche ab und lass das Unpassende rein?
      Nachdenklich,
      Kirsten
      Klarheit erschafft Form
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    • Liebe Kirsten,

      klar. der Körper weiß es, spürt es.

      Panther-Adler schrieb:

      "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" -Konditionierung auch drinnen. Calvinistische Vorfahren... puh.
      Jup, kann ich auch ein Lied von singen. Insgeheim finde ich das sogar immer noch richtig... für mich... ABER: Es geht eben um das Maß. Das Maß der Dinge. Und es gibt eben keinen wirklichen Grund, mehr zu leisten, als man (auf Dauer) kann. Klar, man reitet sich so in Dinge hinein, in Jobs, Familienbeziehungen usw. wo man nicht so einfach raus kann. Als sakral offenes Wesen bin ich mit drei Kindern auch permanent an der Grenze, und ich habe das Glück, mir meine Arbeit meist selbst einteilen zu können... Und dennoch ist man Stunde für Stunde, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr in der Verantwortung, das zu nähren, was man ins Leben gerufen hat. Und ja, es wird ja leichter, wenn die Kinder älter werden.

      Und so ist es auch mit anderen Dingen: Wir reifen innerlich weiter, und so, wie wir mit 20, 30 leben wollten und konnten, passt es vielleicht irgendwann nicht mehr. Doch viele verstecken sich hinter ihren Lebensentwürfen, haben Angst, sich zu bewegen, Neues zuzulassen. Und irgendwann, mit 45, 50, 55, gibt es irgendwo nen Bruch. Eine Trennung, ein Unfall, eine Krankheit. Was Ernstes.

      Also, was ich eigentlich sagen will: Klar steckst du in den Mühen und in einer Welt, die dich auf bestimmte Weise haben will, nämlich leistungsstark, berechenbar, mitfühlend. Aber dich selbst vergessen kannst du nicht, nicht auf Dauer bzw. immer weniger. Wer wenn nicht eine wie du hat den Mut, Wege zu beschreiten, die noch nicht vorgegeben und allgemein akzeptiert sind?

      Und überhaupt: Ich wünsche mir eine Welt, in der wir uns gegenseitig ermutigen, zu unserem Wesen, mit allen Ecken, Kanten, Brüchen und Besonderheiten zu stehen. In der wir den anderen nicht verurteilen, weil er anders durchs Leben geht. In der gerade Frauen sich gegenseitig helfen, zu ihren Bedürfnissen zu stehen, statt verächtlich auf die zu schauen, die es wagen, sich zu nehmen was sie brauchen. Diese ganzen Helfer- und Sozialallüren, die wir haben... Und die auch gut sind und sehr sehr tief in uns verwurzelt, das Nährende in uns. Aber bitte nicht blind! Und bitte vor allem an uns selbst zuerst denkend (jaja, ich höre den inneren Aufschrei!). Denn nur so bleiben wir stark und nährend. Nur so.

      Und wenn die Welt Menschen will, die 8 oder 10 Stunden am Tag für oft fraglichen Gewinn ihre Körper und Herzen zur Verfügung stellen, dann wird es eben Zeit für diejenigen, die das nicht können und wollen, für sich einzustehen. Und dafür muss man keine Revolution anzetteln. Da kann jeder seine Schritte machen, auch wenn sie klein sind.

      Du bist doch glaub ich auch in der GFK bewandert. Bevor du also ernst krank wirst, kannst du da nicht, vielleicht ab und zu, in manchen Situationen zumindest, wenn deine Milz ruft: "Stopp" - das auch irgendwie so verkaufen, dass du aufhören kannst oder zumindest eine Pause, einen Rückzug findest, der dich wieder in Balance bringt?

      Und wenn wir sehen, dass andere eine Pause brauchen, oder plötzlich aussteigen, weil irgendwas zu viel ist, können wir dann nicht mitfühlend sein und dem anderen das ermöglichen, was jetzt wichtig und richtig ist für ihn? Das würd ich mir echt wünschen, und ich übe mich regelmäßig, denn ich hab hier ja auch nen Milzmenschen zu Hause. Das ist schon ne Hausnummer, in einer Welt, in der alle zu jeder Zeit erreichbar sein sollen und funktionieren, nein zu sagen, auszusteigen, plötzlich, unvorbereitet. Und das zu akzeptieren, wenn andere es tun, und es auf keinen Fall persönlich nehmen.

      Mein Sermon nützt dir jetzt natürlich nicht viel, ich hab, glaub ich, auch zu mir selbst gesprochen ;)

      Deine Abwehr, wenn du da rüber gehst, wirst natürlich überempfindlich. Und wenn du das nicht anschauen kannst, wogegen du dich eigentlich wehren musst, dann trifft's halt was Harmloses. Womit wir wieder beim Punkt Ehrlichkeit sind. Deiner Intuition und deinem Instinkt vertraust du, aber bist nicht immer bereit für die Konsequenzen, wenn du sie spontan, unberechenbar leben würdest.

