Lass es einfach sein ...

  • ... den Rede-Stab nehmend ...

    und noch momentan nicht wissend, wie dieser Faden heißen soll.

    Liebes Forum,

    ich nehme Dich mit auf eine Reise, der der letzten etwa 12 Monate.
    Dieser Teil des Forum ist von außen einsehbar, so werde ich von meinen Eindrücken erzählen,

    die vielleicht auch für einen anderen Menschen essentiell sein könnten.

    Ende letzten Jahres im Dezember 2018 legte ich mich für eine Studie für eine Stunde in ein MRT.

    Die Aufgabe war, still zu liegen, um besonders gute Bilder und so einen Status zu bekommen.
    In der 2. halben Stunde durfte ich den Anweisungen der Untersuchungsleiterin folgen

    und in Ihrem Rhythmus atmen oder den Atem innehalten.


    Am meisten gruselte es mich im Vorfeld:

    • einen Hustenanfall zu bekommen, er nur durch einen Schluck Wasser zu beruhigen ist
    • die Toilette aufsuchen zu müssen, oder beim Unterdrücken des Urin-Drucks mich so anzuspannen oder zu zappeln, dass die Untersuchung Fehlbilder produzieren könnte.
    • die Fußzehen oder sonst ein nicht erreichbarer Bereich des Körpers sehr jucken könnte ...

    Mein Partner hatte ein Jahr zuvor die Untersuchung abgebrochen, weil es ihm zu heiß geworden war.


    ich hatte also ein mulmiges Gefühl des Ausgeliefertseins.


    Solange die Mitarbeiterin mich anschnallte war es noch gut, doch als diese sagte,

    dass in der ersten halben Stunde der Raum dunkel sein würde ... spannte ich mich doch an ... meinte aber,

    in der Gewohnheit, alles den Verantwortlichen abzugeben, dass es mir nichts ausmachen würde.


    Dunkelheit ist ja auch okay ... ist eben dunkel ...


    Dann zog das Gerät den Schlitten auf dem ich lag in die Röhre.


    Das war interessant


    • da waren unterschiedliche Geräusche, auf die ich mich konzentrieren konnte, die einen Rhythmus vorgaben, den ich fortführen konnte.
    • da wurde der Schlitten ruckartig vor und zurück bewegt, so dass ich loslassen konnte
    • mit dem befürchteten Jucken versuchte ich mich zu quälen, aber ich fand eine Möglichkeit mich so auf die Geräusche zu konzentrieren, dass das Jucken nicht mehr wichtig war.
    • Das Dunkel war nicht dunkel, denn ich konnte die Ärztin in ihrem Raum sehen, und ihr Gesicht war vom Monitor beleuchtet.

    Die Zeit verlief im Flug, als die Ärztin mir die Atemanweisungen gab, war das sowieso kurzweilig.


    In dieser Zeit im MRT kam mir auch die Idee, dass in der Bewegungslosigkeit gefangen zu sein.


    Als Krankengymnastin bewegte ich viele Menschen, die im Wachkoma lagen täglich ein bis zweimal durch.
    Da wurde uns in der KG-Schule eingebläut, dass wir auf die Lebensdaten des Monitors achten sollten und

    wenn diese den Schlaf andeuten würden, den Menschen nicht zu wecken, sondern später noch einmal zu kommen.

    Diese Erfahrung im MRT war essentiell für mich.


    Hier war es das Sein lassen, der körperlichen Bewegung.


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    Jetzt das Sein-lassen im Bezug auf andere Menschen.


    Das Ehepaar Blau (Name von mir geändert) wohnt seit 30 Jahren gemeinsam in dem alten Haus im Dachgeschoss,

    sie allerdings schon 60 Jahre und ihr Papa (ein munterer Greis über 90 Jahre) im Erdgeschoss.


    Das Haus soll verkauft werden und das Ehepaar Blau muss alle 2-3 Wochen den Makler mit einem Interessenten durch die Wohnung

    und die des Vaters führen. Das nervt, da sie ja so erzogen ist, dass wenn Besuch kommt die Wohnung picobello ist.


    Da sie auch noch mit Kohle heizen und inzwischen ein Interessent erwog das Haus zu kaufen und mit der Sanierung im Dach zu beginnen,

    begann sie eine zahlbare Wohnung zu suchen. Ihr Partner ist durch eine Krankheit der Augen fast erblindet und eine süße Hündin haben sie auch.

    Sie fand zuerst eine Wohnung in einer Straße über deren Namen wir uneins waren =)


    Doch die Vermieterin wollte sie nicht, sagte das allerdings nicht, sondern ignorierte die Anrufe von Frau Blau.


    Dann durch Zufall ^^... traf sie eine Frau beim Hundespaziergang, die sie fragte ob sie immer noch eine Wohnung sucht.
    Eine Woche später unterschrieb das Ehepaar den Mietvertrag und sie machten einen Termin zum Umzug aus.


    Etwa zwei Wochen vor dem Umzug, sie durften schon Kleinigkeiten in die neue Wohnung bringen, entdeckte sie eine Pfütze auf dem Wohnzimmerboden. Ein Wasserrohrbruch in der Küche der Wohnung über ihnen, hatte schon die ganze Decke bewässert.


    Langwierige Trockenarbeiten verschoben den Umzugstermin immer weiter.

    Jetzt letzte Woche sind sie in die völlig sanierte Wohnung gezogen, waren aber total verschnupft.

    Mein Eindruck war, dass beide noch so sehr an der alten Wohnung hingen und Zeit brauchten,

    um wirklich von dieser Abschied zu nehmen.


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    Das Handeln / Reden sein lassen ...



    heute Morgen erwachte ich mit der Idee :
    ich sollte mit jemandem sprechen,

    damit jemand anderes vor dessen Kosten geschützt sei ...


    ... aber auch das werde ich loslassen ... denn wenn es in meiner Macht stünde, das abzuwenden ...

    müssten noch viele andere Dinge passieren.


    Auch Kinder müssen hinfallen ... das gehört zum Leben und lernen,

    des Kindes wie der Eltern / Erzieher.


    ich halte den Schlüssel zur Lösung allein selbst in den Händen und traue mich nicht, ihn zu benutzen...


    Wenn wir selbst den Schlüssel in der Hand halten,

    sollte wir andere fragen, wo eventuell der Schlüssel passen könnte ...

    aber es wäre übergriffig ... den Schlüssel zu sehen ... und herauszurufen, dass das Schloss bekannt ist,

    vielleicht ist es ja auch ein ganz anderes Schloss ... :glxkx:



    Deshalb ist dieser Faden im Lichtarbeit und Schattenarbeit.

    :<3: lasse den Schlüssel das Licht reflektieren, auf dass der Weg zum Schloss leichter zu finden ist :<3:

    Herzliche Grüße
    kerstin