Die Magie der Sprache

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    • Die Magie der Sprache

      Ich habs ja mit Wörtern. Ich liebe Sprache. Sie ist ein wunderbares, mächtiges Werkzeug.
      Im Tarot (so wie ich es verwende) symbolisiert durch die Schwerter.

      Sprache ist ein Zaubermittel, das uns ermöglicht, dass wir über Jahrhunderte und Jahrtausende noch erreicht werden von Wahrheit und Poesie, die lange vor uns inkarnierte Seelen formuliert haben.
      Sprache lässt uns hier am Board miteinander in Verbindung gehen. Sprache kann uns Inspirationen vermitteln, Impulse geben, erfreuen, begeistern, in Gang bringen. Sie kann verletzen und sie kann Grenzen ziehen und verteidigen.

      Sie kann auch verschleiern, lügen, etwas behaupten und unsere unmittelbare, wortlose Wahrnehmung völlig überdecken, so dass wir abgeschnitten sind von der Wirklichkeit und nur noch für wahr halten, was in unseren Verstand einprogrammiert und in Worte gefasst werden kann.

      Sprache kann eine Landkarte der Wirklichkeit sein, eine Abbldung; sie kann wie ein Wegweiser sein, Hinweise geben.
      Sie ist nicht die Wirklichkeit selbst. Es ist gefährlich und ungesund, Sprachliches mit der Wirklichkeit zu verwechseln.

      Sie ist ein Werkzeug, und das Schwert (bzw. Messer) ist ein gutes Symbol dafür, finde ich. Etwas Menschengemachtes, das mit Sorgfalt, Rück Sicht und Vor Sicht verwendet werden sollte. Es kann überlebenswertvoll sein, und es kann grausame Wunden schlagen und töten.


      Jo, das zur Einführung. :)


      Anlass für diesen Faden ist etwas, das ich seit einigen Monaten übe. Ich übe, Wörter der Sorte "Wille" und "wollen" zu vermeiden. Denn ich bin davon überzeugt, das Wörter aufgeladen sind und eine starke energetische Wirkung haben.
      "Wille" ist ein sehr großes Wort, und ich habe festgestellt, dass es für mich--

      Das alles gilt überhaupt nur für mich, ich erzähle hier was, ohne die Absicht, Wahrheit zu verkünden oder überzeugen zu wollen. Ich möchte nur (mit)teilen und anregen. :)

      Also, ich empfinde "Wille" und "wollen" als sehr große, göttliche Kräfte. Der Wille Gottes, der Wille des Magiers, do what thou wilt, etc. pp.
      Ich bin sicher, dass eine Seele ihren Willen hat, ihren Wahren Willen.
      In der Unendlichen Geschichte von Michael Ende ist das z.B. Thema. Sie erzählt u.A. vom Amulett mit der Aufschrift "Tu was du willst" und von Bastians langer Queste, in deren Verlauf er schließlich begreift, dass das nicht bedeutet "Tu, wonach dir grad der Sinn steht und erfülle dir jeden impulsiven Wunsch" sondern "Finde heraus, was dich im tiefsten Innern antreibt, finde deinen Weg".

      Und da finde ich halt so Sätze wie "Was willst du essen?" irnzwie... unangemessen. :irre:

      Ich hab dann ausprobiert "ich will" nur im Zusammenhang mit... naja, tieferen, wichtigeren Anliegen zu verwenden. "Ich will gesund sein" z.B. "Ich will, dass die Natur in Ruhe gelassen wird." "Ich will mich durch kreatives Schaffen verwirklichen."
      Und auch das erschien mir irnzwie anmaßend. Außerdem bringen Begriffen wie "wollen" und "Wille" für mich auch eine Schwere mit, so eine gravitätische Bedeutsamkeit -
      Also, ich bin dann umgestiegen auf das schlichte, fröhliche, einfache "ich mag". Das praktiziere ich seit einiger Zeit. Nur noch "ich mag" und Mögen", kein Wollen mehr.
      Erst erschien mir das... harmlos und bisschen kindlich.
      Inwzischen spüre ich da eine ganz eigene, sehr heilsam wirkende Sprachmagie. Wenn ich etwas mag, dann kommt das Gefühl aus meiner Mitte. Ich spüre Liebe, Freundlichkeit, meine Motivation ist ganz intrinsisch. "Ich will unberührte Natur" das wirkt herrisch und es fehlt noch der Grund, z.B. "weil das nun mal gut ist für den Planeten."
      "Ich mag unberührte Natur" ist freundlich, liebevoll und komplett. Wenn ich was mag (gerne hab), dann mag ich es (haben/erreichen). Alles gesagt.
      Und was wir mögen, was wir gerne haben und gerne tun, dafür haben wir auch Energie, und es wirkt heilsam für uns und andere.

