Gedanken zum Schmerz im Leben!

  • Gedanken zu Schmerz im Leben!

    Irgendwann kommt jeder an das Thema in seinem Leben. Besonders spirituelle Menschen ereilt oft eine Phase, wo sie von Schmerz überwältigt werden. Ich habe das oft erlebt, das dies so ist. Bei mir war es nicht anders.

    Wie kann man mit Schmerz umgehen?

    Ich habe einen Satz vom Dalai Lama verinnerlicht der mir einen guten Hinweis gab.

    „Schmerz ist im Leben unvermeidbar, Leiden ist eine Entscheidung!“

    Nehmen wir den Schmerz an im Leben? Integrieren wir ihn oder lehnen wir ihn ab?

    Was ist Schmerz? Verlust, Desillusionierung, Mangel usw., auch körperlich kann sich das Ausdrücken.

    Die Annahme des Schmerzes im Leben ist der erste Schritt zur Befreiung! Ich hatte mal einen schweren Kopfschmerz der nicht weg ging und ich ärgerte mich darüber das ich ihn hatte und fragte mich, warum ich wieder usw. Dann entschied ich mich ihn an zu nehmen und verdunkelte alle Fenster, setzte mich aufs Sofa und sagte: so Schmerz ich habe Zeit für dich, was willst du mir sagen?

    20 Min passiert nicht aber ich behielt meine neugierige Stimmung! Nach 20 Min verschwand der Schmerz und ich musste breit Grinsen.

    Der Kopfschmerz hatte mir genau das gelernt! Annahme im Leben und Raum dafür geben!

    Das hat auch etwas mit dem Selbstwert zu tun. Wenn ich etwas habe, ist es auch Wichtig für mich und ich sollte dem Raum geben.

    Das Leiden ist ein Ego Spiel! Das arme Ich ist getroffen und möchte Aufmerksamkeit, bemitleidet werden! Es geht nach Außen und nicht nach Innen. Doch Schmerz kann nur im Inneren geflößt werden. Oft auf der Seelen- Ebene.

    Es ist sicher nicht falsch im Schmerz auch mal nach Außen zu gehen, denn von dort kann wider ein Input kommen, der uns weiter bringt. Doch die „Arbeit“ liegt im Inneren.

    Alles in unserer „spirituellen Scene“ strebt nach Leichtigkeit. Doch kein wahrhaft spiritueller Mensch ist ohne Schmerz zu dem geworden was er ist.

    Das Gesetz des Ausgleiches ist sehr hoch angesiedelt und selten gesehen. Die Leichtigkeit ist ein Pendelausschlag und der Schmerz auch.

    Ist dann nicht der Schmerz den wir empfinden ein Zeichen dafür, dass wir uns Entwickeln? Ist er nicht ein Geschenk?; um sich selbst zu erfahren?

    Das zu sehen, wenn man im Schmerz steckt ist sicher eine schwierige Aufgabe. Aber „Schmerz ist unvermeidbar!“ für eine Entwicklung.

    Sollten wir dann nicht Dankbar sein dafür? Die Prägungen unserer Gesellschaft sind sicher anders. Hast Du Schmerzen nimm eine Pille! Aber das ist nicht das Leben annehmen wie es ist.

    Welche Erfahrungen und Gedanken habt Ihr?

    Burkhard Nahim

    Du bist der Himmel.

    Alles andere- ist nur das Wetter.

    ~ Pema Chödrön -

  • Ich hab ähnliche Erfahrungen gemacht, auch mit Angst.


    Wahrscheinlich ist es mit allem so, was an Empfindungen in uns aufsteigt, seien es körperliche oder seelische Schmerzen: Sie LASSEN, zulassen, reingehen, ihnen Aufmerksamkeit zukommen lassen, dann können sie sein und vergehen.


    Wobei ich auch, und da bin ich nicht die Einzige, wobei ich auch ne Tendenz dazu habe, in manchen unguten Emotionen zu schwelgen. Da mus ich sehr achtsam sein, das zu unterscheiden.