      Zuguterletzt: Nicht jede Krankheit ist Konsequenz von irgendeinem "Sollte, hätte, müsste". Es sind auch Reinigungsprozesse, und wenn die in Gang kommen, ist es zwar nicht schön, aber letztlich doch gesund. Lass raus, was raus muss, und lass nix rein, was nicht passt.

      Alle guten Wünsche
      Birkenfrau
    • Liebe Anke,

      Birkenfrau schrieb:

      Und dennoch ist man Stunde für Stunde, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr in der Verantwortung, das zu nähren, was man ins Leben gerufen hat.
      Für Dich bezieht sich das auf Deine biologischen Kinder, klar. Für mich ist das etwas anders. Für mich geht es auch darum: "Was (und wen) will ich denn nähren - und wie lange?" Und (das ist die nächste Schicht), wo kriege ich meine Nahrung (v.a. der seelischen Art) her?

      Birkenfrau schrieb:

      und sehr sehr tief in uns verwurzelt, das Nährende in uns.
      Naja, nun, eben! Dafür bin ich Frau, dafür bin ich auch "Mutter", wenn auch nicht biologisch. Aber eins kannst Du mir glauben: Ich habe in meinem Beruf in den letzten Jahren genug Kinder gesehen, denen das fehlt, wahrlich genug. Erst dadurch hab ich wirklich schätzen gelernt, was für ein starkes mütterliches Fundament ich durch meine Großmutter (die in vielen Leben meine Mutter war und umgekehrt), mitbekommen habe. Und ich leb das auch, aber halt nicht "klassisch".

      Birkenfrau schrieb:

      Doch viele verstecken sich hinter ihren Lebensentwürfen, haben Angst, sich zu bewegen, Neues zuzulassen. Und irgendwann, mit 45, 50, 55, gibt es irgendwo nen Bruch. Eine Trennung, ein Unfall, eine Krankheit. Was Ernstes.
      Hatte ich. Mehrere(s) davon. Reicht erstmal. Aber so den "Entwurf", wie's denn werden soll oder sein soll, den hab ich gar nicht. Bei mir haben sich die Dinge immer aus Unwahrscheinlichkeiten ergeben, aus spontanen Impulsen. Milz halt. ;)
      Natürlich gab es Träume, sicher. Aber keinen festen Entwurf, den hatte ich nie.
      Das, was ich jetzt beruflich mache, z.B. das gab es doch in der Form gar nicht, als ich begonnen hab mit dem Studium. Da kannste Dich ja nicht vorbereiten. Das passiert. Und so war das immer. Auch privat.

      Birkenfrau schrieb:

      Aber bitte nicht blind! Und bitte vor allem an uns selbst zuerst denkend (jaja, ich höre den inneren Aufschrei!). Denn nur so bleiben wir stark und nährend. Nur so.
      Da gibt's (von mir) keinen Aufschrei. Es stimmt ja.

      Birkenfrau schrieb:

      Bevor du also ernst krank wirst, kannst du da nicht, vielleicht ab und zu, in manchen Situationen zumindest, wenn deine Milz ruft: "Stopp" - das auch irgendwie so verkaufen, dass du aufhören kannst oder zumindest eine Pause, einen Rückzug findest, der dich wieder in Balance bringt?
      Mach ich schon, immer wieder. Das ist nur bei fehlenden Einzelarbeitsplätzen komplizierter, als wenn Du ne Tür zumachen kannst. Manchmal geh ich einfach aufs Klo. ;)

      Birkenfrau schrieb:

      Mein Sermon nützt dir jetzt natürlich nicht viel,
      Stimmt. :)

      Birkenfrau schrieb:

      Und wenn du das nicht anschauen kannst, wogegen du dich eigentlich wehren musst, dann trifft's halt was Harmloses.
      DA ist der Punkt. Genau da. Es hat eine Situation gegeben, die für mich sehr... heftig war. Und die Folgen davon sind heute noch spürbar, körperlich und seelisch. Manche körperliche Schmerzattacke kommt von da.

      Birkenfrau schrieb:

      Deiner Intuition und deinem Instinkt vertraust du, aber bist nicht immer bereit für die Konsequenzen, wenn du sie spontan, unberechenbar leben würdest.
      Das stimmt.

      Manifestierende ;) Grüße,
      Kirsten
      P.S: Falls sich irgendwer fragt, "Was reden die da?": Einfach "human design" googeln. Dann erklärt sich das.

      Birkenfrau schrieb:

      In der gerade Frauen sich gegenseitig helfen, zu ihren Bedürfnissen zu stehen, statt verächtlich auf die zu schauen, die es wagen, sich zu nehmen was sie brauchen.
      Da glaub ich überhaupt nicht dran. Also daran, dass es so eine Welt geben könnte, schon. Aber nicht in gegenseitiger Frauen-Schwesternschaft. Das halte ich für komplett illusorisch.
      Ich hatte in meinen ersten Jobs reine Frauenteams, immer. In dem hier jetzt nicht, glücklicherweise. Und wenn ich es vermeiden kann, werde ich nicht mehr in reine Frauenteams gehen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()

    • Liebe Kirsten,

      genau, nicht nur biologische Kinder sind zu nähren, ich hab das auch aus deiner Perspektive so benannt, um zu zeigen, dass wir weit mehr nähren als nur biologische Kinder...

      Panther-Adler schrieb:

      Das ist nur bei fehlenden Einzelarbeitsplätzen komplizierter, als wenn Du ne Tür zumachen kannst. Manchmal geh ich einfach aufs Klo.
      Ja, das ist halt einer dieser Punkte in dieser dichten Welt - Rückzugsraum, ganz physisch, auch und gerade beim Arbeiten. Für mich ist das auch immer wieder Thema, wenn ich viel Zeit dicht mit (vielen) Menschen verbringe, dann merke ich deutlich, wie es mich zwar für ne bestimmte Zeit "auflädt", aber dass es ungemein wichtig ist, immer wieder nur in meiner Energie zu sein. Und wenn man sich dann mal aufs Klo oder sonstwo zurückzieht, kann man noch viel genauer spüren, wo man nun gerade steht, und ob da noch Energie übrig ist oder ob "der Ofen aus" ist.


      Panther-Adler schrieb:

      DA ist der Punkt. Genau da. Es hat eine Situation gegeben, die für mich sehr... heftig war. Und die Folgen davon sind heute noch spürbar, körperlich und seelisch. Manche körperliche Schmerzattacke kommt von da.
      Hm, ok. Sich nicht wehren können, wenn man müsste, ist echt heftig. Ich grab da jetzt nicht weiter, wenn es dran ist, wird es auch dort weitergehen...


      Panther-Adler schrieb:

      Da glaub ich überhaupt nicht dran. Also daran, dass es so eine Welt geben könnte, schon. Aber nicht in gegenseitiger Frauen-Schwesternschaft. Das halte ich für komplett illusorisch.
      Ich hatte in meinen ersten Jobs reine Frauenteams, immer. In dem hier jetzt nicht, glücklicherweise. Und wenn ich es vermeiden kann, werde ich nicht mehr in reine Frauenteams gehen.
      Nee, an Frauenteams im Arbeitsleben hab ich jetzt auch nicht gedacht gehabt. Mir ist auch vollkommen klar, dass wir weit von weiblicher Solidarität in der Gesellschaft entfernt sind. Aber viele gute Erfahrungen, die mir persönlich sehr geholfen haben, beruhten auf der Empathie, den Erfahrungen und den Ermutigungen von Frauen, die schon vor mir sich auf die Reise gemacht haben. Sowas wie Lehrerinnen, Tutorinnen, aber eben nicht hierarchisch, sondern sie waren halt schon an den Punkten, an denen ich dann war, und haben es nicht vergessen und haben mich daran teilhaben lassen, meine Persprektive erweitert. Und wenn @Eirashand zum Beispiel sich vom Ersparten nen Wohnmobil kauft und erst mal allein an die Ostsee in den Urlaub fährt, weil das genau das ist, was sie braucht und schön findet, dann ist das so was, was ich einfach schön und bestärkenswert finde.


      Um wieder aufs Thema zrückzukommen:

      Panther-Adler schrieb:

      Nachdem ich einem Wesen begegnet bin, dass mir (in Kurzfassung) mitgeteilt hat: "Wenn Du mich nicht beachtest, wirste halt krank."

      Panther-Adler schrieb:

      Für mich sah das aus, als würde das Wesen meine Energie versinnbildlichen. Also, meine Lebenskraft, meine Vitalität "als solches".
      Wer sprach? Die Milz? Also nicht einfach die Lebenskraft als Kraft, sondern deine (Körper-)Intelligenz? Was mich ja interessieren würde ist, wie du das "Wesen" wahrgenommen hast. Denn so, wie ich es bisher von anderen verstanden habe, ist die Milz als innere Autorität etwas sehr schwer greifbares, hat keinen bestimmten Platz im Körper z.B., sondern ist eher "Überall". Manche sagen auch, dass der ganze Körper wie mit kleinen Antennen, Augen, Ohren, Riechzellen (ich glaub, das hat die Wissenschaft auch schon bestätigt) und anderen Sensoren bestückt ist, die bei Gefahr im Verzug Warnungen rausgeben.

      Und das Vertrackte bei der Milz ist ja: Die warnt nur einmal, weil sie immer im Jetzt ist...

