Die Magie der Sprache

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    • Die Magie der Sprache

      Ich habs ja mit Wörtern. Ich liebe Sprache. Sie ist ein wunderbares, mächtiges Werkzeug.
      Im Tarot (so wie ich es verwende) symbolisiert durch die Schwerter.

      Sprache ist ein Zaubermittel, das uns ermöglicht, dass wir über Jahrhunderte und Jahrtausende noch erreicht werden von Wahrheit und Poesie, die lange vor uns inkarnierte Seelen formuliert haben.
      Sprache lässt uns hier am Board miteinander in Verbindung gehen. Sprache kann uns Inspirationen vermitteln, Impulse geben, erfreuen, begeistern, in Gang bringen. Sie kann verletzen und sie kann Grenzen ziehen und verteidigen.

      Sie kann auch verschleiern, lügen, etwas behaupten und unsere unmittelbare, wortlose Wahrnehmung völlig überdecken, so dass wir abgeschnitten sind von der Wirklichkeit und nur noch für wahr halten, was in unseren Verstand einprogrammiert und in Worte gefasst werden kann.

      Sprache kann eine Landkarte der Wirklichkeit sein, eine Abbldung; sie kann wie ein Wegweiser sein, Hinweise geben.
      Sie ist nicht die Wirklichkeit selbst. Es ist gefährlich und ungesund, Sprachliches mit der Wirklichkeit zu verwechseln.

      Sie ist ein Werkzeug, und das Schwert (bzw. Messer) ist ein gutes Symbol dafür, finde ich. Etwas Menschengemachtes, das mit Sorgfalt, Rück Sicht und Vor Sicht verwendet werden sollte. Es kann überlebenswertvoll sein, und es kann grausame Wunden schlagen und töten.


      Jo, das zur Einführung. :)


      Anlass für diesen Faden ist etwas, das ich seit einigen Monaten übe. Ich übe, Wörter der Sorte "Wille" und "wollen" zu vermeiden. Denn ich bin davon überzeugt, das Wörter aufgeladen sind und eine starke energetische Wirkung haben.
      "Wille" ist ein sehr großes Wort, und ich habe festgestellt, dass es für mich--

      Das alles gilt überhaupt nur für mich, ich erzähle hier was, ohne die Absicht, Wahrheit zu verkünden oder überzeugen zu wollen. Ich möchte nur (mit)teilen und anregen. :)

      Also, ich empfinde "Wille" und "wollen" als sehr große, göttliche Kräfte. Der Wille Gottes, der Wille des Magiers, do what thou wilt, etc. pp.
      Ich bin sicher, dass eine Seele ihren Willen hat, ihren Wahren Willen.
      In der Unendlichen Geschichte von Michael Ende ist das z.B. Thema. Sie erzählt u.A. vom Amulett mit der Aufschrift "Tu was du willst" und von Bastians langer Queste, in deren Verlauf er schließlich begreift, dass das nicht bedeutet "Tu, wonach dir grad der Sinn steht und erfülle dir jeden impulsiven Wunsch" sondern "Finde heraus, was dich im tiefsten Innern antreibt, finde deinen Weg".

      Und da finde ich halt so Sätze wie "Was willst du essen?" irnzwie... unangemessen. :irre:

      Ich hab dann ausprobiert "ich will" nur im Zusammenhang mit... naja, tieferen, wichtigeren Anliegen zu verwenden. "Ich will gesund sein" z.B. "Ich will, dass die Natur in Ruhe gelassen wird." "Ich will mich durch kreatives Schaffen verwirklichen."
      Und auch das erschien mir irnzwie anmaßend. Außerdem bringen Begriffen wie "wollen" und "Wille" für mich auch eine Schwere mit, so eine gravitätische Bedeutsamkeit -
      Also, ich bin dann umgestiegen auf das schlichte, fröhliche, einfache "ich mag". Das praktiziere ich seit einiger Zeit. Nur noch "ich mag" und Mögen", kein Wollen mehr.
      Erst erschien mir das... harmlos und bisschen kindlich.
      Inwzischen spüre ich da eine ganz eigene, sehr heilsam wirkende Sprachmagie. Wenn ich etwas mag, dann kommt das Gefühl aus meiner Mitte. Ich spüre Liebe, Freundlichkeit, meine Motivation ist ganz intrinsisch. "Ich will unberührte Natur" das wirkt herrisch und es fehlt noch der Grund, z.B. "weil das nun mal gut ist für den Planeten."
      "Ich mag unberührte Natur" ist freundlich, liebevoll und komplett. Wenn ich was mag (gerne hab), dann mag ich es (haben/erreichen). Alles gesagt.
      Und was wir mögen, was wir gerne haben und gerne tun, dafür haben wir auch Energie, und es wirkt heilsam für uns und andere.

