Tägliche Praxis: Die Vierzig Knightly Rules von Hazrat Inayat Khan

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    • Tägliche Praxis: Die Vierzig Knightly Rules von Hazrat Inayat Khan

      Mein Freund und ich gehen - fast immer - donnerstags in Mannheim ins Sufi-Zentrum zum Zik'r. Da machen wir Meditation mit Musik. Sehr schlicht gesagt.

      google.com/url?sa=t&rct=j&q=&e…Vaw2QgLwWtZpeC-peXK9HG_q8
      Besseren Link hab ich nicht hinbekommen, hoffe er funktioniert; da wird das Mannheimer Sufi-Zentrum bisschen vorgestellt.


      Hazrat Inayat Khan, der Begründer des Sufi-Ordens, zu dem auch das Zentrum in Mannheim gehört, hat 40 "Knightly Rules" - ritterliche Regeln - formuliert. Mein Freund hat mir neulich ein hübsches Reinschreibebuch geschenkt, in dem diese Regeln drinstehen, und wir haben beschlossen, sie zu befolgen. und zwar jede Regel 40 Tage lang. Bis wir mit allen durch sind, werden fast viereinhalb Jahre vergehen... :)

      Und wenn 40 Tage vergangen sind und die nächste Regel drankommt, wirken die Regeln davor natürlich immer noch weiter. Also, davon gehe ich aus. Das ist der Plan.

      Hier&jetzt sind wir bei der Regel N°1, Tag 12. Hehe.
      Diese Regeln N°1 lautet: Stelle keine falschen Behauptungen auf.
      Was das im Alltag bedeutet, wird mir erst langsam bewusster. Zum Beispiel:
      Um sie zu befolgen, kann ich Wörter wie "immer" und "nie" aus meinem Vokabular streichen.
      Und mir fällt auf, wie oft ich negative, pauschale Bewertungen abgebe. Und ich übe also, das zu lassen. Sehr gesund!

      Ich poste das hier, weil ich vielleicht ab und zu was zu erzählen habe aus dieser Praxis, in den nächsten vier Jahren.
      Und vor allem möchte ich es mit-teilen. Vielleicht hat ja die eine oder der andere auch Lust und macht mit. HIer ist ein Link zu den Regeln. Die sind eingeteilt in je zehn Eiserne, Kupferne, Silberne und Goldene Regeln.
      sufiorden.de/index.php/publikationen/eiserne-regeln


      [Ich wurde andernorts hier im Forum schon mal gefragt, was Sufismus eigentlich genau ist. Und ich konnte es damals nicht wirklich beantworten. Kann ich auch jetzt nicht. A Sufi is a Sufi. In der Wikipedia steht, es sei islamische Mystik, doch da scheiden sich schon die Geister. Der Orden, der auf Inayat Khan zurückgeht, versteht sich z.B. als eine überkonfessionelle Religion. Oder so verstehe ich das... I
      Ich kann nur sagen, was es für mich ist. Was ich von Sufis wie Idries Shah und Rumi - und von Murshids (Lehrer) und Murids (MitschülerInnen) bei uns in der Gruppe lerne, schwingt in Harmonie mit Erkenntnissen und Praxis, die ich im Zen-Buddhismus finde, im Stoizismus nach Epiktet, im Taoismus nach LaoTse, in Voträgen und Büchern des katholischen Franziskanerpaters Richard Rohr und in den Büchern von Arthur Deikmann - um die zu nennen, die mir sofort einfallen.]

      :sonne:
    • Vetch schrieb:

      Ich poste das hier, weil ich vielleicht ab und zu was zu erzählen habe aus dieser Praxis
      Ich bin sehr gespannt auf das, was du berichten kannst. Etwas über spirituelle Erfahrungen zu lesen, die ein anderer Mensch gemacht hat, ist für mich immer ein ganz besonderes Highlight.

