Irgendwie ist es schon wie Licht und Schatten ...

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    • Irgendwie ist es schon wie Licht und Schatten ...

      (Ich bin mir nicht sicher, ob das hier der richtige Ort für den Beitrag ist. Sonst bitte verschieben.)

      Irgendwie ist es schon wie Licht und Schatten in mir.
      Ich habe das Gefühl (mal wieder etwas mehr), dass mich jemand oder etwas in dazu bringen möchte, in die Knie zu gehen/aufs Knie zu sinken.

      Ihr habt das hier ja schon oft zwischen den Zeilen lesen können.- Ich brauche manchmal einen Tritt vom Leben, um wieder mit mir zu leben.

      In den letzten Monaten habe ich neben mir her gelebt - war nicht "Ich" - war oft nicht für mich da.
      Ich lebe gerade neben mir, statt in mir und mit mir.
      Inzwischen habe ich lernen müssen, dass ich dann immer mit Krankheiten und/oder Unfällen ... ("gestraft" ist ein zu hartes Wort) ... sagen wir zurückgestupst werde.
      Mir fehlt es auch oft an Demut, denke ich.
      Gerade in den Zeiten, in denen ich neben mir her lebe und mich mit TV, PC und ähnlichem ablenke und die meisten Menschen um mich herum denken, alles läuft normal, fühle ich mich halb oder sehe mich nur von der Seite an.

      Ich denke, dass es normal ist, mal an sich zu zweifeln, unzufrieden zu sein oder sich auch mal etwas unwohl in seiner Haut zu fühlen.
      Man hat doch aber täglich 1001 Möglichkeiten, sich zu verändern, andere Wege zu gehen oder sich neu zu ordnen.
      All das ist mir klar und für eine gewisse Zeit verändere ich dann auch tatsächlich etwas, ordne mich neu oder schlage neue Wege ein, wie man es halt macht, wenn man mit sich lebt - lebendig ist.
      Doch dann falle ich zurück in alte Muster, entdecke wieder Chaos in meinem Leben oder aber der neue Weg stellt sich als Sackgasse heraus.

      Bis hierhin ist alles scheinbar ganz normal in meinem Leben. So leben wohl die meisten Menschen.

      Ist es nun Licht oder Schatten, was mir dann passiert? *grübel*

      Ich werde erst ganz unruhig. Die innere Unruhe steigert sich dann Tag für Tag.
      Schließlich schlafe ich schlecht und wenn, dann träume ich wild.
      In den Träumen geht es dann um Unterordnung. (Z. B. will ein Krieger oder Fürst mich zwingen, ein Knie und mein Haupt zu senken. ... Ich soll vor einer mächtigen Eiche in die Knie gehen ... oder ähnliches) Mir "spuken" dann auch Worte durch den Kopf wie z. B: "Loslassen", "nicht mehr kämpfen" usw.

      Wenn ich die innere Unruhe, die Schlafstörungen und die Träume ignoriere, dann folgt entweder ein Sarkoidoseschub, eine andere Erkrankung oder aber ich habe einen Unfall. :kopfhau:
      (z. B.: Letzten Monat erwachte ich mir geschlossenen Fäusten. Ich konnte sie erst nicht öffnen. Als es mir mit sehr viel Anstrengung gelang, sprang mein kleiner Finger über. Folge: Gelenkkapsel kaputt.
      - Es traf gerade den Finger, den ich mir im Mai bereits verletzt hatte. - siehe heiler-forum.net/index.php?thread/19742-kleiner-pechvogel/ )

      Was ist Licht und was ist Schatten? :sonne:
      Sind die Unfälle, Krankheiten, Schlafstörungen, Träume ... Schatten oder sind sie das Licht?
      Stelle ich mich selbst in den Schatten?

      Und warum - wenn ich doch so klug all das begreife - warum lasse ich es immer wieder so weit kommen?

      Ich glaube, ich kann einfach nicht aus meiner Haut und bin so ... :irre:
      Vielleicht ist auch das einfach nur eine Lern-/Lebensaufgabe für mich?

      Schließlich hat doch jedes Wesen irgendein Lernthema zu bearbeiten.

      Eirashand :sonne:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eirashand ()

    • Liebe Eirashand,

      sich selbst hinterfragen ... hat etwas von Licht und Schatten.

      Vor Jahren habe ich mir mal mein Geburtshoroskop von einer Astrologin weit, weit, weg,
      die mich auch nicht kennt und interpretieren könnte ... erstellen und analysieren lassen.

      8o ... was da alles stimmte, war echt krass.

      Neulich etwa vor 2-3 Monaten beauftragte ich eine andere Astrologin,
      weil mir dieser "Familiäre Aspekt" (erst waren es die Eltern, dann die Auseinandersetzung im Erbe, nun der Bruder) absolut meine Probleme hatte ...
      und dann gab es da so eine Lilith und der Mondknoten stand auch noch sehr nah ...

      Diese Astrologin sagte mir, dass die Familie eine meiner Aufgaben im Leben sei.
      Ich sollte dort einen Knoten ... lösen, der sich in Generationen gefestigt hatte.

      Irgendwo las ich bei Dir schwere Familien ... Verhältnisse
      Deine Traumbilder von Dir Demut zu erzwingen passen wie der Deckel auf den richtigen Topf.

      Wo unser Verstand und das Denken nicht weiter reicht,
      weil die alten Muster und Verhalten immer wieder hoch kommen,
      ... Krankheiten uns benebeln ...
      ist eine Suche im Wachsein nach dem "Stein der eigenen Lebensweisheit" essentiell.


      Du hast Sternhimmel hier gute Tips aus Deinem Nähkästchen gegeben.
      Siehst aber scheinbar den Wald vor Bäumen nicht mehr.

      Was zieht Dich herunter, verspannt Dich auf diese Weise?

      Die Nachrichten ... von irgendwoher?
      Die Dürre Deines Gartens?
      Die familiäre Vergangenheit und die Verletzung?
      Die Hitze in diesem Jahr?
      Oder Du selbst, die Du vielleicht demütig sein möchtest?

      Es gibt ganz viele Wege aus diesem Tal.
      Manchmal führt dieser in ein anderes Tal, das lichter und sonniger ist.

      Von jedem Berg ... geht es meist in viele Richtungen hinunter,
      und manche sind gar nicht so gesund ... :crazy:

      Der letzte Link führt Dich zu dem Traumfaden Anfang Februar dieses Jahres.

      Nun wünsche ich Dir, dass Du auf Menschen triffst, die Dir Klarheit in Dein Leben bringen.

      Herzliche Grüße
      kerstin
      ... alles hat seine Zeit ...
    • Liebe Eirashand,

      diese Phasen kenne ich ebenso ganz gut. Seit 20ig Jahren nun arbeite ich an mir, mein eingemachtes, dem System aus dem ich stamme und dem Ordnung ein Fremdwort ist. Ich arbeite an meinem Verhalten, meinem Ausdruck, meinem Gang, meiner Weiblichkeit, meiner Ausstrahlung, meinen Gedanken und meinem Herz-Ich. Ich labbere mir den Verstand aus dem Leib, ich las bis zur Besinnungslosigkeit usw. Ich denke alles ist ein Prozess.

      Aber! Und das möchte ich dich fragen, bei allem was du wie derzeit als Rückschlag empfindest, kannst du, wenn du zurückblickst einen kleinen Wachstum verzeichnen? Geht es denn stätig bergauf oder erfährst du eine solche Talfahrt, dass du um ein Stück tiefer landest als es der Ausgangspunkt gewesen ist?

      Ich habe Schatten als sehr bedrohend und vernichtend kennengelernt, so dass ich wenn ich dich lese als erstes an Licht gedacht hatte. Denn und so ist es bei mir das dies als Warnung zu verstehen ist. Meine Missgeschicke waren mitunter heftig und scherzvoll, aber niemals zerstörender Natur. Es war ein Schubs auf meinen Hintern, um mal wieder zu hinterfragen ob ich denn noch auf Kurs bin.

      Frage dich ob du auf Kurs bist. Kannst du dich mit allem identifizieren oder gibt es Dinge die dich von wirklich wichtigen Dingen oder Entscheidungen abhalten? Zeitfresser!

      Nur ein Gedanke zu deinen Zeilen. Alles Liebe dir....

      Gruß Sahne :sonne:
    • Liebe Eirashand,

      du schreibst selbst, es fehlt dir manchmal an Demut. Kenne ich nur zu gut. Unfälle übrigens auch. Wer ist diejenige, die sich in die Knie gezwungen fühlt und wer ist der-/diejenige, die das anscheinend fordert? Ist das wirklich so klar, wer hier "gut" und wer "böse" ist?

      Mit dem Kopf durch die Wand macht Beulen - das hat jeder, der etwas zu stürmisch, fordernd, mit zu wenig Rücksicht gegenüber den eigenen, wirklich wesentlichen Anliegen das Leben unter seine Kontrolle zu bringen versucht, schon erfahren.

      Die Knie beugt man in den Demutshaltungen im Yoga, um sich der Erde verbunden zu fühlen, ehrerbietend, um sich tragen und nähren zu lassen, um loszulassen, was zu schwer für die eigenen Schultern ist und um gerade dadurch wieder in Einklang mit der "höheren Ordnung", dem Ur-Plan des eigenen Lebens zu kommen. Wenn du so eine Demutshaltung mal einnimmt, im Fersensitz evtl auf einem Kissen mit Kopf und Armen zur Erde geneigt bist, wie fühlt sich das an?

      :knuddeln: Erdherz
      "Denke nicht nur mit deinem Kopf, denke mit deinem ganzen Körper."
      Eckhart Tolle
    • Ich danke Euch, für Eure Antworten.
      Scheinbar bin ich mit diesen Gedanken/Gefühlen nicht allein.

      Sahne schrieb:

      diese Phasen kenne ich ebenso ganz gut. Seit 20ig Jahren nun arbeite ich an mir, mein eingemachtes, dem System aus dem ich stamme und dem Ordnung ein Fremdwort ist. Ich arbeite an meinem Verhalten, meinem Ausdruck, meinem Gang, meiner Weiblichkeit, meiner Ausstrahlung, meinen Gedanken und meinem Herz-Ich.
      Das klingt nach viel Arbeit, der ich selbst gern ausweichen würde. Doch das geht wohl nicht, denke ich.

      Sahne schrieb:

      Aber! Und das möchte ich dich fragen, bei allem was du wie derzeit als Rückschlag empfindest, kannst du, wenn du zurückblickst einen kleinen Wachstum verzeichnen? Geht es denn stätig bergauf oder erfährst du eine solche Talfahrt, dass du um ein Stück tiefer landest als es der Ausgangspunkt gewesen ist?
      Interessante Fragen, Sahne. Darüber hatte ich so noch nicht nachgedacht.
      Bei allem, was mir das Leben bisher brachte - und es war ja viel und oft auch hart - hatte ich aber immer das Gefühl, dass es weiter geht, selbst wenn ich kurzzeitig auch mal in einer Sackgasse steckte oder ziemlich weit unten war.

      Auf der einen Seite denke ich, dass genau das das Leben ist - "Auf und Ab" - "Ebbe und Flut". Doch ist das Leben so leider auch oft sehr anstrengend. Es kommt mir auch manchmal so vor, als wenn viele Menschen um mich herum, es im Leben leichter haben. Das frustet mich dann etwas.

      kerstin schrieb:

      Du hast Sternhimmel hier gute Tips aus Deinem Nähkästchen gegeben.
      Siehst aber scheinbar den Wald vor Bäumen nicht mehr.
      Naja, liebe Kerstin, ich gehe lieber nur am Rand entlang und umkreise den Wald laut pfeifend. :pfeif:
      Vielleicht gehört all das zum Leben dazu und vielleicht wird ja mein Leben etwas leichter, wenn ich mal durch den Wald gehe ???
      Doch das fällt sooo ... schwer.

      Erdherz schrieb:

      Die Knie beugt man in den Demutshaltungen im Yoga, um sich der Erde verbunden zu fühlen, ehrerbietend, um sich tragen und nähren zu lassen, um loszulassen, was zu schwer für die eigenen Schultern ist und um gerade dadurch wieder in Einklang mit der "höheren Ordnung", dem Ur-Plan des eigenen Lebens zu kommen.
      Das Bild, das Du nun in mir erzeugt hast, Erdherz, berührt mich.
      Besonders folgende Aussage trifft mich irgendwie:

      Erdherz schrieb:

      um sich der Erde verbunden zu fühlen, ehrerbietend, um sich tragen und nähren zu lassen, um loszulassen, was zu schwer für die eigenen Schultern ist
      "Loslassen" ist wohl ein wichtiger Punkt. Ich lade mir wohl gern schwere Sachen auf und halte sehr fest.

      Auch mit dem "Urvertrauen" habe ich oft Schwierigkeiten. Ich liebe Mutter Natur, nur zweifle ich oft ihre Entscheidungen an oder vertraue nicht darauf, dass sie schon alles richtig macht.
      Dabei ist es am Ende für mich immer weiter gegangen und ich scheine stark genug zu sein, um auch mal etwas einzustecken.
      Wobei ... Stärke ... Schwäche
      Mal schwach zu sein, ist noch so ein Punkt. :ohmann:
    • Liebe Eirashand,
      ich kann sehr gut nachvollziehen was Du beschreibst. Auch ich habe dieses Auf und Ab erlebt.
      Wenn es einem gut geht wachsen die Bäume in den Himmel und dann gräbt es anden Wurzeln alles weg.
      Im Nachhinein könnte man das als tiefe Prüfung von Wunsch und Wirklichkeit bezeichnen. Also was schaffe ich wirklich um zu setzen auch wenn es mir schlecht geht.
      Diese Betrachtungsweise brachte mich dazu, mich in den guten Phasen zu bremsen. Realistisch zu bleiben, und das wurde immer kleiner mit der Zeit.
      In den weniger guten Phasen brach dann nicht alles wegsondern ich konnte mich an den kleinen Schritten festhalten. OK, nicht immer aber mit der Zeit ganz gut und Phasen das Durchhängens gab es immer mal.
      Vielleicht hat das auch was mit Demut zu tun.... der Weg der kleinen Schritte und Geduld mit sich haben.

      Als aktuelles Beispiel kann ich dir erzählen das ich mich gerne vegetarisch ernährenmöchte. Nun schmeiße ich nicht alles weg sondern kaufe erst ein mal nur noch Geflügel und Fisch ein. Da ich nicht immer viel Zeit zum Kochen verwenden möchte, muss ich auch meine Küchen umstellenund Rezepte ausprobieren usw.
      Dann werde ich auch auf Huhn verzichten und später auch auf Fisch. Ich betrachte das als ein Prozess den ich und mein Körper durchleben.
      So mache ich das mit Veränderungen, was aber auch ein langer Weg mit mir selber war.
      Ich sehe andere Menschen jetzt auch mit viel nachsichtigeren Augen an, da ich sehe, jeder ist in irgendeinen solchen Prozess und das braucht oft Zeit und Geduld.

      Burkhard J. Nahim
    • Danke, Burkhard, für Deinen Bericht.

      Auch als die Geduld verteilt wurde, war ich leider zu zurückhaltend und habe mir zu wenig gegriffen.

      Bei meinen Mitmenschen bin ich geduldiger und auch nachsichtiger.

      Ich selbst falle oft noch in meine alten Erziehungsmuster, die mir dann zusetzen: "Du musst besser sein als andere - perfekter! - Du musst alles sofort erledigen und erreichen - Du musst Dich immer anpassen und unterordnen!"

      Lange Zeit gelingt es mir, dieses Muster abzuschütteln und so zu leben, wie es sich für mich gut anfühlt.
      Dann bin ich ganz bei und in mir - ganz "Ich".
      Doch dann schleichen sich wieder die Erziehungsmuster ein - ein kleiner Auslöser reicht. Oder aber ich selbst passe mich aus Bequemlichkeit an und werde so, wie ich sein sollte.
      Und immer dann, wenn ich zu sehr im alten Muster bin, bekomme ich einen Tritt vom Leben (Unfal oder ähnliches)

      Vielleicht sollte ich das ganze aber auch so sehen:
      "Jeder Tag, an dem ich "Ich" bin, ist ein Schrittchen in die richtige Richtung und wenn ich tatsächlich mal einige Monate "Ich" sein konnte, dann ist das doch schon ein großer Fortschritt.
      Und so betrachtet ist dann auch jeder Tritt des Lebens (jeder Unfall, Krankheit o. ä.) ein Stück Licht und kein Schatten.
      *grübel*