Traum im Traum

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    • Traum im Traum

      Bin heute morgen ziemlich verwundert aufgewacht, weil ich im Traum traumähnliche Erinnerungsbilder gesehen hatte und mich darüber auch mit anderen Personen im Traum auseinandergesetzt habe. Zum wiederholten Mal hat der Traum mit dem Meer zu tun.

      Ich bin im Traum zeitweise ein Mann (in der Erinnerung im Traum?), dann wieder ein junges Mädchen (im Traum?). Wir sind als Gruppe/Klasse auf einer Freizeit in einem Haus am Meer. Ich erzähle Einigen, dass ich hier schon Mal war, aber in einer anderen Zeit oder Dimension.

      Einige finden das absurd, aber ich erzähle von den Bildern, an die ich mich erinnern kann. Dann sehe ich auch Bilder: ich lebe im Meer, kann auch atmen. Das Wasser ist klar und lichtdurchflutet und es gibt ein buntes Treiben von mir unbekannten Lebewesen, wie ich sie so weder im Traum, in dem ich mich traumhaft daran erinnere, noch im Wachbewusstsein so kenne. Also kein urzeitliches Meer mit inzwischen ausgestorbenen Tieren, eher bunt, aber transparent wie aus einer anderen Welt.

      Als die Gruppe am Strand ist, entdecke ich irgendetwas direkt am Meer in einem Spalt mit Steinen im Wasser, komme aber nicht dran. Ich weiß, ich muss alleine wieder hierher kommen und markiere die Stelle im Sand an der Wassergrenze mit einem goldenen Kronkorken, den ich gefunden hatte. Mache mir Sorgen, dass mein Zeichen im Sand zugeweht wird und ich die Stelle nicht mehr finde.

      Irgendwie habe ich etwas ausgelöst. Die Gruppe verlässt fluchtartig den Ort in einem (gelben?) Bus, vergisst mich und noch ein oder zwei andere aber. Ein Mädchen ist verärgert, weil ich das mit meinem vermeintlichen Unsinn ausgelöst habe. Ich sage, ich gehe jetzt ins Meer, weil ich Nahrung für die Zurückgebliebenen organisieren muss...

      Dann sind wir doch wieder Zuhause und der/die LehrerIn kriegt Ärger, weil sie uns vergessen hatte.

      Soweit der Traum. Es war nichts Unangenehmes darin, lediglich etwas verwirrend.

      Kennt das jemand mit dem Traum in Traum?

      Ich möchte euch (besonders dir, lieber advaita) noch sagen, ich erwarte nicht, dass jedesmal, wenn ich Träume erwähne, jemand seine Zeit investiert, um mir auf die Sprünge zu helfen. Ich vertraue darauf, dass ich immer die Informationen (von woher auch immer) erhalte, die ich brauche - manchmal halt hier im Forum. Ich bin für Hinweise immer sehr dankbar, wie neulich beim Traum in einem anderen Thread. Das sind wertvolle Geschenke aus dem Erfahrungsschatz anderer Menschen, die ich nicht fordere (auch nicht enttäuscht bin, wenn nichts kommt) und denen ich aber mit sehr viel Achtsamkeit und Dankbarkeit begegne, wenn sie eintreffen.

      Herzliche Wochenendgrüße
      Erdherz :welle:
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Liebe Kerstin!


      Erdherz schrieb:

      Ich möchte euch (besonders dir, lieber advaita) noch sagen, ich erwarte nicht, dass jedesmal, wenn ich Träume erwähne, jemand seine Zeit investiert, um mir auf die Sprünge zu helfen.
      :knuddeln: :knuddeln:

      Ich erzähle dir jetzt "meine" Sicht deines Traumes.


      Erdherz schrieb:

      Zum wiederholten Mal hat der Traum mit dem Meer zu tun.
      Das ist in meinen Augen das Bühnenbild deines Traumes.
      Unsere Seele liebt in den Träumen unter anderem "Lautmalereien".
      Also Begriffe, die für uns verschieden sind, aber sehr ähnlich oder gleich klingen, wie zb. mehr und Meer.

      Deine Seele beschäftigt sich also zum wiederholten Male mit "mehr" am "Meer" - spricht, du bist am auftanken, Kraft schöpfen, die Akkus laden, weil sowohl im realen Leben als auch in Deinem Seelenleben sehr viel los ist.

      Einer der Hauptschauplätze ist dieser:


      Erdherz schrieb:

      Als die Gruppe am Strand ist, entdecke ich irgendetwas direkt am Meer in einem Spalt mit Steinen im Wasser, komme aber nicht dran. Ich weiß, ich muss alleine wieder hierher kommen und markiere die Stelle im Sand an der Wassergrenze mit einem goldenen Kronkorken, den ich gefunden hatte. Mache mir Sorgen, dass mein Zeichen im Sand zugeweht wird und ich die Stelle nicht mehr finde.
      Der Teil ist in meinen Augen so wesentlich, dass ich jetzt im Detail näher darauf eingehe.

      Im Zentrum steht für mich der

      Erdherz schrieb:

      goldene(n) Kronkorken
      Das ist der ehemalige Pfropfen von Deiner "Tabu-Flasche", die eine halbe Ewigkeit sicher verstöpselt war.
      Vor nicht allzulanger Zeit hast Du jetzt den Korken gezogen und die Gespenster, Energien, Erinnerungen und Kräfte nach außen gelassen.

      Das setzt Urkräfte frei - in Dir, in deiner Seele, in deinem Leben.
      Symbolisiert wird das im Traum durch


      Erdherz schrieb:

      direkt am Meer in einem Spalt mit Steinen im Wasser, komme aber nicht dran.
      Das ist der Riss, der sich aufgetan hat und dir einen Blick in die Tiefe, in deine Seele, in Deine Geschichte, in dein Leben ermöglicht.


      Erdherz schrieb:

      komme aber nicht dran
      heißt jetzt noch nicht, noch nicht direkt, aber Deine Seele bleibt am Ball.

      Und gleichzeitig ist da in jedem von uns immer die Angst, dass all dieses Wesentliche, dieses Persönliche im Wust des Alltags untergeht.

      Die Seele ist weise:

      Erdherz schrieb:

      markiere die Stelle im Sand an der Wassergrenze mit einem goldenen Kronkorken, den ich gefunden hatte. Mache mir Sorgen, dass mein Zeichen im Sand zugeweht wird und ich die Stelle nicht mehr finde.
      Mit dem "goldenen" Tabu Korken markiert wirst Du die Stelle immer leicht wiederfinden.

      Wer die Wahrheit in sich findet, sie spürt, sie lebt und kommuniziert, eckt immer an:

      Erdherz schrieb:

      Irgendwie habe ich etwas ausgelöst.

      Erdherz schrieb:

      . Die Gruppe verlässt fluchtartig den Ort in einem (gelben?) Bus, vergisst mich und noch ein oder zwei andere aber.

      Erdherz schrieb:

      Ein Mädchen ist verärgert, weil ich das mit meinem vermeintlichen Unsinn ausgelöst habe.
      All das sind ganz typische Facetten von Reaktionen in unserer alltäglichen Wirklichkeit, wenn wir es wagen, unsere Wahrheit zu leben und zu kommunizieren.


      Erdherz schrieb:

      Ich sage, ich gehe jetzt ins Meer, weil ich Nahrung für die Zurückgebliebenen organisieren muss...
      Da ist sie jetzt, diese Deutung des Meeres für dich und für andere: ein "mehr" an Kraft, Energie, Nahrung.

      Erdherz schrieb:

      Dann sind wir doch wieder Zuhause
      Zuhause heißt wieder in deiner alltäglichen Wirklichkeit.

      Und wenn Du heute am Abend wieder schlafen gehst, dann weißt Du, dass du ganz von selber wieder zum Meer gehst, zu diesem mehr an Kraft, an Leben, an Energie.
      Du gehst dann womöglich baarfuß an den Gestaden des Lebens, wo sich Geheimnis (Meer) und alltägliches Leben begegnen, berühren, sich wechselseitig befruchten.

      Der goldene Kronkorken wird dich daran erinnern, dass du es gewagt hast, die "Tabuflasche" zu öffen und dich den Gespenstern der Vergangenheit zu stellen.

      Der Riss in der Erde wartet auf deinen Besuch und mit jedem Mal siehst du tiefer, weiter, umfassender.

      Ich wünsche Dir für Dein Leben von Herzen alles Gute!

      Liebe Grüße
      Advaita
    • Lieber Advaita,

      da brodelt jetzt einiges - vielen Dank dafür :heart:

      Die Tabu-Flasche: Ich habe versucht mich da einzuspüren. Ja, Auslöser, dass sich der Korken gelöst hat, sind sicher Erinnerungen, traumatische Dinge die gerade hochgekommen sind wie u. a. im Thread 'Angesehene Menschen?' Aber das sind nur die oberflächlichen Tabus. Vor einiger Zeit habe ich in einem dicken Wälzer einer Psychologin und Mystikerin (Shunyata Mahat) über die drei Urängste gelesen - und die sitzen am Flaschenboden zuallerunterst! Mir eigene Täter- und Opferrollen anzuschauen, ist nicht mehr so ein anstrengender und ausufernder Prozess wie noch vor Jahren. Ich lasse die Gefühle zu, erkenne Ursachen, Defizite, finde Heilquellen usw. und komme relativ geschmeidig durch. Diese nicht greifbaren Ängste darunter machen mir allerdings zu schaffen.

      Gestern Abend habe ich Terra X geschaut. Es ging um das angelsächsische Beowulf Epos. Ein junger Held besiegt Drachen und Monster. Als alter Held versucht er es nochmal und geht in die Höhle eines Drachen, der einen Schatz bewacht und wird durch den Feuerschwall des Drachen getötet. So, jetzt rate mal, ob ich mich als Held fühle und ob eher jung oder alt!
      Nix Held. Nix jung. Erdherz = kleiner Feigling (und auch noch alt!)

      Zum Auftanken im Schlaf: Eigentlich trifft genau das Gegenteil zu. Ich wache morgens gerädert auf, seit kurzem mit heftigem Tinnitus und bekrabbele mich dann erst mal stundenlang, bis ich halbwegs bei Kräften bin. Am schnellsten hilft Bewegung im Freien. Zu langes Ausruhen verschlimmert alle Symptome (chronische Schmerzen nach Unfällen und die Hashimoto-Symptome sind morgen am heftigsten). Also, dachte ich, schluss mit Selbstsabotage, gehst vorm Einschlafen bewusst an den Strand, suchst deinen Kronkorken ...und mal sehen.

      Sicher kennt jeder das Gefühl von Fallen, wenn man einschläft, in Flugträumen o. ä. Das war es aber nicht. Kaum am Strand, war ich plötzlich "tot". Das war so heftig, dass ich im Bett dermaßen zusammengezuckt bin, dass mein Mann sofort hellwach war und gefragt hat, was los ist. Ich bin nicht eingeschlafen, sondern da war plötzlich die Schwärze, das Nichts - und anscheinend hat mein Angst-Drache dann sofort Alarm geschlagen und Feuer in jede Zelle gespuckt!

      Damit kann ich nicht arbeiten. Das ist kein Gefühl, dass ich erleben muss, um es zu heilen. Kein Defizit, Trauma oder irgendwie was Greifbares halt. In dem Traum, in dem ich den Amphibienmann (Wesen, das in mehreren Welten/Dimensionen lebt und klar kommt? Seelenaspekt?) geheiratet habe, musste ich alles zurücklassen. Stand zum Schluss in einem weißen Hemd im Meer, aber auch das musste noch weg, bevor ich mit dem "Wesen" abtauchen konnte. Im Traum hier erinnere ich mich, selbst dieses Wesen zu sein.

      Ich habe das Meer-mehr vor mir und mir geht die Puste aus! Feigheit vorm vermeintlichen Feind? Über die Seele reden - klar geht. Und wenn sie kommt (der schwarze Mann, der noch nicht im Licht steht), dann laufen wir.

      Ich merke gerade, dass ich Spiritualität wunderbar theoretisieren kann - um sie mir vom Hals zu halten

      Nochmals herzlichen Dank, auch wenn ich gerade noch ratloser bin.

      :knuddeln: Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • wie gut ich diese Gefühle zu kennen meine ...

      Liebe Kerstin,

      zu Deiner Frage:

      Erdherz schrieb:

      Kennt das jemand mit dem Traum in Traum?
      ja, kenne ich gut.

      Ich empfand es am Tag danach sehr verwirrend,
      ließ das Empfinden los, beschäftigte mich mir "banalen" anderen Dingen,
      bis mir meist nach Tagen, in meinem Leben ähnliche Gefühle einstellten,
      die ich dann zu werten wusste.

      Jetzt tauchen wir zusammen mal in die Shiatsu-Welt ab und
      schauen uns gemeinsam an, was das Wasser alles kann.

      Der Nieren- und Blasen-Meridian haben mit Willenskräften und Loslasskräften zu tun. :denk:
      So drehe ich den Spieß mal um:

      Wie gehst Du mit einer Klientin um, deren NierenMeridian Dir "leer" erscheint,
      und der Blasenmeridian "zu voll" ... ... ... ?

      Wie gehst Du vor, welche Yoga-Übungen kommen Dir in den Sinn,
      welche Gespräche ...


      Erdherz schrieb:

      Ich wache morgens gerädert auf, seit kurzem mit heftigem Tinnitus und bekrabbele mich dann erst mal stundenlang, bis ich halbwegs bei Kräften bin. Am schnellsten hilft Bewegung im Freien.
      Was würde die TCM dazu sagen ... das Du die Kälte mit dem Wind verscheuchst?


      Erdherz schrieb:

      Sicher kennt jeder das Gefühl von Fallen, wenn man einschläft, in Flugträumen o. ä. Das war es aber nicht. Kaum am Strand, war ich plötzlich "tot"
      Das meine ich auch hier zu lesen ... vom Wind in die Kälte = Tod


      Ich war mal bei einem Seminar am St. Odilien Berg im Elsas, mit der lieben Ute Blättner,
      die auch lange hier geschrieben hat.

      Hach ... wie locker :triniti: ich doch war und "eigentlich" war ich ja nur hingegangen,
      weil ich die Energien dort spüren wollte und Ute besser kennen lernen. :heart:


      Nun sind an diesem Berg alte Wege.
      Das ist Stelle an dem sich Männer trafen ... hui fühlte ich mich da wohl :freude:
      und eine, an der sich die Frauen versammelten. :attacke: mein Gallenmeridian schlug Purzelbäume,
      und mir kamen Erinnerungen in meine Kindheit ...
      wie abschätzig von Mädchen, Frauen und mir gesprochen worden war ...
      ich fiel in einen Tiefen Sumpf ... aus dem die stinkenden Gasblasen aufgestiegen waren
      und musste tief tauchen, um die Geschluckten Kröten und Leichen zu bergen,

      und unter vielen Tränen der Frau, die mit mir auf diesem Baumstumpf saß und befragte,
      vor die Füße zu spucken.

      Hui, da waren Tabu-Korken geflogen und die Flaschen geplatzt,
      die Glassplitter wurden zu Kohle, die im ... ja, wo "eigentlich" ? zu Diamanten reiften ... in Jahrzehnten.

      Alles ist anders als ich dachte ...
      mein Leben veränderte sich in eine Richtung,
      die ich nie erwartet hätte ...

      Vielleicht besuche ich Dich im Frühjahr, :D
      wenn die Tulpen verblüht sind und der Mai im schönsten Grün steht,
      und Du bereit dazu bist. :crazy:


      Herzliche Grüße
      Kerstin
      Bitte sieh das Leben als Geschenk
      und
      die Menschen um uns und Dich
      als zarte Geschöpfe,
      die es verdient haben in diesem kurzen Leben
      Liebe- und Respektvoll behandelt zu werden.
    • Liebe Kerstin,

      habe gerade nicht viel Zeit, aber für ein Dankeschön reicht es immer :kuss2:

      Du und auch advaita, ihr macht mir gerade meinen leeren Aku bewusst. Die Nierenenergie dürfte gerade komplett runter gefahren sein. Yin und Yang! Hängt mit seelischen Prozessen, aber auch ganz handfesten Aspekten (drei J. Hofsanierung, Unfälle usw.) zusammen. Es hat sicher auch mit meinem Lebensplan in diesem Leben zu tun, der mich vor die Herausforderung stellt, die Extreme von Feuer- und Wasserenergie auszuloten und das strengt an. Mit meinem dominierenden Feuer verschieße ich zudem mein Pulver auch gerne mal zu üppig (erwische mich bei deinem Besuch also besser nicht in einer Phase mit hochschießendem Leber-Yang! :zwinker: Scherz! Bin inzwischen als "alternder Held" nicht mehr ganz so explosiv und mein chin. Tiger- Zeichen ist gut domestiziert und handzahm - kannst ruhig kommen, freue mich :hüpfen: )

      Zu gerne würde ich meine Energie am Meer der Lebenskraft wieder auftanken. Zur Angst, die das paradoxerweise auslöst (der Spalt in den Steinen) später mehr. Nur so viel: Habe Menschen kennengelernt, die nach so einem Tauchgang jahrelang nicht mehr im richtigen Leben aufgetaucht sind.

      Der Ober-Gag heute morgen war, dass ich mein Handy aufladen wollte und nichts ging mehr. Der Aku läd nicht mehr auf. Passte wie die Faust auf's Auge (und nicht gerade beruhigend) zu meinem Zustand heute. :umfall:

      Herzlich
      Erdherz, der müde, zahnlose Tiger :katze:
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Hallo Erdherz-Tigerin,

      Erdherz schrieb:

      Zu gerne würde ich meine Energie am Meer der Lebenskraft wieder auftanken.
      Dann tu's. Du kannst die Energie des Meeres auch genießen, ohne hineinsteigen zu müssen.

      Erdherz schrieb:

      Erdherz, der müde, zahnlose Tiger
      Ausruhen. Nicht tauchen, ausruhen. An den Strand setzen, ausruhen. Horizont, Meer und Unendlichkeit gucken. Nicht eintauchen.
      Wind genießen, Jeans hochkrempeln, bei Ebbe ins Watt laufen. Vor der Flut wieder ins Haus, heißen Grog und danach ne Pfeife schmöken.
      Ich war oft im Norden, in früheren Zeiten, sehr oft. Diesmal erinnert nur die Möwe daran - und die Liebe zum Wind. Glaub dem alten Marineoffizier, der ich ich mal gewesen bin: geh ans Meer - aber geh nicht tauchen.
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Wasser-Tiger an Feuer-Drache (da wundert mich ja nix mehr :D Wenn es dich interessiert und du es noch nicht kennst, dann schaue mal da rein:

      horoskop.chinanetz.info/drache/

      chinesisches-horoskop.eu/sternzeichen-drache/ )

      Ich rede nicht von freiwilligem Eintauchen. Es geht nicht um etwas, was ähnlich einer schamanischen Reise ist, die man bewusst antritt, auch wenn es trotzdem zu überraschenden oder gar brenzligen Situationen kommen kann. Entspannen geht schon, aber in Bezug auf diesen Traum, wittert etwas in mir unfreiwilliges Überrumpeltwerden und unkontrollierbare Gefahr. Und da kommt bei mir Angst im Ausmaß von 'der Arsch geht auf Grundeis' auf.

      Ich versuche es mit drei Beispielen rüber zu bringen, was nicht ganz einfach ist, da es um spirituelle Erfahrungen geht, die häufig Befindlichkeiten wecken Richtung spirit. Ehrgeiz, Konkurrenz und Überheblichkeit. Ich halte mich für bodenständig genug, um trotzdem darüber schreiben zu können und möglichst nicht in diese Fallen zu tappen.

      1. Eigene Erfahrung. Stelle dir vor, du bist müde, willst einfach nur einschlafen. Plötzlich taucht eine nicht fassbare Angst davor auf, von der Dunkelheit verschlungen zu werden. Im nächsten Moment fällst du ins Bodenlose, um dich dann gefangen im Körper wiederzufinden , den du für eine gefühlte Ewigkeit nicht bewegen kannst, nicht einmal schreien kannst, um Hilfe herbeizurufen. Du bist wie lebendig begraben im Körper und kannst dich nicht bemerkbar machen, obwohl du gleichzeitig hellwach bist, innerlich schreist und strampelst. Irgendwann wirst du aus dem Körper herausgerissen, das Bewusstsein schaltet ab und wenn es wieder auftaucht, ist die Datenbank gelöscht. Kein Raum, keine Zeit, keine Gegenstände oder du selbst sind voneinander unterscheidbar. Es ist kein Einssein im erleuchteten Sinne, eher ein vorbewusster Einheitsmatsch. Zum Glück kam dann irgendwann wieder der Normalzustand zurück.

      Da ich später Erinnerungen an lebendig Begrabensein hatte, ist der Horror, den das auslöste verständlich.

      2. Ein Bekannter aus der Studienzeit (Philosophie, paarundzwanzigstes Semester :pfeif: ), sehr mystisch angehaucht, fiel urplötzlich für drei Tage in einen Zustand, den man als Samadhi, spirituelles Einheitsbewusstsein bezeichnen kann. Dann fiel er aber wieder raus. Und die Probleme fingen an. Der Zustand hatte sein Nervensystem beeinflusst. Er reagierte auf bestimmte Reize hypersensibel. Das schlimmste aber war, dass er fortan nur noch darauf ausgerichtet war, diesen Zustand wieder und zwar dauerhaft zu erlangen. Die "reale" Welt war nicht mehr real und erstrebenswert. Seine Lebenstüchtigkeit und Zufriedenheit am so-sein waren nachhaltig gestört.