      Gestern ist mir dann noch was ganz Schlichtes aufgefallen, ganz naheliegend, und doch hats mir gestern ein großes WOW :heart: beschert:

      MÖGEN und VERMÖGEN sind in jeder Wortebedeutung verknüpft. Ich vermag was ich mag und mein Mögen ist mein Vermögen. Auch im materiellen Sinne. Was ich gern hab, das kann ich und das habe ich.

      Klar, es gibt bestimmt bei uns allen Dinge, die wir uns einbilden haben zu wollen. Unser wirkliches Ver-mögen, das ist oft was ganz anderes.



      Eya. Da hab ich wieder mal viele Worte gemacht. Wer mag :) möge hier weiterspinnen (auch ein so schönes Wort), zu Wollen und Mögen, oder zu anderen Wörtern und Worten, die euch ~ etwas sagen und Magie entfalten.

      :)
    • Liebe @Vetch,
      liebe Lesende hier,

      zwei Formulierungen zeigten sich mir beim Lesen deines Beitrags in meinem Kopf:

      1. "Kinder, die was wollen, kriegen eins auf die Bollen!" (=den Po versohlt)
      sollte vor vielen Jahren Kinder dazu erziehen, das "weichere" [hier schon devote] "ich möchte ein Eis" zu sagen, anstelle von "ich will ein Eis!"
      {ist ein Beispiel, :crazy: }
      2. der Unterschied zwischen: "ich mag dich!" und "ich will dich!"
      [da empfinde ich das "mag dich" deutlich weniger aggressiv-besitzergreifend]

      **************
      und: ja! Sprache ist eine Form der Magie!

      Dank für den Faden!
      :winke:
      LG
      AlteEule (°V°)
      Ich habe von tausend neuen Wegen geträumt. Ich bin aufgewacht und meinen weitergegangen.
      (Chinesisches Sprichwort)

      Ich bin der wichtigste Mensch für mich, denn: Ohne mich kann ich nicht leben!
    • Hallo Vetch,

      Vetch schrieb:

      Ich übe, Wörter der Sorte "Wille" und "wollen" zu vermeiden
      Weshalb und wozu willst ;) Du die vermeiden?

      Vetch schrieb:

      In der Unendlichen Geschichte von Michael Ende ist das z.B. Thema
      Die unendliche Geschichte von Michael Ende ist nach dem Tarot aufgebaut. Sowohl die Kapitelnummerierungen, als auch die Benennungen beziehen sich darauf,zum Teil direkt, zum Teil als Anspielung.

      Vetch schrieb:

      Ich bin sicher, dass eine Seele ihren Willen hat, ihren Wahren Willen
      Der wird ja auch in der unendlichen Geschichte benannt: "Dein wahrer Wille ist es, zu lieben."

      Vetch schrieb:

      sondern "Finde heraus, was dich im tiefsten Innern antreibt, finde deinen Weg".
      ... sondern: Tu, was Dich liebend antreibt. Aus Deinem wahren Willen, Deinem innersten So-Sein heraus.

      Vetch schrieb:

      "Was willst du essen?" irnzwie... unangemessen.
      Warum? Wenn ich etwas essen will, verbinde ich mich mit einem Wunsch. Zum Beispiel mit einem Wunsch nach Genuß. Wünsche (auch Bastian geht den Weg der Wünsche) sind uns auch gegeben. Auch die Wunschnatur ist Natur. Teil unserer menschlichen Natur, unseres So-Seins.
      Ich will nicht ;) gegen Teile meiner Natur sein. Dann verwerfe ich mich ja.
      Dann sage ich ja den Kräften, denen ich entstamme: "Liebes Leben, Du bist wunderbar, aber bei mir haste "Pfusch am Bau" bettrieben. Mich haste nicht gut gemacht."
      Wie willst Du lieben (=wahrer Wille), ohne zu wünschen? Geht das überhaupt?

      Zum "gereinigten" Willen, also zum Weg, wie man den Willen und die Wunschnatur dem wahren Willen annähern kann, fällt mir Hesses "Glasperlenspiel" ein. Grandioses Buch - und für mein Empfinden geht Josef Knecht diesen Weg ganz zu Ende.
      Er spielt das Glasperlenspiel, ist Glasperle, Brett und Spieler zugleich. Zu Beginn seines Lebens ein Wollender, zum Ende einer, der sein Wollen ganz dem Pulsschlag des Lebens anzupassen weiß, selbst wenn das - liebend- die Hingabe des eigenen Lebens bedeutet.
      Egal... vermutlich muss man die Bücher kennen, um nachzuvollziehen, was ich hier geschrieben habe. Sorry, wenn ich unverständlich war.
      Was ich sagen wollte, war: Ich bin sicher, dass es uns gelingen kann, unseren Willen mit dem Pulsschlag des Lebens zu synchronisieren und ich bin sicher, der Wille und das Wollen, wie auch die Hingabe und das Anheimgeben an einen größeres Wollen sind beides wichtige - und not-wendige Kräfte seelischer Evolution.
      Herzlich,
      Kirsten
      Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)
    • @Vetch :top2:

      im Selben ich. Bedeutet mir geht es genauso. Ich liebe die Sprache, Fremdwörter und ihren Klang, machtvolle Wörter. Mein Leben lang habe ich, und ich tat es als Kind bereits, ein seltsames Motto: "Ich bekomme immer alles was ich will."

      Mir klingelt meine Mutter bis heute noch in den Ohren, wenn sie mit einer leichten Abschätzung zu betonen wusste: "Dieses Kind erhält doch immer was es will."

      Heute noch wenn mir etwas gelingt, kommentiert sie es genau so :pardon:
      Die Arbeit mit dem Gesetz der Anziehung beinhaltet, sich stark mit seiner Ausstrahlung auseinander zu setzen. Ich habe kaum etwas kennengelernt, dass mich so gefordert hat bewusst mit mir, meiner inneren Haltung, meinen stillen Gedanken, meinem Wort und meinem Verhalten umzugehen, als dieses "Wunschkonzert". All die Bücher dienen rein dem Konsum dessen und machen jemanden auf dieser Welt sehr reich, aber keines beschreibt die tatsächliche zu leistende Arbeit, damit dieses Gesetzt auch kraftvoll wirken kann.

      Es ist witzig zu erfahren, wenn sich jemand zeitgleich Gedanken über ein und das selbe Thema macht. Man ist eben niemals alleine :knuddeln:

      Ich habe mein "Ich will..." in "Gib mir Kraft für..." ersetzt. Und es funktioniert wunderbar. Macht mich viel weicher und empfänglicher. Alles ist mehr im Fluss und kann kommen und gehen wie es gedacht war. Es hat mich aus einer Art Dogma herausgeholt. Ich formuliere, was ich "will", bin aber raus aus der Zielstrebigkeit, wenn ich stattdessen um die Kraft dafür bitte. Ich hoffe mich kann man nachvollziehen, denn ich bin gerade mitten drin in dieser Arbeit.

      Sehr schön zum lesen war das Buch "Mein Wort ist mächtig" von Nana Nauwald. Eine begnadete Künstlerin, Autorin und kraftvolle Schamanin.

      Es ist gut zu wissen, was man will, denn das setzt Grenzen für all dies, was man nicht will. Aber ich habe auch erfahren, das die Ausstrahlung eine andere ist, wenn ich es in andere Worte verpacke.

      Zum Thema, ich will das die Natur gesund bleibt und die Menschen zu verstehen anfangen würden (mich eingeschlossen). Sage ich gerne : "Ich liebe es in dieser wunderbaren Natur zu sein." Wenn ich täglich meine Runde durch den Wald laufe, liebe ich was ich sehe und rieche. Ich spreche es der Natur gerne laut aus, das ich sie liebe und sehr dankbar bin hier in so einem wunderbaren friedlichen Flecken Erde leben zu können. Seit ich "Ich will..." durch "Gib mir Kraft..." ersetzt habe, sind die zu empfangenden Schwingungen wesentlich intensiver geworden.

      Ist halt so :pardon:

      Danke, danke Vetch und liebe Grüße Sahne :sonne:
    • Danke für dieses Thema und den Dialog :)
      Sehr spannend.Inspirierend. So viele Aspekte...