      Die 1. Regel >>Stelle keine falschen Behauptungen auf<< finde ich sehr gut, da sie zu einem bewussten Umgang mit Sprache herausfordert. Durchgängig bewusst mit Sprache umzugehen, finde ich manchmal mühsam und schwierig. Dennoch versuche ich es, es klappt aber längst nicht immer.
      Realität ist eine Illusion, die nach dem Träumen entsteht.
    • Nur kurz. Seit einer Woche ungefähr sind wir bei der zweiten Regel
      "Sprich nicht schlecht über Andere in ihrer Abwesenheit."

      Ohje, mehr sach ich erst ma nich... Auch wenn ich schlecht über mich schreiben dürfte, ich bin ja anwesend... (Aber nicht mehr, wenn ihr das hier lest, also - gilt das dann?)

      Ich frage mich auch - was bedeutet 'schlecht sprechen über' genau? Darf ich gar nichts Negatives aussprechen, auch wenns die Wahrheit ist?

      Dass wir nicht lästern sollen und nicht unnötig über andere herziehen und Negatives anhäufen, weils ja so Spaß macht - das ist klar.

      Im Englischen heißt die Regel "Do not speak against others in their absence." Sprich nicht gegen andere in ihrer Abwesenheit.


      Was genau bedeutet 'gegen' jemanden zu sprechen?


      Alle diese Fragen sind Denkanstöße, die mir willkommen sind. Wir üben weiter.

      Meist ist uns eh sehr schnell klar und bewusst, was gemeint ist.

      Ich habe schon vorher, wenn ich mich beobachtet habe, festgestellt, dass ich die Neigung habe, alles, was ich von anderen Leute aufschnappe, negativ einzuordnen. Ich mag da gar nicht weiter beschreibend drauf eingehen - vielleicht, weils mir peinlich ist.
      Ich behaupte, weil ichs nicht weiter durch Aufmerksamkeit und In-Worte-fassen stärken möchte.
      Jedenfalls hab ich guten Grund, mir die aktuelle Regel zu Herzen zu nehmen und zu üben. Einüben und Ausüben.


      Auch das mit den Behauptungen aufstellen haben wir nach 40 Tagen noch nicht vollkommen verinnerlicht... wer hätte das gedacht :P :D

      Weiter, weiter! :heart: Ich find dieses Üben heilsam und bereichernd und wirklich Not-wendig.


      :)
    • Liebe Vetch,

      ich glaube, es hat etwas mit deinem anderen Thread "Magie der Sprache" zu tun. Worte sind nicht nur schöpferisch, sondern können auch wie "Waffen" wirken (wie spitze Nadeln, dünne Pfeile, dicke Pfeile...).
      Wenn die betroffene Person abwesend ist, kann sie sich "energetisch" nicht so schnell zur Wehr setzen.
      Das eigene "Abwehrsystem" wirkt zwar trotzdem bei den meisten, aber einerseits gibt es da sicher Ausnahmen (z.B. bei Menschen mit "löchrigen" Energiesystemem" und anderseits kann das Bewusstsein solche "Angriffe" schneller abwehren.

      Allerdings glaube ich auch, dass Menschen immer über sich selbst sprechen, wenn sie über andere Menschen irgendwelche Aussagen machen, ganz gleich ob die Worte positive Inhalt haben oder einen negativen.
      Im Grunde spricht derjenige also über seine eigenen Mängel.
      Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass man sich schwerer tut, sich selbst positiv zu veränderen, wenn man laufend über andere schlecht spricht (weil die Magie der Sprache auch da Wirkung zeigt).


      LG
      Simurgh
      "Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen".
      Platon
    • :heart: Liebe Menschen dieses Board,
      liebe Vetch, :heart:


      Vetch schrieb:

      "Sprich nicht schlecht über Andere in ihrer Abwesenheit."
      :denk: was ist dieses "schlecht"?

      Ja, natürlich fallen mir Hetztiraden gegen andere ein und Mobbing ist auch böse ...

      Aber wenn in Stationen von Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen die Schicht übergeben wird,
      wird auch über die Menschen gesprochen.
      Man meint in sachlicher Weise ...

      Nun habe ich die Wohnung meines Bruders mit Hilfe meines Mannes aufgeräumt,
      wenn ich nun sage sie sei vermüllt gewesen, entspricht das der Tatsache von 10 großen Müllsäcken.
      Über den Inhalt des Kühlschrankes möchte ich hier nicht schreiben,
      denn mein Bruder hat sich scheinbar auch in der Masse des Mülls um ihn herum noch mehr verwirrt.

      Als ich ihn gestern besuchte war er auch innerlich aufgeräumt.
      Doch den Überblick über die Medikamente hat er nicht.

      So engagiere ich nun die einen Pflegedienst, der sich darum kümmert.
      Die Menschen im Haus haben ... "Schwierigkeiten?" mit dieser Situation,
      weil der Betroffene einerseits der Sohn des ehemaligen Vermieters ist,
      und andererseits schon immer komisch war.

      Er ist also das richtige Opfer für eine "Wollen wir nicht haben" Kampagne.
      Dabei werden mir aber nur Dinge erzählt, die passiert sind ... ... ...
      Denn noch wird er ausgegrenzt ... ... ...

      Beim Besuch eines Pflegeheims in dieser Woche,
      lernte ich,
      dass die im Wesen veränderten Menschen heute behutsamer behandelt werden.
      Diese Menschen dürfen mit entscheiden was sie tun wollen,
      auch wenn das die Angehörigen sehr seltsam bis unerhört finden.

      Auch lernt ich, dass mein Bruder mit seinen 64 Jahren zu jung ist für ein Pflegeheim,
      und dafür bedarf es weiterer Gutachten.

      Über meinen Bruder wird geredet.
      Er ist ein Thema hier in meinem Umkreis.

      Meist fragen mich die Geschäftsleute, die aber einen Konsens mit ihm fanden,
      zum Metzger darf er erst um 12 Uhr 45 wenn nur noch wenige Kunden im Laden sind und

      die Zeitschriftenhändlerin sieht ihn am Morgen mit dem Rad parken
      und greift zu der Zeitung, egal wie lange die Schlange an ihrem Tresen ist,
      denn er hat keine Geduld und wird laut wenn er warten muss.
      Wenn er sie erreicht, hat er die Münzen in der warmen Männerhand schon parat.
      Sie tauschen Zeitung gegen Münzen und er ist wieder weg.

      Meisten legen die Menschen, die von meinem Bruder reden,
      den Kopf so ein wenig schief und zeigen ein trauriges oder entsetztes Gesicht.

      Wütend sind im Grunde nur die, die Schuld suchen.
      Schuld beim Arzt ... der auch schon bei Mutter und Vater die Veränderung nicht sehen wollte
      Schuld bei den Eltern ... so etwas lieg ja immer in der Kindheit ...
      Schuld bei ihm selbst ... weil der Alkohol noch immer sein bester Freund ist ...
      Die Liste ist weiter fortsetzbar

      Was ist "schlecht"?

      Wir sollten auch mit dem Menschen gut reden, der vor uns steht,
      sie wenigstens neutral ansprechen,
      egal wie hoch unsere Galle kocht ... denn wir wissen nie,
      woher das Verhalten kommt,
      :kitzeln: das uns gerade so sehr berührt oder gar schlägt.


      :heart: Herzliche Grüße
      kerstin
      ... alles hat seine Zeit ...
    • Für mich bedeutet "schlecht" in dem Fall einfach nur, in Abwesenheit nix über eine Person zu sagen, was ich nicht auch in ihrer Anwesenheit sagen würde.
      Ansonsten war und bin ich kein Fan davon, bestimmte Dinge nicht zu denken oder zu sagen, weil "man das nicht tut". War ich nie, werde ich, schätze ich, in diesem Leben auch nicht mehr werden.
      Von daher: Nein, nicht jede Aussage, die ich über andere treffe, ist eine über mich. Und nicht jede Aussage, die jemand über mich trifft, ist eine über sich.
      Nur eine über Wahrnehmungen. Meine oder die der anderen Person. Da ich aber nicht jemand anders bin und niemand anderes ich ist, sind die Aussagen die Wahrnehmung dessen, der oder die sie macht.
      Da aber gleichzeitig auch jeder Wahrnehmungen hat, ohne diese Wahrnehmung zu sein, ist das im Endeffekt ein Nullsummenspiel.
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • Die Frage, was schlecht über jemanden reden bedeutet, ist kaum pauschal zu klären. Am konkreten Beispiel dagegen wird oft klarer, wie diffizil das im Einzelfall ist.
      Natürlich gibt es die notorischen Lästermäuler, die eigentlich mit sich selbst unzufrieden sind. Ist diese Aussage jetzt schon pauschales schlecht reden anderer oder ist es eine Feststellung aufgrund immer wiederkehrendem zu beobachtendem derartigen Verhalten? Ich kann z. B. nichts gutes sagen, wenn ich über Menschen rede, die "Ausländer raus" auf den Straßen brüllen. Auch wenn ich mir sicher bin, dass ich in jedem Einzelnen, könnte ich in ihn hineinschauen, die Wunden erkennen würde, die zu solch einem Verhalten führen. Das habe ich dabei immer zumindest im Hinterkopf, auch wenn ich offensichtliches Verhalten kritisiere. Macht das schon den Unterschied?

      Heute Mittag sind mein Mann und ich, meine Schwägerin und meine Nichte anlässlich des 90. Geburtstags meiner Mutter zu einer Gaststätte gefahren. Mein Bruder war schon unterwegs, um unsere Eltern abzuholen und ebenfalls zum vereinbarten Treffpunkt zu kommen.

      Ich teilte den anderen mit, ich habe erfahren, dass meine Mutter den Kontakt zu ihrer zwei Jahre jüngeren, schwer kranken Schwester abgebrochen hatte. Ohne konkrete Anhaltspunkte hatte sie die Schwester verdächtigt, irgendwie das Testament des vor einem Jahr verstorbenen letzten Onkels der beiden - keine Ahnung - aufgefressen zu haben oder weiß der Geier was damit gedreht zu haben. Geredet hat sie mit ihr darüber nicht. Verdacht genügt - abgesägt. Ich teilte den anderen mit, dass ich das traurig fände und nicht gewillt bin, da mitzuspielen. Ich werde mich regelmäßig bei meiner Tante, die darüber auch sehr betrübt ist, melden. Selbstverständlich haben wir bei diesem Geburtstagsessen darüber nicht gesprochen.

      Ist das schlecht reden? Mir tun meine Eltern leid, die ständig schlecht und sehr urteilend über andere sprechen. Sie sind selbst nicht wirklich glücklich, können ihr Verhalten aber anscheinend nicht reflektieren. Die Familie ist seit vielen Jahren völlig zerstritten. Wir wurden immer wieder eingenordet, auf keinen Fall mit dem "bösen" Teil der Familie (zwei weitere Schwestern) zu reden. Dadurch habe ich vom Tod der jüngsten Schwester, die mit Ende Sechzig starb und dem meiner Cousine, die nur 49 Jahre alt wurde erst Monate später erfahren. Offensichtlich wollten unsere Eltern verhindern, dass wir zur Beerdigung gehen. Sie lesen noch die Mainzer Zeitung und hatten von den Todesfällen erfahren. Das passiert mir nicht noch einmal!

      Es gibt für mich inakzeptables Verhalten. Darüber zu sprechen, ist für mich gefühlt noch kein schlecht reden. Emotionsgeladenes Verurteilen Anderer dagegen schon. Dieses für mein Empfinden sehr negative Verhalten meiner Eltern den anderen Familienmitgliedern mitzuteilen (damit sie selbst entscheiden können, ob und wie sie Kontakt halten), hatte etwas Klärendes. Meine Schwägerin warf ein, dass gerade die jüngste Schwester ihre Mutter doch ziemlich abgezockt hätte. Nicht einmal mein Bruder wusste, dass unsere Mutter ihr Erbteil schon in den 70ern zwecks Bauvorhaben erhalten hatte. Niemand hatte die Sicht der anderen Seite jemals erfahren - war ja verboten, die zu kontaktieren! Aber diese Fakten machten alle nachdenklich, ob es tatsächlich so abgelaufen war, wie meine Eltern es wieder und wieder alle glauben machen wollten...

      Meine Cousine war ein sehr liebes freundliches Wesen. Ich hatte sie vor etwa 28 Jahren ein letztes Mal gesehen, als wir ihr ein Kinderbettchen unseres Sohnes brachten. Sie wurde sehr jung Mutter, hat ihren Sohn allein groß gezogen und ihre Eltern beide wenige Jahre vor dem eigenen Tod verloren. Offenbar war niemand aus der ganzen Verwandtschaft mehr für sie da. Die einzigste Traueranzeige, die ich von 2016 fand, lautete knapp:

      Wir trauern um unsere langjährige Mitarbeiterin M.

      - aufgegeben von der radiologischen Praxis, in der sie wohl gearbeitet hatte. Keine Familienanzeige! Nichts!

      Ich kritisiere das Verhalten meiner Eltern. Ja. Sie haben mir den Tod meiner Cousine ohne Gefühlsregung mitgeteilt. Was konnte sie denn für die Streitigkeiten? Oder gar ihr Sohn, der vermutlich bereits mit Mitte 20 keine Familie mehr hatte? Die Versäumnisse meiner Eltern zu benennen hat jetzt dazu geführt, dass ich versuche M's Sohn zu finden, um ihm anzubieten, mit uns in Kontakt zu treten, wenn er das mag. Ich würde mich gerne um ihn kümmern, falls er mal wie meine Kinder so oft, Rat oder Unterstützung sucht. Kann das aus "schlecht über jemanden reden" resultieren? Ich glaube nicht.

      Nachdenklich
      Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Auch wieder nur ganz kurz, da ich grad sehr müde bin und nur eben hier reingeguckt habe - Routine (ich war jetzt lange offline, drum 'darf' ich.. :) )

      Ich bin fasziniert, wie diese scheinbar so schlichte Regel so viele Überlegungen anstößt. So soll das sein, finde ich, das ist ein Sinn dieses Ausübens der Vierzig Ehrenvollen Regeln (meine sehr freie Übersetzung von knightly).

      Was das 'schlecht reden über andere in deren Abwesenheit' angeht: Was mir auf den ersten Blick aufgefallen ist und gefallen hat: 'schlecht reden' in Anwesenheit der betreffenden Person scheint erlaubt zu sein. Das verstehe ich so: Wenn du eine Person betreffend was Negatives zu bemerken hast, dann sag es der Person ins Gesicht.
      Das heißt nicht, dass es oke wär, Leute direkt zu beschimpfen - das ist bestimmt nicht gemeint. Ich verstehe das so, dass wir die Dinge da aussprechen und klären sollen, wo es hingehört, nützen kann und angemessen ist.
      Das erfordert u.U. Mut und schützt uns selbst vor ungesundem Lästern und Tratschen.

      Und ich denke und spüre darüber nach, wie das ist, wenn es Dinge zu besprechen gibt, bei denen ich einfach erzähle, was IST. Erdherz hat sowas bechrieben. Ich bespreche etwas, das auch Personen betrifft, die grad nicht anwesend sind. Ich beschreibe, was ich erlebt habe. Wenn das nun mal nichts Schönes ist, dann rede ich doch trotzdem nicht 'schlecht über' die Betreffenden, finde ich. 'Schlecht reden über' wird es erst, finde ich (hier&jetzt zumindest), wenn ich manipulativ erzähle, um Stimmung zu machen, wenn ich beurteile und verdamme, wenn ich bewerte.


      Brainstorm. Ich breche hier ab, ich bin nämlich richtg müde. Ich freue mich über, hm, wie nenn ich das ... über eure (An)Teilnahme. Und noch immer fast viereinhalb Jahre to go. :D

      :)