      Gestern ist mir dann noch was ganz Schlichtes aufgefallen, ganz naheliegend, und doch hats mir gestern ein großes WOW :heart: beschert:

      MÖGEN und VERMÖGEN sind in jeder Wortebedeutung verknüpft. Ich vermag was ich mag und mein Mögen ist mein Vermögen. Auch im materiellen Sinne. Was ich gern hab, das kann ich und das habe ich.

      Klar, es gibt bestimmt bei uns allen Dinge, die wir uns einbilden haben zu wollen. Unser wirkliches Ver-mögen, das ist oft was ganz anderes.



      Eya. Da hab ich wieder mal viele Worte gemacht. Wer mag :) möge hier weiterspinnen (auch ein so schönes Wort), zu Wollen und Mögen, oder zu anderen Wörtern und Worten, die euch ~ etwas sagen und Magie entfalten.

      :)
    • Liebe @Vetch,
      liebe Lesende hier,

      zwei Formulierungen zeigten sich mir beim Lesen deines Beitrags in meinem Kopf:

      1. "Kinder, die was wollen, kriegen eins auf die Bollen!" (=den Po versohlt)
      sollte vor vielen Jahren Kinder dazu erziehen, das "weichere" [hier schon devote] "ich möchte ein Eis" zu sagen, anstelle von "ich will ein Eis!"
      {ist ein Beispiel, :crazy: }
      2. der Unterschied zwischen: "ich mag dich!" und "ich will dich!"
      [da empfinde ich das "mag dich" deutlich weniger aggressiv-besitzergreifend]

      **************
      und: ja! Sprache ist eine Form der Magie!

      Dank für den Faden!
      :winke:
      LG
      AlteEule (°V°)
      Ich habe von tausend neuen Wegen geträumt. Ich bin aufgewacht und meinen weitergegangen.
      (Chinesisches Sprichwort)

      Ich bin der wichtigste Mensch für mich, denn: Ohne mich kann ich nicht leben!
    • Hallo Vetch,

      Vetch schrieb:

      Ich übe, Wörter der Sorte "Wille" und "wollen" zu vermeiden
      Weshalb und wozu willst ;) Du die vermeiden?

      Vetch schrieb:

      In der Unendlichen Geschichte von Michael Ende ist das z.B. Thema
      Die unendliche Geschichte von Michael Ende ist nach dem Tarot aufgebaut. Sowohl die Kapitelnummerierungen, als auch die Benennungen beziehen sich darauf,zum Teil direkt, zum Teil als Anspielung.

      Vetch schrieb:

      Ich bin sicher, dass eine Seele ihren Willen hat, ihren Wahren Willen
      Der wird ja auch in der unendlichen Geschichte benannt: "Dein wahrer Wille ist es, zu lieben."

      Vetch schrieb:

      sondern "Finde heraus, was dich im tiefsten Innern antreibt, finde deinen Weg".
      ... sondern: Tu, was Dich liebend antreibt. Aus Deinem wahren Willen, Deinem innersten So-Sein heraus.

      Vetch schrieb:

      "Was willst du essen?" irnzwie... unangemessen.
      Warum? Wenn ich etwas essen will, verbinde ich mich mit einem Wunsch. Zum Beispiel mit einem Wunsch nach Genuß. Wünsche (auch Bastian geht den Weg der Wünsche) sind uns auch gegeben. Auch die Wunschnatur ist Natur. Teil unserer menschlichen Natur, unseres So-Seins.
      Ich will nicht ;) gegen Teile meiner Natur sein. Dann verwerfe ich mich ja.
      Dann sage ich ja den Kräften, denen ich entstamme: "Liebes Leben, Du bist wunderbar, aber bei mir haste "Pfusch am Bau" bettrieben. Mich haste nicht gut gemacht."
      Wie willst Du lieben (=wahrer Wille), ohne zu wünschen? Geht das überhaupt?