      Einen erholsamen Samstag wünsche ich dir
      Anke Birkenfrau
    • Liebe Anke,

      Birkenfrau schrieb:

      Mir ist auch vollkommen klar, dass wir weit von weiblicher Solidarität in der Gesellschaft entfernt sind.
      Warum sollte, in einer Zeit, in der Solidarität sich geselllschaftlich zunehmend nur noch auf die Allernächsten bezieht - aber weniger wird, je mehr das, womit man sich solidarisieren könnte, von einem selber abweicht-, ausgerechnet eine geschlechtsbezogene Solidarität eine Rolle spielen? Eine Kategorie, die mehr und mehr aufweicht?

      Birkenfrau schrieb:

      Aber viele gute Erfahrungen, die mir persönlich sehr geholfen haben, beruhten auf der Empathie, den Erfahrungen und den Ermutigungen von Frauen, die schon vor mir sich auf die Reise gemacht haben. Sowas wie Lehrerinnen, Tutorinnen, aber eben nicht hierarchisch, sondern sie waren halt schon an den Punkten, an denen ich dann war, und haben es nicht vergessen und haben mich daran teilhaben lassen, meine Persprektive erweitert.
      Erstmal: Freut mich für Dich! Erlebe ich so für mich eher selten. Gibt's auch, ja, aber eher selten. Dass sich die Perspektive erweitert, schon. Dass ich lerne, auch. Dass sie mich ermutigen, auch. Aber - und das ist meins- es kommt nur in gewissen Grenzen an. ich glaubs nur in Maßen.
      Das hat auch mit Frau sein und Alter wenig zu tun bei mir. Mehr mit dem ermutigungsding. Wenn mich jemand kritisiert, glaub ich's eher.
      Nehm ich Deinen Satz von gestern nur als Bsp her. Du schreibst:

      Birkenfrau schrieb:

      Wer wenn nicht eine wie du hat den Mut, Wege zu beschreiten, die noch nicht vorgegeben und allgemein akzeptiert sind?
      Ich glaub schon, dass Du das so meinst. Ankommen tut bei mir trotzdem eine Anforderung. Ich will das gar nicht, verstehste?
      Ungewöhnliche Wege? Ja gut, die graden haben nie hingehauen bei mir. Aber da der liebe Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreibt,(sagt man), wird's wohl recht sein.

      "Ich bin genau wie ihr". "Bist Du nicht." Doch, bin ich. Genauso menschlich, genauso suchend, genauso fragend, genauso antwortend.
      Aber dauernd sehen irgendwelche Leute irgendwas in mir, was sie "ungewöhnlich" finden. Das ist für mich irritierend. Weil es Druck macht. "besonders" sein zu müssen.
      Reicht's sonst nicht? Reicht's nicht, dass ich einfach da bin? Muß ich erst noch was tun, damit's reicht?

      [Ironie]und dann auch was Ungewöhnliches! Klar. Was soll's denn sein?
      Ein Bestseller? Eine Sozialreform? Der unfehlbare Super-Mensch, Fels in der Brandung , immer fröhlich, immer freundlich, die immer alles versteht?[/Ironie] Ey, verdammt nochmal, ich bin kein Gott, ich bin Mensch. (Sorry, ich mein nicht Dich, ich merke nur grad, dass mich das nervt, ungewöhnlich sein zu sollen). Ich mag keine Idealisierungen, die Verdammung danach ist umso härter.

      Birkenfrau schrieb:

      Wer sprach? Die Milz? Also nicht einfach die Lebenskraft als Kraft,
      Doch.

      Birkenfrau schrieb:

      sondern deine (Körper-)Intelligenz?
      Nein. Die fühlt sich nochmal anders an.

      Birkenfrau schrieb:

      Was mich ja interessieren würde ist, wie du das "Wesen" wahrgenommen hast.
      Als Kraft. Als Initiativkraft, als den Anfang, die Initialzündung von etwas. Den ersten Funken, den ersten Schrei, den ersten Schritt, das erste Wort. Als Anfangsenergie, zupackend, ausgreifend, auf etwas zugehend. Der Moment, in dem die Knospe platzt- oder die Fruchtblase, wenn Dir das näher ist.
      Mars, astrologisch betrachtet - aber NICHT geschlechtsbezogen, nicht als "Mann" aufgetaucht. Überhaupt nicht als Mensch.

      Birkenfrau schrieb:

      Denn so, wie ich es bisher von anderen verstanden habe, ist die Milz als innere Autorität etwas sehr schwer greifbares,
      Ja und nein. Ja, wenn Du es örtlich nimmst. Nein, wenn Du Dich auf das Körpergefühl verlässt, was sie auslöst. Das ist so spezifisch (für mich), dass es unverwechselbar ist. Das Problem ist aber, dass ich es nicht verbal beschreiben kann. Ich kann nur im jeweiligen Moment fühlen, ob's da ist oder nicht. Und in dem Moment, wo ich drüber red, bin ich draußen. Geht nicht, ging noch nie. Das ist instinktiv. In dem Moment, wo ich's fühl, weiß ich's- für den Moment. Einen Moment später ist schon wieder ein anderer Moment, kann also weg sein. Muß nicht, kann aber.
      Viel flüchtiger als Emotionen, aber auch viel zuverlässiger.

      Birkenfrau schrieb:

      hat keinen bestimmten Platz im Körper z.B.,
      Als Organ hat die Milz selbstverständlich einen Platz, klar. Aber das Gefühl nicht, das stimmt.
      Ich erlebe das eher als "Ausgefülltsein" mit diesem Körper-Gefühl. Und nein, das ist was anderes als ein Gefühl wie Verliebtsein oder Angst oder Freude oder Trauer fühlen und davon erfüllt zu sein.
      Es ist ein ganz spezifisches, kurzes Gefühl, in dem ich intuitiv "weiß". Ohne Erklärung. Die kann sich mein Verstand dann ausdenken, wenn er will. (Und er will oft :D ). Aber instinktiv gibt's die nicht- und braucht's auch keine.
      Die innere Autorität ist ja vor allem auch die Quelle, aus der sich passende individuelle Entscheidungen treffen lassen. Ich hab das nie verstanden (auch schon be ich vor human design kannte, nicht), wenn Leute zu mir gesagt haben: "Du musst auf Dein Herz hören, wenn Du Entscheidungen triffst." Häh? Ich hab einiges an Herzkraft, aber für Entscheidungen bringt mir das nur Schwierigkeiten. Genauso wie Kopfentscheidungen. Ich hab auch einen ganz gut funktionierenden Verstand. Aber für echte Lebens-Entscheidungen sind für mich beide Schrott. Erstens streiten die sich dauernd - und zweitens haben beide nicht viel Ahnung, außerhalb ihres jeweiligen Bereichs. Wenn ich Stimmigkeit kriegen will und Entscheidungen, die ich nicht bereue (selbst wenn sie sich irgendwann ändern) geht's für mich über den Körper. Auch wenn der - im Gegensatz zu Emotionen und Gedanken - halt nix erklärt.

      Birkenfrau schrieb:

      die bei Gefahr im Verzug Warnungen rausgeben.
      Ja, wobei das (bei mir) auch über die Wurzel läuft. Da schießt mir dann eher die Wurzel Adrenalin für "Angriff oder Flucht" ins Blut. Das unmittelbar körperliche Überleben läuft für mich übers Wurzelchakra, das ja auch definiert ist.
      Nur: ob ich mich in Situationen rein begebe, die existenziell sind (macht die definierte Wurzel ja gerne, kann sie auch, weil sie sich ja da behält, statt sich aufzulösen, wie jemand mit undefiniertem Wurzel-Chakra), das entscheidet dann besser die Milz. die wurzel würd da nämlich immer rein rennen (meine jedenfalls), weil sie das kennt und kann: "das kennen wir, das pack'mer schon." Und da darf die Milz schon mal "Stopp" sagen - und ein "zuviel" verhinderm.

      Birkenfrau schrieb:

      Und das Vertrackte bei der Milz ist ja: Die warnt nur einmal, weil sie immer im Jetzt ist...
      Kann sie ja auch nur, weil s.o.

      So, langt. Ich hol mir jetzt mein Essen aus'm Backofen. Mein Solar Plexus (= Magen) hat Hinger. :D
      Kirsten
      Klarheit erschafft Form
      Form schafft Klarheit
    • Ich trau mich mal, liebe Kirsten. Kannst ja mit Erbsen schießen, wenn's nicht passt - ich schmeiß dann Pferdeäppel zurück :D

      Nur zum "besonders sein", das fiel mir so entgegen. Wo ist denn dein Problem mit dem besonders sein? Meine Erfahrung ist, den Druck macht man sich selbst, nicht die Anderen. Natürlich bist du "besonders" - du hast einen Rucksack mit Werkzeugen, Eigenarten und Talenten (auch Schwächen!) mitbekommen, der absolut einzigartig ist. Den gibt es in exakt der Kombi kein zweites Mal!
      Ich bin noch mit Phrasen aufgewachsen wie "Bescheidenheit ist eine Zier" (galt aber nur für Mädchen!). Das wird dann oft so ein Kokettieren, um das Gegenteil aus anderen zu locken - fishing for compliments, wie der Engländer sagt. Sein "Licht nicht unter den Scheffel stellen" ist für mich die einzigst passende Antwort darauf. Ich DARF besonders sein, weil ich besonders BIN - alles andere ist religiös ausgedrückt Gotteslästerung. Gerade um das noch weiter zu entwickeln, was an Fähigkeiten durchzuleuchten beginnt, braucht es ein entschiedenes "Yes - das ist meins!" - so als Dünger. Auf die Fresse fliegen wir alle hin und wieder dabei. Aufstehen, Krönchen richten und weiter! Das ist doch für dich sicher nicht das Problem, so wie ich das bisher einschätzen kann.

