Mit dem Herzen gehen

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    • Mit dem Herzen gehen

      Vielleicht fragt sich der Ein oder Andere, warum ich als Erkennung
      meinen Fuß genommen habe und den auch noch wunderschön bemalt habe. Ich
      teile euch das in einer kleinen Geschichte mit. Nicht jetzt, aber
      zeitnah.


      Bis dahin alle Liebe


      Anana :zwinker:
      "Entspanne dich in deinem Sein."
      OSHO :sterne:
    • Nun zum ersten Teil meiner Fuß-Geschichte.

      Sie beginnt im Jahre 2011. Ich hatte bis dahin einen Hund, Schäferhund-Collie-Mischling. Ihre Seele nahm ein halbes Jahr vor ihrem Weltenwechsel Kontakt mit mir auf. Wir kommunizierten nur noch über unsere Gedanken. Nach den 6 Monaten meines "Trainings" verabschiedete sie sich und ging in die Anderswelt. Sie ist 12 Jahre alt geworden und vom Arzt bestätigt "kern gesund" aus diesem Leben geschieden. Wie groß meine Trauer war und mein Unverständnis über das Weggehen könnt ihr euch bestimmt vorstellen.

      Später, nach ca. 2 Jahren meiner Weiterentwicklung, erkannte ich, Sie war also meine erste Lehrmeisterin. Sie hat mir gezeigt, dass noch mehr zwischen Himmel und Erde vorhanden ist, als ich bis dahin wahrgenommen habe.

      2014 nahm ich das erste Mal meine Füße bewusst war. Sie waren organisch gesehen so weit weg von meinem Herzen und meinem Blickfeld. Energetisch gesehen waren sie kaum näher an meinem Bewusstsein. Für mich hatten sie keine wirkliche Bedeutung in meinem Leben. Ich erkannte "auf einmal" :lupe: ,dass sie mich im Leben tragen und meinen Standpunkt manifestieren bzw. festigen. Ich beschloss, mein "altes Bauwerk Mensch" zu korrigieren, und erkannte, dass ich an der Wurzel, also an meinen Füßen beginnen muss!!!

      Zuerst bemalte ich meine Füße. Ich beschäftigte mich mit jedem Zeh und maß ihm eine große Bedeutung zu. Dem Fuß dankte ich für seine Tagesleistung und massierte ihn ausgiebig. Mit diesen Übungen nahm ich sehr innigen Kontakt mit meinem Körper auf. Dies tat mir sehr gut.

      In der folgenden Zeit nahm ich wahr, dass mich vor allem kleine Kinder, aus Kinderwagen oder Laufen lernend, anlächelten und intuitiv auf meine Füße schauten. Das war für mich verwunderlich. Die Ursache für dieses Verhalten berichte ich euch im nächsten Beitrag, der bald folgen wird.

      Alle Liebe

      Anana :zwinker:
      "Entspanne dich in deinem Sein."
      OSHO :sterne:
    • Nun zum zweiten Teil meiner Geschichte,

      mir ist aufgefallen, dass meine Definition von "bald" sehr interessant ist. Aber nun ist es so weit.

      Ich endete mit der Frage, warum nahmen mich kleine Kinder wahr und strahlten mich dabei an. Hier ist meine Antwort, die sich bis zum heutigen Tage immer noch bestätigt.

