Die mystische Braut... die sich nicht traut.

  • Hi!

    Auch das hier ist ein Traum aus der jüngsten Vergangenheit. Beim Aufschreiben dieses Traumes fielen mir wortwörtlich die Schuppen von den Augen... zu spät. Hier war eine wundervolle Möglichkeit... und sie wurde nicht erkannt und nicht genutzt. Soviel zur Selbstkritik :/


    Wenn Ihr deutet möchtet lasst euch nicht davon beeindrucken das ich hier erkläre irgendwie zu „wissen“ um was es hier ging. Interpretiert nach Herzenslust! Ich kann nicht sehen was ich nicht sehe und ich kann nicht wissen was ich nicht weiss.

    Und ja, dies ist wirklich ein Traum gewesen, keine Reise. Ich hätte doch niemals bewusst eine weibliche Seite zugelassen...



    Die mystische Braut die sich nicht traut.


    Ich befinde mich auf einer schönen Insel. Das Wetter ist sonnig aber nicht zu warm. Ich wusste, ich werde gerade. Außerdem war da noch etwas seltsames... ich war eine eine Frau. Das ist etwas völlig neues in meinem Traumerleben.

    Ich hatte sogar noch eine Begleiterin. Sie war bei mein Prüferin. Sie war ganz in schwarz gekleidet.

    Wir streiften gemeinsam durch die von mir angelegten Gärten, Straße, Wege und auch der Häuser die ich auf diesem Teil der Insel konstruiert hatte.

    Gerade jetzt bewunderte ich die dicken fleischigen Blätter der Pflanzen zu meinen Füssen. Ich genoss es ihre Energien zu betrachten, ihre Merkmale, Formeln und Gleichungen. Man hätte sie kaum besser machen können mit den mir zu Verfügung stehenden Mitteln und auch meine Begleiterin war mit meinem Werk recht zufrieden.


    Als ich dies erkannte wagte ich es die Bewohner dieser Gegend erscheinen zu lassen. Ich war mir unsicher ob sie meiner Begleiterin gefallen würden, da ich sie in der gegenwärtigen Form lediglich weiterentwickelt hatte und sie erst später beabsichtigt sie durch Eigenentwicklungen zu ersetzen. Der Prüfungszeitraum hatte hierfür nicht mehr ganz ausgereicht....

    Aber auch meine tierhaften Bewohner fanden den Zuspruch meiner Begleiterin und schließlich erklärte sie mir das ich die Prüfung bestanden hätte. Ich war überglücklich!

    Dann führte sich mich zu dem Aufzug in dem der Ausgewählte nach oben gebracht werden sollte.


    Die Türen des Aufzuges öffneten sich erst als wieder als ich oben angekommen waren. Ich trat an die offene Türe und schaute mich ein wenig um. Ich fand einen Raum vor der, einem kleinen Amphitheater glich. Nur mit dem Unterschied das dieses kleine Amphitheater nicht geschlossen, sondern etwa zu einem viertel geöffnet war. Und zwar an der Stelle wo sich der Ausgang des Aufzuges befand.

    Ich sah, dass eine ehemalige Begleiterin bereits auf einem Platz zur linken des des Amphitheaters saß. Mir Gegenüber saß jemand den ich nicht genau erkennen konnte und... an der rechten Seite des Kreises saß ein Mann der zu weit weg war um ihn zu erkennen.

    Ich verließ ich den Aufzug und schaute mich um.


    Der Ort schien im Freien zu sein sein. Das Licht wirkte wie ein sehr helles Tageslicht. Dann waren da noch weitere einzelne, sehr helle „weibliche“ Farben wie Rosa, Violett, Flieder... irgendwie... kam da meine männliche Ader zum Vorschein....


    ... und ich konnte für einen Moment das Gefühl nicht unterdrücken in irgend so einer klischeehaften Dating- oder Castingshow von RTL zu sein aber da... so was lächerliches! Dieser elendige romantische Kommerzkitsch! Völlig niveaulos! Aber ja nun... ich war je jetzt eine Frau... und so entsetzlich wie ich es eben noch fand... eigentlich wars doch auch ganz hübsch... aber irgendwie war da trotzdem nun der Zauber gebrochen... mit meiner Weiblichkeit...


    Jetzt wollte ich mir doch erst einmal einen Überblick über dieses Amphitheater verschaffen. Denn nun misstraute ich dieser Angelegenheit. Ich wandte mich nach Rechts kletterte ein paar Stufen hoch und schaute zurück wo ich her kam. Dann drehte ich mich zum Aufzug um von dem ich hergekommen war.

    Ich sah das er nicht rechteckig war sondern kreisrund. Und da was ich sah wirkte mehr wie ein Bildschirm oder ein Spiegel. Und vor diesem Spiegel waren nun Stufen die denen des Amphitheaters glichen.


    Jetzt schaute ich in den Spiegel. Und da sah ich Ihn. Den „Kaise von China“. Er war es daran gab es keinen Zweifel. Schwarz und lebendig. Ich erkannte ihn... aber ich... aber irgendwie auch nicht... mein Herz blieb ungerührt.

    Zwei seiner Arme kamen durch den Spiegel hindurch. In seinen Händen trug er eine schwarze Maske.

    Ich wusste das er erwartete, dass ich vor ihm auf den Stufen Platz nehmen würde um meinen Platz in diesem Kreis anzunehmen. Und ich wusste, sollte ich diese Maske erst einmal aufgesetzt haben... haben würde sie für immer ein Teil von mir sein!

    Ich fühlte einen Trotz in mir. Ich wollte mich nicht auf diese Weise binden. Ein kindlicher Gedanke ging mir durch den Kopf. Wie ein trotziger Junge „Nicht mit mir.“

    Plötzlich hatte ich ein Verlängerungskabel mit drei Steckdosen am Ende in der Hand.

    Wie eine Peitsche schwang ich dieses Kabel und schlug nach dem Mann der der in meiner Nähe saß obwohl er mir nichts getan hatte.

    Dann schlug ich nach der Frau aus der Mitte... sie zeigte eine Reaktion, stand auf und öffnete das Spiegel... Tor... das so zu einem Portal wurde und einen Weg nach „draussen“ freigab.


    Auch „draußen“ war dieses weiße und rosafarbenes Licht. Und Kirschblüten die von einem Abgrund herauf wehten und in der Luft hingen wie Schnee. Ich wollte mich beeilen denn ich fürchtete der Kaiser würde sonst kommen und mich noch aufhalten...

    Und da kam er! Er kam von oben aus dem Licht herunter. Er wirkte ungeschickt und konnte sich nicht am Boden halten. Er tat etwas das mich veränderte, denn ich begann mich zu verändern... ich war nicht mehr diese Frau. Ich war nun der menschliche Mann der ich hier auf Erden bin. Nackt und verschwitzt wie ich wohl da im Bett lag. Ich fühlte mich unpassend und unrein an diesem Ort. Deplatziert. Zu grob und zu groß.


    Die Person die zuvor die Türe für mich geöffnet hatte schubste den Kaiser der immer wieder versuchte sich mir unbeholfen zu nähern fort und machte mir so den Weg frei. Dann fing sie eine der kleinen Blüten ein und gab mir zu verstehen das mich diese Blüte nach unten tragen würde. Irgendwie setzte ich mich auf dieses Blüte und sprang hinunter. ich spürte noch das sich jemand an mir festhielt... und dann fiel ich sehr schnell herunter... ich hatte keine Angst ich wusste sobald ich schnell genug falle wird die mich Tragen. Und sie trug mich und meine Umgebung wurde unscharf...

    ...und ich erkannte das ich an die Grenzen dieses Raumes gekommen war... ...und wachte nackt und verschwitzt in meinem Bett auf und war wach.



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    Notiz an Moderation: Das ist mein Bild, ich darf es verwenden. Der Titel lautet "Der Kaiser von China".