Zwischen dort und hier oder: Auswirkungen einer schamanischen Reise

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    • Liebe Anke,

      Birkenfrau schrieb:

      Kleine Schritte. Kleinste Veränderungen. Den Mut, sich im Alltag, mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen sich erlauben, seine Bedürfnisse zu spüren. Ihnen Raum zu geben. Sie zu äußern. Mich als Menschen zu sehen. Den anderen als Menschen zu sehen. Mutig den Mund aufmachen. Oder intelligent andere Wege finden, wie sich etwas so arrangieren lässt, dass es besser zu einem passt. Ganz alltäglich. Ganz klein. Nichts besonderes eigentlich. Und doch so wirkungsvoll.
      Da geh ich mit.

      Birkenfrau schrieb:

      Und sich nicht hinter Allgemeinplätzen, den homogenisierten Meinungen, wie die Dinge und die Menschen sein sollten, verstecken.
      Möglichewrweise erlebst Du das anders als ich. Ich habe nicht das Gefühl, homogenisiert werden zu sollen oder worden zu sein.
      Mich freut es eigentlich immer, wenn ich ein Stück Gleichheit/ Homogenität entdecke.
      Damit meine ich nicht, das eigene Selbst auf - oder abzugeben. Nein.
      Es sind für mich aber gerade oft die Gleichheiten (schon, das ich zu Gleichheit einen Plural bilde, macht wohl klar, dass ich in Vielfalt denke und lebe?), die Verbindung schaffen.
      Andersartigkeit betont oft Trennung, befördert Aussonderung, Ausgrenzung.
      (Was trotzdem nicht heißt, dass alle gleich seien oder sein sollten).

      Birkenfrau schrieb:

      wie tief das Kümmern und das Bescheidenseinsollen und das Sichopfern bei vielen vielen ganz tief in den Knochen steckt. Und du beschreibst es nun selber in der Linie deiner Mutter.
      Nein. Du hast das so interpretiert. Aber das steht das weder, noch war es so gemeint. Ich schrieb:

      Panther-Adler schrieb:

      Wenn man aus einer Familie stammt (zumindest mütterlicherseits, die von Papas Seite sind anders drauf), die das Leiden am Leid kultiviert wie eine seltene kostbare Pflanze,
      Von "Opfern" steht da nix. Der satz bedeutet auch nicht "Opfer"- woher auch immer Du das rausliest. :pardon: Der satz bedeutet, dass es in meiner mütterlichen Linie eine Überzeugung gibt, dass wir (und das betrifft Frauen UND Männer) mit Leid nicht fertig werden können. Bedeutet: Wenn einmal was Schlimmes passiert, dann hat mensch (sofern er jedenfalls aus der Familie stammt) sein/ihr Leben lang drunter zu leiden.
      Und das ist - erwiesenermaßen- Unsinn. Das Leben geht auch nach Heimatverlust, Todesfällen und ähnlichen Dingen weiter - und das bedeutet, dass lebenslang gelitten zu werden hat und nie mehr gelacht, geliebt, gesungen, getanzt und sich gefreut werden darf. (Ich übertreibe ein bißchen, aber echt nicht viel, so etwa ist es).
      Schicksalschläge passieren, ja. Und sie hinterlassen Spuren, ja. Aber Himmel, Arsch und Zwirn, wenn die nach dem 30 -jährigen Krieg oder nach der Bartholomäusnacht genauso gedacht hätten, gäb's uns alle nicht. Mich zumindest nicht, weil ich (in Ermangelung genau dieser Vorfahren) dann auch nicht gezeugt und geboren worden wäre.
      Das Leben (und zwar genau die Energie, die da auf der Reise aufgetaucht ist), wächst auch durch Pflastersteinritzen, wenn's sein muß, bricht's sich auch Bahn durch Risse in kaputtem Asphalt.
      Und wenn ich mir meine väterliche Linie anschau', dann ist das vollkommen klar. In der Linie meiner Mutter gehörst Du nicht mehr richtig "dazu", falls Du der Meinung bist, Hindernisse auch überwinden und neu anfangen zu können. DAS ist der Unterschied.
      Und ich bin in Teilen genauso- wie an meiner Antwort an Erdherz sichtbar wird. Diese Anekdoten sind 31 Jahre her - das Kind von damals bin ich heute nicht mehr. Soll (oder will) ich mir davon heute noch Steine in den Wege legen(lassen)? Ernsthaft?
      Meine Eltern haben sich geirrt. Wie in manchem. In manchem hatten sie auch recht. Wie ich auch. Wie alle. Keine unfehlbaren Götter. Nur Menschen, alle miteinander.

      Birkenfrau schrieb:

      Das kann uns doch kein Mann beibringen, uns geradezumachen.
      Aber sicher. Wir kriegen's doch vom ersten Mann unseres Lebens (sprich: vom Vater) gezeigt. Was ist denn die Aufgabe der Väter? Wenn wir das Nähren bei den Frauen lassen, was ist denn dann die Aufgabe der Väter? (Gerade für die Töchter...) Wenn Du schon mit diesen ganzen alten Klischeebildern arbeitest, warum DA dann grad nicht? (Blinder Fleck? Oder hab ich einen?) Aber wenn Du mit alten, archetypischen Rollen argumentierst, dann denk es doch mal zu Ende. Was war/ist denn die Aufgabe des wohlwollenden Vaters für seine Kinder? Und was hat gerade diese Aufgabe mit Selbstwert und Für-Sich-einstehen zu tun?

      Birkenfrau schrieb:

      Die Einsiedlerin hat ja noch ein zweites Gesicht, nämlich das total glücklich und extrem natürlich ihr eigenes Ding zu machen.
      Sag ich doch. Der Eremitenanteil braucht die anderen selten um sich rum. wenn ich genug Vorräte hab und mit den Leuten reden kann, mit denen ich reden will, brauch ich wochenlang nicht vor die Tür. Ich kann mir selber genug sein, solange ich die Kontakte, die mir wichtig sind, pflegen kann, genug zu essen und zu trinken hab und genug Geld verdiene oder habe, um das zu bezahlen. Hab ich nicht, also muss ich vor die Tür.
      Wobei die 4, die ich ja auch bin, sagt: "Du bist ja wahnsinnig. Guck doch mal, die ganzen Menschen und Möglichkeiten und Farben und Gerüche, das ist so SPANNEND. Du wirst Dir doch jetzt wohl nicht die ganzen Gelegenheiten durch die Lappen gehen lassen! Spinnst Du!?" Die 4 ist ja ein Chanchensucher und Gelegenheitserschaffender, ein Kontakter und Netzwerker, der alle die ganzen zufälligen Kleinigkeiten verknüpft.
      Somit balanciert sich das bei mir einigermaßen aus. Aber ohne die 4 (die ja bei mir auf der Körperseite sitzt, also eher in carne), nur von innen her gesehen, von der Seele her, bräucht ich den Rummel nicht. Wozu denn?

      Birkenfrau schrieb:

      Dabei ist sie sich überhaupt nicht bewusst, dass das, was sie da so macht, oder auch nur zu machen scheint, für andere überaus interessant und besonders ist.
      Nö. Weil, ist das Normalste von Welt. Was soll ich denn sonst machen? Bin ja ich. Ich KANN ja nur machen, was in mir drinnen ist.

      Birkenfrau schrieb:

      Dann klopft es an der Tür (Mauer), und du wirst gefragt: Hey, das ist so toll, das du das und das kannst/tust/bist. Du denkst nur und fragst dich, warum du nicht in Ruh dein Ding weiter machen kannst.
      Genau!

      Das mit der Öffentlichkeit stimmt so nicht ganz. Wenn ich in die 4 gehe (die ja der zweite Anteil ist) moderiere ich auch vor 400 Leuten, spiel Theater mit ner Truppe oder mach Lesungen, gebe Workshops (mit oder ohne Co-Dozent), sing im Chor ein Konzert oder nehm an Kongressen teil. Die 4 ist - wenn sie will - nicht rampenlichtscheu. Aber dazu muß ich BEWUSST rausgehen. Und ich MUSS hinterher für mich sein, zwingend. Batterien aufladen.

      Birkenfrau schrieb:

      Als Eremit, weil du schon spürst, was so in dir ist. Das ist was Spezielles. Besonderes, wenn du so willst.
      :rolleyes: Können wir uns -bitte- darauf einigen, dass in jedem was Besonderes ist?

      Birkenfrau schrieb:

      Doch es kann nur raus, wenn du wirklich gerufen bist. Zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort. Und wenn es nicht stimmig ist, eben nicht.
      Wie ich meine Milz und die Spirits kenne, regelt sich das recht eindeutig. :D

      Birkenfrau schrieb:

      Was noch dazu kommt: Durch das offene Selbst kannst du wie ein Chamäleon sein und in versch. Umgebungen, bei versch. Menschen sehr sehr verschieden sein.
      Auch das stimmt. Mich hat bei einem früheren Jobwechsel auch mal eine Zeitlang ein Chamäleon auf schamanischen Reisen (und im Leben) begleitet. Spannende Zeit, hab das ein oder andere gelernt von dem Tier.

      Birkenfrau schrieb:

      Was hilft: Orte und Menschen, die dir das aufdrücken, was du nicht sein kannst/willst/was dich behindert oder krank macht, aussortieren
      Geht teilweise, teilweise auch nicht. Ich hab eine Person bei uns im Team, die mit mir soviel anfangen kann wie ich mit ihr: nix. Also "Guten Morgen" und "Schönes wochenende" geht, aber mehr nicht. Wir haben uns einfach nix zu sagen, ich find da keinen Anknüpfspunkt. Das ist nicht mal Antipathie, das ist einfach nur Nicht-Nachvollziehen können, weder emotional, noch auf Sachebene. Aber deshalb hab ich jetzt nicht da aufgehört, es ist halt jetzt fast drei Jahre so, wie's ist. Ich versuch halt, möglichst keine Workshops zusammen zu halten, das nicht dann. Aber sonst ist da im Job nicht so viel mit Aussortieren möglich. Sagen wir, ich bleib freundlich-distanziert und versuche, bei einigen Dingen wegzuhören.

      Birkenfrau schrieb:

      und wenn wir uns gegenseitig einfach mal erlauben, uns soviele "Extrawürste" zu braten, bis wir satt und glücklich sind,
      der gefällt mir! Hol schon mal ne Pfanne und Guten Appetit hernach! :D
      Und zu Deinem "Ich will auch!" - ja mei, dazu hab ich Dir meine Meinung längst gesagt ;), ob Du's tust, hm... weiß ich nicht.
      LG
      Kirsten
      Klarheit erschafft Form
      Form schafft Klarheit

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()

    • Liebe Kirsten,

      Panther-Adler schrieb:

      Nein. Du hast das so interpretiert. Aber das steht das weder, noch war es so gemeint.
      Stimmt, ich habe es anders verstanden. Und gleichzeitig, wenn ich jetzt noch mal einen obendrauf klugscheißen darf (Ich mach's hinterher auch wieder sauber, versprochen.), ist das sich dem Leid hingeben, um weiterhin dazugehören zu dürfen, kein Opfer? Es ist blind und unbewusst, und niemand trägt Schuld oder ist böse. Und dennoch wird ein ganzer Teil des möglichen Lebens geopfert. Der Lebensentwurf als homogenisiertes Familienthema ist dann: Leide und du gehörst dazu.

      Und hey, du hast dich dagegen entschieden. Vielleicht auch nicht bewusst, das weiß ich nicht, aber du hast das Muster irgendwie erkannt und bist ausgestiegen. Du hast jetzt deine Zugehörigkeit geopfert, aber dieses Opfer ist ganz anders als das andere. Weil es dich stark macht und nicht schwach, weil es dich wachsen lässt. Weil du aus dem vorgegebenen Rahmen aussteigst und deinen eigenen Weg versuchst.

      Aber ich will mich nicht in Spitzfindigkeiten verlieren. Auch nicht beim Mann-Frau-Thema. Wenn ich hier Klischees aufführe, dann nur, um das große Bild nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn ich die Muster sehe, wie sich Männlein und Weiblein in dieser Gesellschaft hier mit hoher Wahrscheinlichkeit verhalten, lässt das natürlich keine Rückschlüsse auf den Einzelnen zu. Doch das Muster ist trotzdem gültig. Andersrum ist es dasselbe: Ich kann den Einzelnen evt. besser verstehen, wenn ich die übergeordneten Muster kenne. Es sind ja auch nur Schubladen, um sich einigermaßen verständlich zu machen, und das möchte ich halt gerne: Richtig verstanden werden.

      Bei mir in der Familie, um das offtopic noch ein bisschen mehr zu strapazieren, hab ich sogar alles eher umgepolt erlebt. Von meinem Vater habe ich gelernt, was Familiensinn ist, was Pflege, Nähren und Hegen ist. Von ihm habe ich gelernt, still zu sein, zu beobachten, und die eigene Meinung nicht bei jeder Gelegenheit auszuposaunen. Von ihm habe ich Akzeptanz und Anerkennung gelernt. Von meiner Mutter ganz andere Dinge, und ich habe dafür viel länger gebraucht, das überhaupt zu sehen, wie wichtig auch diese Seite ist: Zu den eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen zu stehen, sich das zu nehmen, was man braucht, das Leben vorwärts zu leben und viel zu genießen. Stärke und Selbstbewusstsein.

      Und das alles ist doch kein Widerspruch. Ich bin eigentlich ziemlich dankbar, nicht mit allzu festen Rollenklischees groß geworden zu sein, wirklich. Aber diese Klischees sind halt mächtig, wirkungsvoll, wenn wir sie nicht bewusst wahrnehmen und auch bewusst aussteigen.


      Panther-Adler schrieb:

      Können wir uns -bitte- darauf einigen, dass in jedem was Besonderes ist?
      Habe ich irgendwo was anders behauptet? Ich könnte nicht mit Menschen arbeiten, wenn ich die Urteilskategorien "besonders" und "gewöhnlich" anwenden würde. Ich schrieb nirgends "Du bist so besonders, weil..." Ich schrieb: "...was so in dir ist. Das ist was Spezielles. Besonderes, wenn du so willst."

      Damit meine ich ganz gezielt den Aspekt der 2: Dieses Spezielle. Ein spezifisches Talent. Das Wort "besonders" hat echt Reizwirkung, hm? Aber nun gut, du bist krank, und kranke Manifestoren sollte man nicht reizen *zwinkerzwinker*...


      Panther-Adler schrieb:

      Das mit der Öffentlichkeit stimmt so nicht ganz. Wenn ich in die 4 gehe (die ja der zweite Anteil ist) moderiere ich auch vor 400 Leuten, spiel Theater mit ner Truppe oder mach Lesungen, gebe Workshops (mit oder ohne Co-Dozent), sing im Chor ein Konzert oder nehm an Kongressen teil. Die 4 ist - wenn sie will - nicht rampenlichtscheu.
      Nicht ganz. Die 4 ist nicht die Bühne, das Rampenlicht. Die 4 ist das Wohnzimmer, die Küche, das Büro, wo man auf die Menschen trifft, mit denen man eine persönliche Bindung hat. Die 4 ist fixiert darauf, ihre Botschaft an den Mann zu bringen (Frauen inklusive), nach dem Motte: Steter Tropfen hölt den Stein" und das funktioniert im Netzwerk am besten. Vertrauen ist das Stichwort. Während die 5 auf die Bühne geht und die Fremden verführen kann, geht die 4 in ihr Netzwerk und erhält dort ihre guten Gelegenheiten. - Wenn ihr Netzwerk denn gut ausgewählt ist, sonst ist es eher eine Quelle der Erschöpfung, wenn ihre Botschaft dort nicht landen kann.