      Ich dachte erst : jaja, das Wollen... heisses Thema ... wie stehe ich dazu ?
      Da gibt es Ablehnung : Vielleicht , weil ich oft nicht weiss, was ich will ...ach all die Kämpfe ...und weil es sehr leidvoll sein kann, das *Falsche* zu wollen...
      Und es gibt auch eine uneingeschränkte Akzeptanz in mir für das Wollen, denn es ist kraftvoll .

      Und ich kenne sie, diese Kraft . Sehr kraftvoll, wenn diese Kraft aus dem Inneren kommt. Ohne viele Worte. Als Wissen, quasi.
      ...so , hundertmal das Wort KRAFT erwähnt ...egal !

      Wollen ist Entscheidungskraft.

      Dann hatte ich den Impuls nachzuschauen in dem schlauen Buch von Franciscus Adrian über das Rad des I Ging !
      Denn da ist es beschrieben , dieses Wollen.
      Das war dann eine Überraschung !
      WOLLEN entspricht dem Zeichen KUN ! ...Der ERDE
      Es ist eine empfängliche Kraft . Das weiblichste , empfänglichste Trigramm/Zeichen schlechthin , mit 3 empfänglichen Yin- Linien.

      Franciscus beschreibt diese Kraft der Erde ausführlich und wunderbar . Schade, das kann ich gar nicht so leicht mit eigenen Worten widergeben.

      :denk: ...vielleicht ist dieses leidvolle *ich will* oft ein wunschbedingtes , das eben nicht in Einklang steht mit dieser anderen Art des Wollens , welches empfänglich ist und Raum lässt .


      .....

      :winke:
      * remember to walk in beauty *
    • Mir kommt da auch der göttliche Wille, der sich anfangs durch das Wort als schöpferischer Impuls ausdrückt. Wenn sich das Göttliche im Menschlichen spiegelt, dann gehört auch der Wille zum Menschsein untrennbar dazu und darf auch benannt werden. In Übereinstimmung mit diesem göttlichen Willen wird für mich eine wirkliche Kraft spürbar, die alles vermag, was in Einklang mit dem Ganzen ist. Wenn nicht....hmm, dann wird daraus leicht wie leider so oft ein Ego-Trip, der nur die eigenen Interessen sieht, trennt, unterjocht, Kriege führt....jo, halt das ganze zerstörerische Übel, wie man es überall (und gelegentlich bei sich selbst) erkennen kann.

      Liebe Grüße
      Erdherz :winke:
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Sehr schönes Thema, liebe Vetch.

      Ich liebe das Spiel und die Magie der Worte.

      Und ich liebe das WOLLEN.
      Für mich ist es ein Unterschied etwas zu wollen oder etwas zu mögen.
      Wie schon häufig erwähnt liegt im Wollen mehr Kraft. Nicht umsonst heißt es Willens-kraft.
      Warum sollte ich eine Kraft vermeiden, die in mir steckt? Die mir geschenkt wurde?
      Zugegebener Maßen wurde sie auch versucht mir auszutreiben... ist allerdings nur unvollständig gelungen ;).

      Willenskraft ist für mich ein Teil der Lebenskraft, der Kraft mit der ich inkarniert bin.
      Willensstärke ist die Stärke mit der ich in meinem Leben und zu mir stehe und damit ein Teil meiner Authenzität.
      Willensenergie ist der Teil meiner Lebensenergie, die in die Erfüllung meiner Bedürfnisse fließt.

      Wer Hunger hat, der will essen --- der isst auch das was er nicht mag, um seinen Hunger zu stillen.

      Die Kraft des Wollens ist zielgerichtet und nimmt auch unangenehmes in Kauf um dieses Ziel zu erreichen.
      Es ist die Kraft des Wollens, mit der ich mein Leben aktiv gestalte. Wollen ist ein Aktivum.

      Auch in der Unendlichen Geschichte... will Bastian - zuallererst sich verstecken, dann wichtig sein und Anerkennung finden. Er will es so unbedingt das er auch durch Unangenehmes geht. Mögen tut er das bestimmt nicht.

