Zwischen dort und hier oder: Auswirkungen einer schamanischen Reise

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    • AlteEule schrieb:

      wer sich selbst "liebt, wie seinen Nächsten",
      achtet sich und die eigenen Bedürfnisse.
      Nicht geringer oder höher als die der anderen. Wohl wahr!

      AlteEule schrieb:

      Egoisten nutzen andere (und sich) aus.
      Hat's beides schon gegeben. Bin ich nicht stolz drauf, aber hat's beides schon gegeben.

      advaita schrieb:

      Du kriegst den Schwenk der Aufmerksamkeit von den anderen auf DICH nur sehr schwer und mit großen Widerständen hin.
      Was bedeutet das für den Fokus Deiner Ansicht nach? Dass er bleiben "soll", wo er ist?

      advaita schrieb:

      Du nimmst diese DEINE KRAFT viel zu wenig oder gar nicht wahr und nützest sie auch viel zu wenig.
      okay. (Im Sinne von: Ich höre das. gemeint)

      advaita schrieb:

      "bist Du jetzt endlich bereit,DEINE KRAFT für dich ZU NUTZEN?"
      Ich geh kaputt ohne. Weißt doch: An sich selber kommt keiner vorbei. Ich laufe lange genug weg. Hab das nie gewollt, immer abgelehnt. Aber es ist MEINE Kraft, ja. War es immer, ist es noch. Und wird sie mir eines Tages genommen, geb ich sie lächelnd zurück. Ich bin nur Trägerin, die Kraft gehört dem Leben selbst, ist mir nur geliehen.
      Aber dass sie mich SO auseinander nehmen muss...obwohl, auch das gehört dazu.
      Drei Tage nur Flüssigkeit und auch das: nur teelöffelweise.

      advaita schrieb:

      Mit ihr geht es wesen-tlich leichter.
      Mein Wesen ist ohne diese Kraft nicht lebbar. Nicht ganz.

      advaita schrieb:

      "bist Du jetzt endlich bereit,DEINE KRAFT für dich ZU NUTZEN?"
      Wenn ich leben will, ist das keine Frage. Nicht mal eine Wahl. Wenn ich nein gesagt hätte, wäre das Fieber weiter gestiegen. So fiel es sehr schnell, ging weg und blieb weg.

      advaita schrieb:

      Dir von Herzen alles Gute!
      Ich habe die Reise durchs Feuer nicht vergessen. Danke!

      Erdherz schrieb:

      Das Missgeschick im Bad ist für dich sicher beunruhigender als du es hier darstellst.
      Kluges Erdherz.
      Ich werde sehen, was sich wo und wie ergibt.
      Kirsten
      Klarheit erschafft Form
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    • Liebe Kirsten,

      von mir ein kleiner Input:

      Egoismus ist meist ganz falsch gedacht. Bist du egoistisch, wenn du a) gut auf dich acht gibst und b) selbst und nur selbst ganz klar entscheidest, wofür deine Energie jetzt nötig ist? Ich finde, einen größeren Dienst kannst du der Welt nicht tun, denn diese Energie, die dir jetzt gegeben ist, will sich zeigen und verwirklichen. Das, was sich deine Erfüllung nennt. Wofür du hier bist. Den Frieden, den du, und sonst keine - weil nochmal gibt es so eine Kirsten nicht - bringen kannst.

      Es ist tiefster Dienst am Leben, wenn du dich selber lebst, mit allem, was dazu gehört...

      Hau, ich habe gesprochen :how:
    • Liebe Anke,

      Birkenfrau schrieb:

      Den Frieden, den du, und sonst keine - weil nochmal gibt es so eine Kirsten nicht - bringen kannst.
      gerade als jemand, die viele Kämpfe und Konflikte kennt, berührt mich dieser Satz auf ganz eigene Art.

      Ich bin ein alter Kämpe und Streiter - aber gerade dadurch spüre ich sehr genau, wo Harmonie echt ist und wo Schein.
      Gerade als mitfühlende Kämpferin kenne - und suche ich immer wieder- den Frieden.
      Sage aber auch deutlich, wenn ich spüre, dass er auf faulen Kompromissen fußt.
      Dass Frieden anderes und mehr ist als die Abwesenheit von Krieg, das versteht kaum einer besser als die alten Kämpen.

      Du hast recht, ich bin genauso, wie ich bin, nur einmal da. Kann auch kein anderer Mensch sein.
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    • Liebe Kirsten,

      ja, der Unterschied zwischen echtem Frieden und Pseudofrieden ist sehr wichtig. Während der echte Frieden z.B. auch darauf beruhen kann, Kampf und Gegensatz ganz und gar zu bejahen und ihren tieferen Sinn zu sehen, bist du im Pseudofrieden Gefangene deines Wunsches und deiner Anstrengungen, dass es doch den anderen gut gehen möge, ohne Rücksicht darauf, ob dieser Wunsch dich selbst in sinnlosen Lebenskampf verstrickt.

      Viele Grüße!
    • Ja, das auch.
      Aber das ist ne echte Influenza gewesen, so mit Meldepflicht und Pipapo. Plus Bindehautentzündung.
      Und jetzt so gerade nicht mehr ansteckend und aus dem Job gehen und nicht wissen wo und wie weiter. Und die ganzen Kinder und Jugendlichen... "Warum bleiben Sie nicht mehr hier, wenigstens bis Schuljahresende?"
      "Eine Frechheit, dass man sie nicht übernommen hat."
      "Alles Gute."
      Scheiße, ich könnt heulen, wenn es nicht so unprofessionell wäre.
      Ich kann grad keine Abschiede mehr. Ich bin es so leid, es tut einfach nur weh.

      Man sollte echt seinen Beruf nicht lieben, es tut nur weh. Außerdem nützt das ganze Herzblut nix. Am Ende kommen doch die Angepassten durch, wie immer.
      Vielleicht sollt ich mir die Ecken und Kanten abschleifen und einfach bequem und unkritisch werden. Bin dann zwar nicht mehr ich, ist aber auch egal. Ich zu sein, reicht ja offenbar nicht.
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    • Lass bloß die Ecken und Kanten dran! Feile vielleicht nur die Spitzen ab, die nach innen gegen dich selbst gerichtet sind und die dir in so einer besch... Situation Selbstzweifel und "selbst schuld"-Gefühle bescheren.

      Sei noch mehr du selbst! Die Welt hält das schon aus ;) ! Dann findet das, was nur von dir in die Wirklichkeit gebracht werden will auch zu dir. Wenn du deine liebenswerten Ecken und Kanten entfernst, ist das, als fehlt am Haus Name und Hausnummer - da kommt keine Lieferung an!

      Ob die Angepassten letzten Endes tatsächlich auch die zufriedeneren sind, weißt du nicht.

      Kopf hoch, Brust raus! Oder willst du aussehen wie Charly Brown von den Peanuts, wenn er seiner Freundin Luzy erklärt, welche Körperhaltung man einnehmen muss, wenn man deprimiert sein will? :fluegellos:

      :knuddeln: Kerstin
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Erdherz schrieb:

      Oder willst du aussehen wie Charly Brown von den Peanuts, wenn er seiner Freundin Luzy erklärt, welche Körperhaltung man einnehmen muss, wenn man deprimiert sein will?
      *lautlach* Der Cartoon hängt seit ewigen Zeiten an meiner Pinnwand! *lach* Der reminder war grad echt gut! Danke!
      Besser hättest Du mich jetzt nicht zum Lachen bringen können!

      Erdherz schrieb:

      Sei noch mehr du selbst! Die Welt hält das schon aus
      Echt? Ich krieg ziemlich viel auf den Deckel, wenn ich ich bin. Ich bin vielen zu... ja, was, dominant? Jedenfalls hab ich neulich gehört, ich würde zuviele kritische Fragen stellen. Das brächte zuviel Unruhe rein.
      Ich kann an vielem arbeiten... aber weniger Fragen stellen? Das bin nicht ich, das geht nicht.
      Ich bin halt kein Gefolgsmann. Ich bin loyal und ich kann mich 100% hinter Dinge und Menschen stellen. Aber wenn ich nicht überzeugt bin, dann möchte ich auch eine überzeugende Begründung dafür hören, warum ich etwas so und nicht anders tun soll.
      Ich bin vor meiner Erkrankung noch eingesprungen für eine erkrankte Kollegin und hab aus dem Stegreif moderiert (etwa 10 Min Vorbereitung).
      Für sowas krieg ich dann den Hinweis, ich sei kompetent. Aber in Valuta umrechnen lässt sich's nicht. Da punktet dann wer anders mit meiner Idee.

      Vielleicht sollt ich Ideenschmied für soziale Fragen werden. Oder irgendwas SO Individuelles machen, dass es einfach kein anderer ersetzen kann.
      Ich sollte vielleicht echt ein Original werden. Uranus in 2 kann sowas ja eigentlich.
      Wie werde ich im positiven Sinne so verrückt, dass mich keiner ersetzen kann? Und jeder das Original will und keine (billige)Kopie?
      Schmunzelgrüße.
      Panther
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    • Vielleicht wirst du einfach woanders mehr gebraucht, gerade weil du bist wie du bist?
      Mit all den Kanten und Ecken!

      Vielleicht ist es jetzt an der Zeit für neue Wege, auf genau zu diesen Orten!

      Manchmal muss man sich einfach leiten lassen, damit man in die richtige Richtung geschubst werden kann.

      Und zu den Abschieden: Man sieht sich immer 2 mal im Leben.

      Wer seinen Beruf nicht liebt ist schlecht darin. Willst du wirklich zu den Leuten gehören denen beruflich die Leute egal sind.
      Sollen die Kinder die du betreut hast besser nur Zahlen und Nummern sein? Das passt nicht zu dir, deswegen bist du gut in dem was du tust.

      Die Konditionen machen es nur schwieriger!

      Das ist aber eher ein Grund weiter zu Kämpfen, anstatt sich anzupassen.
      Sonst wären wir doch alle gleich und mal ehrlich , ziemlich langweilig oder?

      Also hab Vertrauen, ich weiß fällt mir auch oft schwer, aber dann kommt doch irgendwann der wink von oben, der sagt, siehste, warum machstes dir so schwer, du h#ättest einfach nur Vertrauen und Geduld mitbringen müssen, den Rest übernehm ich doch!

      LG
      Gu
    • Das mit den Ecken und Kanten und dem 'ich selbst sein' hat sicher verschiedene Facetten. Wenn ich andere zur Schnecke mache, weil ich gerade mit mir selbst nicht ins Reine komme, dann ist das zwar nicht der erstrebenswerte Dauerzustand, aber auch das kennt jeder und es ist verzeihlich - wenn man erkennt, was an Ursachen dahinter steckt.

      Es gibt für mich aber noch andere Perspektiven, die erklären, warum Ecken und Kanten vielleicht notwendig sind. Es gab in der Menschheitsgeschichte immer schon Umbruchzeiten. Es gab und gibt diejenigen, die krampfhaft an alten Paradigmen festhalten und den Pionieren des Neuen vorhalten, sie seien nicht "normal". Entweder man ist schon glücklicher Bewohner eines Bewusstseins, das nahe an Dauer-Samadhi ist, oder man braucht gelegentlich ein dickes Fell und eine Selbstschutzmauer. Manchmal dauert's halt. Kopernikus hat im 16. Jh. leider auch nicht erlebt, dass sein Modell von den P,laneten, die um die Sonne kreisen, erst im 20. Jh. von der kath. Kirche anerkannt wurde. :D

      Die Biografien derjenigen, die die zarten Pflänzchen eines neuen Denkens, Fühlens, Wahrnehmens in sich hegen, sind nicht immer die leichtesten und vor allem nicht die sichersten und absehbarsten. An ausgetretenen, erprobten Wegen scheitern solche Menschen immer wieder. Alles "normale" scheint irgendwie nicht zu funktionieren.

      Ich versuche gerade meinen Sohn (31) auf diesem alles andere als stromlinienförmigen Weg zu unterstützen. Das Schlagwort heißt "unkonventionelle Wege suchen". Er hat eine Ausbildung abgeschlossen und gemerkt: das kann's nicht sein. Studium, mehrere Jobs als SAP Berater bei Unternehmen - macht auch nicht glücklich (trotz gutem Verdienst). Er hat schon immer nebenher als Coach, sowohl im Sport, dann nach und nach Richtung Beratungen, Physio etc. gearbeitet. Das war und ist sein Ding. Soweit gut. Aber wie zum Ziel kommen, wenn einen keine gängige Ausbildung zieht. Die Physiotherapeutenausbildung beinhaltet vieles, was er gar nicht braucht und anderes fehlt. Er hat sich einfach selbst ausgebildet. Fast jedes WE bei Ärzten, Therapeuten im In- und Ausland. Einfach frech angefragt, "wann kann ich kommen und von dir lernen?" und hat sich so ein immenses Wissen angeeignet - allerdings ohne staatlich anerkannte Trophäen. Da kam schon Gegenwind von wegen "denkst du auch ans Alter?", "willst du tatsächlich deinen gut bezahlten Job aufgeben?". Der Zufall hat ihn zu einem bekannten Chiropraktiker geführt, der hat auf seine Fähigkeiten und nicht auf Zertifikate geschaut und ihm einen Raum in seiner Praxis untervermietet, wo er an drei Tagen pro Woche (noch unter Sportmassage) praktiziert. Dadurch hatte er sofort einen Klientenstamm, ohne sich groß darum bemühen zu müssen. Der Chiro hat ihm sogar angeboten, ihn selbst auszubilden und damit er das später praktizieren darf macht er jetzt (auch noch nebenher) den HP. Und wen wundert's: wieder auf völlig unkonventionellem Weg.

      Ich schreibe dir das nur, damit du vielleicht den Mut hast, noch etwas querer zu denken. Einfach mal Wege, die du möglicherweise noch gar nicht ins Auge gefasst hast, ausloten. Du hast dir auf einer tieferen Ebene deine Lebensumstände schließlich selbst gewählt. Nicht als Strafe oder Hemmschuh, sondern weil du genau so irgendetwas verwirklichen kannst, dir die Chance geben wolltest, etwas Neues zu entwickeln, was sonst eben keiner (und auch du nicht in evt. "günstigeren" Lebensumständen) so hinbekommt.

      Herzlich :heart:
      Kerstin
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Guls schrieb:

      Vielleicht wirst du einfach woanders mehr gebraucht, gerade weil du bist wie du bist?
      Mit all den Kanten und Ecken!
      Kann schon sein.

      Guls schrieb:

      Vielleicht ist es jetzt an der Zeit für neue Wege, auf genau zu diesen Orten!
      Stimmt wahrscheinlich. Ich merke nur, ich bin grad müd und bequem. Nicht satt vom Leben, aber bequem. Ich mag grad nimmer so arg viel verändern oder mich verändern. Ich mag grad gerne mal alle viere von mir strecken und alle fünfe grad sein lassen.
      Ich bin müde und fühl mich - streckenweise- grad auch ziemlich allein. Obwohl ich weiß, dass ich's nicht bin. Aber ich bin eben auch noch nicht wieder fit und hab nur einen bRuchteil meines sonstigen Energielevels zur Verfügung. Ich glaub ich möcht auftanken grad.

      Guls schrieb:

      Manchmal muss man sich einfach leiten lassen, damit man in die richtige Richtung geschubst werden kann.
      Ja. Mir sagen bestimmte Leute dauernd, ich soll mich in eine bestimmte Richtung orientieren, weil's da grad bundesweit ca. 650 unbesetzte Stellen für gibt. Ich kann das auch, in das Profil passe ich rein formal voll rein. Aber es reizt mich nicht, es lockt mich nicht. Ich kann es, und zwar gut, aber es ist nicht "Yes!" Es ist eher: "Na gut, ja, bevor ich gar nichts hab..." Wenn ich das mache, dann sicher nicht bis zur Rente. Dann bau ich das wieder mit auf und übergebe es in zwei, drei oder fünf Jahren. Aber das ist nix, was ich bis zur Rente machen will. Da ist zu wenig "Musik" drin, zu wenig Entwicklungspotenzial für mich. Aber es ist nett. Gut verdientes Geld, ohne sich totzuarbeiten und ohne eigene Grundsätze verraten zu müssen.

      Guls schrieb:

      Wer seinen Beruf nicht liebt ist schlecht darin.
      Ja. Bin ich bei Dir. Nur: Es muss auch nicht immer "Berufung" sein. Es darf auch manchmal einfach nur ein Job sein. Der die Existenz sichert, die Miete, das Brot und die Butter und die Wurscht/den Käs obendrauf.

      Guls schrieb:

      Willst du wirklich zu den Leuten gehören denen beruflich die Leute egal sind.
      Quatsch! Nein. Kann ich doch gar nicht, Du kennst mich doch.
      Aber wenn Du mich ehrlich fragst, kriegste auch ne ehrliche Antwort: Mir werden niemals die Menschen egal sein, mit denen und für die ich arbeite oder auch mit denen ich so zu tun habe. Ich bin ein Menschen- Möger. Und wenn ich wen mag, dann geh ich die lange Meile. Das war auch immer so, auch für Leute, die mich manipuliert und mir hinterher nen Tritt verpasst haben.
      Ich bin einfach müde. Ich bin nicht mehr bereit, mein Herz, meine Gesundheit, meinen Kampfgeist, meine Begeisterung, mein Mitgefühl und meine Zielstrebigkeit für Menschen einzusetzen, die im Morat hocken bleiben möchten und einfach nur zwischendrin ein Gespräch brauchen, um sich leichter mit dem Morast zu arrangieren.
      Für solche Spielchen habe ich weder beruflich noch privat Zeit, Kraft und Lust.
      Ich kann es verstehen, weil ich selber weiß, wie hartnäckig alte Muster und Wunden sein können.
      Nein, mir sind Menschen nicht egal. Aber mir werden zunehmend die egal, die mich und meine Kenntnisse und meine Zeit zur Aufrechterhaltung des Opferseins benutzen.
      Und ich möchte nicht mehr so engagiert sein, dass es mir wehtut, Menschen und Situationen hinter mir zu lassen.
      In dem Sinne möchte ich mehr Distanz haben. Und das geht leichter, wenn ein Job ein Job ist und keine Berufung.

      Guls schrieb:

      Sollen die Kinder die du betreut hast besser nur Zahlen und Nummern sein?
      Das waren sie nicht und das werden sie nicht sein. Und ich habe in dieser Arbeit mit diesen Jugendlichen und ihren Eltern viel gelernt. Ich bin für diese drei Jahre einfach nur dankbar. Weil es wunderbar war, eine von 9 Personen in diesem Land zu sein, die das so tun durften und dafür bezahlt wurden

      Und ich hoffe zutiefst, dass daraus in den nächsten 10 Jahren ein neues Berufsbild entsteht, denn der Bedarf existiert ja.
      Ich muss das nicht sein, die das dann tut, aber es ist ein gutes Gefühl, dafür eingestellt gewesen zu sein, das ausprobieren, umsetzen und modellieren zu dürfen.
      Und ich liebe den Beruf des Psychologen und des Coaches genau wegen dieser Vielseitigkeit.
      Es gibt keinen Beruf, der soviel Entwicklung so hautnah mit erlebt. Soviel Wachstum, Kreativität und Intensität gibt's nirgends sonst.
      Ich hätt nur gern weitergemacht und ich hab auch das Gefühl, ein paar Leute mitten im Prozess stehen lassen zu müssen. Einfach weil die Zeit um ist- und das tut weh!

      Guls schrieb:

      Das passt nicht zu dir
      Natürlich nicht.

      Guls schrieb:

      deswegen bist du gut in dem was du tust.
      wenn das, was wir gemacht haben, so wertvoll ist, wie alle behaupten (der Mittwoch war voller politischer Lobhudelei auf Ministeriumsebene) warum geht es dann nicht weiter?

      Guls schrieb:

      Die Konditionen machen es nur schwieriger!
      Ich weiß. Aber der alte Kämpe ist des Kämpfens müde. Der möcht sich langsam die Stiefel ausziehen und sagen: "Jetzt ist genug bewiesen, dass es geht und wie es gehen könnte."
      Mich muss keiner lieben und mich muss keiner beweihräuchern, aber mal zur Kenntnis nehmen, dass ich seit 10 Jahren beruflich Dinge tue, die angeblich nicht gehen, weil es angeblich keine Konzepte dafür gibt, das wär schon gut.
      Es geht nicht um mich als Person, es geht um die Sache. Und es geht auch darum, Menschen nicht einfach aufzugeben.
      Ich bin da nur insoweit relevant, als ich gerne auch eben die Miete, meine Brötchen und die Butter drauf bezahlt hätte. Der Rest: Es steht alles da. Die müssen nur lesen und zuhören. Und daraus dann Schlüsse ziehen und umsetzen. Fertig. Mehr nicht- aber weniger halt eben auch nicht. Und die Dinge aus den Sonntagsreden könnten bitte montags, dienstags und mittwochs noch gelten. Das ist alles.

      Guls schrieb:

      Das ist aber eher ein Grund weiter zu Kämpfen, anstatt sich anzupassen.
      Zum Kämpfen brauchst Du KRAFT. Die fehlt mir grad. Ich bin müde.

      Guls schrieb:

      Sonst wären wir doch alle gleich und mal ehrlich , ziemlich langweilig oder?
      Wir sind nicht gleichartig, aber immer alle gleichwertig.

      Guls schrieb:

      Also hab Vertrauen,
      Hast ja recht. Ich muss mal ganz gesund werden und die da drüben machen lassen. Ich glaub die haben eh mehr Überblick als ich.

      Erdherz schrieb:

      Das Schlagwort heißt "unkonventionelle Wege suchen".
      Das sind die Einzigen, die bei mir funzen. Ich hab meinen ersten Job im Aufzug angeboten bekommen - ohne Vorstellungsgespräch.
      Und den letzten hier, da hab ich mich ursprünglich auf ne andere Stelle beworben - und hab dann im Vorstellungsgespräch die Frage bekommen, warum ich mich nicht auf die andere beworben hätt - würd doch perfekt zu mir passen. Also hatte ich dann die, auf die ich mich nicht beworben hab. (Passte übrigens wirklich besser, ich dachte nur damals, dafür wär ich noch zu jung/unerfahren). Bei mir funktioniert nur unkonventionelles Zeug.

      Erdherz schrieb:

      Ich schreibe dir das nur, damit du vielleicht den Mut hast, noch etwas querer zu denken. Einfach mal Wege, die du möglicherweise noch gar nicht ins Auge gefasst hast, ausloten. Du hast dir auf einer tieferen Ebene deine Lebensumstände schließlich selbst gewählt. Nicht als Strafe oder Hemmschuh, sondern weil du genau so irgendetwas verwirklichen kannst, dir die Chance geben wolltest, etwas Neues zu entwickeln, was sonst eben keiner (und auch du nicht in evt. "günstigeren" Lebensumständen) so hinbekommt.
      Ich nehm das mal so mit. Da kommt auch noch was. Irgendwas kommt noch, ich hab's im Gefühl, aber ich kann's noch nicht greifen.
      Für irgendwas ist auch das gut.
      Lächelnd,
      Panther
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    • Panther-Adler schrieb:

      Irgendwas kommt noch, ich hab's im Gefühl, aber ich kann's noch nicht greifen.
      tjo... ;)
      Wenn ich mal im Dez gleich auf mein Gefühl gehört hätt... hätt ich mir möglicherweise vieles erspart (evtl. sogar die Grippe).
      Aber mir kam mein eigener Impuls so unmöglich vor.
      Ich lern's noch, auf meinen ersten Impuls zu hören, irgendwann lern ich's noch.
      Sicher ist noch gar nichts, aber mir begegnen seit Monaten immer wieder Menschen, die in einer bestimmten Stadt bei einem bestimmten Arbeitgeber arbeiten oder gearbeitet haben. Zum Teil Leute, die ich beruflich schon lange kenne, zum Teil solche, die mir "einfach so" begegnen. Und alle erzählen davon und das klingt ziemlöich gut und ziemlich so, wie ich gerne arbeite. Einer hat auch direkt gesagt: "Dich könnt ich mir bei uns gut vorstellen, Du passt voll ins Team."
      Und ich hab im Dez schon gespürt: "Bewirb Dich da." Mein Kopf hat gesagt: "Aber dann muss ich umziehen" und "wer weiß, ob die eine Stelle haben" .

      Jetzt haben die mich kurz vor Ostern angerufen und gebeten, ihnen meinen Unterlagen zu schicken, weil: Es gäbe da einen Job und sie bekämen den seit Anfang des Jahres einfach nicht besetzt und dann hätten mehrere Leute unabhängig voneinander gemeint, man könne mich ja mal fragen, obwohl ich wahrscheinlich eh schon längst wieder was anderes hätte. Und der Job passt. Der passt echt gut. Da hätt ich mich auch im Januar drauf beworben - wenn ich auf die Homepage geguckt hätte.
      Dann hab ich meine Unterlagen hingeschickt und hatte zwei Stunden später einen Terminvorschlag für ein Vorstellungsgespräch in meiner Inbox. Das spielte sich alles noch vor Ostern ab, das Gespräch findet nächste Woche statt, wenn die Ferien vorbei und alle wieder da sind, die dabei sein sollen.
      Jetzt simmer also schon soweit, dass die potenziellen Arbeitgeber selber anrufen... *lacht*
      Und ich war gekränkt wegen ner geklauten Idee. :kopfhau:
      Wenn das klappt, wär's schön. Die machen viel, sind gut vernetzt, die Bezahlung ist nicht zum Reichwerden, aber zum davon leben - und das vernünftig- reicht's.
      Könnte gut sein, dass das die nächste (berufliche) Stufe ist.
      Wie war das mit unkonventionellen Wegen? ;)
      Panther(Adler), grinsend
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    • Hatte das Gespräch heute. Hm, kann's nicht einschätzen. War jetzt nicht schlecht oder schlimm oder so, aber irgendwie... weiß nicht.
      Das wird keine schnelle Entscheidung, glaub ich. Weder für die, noch für mich. Ich muss das Ei nochmal bebrüten und mir das mit Abstand betrachten.
      Ich würd' hingehen, ja, aber irgendwas ist da noch... Weiß der Himmel. Vielleicht ist das auch was Internes, was ich g'spürt hab, was die noch klären müssen.
      Mein Inneres ist jedenfalls nicht begeistert-euphorisch da rausgegangen. Eher so: "Abwarten, prüfen und ganz ruhig bleiben."
      Ein angenehmes Gespräch, freundliche Leute, nette Atmosphäre, alles ja.
      Aber es ist nicht klar- auch in meinem Gefühl nicht. Irgendwas ist da noch unklar - und ich weiß nicht, was.
      Abwarten, Tee trinken, weiter bewerben.
      Wenn ich bloß wüßte, was ich da merke, was es so "verschwommen" gemacht hat...
      Aber das ist eben das: Ich fühl was, aber ich kann nicht mal sagen, was eigentlich. Merkwürdig...
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    • Ich bin nicht "nicht zuversichtlich", mir ist nur nicht klar, was da los (gewesen) ist.
      Kennst Du das, dass Du zu der Oberflächen-Info noch so ein Hintergrundsummmen wahrnimmst? Es "stört" nicht wirklich, aber Du wunderst Dich doch. So geht's mir grad.
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    • Moin,

      immer schwierig auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen.

      Das mit dem verschwommenen Hintergrundsummen habe ich in Situationen erlebt, in denen ich in unbeabsichtigten und ungeplanten "Dienstgeschichten" unterwegs war. Da ging es immer darum, dass ich deswegen nichts klar erkennen sollte, weil ich mich sonst anders verhalten hätte oder von vornherein "Nö, lass mal gut sein" gesagt hätte. Das Nicht-Wissen gehörte dann zum Konzept, um letztenendes die Aufgabe erledigen zu können.

      In deinem Fall kann es natürlich auch was anders sein. Hattest du zu einer Person gefühlt eine besondere Verbindung?
      Was ich schon probiert habe, ist, mir vorzustellen, ich hätte die Entscheidung schon getroffen. Also die Timeline nach vorne wandern und ab und zu innehalten. Wie fühlt es sich nach 3 Tagen 3 Wochen, 3 Monaten... an? Vielleicht zeigt sich dann was.

      Grüße :winke:
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Hallo Kirsten,

      Panther-Adler schrieb:

      Ich würd' hingehen, ja,
      ...vielleicht reicht das für den Moment ?

      Etwas gutes kann ja auch ganz ruhig beginnen ...?

      Die Rückmeldung von ihnen wäre der nächste Schritt und dann kannst du wieder spüren beim nächsten Schritt .
      ( Jaja, Schildkrötenweg wäre das ... ;) )
      ist dein JA noch da ? Löst sich das Verschwommene vielleicht ganz einfach auf - oder klärt sich ?

      Ist es ein Irritation , weil die Euphorie fehlt - vielleicht ?

      ???

