Spiritualität ist (k)eine Krankheit !

  • Mal eine Frage an Euch.


    Wie geht ihr damit um wenn ihr jemandem einen Kurzabriss über Themen wie Alternativheilung/Übersinnlichkeit/Spiritualität gebt und die Person antwortet Euch: Na, du hast ja interessante psychiatrische Erfahrungen, also völlig ernst gemeint, nicht als Witz, sondern als Tatsachenfeststellung.

    Ohne nachzufragen, ohne sich für weitere Lebensfakten zu interessieren ?


    Nun handelte es sich nicht um eine fremde Person, die man gerne bekehren möchte und auch nicht um ein Verkaufsgespräch, sondern um eine entfernte Verwandte, die im sozialpädagogischen Bereich in einem Verein für psychisch Kranke arbeitet, die den kleinen Unterschied zwischen Psychose und anderer Lebensphilosophie eigentlich kennen müsste.

    Jetzt könntet ihr sagen, nun wenn das eine Verwandte ist, dann müsstest du ja wissen wie die tickt...ja ich habe zwar sehr intelligente Verwandte, aber nun ja, jeder hat seine eigenen liebgewordenen Dogmen, Familie kann man sich nicht aussuchen, von Zeit zu Zeit kommuniziert man eben über das was einen bewegt, was ein Fehler sein kann.


    Nun müsste ein Mensch mit einer gewissen Grundsensibilität und Lebenserfahrung auch wissen bei welcher Art von Mensch man das machen kann und bei wem nicht, stimmt auch !


    Warum ich das Risiko einging ?

    Vielleicht aus Naivität, einfach aus dem Wunsch heraus eine Verbindung einzugehen, wo man sein kann wie man ist.

    Aber ganz konkret weil ich mich mit dem Ahnenfeld als Teil meiner Heilung beschäftigt habe und nun die erhaltenen Infos mit Fakten aus der Vergangenheit gegenprüfen wollte.


    In jedem Fall habe ich dann ganz unspirituell den Kontakt abgebrochen.


    Zwar sind die Ängste verständlich, die manche haben können wenn sie mit unbekannten Themen konfrontiert werden, geht mir nicht anders, doch gibt es heute so sehr viele Bücher, Fernsehsendungen, Youtubevideos, Seminare überall in D, selbst in den dunkelsten Ecken, wer da nicht wenigstens ein paar Mini-Infos aufschnappt, der will einfach nicht.

    Es zwingt diese Leute auch niemand andere zu verletzten, sie können sich schliesslich auch neutral verhalten.


    Wie tolerant ihr solchen Kommentaren gegenüber ?

    Wie fühlt sich das innerlich an ?

    Haben sie echt das alleinige Recht auf freie Meinungsäusserung, aber ihr nicht weil ihr euch ja dann auch noch vor übler Nachrede schützen müsst ?

    Denn schliesslich könnte man argumentieren dass die Bewusstseinsforschung wissenschaftlich gesehen noch eine ziemlich ungenaue Landkarte ist, also eigentlich niemand für sich behaupten kann die endgültige Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben ?


    Liebe Grüsse

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Liebe brigid,

    Wie tolerant ihr solchen Kommentaren gegenüber ?

    ich akzeptiere die Ansicht meines Gegenübers, weil sie in ihre/seine Welt gehört.

    Wie fühlt sich das innerlich an ?

    in Ruhe und Gelassenheit

    Haben sie echt das alleinige Recht auf freie Meinungsäusserung, aber ihr nicht weil ihr euch ja dann auch noch vor übler Nachrede schützen müsst ?

    Es gibt Menschen, denen höre ich nur zu.


    Mit denen auf meiner Ebene kann ich gern diskutieren,

    wie herum sich ein Rad dreht oder welche Zahl gerade auf dem 24 seitiges Würfel gesehen wird.

    Denn schliesslich könnte man argumentieren dass die Bewusstseinsforschung wissenschaftlich gesehen noch eine ziemlich ungenaue Landkarte ist, also eigentlich niemand für sich behaupten kann die endgültige Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben ?


    Es ist für manche Mitmenschen, die in kraftraubenden Jobs ihr Einkommen verdienen, wichtig,

    andere Personen für irgend etwas zu tadeln ... (Energieräuber/Arschengel)


    ob es jetzt das Kind ist, das mit am Tisch sitzt und im Spinat herum stochert oder die ferne Verwandte in den lockeren Klamotten, die nach Räucherstäbchen duftet ... irgend jemand muss leiden.


    ich kenne solche Mitmenschen ihnen höre ich heute nur noch zu und lächle
    häufig knüpft sich daran ein Gespräch über die heutigen Zeiten an und

    bis das Gespräch in den Sorgen und Nöten der Person ein Ende findet

    und wir lächelnd auseinander gehen.



    Liebe Grüße
    Kerstin

  • Liebe Kerstin


    Ich wünschte ich könnte das so locker sehen wie du, bei Verwandtschaft ist das oft schwieriger, alte Wunden brechen viel einfacher auf als bei Fremden.

    Alles kommt hoch was man längst verarbeitet glaubte, die alten Lügen und Intrigen, die erzählt werden um Gewalt und Grausamkeit zuzudecken und wenn man die Opfer einfach als verrückt erklärt, dann ist alles nie passiert, also zumindest wenn die Mehrheit der Familie sich einig ist.

    Warum mir Spiritualität heilig ist, auch wenn sie oft genug nicht funktioniert, ist eben weil sie in schwierigen Zeiten wie eine warme Decke war um sich zeitweilig vor der Welt zu beschützen.

    Das erste Mal war etwas da woran ich glauben konnte.

    Und natürlich war einiges davon auch Wunschdenken und Illusion, doch kann man mit der Zeit auch eine reifere Form finden, die Suche nach Licht und Liebe kann ersetzt werden durch eine realistischere Form von Selbstverwirklichung.

    Deshalb macht es auch keinen Sinn jemanden seinen Glauben auszureden, sei es an Engel oder an Glücksbärchen.


    Jetzt muss ich grad schmunzeln...:)

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Liebe brigid,


    jede Person schafft sich ihre eigene Realität.
    Mit der Person nehme ich auch deren Realität sehr ernst.


    Denn wir sind alle individuell und wertvoll <3


    liebe Grüße

    Kerstin

  • Puh, ja das menschlich, oder nicht ?


    Aber wenn man sich dran gewöhnt uninformiert Realität zu verzerren, kann dadurch Schaden entstehen.


    Ich kannte jemanden, der hat Spiritualität einfach nur deshalb gehasst weil er in seiner Jugend im TV einen Bericht gesehen hat vom Massenselbstmord einer Sekte und er wollte für Jahrzehnte seine Meinung nicht revidieren.


    Wenn du einmal auf der Schiene bist zu sagen Spiritualität ist gefährlich, die sind ja alle im Wahn oder gehirngewaschen dann wird im nächsten Schritt nach einem Verbot und im übernächsten nach Strafe gerufen.



    LG

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Liebe brigid,

    Aber wenn man sich dran gewöhnt uninformiert Realität zu verzerren, kann dadurch Schaden entstehen.

    das ist wieder die Frage der Sichtweise/Perspektive was verzerrt ist oder Realität.

    Viele der alten Physiker sahen die alte Physik als kritisch, Hans Peter Dürr zum Beispiel.


    Er sah das geistige Wirken in einem physikalischen Prozess.


    Ich kannte jemanden, der hat Spiritualität einfach nur deshalb gehasst weil er in seiner Jugend im TV einen Bericht gesehen hat vom Massenselbstmord einer Sekte und er wollte für Jahrzehnte seine Meinung nicht revidieren.

    das kann ich gut verstehen, auch wenn die alten Geister aus dem 1000 Jährigen Reich erweckt werden, ist das mehr als gruselig.

    Vieles in unserer Sprache rührt noch an diese Zeit der Ausgrenzung und Menschenverachtung an,

    deshalb versuche ich auch neutrale Worte zu wählen.


    Wenn du einmal auf der Schiene bist zu sagen Spiritualität ist gefährlich, die sind ja alle im Wahn oder gehirngewaschen dann wird im nächsten Schritt nach einem Verbot und im übernächsten nach Strafe gerufen.

    Naja, wer Anouk Claes gelesen hat, weiß das moderne Psychiater anders denken können.

