Zwischen dort und hier oder: Auswirkungen einer schamanischen Reise

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    • Erstmal: Danke für alle Wünsche!
      Zweitens: Den Bescheid habe ich noch nicht, aber die mündliche Zusage, dass das klappt mit dem Fahrdienst, zumindest für eine Übergangszeit. Auch mein neuer Arbeitgeber hat sich da sehr positiv für mich eingesetzt. Was nochmal den Eindruck bestärkt, die richtige, für mich jetzt stimmige Entscheidung getroffen zu haben.
      Drittens: Ich schaue mir nächsten Mittwoch zwei Wohnungen in der Stadt an, wo ich arbeiten werde.
      Auch wenn das die einzigen barrierefreien sind, die ich im Internet gefunden habe (groß ist das Angebot da nicht gerade), könnte ja sein, dass es passt.
      Ich mach mir da jetzt aber auch keinen Druck, dass es unbedingt passen muss. Wenn's passt, passt's. Wenn nicht, bleib ich erstmal hier.
      Und ob's passt, entscheid ich für mich, nach meinen Kriterien, nicht nach dem "ich muss umziehen, weil das dann keinen Fahrdienst mehr kostet"-Aspekt. Wichtig ist ja, dass es für mich stimmig ist. Ist ja mein Leben - und wenn ich selber fahren könnte, sprich Führerschein mediziniosch möglich gewesen wäre, (ich hab die Tests ja gemacht) - ich glaub nicht, dass ich dann hier wegziehen würde. Dann würde ich ziemlich sicher pendeln.
      Andererseits hält mich hier in der Stadt und in der Wohnung nichts Wirkliches fest. Infrastruktur, ja. Gewohnheit, ja. Menschen nicht wirklich, die mir wichtigen sind querbeet verteilt.
      Und das Rheinland ist.. ja, es war immer offen, hat mich immer willkommen geheißen, aber es ist ein oberflächliches Völkchen. Viel Gemisch, ja, das mag ich und Du kannst Dich überall dazu setzen. Einsam war ich hier nicht. Nur: Wenn der Abend rum ist, haben sie Dich 5 Min später eh vergessen.
      Die Rheinländer bleiben schon auch unter sich, die tarnen ihre Abgrenzung nur geschickter als Bewohner anderer Landstriche.
      Von daher: Nö, darf auch mal was Neues sein, falls es sich so ergibt. Wenn nicht, bleib ich hier.
      Leben kann ich hier - und "Zuhause" ist für mich sowieso kein Ort, sondern sind Menschen. Und die hab ich an verschiedenen Stellen.
      Grüße,
      Kirsten
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Ich habe mir die Wohnungen angesehen und ich werde jetzt noch nicht sofort eine Entscheidung treffen.
      Ich merke, wie verführerisch es ist, sich ins Tempo ziehen zu lassen - und wie verkehrt es wäre.
      Normalerweise habe ich eine recht gute Intuition, einen schnellen Bauch, der shr zuverlässig "funkt".
      Ohne die Verwirrtheit des Herzens und seiner Illusionen
      Ohne die Schärfe und die Spiele des Verstandes
      Einfach nur geerdeter "so fühlt es sich jetzt grad an" Bauch, der aus dem Moment schöpft und nimmt.
      Dort allerdings, bei dem Wohnungsthema, fühl ich grad gar nichts. Kein Ja, kein Nein, nichts.
      Also: Nichtwissen grad.
      Und Nichtwissen trifft keine Entscheidung. Eine Entscheidung kommt nur sicher aus dem Bauch. Und der schweigt.
      Also: Keine Entscheidung jetzt. Und die Antworten im Bauch reifen und wachsen lassen.
      Wenn's soweit ist, kommt's.
      Nur nicht ganz leicht, denn die "da muss man doch was tun" Prägung schreit nach Aktion.
      Das würde allerdings bloß in Aktionismus enden - und der hat mich bisher noch nie zu irgendwas gebracht, was ich nicht bereut hätte.
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)