      Zum "gereinigten" Willen, also zum Weg, wie man den Willen und die Wunschnatur dem wahren Willen annähern kann, fällt mir Hesses "Glasperlenspiel" ein. Grandioses Buch - und für mein Empfinden geht Josef Knecht diesen Weg ganz zu Ende.
      Er spielt das Glasperlenspiel, ist Glasperle, Brett und Spieler zugleich. Zu Beginn seines Lebens ein Wollender, zum Ende einer, der sein Wollen ganz dem Pulsschlag des Lebens anzupassen weiß, selbst wenn das - liebend- die Hingabe des eigenen Lebens bedeutet.
      Egal... vermutlich muss man die Bücher kennen, um nachzuvollziehen, was ich hier geschrieben habe. Sorry, wenn ich unverständlich war.
      Was ich sagen wollte, war: Ich bin sicher, dass es uns gelingen kann, unseren Willen mit dem Pulsschlag des Lebens zu synchronisieren und ich bin sicher, der Wille und das Wollen, wie auch die Hingabe und das Anheimgeben an einen größeres Wollen sind beides wichtige - und not-wendige Kräfte seelischer Evolution.
      Herzlich,
      Kirsten
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • @Vetch :top2:

      im Selben ich. Bedeutet mir geht es genauso. Ich liebe die Sprache, Fremdwörter und ihren Klang, machtvolle Wörter. Mein Leben lang habe ich, und ich tat es als Kind bereits, ein seltsames Motto: "Ich bekomme immer alles was ich will."

      Mir klingelt meine Mutter bis heute noch in den Ohren, wenn sie mit einer leichten Abschätzung zu betonen wusste: "Dieses Kind erhält doch immer was es will."

      Heute noch wenn mir etwas gelingt, kommentiert sie es genau so :pardon:
      Die Arbeit mit dem Gesetz der Anziehung beinhaltet, sich stark mit seiner Ausstrahlung auseinander zu setzen. Ich habe kaum etwas kennengelernt, dass mich so gefordert hat bewusst mit mir, meiner inneren Haltung, meinen stillen Gedanken, meinem Wort und meinem Verhalten umzugehen, als dieses "Wunschkonzert". All die Bücher dienen rein dem Konsum dessen und machen jemanden auf dieser Welt sehr reich, aber keines beschreibt die tatsächliche zu leistende Arbeit, damit dieses Gesetzt auch kraftvoll wirken kann.

      Es ist witzig zu erfahren, wenn sich jemand zeitgleich Gedanken über ein und das selbe Thema macht. Man ist eben niemals alleine :knuddeln:

      Ich habe mein "Ich will..." in "Gib mir Kraft für..." ersetzt. Und es funktioniert wunderbar. Macht mich viel weicher und empfänglicher. Alles ist mehr im Fluss und kann kommen und gehen wie es gedacht war. Es hat mich aus einer Art Dogma herausgeholt. Ich formuliere, was ich "will", bin aber raus aus der Zielstrebigkeit, wenn ich stattdessen um die Kraft dafür bitte. Ich hoffe mich kann man nachvollziehen, denn ich bin gerade mitten drin in dieser Arbeit.

      Sehr schön zum lesen war das Buch "Mein Wort ist mächtig" von Nana Nauwald. Eine begnadete Künstlerin, Autorin und kraftvolle Schamanin.

      Es ist gut zu wissen, was man will, denn das setzt Grenzen für all dies, was man nicht will. Aber ich habe auch erfahren, das die Ausstrahlung eine andere ist, wenn ich es in andere Worte verpacke.

      Zum Thema, ich will das die Natur gesund bleibt und die Menschen zu verstehen anfangen würden (mich eingeschlossen). Sage ich gerne : "Ich liebe es in dieser wunderbaren Natur zu sein." Wenn ich täglich meine Runde durch den Wald laufe, liebe ich was ich sehe und rieche. Ich spreche es der Natur gerne laut aus, das ich sie liebe und sehr dankbar bin hier in so einem wunderbaren friedlichen Flecken Erde leben zu können. Seit ich "Ich will..." durch "Gib mir Kraft..." ersetzt habe, sind die zu empfangenden Schwingungen wesentlich intensiver geworden.

      Ist halt so :pardon:

      Danke, danke Vetch und liebe Grüße Sahne :sonne:
    • Danke für dieses Thema und den Dialog :)
      Sehr spannend.Inspirierend. So viele Aspekte...

      Ich dachte erst : jaja, das Wollen... heisses Thema ... wie stehe ich dazu ?
      Da gibt es Ablehnung : Vielleicht , weil ich oft nicht weiss, was ich will ...ach all die Kämpfe ...und weil es sehr leidvoll sein kann, das *Falsche* zu wollen...
      Und es gibt auch eine uneingeschränkte Akzeptanz in mir für das Wollen, denn es ist kraftvoll .

      Und ich kenne sie, diese Kraft . Sehr kraftvoll, wenn diese Kraft aus dem Inneren kommt. Ohne viele Worte. Als Wissen, quasi.
      ...so , hundertmal das Wort KRAFT erwähnt ...egal !

      Wollen ist Entscheidungskraft.

      Dann hatte ich den Impuls nachzuschauen in dem schlauen Buch von Franciscus Adrian über das Rad des I Ging !
      Denn da ist es beschrieben , dieses Wollen.
      Das war dann eine Überraschung !
      WOLLEN entspricht dem Zeichen KUN ! ...Der ERDE
      Es ist eine empfängliche Kraft . Das weiblichste , empfänglichste Trigramm/Zeichen schlechthin , mit 3 empfänglichen Yin- Linien.

      Franciscus beschreibt diese Kraft der Erde ausführlich und wunderbar . Schade, das kann ich gar nicht so leicht mit eigenen Worten widergeben.

      :denk: ...vielleicht ist dieses leidvolle *ich will* oft ein wunschbedingtes , das eben nicht in Einklang steht mit dieser anderen Art des Wollens , welches empfänglich ist und Raum lässt .


      .....

      :winke:
      * remember to walk in beauty *
    • Mir kommt da auch der göttliche Wille, der sich anfangs durch das Wort als schöpferischer Impuls ausdrückt. Wenn sich das Göttliche im Menschlichen spiegelt, dann gehört auch der Wille zum Menschsein untrennbar dazu und darf auch benannt werden. In Übereinstimmung mit diesem göttlichen Willen wird für mich eine wirkliche Kraft spürbar, die alles vermag, was in Einklang mit dem Ganzen ist. Wenn nicht....hmm, dann wird daraus leicht wie leider so oft ein Ego-Trip, der nur die eigenen Interessen sieht, trennt, unterjocht, Kriege führt....jo, halt das ganze zerstörerische Übel, wie man es überall (und gelegentlich bei sich selbst) erkennen kann.

      Liebe Grüße
      Erdherz :winke:
    • Sehr schönes Thema, liebe Vetch.

      Ich liebe das Spiel und die Magie der Worte.

      Und ich liebe das WOLLEN.
      Für mich ist es ein Unterschied etwas zu wollen oder etwas zu mögen.
      Wie schon häufig erwähnt liegt im Wollen mehr Kraft. Nicht umsonst heißt es Willens-kraft.
      Warum sollte ich eine Kraft vermeiden, die in mir steckt? Die mir geschenkt wurde?
      Zugegebener Maßen wurde sie auch versucht mir auszutreiben... ist allerdings nur unvollständig gelungen ;).

      Willenskraft ist für mich ein Teil der Lebenskraft, der Kraft mit der ich inkarniert bin.
      Willensstärke ist die Stärke mit der ich in meinem Leben und zu mir stehe und damit ein Teil meiner Authenzität.
      Willensenergie ist der Teil meiner Lebensenergie, die in die Erfüllung meiner Bedürfnisse fließt.

      Wer Hunger hat, der will essen --- der isst auch das was er nicht mag, um seinen Hunger zu stillen.

      Die Kraft des Wollens ist zielgerichtet und nimmt auch unangenehmes in Kauf um dieses Ziel zu erreichen.
      Es ist die Kraft des Wollens, mit der ich mein Leben aktiv gestalte. Wollen ist ein Aktivum.

      Auch in der Unendlichen Geschichte... will Bastian - zuallererst sich verstecken, dann wichtig sein und Anerkennung finden. Er will es so unbedingt das er auch durch Unangenehmes geht. Mögen tut er das bestimmt nicht.

      Vermeidung führt immer zum Ausschluss von etwas. Hier wird eine Kraft ausgeschlossen, die uns zur aktiven Lebensgestaltung geschenkt wurde.
      Willen ist ein göttliches Geschenk - ihn zu vermeiden hieße das Geschenk abzulehnen.
      "Dein Wille geschehe" ... ist die Demut, das mein Wille nicht alles ist, sondern das es außerhalb meines Willens noch Dinge gibt, die weder meiner Kontrolle, noch meiner Obhut unterliegen.
      Es bedeutet Eigen-willen los zulassen, ihn als wichtigen Aspekt des Dasein anzuerkennen, aber ihn nicht über allen zu stellen.

      Willen ist das, was zum Handeln antreibt, auch dann wenn ich etwas nicht mag.
      Ich erwarte nicht von mir, alles zu mögen, was zu tun ansteht. Auch der Teil der nicht mag, hat die Erlaubnis in mir zu sein.

      Wenn ich etwas "will" steht, für mich, immer die Erfüllung eines tieferliegenden Bedürfnisses dahinter, für das ich bereit bin einen Weg zu gehen und zu dem ich stehe.

      Ich mag mich nicht mehr von dieser Kraft abschneiden, diese Kraft zu meiden. Das habe ich lange genug getan, denn auch ich kenne den Spruch: Kinder die was wollen....

      Ich darf wollen und ich darf mögen, ich darf auch Eigen-Sinn haben :). Denn es ist mein eigener Sinn, der mein Leben sinnvoll macht. :hüpfen:

      Soweit meiner persönlichen Gedanken dazu,

      liebe Grüße

      Arthemesia
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Vetch schrieb:

      Sprache ist ein Zaubermittel

      Vetch schrieb:

      Wenn ich etwas mag, dann kommt das Gefühl aus meiner Mitte

      Erdherz schrieb:

      der Wille zum Menschsein untrennbar dazu

      Arthemesia schrieb:

      Und ich liebe das WOLLEN.
      Ich habe mir die Tage über all das noch mal Gedanken gemacht. Ich denke es geht um Sprache. Den Ausdruck von dem was ich will, das setzt das Gefühl "Ich will" voraus.

      Ich kann sehr wütend werden. Dafür kann ich jemanden richtig anschreien. Ich kann aber auch den Dialog finden, um eine Lösung zu finden. Deswegen bin ich nicht minder wütend, sondern ich bemühe mich um eine ausdrucksvolle Sprache, die dieser Wut durchaus Ausdruck verleihen wird.

      "Ich will" zu ersetzen mit "Ich möchte oder ich mag", versteht sich nicht, das damit ein Austausch der Gefühle einhergeht von ich darf nicht wollen. Nein, ich verstehe Vetch eher so, dass sie sich um ihre Wortwahl Gedanken gemacht hat. Sie hat nicht damit ihr Wollen in Frage gestellt.

      Ich habe mir Gedanken gemacht ob ich dem "Ich will" aus dem Weg gehe, in dem ich bitte "Gib mir Kraft für..."?

      :D

      Ich kommuniziere mit einer meiner sehr großen Kraft. Und um respektvollen Umgang damit zu erweisen, habe ich mir über meine Wortwahl Gedanken gemacht. Und dabei fand ich meinem inneren ich will, einen höflicheren Umgangston zu geben. Aber tief in mir bleibt ein ich will ein ich will.

      Nur nochmal so Gedanken hineingestreut. Gruß Sahne :sonne:

      Aber das ist mitnichten der Fall. Dahinter steckt ein ganz starkes Gefühl von ich will dieses oder jenes erreichen. aber mir gefällt die Aussprache von ich will einfach nicht. Es stört mich irgendwie. ich finde es nicht fein genug, für das was ich will. Gefühlt werde ich dem, was ich will, mehr gerecht, wenn ich auf meine Wort Wahl achte und in meinem Fall sage "Gib mir die Kraft für..."
    • Ich bin nach längerer Zeit offline zurück (Sterbefall in der Familie) und habe hier erst nal nur den letzten Beitrag gelesen.

      Sahne schrieb:

      Nein, ich verstehe Vetch eher so, dass sie sich um ihre Wortwahl Gedanken gemacht hat. Sie hat nicht damit ihr Wollen in Frage gestellt.
      Auf den Punkt. Das Gefühl, dass ich mit "ich mag" und "ich möchte" ausdrücke, hat die selbe Quelle, wie das, was ich will. Und es hat (für mich) über Mögen und Möchten eine ganz andere, (für mich) machtvollere und heilsamere Wirkung.


      :)
    • Ihr Lieben :zwinker:

      ich recherchiere gerade in eigener Sache recht viel und natürlich guck ich mir die Videos von Franz Ruppert dazu an, der das Familienstellen niedergelegt hat und sich ganz der Identitätsstörung bzw. -findung widmet. So sagt er das diese bereits im Mutterleib geschehen kann, wenn eine Traumatisierung statt gefunden hat.

      Jedenfalls bemerkt er dass, wenn die Mutter eine abgespaltene Persönlichkeit besitzt und Du und Ich nicht voneinander trennen kann, so wird auch das Neugeborene später Schwierigkeiten haben sich zu identifizieren.

      Er sagt dazu ganz nebenbei ein "Ich will" ist immer die Mutter, nicht man selber.

      Das ist bemerkenswert, wenn ich das mit meinen alten "ich will" Vorstellungen zu meiner Mutter vergleiche gibt es eine eins zu eins Deckung.

      Wollte ich nur noch ergänzen.
      Gruß Sahne
    • Hallo Sahne,

      Ich habe jetzt nicht den ganzen Faden hier gelesen. Aber ein Teil deiner "Thematik" mitbekommen und möchte hier etwas nicht ganz unkommentiert lassen.

      Das Stichwort Traumatisierung hat mich aufhören lassen.

      Ich finde man spricht in dem Bezug (Geburt und Mutterleid) zu schnell heutzutage von Trauma.

      Ich hatte keine einfache Geburt.
      In sehr Kurzfassung (Einleitung, keine Betreuung während den Wehen, Kind reagierte mit Herztönen, musste in kinderklinik weil zu klein.. etc)...
      Krankenhaus war der Horror.

      Aber zuhause war alles chillig..alles super..
      Kind sehr pflegeleicht (keine blähungen wenig geschriehen keine Sorgen und Ängste)
      Allerdings wollte er häufig an die Brust d.h hab teilweise stündlich gestillt.
      Irgendwann hab ich mir Hilfe geholt und da hieß es gleich Trauma.
      Und man findet da ja genügend Gründe bei der Geburt ein Trauma zu finden..
      Helfen konnte sie mir nicht, allerdings hab ich den Begriff Trauma sehr lange rumgetragen

      Ich konnte ihn erst ablegen als ich bei einer anderen Stelle war und mir begründet hat warum mein Kind kein Trauma hat .
      Ein Kind mit einem Trauma würde sich so und so verhalten und die Stelle Ärztin könnte mir auch helfen
      Mittlerweile kenn ich viele Kinder die schlecht schlafen und da beschreibt die Mutter die Geburt als traumhaft oder andersrum die Geburt war Horror aber trotzdem ein problemloses Kind.

      Ich glaube zu einem Trauma gehört anschließend mehr.
      Also Sprich wenn eine Mutter persönlichkeitsstörungen hat, läuft auch nach der Geburt einiges nicht rund.

      Auch bei dem zwillingsthema glaube ich persönlich dass da nach auch einiges nicht glatt gelaufen ist.
      Bzw. Das zwillingsthema keine Rolle spielt wenn man anschließend behütet aufwächst...

      Aber das ganze ist geprägt durch meine Meinung und Erfahrung.

      LG mona
      1. dann kann mans auch wieder löschen wenn's störend ist...
      Für mich ging's in deinem letzten Post nicht um die Sprache oder Magie

      Und auch beim mehrmaligen lesen tut's immer noch nicht. .

      Wenn's denn falsch war, müssten m.e beide letzte Post verschoben werden ..
      Denn bei dir gings wie bei mir tatsächlich nicht um Magie...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Mondin ()

    • Vetch schrieb:

      Ich übe, Wörter der Sorte "Wille" und "wollen" zu vermeiden
      Liebe Mondin,

      in diesem Faden geht es um die Ausdrucksform des eigenen Willen in das Wort. Zu sagen "Ich will" hat bei den Forumsmitgliedern zu unterschiedlichen Auffassungen geführt und alle haben sie ihre Ansicht hier niedergeschrieben. Der Ausdruck "ich will" ist kontrovers.

      In meinen eigenen Recherchen zu meiner Sache, fiel mir nun auf (sagen wir als Nebenprodukt) als Ruppert sagte, das "ich will" immer die Mutter ist. Und meine Gedanken fielen sofort auf diesen Faden hier.

      Da ich weiter oben beschrieb

      Sahne schrieb:

      Ich habe mein "Ich will..." in "Gib mir Kraft für..." ersetzt.
      habe ich die Ausführung von Ruppert als meine Bestätigung gefühlt, dass das "ich will", sich für mich nicht gut angefühlt hatte. Ich haderte zunehmend damit. Warum konnte ich mir aber nicht erklären. Aber als ich Rupperts Erklärung dafür hörte, war es stimmig. Mein "ich will" ist der Wille oder der Wunsch meiner Mutter, nicht mein eigener. Das kann ich tatsächlich bei mir so nachvollziehen. Es war mir bis zu Rupperts Auslage aber nicht bewusst.

      Ein "gib mir Kraft für...." ist für mich die bessere Wahl als ein "ich will".

      Das ist sehr Wohl eine Magie des Ausdrucks von Wörtern, Sprache bewusst zu benutzen und sie nicht einfach vor sich her zu plappern. Hier geht es um einen bewusste Wahl von Wörtern und wie sie schwingen können. Und Schwingung erzeugt Resonanz und die wiederum sollte möglichst wohlwollend für uns ausfallen.

      Für mich ist es eine sehr starke Bestätigung, dass ich mich unbewusst bereits für mich und meine Wünsche entschieden hatte in dem ich "ich will" nicht mehr zum Ausdruck bringen wollte und mir lange Gedanken gemacht hatte wie ich das ersetzen könnte. Das hat mich so gefreut dass ich es hier in diesem Faden ergänzen wollte. Ich hätte dies vielleicht ausführlicher tun sollen?

      Lieber Gruß Sahne :sonne:

      (Liebe Mondin,
      es scheint mir als würde etwas, was ich im Faden -Der verlorenen Zwilling- geschrieben habe auf Wunden bei dir stoßen? Bitte du kannst gerne in dem Faden deinen Gedanken dazu freien lauf lassen. Ich habe das bereits dort erwähnt das jede Frau und jeder Mann dazu beitragen kann wenn er denn möchte. Oder du machst deinen Eigenen auf? Wie du möchtest. Für mich wäre es wirklich ok, wenn du dich an meinem Faden beteiligst.
      Ich wünsche dir viel Kraft für das was dich beschäftigt.)
    • Liebe Sahne,

      Sahne schrieb:

      Ich hätte dies vielleicht ausführlicher tun sollen?
      Nein, du hast alles gesagt, was wichtig war, und wenn man den Thread insgesamt liest, ist dein Post folgerichtig. Es darf nicht zu viel verlangt sein, dass der andere den Thread zuerst liest, bevor er ein Post dazu verfasst bzw. mit entsprechenden Hinweisen diesbezüglich umgehen kann. Du hast dich jetzt auf alle erdenkliche Weise verständlich ausgedrückt, und das, ohne dabei jemanden auf die Füße zu treten. Das ist ja auch ein Teil der Magie der Sprache...

      :winke: Birkenfrau
    • sorry,

      aber wenn jemand von Sprache spricht und seine Erfahrung und Meinung mitteilt und dann schreibt

      Sahne schrieb:

      Jedenfalls bemerkt er dass, wenn die Mutter eine abgespaltene Persönlichkeit besitzt und Du und Ich nicht voneinander trennen kann, so wird auch das Neugeborene später Schwierigkeiten haben sich zu identifizieren.
      und ich dann darauf schreibe , dass für mich nicht alles auf eine Erfahrung im Mutterleib und/oder Geburt zurück zuführen ist, dann bin ich ehrlich gesagt nicht soweit vom Faden weg gewesen.
      Ich hab dann "nur" auf ein Aussage reagiert... und die Aussage stammt von diesem Faden und hab dies nicht von irgendwoe herbei gezogen

      Für mich hängen beiden Faden bzw. Post miteinander zusammen. Es ist irgendwas im Mutterleib passiert ,womit man später probleme hat hier jetzt konkret die Sprache "Ich will"...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mondin ()

    • Liebe Mondin... Ich bin hier ja nur Moderatorin am Rande, doch auch als Boardmitglied und Initiatorin dieses Diskussionsfadens möchte ich dich bitten, entweder etwas zum Thema beizutragen oder den Faden einfach zu ingnorieren. Es geht hier nicht um Sahne (sie hat ihre eigenen Fäden), es geht nicht um pränatale Erfahrungen (mach gerne einen Faden dazu auf), es geht um die Wirkung von Worten.
      Das ist mit "Die Magie der Sprache" gemeint. Du hättest wirklich den Faden lesen sollen, bevor du reinplatzt. Wenn du zu gründlichem Lesen keine Geduld aufbringst (ein Gefühl, das mir selbst sehr vertraut ist...) und doch dringend das Bedürfnis hast, dich zu äußern, dann kannst du, wie erwähnt, einen neuen Faden eröffnen und darin auf einzelne Beiträge hier Bezug nehmen.
      Das ist ein Gebot der Höflichkeit, es hilft außerdem, die Diskussionen hier einigermaßen übersichtlich zu halten und es ist vor allem auch eine Boardregel.

      Danke.



      Und noch was zum Thema. :)
      Ich finde das mit dem "Willen meiner Mutter" spannend. Ich glaub allerdings, es ist eine individuelle Bedeutung des Wortes, was Sahnes persönliche Wahrheit und die Wirkung ihrer Erkenntnis nicht schmälert. Ich werd auch mal drauf achten, wann ich (immer noch :) ) das Wort "Wille" verwende.

      Und noch was...

      Als ich den Faden gestartet habe, gings mir um die Wirkung von Sprache
      und Wörtern allgemein, nicht nur um den Begriff "Wille". Ich hätte
      besser mit einem andern Wort angefangen - "Wille" ist wirklich ein sehr
      mächtiger Begriff...Ich hatte kurz überlegt, den Faden zu teilen, und inzwischen bedaure ich, dass ich es nicht getan habe. Eine Diskussion zum Thema WILLE und eine zur Magie der Sprache. Es gibt so viele schöne, magische Wörter...
      WIRKLICHKEIT vs. REALITÄT. WÜRDE. EHRE (hat das was mit "Ehrlichkeit" zu tun? Ich finde ja!), FINDEN. und & und

      :)
    • Nein liebe Vetch, das musst du gar nicht.