      Panther-Adler schrieb:

      Und zu Deinem "Ich will auch!" - ja mei, dazu hab ich Dir meine Meinung längst gesagt ;), ob Du's tust, hm... weiß ich nicht.
      Den Zaunpfahl versteh ich jetzt gar nicht. Das macht aber nichts, weil ich den "Ich-auch"-Smiley einfach in Ermangelung eines extrawurstbratenden oder hinter einem Extrawurstmarktstand stehenden Smileys verwendet habe. Als Sinnbild dafür, dass jeder der MitleserInnen, bei dem das "Ich auch" etwas weckt, sich eingeladen fühlen kann, sich ne Extrawurst zu nehmen oder andere dazu zu ermutigen. Ich bin jetzt knapp zwei Jahre dabei, das sehr bewusst zu üben, und nach anfänglicher Überwindung ("nee, lass mal, ich will dir keine Umstände machen/ dir nichts wegnehmen/mich nicht so aufführen/nicht so auffallen/nicht als selbstsüchtig gelten....endlossoweiter...." macht es immer mehr Freude. Und es freut mich, dass dir das Bild auch gefällt :)


      Und nun denk ich wieder an dein eigentliches Thema hier, dieses Wesen mit diesem Satz "Wenn du mich nicht beachtest, wirste krank", und versuche das mit dem zusammenzubringen, was du dazu schreibst: Urenergie, unbändig und urwüchsig. Warum müsstest du diese Energie beachten, passt die nicht selber auf sich auf? Wenn die auch durch die Ritzen im Asphalt dringt, jedes Hindernis alt aussehen lässt, was ist dann der Auslöser fürs Kranksein?

      Andersrum gefragt: Kann es sein, dass es der Asphalt ist, der diese Urkraft einschränkt, ihr nicht den nötigen Raum gibt, und sie sozusagen Gewalt anwenden muss? Ist es der Deckel auf dem Topf, der das blubbernde Wasser eingrenzen will? Ist das KrankWerden das Eingezwängtsein der Lebenskraft und das KrankSein der Moment, wo der Deckel hochgeht?

      Fragende Grüße
      Anke

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Birkenfrau ()

    • Huhu liebe Kirsten und liebe Anke,

      ich sehe hier einen neue Nomenklatur und bin :crazy: verwirrt :

      Panther-Adler schrieb:

      Wobei die 4, die ich ja auch bin, sagt: "Du bist ja wahnsinnig. Guck doch mal, die ganzen Menschen und Möglichkeiten und Farben und Gerüche, das ist so SPANNEND. Du wirst Dir doch jetzt wohl nicht die ganzen Gelegenheiten durch die Lappen gehen lassen! Spinnst Du!?" Die 4 ist ja ein Chanchensucher und Gelegenheitserschaffender, ein Kontakter und Netzwerker, der alle die ganzen zufälligen Kleinigkeiten verknüpft.

      Birkenfrau schrieb:

      Nicht ganz. Die 4 ist nicht die Bühne, das Rampenlicht. Die 4 ist das Wohnzimmer, die Küche, das Büro, wo man auf die Menschen trifft, mit denen man eine persönliche Bindung hat. Die 4 ist fixiert darauf, ihre Botschaft an den Mann zu bringen (Frauen inklusive), nach dem Motte: Steter Tropfen hölt den Stein" und das funktioniert im Netzwerk am besten. Vertrauen ist das Stichwort. Während die 5 auf die Bühne geht und die Fremden verführen kann, geht die 4 in ihr Netzwerk und erhält dort ihre guten Gelegenheiten. - Wenn ihr Netzwerk denn gut ausgewählt ist, sonst ist es eher eine Quelle der Erschöpfung, wenn ihre Botschaft dort nicht landen kann.
      :bitte: äääähm ...
      könnt Ihr das vielleicht ein wenig in einem anderen Thread näher beschreiben,
      oder wenn es hier irgend wo schon geschrieben steht verlinken,
      denn die Katakomben dieses Board sind tief und reichhaltig.


      Zurück zum Thema:

      Wenn ich meine "schamanischen Reisen" betrachte,
      war es immer das Betrachten bestimmter Seelenvorgänge,
      die sich im Körper irgend wo widerspiegelten.

      Krankheit sah ich für mich als Ruhepol, aus verworrenen Situationen oder Aufgaben.
      Was vor der Krankheit ein Problem war, wurde nach der Krankheit zur lösbaren Aufgabe.

      Ganz liebe Grüße
      Kerstin
      Treffe Entscheidungen ... und lasse sie dann los,
      so dass sie sich selbst weiter spinnen können,
      je nach dem was das Leben mit Dir noch vorhat.
    • OffTopic

      Moin, Kerstin,

      kerstin schrieb:

      könnt Ihr das vielleicht ein wenig in einem anderen Thread näher beschreiben,
      oder wenn es hier irgend wo schon geschrieben steht verlinken,
      denn die Katakomben dieses Board sind tief und reichhaltig.
      die Katakomben ergeben das hier. Unpassenderweise im Off-topic-Forum (wieso das nix mit Spiritualität und Heilung zu tun haben soll, ist mir unklar) und auch nicht sehr ergiebig.



      Liebe Ate, iebe Anke,

      @ate: Stimmt, da zeigt sich auch das Thema wieder. "Noch nicht ganz durch mit dem Thema" ist gut. :brueller:

      Birkenfrau schrieb:

      ist das sich dem Leid hingeben, um weiterhin dazugehören zu dürfen, kein Opfer? Es ist blind und unbewusst, und niemand trägt Schuld oder ist böse. Und dennoch wird ein ganzer Teil des möglichen Lebens geopfert.
      Doch, kar. Gut geklugsche..., danke.

      Birkenfrau schrieb:

      Der Lebensentwurf als homogenisiertes Familienthema ist dann: Leide und du gehörst dazu.
      In dieser Seite der Familie, ja. Sehe ich schon so, wenn ich mir das so betrachte. (Was ich gestern getan habe).

      Birkenfrau schrieb:

      Und hey, du hast dich dagegen entschieden. Vielleicht auch nicht bewusst, das weiß ich nicht, aber du hast das Muster irgendwie erkannt und bist ausgestiegen.
      Das Muster erkannt, ja. Ausgestiegen noch nicht ganz. Ich bin grad dran. Die Feuerträume, die ich hatte, zeigen das gut. Und das Fieber (was jetzt weg ist) und die entzündung (die noch nicht weg ist, aber schwächer wird) ist ja auch Feuer. Und diese Lebensenergie habe ich persönlich auch eher als Funken, als Flamme (wieder Feuer) wahrgenommen
      Vielleicht nehmen andere diese Energie anders wahr, aber ich (als Feuer-Betonte, wenn Du aufs Horoskop schaust) erlebe sie so.
      Ich de-konditioniere gerade. Aber noch bin ich zu reaktiv, um schon ausgestiegen zu sein.

      Birkenfrau schrieb:

      Du hast jetzt deine Zugehörigkeit geopfert
      Tja... nee. Da liegt ja grad das Problem. Mein ganzes Leben lang werd ich hin - und hergerissen zw. Bedürfnis nach Zugehörigkeit einerseits und Individualität leben andererseits.
      Wenn ich mich lebe, bin ich anders (als das System da), leide nicht mehr (oder weniger oder anders) und bin raus. Dann geht's mir zwar besser, ich fühl mich aber auch total ausgesetzt und schutzlos. Und davon fühl ich mich dann wieder so überwältigt (und an ganz den Lebensanfang erinnert), dass ich doch wieder in die alten Strukturen zurück renn. Wodurch ich mich dann wieder eingeengt fühle und die Energie wieder durchkommen will, usw. Kreislauf - und kein gesunder.
      Also, Zugehörigkeit ja. Aber zu wem oder zu was? Und geht das? Gleichzeitig ich sein dürfen UND dazu gehören dürfen? Meine Erfahrung ist auch, dass wenn ich mich in Freundschaften, Beziehungen, Arbeitsteams, sonstigen Sachen zugehörig fühle, dass dann ganz viel Individualität auch verloren geht.

