Tägliche Praxis: Die Vierzig Knightly Rules von Hazrat Inayat Khan

  • Liebe Vetch, liebe alle anderen :)


    ein wunderbarer Thread, wie ich finde. Vor allem, weil mir vor längerer Zeit mal ein mir sehr wichtiger Mensch, der inzwischen gestorben ist, etwas von ritterlichen Regeln gesagt hat- ich ihn aber nie nochmal darauf angesprochen habe. Er sprach von einer wichtigen Lektion darin, bestimmte Tugenden zu lernen.
    Das ging mir immer wieder durch den Kopf- was für Regeln meinte er? Vielleicht ja diese.


    Die goldenen Regeln habe ich aus dem spanischen mit dem Google-Übersetzer ins Deutsche übersetzen lassen und gespeichert als .doc- Datei.
    Also, wenn sie jemand möchte, kann ich sie gern schicken, dann brauchst Du es nicht abtippen.


    Ich lese die Regeln mal durch und mach mich dann vielleicht auch auf diesen Weg.


    und am Rande...beim kurzen Überfliegen der silbernen Regeln habe ich gesehen- ganz grob gesagt "gehe Deinen Verpflichtungen nach" - da hab ich die letzten zwei Tage versagt, weil ich eigentlich immer dienstags mit dem Hund rausgehe, es gestern vergessen hab, dann hab ich es auf heute verschoben und wieder abgesagt...uff...

    ~ Loslassen ist die beste Medizin ~

    Einmal editiert, zuletzt von Julika ()

  • Ah, hab grad geguckt, inzwischen sind auch die Goldenen Regeln mitsamt Kommentaren auf deutsch über den Link zu finden.

    (Noch mal: https://inayatiorder.org/rules-commentary-languages/ - ganz unten.)


    Ich hab eben in meinem Kalender gesehen, dass demnächst bei uns die sechste Regel ansteht, und ich hab noch gar nichts zur fünften geschrieben. Sie lautet:


    Erhebe keinen Anspruch auf das,

    was einem anderen gehört.


    Zu dieser Regel habe ich zum ersten Mal den Kommentar von Pir Zia gelesen. Wie es sich so fügt. Am morgen hatten der Oger der Gefährte und ich uns noch darüber unterhalten, wie toll es wäre, wenn wir in anderen Umständen aufgewachsen wären; in einer Sufi Familie z.B., so wie Idries Shah, was wir da alles schon jung erfahren und gelernt und geübt hätten-

    Jo, und genau davon schreibt Pir Zia. Er beginnt mit dem Begehren nach Materiellem, doch es geht nicht nur darum, bei dieser Regel. Auf dem "spirituellen Weg", wie er schreibt, begehren wir oft auch die Weisheit anderer, wünschen uns, genau so erleuchtet, weit, begabt, hellsichtig etc.pp. zu sein, wie andere, die uns grad beeindrucken.

    Also, ich neige jedenfalls dazu, und dieser Aspekt der Eisernen Regel N°5 erinnert mich daran, das ich genau die skills und items habe, die ich brauche für das Level im Lebensspiel, auf dem ich mich grad befinde. :boot:


    Also, das war bis jetzt der einzige Kommentar, den ich zu den Regeln gelesen habe, und ich kann ihn sehr empfehlen. :smug:


    Jo, und da ich das schreibe, fällt mir noch eine Zen-Geschichte ein, die dazu passt, finde ich. Here goes:


    Ein Meister hatte einen wunderbaren Schüler, der übte hingebungsvoll und war klug und weit fortgeschritten, und doch kam er nicht zum Satori, er erlangte die Erleuchtung nicht.
    Der Meister nahm diesen Schüler mit auf eine Reise. Und wie sie auf der Straße gehen, zeigt der Meister auf ein wunderbares Anwesen am Berghang in der Ferne und sagt:
    “Du bist als Findelkind zu uns ins Kloster gekommen und hast dich immer nach deinem eigenen Zuhause gesehnt. Dieses Anwesen dort ist dein Zuhause. Ich schenke es dir."
    In diesem Moment erlangte der Schüler die Erleuchtung.


    :palm1:

  • bin seit ca. 14Tagen bei der allerersten Regel:

    "stelle keine falschen Behauptungen auf"


    Hab das immer so im Hinterkopf und hab mich auch schon oft innerlich korrigiert.

    Ehrlich gesagt hab ich manchmal im Gespräch in der Runde (Hausgemeinschaft Mittagessen) schon Sachen behauptet, die

    so nicht ganz stimmten- also, wenn ich eine Sache nicht wusste, hab ich nciht einfach gesagt, dass

    ichs nicht weiß, sondern drum rum geredet- nicht immer, aber manchmal, wenns mir peinlich war.


    Das brauchts echt nicht...


    Eine gute Sache :-)

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