      Ich meine diesen Faden hier zerreißen, denn wir füllen ihn einfach noch ein wenig aus mit der wunderbaren Magie der Sprache. Da werde ich z.B. gerne hoch genommen hier im christlichen Bayern, wo man ja so stolz ist auf die Mundart. Und ich möchte nicht falsch verstanden werde, ich liebe Bayern, seine sturköpfigen Leut und vorallem die Aussprache.

      Aber!

      Das gepflegte Hochdeutsch, liebe ich ganz genauso und mache mich hier vor Ort damit gerne mal lächerlich, denn ich liebe es ebenso auf Wörter wie "ad hoc" und "gänzlich" zurückzugreifen. "Gänzlich" versteht hier keiner. Überhaupt der Ausdruck der alten Zeiten finde ich ganz faszinierend.

      Es wird mir auch immer wichtiger dieses Denglisch zu vermeiden und mit schönen deutschen Wörtern zu ersetzen. Es hat ewig gedauert ein "Schöne Weihnachten" Schild zu finden, als dass ich tonnenweise Merry Chrismas hätt kaufen können. Für die Küche Mehl, Zucker oder Salz habe ich immer noch nicht und nun beim Töpfer in Auftrag gegeben.

      Mein Lieblingswort ist, seit dem ich in der Klinik arbeite, Demut und Dankbarkeit. Damit verbinde ich ganz viel Herz in meiner Aussprache.

      Allein schon die Magie aller Verse, welche wir hier ständig Preis geben ist so verzaubernd. Es ist unglaublich wie viele Menschen fähig sind sich hier mit ihren eigenen wunderbar klingenden Worten frei zu sprechen, etwas von der Leber zu reden oder danke zu sagen, sich zu freuen und Trauer kund zu tun. Ich liebe es sehr die Worte anderer zu lesen und nachfühlen zu können oder es zu versuchen, was der oder diejenige denn zum Ausdruck bringen möchte.

      Nein teilen solltest du das hier bitte nicht. Wir nehmen einfach deinen Kurs auf. Den "ich will" ist wahrlich eine kleine Auswahl dera Möglichkeiten, die unsere Sprache beinhaltet.

      Ganz lieben Gruß Sahne :zwinker:
    • Die Magie der Sprache beginnt mit der emphatischen Kommunikation.

      Dazu gehört das Zuhören, stelle ich zur Zeit immer mehr fest.
      ... dass das Rastlose die Menschen erfasst und "mal schnell, schnell"
      in der Unterhaltung auf das Handy geschaut wird. ... ... ...

      oder ein Schreiben beantwortet wird, das einen ganz anderen Inhalt hat,
      da denke ich nun nicht an den Faden hier,
      sondern die WhatsApp - Gruppe des Hühnervereins oder den Chat anderswo :D

      Gespräche haben meiner Ansicht verschiedene Ebenen.

      Die Geschäftliche Ebene ist distanziert und konkret.
      Die Familiäre Ebene kann alles sein über distanziert bis zur übergriffigen Penetranz.
      Die Ebene der Liebenden ist die, die Herzen höher schlagen läßt.

      Nun könnten wir hier für bestimmte Worte oder Sätze wohl temperierte Formulierungen finden.

      Vetch schrieb:

      ... ich mag das Wort "Arbeit" nicht, es bedeutet ursprünglich "Plage, Mühe" ...
      Im normalen Sprachgebrauch nutze ich gern von "meinen Aufgaben" zu sprechen.
      Doch wenn mir die Menschen erzählen, dass so ein Hühnergarten oder
      auch die Betreuung eines veränderten Menschen "Arbeit" bedeutet,
      kann ich beim Ersten nur sagen "Das ist mein Sport!" und beim Zweiten "Tja, wenn's keine andere macht?"

      Auch könnte ich von "Terminen" sprechen was, das Geschehen eher geschäftlich anmuten ließe.
      Das "Tun in Freude" heißt bei uns nur "spielen" und das hört sich sehr leicht ... ja zu leicht an. :herbst:

      So ist es eine Gratwanderung immer in der Kommunikation die richtigen Worte zu wählen.
      Oder in einem Faden bei Thema zu bleiben, aber auch das gehört zur respektvollen Kommunikation, auch den Irrtum stehen zu lassen.

      Nun werfe ich mich in meine heutigen Aufgaben und
      wünsche Euch allen ruhige, beschauliche Zeit-Inseln
      im für Viele hektischen Vorweihnachtsstress :heart:
      :glocken:
      ... alles hat seine Zeit ...