      3. Meine spirituelle Lehrerin, alleinstehend, Anfang 60, nur nebenberuflich noch zeitweise tätig fiel und blieb in diesem Zustand. Hört sich erstmal sehr erstrebenswert an. Welche jahrelange Leidensphasen sich danach erst einstellten, weiß ich, weil ich oft mit ihr telefoniert habe. Massive körperliche Adaptionsprobleme zwangen sie oft tagelang auf die Couch. Über Jahre war sie, wie sie es selbst ausdrückt in Quarantäne. Heftige energetische Prozesse und Aufgaben, die ihr von der spirituellen Ebene gestellt wurden, kamen noch obendrauf.

      So, wenn ich das so anschaue, merke ich schon, dass es sich auf dieser schönen Erde doch auch ganz nett in seichten Wassern planschen lässt! Ich muss hier funktionieren! Da sagt mein Ego "lass mal den Kronkorken im Sand liegen, ich glänze doch auch ganz schön golden" :sonne: - das wäre das Gegenteil von spirituellem Ehrgeiz...und Mist, das fühlt sich auch nicht richtig an. Erstens weiß ich, dass jeder irgendwann durchs Nadelöhr muss und mit dickem Angst-Ego passt man genausowenig durch wie mit Selbstüberschätzung. Zweitens spüre ich, dass wenn es mich ruft, ich gerne folgen möchte - ohne zu wissen, wohin...

      Aber solange mal sooft wie möglich mit 'nem Grog entspannen, ist keine schlechte Idee :beach:

      Lieben Gruß
      Kerstin
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Auch OffTopic:
      Habe trotzdem gerade ein mega schlechtes Gewissen :peinlich1:
      Ich hätte das hier nicht ungefragt reinstellen sollen und entschuldige mich dafür ganz aufrichtig. Kam mir aber erst beim misten (Bewegung - Sauerstoff - Hirn wieder online!) :anbet:

      War gut gemeint (da auf den Seiten mehr Positives steht, als mancher Drache über sich selbst von sich gibt), aber grottenschlecht und an falscher Stelle gemacht.

      Kann nur hoffen, dass gerade Drache Verständnis hat, dass Tigers manchmal schneller agieren als denken :peinlich:
      Liebe Grüße
      Erdherz, sich schämender Tiger
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle

      Beitrag von kerstin ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Off topics ().
    • Hallo Kerstin,

      das ist ein schwieriges Thema. Aber in Fall Nr. 3 kann ich mit Sicherheit sagen, dass es ein sehr spiritueller Prozess ist. Sie hat mir viele Jahre geholfen, Dinge zu erkennen, die in keinster Weise ersichtlich waren. Sie ist einfach im Jetzt, wenn sie mit einem spricht und über Raum und Zeit hinweg mit allen Informationen über die betreffende Person verbunden. Und es kommt von ihr immer das, was auch wirklich gerade dran ist und so, dass man den nächsten Schritt gehen kann. Man kann ihr auch nichts vormachen. Sie durchschaut einen, als wäre man aus Glas. Ich habe von ihr auch nie etwas Urteilendes gehört. Klare Ansagen und Analysen auch über Defizite schon, aber trotzdem immer genauso verständnisvoll wie über Erfolge und Erkenntnisse. Das hat mich überzeugt. Und negative Erfahrungen mit Möchtegernerleuchteten habe ich zuvor auch schon erlebt.

      Wir haben "von unten" betrachtet vielleicht auch einen etwas naiven Blick und ein Schubladendenken in Sachen erwachte Seele. So als jemanden, der alles auf Erden geregelt hat, Karmaliste abgehakt hat und ununterbrochen auch schon im Körper im Glückseligkeitshimmel verweilt. Dem scheint aber nicht so zu sein.
      Auch erwachen ist ein Prozess (in dem wir übrigens alle schon längst drin sind, nur merken wir es nicht, weil das Ich-Bewusstsein für uns schon so selbstverständlich ist. Ist es aber nicht. Es hat sich über Jahrtausende entwickelt.) Nicht jeder, der spirituelle Erfahrungen macht, ist "erleuchteter" oder weiter entwickelt als andere, die das noch nicht kennen. Da gibt es offensichtlich auch keine gültige Faustregel oder hierarchisch strikt festgelegte Abfolge, wann welche Phänomene zutage treten können. Es ist immer sehr individuell. Manchmal mehr oder weniger kontinuierlich, dann wieder explosionsartig. Erfahrungsgemäß bei mir eher letzteres. Und diese Unberechenbarkeit ist für jemanden, der gerne alle Prozesse kontrolliert, etwas furchterregend. In der Zeit nach dem, was ich in Fall 1 beschrieben habe, kam wochenlang eine fast ununterbrochene Flut von Bildern, Gedankenfetzen und Gefühlen so impulsiv, dass ich nicht mehr zur Ruhe kam. Manchmal habe ich Bücher aufgeschlagen und fand meine Wortfetzen dann im Zusammenhang wieder. Die Faszination ist groß, wenn solche Ereignisse auftreten, aber die Anstrengung auch. So wie damals möchte ich das (wenn ich die Wahl habe), nicht noch einmal erleben - ich weiß nicht, ob ich das überstehen würde. Hoffe, meine Seele weiß das auch.

      Herzlich
      Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Hi Kerstin,

      Erdherz schrieb:

      Habe trotzdem gerade ein mega schlechtes Gewissen
      Wieso? Versteh ich grad überhaupt nicht, ernsthaft nicht.

      Erdherz schrieb:

      Ich hätte das hier nicht ungefragt reinstellen sollen und entschuldige mich dafür ganz aufrichtig.
      Bei wem und wofür? Du kannst doch in Deinen Thread schreiben, was immer Du willst. Falls Du Dich jetzt grad bei mir entschuldigt haben solltest, dann siehst Du hier gerade jemanden mit ratlsem Gesicht, die sich fragt, was sie hier grad net kapiert. :pardon:

      Das Konzept des Erwachens und der Erleuchtung, wie es von vielen östlichen Religionen beschrieben wird, hat sich für mich nie wahr angefühlt.
      Für mich ist die Vorstellung absurd, Leben um Leben um Leben zu leben, dann "zu erwachen", um dann (quasi als Belohnung) nicht mehr zu leben oder "leben zu müssen".
      Das ist für mich sowohl vom Verstand (der dabei keine Rolle spielt) als auch vom Bauchgefühl einfach unwahr. Nebenbei wäre es auch im Sinne der Evolution sinnlos.
      Mag sein, dass es ein Weg ist, für manche Seelen auch der Weg als solches, aber es ist kein Weg für alle Seelen und wenn, dann auch keiner, wo alle Seelen denselben Prozess durchlaufen.
      Wenn das Ziel Einheit in Vielfalt ist, dann kann der Weg in diese Einheit nicht für die Vielfalt der Seelen derselbe sein.
      Und es kann auch kein Weg sein, der Vielfalt aufhebt.
      Ich habe selbst mehrere kurze Erfahrungen gehabt, die mein Leben nachhaltig verändert ("transzendiert" könnte man hochgestochen sagen) haben, aber darüber spreche ich nicht. Nicht aus Arroganz, sondern weil es individuell ist.
      Wenn ich dem Ganzen ein Wort geben müßte, würde ich "Zyklen-Abschlußekstase" sagen, aber das Wort besagt alles und nix - und vielleicht erlebt auch jede Seele eine andere.
      Für mich ist wesen-t-lich werden, vollkommen ganz ich werden (so wie ich in der Blaupause als Seele seit Anbeginn meiner Reise durch die Leben angelegt bin), das ist mir Ziel, ist Ausrichtung, ist manchmal schemenhaft erkennbar, ist fühlbar, wenn ich (selten genug) ganz eins mit mir in mir bin. Aber das Ziel ist nicht das Verlassen der Welt(en), sondern die Verwirklichung des Selbstes in der Welt.
      Aber das ist mein Empfinden, mein Wahrnehmen. Ich nehme es wahr und nehme es für mich auch als wahr an.

      Erdherz schrieb:

      Ich rede nicht von freiwilligem Eintauchen
      Das hatte ich schon gestern verstanden. ;)

      Erdherz schrieb:

      Erstens weiß ich, dass jeder irgendwann durchs Nadelöhr muss
      Nein. Es gibt nichts, was "jeder" muss in spirituellen Prozessen. Schöpfung/Leben hat Strukturen, klar, aber sie ist immer in jeder Ent-wicklung individuell.
      Und es gibt verschiedene Seelenwege. Der Weg der Suche ist einer davon - und viele die ihn gehen, landen bei dem, was östlich geprägt "Erwachen" genannt wird.
      Im Westen hat Alice Bailey mit den 7 Strahlen versucht, Seelenwege aufzuzeigen. Für mich zu kompliziert und verkopft geschrieben, aber vielleicht liegt es Dir?
      Mein Seelenweg ist ein anderer- und der hat auch etwas anderes an seinem Ende stehen, wenn dieses Ende irgendwann erreicht sein sollte.
      Herzlich,
      Kirsten
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()

    • Guten Morgen,
      ich hab nur eine kurze Anmerkung, um Mißverständnisse zu vermeiden:
      OffTopic

      Liebe Erdherz,
      ich habe Deinen Austausch mit Kerstin erst jetzt gelesen. Ich hatte meine Antwort begonnen, unterbrochen, später zu Ende getippt & dann abgeschickt. Eure Posts zwischendurch habe ich da nicht gelesen. Es bezieht sich als ausschlielich auf Dein Posting an mich davor.

      Feuerdrache an Wassertiger: Alles gut, Grund zur Scham seh ich immer noch keinen.
      Über die Wege und Einheit/Zweiheit, Ego/Ich und Selbst sowie Hierarchie oder nicht (ich denk es ist eher Spirale, wie sich drehende Galaxie, als Stufenhierarchie) können wir gerne später reden. (evtl. auch anderer Thread.
      Eiliger Morgengruß,
      Kirsten
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Hi Kirsten,

      erst der offTopic Teil:

      "Schäm" deswegen: Ich habe da meinen eigenen Ansprüchen nicht entsprochen. Wenn ich die Vorgabe "Tiger" gebe und du das aufgreifst, ist das okay. Wenn ich aus purer Neugier in deinem Profil nach dem Geburtsdatum stöbere (soweit auch okay. Man muss es ja nicht angeben, wenn man das nicht möchte) und dann ohne deine Vorgabe Infos und Links, die jeder anklicken kann, hier vom Stapel lasse, dann ist das für mich halt nicht okay. Aber das kam erst später so angeflogen. Es freut mich aber, dass du deswegen nicht sauer bist.

      Habe gerade mal wieder erfolglos mit Tablet zu zitieren versucht :mauer:

      Zum 'Konzept des Erwachens': Ich habe ja oben schon geschrieben, dass es auch für mich da keine Richtschnur gibt und schon gar keine Rückschlüsse auf spirituelle Reife aufgrund irgendwelcher Erfahrungen zu ziehen sind. Viele Leben rumplagen und dann abhauen ist für mich auch nicht das, was ich sehr einsichtig finde.

      Aus der Sicht der Evolution ist es für mich aus einem anderen Blickwinkel allerdings sehr sinnvoll, jede Phase der Evolution als "erleuchtend" anzusehen. Also diesen östlichen (und auch abendländischen Ansatz!) von: irgendwann ertönen die Trompeten und alle sind erlöst/im Nirwana (Endzeitmystik = hat immer auch etwas mit Macht und Druck zu tun) mal anders, als Gesamtkontinuum zu betrachten. Und genau da bin ich im Traum (um den Bezug wieder herzustellen) noch nicht angekommen. Alice Bailey steht übrigens in meinem Regal. Wird andächtig abgestaubt, aber bringt mich auch zum Weinen, wenn ich's lesen will. Die Neuaufarbeitung des Materials von Gunda Scholdt, 'Das Erwachen der Seele' ist dagegen leichter verständlich, super strukturiert und bringt echte 'Ahas'. Das physische Bewusstsein ist erwacht, das emotionale auch und bei den meisten (böse, böse :teufel: ) auch das mentale Bewusstsein. Daraus ergibt sich das Persönlichkeitsbewusstsein. Das Seelenbewusstsein, als 'himmliches Jerusalem' noch mit Mystikvokabular ins (nahezu) Unerreichbare gehoben, ist einfach nur der logische nächste Schritt der Evolution (und der bezieht diese Erde, die ich endlich sehr lieben gelernt habe mit ein).

      Jede Übergangsphae hat ihre Tore, Wächter und Prüfungen. Im Traum ist die Wassergrenze so ein Tor. Der Spalt deutet die Prüfung an (von denen jeder in seinem Leben schon etliche gemeistert und meist überlebt hat :sani: )

      Die Tabu-Flasche bezieht sich immer mehr auf den Umgang mit Spiritualität. Da gibt es so viel Verlogenheit. Drüber reden, um sich wichtig zu tun - da sind hier sicher schon viele drüber weg. Es verschweigen kann aber auch eine geheuchelte Weisheit bedeuten (Angst, als Angeber und arrogant zu gelten. Tatsächliche Arroganz - "die können mein Genie gar nicht einschätzen" usw).

      Die flüchten im Traum in einem gelben Bus (Farbe des Intellekts und/oder des Neids) Zu Recht! Ich rede über die Herkunft der Seele und mystische Tiefen - aber das ist die mentale Ebene, weil ich selbst nicht tiefer eintauchen kann. In einem Traum von vor 30 Jahren habe ich die Prüfung bestanden und aus einem toten Stein mit mystischen Symbolen wurde eine Feuerstelle, an der alle ihre eigene Nahrung zubereiten konnten. So, und da will ich hin. Nicht nur reden (wer weiß, wer hier unter den Lesenden schon alles in den gelben Bus gesprungen ist?), sondern Hilfe für die eigene spirituelle Nahrung eines jeden, mit dem ich vielleicht verbunden sein darf, aus gelebtem Seelenbewusstsein geben. Deswegen halte ich jetzt (für mindestens ein paar Stunden :zwinker: ) die Klappe.

      Herzlichen Gruß
      Kerstin
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Erdherz ()

    • @alle zusammen
      der Thread im Thread von die Drachen und Tigern bleibt stehen,
      aber es wäre schön, wenn Ihr wieder zum Thema kommt.
      :winke:
      Bitte sieh das Leben als Geschenk
      und
      die Menschen um uns und Dich
      als zarte Geschöpfe,
      die es verdient haben in diesem kurzen Leben
      Liebe- und Respektvoll behandelt zu werden.
    • @Kerstin: wird gemacht, Häuptling! Habe im letzten Beitrag ja schon wieder die Kurve gekratzt :D

      Zu den Assoziationen zur Farbe gelb - das war nicht eindeutig zu verstehen, merke ich eben. Ich versuche es nochmal besser.

      Meine beiden Denkansätze zu "gelb" kamen aus a) TCM - Erdelement (vor allem Milz) - Intellekt - zugeordnete Farbe: gelb
      b) umgangssprachlich: gelb vor Neid - und genau das hat eine tiefere Dimension, die hat oben gefehlt.

      Intellekt und Neid haben eines gemeinsam: Sie basieren auf einem mentalen Bewusstsein, das "Ich" und "Andere" als getrennt voneinander wahrnimmt (=Persönlichkeitsbewusstsein und nicht Seelenbewusstsein). Die Schülerin, die mir "Unsinn" vorwirft, ärgert sich (mentale Beurteilung), reagiert aber unerschrocken. Andere fliehen im gelben Bus. Sie haben etwas wahrgenommen, das ihnen bedrohlich erscheint. Wenn ich im Außen etwas wahrnehme, muss es aber auch im Inneren einen Platz haben, sonst könnte ich es nicht wahrnehmen. Wenn es erschreckt, dann ist mir die Präsenz eines "Phänomens" in mir schon fast bewusst. Im Neid steckt noch mehr, etwas sehr ambivalentes, was dieser wertende Begriff nicht rüberbringen kann: Ich bin getrennt vom Anderen und der hat etwas, was ich gerne auch möchte. Und sei es, nur unbefangen über Spiritualität zu reden. Sehnsucht ist das wertfreiere Wort dafür. Aber die Angst verhindert (noch) sich dieser Realität zu stellen. Und jemand, der nur darüber redet wie ich im Traum, kann niemandem wirklich die Angst nehmen (nicht mal sich selbst!)

      Der Kronkorken war golden. Für mich ein weiteres Indiz dafür, dass es um umfassendere Weisheit (= golden) und nicht Wissen (=gelb) geht. Das Meer ist evtl. das Symbol, das die Vielheit (fabelhafte Wesen, Amphibienmensch) mit der Einheit (Ozean der Seele, Meer der Erkenntnis usw.) verbindet (und nicht aufhebt!)

      Und, liebe Kirsten, über manches nicht zu reden, weil es "privat" ist, kann ich nur zu gut nachvollziehen, denn ich nähere mich genauso mental und in der "ich hier, die anderen dort" Realität, wie die meisten. Etwas in mir weiß aber um die Einheit dahinter, mit all den Unsicherheiten, die das hervorruft. Deswegen gehe ich rein hypothetisch so vor, als wäre diese Einheit bereits Realität, um mir selbst zu signalisieren: Ich traue meinem Gespür. Auch wenn die Knie schlottern und der Kronkorken mir zeigt, wo ich momentan meine Grenzen ziehe. Trotzdem passiert gleichzeitig etwas. Z. B. finde ich fast in jedem Thread irgendwelche Hinweise, die mir einen Aspekt meiner Angst, oder was auch immer, aufzeigen. Deswegen fällt es mir auch manchmal so schwer, beim Thema zu bleiben (zumindest sieht es so aus - ich finde meine Themen zur Zeit fast überall wieder). Hoffentlich bin ich für die Mods nicht zu sehr ein Sargnagel :pardon:

      Liebe Grüße
      Kerstin
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Liebe Kerstin-Erdherz,

      Erdherz schrieb:

      und der Kronkorken mir zeigt, wo ich momentan meine Grenzen ziehe.
      Ist das so? Die Verknüpfung des Kronkorkens mit der Spiritualität könnte auch ein Ablenkungsmasnöver sein.
      Sprich: Der Kronkorken ist von der Tabu- Flasche runter gegangen und jetzt folgt eine (rationale) Diskussion über Spiritualität, um die Gefühle (WaSser), die es auslöst, das Tabu gebrochen zu haben, nicht spüren zu müssen?
      Falls es so sein sollte und ich durch mein Eingehen darauf dazu beigetragen habe, dann bedauere ich das.
      Ich wollte nicht dazu beitragen, dass der Korken wieder auf die Flasche kommt.
      Sorry...
      Nicht "nette", aber herzliche Grüße
      Kirsten
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Panther-Adler ()

    • Ohne viel Gedöns: Ja, Kirsten, hast Recht! :top2:
      Zu der Erkenntnis bin ich inzwischen auch gekommen (mit dem Korken wieder drauf auf die Buttel) und habe versucht, das im anderen (Schluchz :traurig: , nicht hauen!) Thread 'Sich selbst Ansehen verleihen' mit dem Beispiel des hässlichen Entleins auszudrücken. Mich SO fühlen und DA, wie und wo ich gerade bin.

      Merke ja schließlich selbst, wenn ich mich verarsche. Wenigstens DAS! :blubber:

      :heart: -lich
      Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Liebe Erdherz,

      Erdherz schrieb:

      Merke ja schließlich selbst, wenn ich mich verarsche.
      das ist ein hartes, harsches Urteil. Ich solche harten Urteile gut, gehört zur "Härte gegen sich selber", zumindest bei mir.
      Ich weiß nicht, wie es bei Dir ist, aber...
      Ich nähere mich solchen Erkenntnissen (und den Gefühlen erst recht!) oft im Zick-zack. Mal kurz erkennend, wahr-nehmend, fühlend, dann wieder zurückzuckend, verdrängend, mich schützend.
      Ich lerne gerade, dass das eben meine Art und mein Tempo ist, mich den Schmerzen, Wunden (offen) und Narben (geschlossene Wunde), de ich trage, zu nähern.
      Das muss kein anderer gut finden. Das muss kein anderer genausio tun.
      Es kann sein (und ist bestimmt auch oft so), dass andere von außen viel früher die Wunde sehen und den nächsten Schritt sehen, als ich.
      Aber so lange die Angst stärker ist, gehe ich diesen Schritt nicht, egal, wie laut die Erkenntnis an die Hintertür meines Oberstübchens klopft oder wie laut der Schmerz ruft: "Nimm mich wahr, fühl mich!"
      Solange die Angst größer ist, werde ich mich vor dem Wahrnehmen und Fühlen schützen- und nicht heilen, sondern den Schmerz in mir drin behalten.
      Aber wenn das so ist, dann ist das so - und dann ist auch das (jetzt) mein Weg - oder ein Teil davon.
      So ist es bei mir und das zu akzeptieren, fällt mir, die immer alles sofort macht, tun und regeln will, schwer.
      Es hat mich auch gegenüber anderen, die sich an ihrem Schmerz, ihren Wunden, ihrem Opfer-gewesen-sein festhalten oder festgehalten haben, oft sehr undulsam gemacht.
      Heute sehe ich: Ich habe und hatte dort kein Recht, zu urteilen.
      Wenn ich beginne, mich so zu lieben, dass ich meinen Weg so gehen kann, wie es für mich not-wendig ist (inklusive Verleugnung, Zickzack-Kurs und drei Schritten zurück), dann dürfte sich das abmildern und spielt viielleicht irgendwann auch keine Rolle mehr.
      Das hat mit Barmherzigkeit zu tun, sich selbst gegenüber. Im Grunde mit mitgefühl und der Erkenntnis, dass niemand gerade anders sein kann, als er oder sie gerade ist.
      Wäre es anders, dann wäre es anders.
      Von daher: Schmerz und Wunden zu tragen, ist das eine. Zu überleben, dass sie einem zugefügt wurden, ist das andere. Sich selbst auch noch dafür fertigzumachen, dass man die eigenen Gefühle dann manchmal verdrängt (gehört ja auch zum Überleben dazu), ob das so sein muß?
      Kein Urteil...
      :knuddeln: (wenn ich grad darf)
      Kirsten
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)