      Vermeidung führt immer zum Ausschluss von etwas. Hier wird eine Kraft ausgeschlossen, die uns zur aktiven Lebensgestaltung geschenkt wurde.
      Willen ist ein göttliches Geschenk - ihn zu vermeiden hieße das Geschenk abzulehnen.
      "Dein Wille geschehe" ... ist die Demut, das mein Wille nicht alles ist, sondern das es außerhalb meines Willens noch Dinge gibt, die weder meiner Kontrolle, noch meiner Obhut unterliegen.
      Es bedeutet Eigen-willen los zulassen, ihn als wichtigen Aspekt des Dasein anzuerkennen, aber ihn nicht über allen zu stellen.

      Willen ist das, was zum Handeln antreibt, auch dann wenn ich etwas nicht mag.
      Ich erwarte nicht von mir, alles zu mögen, was zu tun ansteht. Auch der Teil der nicht mag, hat die Erlaubnis in mir zu sein.

      Wenn ich etwas "will" steht, für mich, immer die Erfüllung eines tieferliegenden Bedürfnisses dahinter, für das ich bereit bin einen Weg zu gehen und zu dem ich stehe.

      Ich mag mich nicht mehr von dieser Kraft abschneiden, diese Kraft zu meiden. Das habe ich lange genug getan, denn auch ich kenne den Spruch: Kinder die was wollen....

      Ich darf wollen und ich darf mögen, ich darf auch Eigen-Sinn haben :). Denn es ist mein eigener Sinn, der mein Leben sinnvoll macht. :hüpfen:

      Soweit meiner persönlichen Gedanken dazu,

      liebe Grüße

      Arthemesia
      Es ist nicht die Aufgabe eines anderen Menschen mich zu lieben wie ich bin... es ist meine.
    • Vetch schrieb:

      Sprache ist ein Zaubermittel

      Vetch schrieb:

      Wenn ich etwas mag, dann kommt das Gefühl aus meiner Mitte

      Erdherz schrieb:

      der Wille zum Menschsein untrennbar dazu

      Arthemesia schrieb:

      Und ich liebe das WOLLEN.
      Ich habe mir die Tage über all das noch mal Gedanken gemacht. Ich denke es geht um Sprache. Den Ausdruck von dem was ich will, das setzt das Gefühl "Ich will" voraus.

      Ich kann sehr wütend werden. Dafür kann ich jemanden richtig anschreien. Ich kann aber auch den Dialog finden, um eine Lösung zu finden. Deswegen bin ich nicht minder wütend, sondern ich bemühe mich um eine ausdrucksvolle Sprache, die dieser Wut durchaus Ausdruck verleihen wird.

      "Ich will" zu ersetzen mit "Ich möchte oder ich mag", versteht sich nicht, das damit ein Austausch der Gefühle einhergeht von ich darf nicht wollen. Nein, ich verstehe Vetch eher so, dass sie sich um ihre Wortwahl Gedanken gemacht hat. Sie hat nicht damit ihr Wollen in Frage gestellt.

      Ich habe mir Gedanken gemacht ob ich dem "Ich will" aus dem Weg gehe, in dem ich bitte "Gib mir Kraft für..."?

      :D

      Ich kommuniziere mit einer meiner sehr großen Kraft. Und um respektvollen Umgang damit zu erweisen, habe ich mir über meine Wortwahl Gedanken gemacht. Und dabei fand ich meinem inneren ich will, einen höflicheren Umgangston zu geben. Aber tief in mir bleibt ein ich will ein ich will.

      Nur nochmal so Gedanken hineingestreut. Gruß Sahne :sonne:

      Aber das ist mitnichten der Fall. Dahinter steckt ein ganz starkes Gefühl von ich will dieses oder jenes erreichen. aber mir gefällt die Aussprache von ich will einfach nicht. Es stört mich irgendwie. ich finde es nicht fein genug, für das was ich will. Gefühlt werde ich dem, was ich will, mehr gerecht, wenn ich auf meine Wort Wahl achte und in meinem Fall sage "Gib mir die Kraft für..."
    • Ich bin nach längerer Zeit offline zurück (Sterbefall in der Familie) und habe hier erst nal nur den letzten Beitrag gelesen.

      Sahne schrieb:

      Nein, ich verstehe Vetch eher so, dass sie sich um ihre Wortwahl Gedanken gemacht hat. Sie hat nicht damit ihr Wollen in Frage gestellt.
      Auf den Punkt. Das Gefühl, dass ich mit "ich mag" und "ich möchte" ausdrücke, hat die selbe Quelle, wie das, was ich will. Und es hat (für mich) über Mögen und Möchten eine ganz andere, (für mich) machtvollere und heilsamere Wirkung.


      :)