    Dazu fällt mir noch was ein, es steigt schon auf, doch grad bin ich zu müde. X)


    :)

  • Einfach ausgedrückt : Unser Körper sendet psychosomatisch uns durch Schmerz Signale: "halt Stopp, hier ist was aus dem Gleichgewicht " wenn unsere Geisteshaltung ( unser Verstandesdenken) es nicht wahrnimmt, ist automatisch körperliche Krankheit die Folge .

    💫Körper, Seele, Geist sind eine Einheit 💫

    Ich fühle mich geborgen. ich bekomme alles, was ich brauche. Ich wachse. :)

  • Lieber Drachenreiter,
    soweit deine Theorie! Hast du auch Erfahrungen im Leben damit? Weißt du, was man im Kopf hat hat man noch lange nicht im Leben umgesetzt.
    Doch wichtig ist nur das was man auch umsetzt. Darum berichte ich hier von meinen Erfahrungen!
    Gruß
    Burkhard Nahim

    Du bist der Himmel.

    Alles andere- ist nur das Wetter.

    ~ Pema Chödrön -

  • Lieber Burkhard,

    Ich habe das alles durchlaufen in meinem Leben.😓

    Und ich habe meine " Krisen und Sinnfindungen " überlebt und gemeistert 😊

    Deshalb vielleicht in Deiner Wahrnehmung der Eindruck , das ich hier Intellekt theoretisch antworte 😉

    Ich fühle mich geborgen. ich bekomme alles, was ich brauche. Ich wachse. :)

  • Ne lieber Drachenreiter,

    Es geht darum, zu den Erfahrungen die du in deinem reichhaltigen Leben hattest etwas zu schreiben.

    Berichte doch mal!?
    Das ist auch nicht etwas"was hinter einem liegt" wie eine Fernsehserie, sondern eine Grundeinstellung!


    Weist du, dieses Forum ist auch nicht gedacht um (mit verlaub) oberflächlich Drüberzuscheißen und zu sagen "hab ich alles hinter mir"!
    Dieses Forum möchte anders sein und von deinen Erfahrungen hören. Das ist doch das Wichtige und Menschliche!

    Gruß
    Burkhard Nahim

    Du bist der Himmel.

    Alles andere- ist nur das Wetter.

    ~ Pema Chödrön -

  • Weist du, dieses Forum ist auch nicht gedacht um (mit verlaub) oberflächlich Drüberzuscheißen und zu sagen "hab ich alles hinter mir"!
    Dieses Forum möchte anders sein und von deinen Erfahrungen hören. Das ist doch das Wichtige und Menschliche!

    Gruß
    Burkhard Nahim



    Upps, hast mich erwischt 🙃Ich verdränge was, ohne das es mir bewusst ist . Deswegen ist auch mein Halschakra immer noch blockiert🤔

    Ich fühle mich geborgen. ich bekomme alles, was ich brauche. Ich wachse. :)

  • Genau mein Thema oder eher eines meiner Themen. Ich hatte Anfang '20 eine sehr schmerzhafte Phase und das, wo ich geraume Zeit vorher dachte, dass ich ja jetzt langsam aus dem Alter raus sei, in dem man damit noch energiegeladen umgehen und so etwas gut meistern könnte. Daraufhin hat sich scheinbar "jemand" gedacht, mich da eines besseren zu belehren.


    Zitat

    „Schmerz ist im Leben unvermeidbar, Leiden ist eine Entscheidung!“

    Nehmen wir den Schmerz an im Leben? Integrieren wir ihn oder lehnen wir ihn ab?

    Ich möchte ihn eigentlich voll und ganz ablehnen. Ich bin ein bequemer Mensch. Wenn ich etwas nicht unbedingt machen MUSS, dann versuche ich es zu vermeiden. Schmerz gehört dazu. Ich mag ihn nicht. Eigentlich will ich ihn nicht. Genauso ergeht es mir mit Kampf. Ich bin aus der Großstadt wieder in meine Geburtsstadt gezogen, um nicht mehr täglich kämpfen zu müssen, auch nicht um den Platz am Bahnsteig, auf dem ich zu dem Zeitpunkt grade stehe, weil ich mit der U- oder S-Bahn von der Arbeit nach Hause fahren möchte.


    Der Preis, das zu bekommen, war hoch. Ich musste dafür erst mal um das Leben meines Lebensgefährten kämpfen (einen Tag nach der Schlüsselübergabe der neuen Wohnung und auf unserer Heimreise, brach er mit geplatzten Gehirnaneurysma zusammen und musste notoperiert werden) und gleichzeitig einen Umzug über 500 km Entfernung ganz alleine organisieren und bewerkstelligen, plus neuen Job anfangen. Davon habe ich mich auch jetzt noch nicht ganz erholt. Diese Gratwanderung zwischen Kampfmodus, Aktivierung der Energiereserven, organisatorischem Denken und Handeln und dann gleichzeitig aber auch darauf zu vertrauen, dass mein Lebensmensch, der wenige Wochen vorher eine Gehirn-Op hatte, es geregelt bekommt, alleine über 500 km mit dem Zug in sein neues Zuhause zu reisen und das möglichst Coronakonform, ist etwas, was ich nicht durchgehend bei vollem Bewusstsein hinbekommen habe. Da reihte sich ein emotionaler Ausnahmezustand an den anderen. Und doch ist mir klar, dass es die beste Möglichkeit war, die in der Zeit zur Verfügung stand und man es gut mit uns meinte.


    Dennoch: Der Schmerz war fast unerträglich in der Zeit. Und er macht mir Angst vor einem nächsten mal. Mir ist aber grade dadurch klar geworden, dass er zum Leben gehört und sich nicht wegwünschen lässt.

    Ich bin noch nicht so weit zu sagen, dass ich froh bin, das alles geschafft zu haben. Obwohl mir klar ist, dass ich das sagen kann.

    Das muss erst noch ein bisschen heilen. Und ich arbeite daran den Schmerz zu akzeptieren, als Lebensbegleiter. Das ist aber noch eher ein Kampf. Aktuell habe ich noch die weniger netten Begriffe für ihn übrig.

  • es berührt mich, Deine Erlebnisse zu lesen.ich danke Dir dafür.

    Burkhard hat mich aufgefordert, zu berichten...mein Herz zu öffnen und es in meinen innewonnenden Gefühlen reden zu lassen.

    Es gelingt mir noch nicht. ich deckel irgendwie unbewusst noch alles, und das wird mir gerade klar:/

    Liebe Grüße heidi

    Ich fühle mich geborgen. ich bekomme alles, was ich brauche. Ich wachse. :)

  • Ich hatte auch von klein auf viel mit Schmerzen und Krankheiten zu kämpfen.

    Für mich sind Beides Warnzeichen des Körpers, dass er mit den Dingen, mit denen er normalerweise fertig wird, grade nicht mehr zurecht kommt.

    Es ist eine Zwangspause, weil ich die freundlicheren Vorzeichen ignoriert habe, oder mich nicht entlasten konnte oder wollte.

    Inzwischen nehme ich es meistens gut hin, wenn es zum Schmerz kommt, oft reagiere ich inzwischen auch auf die Vorzeichen.

    Für mich hängen Krankheit und Schmerz mit Selbstliebe und Selbstverantwortung zusammen.

    Muss ich wirklich alles erledigen? Ist der Stress wirklich notwendig? Was macht es mit meinem Körper, wenn ich wütend / traurig bleibe? Ist es das wert?

    Was ist es überhaupt wert, dass ich dafür krank werde? Dass ich dafür Schmerzen bekomme?

    Wie viel Verantwortung übernehme ich für mich, meine Gefühle und Bedürfnisse?