      Eben weil man oft noch so'n merkwürdigen Bescheidenheits- und Unterordnungskram im Kleinhirn gelagert hat, kommen dann diese Vorstellungen, man müsste Raketenforscher oder 007 sein, damit es wirklich besonders ist. Ich weiß, das war Ironie von dir. Trotzdem... manchmal sitzt da noch sowas. Demut und das Bewusstsein, besonders zu sein gehören für mich sogar untrennbar zusammen. Ganz unbescheiden in den Spiegel schauen und sagen können: "Ich bin besonders!" Und dann alle möglichen Leute vorstellen (auch die Stinkstiefel) und sagen: "Du auch, du auch, du auch....!" Ich glaube, dass würde viele Probleme lösen :winke:

      Chinesisches Sprichwort: Bevor du eine schlechte Eigenschaft eines Menschen nennst, zähle fünf gute auf!
      (Falls du bei mir nur bis drei kommst - geht in Ordnung. Kann ich mit leben. :zwinker: )

      :knuddeln: Kerstin
      Und wir, die an steigendes Glück
      denken, empfänden die Führung,
      die uns beinah bestürzt,
      wenn ein Glückliches fällt.

      Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien
    • Liebe Kerstin,

      Erdherz schrieb:

      Ich trau mich mal, liebe Kirsten
      danke, dass Du Dich getraut hast. :plausch:

      Erdherz schrieb:

      Kannst ja mit Erbsen schießen, wenn's nicht passt - ich schmeiß dann Pferdeäppel zurück
      Also, wenn, nehm ich Konfetti. Erstens ist bald Karneval - und zweitens ist Konfetti bunt - fällt also auch mehr auf. :)

      Erdherz schrieb:

      Wo ist denn dein Problem mit dem besonders sein?
      Hm... als ich vorhin an Deine Frage dachte (ich hab meine Antwort nicht sofort geschrieben), fielen mir zwei Anekdoten ein. Beide spielten sich im abstand von wenigen Wochen/Monaten ab. Es war die Zeit, wo Kinder von der Grundschule auf die weiterführende Schule wechseln (was Kampf genug war, weil es gibt so tolle Förderschulen, wieso soll sie denn weiter mit den Kindern aus dem Dorf lernen?). Ich bin also zu dem Zeitpunkt etwa 10 Jahre.

      Szene 1: Sanitätshaus. Ich bin gewachsen, mein Rolli (den ich damals noch nur draußen und für lange Strecken brauche) passt nicht mehr. Die Messungen sind gelaufen, die technischen Dinge besprochen. Da wendet sich der Mann von dem Sanitätshaus freundlich fragend an mich: "Welche Farbe möchtest Du denn haben?" und reicht mir einen kleinen Bund, an dem keine Schlüssel hängen, sondern Farbplättchen, mit verschiedenen Lacken und so. Ich schau mir das an, nehm das in die Hand, spiele ein bißchen mit den Lichtreflexen (die Sonne scheint). Dann sage ich: "Das Rot hier gefällt mir. Das möcht iich haben." Meine Mutter rechts hinter mir, aus dem Off: "Nein, nimm einen dunklen - Du fällst eh schon genug auf."

      Szene 2: Ich habe meine Matheaufgaben gerechnet. Ein Ergebnis finde ich komisch, da kann was nicht stimmen. Ich rechne nochmal, finde aber den Fehler nicht, Nach dem dritten Mal - mit drei verschiedenen Ergebnissen- beschließe ich, meinen Papa zu fragen. Der erklärt mir dann auch, wo der Fehler im Rechenweg war. Nachdem er dann auch noch (ungefragt und auch ungewollt) sämtliche anderen Aufgaben nachgerechnet hat, kommt folgender Satz: "Du kannst Dir das nicht leisten." (Wir reden von einem Fehler in etlichen Textaufgaben)
      "warum? Ich hab doch nur einen Fehler gemacht - das gibt doch keine schlechte Note." - "Das nicht, aber merk Dir eins: Du musst doppelt so gut sein wie andere. Sonst bekommst Du mit der Behinderung nie einen Job." aha...
      Jetzt sag mir nicht, dass das Quatsch ist (weiß ich, aber die 10-jährige wußte es nicht).

      Die Message ist also a) Kaschiere/verstecke Dein Anderssein, sei so unauffällig wie möglich. und
      b) Beweise allen, was Du kannst, denn nur dann bekommst Du einen Platz innerhalb der Gemeinschaft. Einfach nur dasein reicht nicht, dafür ist Dein "Defizit" zu groß.
      Nur, wenn ich "besonders gut"(was immer das jetzt im jeweiligen Kontext sein soll) sein muß, fall ich ja doch auf.
      Und die gemeinsame Message lautet einfach nur: "schäm Dich!" (Du hast Fehler, Du machst Fehler, Du bist echt einfach verkehrt).
      Oder ich fall eben nicht auf, dann muss ich mich aber "vernormalen" und das nicht nur äußerlich.
      Und dann lebe ich genau

      Erdherz schrieb:

      du hast einen Rucksack mit Werkzeugen, Eigenarten und Talenten (auch Schwächen!) mitbekommen, der absolut einzigartig ist. Den gibt es in exakt der Kombi kein zweites Mal!
      das halt nicht. Und werde unzufrieden - weil, das, was das gemixt ist, bin ja ich- und das will leben und wirken und mitspielen.

      Erdherz schrieb:

      . Ich DARF besonders sein, weil ich besonders BIN - alles andere ist religiös ausgedrückt Gotteslästerung.
      Die "Gotteslästerung" beginnt, ehrlich gesagt, damit, diesem Kind zu sagen, dass es irgendwie kein Geschenk ist, sondern ein lädiertes und falsch zugestelltes Paket. So nach dem Motto: "Das hab ich nicht bestellt/mir nicht gewünscht." Glaub ich sogar, welches Paar wünscht sich denn eine Geburt, bei der was schiefgeht?! Keines. Würde ich auch nicht.
      Trotzdem hat sich ja vielleicht jemand was beim Päckchenpacken gedacht. Und ich glaub nicht, dass der Gedanke war: "So, ich pfusch jetzt mal."

      Erdherz schrieb:

      Gerade um das noch weiter zu entwickeln, was an Fähigkeiten durchzuleuchten beginnt, braucht es ein entschiedenes "Yes - das ist meins!" - so als Dünger.
      :)

      Erdherz schrieb:

      Auf die Fresse fliegen wir alle hin und wieder dabei.
      Ist schon vorgekommen, ja.

      Erdherz schrieb:

      Aufstehen, Krönchen richten und weiter! Das ist doch für dich sicher nicht das Problem, so wie ich das bisher einschätzen kann.
      Wenn man aus einer Familie stammt (zumindest mütterlicherseits, die von Papas Seite sind anders drauf), die das Leiden am Leid kultiviert wie eine seltene kostbare Pflanze, dann schon.
      Aber Du hast recht, ich hab ja auch die andere Seite. Und ich werd mich dafür mal an denen orientieren, ist an dem Punkt brauchbarer als meine mütterliche Ahnenlinie.

      Was das Krönchen betrifft: Für die Prinzessin bin ich zu alt - und die Thronanwärter interessieren mich auch nicht mehr.
      Die Königinnnenwürde hab ich noch nicht - aber das kommt. Braucht noch ebbes, aber wenn ich die Lebenskraft in mir ernstnehme und erwachsen agiere, kommt das.

      Erdherz schrieb:

      (Falls du bei mir nur bis drei kommst - geht in Ordnung. Kann ich mit leben
      :D wahrscheinlich fallen mir irgendwann zehn ein - dazu muss ich Dich aber erst besser kennen.
      Herzlich,
      Kirsten
      Klarheit erschafft Form
      Form schafft Klarheit
    • Liebe Kirsten,

      Panther-Adler schrieb:

      Warum sollte, in einer Zeit, in der Solidarität sich geselllschaftlich zunehmend nur noch auf die Allernächsten bezieht - aber weniger wird, je mehr das, womit man sich solidarisieren könnte, von einem selber abweicht-, ausgerechnet eine geschlechtsbezogene Solidarität eine Rolle spielen? Eine Kategorie, die mehr und mehr aufweicht?
      Im Prinzip bezog sich das auf deine Antwort, in der du vor allem von deinem Arbeitsleben und dortigen reinen Frauenteams geschrieben hast. Nein, mir geht es um gar keine bewusste oder gewollte Trennung der Geschlechter, auch nicht die Solidarität betreffend.

      Eigentlich ging es mir darum:

      Birkenfrau schrieb:

      Weißt du, wann es genug ist? Wann ist der Punkt, aufzuhören, und traust du dich, das dann auch zu tun, selbst wenn du keine gute Begründung hast?

      Panther-Adler schrieb:

      Aber die Welt der Generatoren möchte 8-16 Uhr-Jobs.
      Ich weiß, dass ich nicht der Typ bin, der konstant gleich viel Output liefern kann.

      Panther-Adler schrieb:

      Das ist nur bei fehlenden Einzelarbeitsplätzen komplizierter, als wenn Du ne Tür zumachen kannst. Manchmal geh ich einfach aufs Klo

      Birkenfrau schrieb:

      In der gerade Frauen sich gegenseitig helfen, zu ihren Bedürfnissen zu stehen, statt verächtlich auf die zu schauen, die es wagen, sich zu nehmen was sie brauchen

      Birkenfrau schrieb:

      Und wenn die Welt Menschen will, die 8 oder 10 Stunden am Tag für oft fraglichen Gewinn ihre Körper und Herzen zur Verfügung stellen, dann wird es eben Zeit für diejenigen, die das nicht können und wollen, für sich einzustehen. Und dafür muss man keine Revolution anzetteln. Da kann jeder seine Schritte machen, auch wenn sie klein sind.

      Birkenfrau schrieb:

      Wer wenn nicht eine wie du hat den Mut, Wege zu beschreiten, die noch nicht vorgegeben und allgemein akzeptiert sind?
      Kleine Schritte. Kleinste Veränderungen. Den Mut, sich im Alltag, mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen sich erlauben, seine Bedürfnisse zu spüren. Ihnen Raum zu geben. Sie zu äußern. Mich als Menschen zu sehen. Den anderen als Menschen zu sehen. Mutig den Mund aufmachen. Oder intelligent andere Wege finden, wie sich etwas so arrangieren lässt, dass es besser zu einem passt. Ganz alltäglich. Ganz klein. Nichts besonderes eigentlich. Und doch so wirkungsvoll.

      Und sich nicht hinter Allgemeinplätzen, den homogenisierten Meinungen, wie die Dinge und die Menschen sein sollten, verstecken. Das ist doch der Mut. Auch Nein sagen lernen. Und da habe ich gerade an die Frauen gedacht, denn ich weiß, wie tief das Kümmern und das Bescheidenseinsollen und das Sichopfern bei vielen vielen ganz tief in den Knochen steckt. Und du beschreibst es nun selber in der Linie deiner Mutter. Das kann uns doch kein Mann beibringen, uns geradezumachen. Und Männer kopieren ist erst recht doof. (Natürlich haben die ihre eigenen Baustellen, und das sind auch alles Verallgemeinerungen usw., aber Fakt ist, dass einfach viel zu häufig alle Klisschees wahr sind, und wir in Mustern verharren statt in unserem eigenen Leben.)

      Vielleicht ist da auch noch was anderes, was dich so auf die Palme bringt. Wenn es nicht stimmt, korrigiere mich bitte. Die Einsiedlerin hat ja noch ein zweites Gesicht, nämlich das total glücklich und extrem natürlich ihr eigenes Ding zu machen. Dabei ist sie sich überhaupt nicht bewusst, dass das, was sie da so macht, oder auch nur zu machen scheint, für andere überaus interessant und besonders ist. Dann klopft es an der Tür (Mauer), und du wirst gefragt: Hey, das ist so toll, das du das und das kannst/tust/bist. Du denkst nur ?( und fragst dich, warum du nicht in Ruh dein Ding weiter machen kannst. Evt. ist der andere dann so überzeugt von dir und deinem Talent und will dich im Licht der Öffentlichkeit sehen. Vielleicht gibst du dem ne Chance, vielleicht war die Entscheidung richtig, vielleicht nicht. Vielleicht hast du nun aber das Problem, dass das, was du so natürlich kannst, nun unter Beobachtung total in die Hose geht. Weil es ne Forderung ist, weil du die spielerische Unschuld verlierst, weil es einfach die falsche Anfrage war und du das wirklich nicht liefern kannst. Auf jeden Fall wirst du dir das merken und dich in Zukunft noch ein bisschen mehr verkriechen, um nicht wieder wie doof dazustehen.

      Das, was die Leute in dir sehen, kann stimmen. Oder auch nicht. Es sind Projektionen, und die machen Druck. Als Eremit, weil du schon spürst, was so in dir ist. Das ist was Spezielles. Besonderes, wenn du so willst. Doch es kann nur raus, wenn du wirklich gerufen bist. Zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort. Und wenn es nicht stimmig ist, eben nicht.

      Was noch dazu kommt: Durch das offene Selbst kannst du wie ein Chamäleon sein und in versch. Umgebungen, bei versch. Menschen sehr sehr verschieden sein. Das ist so lange auch kein Problem, solange es der richtige Ort ist: Dann werden die Zuschreibungen, die andere dir geben, zu dir passen, dich zumindest nicht behindern und beschränken. Bloß: Am falschen Ort wirst du tun und lassen können was du willst, die Stempel die du kriegst passen dir wie ein eingelaufener kratziger Pulli.

      Was hilft: Orte und Menschen, die dir das aufdrücken, was du nicht sein kannst/willst/was dich behindert oder krank macht, aussortieren. Die Eremitin ist extrem wählerisch, und das ist ihr Schutz!

      Und damit bin ich beim letzten Punkt und wieder beim Anfang: Wenn du, oder ich, oder alle 2.Linien (Eremiten), es schaffen, sich ihr Leben passend zu machen, indem sie einfach die Selektivität an den Tag legen, die gut und beschützend ist, und wenn wir uns gegenseitig einfach mal erlauben, uns soviele "Extrawürste" zu braten, bis wir satt und glücklich sind, dann ist schon viel gewonnen. Denn ein Leben, das sich anfühlt, als würde man in einem eingelaufenen kratzigen Pullover stecken und nun nicht mehr raus zu kommen, sich lieber zu opfern, weil alle anderen es auch tun, nun ja, das ist echt der Gegenentwurf.

      Fazit: Nur Mut zur Extrawurst! :auchwill:


      Anke