      Birkenfrau schrieb:

      Weil du aus dem vorgegebenen Rahmen aussteigst und deinen eigenen Weg versuchst.

      Das ist das, wo ich gerade stehe. Beim Suchen und Versuchen.
      Eigentlich ist es nicht so kompliziert: Aus dem Re-agieren (und der Ohnmacht, denn wenn ich re-agiere, hänge ich immer davon ab, was andere tun oder nicht tun, verstehen oder nicht verstehen, fühlen oder nicht fühlen) aussteigen und das tun, verstehen, sagen, schreiben, fühlen, leben, was diese Kraft in mir ausdrücken will.
      Der impuls ist ja da: Wenn ich ihn nicht beachte, werde ich krank.
      Diesem Impuls folgen, macht Angst, ist ungewohnt, ist fremd. Ist außerhalb meiner Kontrolle. Ich hab keine Ahnung, wo das hinführt.
      Aber : Wenn ich's nicht tu', werd ich krank.
      So einfach - und so schwer. ;)
      :winke:
      Kirsten
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    • Hi,

      ich glaube, Kerstin I. wollte auf die fehlende Erläuterung zur Zahlensymbolik hinweisen - habe ich so verstanden, weil ich da auch erst mal ein ? im Hirn hatte und es letztlich selbst zusammengereimt habe. Geht wohl um die Bedeutung der 4. Lässt sich bestimmt auch hier noch mal in aller Kürze klären, sonst hängt ihr die Truppe der Ratlosen ab.

      LG
      Kerstin II. :plausch:
      Und wir, die an steigendes Glück
      denken, empfänden die Führung,
      die uns beinah bestürzt,
      wenn ein Glückliches fällt.

      Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien
    • Danke @Erdherz.

      Nee, das System beinhaltet viel mehr als die Zahlen - und ich bin da sehr am Anfang mit. Ich arbeite nur daran, mir mich unter dem Blickwinkel auch ein bißchen anzugucken.
      Anke hat da wesentlich mehr Plan - und es ist auch mehr ihr Ding als meins. Für mich ist's - mich betreffend- eine nette Ergänzung.

      Mal ne deutsche Seite dazu, für wer's sich mal anschauen mag: Human Design

      Die Zahlen werden da beschrieben, wo es um Profile geht.
      LG
      Kirsten
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    • Hallo in die Runde,

      kerstin schrieb:

      ich sehe hier einen neue Nomenklatur und bin verwirrt :
      Du hast vollkommen Recht, das Human Design System ist wie eine Fachsprache, sehr spezifisch, mit all den Vor- und Nachteilen, die daraus entstehen, inklusive natürlich der Verwirrung aller derer, die die Sprache nicht sprechen. Aber es ist keine Hexerei, sondern erlernbar. Kirsten hat ja schon nen Link geteilt. Hier ist noch ein englischsprachiger, wo auch etliche Artikel zu finden sind: Jovian Archive

      Ansonsten explodiert das Netz in den letzten drei Jahren mit einer Vielzahl an HD-Seiten von unterschiedlicher Qualität, also einfach googeln, einlesen, und bei Fragen gerne her damit. Vielleicht ist eine Extrarubrik in Astrologie/Tarot möglich?


      Liebe Kirsten.

      ja, an das Feuer hab ich auch gedacht.

      Und das, was du beschreibst, ich glaube, da sind zwei Ebenen drin. Wenn ich sage, du opferst deine Zugehörigkeit, wenn du aus dem Muster aussteigst, dann gehörst du dem Muster nicht mehr an. Und wirst eine Fremde in diesem Muster. Das wirkt sich natürlich aus. Aber darüber gibt es eine andere Ebene, und da hast du bestimmt auch Zugang zu. Denn deine eigentliche Zugehörigkeit kannst du ja niemals verlieren. das sind ja deine Ahnen, das bleibt ja, die Linie. Da schmeißt dich ja keiner raus. Und wenn du dort in der Linie irgendwo nen Anker findest, einen Ahnen, der des Leids auch genug hat zum Beispiel, dann befreist du ja auch diese Linie... in Richtung Vergangenheit sogar. Jedenfalls gibt es manche, die das behaupten. Und wenn die Zeit nicht so linear ist, sondern alles in Kreisen und Spiralen aufgebaut ist, dann bewirkst du Heilung auch für alle anderen.

      Ja, das ist jetzt theoretisch, aber mein Hauptpunkt ist, dass deine Zugehörigkeit nicht verschwinden kann. Aber das Aussteigen, dieser Prozess, dieses Dilemma darin, das kann ich gut nachvollziehen. Hellinger nennt das glaub ich: Schuldig werden. Denn so fühlt es sich an, wenn wir aussteigen aus den Mustern der Herkunftsfamilie. Wie ein Verrat. Aber die Unschuld, die es vorher gab, wenn man mitmacht, die ist ja blind. Die Schuld ist das, was passiert, wenn man erwachsen wird. Zu manchem, was man mitbekommen hat, sagt man "Ja" und packt es in sein Köfferchen. Und zu anderem "Nein" und legt es ab. Und lässt es bei denen, zu denen es gehört. Damit wird die Bindung auch schwächer. Aber nicht die Liebe.

      Vielleicht ist es sowas? Die Zugehörigkeit, die Bindung wird schwächer, sie wird erwachsener, klarer. Aber die Liebe darf trotzdem da sein, darf sogar wachsen.


      Panther-Adler schrieb:

      Und geht das? Gleichzeitig ich sein dürfen UND dazu gehören dürfen? Meine Erfahrung ist auch, dass wenn ich mich in Freundschaften, Beziehungen, Arbeitsteams, sonstigen Sachen zugehörig fühle, dass dann ganz viel Individualität auch verloren geht.
      Das ist ja gerade der Knackpunkt des Lebens an sich. Leben im Vakuum ist nicht drin. Und selbst, wenn du auf nem einsamen Berg in den Rockys hockst, haste trotzdem noch das "Programm" der Transite laufen. Du wirst immer konditioniert, von dir weggebracht. Aber das ist solange nicht tragisch, wie du die Entscheidungen, die du zu treffen hast, korrekt triffst. Dann sind die Einflüsse, denen du ausgesetzt bist, deine Lernerfahrungen, deine Schule. Und es ist doch interessant, mit den eigenen Antennen wahrzunehmen, wie sich andere anfühlen. Bloß, eben, es ist nicht deins. Du brauchst dich nicht damit zu identifizieren. Du darfst es ablegen, wenn du hinter deine Mauer trittst und dich zurückziehst.

      Ja, permanent geht Individualität verloren, und die einzige Aufgabe ist es, sich darüber im Klaren zu sein, ob das gerade gut ist oder abträglich. Der Rest ist einfach Erfahrung, und ein Leben ohne Lebenserfahrung ist ja kein Leben. Aber wem erzähl ich das?


      Panther-Adler schrieb:

      Diesem Impuls folgen, macht Angst, ist ungewohnt, ist fremd. Ist außerhalb meiner Kontrolle. Ich hab keine Ahnung, wo das hinführt.
      Das genau ist der springende Punkt. Dass das bei dir etwas spezieller und heftiger sein kann, als bei anderen, brauche ich auch nicht zu erwähnen. Da können wir ja gerne noch mal drüber quatschen. :)

      Einen schönen Abend
      Anke
    • Liebe Anke,

      Birkenfrau schrieb:

      Vielleicht ist es sowas? Die Zugehörigkeit, die Bindung wird schwächer, sie wird erwachsener, klarer. Aber die Liebe darf trotzdem da sein, darf sogar wachsen.
      Danke.
      Und ich finde übrigens, dass jetzt mal gut is. Du weißt soviel und Du kannst soviel - vielleicht mal Zeit, damit hervorzukommen?
      Ok, Du sagst mir dasselbe umgekehrt. Jetzt haben wir's uns beide gesagt - wenn wir's uns jetzt auch noch trauen, könnt' was gewonnen sein.
      *duckundweg*
      Kirsten
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