      Viel Glück auf dem Weg , wie auch immer :luck:

      :winke:
      * remember to walk in beauty *

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von toshka ()

    • Hi zusammen,

      toshka schrieb:

      Ist es ein Irritation , weil die Euphorie fehlt - vielleicht ?
      Auch. Ich bin gewohnt, neue Dinge dann anzufangen, wenn ich begeistert bin. Begeisterung ist meine Art, mich Dingen, Personen, Situationen hinzugeben.
      Begeisterung ist meine Form der Hingabe, stets gewesen. Sie fehlt.
      Aber hatte ich nicht gesagt, vielleicht ist es besser, wenn ein Job nur ein Job ist?
      Trotzdem fehlt es. Ich bin es gewohnt, begeistert zu sein, von dem was ich tue. Nicht permanent, auch ich kenn Streß und so.
      Aber letzten Endes hab ich immer geliebt, zu tun, was ich tue. Da, wo ich's nicht konnte, bin ich nicht lang gewesen.

      Vetch schrieb:

      Ma reingeworfen, einfach, weils mir grad ins Hirn schießt: Merkur retro dabei bedenken?
      Danke JA. Nicht das Retro war wichtig, aber der Merkur. Ich habe ihn gestellt gestern abend noch, damit mache ich weiter. Das hat eine Spur.
      Für alle, für die das jetzt "Bahnhof" ist. Ich kenne mein eigenes Horoskop ganz gut und ich habe (bisher nur für mich) eine Art begehbares Horoskop gebaut. Ist schon lange her. Ich hab quasi Figuren/symbole für die einzelnen Energien und die kann ich dann in einen Kreis legen und begehen, bereisen, stellen, damit kommunzieren.
      Bisher mache ich das aber nur für mich, hab es noch nie für wen anders gemacht. Und gestern abend zog es mich zum Merkur. Und heute jetzt der Hinweis von Vetch. Danke!
      Schöne Grüße auch an F. Merkur ist ne gute Idee. ;) Was passiert eigentlich, wenn ich rückwärts die Merkurlinie entlang fahre? :denk: Das probier ich morgen aus, das möchte ich gerne wissen.

      Erdherz schrieb:

      immer schwierig auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen.
      Ich treffe sie momentan nicht. Oder ich habe sie unbewusst schon, weiß nicht.

      Gute Nacht und Danke,
      Kirsten
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()

    • advaita schrieb:

      Wenn es endlich DEINE KRAFT ist, die du wert-schätzt und wahr-nimmst und sie im Alltag nützt, sorgt sie ganz von selber und natürlich FÜR DICH.
      Das ist es. Mag es vordergründig auch so scheinen (mein Arbeitsvermittler sieht das offensichtlich so, der "bombardiert" mich grad mit Vermittlungsvorschlägen) als ginge es nur möglichst schnell um den nächsten Job - das stimmt nicht.

      Es geht um MEINE KRAFT (oder die, die mir geliehen/gegeben/anvertraut ist) und darum, sie zu leben. Und wenn ich diese Kraft machen lasse, wird sie sich irgendwie ihren Weg bahnen. Und mich dahi9n bringen, wo sie hin will und ich hin soll und wo es passt.
      Die Kraft kommt vom Leben - und das Leben ist eine selbstorganisierende Kraft. Ich vergess das immer wieder... :kopfhau:
      Immer wieder will ich diese Kraft lenken, steuern, aber das muss ich gar nicht.
      Ich glaube, es geht darum, mich dieser Kraft anzuvertrauen und mich von ihr führen zu lassen.
      Mir fällt der Hundetraum ein, den ich mal hatte, steht auch hier im Forum, irgendwo.
      Den mit dem Blindenhund.
      Eigentlich hat meine Intuition mich immer so geführt, dass ich ihr "blind" vertrauen kann. Wenn es denn meine Intuition war,sie ist leise.
      Ja, also, was denn dann? Wo denn dann? Wie denn dann? Wie, wo und was will diese Kraft denn bewirken?
      Etwas Neues. Okay, aber was?
      Führen lassen.
      Wenn ich mit den Impulsen gehe, wird sie wirken und sie wird das nicht gegen mich tun.
      Edit: Das ist glaub ich, was ich immer befürchte. Dass diese Intuition, diese unkontrollierten Impulse, irgendwie destruktiv ist.
      Sie tut ja schon "komische" und "überraschende" Dinge. (Edit: Aber sind Überraschungen eigentlich immer schlimm? Gibt doch auch gute Überraschungen...)
      Klarheit erschafft Form
      Form schafft Klarheit

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