von glasklar hinüber ins dunkel

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    • von glasklar hinüber ins dunkel

      Heute wachte ich auf und hatte deutliche Bilder von einem Traum noch im Gedächtnis.

      Ich war in glasklarem Wasser in der Mitte eines Sees und sah aufgrund eines kegelförmigen Lichtstrahls 3 Fische stehend, die blitzschnell in ein Loch am Grund des Sees verschwanden, sobald das Licht sie erreichte.
      Dabei schwammen aber mehrere Fische in das Loch – ich meine bis zu 7 Stück. Das Licht strahlte aus mir selbst – Kopfhöhe, wie eine Stirnlampe.Dann schwamm ich ans Ufer und hatte so den See überquert.
      Dort war es dunkel und ich konnte nur Umrisse erkennen. Direkt Angst hatte ich keine, aber eine angespannte Haltung, was denn nun alles auf mich zukommt – kommen könnte. Dann wurde ich wach.

      Aktuell ist ein Kapitel in meinem Leben abgeschlossen und kann / muss mich nun neu orientieren.
      Aufgrund meiner Gesundheit bin ich nun berentet, was mir erst mal etwas zu schaffen machte, da ich mich stark mit der Arbeit identifizierte und mich als wertlos empfand und zum alten Eisen gehörend.
      Das hat sich aber relativiert und nun finde ich meine Aufgabe in meinen Hobbys und habe auch schon einige Pläne, die ich ja am liebsten gleich und sofort umsetzen möchte, aber das geht ja nun alles nicht mehr so schnell
      – und hier bin ich immer noch am lernen,alles langsamer anzugehen - es geht schon ein bisschen besser, aber eben noch nicht ganz in mir integriert.
      Komisch ist, das heute der 37. Todestag meines Vaters ist.

      Selbst empfinde ich diesen Traum als ein gutes Omen, das etwas neues auf mich zukommt, das ich nur erahnen kann und sich mir nach und nach zeigen wird.
      Aber vllt. ist es doch ganz anders?

      Meine spezielle Frage ist was es bedeutet einen See zu überqueren – normal ist es ja ein fließend Gewässer – ein Fluss.
      Zum anderen kann ich mit dem Loch im Grund des Sees nicht wirklich einordnen, da das Wasser doch selbst für Unterbewusstsein steht.
      Ist das Loch dann der Zugang zum Unterbewusstsein im Unterbewusstsein, oder eher ein Schutzort für etwas was ich gar nicht hätte sehen sollen?
      Erstrahle in vollem Glanz, in voller Schönheit. Alles andere bist nicht du. (Meister Hilarion) :luck:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ahaliah ()

    • Liebe Ute!
      Vielen Dank für das Teilen deines Traumes.
      Der "See" ist ein uraltes Bild für unser Bewusstsein - wenn es ruhig wird, spiegelt sich in ihm die ganze Welt.

      See ist aber auch die Menge der in uns wohnenden Traurigkeit - weil es Situationen gibt, die es in sich haben.

      Der Traum visualisiert jetzt sehr weise:
      Die Dunkelheit im See (du verwendest eine Stirnlampe) gleicht der Dunkelheit am Ufer, die dich erwartet.

      Ahaliah schrieb:

      Dann schwamm ich ans Ufer und hatte so den See überquert.
      Dort war es dunkel und ich konnte nur Umrisse erkennen. Direkt Angst hatte ich keine, aber eine angespannte Haltung, was denn nun alles auf mich zukommt – kommen könnte.
      Wie innen, so außen.

      Die Lampe ist ein altes Symbol für unseren bewussten Verstand.
      Er leuchtet immer nur einen kleinen Teil unserer Wirklichkeit aus.

      Dieser See, dieser dunkle See, ist voller Dynamik (3 Fische) und Leben (7 Fische)
      Aber wenn der Verstand hin leuchtet und sie "haben" will, verschwinden sie im Unsichtbaren des Unbewussten und des Lebens.

      Was sagt der Traum:

      1) Du sollst nett mit dir sein und dir Zeit und Verständnis schenken.

      Die Situationen, durch die du hindurch musst, sind keine Einfachen.

      2) Auch wenn man es in manchen Situationen kaum glauben kann:
      Im Dunklen des Sees und in der Dämmrung am Ufer warten Leben und Dynamik.

      Man muss nur darauf vertrauen, auch wenn man sie noch nicht greifbar sieht.

      Dir für Deinen Weg alles Gute!

      Liebe Grüße
      Advaita
    • Lieber Advaita,

      vielen Dank für deine sehr bereichernden Zeilen.

      advaita schrieb:

      See ist aber auch die Menge der in uns wohnenden Traurigkeit - weil es Situationen gibt, die es in sich haben.

      Kaum gelesen gab es ein aha-Erlebnis. Seit ein paar Tagen schon schob ich eine tiefe immer wieder mal aufkommende Traurigkeit von mir weg, und dann stand sie fest und klar im Raum.
      klassisch, mal wieder nicht hinschauen wollen - danke für's sichtbar machen ... greife ich auf.


      advaita schrieb:

      1) Du sollst nett mit dir sein und dir Zeit und Verständnis schenken.

      Die Situationen, durch die du hindurch musst, sind keine Einfachen.
      Ja - ein Thema das mir mal besser, mal schlechter gelingt. Aktuell eher schlechter, denn in meinem Kopf sprudeln nur so Ideen und Ziele hervor - aber das Umsetzen dauert halt dann doch etwas länger.
      Da mag ich meine körperliche Verfassung nicht immer wirklich gerne.

      advaita schrieb:

      Im Dunklen des Sees und in der Dämmrung am Ufer warten Leben und Dynamik.

      Man muss nur darauf vertrauen, auch wenn man sie noch nicht greifbar sieht.
      Danke für die Bestätigung meiner inneren Stimme die mir oft genug sagt - alles zu seiner Zeit. Ungeduld mag hier contra produktiv sein - und ich halte sie mittlerweile recht gut im Zaum, aber halt nicht immer.

      Deine Zeilen schenken mir Sicherheit im Umgang mit mir selbst. Vielen lieben Dank

      Liebe Grüße Ute
      Erstrahle in vollem Glanz, in voller Schönheit. Alles andere bist nicht du. (Meister Hilarion) :luck:
    • Liebe Ute,

      mir fällt dazu ein: Wenn das Licht deines Bewusstseins auf die Bewohner deiner Tiefe trifft, huschen die erst mal in einen noch dunkleren, unzugänglichen Bereich. Könnte heißen, dass du sie am Besten einfach lässt, nicht zu viel bohrst, sondern an der Oberfläche schwimmend schaust, was auftaucht, was sich zeigt. Es ist nicht immer gut und sinnvoll, etwas aus der Tiefe zu holen, bevor du bereit dazu bist ( - auch wenn dein Verstand dir was anderes sagt).

      Liebe Grüße
      Birkenfrau
    • Liebe Ahaliah,

      Ich sehe im Traum ähnliches , wie schon advaita und Birkenfrau vor mir.

      Der See ist die Seelenwelt , die Gefühlswelt , das Unbewusste.
      Ist er klar und ruhig ( nicht von Emotionen aufgewühlt ) kannst du tief sehen.
      In der Tiefe kannst du in deinem Traum einen Blick auf die Fische erhaschen.
      Fische verkörpern Intuition und Spürsinn.
      Sie sind verbunden mit dem grossen Ganzen und nehmen feinste Strömungen und Einflüsse wahr und reagieren darauf.

      Sie zeigen sich kurz und verschwinden wieder , wenn sie angestrahlt werden.
      Sie lassen sich nicht fangen oder greifen.
      Das ist auch das Wesen der Intuition, sie taucht auf und verschwindet wieder - in dunkle, unergründliche und geheimnisvolle Bereiche.
      Wenn du dich einlässt auf die Welt des Wassers ,dich in ihr bewegst als Teil von ihr, kommst du in Verbindung mit deiner Intuition , die aus deinem tiefen Wesen wirkt und immer wieder aufleuchtet.
      "
      Kennst du den Iren John O' Donohue und sein Buch "Echo der Seele " ?
      Er schreibt , dass man die dunklen, tiefen Bereiche seiner Seele nicht mit Neonlicht ausleuchten soll , sondern sich am besten behutsam nähert mit einer Kerze in der Hand :) .
      Daran musste ich beim lesen deines Traumes auch denken .


      Danke für das Teilen deines Traumes und liebe Grüsse, toshka

      Ps : oder es war in dem Buch 'Anam cara' von John O'Donohue , das weiss ich jetzt gar nicht mehr ....
      * remember to walk in beauty *

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von toshka ()

    • Liebe Toshka, liebe Birkenfrau,

      erst mal danke für eure Antworten. Ja – ich habe wirklich intensiv nach näheren Angaben gesucht … aber trotz ausgiebigem Recherchieren blieb mir die erwünschte Antwort vorenthalten.

      toshka schrieb:

      Wenn du dich einlässt auf die Welt des Wassers ,dich in ihr bewegst als Teil von ihr, kommst du in Verbindung mit deiner Intuition , die aus deinem tiefen Wesen wirkt und immer wieder aufleuchtet.
      "
      Der Grund meiner Suche war eine Meditation in der es sich auch um Wasser mit einer Mensch-Fisch-Gestalt handelte.
      Mich holte meine Walin ab und brachte mich tief auf den Meeresgrund. Dort kam ein uralter Seelenanteil zum Vorschein als Meerjungfrau, 9720 Jahre alt. Sie fühlt sich recht wohl in und mit mir – ich mich mit ihr auch.
      Aber meine Antwort habe ich immer noch nicht wirklich … und ich lass es eben auch dabei …. Mein Gefühl ist gut und das reicht …. kommt wieder mein Satz zum Einsatz, wenn ich alles versucht habe „Ich muss nicht alles verstehen“.


      toshka schrieb:

      Kennst du den Iren John O' Donohue und sein Buch "Echo der Seele " ?
      Schon mal gehört ... aber kennen - nein.

      Liebe wohlfühlende Grüße
      Ahaliah
      Erstrahle in vollem Glanz, in voller Schönheit. Alles andere bist nicht du. (Meister Hilarion) :luck: