Meine Nahtoderfahrungen

  • Ich hatte bereits drei Nahtoderfahrungen.


    Die erste war mit fünf Jahren. Sie war gewaltsam und darum ist sie mit Angst besetzt. Aber ich kann mich noch sehr gut an dieses wunderschöne Licht erinnern, das ich sah. Ich empfand dieses Licht als reine Liebe. Danach habe ich immer wieder nach dieser Art Licht gesehnt.


    Die zweite war auch gewaltsam. Ich beging das jüngste Gericht und meine guten Taten wurden gegen meine schlechten Taten aufgewogen, aber die guten Taten überwogen, darum durfte ich den Himmel sehen. Ich verließ sogar meinen Körper und entfernte mich von der Erde, auf einen Lichtpunkt zu schwebend. Dann hing ich fest und kam nicht mehr weiter. Ein Licht kam zu mir und sagte, ich hätte noch eine Aufgabe auf der Erde zu erfüllen und brachte mich zurück.


    Bei der dritten nahm ich zu viel von meinen Medikamenten und meine Atmung setzte aus. Ich wachte auf einem Bett liegend in einem Raum wieder auf. Neben mir lag ein Kind. Dieses Kind entwickelte sich zu einem Mann und ich unterhielt mich mit ihm. Es war Gott. Er erklärte, ich hätte mich selbst umgebracht und sei nun hier. Aber ich wollte das nicht einsehen und erklärte ihm meinerseits, dass ich meine Medikamente brauche. Er wollte wissen warum und wozu. Ich erklärte es ihm. Er sagte, er lasse mir meine Medikamente und schickte mich zurück.

    Ich wurde reanimiert.


    Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod, weil ich weiß, dass es nach dem Tod weitergeht.

    Wir sind alle hier nur auf einer Reise, von einem Abenteuer ins nächste.

  • Liebe Lilly


    Ich finde die ersten beiden Erfahrungen wunderschön, ich hätte das auch gerne erlebt weil Menschen immer erzählen wie verändert sie zurückkommen.


    Allerdings würde ich mir dann doch wünschen wenigstens eine Art von Heilung zu bekommen oder Wissen, welches ganz praktisch etwas verändert in meinem Leben oder meinem direkten Umfeld.


    Also Gott zu treffen und trotzdem krank zu bleiben ist ja irgendwie sehr suboptimal, wobei ich auch schon sowas wie Gotteserfahrungen hatte und das läuft völlig anders als erwartet, ist aber in jedem Fall sehr beeindruckend.


    Meine Tochter hatte mal einen Traum von Gott, als sie etwa sechs war, davon hatte sie mir ein Bild gemalt und danach war sie war überzeugt davon es gibt gleichzeitig einen Muttergott und einen Vatergott.

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Süß.


    Nein, so darfst du gar nicht denken, brigid. Er hat mich über die Krankheit aufgeklärt und als er verstand, dass es keine andere Lösung gibt, hat er entschieden, mir meine Medikamente zu lassen. Diese Krankheit ist ein Prozess, den er mir nicht vorenthalten möchte.

    Was er mir hinterlassen hat, ist Hoffnung und das Versprechen, eines Tages geheilt zu sein.

    Das ist viel wert.

  • Liebe Lilly


    Es gibt ein paar wunderschöne Filme über Nahtoderfahrungen, kennst du sie ?


    Z.B. Den Himmel gibt's echt und Himmelskind.


    https://youtu.be/sAQd_8sl088


    https://youtu.be/ho8LvDnhqMk



    Das Mädchen im zweiten Film, der wohl auch auf einer wahren Begenheit beruht, war vor ihrer Nahtoderfahrung unheilbar krank und danach gesund.

    Es ist also grundsätzlich in manchen Fällen möglich, nach Kriterien, die wir wahrscheinlich nie verstehen werden.


    Also nein, ich kritisiere ja nicht deine Erfahrung an und für sich, wenn du für dich dadurch die Hoffnung auf Heilung bekommen hast und eine Lebensaufgabe.

    Es erinnert mich nur an meine eigenen schwierigen Momente, in denen ich sehr mit dem "göttlichen Prinzip" und all dem scheinbar sinnlosen Leid dieser Welt gehadert habe.

    Es gibt sehr viele, absolut vorbildliche Menschen, die an langjährigen Krebsleiden sterben und bei anderen fragt man sich manchmal warum gerade sie die Gnade der Rettung erhalten.

    Nicht jedem wird gesagt was er denn falsch macht, was er an seinem Leben verändern kann.

    Es steht wohl im Lebensplan geschrieben wann und wodurch jemand sterben wird und keine noch so gut ausgefeilte Heilmethode kann das abwenden.


    Der zweite Punkt, der mich ein bischen stört ist dass Gott Psychopharmaka akzeptabel finden sollte, bei all den vielen Nebenwirkungen, die sie haben.

    Sie können ja nur eine vorübergehende Notlösung sein bis die Medizin bessere Wege gefunden hat.


    Liebe Grüsse

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Der zweite Punkt, der mich ein bischen stört ist dass Gott Psychopharmaka akzeptabel finden sollte, bei all den vielen Nebenwirkungen, die sie haben.

    Sie können ja nur eine vorübergehende Notlösung sein bis die Medizin bessere Wege gefunden hat.

    Dazu müsste ich dir erzählen wie Gott diese Krankheit sieht, aber das führt jetzt zu weit.