Der verlorenene Zwilling

  • ...oder ich, ein übrig gebliebener Zwilling.


    Hallo,


    es wird schwierig werden die Worte zu finden, welche die Gefühle beschreiben möchten, die in mir sind. Die Recherchen ergeben, es handelt sich am Anfang der Schwangerschaften bis zu 70% aller, um Mehrlingsschwangerschaften. Das bedeutet man hat sich am Anfang die Gebärmutter und ihr Fruchtwasser, diese Energiesuppe, mit einem zweiten oder mehrere Embryonen geteilt. Gynäkologen schweigen sich in den ersten Wochen einer Schwangeren darüber aus, da sie das Wissen haben, dass sich nur 2% der Mehrlingsschwangerschaften auch tatsächlich bis zu einer Geburt dera entwickeln werden, um die Frauen nicht unnötig zu belasten.


    Im Familie aufstellen nennt man dies ein Familiengeheimnis. Oft habe ich dieses Geheimnis bereist erleben können. Nie aber konnte es geklärt werden. Keiner der Beteiligten konnte zur Lösung etwas beitragen. Ich bin 1973 geboren, meine Mutter hatte zu dieser Zeit keinen Ultraschall genossen und erst im dritten Monat von mir erfahren. Da man weiß das der Zwilling bereits in den ersten bis zur zwölften Woche abgehen kann, bleibt dieser zu dieser Zeit unentdeckt von der Frau und auch vom Arzt. Die Embryonen gehen mit einer kleinen Schmierblutung ab oder werden sogar vom Uterus zersetzt.


    Es gibt auch viele Fälle, wo sich der verstorbenen Embryo im Lebendigen einnistet und viele Jahr später als Geschwür mit Haaren und Zähnen entfernt wird. Aber hier geht es nicht darum, sondern um diese Art von Mehrlingsschwangerschaften welche still und "unentdeckt" verschwinden.


    Je nach Vorschritt der Schwangerschaft kommt es ab der achten Woche mit dem Herzschlag zu Bewegungen und es wurde vermutet, dass die Embryonen energetischen Kontakt pflegen. Später in der zwölften Woche konnte man körperlichen Kontakt beobachten. Bis plötzlich einer stirbt. Es gibt auch jede Menge Fälle, wo sich eine Frau bewusst (wg. Überforderung z,B,) dafür entscheidet einen Zwilling abtöten zu lassen. Der Embryo, welcher der Bauchdecke am nächsten ist, bekommt über die Nabelschnur ein Schmerzmittel gespritzt und wird dann abgetötet. Er verweilt bis zur Geburt bei dem anderen (laut Quellen aus dem Netz).


    Das bedeutet der überlebende Zwilling ist eines Tages alleine. Er hört den Herzschlag des anderen nicht und seine Bewegungen schlagen im Fruchtwasser keine "Wellen" mehr. Still. Es ist ganz still. Und der Überlebende hat nichts um zu kommunizieren. Er ist alleine und lauscht. Aber da ist nichts mehr.


    Jetzt kann man wild spekulieren, was das alles mit einen Überlebenden macht. Und ich bin überzeugt, das die Energie zwischen Embryonen weit vor dem Herzschlag sich auszutauschen beginnen, ohne fundiertes Wissen dazu beitragen zu können. Es ist meine Erfahrung aus der Energiearbeit, welche ich seit fast zwei Jahrzehnten erlebe.


    Mit unter sind die Folgen/Symptome:


    -der Mensch fühlt sich alleine, auch wenn er in der Familie ist oder unter Freunden, ist er der einsamste Mensch auf Erden


    -es gibt Menschen die alles zwei mal kaufen müssen


    -Suizidgedanken bzw. starke Sehnsucht nach dem Tod ohne einen Suizid durchführen zu wollen


    -Leere, allseits große Leere


    -Antriebslosigkeit, als wenn man stets mit angezogener Handbremse durchs Leben läuft


    -Suche nach Innigkeit, mit dem Partner, Schwester oder Bruder, Kinder, ganz eins sein, hineinschlüpfen wollen, da man so denkt mehr Geborgenheit zu erlangen


    -Bindungsunfähigkeit oder Angst den Partner zu verlieren (ich hatte z.B. schrecklich Angst, dass mein Mann tot auf der Straße liegt, wenn er nicht pünktlich war/ist


    -Zurückgezogenheit, bis Einsiedlerleben


    -starkes Übergewicht, weil man stets für zwei essen muss


    -Magersucht, weil man nicht das Recht auf Leben hat


    -echte Nähe kann man nicht zulassen, man stößt seinen Partner ab, um keinen Verlust mehr zu erleiden


    -in meinem Fall ist mir seit Gedenken mein eigener Geburtstag völlig überflüssig. ich kann ihn nicht leiden und noch weniger wenn andere darauf bestehen ihn zu feiern


    -Lebensmüde. Man kann das Leben nicht leben. Antriebslosigkeit


    -Müde, man ist immer müde, alles strengt an


    -im Netzt stehen noch viele Dinge, aber diese möchte ich hier nicht aufzählen, denn sie treffen auf mich nicht zu. Bis auf


    -Depression. Ich war als junger Mensch sehr depressiv veranlagt.


    Mit Kinesiologie (Muskel Resonanz Test) lässt es ich ganz einfach testen ob man den ein Betroffener ist.


    Das zum einen mal. Weiteres folgt.


    Jederzeit kann jeder Mann oder Frau dies hier ergänzen. Bitte. Kein Problem


    Gruß Sahne :)

  • Liebe Sahne,


    diese Seelen-Eindrücke, die Du hier als Sehnsucht nach dem Zwilling beschreibst,
    können aus meiner eigenen Erfahrung auch ohne den verstorbenen Anteil möglich sein.


    Mein Eindruck ist,
    wenn wir als Kinder, wie es Gerald Hüther häufig in seinen Vorträgen beschreibt,
    als Objekte gesehen werden, .... also Maß an uns gelegt wurde,
    unser Verhalten beurteilt und bemängelt wurde,


    fühlen wir uns ganz alleine und wünschen eine Gleichgesinnte.
    Aus diesem Gefühl heraus suchen wir nach Erklärungen.


    Herzlichen Dank für diesen Faden und
    liebe Grüße
    Kerstin

    ... alles hat seine Zeit ...

  • Liebe Leserinnen und Leser,



    ohne den verstorbenen Anteil möglich sein.

    Ja. Das stimmt, das ist natürlich möglich. Die Seele ist tief und unergründlich.


    Aber durch einen anderen Faden wurde dies in mir angesprochen. Und bei der hohen Anzahl der möglichen Betroffenen möchte ich meinen Teil der Aufklärung und der Möglichkeiten, wie man evtl. damit umgehen kann, beschreiben.


    Dies ist mein Weg dazu.


    Aus meinem Leben:


    Als Kind hatte ich seit jeher eine gewisse Trauer in mir. Auf Fotos kann man das gut in den Augen sehen. Ich finde diese Bilder seit unheimlich, weil ein Kind so nicht zu blicken hat. Die Augen sind voller Fragen und Traurigkeit, sie klagen an und suchen nach etwas. Sie sind sehr dunkel und wässrig. Als könnten sie dahinter blicken.


    Man sagt ich war ein sehr aufgewecktes und wissbegieriges Kind, aber mit einer Ernsthaftigkeit, die einen Erwachsenen frieren hat lassen. Ich begann sehr früh zu verstehen und meine Fragen waren komisch, laut meiner Mutter, nicht dem Alter entsprechend. Man wusste oft nicht, ob man wahrheitsgemäß zu antworten hat, da man ja davon ausgegangen ist, dass das Kind dem nicht Folge leisten kann.


