Traumgefühle - Gefühle nach dem Traum

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    • Traumgefühle - Gefühle nach dem Traum

      Nun bin ich ja schon einige Tage wiede von meiner Minireise zurück und "eigentlich" gut erholt und kraftvoll ... wenn da nicht ...

      Es ist seltsam, ich träume seit einigen Tagen nicht ganz so gut.
      Dabei kann ich mich nicht wirklich an meine Träume erinnern, sondern nur an die Gefühle während des Traumes und danach.

      Während des Traumes habe ich immer das Gefühl, dass irgendwo etwas auf mich lauert - bedrohlich - erschreckend - finster.
      Manchmal ist auch das Gefühl da, betrogen oder verraten worden zu sein und das Gefühl, ich müsse aufpassen (auf was?).
      Ich fühle mich dann auch oft verfolgt.

      Wenn ich dann erwache, rast mein Herz, als wäre ich auf der Flucht (vor was?).
      Meine Nackenhaare sträuben sich oder ich spüre eine leicht Panik in mir aufkommen.

      Gestern hatte ich dann irgendwie den Wunsch, klarer zu sehen ... und irgendwie auch den Wunsch oder das Gefühl ... "Nun geb mir doch die Bratpfanne, damit ich begreife!!!"
      Ich habe dann keine meiner üblichen Reisen unternommen, sondern wollte durch eine einfache kurze Meditation diese Gefühle abschütteln.
      *grübel* Vielleicht hätte ich dafür besser eine Schüttelmeditation gewählt.
      Doch ich habe einach nur meinen Meditationsplatz aufgesucht und Musik angemacht.

      Nun habe ich mir mal vor einiger Zeit 5 verschiedene Musikstücke erstellt für unterschiedliche Meditationen.
      Eine Musik ist Meeresrauschen mit Möwengeschrei. Auf meinem Rechner habe ich es unter "Meer der Gefühle" abgespeichert.

      Ich habe also meinen Platz eingenommen und einfach die nächst beste Musik angemacht. - Diese war das "Meer der Gefühle".
      Da hätte ich wohl gleich die Musik wechseln sollen, aber ich dachte mir nichts dabei. Ich ahnte nicht, was das auslösen könnte.

      Zunächst schüttelte es mich heftig durch - wie Schüttelfrost. Deshalb schnappte ich mir eine dicke Decke und versuchte noch mal zur Ruhe zu kommen.
      Dabei bin ich aber eingeschlafen.

      Ich war nicht lange weg, denn mich überschwemmte eine Welle vvon unterschiedlichen unguten Gefühlen. So genau kann ich gar nicht sagen, was außer Angst, Schrecken, Verrat usw. noch da war. Es waren aber so heftige Gefühle, dass ich rasch wieder erwachte. - Mit Herzrasen , heftigen Gefühlen und feuchten Augen.
      Und ich habe mir - nicht nur nach der Meditation, sondern auch schon davor - einfach nur ein paar starke Arme gewünscht. - Eine Umarmung, die Sicheheit schenkt.

      Vielleicht hätte ich wohl besser meine "verwurzelt im Wald"-Musik anschalten sollen?

      Ein Stück "Bratpfanne" hab ich mir wohl selbst gegeben mit dieser Meditation, wobei ich mich dadurch eher benebelt fühlte, als klarer.
      Ich weiß, dass die kommenden Wochen mir viel abverlangen werden. Da muss ich nicht noch jede Nacht solche Traumgefühle haben. - Klare Bilder wären mir lieber.

      Nun sollte ich eigentlich schlafen, aber ich schwanke zwischen "Gib mir die Bratpfanne" :kopfhau: und "Ich will einfach nur schlafen und nur nicht hinschauen."
      Hinschauen kann weh tun, das kann ich in den nächsten Tagen so gar nicht gebrauchen.

      Nun werde ich erst mal den Nordmann bitten, an meiner Seite zu sein. In dieser Nacht und in den nächsten Tagen werde ich seine Begleitung wohl dringend brauchen.
      Hoffentlich bekomme ich bald mal wieder mehr oder weniger klare Bilder, mit denen kann ich mehr anfangen, als mit diffusen Gefühlen.

      Gute Nacht - wo immer Ihr auch träumen mögt.
    • Liebe Sabine!

      Vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen und Gefühle.

      Wenn man es richtig polemisch ausdrücken möchte, würde ich sagen:

      Du stehst in einem umfassenden Heilungs- und Integrationsprozess, was gleichzeitig immer Veränderung heißt, und die Anteile, die in dir Frieden und Sicherheit und Harmonie wollen, fürchten sich davor und machen massiv Gegendruck.

      Jeder von uns macht im Laufe seines Leben unzählige Erfahrungen - die Puzzleteile des Lebens.
      Aus diesen Puzzleteilen konstruieren wir nun ein einheitliches Bild und umgeben es mit einem Rahmen - unser Konzept von uns selber und von unserem Leben.

      Jetzt will das Leben, dass Du den Rahmen weitest auf dass sich die Puzzlestücke neu anordnen können und ein neues Bild ergeben.
      Dein Ego, dass sich vor Veränderung fürchtet, will das nicht und reagiert mit Unterdrückung und Wegschieben.

      Dann kommt es zu solchen Traumbildern:

      Eirashand schrieb:

      Während des Traumes habe ich immer das Gefühl, dass irgendwo etwas auf mich lauert - bedrohlich - erschreckend - finster.
      Ja, die simple Erkenntnis, wie es wirklich war.

      Eirashand schrieb:

      Manchmal ist auch das Gefühl da, betrogen oder verraten worden zu sein
      Ganz flappsig gesagt, würde ich sagen, dem ist auch so.


      Eirashand schrieb:

      und das Gefühl, ich müsse aufpassen (auf was?).
      Auf dich :knuddeln:


      Eirashand schrieb:

      Wenn ich dann erwache, rast mein Herz, als wäre ich auf der Flucht (vor was?).
      vor dem, wie ich es wirklich war

      Eirashand schrieb:

      "Ich will einfach nur schlafen und nur nicht hinschauen."
      Dieser Satz bezieht sich nicht auf die Nacht - dieser Satz fasst Deine Lebenseinstellung in bezug auf ganz wesentliche Erfahrungen zusammen.


      Eirashand schrieb:

      Hinschauen kann weh tun, das kann ich in den nächsten Tagen so gar nicht gebrauchen.
      Ich wäre da etwas umfassender:
      Meine Version deines Satzes:
      Ich habe immer die Befürchtung, dass Wahrheit und Befreiung weh tun müssen. So was kann ich seit Jahren bzw Jahrzehnten nicht gebrauchen.

      Was tun?
      ich bin wahrscheinlich recht simple aufgebaut.
      Du brauchst in diesem Zusammenhang keine "Bratpfanne" und keine "Reisen".

      Was Du brauchst ist
      • Vertrauen in Dich
      • Vertrauen in die Weisheit der Psyche
      • Vertrauen ins Leben
      • friedvolle Kommunikation in Dir mit wesentlichen Anteilen.
      Wie schaut so was aus.

      "Ich war jetzt mehrere Tage an der Ostsee und habe mich erholt - das hat mir richtig gut getan.
      Und weil ich nett und wohlwollend mit mir umgegangen bin und weil ich Kraft und Stärke getankt habe, reagiert jetzt meine Psyche mit ganz wesentlichen Infos der Wahrheit und Befreiung.
      Bis jetzt habe ich alles einfach immer weg gedrückt.
      Ab jetzt soll es anders sein.
      Bitte bleibt in mir am Ball und lass mich erkennen, was ihr mir sagen wollt.
      Wenn ich in meinem Seelenhaus die Rollos vor meinen Fenstern öffne und die Haustüre nicht dreifach verriegle, müsst ihr auch nicht mit Axt und Schwert und Dynamit kommen.
      Ich könnt an meiner Haustüre klopfen, ich werde kommen und euch aufsperren und dann schauen wir uns gemeinsam an, was ihr mir sagen wollt - damit mein Leben ein umfassend erfülltes und Glückliches ist"

      Dir für deinen Weg von Herzen alles Gute!
      Ganz liebe Grüße
      Advaita
    • Danke, Advaita.

      advaita schrieb:

      Du stehst in einem umfassenden Heilungs- und Integrationsprozess, was gleichzeitig immer Veränderung heißt, und die Anteile, die in dir Frieden und Sicherheit und Harmonie wollen, fürchten sich davor und machen massiv Gegendruck.

      advaita schrieb:

      Jetzt will das Leben, dass Du den Rahmen weitest auf dass sich die Puzzlestücke neu anordnen können und ein neues Bild ergeben.
      Dein Ego, dass sich vor Veränderung fürchtet, will das nicht und reagiert mit Unterdrückung und Wegschieben.
      Das trifft es wohl irgendwie.

      advaita schrieb:

      Ich habe immer die Befürchtung, dass Wahrheit und Befreiung weh tun müssen. So was kann ich seit Jahren bzw Jahrzehnten nicht gebrauchen.
      Ja, die großen - sicher auch notwendigen - Veränderungen habe ich in der Vergangenheit meistens erst zugelassen, wenn quasi nichts mehr ging und das "Schicksal" zuschlug.
      Z. B. als die Sarkoidose das erste Mal zuschlug, meine Töchter starben, ich den Hirntumor hatte, ich wegen der Schule in eine andere Gegend ziehen musste (Meine jüngste Tochter war Mobbingopfer und von 4 Jungs während des Unterrichts geschlagen und bedroht worden). ... und so weiter ...

      Bisher waren Veränderungen für mich also meistens sehr unangenehm bis leidvoll.
      Das hat wohl dazu geführt, dass ich heute Veränderungen fürchte und eher wegschiebe. (*seufz* Ich bin schon fast, wie mein Mann, der Veränderungen und spontane Aktionen so gar nicht mag.)

      Wobei einige "Zwangsveränderungen" am Ende doch nicht so unangenehm waren.
      Z. B. hatte der Umzug und der Schulwechsel selbst mir und den Kids sehr gut getan. Das waren 9 tolle Jahre.

      advaita schrieb:

      Und weil ich nett und wohlwollend mit mir umgegangen bin und weil ich Kraft und Stärke getankt habe, reagiert jetzt meine Psyche mit ganz wesentlichen Infos der Wahrheit und Befreiung.
      Das klingt gut.

      ... Obwohl ... mir gerade einige nicht so angenehme Gedanken kommen ...
      Ich habe das Gefühl, dass ich noch so einiges "wegarbeiten" sollte - Schritt für Schritt.

      Aber ich werde dies nun besonders achtsam tun.
      Wer sagt denn, dass ich nur achtsam für mich selbst da sein kann, wenn ich allein am Strand bin oder wenn ich mit den Kids allein in der Stadt lebe?
      Vielleicht fällt mir dann die notwendige Veränderung etwas leichter ???

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eirashand ()

    • Seit ich hier von den Traumgefühlen berichtet habe, habe ich etwas Klarheit gewonnen - auch durch Eure Hilfe. Danke.

      Gleichzeitig habe ich entdeckt, dass ich die ganze Zeit den Ordner mit den vielen Anwaltsschreiben wegen der Erbsache am Kopfende meines Bettes stehen hatte.
      Meine Schwester, die ja die Klage gegen unseren Vater eingereicht hat, hatte mir Kopien vom Vorgang geschickt.
      Inzwischen ist ein dicker Ordner voll mit Schreiben beider Anwälte zusammengekommen.

      Vor meiner kleinen Auszeit am Strand wollte ich da nicht reinschauen und hab das auf später verschoben.
      Ich habe den Ordner ans Kopfende meines Bettes gestellt, da ich nach meiner Auszeit und noch rechtzeitig vor dem Gerichtstermin (13.03.) dort reinschauen wollte.
      Nach meiner Auszeit hatte ich aber den Ordner vergessen.

      Als ich hier bereits geschrieben hatte, entdeckte ich zufällig??? den Ordner wieder, blickte kurz hinein und stellte ihn ins Wohnzimmer.
      Dort steht er warm und trocken. ;)

      "Lieber Ordner mit emotional belastenden Unterlagen, Du darfst gern in meinem Wohnzimmer - in der hintersten Ecke - wohnen, denn dort bin ich eh selten. Bleibe dort, bis alles vorbei ist und dann lasse ich Dich, mit einem wärmenden Feuer, frei."

      Eirashand


      PS: Tschuldigung, bin mal wieder schräg drauf heute.
      Mich führte heute eine kleine Reise ans Ahnenfeuer, wo ich alte Verträge auflöste und verbrannte.