      Im Jahr 2014 besuchte ich ein Seminar, in dem es um Vorfußgang und Schuhe von Leguano ging. Ich reiste nach Berlin und besuchte das Seminar. Wir vollführten erste Schritte mit unseren neuen Schuhen. Es war für mich sehr ungewohnt, nicht von Hinten nach Vorn abzurollen sondern umgekehrt. Mich beeindruckte, was ich mit den Füßen spürte, wenn ich mit geschlossenen Augen, geführt, über verschiedene Oberflächen lief. Meine Sinne waren hin und weg. Ich war total entschleunigt. Das war ein wundervolles Gefühl. Ich zog an dem Tag die Schuhe nicht mehr aus.
      Am nächsten Tag wanderte ich mit einer Gruppe in Eisenach in der Drachenschlucht und Umgebung. Wir waren gut 20 km unterwegs. Als wir uns auf eine Bank setzten, ich meinen Rucksack abschulterte und Verpflegung herausholte, erstarrte ich, da ich bemerkte, dass ich keinerlei Lendenprobleme (untere) hatte und mich uneingeschränkt bewegen konnte. Mir wurde im Nachhinein bewusst, dass ich nur Vorfuß gelaufen war, ganz automatisch. Es war so, als ob mein Körper das schon immer gewollt hatte. Andere Wanderer klagten über Rückenschmerzen, schwere Beine und schmerzende Schultern. Ich wusste, wovon sie sprachen. Dies hatte ich ja auch immer, nur diesmal nicht. Ob das was mit der Gangart zu tun hatte?

      Ich recherchierte im Internet und schaute mir einen Vortrag von Dr. Peter Greb an. Der Titel sprach mich sehr an "Durchs Leben tanzen". Später nahm ich Kontakt zu ihm auf. Ich erhielt noch einige Hilfestellungen.

      Frisch motiviert, schritt ich jeden Tag durchs Leben, im Vorfuß. Anfangs muss das etwas unbeholfen ausgesehen haben. Manche Menschen sprachen mich an, ob ich eine OP hinter mir hätte. Meist lief ich "nicht rein", wenn ich es sehr eilig hatte. Dann verkrampfte ich und stolperte auch viel. Also nahm ich meine "Geschwindigkeit" zurück. Es wurde immer besser. :jury:

      Von da an, schauten die kleinen Kinder zu mir und lächelten mich an. Wenn ihr kleine Kinder beobachtet, wenn sie Laufen lernen, dann bewegen sie sich so, wie ich es jetzt wieder erlernen möchte. (Leider werden sie über die Schuhe gezwungen, Hacke zu laufen.) Sie "sehen", was sie in sich tragen: Der Mensch in seiner Ursprünglichkeit läuft Vorfuß.
      Mit jedem Schritt massiere ich über die Füße mein Herz :heart: und meine Lungenflügel. Am Anfang der "Geh-umstellung" kam ich aus dem Grinsen nicht mehr raus. Keine Angst, mittlerweile ist dies weniger geworden. Mit der Akupressur meines Herzens, habe ich dies auch geöffnet. An manchen Tagen ist dies für mich wundervoll, leer zu sein, wie ein unbeschriebenes Blatt und keine Bewertung vorzunehmen.
      Meine Lunge hat mittlerweile ein größeres Fassungsvermögen bekommen. Ich bin grundsätzlich nicht mehr so schnell außer Puste und kann auch besser atmen, was bei diesen Temperaturen :sonne: sehr vorteilhaft ist.

      Jetzt bin ich im 4. Jahr meiner Umstellung. Mittlerweile laufe ich jetzt genausoschnell wie mein Parnter. Ein Außenstehender sieht nicht, dass ich anders laufe. Euch würde auffallen, dass ich aufrecht "schwebe". Mit dieser "Gang-Art" kann ich gar nicht latschen. Dadurch hat sich auch mein Wortschatz erweitert und meine Aussprache ist viel klarer geworden. Laufen und Sprechen sind im Kopf "vereint". Es wird die gleiche "Nervenregion" angesprochen.
      Da sich der Körper mit seinem Skelett neu "ausrichten" muss, sind bei mir auch Beschwerden aufgetreten. Vor allem meine Wirbel der Wirbelsäule haben viel Arbeit, um wieder in den Urzustand zu gelangen.
      Aber meine Füße veränderten sich zuerst.

      Wenn ihr wissen wollt, wie meine ersten körperlichen Veränderungen aussahen, dann lest meinen nächsten Beitrag, der hoffentlich in einem kürzeren Abstand folgen wird.

      Ich wünsche euch alle Liebe dieser Welt.

      Anana :curtsey:
      "Entspanne dich in deinem Sein."
      OSHO :sterne:
    • Hi Anana,
      mir ist diese "Gangart" schon mal 2012 begegnet, hatte
      es dmals im Forum bereits erwähnt (steht unter Godo)
      Lese deine Geschichte sehr gerne weiter, danke.
      Lieben Gruß ate :hüpfen:
      ~~~> "pure awareness" <~~~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ate ()

    • @ate
      Liebe ate,

      ich freue mich sehr, dass dir meine Beiträge gefallen. Gehst du auch über den Vorfuß?
      Meiner Meinung nach wurde GODO von Dr. Peter Greb geprägt. In seinem Buch: "GODO. Mit dem Herzen gehen. Der Gang des neuen Menschen." erklärt er, wie und warum er sich für diesen Namen entschied.
      Ich möchte nicht seinen geschützten Namen verwenden, und deshalb rede ich vom Vorfußgehen, nenne mich aber GODO-Pädin, weil ich bei ihm eine Ausbildung machte.

      Herzliche Grüße

      Anana :zwinker:
      "Entspanne dich in deinem Sein."
      OSHO :sterne:
    • Liebe Anana,
      wenn ich daran denke, dann gehe ich über den Vorfuß,
      d.h., es ist noch nicht in Fleisch & Blut übergegangen
      zumal es auch nicht mit jedem Schuh funktioniert.
      Es gibt hier im Forum 3 User (du inbegriffen), die
      wunderbar Geschichten etc. schreiben, ich bin ein großer
      Geschichten- und Märchenfan & liebe es, solche zu
      lesen.
      Lieben Gruß ate :brille:
      ~~~> "pure awareness" <~~~
    • Wie spannend!

      Ich hab davon irnzwo online gelesen und mach es manchmal. Sehr selten auch draußen.
      Ich bin so im Hackengang drin, und ich hab ne schnelle, harte Gangart verinnerlicht, drum mach ich es leider nur selten.
      Denn wenn ichs mache, tuts mir gut, auch (weil...) wenn ich damit nicht so schnell unterwegs bin, wie sonst. Und ich muss damit kämpfen, dass ich mir 'doof' vorkomme. Dabei, vermute ich, bemerken die meisten Leute nicht, dass ich manchmal 'anders' laufe.

      Deine Beiträge motivieren mich jetzt erneut, also vielen Dank!

      Ich hab zum Ballengang/Vorderfußlaufen aiuch bisschen online nachgeguckt und bin besonders erschrocken, dass ich hauptsächlich Kinderarztseiten fand, die erklären, wenn ein Kind das macht, müsse man ihm das ganz schnell abgewöhnen, es sei unnatürlich und schade der Entwicklung. Ja genau... :irre:

      Was den 'Gang des neuen Menschen' angeht - ich find wirklich ehrenwert, das zu verbreiten, mir scheint allerdings, es ist auch der Gang des alten Menschen im Sinne von - so sind die Menschen gelaufen vor der Erfingung von schwerem Schuhwerk.



      :sonne:
    • @ate
      Liebe ate,

      vielen Dank für deine lieben Zeilen. Ich erzähle sehr gern "Phantasie-" aber auch reale Geschichten.
      Meine Schuhe habe ich alle "entsorgt". Ich habe viele Menschen damit glücklich gemacht. Manche Exemplare hatte ich noch aufgehoben. Nach geraumer Zeit, wollte ich sie wieder probieren. Sie "passten" mir nicht mehr. (Dazu in meinen nächsten Geschichten) So fiel mir das endgültige Entsorgen gar nicht mehr schwer.
      Ich kaufte mir gleich ein paar mehr Schuhe vom Schuhmacher, er hat meine Füße eingemessen und die Schule selber angefertigt. Am liebsten laufe ich aber barfuß. Deshalb sind meine Füße auch so bemalt und die Fußnägel bunt lackiert. Über den Winter :krank: habe ich es aber noch nicht geschafft.

      Sei ganz lieb gegrüßt

      Anana :zwinker:
      "Entspanne dich in deinem Sein."
      OSHO :sterne:
    • @Vetch
      Ein sonniges Hallo,

      vielen Dank für dein Interesse an meinem Beitrag.
      Bei meinen Anfängen des "Storchengangs" habe ich auch gedacht, dass mich alle Menschen anstarren. Deshalb ließ ich meinen Partner mit Abstand hinter mir laufen. Er beobachtete meine Wirkung auf die Menschen. Das half mir sehr, da er feststellte, dass sie mir ins Gesicht sehen und dann auf die Füße schauen. Ihre Blicke waren nicht fragend sondern "erkennend". Sicherlich hat ihr Verstand das in dem Moment nicht zuordnen können. Ich denke aber, dass der Körper sich erinnert hat.
      Mit meinem "tanzenden" Gang bin ich auch im Wesen weicher geworden. Ich bin presenter für andere Menschen und stehe mehr zu mir, ohne mich verstellen zu müssen. Früher habe ich immer gedacht, wenn ich weicher werde, dann gebe ich nach, bis ich der Verlierer bin (da gibt es doch so ein Sprichwort). Das ist es aber gar nicht. Ich habe einen Standpunkt, den ich in "Weichheit" verteidige. Meine bisherige Härte hat mich selber immer sehr verletzt, da ich auch hart zu mir war.
      Kinder und -ärzte sind so ein Kapitel für sich. Da ich immer für etwas bin und nicht gegen etwas, möchte ich für Menschen, die sich dafür interessieren, Vorbild sein. Ich werde nie jemanden sagen, was für ihn gut oder schlecht ist. Das weiß ich nämlich gar nicht (Auch das ist eine eigene Geschichte). Ich beobachte und versuche nicht zu urteilen (bin noch immer in den Anfängen :teleskop: ).
      Ich bin auch der Meinung, dass die Menschheit so zuerst gegangen ist. Meiner Meinung nach wollte Dr. Peter Greb hervorheben, dass sich wieder ein neues altes Bewusstsein entwickelt, und die Menschen zu ihren Ursprüngen finden. So habe ich diesen Satz aufgefasst.
      Toll, dass du wieder motiviert bist und dich mit schon Begonnenem weiter beschäftigen möchtest. Herzlich willkommen :cheer: . Wenn du Gedanken mit mir darüber austauschen möchtest, freue ich mich sehr darüber. Diese Gang-Art bringt Themen zum Vorschein, die wir gar nicht erwarten. Und das ist gut so.

      Sei ganz herzlich gegrüßt

      Anana :zwinker:
      "Entspanne dich in deinem Sein."
      OSHO :sterne:
    • Liebe Anana,

      danke für deine Geschichte :herz:

      Ich füge meine ganz neue Geschichte mit dem Ballengang hier mal an.

      Wir wohnen an einem steilen Berghang, der jedem Fahrschüler Blut und Wasser aus den Poren treibt. Oft sitze ich im Hof und beobachte immer wieder begeistert die Vögel. Eines Tages kam eine meiner Yogaschülerinnen den Berg hinunter gelaufen und ich dachte: "Schau mal einer an! Jetzt haben wir auch noch Störche am Donnersberg!" Genau so sah das nämlich bei ihr aus. Wie der sprichwörtliche Storch im Salat. Dann fielen mir ihre Wasserschuhe auf, die sie für den Anfang als Ersatz für die teils sehr überteuerten Barfußschuhe trug. Sie war viele Jahre im Ballett und übte die für sie neue Gehweise ebenso diszipliniert. Ich hörte mir ihre Begründung dafür an, sah als erfahrene Trainerin die Verspannungen in ihrem Körper und mein zweiter Gedanke war: "Nö, man muss nicht alles im Leben selbst ausprobieren"...

      ...bis du mich mit deinem Bericht nochmal angeschubst hast! ;)
      Jetzt bin ich wahrlich ein Härtefall von Testobjekt. Durch meine vielen Unfälle habe ich chronische Schmerzen im rechten Sprunggelenk und humpele oft, was ich mit viel Anstrengung zu kaschieren versuche - das wiederum gefällt meinem Rücken gar nicht.

      Erste Gehversuche im Ballengang brach ich mit starken Schmerzen im Gelenk ab und wollte das Thema schon in die Tonne kloppen. Ich hatte aber Dank meiner geschulten Körperwahrnehmung bemerkt, dass ich mich viel zu sehr angestrengt und zu sehr nur auf die Füße konzentriert hatte. Außerdem hatte ich den Großzehballen zu stark und zu lange belastet und das führte im instabilen Sprunggelenk zu Beschwerden. Also, YouTube-Fortbildung und dann mit Tablet in der Hand 2 Stunden lang barfuß auf den harten Fliesen dabei gelaufen. Das wäre zuvor ein Unding gewesen und war nur mit ganz weichen Crocs zu bewältigen.

      Gehen ist eine Ganzkörperangelegenheit. Das Zauberwort heißt Durchlässigkeit! Die komplette rückseitige Faszienstruktur muss erst mal "entwirrt" werden. Da ich über ausreichend Bewegungserfahrung verfüge, konnte ich nach den Anweisungen recht schnell locker laufen - tatsächlich auch laufen und nicht nur gehen, was schon seit vielen Jahren nicht mehr möglich war. Das humpeln hörte binnen der ersten 2 Stunden auf und als ich mich danach hinlegte, spürte ich ein angenehmes Fließen auf der kompletten Rückseite und meine Humpelausgleichsverspannungen waren wesentlich reduziert!

      Fazit: 1. Wer wenig Bewegungserfahrung und Körpergefühl hat, sollte unbedingt durch eine direkte Anleitung/Workshop in diese nicht mehr gewohnten Bewegungsabläufe eingeführt werden.

      2. Nicht nur auf die Füße achten (schon gar nicht dauernd anschauen dabei - die laufen auch sonst ohne Blickkontakt!), sondern auf die Harmonie im gesamten Körper achten. Eventuell zwischendrin anfangs Lockerungsübungen für Schultern und Rücken einbeziehen.

      3. Nicht gleich übertreiben. Je mehr Spannungen/Blockaden im Körper sind, umso mehr Ruhephasen braucht es bei den Anfängen, damit die Faszien reagieren können. Je weniger trainiert z. B. die Wadenmuskulatur ist, desto stärker der Muskelkater, wenn man sich überfordert.

      Meine Erfahrung bei der Arbeit im Stall mit ziemlicher Belastung (schwere Schubkarren) schreibe ich gerne zu einem anderen Zeitpunkt.

      Eins, liebe Anana, ist mir aber noch wichtig: Das mit dem Herz hat einfach auch viel mit Achtsamkeit zu tun und nicht nur mit dieser Gehweise. Im Taiji gab es eine Bewegungsmeditation bei der ganz bewusst zuerst die Ferse aufgesetzt wurde. Das kann den gleichen Effekt haben wie du es beschreibst. Es kommt auch darauf an, in welchem System ich mich mental gerade bewege: wenn du mit den Fußreflexzonen vertraut bist, dann "sitzt" dein Herz im Fuß woanders und du spürst es dort auch vor allem. Wenn ich im Zen-Shiatsu bin und auf den Herzmeridiananteil fokussiert bin, der in die Ferse mündet, dann spüre ich es eben dort mehr. Das ist kein Widerspruch, sondern das sowohl-als-auch-Prinzip, das den asiatischen Philosophien mehr entspricht als unser entweder-oder-Denken.

      Danke, dass du mir dieses Gehen wieder aus der "Storchen-Schublade" herausgeholt hast. :heart:

      Herzliche Grüße
      Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle

      Beitrag von kerstin ()

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      Beitrag von Erdherz ()

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      Beitrag von Anana ()

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    • Danke für den Link liebe ate. Ich hatte mir von Sabine Schuhmacher schon das Barfußschuh-Test Video angeschaut und finde ihre Ausstrahlung auch unglaublich angenehm.

      Anscheinend habe ich von Anfang an diesen Bewegungsablauf weitestgehend verinnerlicht. Entgegen jeglicher Empfehlung habe ich gleich von 0 auf 100 geschaltet und war am 1. Tag gut 14 Stunden so unterwegs (mit Pausen)! Auch die Kombination mit Yoga und Haltungs-/Bewegungsübungen hatte ich dabei und auch das Rückwärtsgehen war intuitiv im Programm. Wenn die Muskeln durch tägliches Gehen am Hang und sportliche Betätigung vorbereitet sind, ist das machbar. Trotzdem werde ich mir auch mal ein Coaching gönnen, um die Feinheiten in meinen Bewegungsabläufen, die ja durch Dauerschmerz über Jahre verändert waren, noch bewusster zu machen.

      Muskelkater hatte ich folglich keinen, habe die Waden nur wie nach einer längeren Wanderung gespürt. Meine Füße und Beine bekamen nach dem 2. Tag abends eine kleine Strömkur und fühlen sich sehr wohl.

      Bei mir liegt ein handfester medizinischer Befund vor, auch über MRT und Röntgenaufnahmen bestätigt: Dreifacher Außenbandabriss, die Bänder waren so ausgefranst, dass damals stark gekürzt werden musste, um sie wieder zu flicken. Mittlerweile starke Arthrose mit Absplitterung von Mikro- Knochenteilchen, die sich oft in den Gelenkspalten festsetzen und Schmerzen auslösen. Völlig verklebtes Faszialgewebe durch mehrere Eingriffe und Narben innerlich und äußerlich. Das Fußgelenk ist ständig geschwollen und in allen Bewegungsrichtungen beeinträchtigt - deswegen habe ich den ärztlichen Rat, das untere Sprunggelenk versteifen zu lassen, nicht befolgt. Wozu? War ja auch so schön fast völlig versteift.

      Es grenzt für mich an ein Wunder, dass ich schon seit den ersten Versuchen im Ballengang völlig schmerzfrei laufen kann! Klar, die Arthrose ist noch da, aber ich triggere sie nicht mehr bei jedem Schritt an! Interessant auch, dass die Körperintelligenz mir sofort das Feedback gab: " Hastes endlich kapiert!" und ich unbewusste Unterstützung bekomme. So gehe ich, wenn ich mal schnell ans Telefon rennen will, den ersten Schritt mit dem gesunden Fuß noch ab und zu über die Ferse. Der verletzte Fuß macht das nicht! Obwohl der Bewegungsablauf bei einem sehr eingeschränkten Sprunggelenk eigentlich schwieriger ist.

      Den Satz, "du, ich habe keine passenden Schuhe" kennt mein Mann ja zur Genüge. Jetzt ist es allerdings voller Ernst: Es passt einfach nichts mehr. Mal schauen, wie ich das jetzt löse. Unsere Provinzschuhgeschäfte bieten da schon mal keine Lösung - habe ich gestern schon gecheckt. :denk:

      Liebe Grüße
      Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Danke euch allen, und vor allem Anana, für diesen Faden!

      Bin weiter und noch mehr motiviert, weil der Ballengang vor allem auch mit dem dünnen Balerina-Schuhwerk gut tut. (Schwere Schuhe nicht bei dem Wetter.)
      Doch muss ich mich immer wieder dran erinnern, im Ballengang zu gehen. Dranbleiben wirds für mich 'normalisieren', und wenn ich mir blöd vorkomme, mag mir helfen, dass ich auf diese Weise Fakten schaffe und anderen ein Vorbild sein kann. Statt aus Angst nicht das zu tun, was heilsam ist. Das ist was, das verlange und erwarte ich von der Menschheit selbstverstaändlich in so vielen Bereichen, und jetzt merk ich, wie ich selber viel zu wenig mutig bin, bei sowas eigentlich doch Banalem. X)

      Kann das sein, dass der Ballengang zu Muskelkater bzw. Anstrengung im, höm, Hintern und in den Oberschenkeln führt?


      :)
    • Liebe Vetch,

      möglicherweise strengst du dich ohne es zu merken auch etwas zu viel dabei an. Könnte auch an den Ballerinas liegen. Wenn sich die Sohle nicht wirklich zusammenrollen und in alle Richtungen drehen lässt, oder auch nur einen minimalen Absatz hat, ist ein entspannter Ballengang fast unmöglich.

      Ich habe gestern Abend mit einer meiner Wirbelsäulengruppen meditatives Gehen geübt. Barfuß natürlich. Die meisten haben Verspannungen in der Muskulatur rund um Hüfte und Becken. Da half vielen, erst mal langsam rückwärts zu gehen - dabei rollst du schon mal automatisch über die Ballen ab - und plötzlich war auch der natürliche Hüftschwung und die Aufrichtung besser. Dann haben wir fließende Tanzbewegungen auf der Stelle gemacht, das lockert auch diesen Bereich.

      Wenn du die Gesäßmuskeln arg spürst, dann rollst du evtl. nicht vollständig ab und hältst über Anspannung der rückseitigen Muskulatur (die ja schon aktiviert werden soll, um eben das Skelett zu entlasten. Aber nicht mit Daueranspannung.) Gewicht von den Fersen weg. Die Fersen müssen aber festen Bodenkontakt bekommen, nur halt nicht zuerst. Du schiebst dann auch nicht die Hüfte übertrieben gestreckt über Gesäßspannung nach vorne.

      Außerdem fangen einige an, das gestreckte Bein nach vorne zu bringen - so einen Soldatenschritt - dann aber den Fuß strecken, um irgendwie wieder den Ballen zuerst auf den Boden zu bekommen. Das führt zu Anspannung im Quadrizeps (Oberschenkelvorderseite). Wenn man das Bein leicht anhebst, den Unterschenkel und Fuß dabei entspannt hängen lässt, kommt der Ballen von selbst zuerst auf den Boden. Idealer Weise (sofern keine extreme Fehlstellung vorliegt) in der Reihenfolge: äußerer Ballenbereich (nicht die Zehen zuerst auf den Boden strecken!), dann Großzehballen, dann Ferse. Die Zehen kommen erst zum Einsatz, wenn das Bein sich von hinten abdrückt. Wichtig auch, dass Beine und Füße nicht außenrotiert werden.

      Langsam, mit kleinen Schritten beginnen und dabei in einen Bewegungsfluss kommen. Stelle dir ein Band vor, das dich über deinen Scheitel aufrichtet, eins, das dein Brustbein leicht nach vorne öffnet und lasse deine Schultern sinken, sich öffnen und mit leichter Rotation gegenläufig zu den Beinen mitgehen. Notfalls (wenn grad keiner zuschaut ;) auch mal etwas übertrieben wie auf dem Catwalk gehen, wenn du merkst, dass du vor lauter Konzentration zu steif gehst - spätestens dann musst du lachen und wirst locker! :D )

      Sooft wie möglich barfuß oder auch mal mit ABS-Socken laufen hilft auch.

      Liebe Grüße :heart:
      Erdherz :winke:
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Hier gibts noch ein Video, wo der Ballengang
      theoretisch erklärt wird & mit den 3 Stellen
      Erdkontakt, ich finde es ist gut beschrieben und
      vorgeführt
      -- Link

      PS: nach dem Gehen bzw. zwischendurch auch
      mal Waden massieren, tut gut.
      ~~~> "pure awareness" <~~~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ate ()