    Ich kann mich erinnern das die Trennung von meinem Sandkastenfreund ein Trauma für mich war. Ich kann mich an viele Tränen erinnern und Angst dieser könnte in meiner Abwesenheit sterben und ich würde nicht helfen können. Wir waren tausende Kilometer getrennt und ich fuhrwerkte einmal so herum, dass meine Mutter in Deutschland anrufen musste, um zu klären dass Harald noch am leben ist. Ich war 7 Jahre alt zu dieser Zeit. Als wir wieder zurück waren, lebte die Familie nicht mehr am selben Ort, aber wir besuchten sie und ich nahm ihn in meine Arme und konnte nicht mehr loslassen. Ich bat um eine Adoption. Es war schlimm, auch für die Erwachsenen und meinem Freund, der das wohl nicht so empfand wie ich :ohmann:
    Dieses Muster vollzieht sich seit her bei jeglicher tieferen Freundschaft. Ich liebe diesen Menschen dann abgrundtief und bin voller Angst sie/er könnte sterben und ich bin dem hilflos ausgesetzt. Es wirkt nach außen wie eine Affinität. Für alle Beobachter sehr befremdlich. Mal ist es eine Frau mal ein Mann. Letzteres sorgt dann für große Verwirrung, da mir unter vorgehaltener Hand unterstellt wird, ich würde meinen Mann betrügen.


    Egal wer, ich will ihn/sie ganz nah haben, alles wissen, immer drücken und kuscheln (ich tu das nicht, weil ich weiß wie das für den anderen wäre). Die Angst dass derjenige stirbt ist übermächtig, sorgt dafür das ich mitten in der Nacht die Stimme hören musste, als Beweis das dieser Mensch noch lebt.
    Mittlerweile habe ich dieses Verhalten sehr im Griff, aber in mir drückt es gegen das Herz, weil ich dem nicht Folge leiste. Aber ich habe es als krank betrachtet, als ich bin da mal ganz schön schief geraten.


    Es hatte zur Folge, dass ich Freundschaften nicht mehr mit Tiefgang zulasse. Liebevolle Bekanntschaften ja, aber keine Freunde mehr. Ist besser so.


    Kinderfasching waren ein Alptraum. Die Freude daran sich zu verkleiden und das Toben und Spielen damit, verstand ich nicht. Es gibt Fotos wo ich mitten drin stehe, unbeteiligt und dunkel dreinblickend. Ich fühlte mich in dieser Situation immer extrem alleine. Überhaupt große Veranstaltungen holen bei mir einen tiefe Einsamkeit hervor. Tiefe Trauer macht sich breit, wenn die Masse feiert. Das ist sehr seltsam.
    Heute als erwachsene Frau, kennt man mir das nicht mehr an, denn ich bin mitten drin. Aber mein Herz ist stets leer dabei. Die Freude und der Spaß sehr gut geschauspielert.


    Teilen. Als Kind, sagte meine Mutter, war plötzlich die Hälfte meiner Spielsachen weg. Auf die Frage was ich denn damit gemacht habe, sagte ich "Ich habe es mit den anderen kindern geteilt". Meine Mutter kaufte fortan doppelt, denn das Teilen war nicht abzustellen. Und wenn sie mir wertvolle Dinge weggesperrt hatte, habe ich mit diesen nicht mehr gespielt. Entweder teilen oder gar keiner.


    Als ich 10 war fing das Essen an. Hunger immer Hunger, bis zur Fettleibigkeit als junge Frau. Und wenn ich abgenommen hatte, kam groß Trauer in mir auf bis hin zum Suizidgedanken und den Versuchen es zu tun.


    Mein Mann sagte einmal er würde mich sehr lieben, aber das Klammern in der Nacht sei sehr unangenehm, weil ich ihn bewegungslos damit mache. Er würde sterben vor Rückenschmerzen. Ich wusste gar nicht was er meint, denn ich habe dies nicht mitbekommen, aber er meinte ich würde ihn so festhalten und auch mit dem Bein klammern, dass er Not hatte sich aus dem zu lösen. Heute haben wir ein riesen Bett und ich bin Nachts der einsamste Mensch dieser Erde. Oft weine ich plötzlich, ganz leise, damit ich ihn nicht damit beunruhige, denn erklären kann ich es nicht.


    Ich war ca. 9, da fing es an, dass ich mit meinem Spiegelbild gesprochen habe und so getan hatte als wäre sie meine Schwester. Das endete ungefähr mit vierzehn. Da hatte mich meine Mutter belauscht, kam ins Zimmer und erklärte mir das sei unheimlich, mache ihr Angst und ich solle dies aus Liebe zu ihr einstellen. Tat ich.


    Meinen Geburtstag zu feiern ist mir ein Greul. Ich fühle mich als Verräterin und nicht er achtenswert zu leben bzw. diesen Tag auch noch zu feiern. Auf die Frage, wann ich denn habe, sage ich immer "Ach ist doch wurst. Der ist nicht wichtig."


    Das ganze Leben benötige ich sehr viel Kraft um gegen meine innere Bremse anzugehen. Ein dickes fettes Stahlseil hält mich kurz. Ich bin oft kraftlos, überarbeitet, früher depressiv und brauche zu viel Schlaf.
    In mir brodelt es vor Tatendrang, meine Fantasie ist grenzenlos und meine Lebens Vorstellungen abenteuerlich. Von allem erreiche ich max. 50%, der Rest bleibt brach, weil mir die Luft ausgeht. Ich bin sehr aktiv, aber das kostet mich unglaublich viel Energie. Ich bin jeden Tag geschafft, als hätte ich einen ganzen Berg abgegraben. Um acht ist Schicht im Schacht, ich falle todmüde ins Bett und kann zehn Stunden durchschlafen. Seit ich meditiere und viel Waldduschen mache, geht es mir besser, aber ich habe dadurch nicht mehr.


    Seit ich denken kann faszinieren mich eineiige Zwillinge und ich beneide sie zu tiefst. Ich habe eine Schwester, sie liebe ich sehr, aber nie konnte sie das für mich sein, was ein Zwilling in meiner Vorstellung für mich sein würde. Der Anspruch an den Menschen gegenüber ist somit nicht zu stillen. Es ist dem anderen schlicht zu viel und ich kann das auch verstehen.


    Mein Mann ist das wertvollste an Mensch, was mir je in meinem Leben begegnet ist. Und doch halte ich ihn emotional auf Abstand. Auch bei ihm habe ich immer die Angst er könnte sterben und ich kann nichts tun dagegen (ein unerwartetes sterben und das mich zurücklassen ist gemeint). Ich habe sehr große Verlustängste um ihn. Aber ich lasse mich nicht zu 100% auf ihn ein. Jederzeit bin ich in der Lage ihn abzustoßen, um alleine klar zu kommen. In mir war das noch nie anders. Ich habe das tiefe Gefühl verankert, dass ich schon immer alleine zu Recht kommen musste und werde.
    Einmal kam er von einer OP nicht rechtzeitig in Zimmer zurück. er hatte einen Überhang und wurde einfach noch beobachtet. Die Schwester hatte mit mir zu tun, weil ich zusammen gebrochen bin vor Angst er wäre tot. Ich konnte nicht hören was sie sagte, meinen Ohren rauschten und ich war ohnmächtig, weil er tot war (in meiner Vorstellung).


    Es gibt keine Fotos über die Schwangerschaft mit und meiner Mutter. Erst ab der 14 Woche von mir mit anderen, aber nicht mit meiner Mutter. Davor wurde tonnenweise fotografiert und als ich so ein Jahr war auch wieder. Auf die Frage einmal warum es denn keine Bilder aus dieser Zeit gibt, kamen fadenscheinige Erklärungen bis hin zu einem emotionalen Ausraster meiner Mutter, in dem sie mich anschreit dass ich hysterisch sei. Ich war verdutzt darüber, da ich ganz ruhig fragte.


    Mit elf oder zwölf kam in mir die Sicherheit hoch, ich bin ein adoptierter Zwilling oder mein Zwilling wurde zur Adoption hergegeben. Ich recherchierte wie wild bis dahin dass ich meine Mutter terrorisierte damit. Auch die Oma blieb nicht verschont. Ich war überzeugt, ich bin zwei. Aber alles verlief sich ins Leere und alle Beteiligten waren sich einig das ich verwirrtes armes Kind am durchdrehen bin. Ich gab die Suche auf, niemals aber die Sehnsucht.


    Etwas, was ich bisher noch nicht verstehen konnte, hängt mit meinem Gewicht zusammen. Denn es sind mittlerweile über 30kg minus und alle können es sehen und reagieren darauf auf eine Art und Weise. Nur meinen Eltern nicht. Ihre Blicke gehen an mir runter und hinauf. Ihre Körpersprache zeigt mir sie registrieren es. Wenn in ihrer Gegenwart ein Mensch sagt "Mensch hast du aber abgenommen" reagieren sie zu tiefst schockiert. Ich sage dann "Nein bildest du dir ein" und meine Eltern sagen "Unsere Sandra sieht aus wie immer. Schön gesund nicht!"


    Ich hatte schon mal so viel abgenommen. Mir ging es sehr schlecht und meine Mutter wurde krank. Sie reagierte hasserfüllt und aggressiv. Behauptete das ich magersüchtig sei und so weiter. Als ich wieder fett war, ging es mir besser und meiner Mutter ebenso. Das war bemerkenswert zu beobachten (rückblickend).
    Heute ist es beeindruckend zu beobachten, das sie beide sehr zufrieden sind, wenn ich behaupte das die anderen Menschen eine Wahrnehmungsstörung haben, wenn sie behaupten ich hätte abgenommen. Sie sehen mich tatsächlich noch fett???? Freunde und Familie dürfen nicht über meine Abnahme sprechen wenn Eltern und ich den selben Raum teilen. Ich ertrage es nicht, was das mit meiner Mutter macht. Geht es ihr schlecht, geht es mir schlecht. Ich denke gerade an lichtfeehoinks Mutteratem!?


    Ob das mit dem Thema hier zu tun haben könnte? Ich weiß es nicht und verstehen kann ich das auch nicht. Vielleicht hat jemand eine Idee hierzu?


    Alles worüber ich schreibe, hatte ich bis vor wenigen Wochen vergessen/verdrängt. Ich bin sehr emotional, aufgewühlt und zutiefst berührt. Alles macht plötzlich Sinn in Anbetracht dessen. Alles darf kommen und sein. Alles wird beachtet und bekommt seinen angemessenen Raum. Alles darf nun den Weg der Heilung gehen.


    Ich melde mich wieder.


    Sahne :sonne:

  • Liebe Sahne,


    was immer das ist, was du trägst, und was immer die Ursache sein mag - das was du beschreibst ist schon heftig. Fühl dich jetzt mal einfach so in den Arm genommen von mir. :knuddeln:


    Anke Birkenfrau

  • können aus meiner eigenen Erfahrung auch ohne den verstorbenen Anteil möglich sein.

    Können, ja. Sind es aber oft nicht. ;) Andersrum gesagt: Ja, diese Dinge geschehen nicht ausschließlich überlebenden Zwillingen. Allerdings weisen (laut Ruppert) viele überlebende Zwillinge diese Symptome auf.
    Mir geht es (ging es auch in dem anderen Thread, wo ich den Hinweis aufwarf) nicht um einen neuen, hippen Erklärungsansatz. Weit davon weg. Allerdings habe ich die Auswirkungen davon, dies ins Bewusstsein zu heben, in den letzten Wochen live begleitend beobachten können. Dies zu erleben, ist auch eine Form von Glück- und ein Grund, warum ich meinen Beruf liebe und mir (für mich) keinen anderen vorstellen mag. Ich habe selten so plötzliche, tiefe und (zumindest Stand bis jetzt) nachhaltige Veränderungen gesehen.
    Wer mich kennt, weiß: ich neige nicht zur Euphorie. Geerdete, rationale Erklärungen sind mir lieb und teuer. Aber diesen Prozess eines Menschen mit jahrelangen psychischen Problemen , die konventionell kaum zu behandeln waren, mit anzusehen, war und ist für mich schon "Wow!" - und zwar sowohl als Mensch, als auch vom professionellen Standpunkt her gesehen. Ist mir so selten begegnet, um nicht zu sagen, noch nie.
    Sahne, bist Du sicher, dass Du hier weitermachen willst? (Kummerkasten wäre geschützter).

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • Ich ertrage es nicht, was das mit meiner Mutter macht. Geht es ihr schlecht, geht es mir schlecht. Ich denke gerade an lichtfeehoinks Mutteratem!?

    Hallo Du Liebe...


    als ich das jetzt las stellte es mir sämtliche Haare auf... da resoniert wirklich was!


    Mir ging es so als ich diesen Satz erstmals in diesem Buch las.... das tat auch was in und bei mir.... seitdem versuche
    ich auch immer wieder mich aus den "Zwängen" meiner Mutter zu befreien... sie hält fest - ständig, immer--- in alten vergangenen Geschichten... ist nachtragend ohne Ende.... verwendete mich immer als Freundin- nicht als Tochter- erzählte mir Sachen von ihr und meinem Papa die einfach nicht an Kinderohren gehören....


    Ich verspreche Dir ich werde nach diesem Passus suchen... die Bücher habe ich alle in einer Reihe aber ich weiss wirklich nicht mehr welches es war...? Kümmere mich....


    hast Du eigentlich schon mal eine systemische Familienaufstellung gemacht?


    ja und das Buch... ich glaub das hat immer noch meine Freundin... vielleicht hat sie es schon gelesen... ich werde dran bleiben sowie mich deine Situation auch nicht mehr loslässt... weiss nicht genau was das ist... aber es klingelt da in mir und hast du vielleicht ne Ahnung auf welcher Körperhälfte du mehr verspürst? An Schmerzen oder Triggerpunkte oder wie auch immer? MamaSeite oder Papaseite? rechts ist Vater! Links ist Mutter!


    ...ja und ich spüre dich und den Atem.... den Atem deiner Mutter.... sie hat dich noch nicht entlassen und du haftest noch sehr an ihr!


    ich melde mich wieder, liebe @ Sahne.... bleib mal dran am Thema... du hast ja eh professionelle Unterstützung - denk ich an Panther Adler - und Kerstin - vielleicht ist aber wirklich besser du verschiebst das in den Kummerkasten- nur um deine Privatsphäre wirklich zu schützen!


    Fühl dich umarmt von mir--- bin bei dir! Denk an Dich!


    liebst gegrüsst
    die Lichtfee

    manxmal im "Ab-seits".... :ohmann::wech:

  • Ihr Lieben...

    die Auswirkungen

    sind massiv. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich möchte nicht für Sorgen sorgen, denn es geht mir gut dabei. Das möchte ich betonen. Aber ich lebe gerade in einem Film der sich rückwärts abspult. Jeden Tag kommt etwas neues hinzu an Erkenntnis, an Erleichterung, an Lösen und Tränen und Trauer. So viele Momente, unzählige davon, in denen ich mich schlichtweg ver-rückt gefühlt hatte. Nicht ernst genommen, voller Verzweiflung war, weil mir von außen suggeriert wurde, dass das was ich im inneren mit mir trage eine Fantasie sei, Quatsch, ausgekochter Blödsinn.

    plötzliche, tiefe und (zumindest Stand bis jetzt) nachhaltige Veränderungen

    so fühlt es sich an. Da geht etwas ganz tief und bereitet mir einen neuen anderen Weg. Es ist, als wenn ich aus dem Dunklen hervor komme und an der Sonne gehen kann. Alles wird sehr klar und wahr. Ich meine, ich habe mich all die Jahre so dämlich gefühlt, weil ich als Kind das so behauptet hatte, weil ich nach einem Zwilling gesucht habe, weil ich einen tatsächlich vermisse. Da steht man als Kind den Erwachsenen gegenüber und die sagen man spinnt einfach. Irgendwann glaubt man das, hat man ja auch nichts in der Hand, außer das was sich im inneren abspielt. Und dann zieht man sich zurück, wird innerlich faulig, wie ein gammeliges Stück Obst und irgendwann fing ich an zu vergessen. Da kommen mir die Tränen. Ich komme mir so schlecht dabei vor, weil ich es einfach vergessen habe. Wie konnte ich nur, ist ein großer Vorwurf an mich selber.

    Kummerkasten wäre geschützter

    Ja das stimmt. Aber offen zu sein für alle hier, die Interesse daran haben, gehört dazu. All die vergangenen Jahre wurde ich damit in irgendeine Ecke verbannt. Ich fühle mich sicher hier. Und ich habe das Bedürfnis ganz offen damit umzugehen. Auch um anderen einen Anstoß zu geben, welche empfinden dass es sie evtl. auch betreffen könnte.


    Ich mache mich damit sehr verletzlich?! Ich denke nicht, dass mich jemand verletzten möchte/würde, wenn ich mich hier so ausziehe. Ich möchte helfen.

    ich den Hinweis aufwarf

    Mein Gott, danke. Du hast keine Ahnung was du in mir getroffen hast. Oder doch. Auf jedenfalls füllt sich meine Leere, und sie ist unerträglich und kostet mich tonnenweise Kraft.
    Ich würde dich bitten, wenn du möchtest, das du diesen Faden mit all deinem Wissen hierzu befüllst, so fern es dir möglich ist. Du hast im anderen Faden angedeutet, dass du dazu beitragen kannst. Es ist echt eine große Sache für mich und für viele andere.

    Birkenfrau

    Danke du Liebe. Es formatiert sich, das was ich all die Jahre getragen habe. Unglaublich was geschehen kann, wenn die Zeit dafür ist. Und ich nehme deinen Drücker gerne an. Tut gut.

    ich werde nach diesem Passus suchen

    du hast alle Zeit der Welt. Es kommt wie es kommt. Ich bin ganz entspannt. Hört sich jetzt unlogisch an, aber ich bin entspannt. Alles darf sein.

    systemische Familienaufstellung

    Ich will nicht sagen dass ich ein Profi bin, aber bestimmt kein unbeschriebenes Blatt. Seit zwanzig Jahren gehört diese wertvolle Arbeit zu meinem Leben. Alle zwei Jahre bin ich in einem drei Tages Seminar bei einer sehr wertvollen Therapeutin. Aber das hat sich nie gezeigt. Es war immer ein Geheimnis. Also ich gehe jetzt davon aus, das dieses Thema das Geheimnis ist, mit dem kein Mensch je etwas anfangen konnte.


    Schau mal, Panther-Adler berichtet dass Ruppert ein Vorreiter dieses Themas ist. Ich bin seit ich denken kann ein ganz großer "Fan" von seiner Arbeit, habe viele Bücher von ihm. Aber dieses Thema, ehrlich, ging an mir vorbei. Ich habe es nicht gelesen oder gar überlesen? Das ist unglaublich. Ich werde nochmals recherchieren.

    professionelle Unterstützung

    Das ist das was hier so bemerkenswert ist. Eine unglaubliche Wertigkeit im Umgang mit dem anderen. Ich schätze das sehr. Danke an alle die dazu beitragen.
    Ich weiß ich sage viel Danke, aber das ist wichtig und ich bin halt sehr dankbar :herz:

    bin bei dir! Denk an Dich!

    Ja. Das glaube ich dir.


    Sahne

  • Liebe Sahne, liebe Lichtfee, liebe sonstige Lesende,

    Ich mache mich damit sehr verletzlich?!

    Ja, das tust Du. Du machst Dich damit allerdings nicht nur verletzlich, sondern, so wie ich Dich lese, bist Du auch verletzt. Sich damit ganz offen zu zeigen, ist mutig, ist tapfer und ist selten. Eines ist es aber nicht: Pflicht.
    Du darfst das so tun, Du hast aber jederzeit das Recht, die Chance und die Möglichkeit, Dich in geschützte Räume zurückzuziehen. Mir ist wichtig und ich möchte, dass Du das weißt.
    Ein "Forum" ist ein "Marktplatz", von der alten Wortbedeutung her gesehen. Heilung geschieht oft nicht auf Marktplätzen. Solltest Du also irgendwann das Bedürfnis haben, vom Marktplatz in die Höhle zu wandern, dann sag bitte Bescheid.

    Ich denke nicht, dass mich jemand verletzten möchte/würde, wenn ich mich hier so ausziehe.

    Das vermutlich nicht, nein.

    Ich möchte helfen

    Dann hilfst Du jetzt zuallererst einmal Dir. Falls das im offenen Bereich möglich ist, gut. Es geht mir in keinster Weise drum, Dich abzustempeln, in irgendeinen "Extraraum" zu schicken oder ähnliches.
    Es geht darum, dass Du den Schutz hast, den Du brauchst, um mit all dem Neuen/Alten, was da jetzt kommt, umgehen zu können.
    Und es geht darum, was ein Forum begleitend kann und was nicht. Im "Notfall", falls denn einer eintritt, ist keiner von uns "amal eben um die Ecke" erreichbar. Solange das allen klar ist und Du die Verantwortung für Dich da voll übernimmst (auch Bescheid zu geben, wenn Dir was zuviel wird und Dir vor Ort Unterstützung zu holen, falls Du sie brauchst) kannst Du diesen Faden nutzen, wie Du magst.

    Du hast keine Ahnung was du in mir getroffen hast. Oder doch.

    Ich ahne es. Von daher, eine Ahn-ung habe ich, mehr als den Hauch dieses Ahnens aber halt auch nicht.

    Ich würde dich bitten, wenn du möchtest, das du diesen Faden mit all deinem Wissen hierzu befüllst,

    Oh, Gott, Hilfe. *lach* Ich kann sicher was dazu schreiben, ja. Aber wenn Du denkst, in meinem Kopf gäbe es jetzt sowas wie eine strukturierte Wissens-Datenbank zum Thema "verlorener Zwilling", "vorgeburtliche Erfahrungen" oder/und "Geburtstraumata", dann irrst Du Dich.
    Ich habe seit Sommer 2016 wieder verstärkt homöopathische Begleitung meiner eigenen Prozesse. Ein großer Punkt dabei war (in geringerem Umfang ist) auch das Verhältnis zu meiner Mutter, das Thema "Er- und Überleben meiner Geburt" (mit allen Folgen, die das so hatte) und die Beschäftigung mit diversen homöopathischen Mitteln und Arneimittelbildern in der Richtung. (lac humanum und placentum humanum und Sauerstoff im Speziellen). Dazu einiges an "Hängemattenarbeit" (das ist keine ausgefeilte Methodik, ich nenn das so, weil mensch dabei in einer Hängematte liegt), das hat sich so mehr oder weniger zufällig nebenbei so entwickelt und ergeben. (Entwickelt sich eigentlich immer noch...).
    Ruppert ist Psychologieprofessor und ein oder zwei seiner Texte sind mir irgendwann mal über den Weg gelaufen. Damals nicht mehr als eine mentale Notiz "aha, interessant". Wieder aufgetáucht, als ich begann, mich mit placentum humanum zu befassen. Seitdem Teil dessen, was ich nutze, um zu verstehen und um Heilung bei mir selbst und anderen zu unterstützen.
    Und jetzt vor ein paar Wochen halt ein Mensch, der eigentlich bei einer älteren, sehr erfahrenen und klugen Kollegin in Behandlung ist. Ich hatte teilweise die Möglichkeit, hospitieren zu dürfen - was von Kollegin und Patient eine große Geste ist.
    Zufälligerweise (oder auch nicht) katapultierte es (das Unterbewusstsein, die Heilkraft des Lebens oder wasauchimmer) diesen Menschen in die Zeit vor seiner Geburt. Der Rest war dann so, dass ich nur dankbar bin, dabei gewesen sein zu dürfen. Auch dankbar, dass die Kollegin das so genommen hat, wie sie es genommen hat. Das war Glück für den Patienten und für mich. Ich selber hab nur dagestanden, still gebetet und gedacht: "Ohne diese ganze Vorbereitung wäre das nie möglich gewesen."
    Das Interessante ist, dass dieser Mensch verifizieren hat können (Mutter lebt noch), dass es tatsächlich einen zweiten, totgeborenen Zwilling gegeben hat. Einige Symptome, die dieser Mensch über Jahrzehnte trug, sind jetzt (nach seiner Aussage, die ich nicht anzweifle) weg, andere deutlich gebessert. Und das ist jemand, der viele Jahre Selbsterfahrungs- und Therapierfahrung hat. Ich halte ihn nicht für einen, der jetzt was Nettes sagt, um bei Psychologen/Therapeuten "gut Wetter" zu machen. Das hätte der nicht nötig.

    Ich möchte nicht für Sorgen sorgen, denn es geht mir gut dabei.

    Du sorgst nicht für Sorgen, aber zumindest für die Frage, wie ein Forum wie unseres auch in Krisen Fürsorge bieten kann, ohne gezielte, kontinuierliche Krisen-Prozess-Begleitung vor Ort leisten zu können.

    Schau mal, Panther-Adler berichtet dass Ruppert ein Vorreiter dieses Themas ist

    Nicht ganz. ;) Ich sagte, dass Ruppert mit seiner identitätsorientierten Traumaarbeit da wichtige Impulse setzt/gesetzt hat und dass er auch "überlebende Zwillinge" behandelt. Und das Thema der Identität ist ja das, was viele Zwillinge umtreibt. "Bin ich eine/r? Bin ich zwei?", etc.


    Ich selber bin kein überlebender Zwilling und hatte dieses Gefühl auch nie, einer zu sein. Allerdings gibt es (oder gab es, ich habe mit der betreffenden Seele kommuniziert, soweit mir möglich) auch in Bezug auf meine Geburt ein Schuldgefühl, überlebt zu haben, während sie (die andere Seele) eben gestorben ist. Wir sind aber keine Zwillinge. Es gibt/gab nur um meine Geburt und ihren Tod herum (das war fast zeitgleich) ein paar andere Skurrilitäten. Zufälle, die vielleicht welche sind, vielleicht aber auch nicht. Wenn's Zufälle sind, dann zumindest unwahrscheinliche.
    Dieses Gefühl der "Überlebensschuld" kenne ich allerdings auch, damit bin ich Jahrzehnte rumgelaufen (oder gerollt halt ;) ), bis ich es zuordnen, klären und dann loslassen konnte.
    Liebe Grüße,
    Kirsten

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • das Bedürfnis haben, vom Marktplatz in die Höhle zu wandern

    Danke dir. Ich werde auf jeden Fall darauf zurückkommen.

    ist keiner von uns "amal eben um die Ecke"

    dessen bin ich mir bewusst. Und keiner von euch trägt Verantwortung für mich. Ich sorge sehr gut für mich und habe vor Ort, wenns knapp gehen würde, einen Anlaufstelle.


    Hier möchte ich auch betonen für alle Leserinnen und Leser, dass ich auf eine 20jährige Erfahrung in Selbstheilung zurückgreifen kann. Ich bin auf einem Stand der mir diese Arbeit mit mir selber ermöglicht. Ich bin mir so klar, meine Grenzen zu kennen und jederzeit bereit Hilfe hier vor Ort anzusteuern, sollte ich das Gefühl haben nicht mehr zurecht zu kommen.


    Allen welche dieses Thema zu Herzen geht und berührt wird, tut sich gutes professioneller Hilfe zu nehmen. Ich habe dies bereits schon mehrfach in meinem Leben in Anspruch genommen und nicht einmal bereuen müssen.

    zuordnen, klären und dann loslassen

    das ist jetzt die Arbeit.


    Ich melde mich wieder.


    Sahne

  • Zitate von Panther-Adler aus dem Faden der alles ins rollen gebracht hat:


    un-lebendig? Nicht ganz (vollständig) da? Gespalten in dieses Außen, das soviel macht und tut und kann und weiß und das Innen, das immer diesen leeren Platz hat?

    Geh hindurch. versuche, nichts zu "machen" und die Gefühle nicht zu verändern. Geh hindurch und fühle sie. Dann verändern sie sich von selbst ...


    [sbox=blau]@Sahne
    Edit Kerstin - Zitat korrigiert.
    Die Verwendung der Zitatefunktion ist Bestandteil unserer Boardregeln (Boardregel 9d).
    Hier findest du eine gute Anleitung und kannst üben, falls Du in mit einer für die Zitatfunktion ungeeigneten Gerät schreibst, wäre es nett, wenn Du die Quelle (Namen des Fadens) und die Nummer der Nachricht angeben könntest, damit jeder diesen Post gleich finden kann.[/sbox]


    Trauerarbeit


    Auf dem Boden liegend, habe ich mich zuerst geerdet dann treiben lassen, ohne Steuerung. Nur einzig alle guten Geister der Natur und der Tiere, alle Lichtwesen und Schutzgeister. Jesus, habe ich hinzugebeten, mich zu tragen in meinem Schmerz, damit ich nicht alleine bin.


    Ich lag einfach da und hab still gefühlt. Und es kam wie eine Welle über mich. Zuerst eine Gänsehaut welche über die Beine bis zum Kopf kroch, dann krampfte mein Magen und großer Druck kam in der Brust auf. Alles fühlte sich verdorrt an und tot. Ein Gedanke an Regen kam, das fand ich merkwürdig und einen Moment später brach ich in Tränen aus.


    Im Inneren hatte ich ein Bild von zwei Lichtern, welche aneinander festhielten. Wärme floss durch mich hindurch.


    Dann hatte ich das Bedürfnis zu klagen, also klagt ich an. Ich nannte meinen verlorenen Zwilling, Zwilling Seele, ohne einer Geschlechter Zuordnung. Das spielt keine Rolle irgendwie.
    Ich klagte wie alles um die Hälfte leichter gewesen wäre, wären wir nur zwei gewesen, die zu tragen gehabt hätten. Es kamen Bilder all möglicher schrecklicher Situationen in mir hoch. Und ich schimpfte, dass ich in allen so furchtbar alleine gewesen war. Ich klagte wie groß meine Leere ist, das Vermissen all die vielen Jahre und nicht wissen WAS.
    Ich klagte darüber, wenn sie nur leben würde, um wie viel mehr ich mich verstanden fühlen könnte. Ich sah mein Spiegelbild, vernahm aus einem Holz (eineiig?) und fühlte großen Verlust. Ich klagte über alles was sie verpasst hat. Meine Hochzeit, meine Geburtstage, meinen Mann, unser Bauernhaus, die tolle Umgebung in der wir leben einfach alles. Ich klagte an, dass ich dringend jemand vertrautes gebraucht hätte, als ich erfuhr niemals Mutter sein zu können. Ich warf ihr quasi alles vor die Füße. Es platze einfach unkontrolliert unter tausenden Tränen so aus mir heraus.


    Stille, dann ging alles wieder von vorne los. Ich ließ es einfach zu. Keine Ahnung wie lange ich dort gelegen bin?, bis alle Tränen versiegt waren, der Kopf dröhnte, der Körper schmerzte, anscheinend war ich sehr am krampfen?, auch keine Ahnung..


    Und dann kam die Bitte, das mich meine Zwilling Seele bitte ein Stück weit begleiten möchte. Ich ihr meine Welt zeigen will und sie solange mich mit ihrer Liebe erfüllen soll, bis ich bereit bin loszulassen.


    Ab da kam Ruhe in mir auf. Zerschlagen und fertig habe ich die Nacht traumlos durchgeschlafen. Und ich weiß nicht ob ich es mir einbilde, aber es war heute über den ganzen Tag konsequent gleich viel Energie da für mich. Ansonsten geht das stündlich bei mir rauf und runter und es kostet mich mehr Energie, als das ich selber zur Verfügung habe.
    Das war heute anders!


    Danke fürs lesen.


    Sahne

  • Hallo...


    nur so viel die Energie hält an. Unglaublich. Ich steh in der Früh fit auf und kann ohne ein einziges Tief meinen ganzen Tag meistern. Flüssig geht mir jegliche Arbeit von der Hand. Schnell und fleißig erledige ich mein Arbeitspensum.


    Ein freier Tag verlief in der Regel so dass ich schon Mühe hatte aus den Federn zu kommen. Es konnte einen halben Tag dauern bis ich aus meinen Schlaf Klamotten herausgekommen bin. Oft hat es sich nicht mehr gelohnt und ich bin damit wieder am Abend zu Bett. Eine heiße Tasse Kaffee konnte nach Stunden immer noch vor mir stehen, kalt halt und unberührt, weil ich nur hineingestarrt hatte.


    Einmal bin ich eine Stunde vor dem Staubsauger gestanden und konnte einfach nicht das Saugrohr hochheben und das Gerät einschalten. Ein anderes mal konnte ich über Tage den Geschirrspülautomat nicht ausräumen usw.


    Diese Energielosigkeit ist weg. Alles ist einfach und leicht gemacht ohne Stöhnen und ach und mach ich doch erst morgen usw. Ganz unglaublich.


    Ich meine ich war schon immer sehr fleißig, aber der Energieaufwand war bestialisch für mich. Ich konnte mich nicht erklären, wenn ich abends tot müde umgefallen bin. Oft musste ich weinen, weil ich so verzweifelt war. Ich meine wie soll ich denn erklären, dass ich keine Kraft habe ein Staubsaugerrohr halten zu können?


    Alles einfach alles in meinem Leben sieht nach außen geregelt und ordentlich aus. Es wusste niemand davon, dass es mich fast den Verstand gekostet hatte. Ich habe niemanden davon erzählt dass ich keine Kraft habe ein runtergefallenes Geschirrtuch wieder aufzuheben. Wenn niemand anwesend war, lag es halt dann mal den ganzen Tag dort am Boden. Bis kurz davor, wenn mein Mann nach Hause kommt, dann musste ich es aufheben. Ansonsten hätte ich mich erklären müssen!!! Das ist nur ein kleiner Teil von dem Ganzen.


    Ich erlebe gerade eine unglaubliche Befreiung von ??? Keine Ahnung.... Ich kann mir das alles nicht wirklich erklären. Ich lasse es einfach laufen. Es ist, als würde man etwas von mir nehmen obwohl ich ja "jemanden" bewusst hinzu genommen habe.


    Ich stehe auf, sehe was anliegt und lege los. Ich denke gar nicht darüber nach ob ich Kraft dazu habe. Es fließt, das ist das richtige Wort dafür. Alles fließt einfach so dahin und ineinander und ist auf einmal logisch. Ich kann mich leider nicht besser erklären. Vielleicht bin ich auch zu emotional und sollte mich zu einem anderen Zeitpunkt nochmal besser ausdrücken. Aber das musste nun raus hier.


    Gruß Sahne

  • :denk:


    Es treibt mich um, die Frage ob die Energie des nicht geborenen Mehrlings an der Eigenen hängen kann, als wie in einer Familienaufstellung, wenn z.B. der verstorbene Großvater bei einem seiner Enkel starke Präsentes zeigt?
    Man sogar sagen kann, der eine oder andere Ausdruck ist identisch mit dem des Großvaters einst.


    Was wenn der verstorbenen Mehrling nicht die Aufgabe hatte, mich bis zu einem Stück zu begleiten, da ich sonst selber nicht auf diese Welt gekommen wäre? Sondern tatsächlich selber in die Erfahrung des Irdischen kommen hätt wollen?
    Was wenn er aus rein natürlichen Gründen sterben hat müssen und darüber nicht erfreut gewesen war?


    Franz Ruppert sagt dazu: "Die Seele begingt bereits bei der ersten Zellteilung." Und das die Energie des Verstorbenen im Zellwasser des Anderen fest verankert sei.


    Wenn er, der verstorbenen Mehrling, nicht damit gerechnet hatte so früh wieder gehen zu müssen und laut Ruppert (rein spekulativ) dieser bereits beseelt gewesen sein muss?
    Kann die Seele sich doch an den Überlebenden haften, um in dieser rein energetischen Form, zumindest so eine Ahnung vom irdischen zu erfahren?


    Wie ich darauf komme?


    Es passiert ganz viel in mir. Ich bin nach der Trauerarbeit in die Kommunikation mit meinem Zwilling gegangen und erhalte tiefe Emotionen zurück. Gestern hatte ich, da ich mich im Wald verlaufen hatte, einen 3,5 h Spaziergang absolviert. Und ich ging ins Gebet mit meinem Zwilling, Jesus und all den guten Lichtwesen und Naturgeistern. Vor allem weil ich im Wald war, waren mir diese besonders wichtig.


    Und ich musste stehen bleiben, weil auf einmal ein ganzer Berg an Trotz in mir aufkam. Ich wurde stink wütend auf den Zwilling. Und es kam mir ein Junge vor meinen Augen vor. Ich stand da und hielt die Augen geschlossen, lauschte einzig dem Rauschen in den Ohren und den Natur Geräuschen, die im Winter sehr laut sein können.


    Und dann spürte ich Angst, aber nicht meine. Die Angst wurde sehr stark und es kamen Bilder aus meiner Kindheit in mir hoch, wie ich z.B. die Prinzessin an Fasching gehasst hatte. Ich wollte lieber Cowboy sein. Das ich immer auf kurze Haare bestanden hatte. Das die Menschen lange davon ausgingen ich sei ein Junge. Ich hasste Kleider. Es war ein Drama, wenn meine Mutter darauf bestand. Es ging so weit, dass ich das Kleid einmal auf dem Schulweg auszog und in Unterwäsche auf der Schule aufschlug.


    Ich war sehr burschikos, angstfrei, immer zerschrammt, ein Raufbold, trug nur Hosen und war immer bis ich meinen Mann kennengelernt hatte unter Jungs bzw. Männern. Als ich meinem Mann meinen Freundeskreis vorstellte, verstand ich seine Verwunderung darüber nicht das ich in einer reinen Männer Gang war.


    Das was junge Mädchen alles machen, machte ich nach, aber identifizieren konnte ich mich damit nicht. Meine heutige innere Weiblichkeit hat jahrelange harte Arbeit daran gebraucht.


    Ich stand da im Wald mit einer mortz Angst in mir und spürte dass sie nicht meine war und die Bilder kamen immer mehr. Ich sah mich heimlich Motor Kross fahren, ich wollte immer stark sein für meinen Vater, hart anpacken, schwer heben, schuften wie ein Tier, tiefer und schneller graben als jeder andere. Ich wollte Jungs gefallen, als Kumpel, habe mit ihnen konkurriert. Viel Bilder und Gefühle, wie ich mich bemühe, der beste junge der Welt zu sein.


    Und wenn meine Eltern, und das tun sie heute noch, mir mit strahlenden Augen erzählen, dass sie sich so sehr ein Mädchen gewünscht hatten, werde ich stink wütend. Früher habe ich sie der Lüge bezichtigt, weil ich auf allen Bildern wie ein Junge aussah. Ich habe behauptet sie hätten mich Äußerlich als Junge gehalten und konnte/wollte ihnen nicht glauben, dass ich das immer so wollte. Aber gestern fielen die Schuppen von den Augen und ich verstand.


    Und immer, immer, immer, immer, wenn ein Junge auf mich zukam, konnte ich mit dem nichts anfangen? Es war ein Kumpel und wenn ich mich verliebte, war es die Liebe zu einem Bruder!!! Mein Mann ist der einzige Mann, den ich sofort als meinen Partner sah. Unglaublich!


    Mein Zwilling war ein Junge. Und dieser Junge blieb bei mir? Ist das Möglich? Denn die Angst war seine? Und als ich dachte dies so zu verstehen, kam wieder der Trotz und die Wut auf ihn in mir hoch. Ich sagte instinktiv: "Bitte gib mich frei." Und dann kamen die Tränen und die Erleichterung.


    Sahne

  • Liebe Sahne,


    spüre doch einmal in dich hinein, ob du deinen Bruder von deiner Anklage befreien kannst ?


    Wer weiss , aus welchen Gründen er sein Leben nicht leben konnte ?
    Und was geschehen ist und was dahinter steht ?


    Tatsache ist, dass du dein Leben leben darfst . Was für ein Geschenk.


    Mit all den Begleiterscheinungen die dein Leben hat und zeigt - und die zu dir gehören.
    Und vielleicht auch bereichern, je nach Blickwinkel.


    Liebe Grüsse, toshka

    * remember to walk in beauty *

  • die Antwort ist
    VERGEBUNG.....


    dir selbst gegenüber zuerst
    dann kommt Brüderlein
    dann MAMA...


    aber immer DU
    zuerst


    in deinem jetzigen Leben
    hier und da...


    JETZT!


    ja und vergiss MAMA nicht...
    erlöse sie von ihrem ATEM!

    manxmal im "Ab-seits".... :ohmann::wech:

  • Liebe Panther-Adler :


    ..ich bezog mich auf das Geschriebene von toshka, und was natürlich nicht heisst dass es allgemein gültig ist... berufe
    mich da auf Ho`o pono pono...

    spüre doch einmal in dich hinein, ob du deinen Bruder von deiner Anklage befreien kannst ?

    .... einer der Fragen an mich selbst, oder um wieder etwas "richtig zu stellen..." ist auch das Vergeben ...Ich vergebe mir selbst, dass ich mich in diese Situation gebracht habe. Ich alleine trage Verantwortung für die Situationen die mir widerfahren....

    Tatsache ist, dass du dein Leben leben darfst . Was für ein Geschenk.

    ... erst wenn ich im Herzen im Reinen mit mir selbst bin und mir selbst vergeben habe, ist es überhaupt möglich in das Gefühl der "Dankbarkeit" zu kommen....

    Mit all den Begleiterscheinungen die dein Leben hat und zeigt - und die zu dir gehören.
    Und vielleicht auch bereichern, je nach Blickwinkel.

    ... erst mit all diesen Erfahrungen ist es ihr möglich zu erkennen, wie wertvoll all dieser Schmerz auch war.... um im hier und jetzt zu landen...


    das ist jetzt nur meine persönliche Interpretation!


    Ob es sich für jemand anderen auch so erschliessen kann, oder es so nachvollziehbar sein kann, weiss ich leider nicht!


    Liebst gegrüsst!


    die Licht-Fee


    p.s. @ Sahne: EEEEEEndlich ich hab das Buch gefunden... es ist nach den Feiertagen auf den Weg zu Dir!

    manxmal im "Ab-seits".... :ohmann::wech:

  • Es treibt mich um, die Frage ob die Energie des nicht geborenen Mehrlings an der Eigenen hängen kann

    Kann die Seele sich doch an den Überlebenden haften

    das ist das was mich beschäftigt.

    ob du deinen Bruder von deiner Anklage befreien kannst

    ja habe ich. Es war ein Moment der wichtig war auszuleben. Aber dann ist es auch gut. Ich bin niemand der sich ewig im Klagen aufhält oder gar nachträglich ist. Das ist mir zuwider. Einmal raus und freigesprochen davon und dann ist es gut.

    Tatsache ist, dass du dein Leben leben darfst

    Das ist so und ich habe es als Geschenk gewürdigt. Es ist meine Erfahrung die ich gehen soll und ich hadere nicht damit. Bin ganz im Hier damit.

    VERGEBUNG.....


    dir selbst gegenüber zuerst

    Ich vergebe mir nicht (weil es nichts zu vergeben gibt), denn ich habe dem nichts beigetragen. Die Entscheidung lag nicht bei mir das es kam wie es ist. Ich habe auch kein schlechtes Gewissen, dass ich lebe, denn ich bin davon überzeugt, dass alles einem Plan folgt, der sich uns wenn überhaupt ganz am Ende erschließen wird?! Für mich gilt es zum Heil hin zu lösen zu können.

    Verantwortung für die Situationen

    ...übernehme ich wahrlich in dem ich bin und kommen lasse was ist. Das ist ja gerade dieser Prozess in dem ich mich befinde. Ich werde mit allem was dazu gehört nun für Heilung sorgen. Ich übernehme MEINEN Teil des Ganzen.

    erst wenn ich im Herzen im Reinen mit mir selbst bin

    Das ist schon lange so in mir! Ich glaube das Jetzt kann nur sein, weil ich im Herzen mich liebe. Das hat ewig gedauert. Ich liebe mich sehr, und bin mir wertvoll, mich um mich zu kümmern. Ich erkenne meinen Wert für mich und verstehe, dass ich mich befreien sollte, um ganz im ich (oder so weit als es mir möglich ist) im ich auch anzukommen.

    ... erst mit all diesen Erfahrungen ist es ihr möglich zu erkennen, wie wertvoll all dieser Schmerz auch war.... um im hier und jetzt zu landen...

    das stimmt, kann ich so annehmen und erkenne es auch als solches. Die Frage bleibt, und eure Meinung hinzu ist mir wichtig:

    ob die Energie des nicht geborenen Mehrlings an der Eigenen hängen kann

    denn, und an diesem Punkt stehe ich gerade und hab einen Haiden Respekt davor.


    Er muss gehen?! Muss mich frei setzen, um in MEINE Erfahrungen kommen zu können. Nicht Sandra die zweigeteilte, sondern Sandra das Individuum! Ich bin Teile von Allem was hinter mir steht, dass weiß ich. Aber er ist die angezogenen Bremse. Er ist das Gewicht. Er lässt mich am Ende des Tages zusammengefaltet um acht zu Bett gehen, weil die Energie weg ist. Er ist der Grund warum ich mich eher als Junge gefühlt hatte als das Mädchen? Er hat die Erfahrungen auch als dessen machen können, denn ich war mehr Junge als je ein Mädchen.


    Ist das Möglich? Ist meine Frage. Lebe ich für zwei? Saugt er an mir, damit er leben kann? Damit er in die Erfahrung des Irdischen kommen kann? weil es ihm verwehrt blieb, aus mir unerfindlichen Gründen.


    Denn da ist zum einen die Trauerarbeit die ich leiste und zum anderen dieser Trotz. Und Trotz entsteht weil uns etwas genommen wird oder wir nicht erhalten was aus unserer Sicht zusteht. Ich rangle mich um meine Position.


    Ich fühle in mir es geht um Abschied. Das zerreißt mich gerade ein "wenig", habe ich ihm auch viel zu verdanken.


    (Ihr Lieben das hat Zeit bis nach den Feiertagen. Es gibt die Tage Anderes zu leben und erleben. Schöne Tage mit allem was EUCH am Herzen liegt.)


    Sahne

  • Liebe Sahne,


    ich hatte und habe den Kontext, was Du mit Klage meinst, völlig anders verstanden. Drum war ich so verwundert und stellte die Frage, was das denn mit Vergebung zu tun habe.
    Bei mir ist Deine Klage überhaupt nicht als "Anklage" an Deinen verstorbenen Zwillingsbruder angekommen, sondern als Trauerklage. Als "Beklagen", nicht im Sinne von "jammern", das ja heute oft einen negativen Touch hat, sondern als "Wehklage", als "Leid klagen".
    Und das ist (meiner Meinung nach) ein heute in unserer Kultur viel zu kurz kommender Aspekt des Trauerns.
    Natürlich darfst Du klagen, darfst Deinen Zwillingsbruder betrauern, warum denn nicht?
    Natürlich darf auch die Wut sein.
    Es darf aber auch (und wird vielleicht auch) ein Drittes werden?
    Es gibt einen alten lateinischen Spruch, den ich im Zusammenhang mit Trauer sehr liebe. Er ist eher eine Redewendung und ganz kurz:
    "lumen tu me". Du kannst es im Grunde übersetzen mit: "Du bist mein Licht, du bist mir ein Licht." oder auch (moderner): Licht zwischen Dir und mir.
    Und ich glaube, dass zwischen Seelen, die sich nahestehen, dieses "Licht"stets leuchten kann, auch wenn sie unterschiedliche Dichte haben. Wenn alles im Frieden ist. Dann ist eine "Licht zwischen Dir und mir"- Beziehung, die niemanden schwächt und alle Beteiligten stärkt, meiner Meinung nach auch zwischen Lebenden und Verstorbenen möglich.
    Jetzt geht das noch nicht, denn da ist Schwächung, denn, wie Du sagst, nimmt Dir diese Verbindung Energie und kostet Dich Kraft. So soll es nicht bleiben, das ist Euch beiden nicht wohl.

    icht Sandra die zweigeteilte, sondern Sandra das Individuum!

    Hierzu noch: Liebe Sandra, jetzt wird es in meiner Antwort ein bissel arg theoretisch und für manchen auch "verstiegen". Das riskiere ich jetzt, auch wenn es vielleicht Leute geben wird, die sich sagen: "Jetzt ist die Panther-Adler total durchgeknallt." Ich kann nichts von dem, was ich jetzt sage, beweisen. Wie sollte ich? Ich sag's dennoch.
    Möglicherweise gibt es tatsächlich geteilte und ungeteilte Seelen. Also Duale und Individuale. Und vielleicht hat unser Wort "individuell" und "Individuum" damit zu tun.
    Lass mich kurz(!) erklären, was ich damit meine:
    Der Begriff "Dualseele" und auch der Begriff des "Seelenzwillings" geistert schon sehr lange durch die Esoterik und viele schreiben ihn und seine angebliche Bedeutung voneinander ab. Manchmal werden die beiden Begriffe "Dualseele" und "Seelenzwilling" auch synonym benutzt.
    Viele stellren sich darunter (unhinterfragt) eine romantische Liebesbeziehung vor, den/die Richtige/n, den/die es bloß zu finden gilt. Das ist deshalb so anziehend für viele, weil es die Sehnsucht nach Ganzheit bedient.
    Es gibt viele Bücher dazu und sogar eine Seelenlehre (Hasselmann/Schmolke), die auf der Ergründung seelischer Gegebenheiten und Seelenbeziehungen untereinander fußt. Dort wird die Dualseelenbeziehung zwar nicht romantisiert, aber dennoch als eine der 4 ewigen Seelenbeziehungen bezeichnet, betrachtet und ausgeführt. Auch ich habe einiges für mich aus der Seelenlehre gelernt (Die Bücher über die Ängste und ihre Wirkungen sind meines Erachtens brillant und haben mir sehr oft geholfen, mich selbst oder andere zu verstehen)- und letzten Endes war es sogar eine sehr spezielle Begegnung, die mich 1998 diese Bücher suchen und finden ließ.
    Somit war also das "Jeder hat eine Dualseele" zunächst mal Arbeitshypothese. Im weiteren Verlauf stieß ich allerdings auf eine weitere Deutung des Begriffs und Phänomens und zwar dahingehend, dass es
    a) Seelen gibt, die männliche und weibliche Anteile in sich tragen (also geschlechtlich ungeteilt sind) und
    b) Seelen gibt, die sich teilen und quasi also immer einen männlichen Anteil und einen weiblixhen Anteil haben. Diese Anteil sind in sich urweiblich und urmännlich und inkarnieren auch jeweils als Frau, bzw. als Mann. Und haben tatsächlich die Aufgabe, sich zu finden oder inkarnieren von vornherein gemeinsam, weil sie eben eine Seele miteinander teilen.
    Während die anderen, die ungeteilten, eben eine Seele pro Körper haben und diese Seele halt männliche und weibliche Anteile besitzt.


    Als Zwillingspärchen zu inkarnieren wird als ein beliebter Weg für jene geschildert, die zwei Körper, aber eine gemeinsame Seele haben.


    Was da jetzt stimmt? Keine Ahnung. Von mir weiß ich, dass ich nach der Definition keine Dualseele bin, sondern Individuum, das Anteile beider Geschlechter in sich trägt.
    Ob Du jetzt der weibliche Anteil und Dein nicht geborener Zwilling der männliche Anteil einer gemeinsamen Seele ist oder ob ihr zwei Seelen seid, die einfach ganz eng miteinander verbunden sind (auf der seelischen Ebene) - das weiß ich nicht.
    Liebe Grüße,
    Panther-Adler

    Sachen gehen in Scherben, wenn die Scherben das Wirkliche besser treffen als das Heile. (Susanne Riedel)

  • Ich klagte

    Ich klagte ihm/ihr meine Trauer. Und für einen kurzen Moment klagte ich an, weil ich wütend wurde, dass er/sie mich alleine gelassen hatte. Das war aber nur ein sehr kurzes Auflodern.

    ob ihr zwei Seelen seid

    Ich fühle mich zwei.


    Danke dir für deine Zeit. Ich muss dass erst sacken lassen. Es passiert gerade ganz viel an inneren Bildern und Kommunikation. Dem werde ich Raum geben so viel es braucht.
    Melde mich...


    Sahne

  • Ich habe Stille walten lassen. Mich treiben lassen. Nichts in die Richtung getan und nichts entschieden.


    Die Schwere und alle anderen Begleiterscheinungen haben mich wieder. Mit dem Unterschied, dass es nun unerträglich ist, da ich für Tage diese Leichtigkeit und Lebensenergie spüren konnte. Für mich ein Ereignis, dass auch ich in den Genuss so einer erfüllten Lebensform kommen kann ohne gewaltsamen Energieaufwand zu betreiben.


    Das ich dachte ich geh da hindurch und fertig, war/ist ein Trugschluss. Ganz klar, wenn einem über 45 Jahre hinweg jemanden begleitet, kann man nicht erwarten, dass dieser sich von einen Tag auf den anderen verabschieden lässt.


    Hinzu gekommen ist, dass die Kommunikation mit dem Zwilling mir Furcht ein flöhst. Sehr seltsam. Ich friere sofort und breche augenblicklich die Kommunikation ab. Es fühlt sich wie eine Art Bedrohung an?!


    Ich bin durcheinander und weiß nun nicht ob ich es schon erwähnt hatte, aber vor Wochen traf ich meine Sandkastenliebe auf einem Weihnachtsmarkt. Er hatte mich mit meinem Mädchennamen angesprochen. Unglaublich, denn ich hätte ihn nicht wiedererkannt, so verwachsen sah er aus. Nur die eisblauen Augen haben mich an jemand erinnert und es dauerte zwei drei Sekunden bis ich wusste, wer da vor mir steht.


    Und dann geschah etwas sehr beeindruckendes, als hätte es die vergangenen 38 Jahre niemals gegeben, waren wir in so einer Art Seifenblase der Kindheitserinnerungen und Gefühle eingepackt. Alles war sofort vertraut und wir haben uns ständig berührt. Gott sei dank ist mein Mann in meinem Weg eingebunden und hat verstanden was dort geschah. Sonst hätte ich viel zu erklären gehabt.


    Diese Begegnung war so wohltuend und zum richtigen Zeitpunkt, denn ich habe sehr bewusst wahrgenommen wie hungrig ich nach dieser Verbundenheit aus meinen Kindertagen bin. Wie verzweifelt und gierig es mich zu diesem einen Ganzen hinzieht. So eine Art Verschmelzung die ich suche mit jemanden.


    Das geht natürlich nicht, aber dies bewusst zu erfahren war sehr wertvoll.


    hm.....bin ein wenig ausweglos in mir. Aber ich vertraue dem Prozess und es wird sich zeigen, welch nächsten Schritt ich zu gehen habe.
    Ziel ist es diese freiwillige Lebenslust dauerhaft einladen zu können.


    Sahne