    Ne, Strafe gibt's nicht und die Kirche ist auch Spirit und wird bestimmt nicht verboten.


    Sekten und Gurus haben auf manche Suchende eine sehr anziehende Wirkung.

    Das finde ich gefährlich, besonders wenn diese sehr geheimnisvoll tun.

    Auf YouTube gibt es ein Video, das heißt so glaube ich "ich bin Viele"

    sie wuchs in einer Sekte auf und erfuhr absolut die Hölle auf Erden

    und spaltete sich in viele verschiedene Bewusstseins.


    Deshalb ist jeder Mensch den Du triffst auch anders informiert,

    wenn ich offen für alles bleibe, wird mir die Geschichte hinter der Angst erzählt und das ist dann echt spannend.


    Liebe Grüße

    Kerstin

  • Liebe kerstin


    Danke für die guten Beispiele, natürlich wird niemand ernsthaft sagen, unrecht haben immer nur die anderen und natürlich setzt man sich mit den kritischen Fragen auseinander, doch viele Skeptiker tun das erfahrungsgemäss nicht auf objektive Art und da fügt es Schaden zu.


    Im privaten Fall sagt man sich einfach, gut diese Beziehung wirkt auf einen toxisch, kann man also beenden, wenn du dir bestimmte Tendenzen in der Gesellschaft anschaust, dann siehst du wie zum Beispiel Journalisten, die sich weigern eine bestimmte Linie einzunehmen ihren Job verlieren, da ist es nicht nur Rufmord, weil man sie in alle möglichen Ecken stellt, wie Aluhutträger, Verschwörungstheoretiker, Antisemit, Impfgegner, da ist das existenzbedrohend.

    Du sichtest als informierter Mensch zum Beispiel Videomaterial über eine bestimmte Demo und stellst fest, dass die polizeiliche und mediale Version stark von den Fakten abweicht, wodurch ein riesiges soziales Konfliktfeld aufgebaut wird, was im Endeffekt nur noch auf der Strasse mit Pflastersteinen abgebaut wird und nicht an runden Tischen.


    Wer einmal den Schaden von Verleumdung getragen hat, der kann sich mit philosophischen Metaphern nicht mehr so recht anfreunden, da wird der Selbstschutz wichtiger.


    Zum anderen ist die spirituelle Szene eh schon von vielen hochsensiblen, empathischen Menschen geprägt, die grosse Probleme damit haben sich gegen unsinnige Feindseligkeit abzugrenzen.


    Spricht für mich nichts dagegen die Diskussion zu führen an welchem Punkt Übersinnlichkeit und Spiritualität tatsächlich ungesund und krankmachend sind, dann reden wir prozentual aber immer noch von einem kleinen Teil, von vielleicht zehn Prozent ?


    Denn Psychose entsteht meines Erachtens eher aus Trauma oder auch aus hormonellen Gründen oder der spezifischen Hirnchemie als durch Lebensphilosophie und selbst wenn es auch durch Trance oder bewusstseinserweiternde Drogen zu Psychosen kommen kann.

    Kann man drüber reden falls es denn konkret benannt wurde, viele Dokus zu solchen Themen sind nicht nach wissenschaftlich-statistischen Kriterien recherchiert sondern danach wie sehr es den Zeitgeschmack der Mehrheit bedient.


    Dann fragen wir am besten die darüber aus, die tatsächlich in der Situation der Psychose gewesen sind oder deren Behandler und werten das sauber statistisch aus, aber wie schon oft bemerkt haben Bewusstseinserfahrungen ein bischen die Eigenschaft sich klaren wiederholbaren, logischen Kriterien etwas zu entziehen.


    Wobei ich kürzlich ein interessantes Videos eines schwedischen Wissenschaftlers sah (leider nur auf englisch): Exo-Studies-Exploring Non Human Intelligences, welches im Ansatz schon sehr interessant war, dieser Forscher macht sowohl kulturspezifische Studien zu übersinnlichen Phänomenen, als auch Eigenerfahrungen und den regelmässigen Austausch mit anderen.


    Da ist kein hirnverbranntes Wischi-Waschi dabei sondern eine vernünftige Analyse eines gebildeten Menschen über ein spezifisches Thema ohne ideologische Ansätze.


    LG

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig: