"Deine Angst ist doch nicht logisch !"

  • Das ist einer dieser Sätze, die mir mein Partner in regelmässig unregelmässigen Abständen immer mal wieder so vor den Bug knallt und ich finde es jedes Mal immer wieder schwierig bei solchen Sätzen ruhig zu bleiben.


    Eigentlich sollte ich vielleicht nur trotzig oder vielleicht mit einem Lächeln auf dem Gesicht sagen: " Doch, meine Angst schon, ätsch, bätsch !!!", was natürlich kindisch wäre, trotzdem manchmal stimmt, gerade was bestimmte Intuitionen, Instinkte, Präkognitionen der Vergangenheit betraf, die eben trotzdem wahr wurden völlig unabhängig davon ob der Verstand sie verstand oder logisch fand.


    Es entsteht daraus oft eine sehr leidenschaftliche Diskussion mit sehr vielen Argumenten meinerseits und seiner hartnäckigen Weigerung auch nur einen Zentimeter von der einmal gefassten Position abzuweichen, eigentlich sollte man aufhören über Gefühle und deren Berechtigung zu streiten, denn es führt zu nichts.


    Wie geht ihr damit um wenn euch jemand die Berechtigung eurer Gefühle streitig machen will ?


    Wie geht ihr mit euren eigenen gefühlsmässigen Wahrheiten um ?


    Nun könnte man sagen, na ja, ist es denn nicht tatsächlich so dass Gefühle im Vergleich zum Verstand viel subjektiver, verfälschter sind ?


    Das dachte ich früher auch, kenne selber genug Trigger und Falschbeurteilungen von Situationen, die aus Kindheitsverletzungen oder einer bestimmten Persönlichkeitsstruktur heraus entstehen.

    Den wirklichen Frieden in mir finde ich allerdings nur wenn ich auch die komplexen und manchmal sehr widersprüchlichen Gefühle als gleichwertig und berechtigt ansehen kann, ich möchte das nicht mehr bewusstseinsmässig von mir abspalten, nur damit das Leben ein klein bischen pragmatischer wird, aber um welchen Preis denn ?


    Freue mich über eure Erfahrungswerte.


    ^^

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Uff ... liebe brigid,


    für mich werden da Grenzen überschritten, die dem Gegenüber in eine Form presst,

    die einfach nicht passt und dadurch werden ... so krass das klinkt ... eigene Anteile einfach ins Klo gespült.


    Diese wieder hoch zu holen ... puh ... das ist echte Arbeit. (wobei mir dabei immer Byron Katie "The Work" einfällt)
    _______________________________________


    Angst kann gut sein, sie schützt davor zB in ein Auto zu laufen,

    aber wenn sie überhand nimmt, können Partner in alte Muster rutschen.

    Was sagten Deine Eltern, wenn Du Angst hattest und wie regiertes Du?
    Was sagten Seine Eltern, wenn er Angst hatte und wie reagierte er?


    Mache Dir klar aus welcher Zeit diese Verhaltensmuster entstanden sind.

    Wo Dir die Angst eingebleut wurde ("Nein, da kannst Du nicht hochklettern, Du bist noch zu klein und fällst herunter!"
    Wieviele Muster werden in solchen Sätzen geprägt?
    "Du KANNST das nicht!"
    "Du Bist zu KLEIN!"

    "Du wirst Stürzen!"


    Schau Dir die Eltern und Hundehalter von heute an, ob beim Einkaufen oder beim Spazieren gehen, höre was sie zu ihren Kindern sagen, welche Prägungen diese Kinder erfahren.

    _________________________________________


    ich selbst, habe vieler meiner süßen Knudelwesen aus meiner Kindheit erst letzte Woche aus ihren finsteren Verliesen befreit.
    Eine Freundin sagte, ich wäre so hart, sie käme garnicht so richtig an mich heran und gab mir den Rat, mit der linken Hand Blätter mit Wasserfarben voll zu klecksen.


    Schon am Abend griff die linke zum Bleistift und skizzierte die alte Familie ... boa ... voll krass ...

    der Verstand verstand gar nix.

    sie empfahl mir auch ein Buch: Der Weg des Künstlers von Julia Cameron, das ich seit 2 Tagen zuhause habe.
    Als ich es aufschlug, hieß das Kapitel "Morgenseiten". Da steht, man/frau solle jeden Morgen drei Seiten mit Worten und Sätzen füllen. Okay, zwei Morgen sind schon geschafft. ;)

    Das schafft eine andere Klarheit, noch im warmen Bett auf den Füßen sitzend, drei Seiten mit Gedanken der Nacht zu füllen. Den eigenen Wünschen und alten Verletzungen nach zu sinnen und diese in Worte und Sätze packen ... sehr interessant ...
    Allerdings beschreibt sie das anders, wie man/frau das handhaben soll ... ich mach' es eben auf meine Weise ...^^


    Auch etwa vorgestern, stellte mich mein PC vor eine Aufgabe, deren Lösung noch in weiter Ferne lag ...

    in diesem Augenblick kam mein lieber Partner ins Zimmer und erzählte, von etwas ganz Wichtigem ... hatte aber vorher gefragt, ob er störe ... aber das alte Muster sagt

    :lehren: " alles andere ich wichtig, besonders wenn es um die Finanzen geht!"


    So dann hörte ich ihm zu und war wieder weg und war wo anders ... bis ich in das alte Muster der Verteidigung rutschte .... :kaktus: .... er ging beleidigt aus der Tür ... ich fand eine Lösung für die Aufgabe am PC und konnte, dann zu ihm ins Wohnzimmer gehen und ihn um Verzeihung bitten, dass ich mit diesem alten Muster reagierte.


    Er nahm die Entschuldigung an und wir versprachen einander, auf diese Muster zu achten.


    Vielleicht hilft Dir das weiter, vielleicht findest Du aber auch einen völlig eigenen Weg,

    aus den Deinen/Euren alten Mustern ... vielleicht sogar zusammen mit Deinem Partner ...


    Alles Liebe für Dich
    Kerstin

  • Liebe brigid,


    nur ein kleiner Gedanke von mir bezüglich deiner Frage, ob Gefühle nicht viel subjektiver und verfälschter sind als der Verstand:


    Nicht unbedingt! Kommt darauf an, welcher Schublade sie entstammen.

    Denke mal an die inzwischen jedem geläufigen Begriffe 'fake news' oder 'alternative facts'! Man kann seinen Verstand nutzen, um sich nach Belieben die Welt passend zu basteln. Man kann sogar Abermillionen von Menschen damit geistig wie emotional manipulieren. Geht alles! Es funktioniert auch deswegen, weil man nicht schon den Kindern beibringt, die eigenen Gefühle zu achten und unterscheiden zu lernen, was wird "verdaut und entsorgt", was "nährt mich".


    Die Qualität der eigenen Gefühle differenzieren zu lernen, ist sehr stärkend. Kommen sie eher aus abgespeicherten, unverarbeiteten Gedanken und Erfahrungen? Vermehren sie meine Liebe zur Welt und zu mir selbst und fördern meine Entwicklung hin zu einem Leben in Frieden, Individualität UND Gemeinsamkeit?


    Diese Authentizität des Fühlens, die aus der inneren Arbeit entsteht, macht tatsächlich stark. Solange ich anderen gegenüber um die Akzeptanz meiner Gefühle kämpfen muss, mich angegriffen fühle, ständig mich erklären muss (ganz mein Ding :ohmann:) oder mich manipulieren lasse (die Gedanken als auch die Gefühle Anderer als stärker erachte, weil ich mir selbst nicht ganz traue), ist Frieden (innen wie außen) noch eine Fata Morgana. Das ist kein Plädoyer für eine l. m. a. A.-Haltung! Klappe halten und "denk was du willst" bringt's keineswegs! Kerstin hat ja schon geschrieben, wie wichtig in dem Zusammenhang die Arbeit mit dem inneren Kind ist. Das geht auch nicht mal so eben im Vorbeilaufen .


    Falls es dich tröstet: diese Zweifel, das Ringen um (Selbst-)Anerkennung kennt wohl Jeder/Jede :winke:


    Liebe Grüße

    Erdherz :<3:

    Ich weiß, dass ich alles mal gewusst habe, es aber leider wieder vergessen habe :crazy:

  • Hallo :winke:

    Ich sage meinem Partner immer: Lass mir meine Denkweise und ich dir deine...... Ich gehe auch nicht konform mit deiner Denkweise. Manchmal knallt es auch - aber meistens hilft dieser Satz. Niemand muss mir nach dem Mund reden, aber ich lass mir meine Denkweise nicht ausreden. Dafür bin ich viel zu verwurzelt mit dieser Denkweise und den vielen Erlebnissen dazu.


    Die Gedanken sind frei...... und gestalten dein Leben....... Schick deinem Partner immer wieder "Harmonia und Verständnis" in seine Seele und du wirst sehen, da kommt was bei ihm an.


    LG Somelight

    Deine Gedanken gestalten dein Leben

  • Liebe Somelight


    Du hast absolut recht mit dem Schicken von Harmonie und Verständnis, zumindest rückwirkend wenn der Trigger vorbei ist, denn dem anderen geht es ja auch nicht besser wenn meine zumindest bewussten Ängste seine schön unterdrückten Ängste triggern und natürlich will er das nicht, macht ihn das ohnmächtig, die typisch männliche Strategie geht eher ins Ignorieren der unerwünschten Emotion, damit sie von alleine weg geht, als Frauen haben wir diesen Luxus oft nicht,

    denn spätestens in dem Moment wo wir Mutter wurden, wurden die ganzen Antennen für alle möglichen Empfindungen und Erfahrungen noch mal sensibler, sei es gesundheitlich oder emotional alles zu antizipieren um vorbeugend die Lösung zu finden,

    manchmal echt anstrengend !

    Der Mann sieht sich dann noch mal in einer anderen Rolle, eher das Grobe regeln, Geld ranschaffen, Haus bauen usw. es ist ja alles wichtig.


    Also klar fragt man sich warum muss das ein Machtkampf werden, wo man eigentlich das was der andere leistet einfach auch mal wertschätzen könnte ?


    Liebe Grüsse:winke:


    Liebe Erdherz


    Ja, das tröstet mich tatsächlich dass wir alle im Grunde genommen die gleiche Erfahrung machen, man also nicht völlig alleine ist und nur zu inkompetent eine Lösung zu finden.

    Warum müssen wir uns unseren Wert überhaupt verdienen ? Gute Frage, ja klar wurden wir so erzogen in erster Linie mal zu funktionieren wie ein Uhrwerk, nur aus der Perfektion heraus die Lebensberechtigung zu finden und dann funktioniert das nicht,

    dann muss man ja einfach andere, eigene Wege gehen, einfach um gesund zu werden für sich selbst und seine Familie,

    weil der Leidensdruck den "normalen" Weg nicht zuliess.


    Du hast absolut recht mit dem Argument der fake news und der Dauermanipulation von Politik und Medien, dass man in gewisser Weise gar keine Wahl hat als sich vor dieser Dauerberieselung schon vorsorglich abzuschirmen und lieber zuerst mal überhaupt nichts mehr zu glauben bis man die innere oder äussere Glaubwürdigkeit irgendwo gefunden hat.

    Und ja, auch diese anspannende Diskrepanz innerlich ständig etwas anderes wahrzunehmen als einem weisgemacht wird, aber eigentlich nicht darüber reden zu dürfen,

    vielleicht noch nicht mal mit Familienangehörigen, mein ältester Sohn erklärte mir gewissermassen dass ich meine Infos doch nicht "immer auf Verschwörungstheoretikerseiten suchen solle" und das in einem Moment, wo ich einen gesellschaftskritischen Beitrag einer Harvard-Professorin zitierte oder ihm nahelege sich die Argumente eines Professor Bhakdi doch wenigstens mal anzuhören...


    Was noch extrem schwierig ist sind die ganzen kollektiven Angstströmungen, man kann sich nicht völlig ausklinken wenn man am Leben teilnehmen will, aber das kennst du ja selber sehr gut.


    Alles Liebe dir:)






    Liebe Kerstin


    Danke für den wie immer sehr differenzierten Beitrag, der eigentlich schon fast alles abdeckt was es dazu zu sagen gibt.


    Das Buch von Julia Cameron kenne ich auch, habe es zwar nie angewendet, aber es hatte mich damals sehr inspiriert, es ist sehr wohltuend einfach mal ganz frei alles aufsteigen zu lassen was aus diversen Bewusstseinsschichten, Eingebung oder Intuition kommt und es völlig unzensiert da sein lassen zu dürfen,

    ich stelle für mich allerdings auch das Bedürfnis fest dieses mit anderen Menschen zu teilen, so dass man gemeinsam heilen kann, weil es ja doch immer Prozesse sind die alle betreffen,

    manchmal triggert das dann auch den anderen, der noch nicht am selben Punkt ist, dessen Leben grad gut funktioniert und der deshalb keinen Grund hat etwas in Frage zu stellen, lieber den Status Quo behalten will.


    Was die ganzen Kindheitsprozesse betrifft, na ja, ich habe sehr viel plutonische Energien im Horoskop, es ist also einfach für mich auch die verborgenen und dunklen Dinge zu konfrontieren weil mich das unbekannt, verborgen wirkende mehr ängstigt als eine bekannte Wahrheit, das war schon immer so, deshalb bin ich auch anderen gegenüber eher zu ehrlich als zu wenig,

    weil ich immer denke das müsste auch für andere hilfreich sein, ist es aber nicht.


    Jedes neue Geheimnis was ich aufdecke befreit mich innerlich von einem riesigen Druck und so sind auch Ängste erträglicher wenn man weiss aus welcher Situation man sie zum Beispiel von einer vorherigen Generation geerbt hat.

    Das ganze Gebiet mit den vererbten Traumata empfinde ich als unglaublich spannend, auch im spirituellen Sinne all die Muster von Angst, Wut, Schuld aufzudecken, aber auch die verborgenen Pflänzchen der Hoffnung und versteckten Talente.


    Hey, du hast Glück wenn du einen Partner hast, der zumindest ein gewisses Grundverständnis für psychologische/spirituelle/heilerische Fragen mitbringt.

    Meiner ist in der Hinsicht leider ein "Dinosaurier" und wird es wohl auch bleiben.

    Wenn er mich allerdings vor meinen Kindern für diese Dinge diskreditiert, dann sehe ich schnell rot, denn natürlich sollte jeder der beiden Elternteile den Kindern das beibringen können was ihm wichtig und sinnvoll fürs Leben erscheint, gerade weil die Zukunft so unsicher erscheint...

    ja und da schliesst sich der Kreis, welche Ängste und Vorahnungen berechtigt waren zeigt sich eben erst später.


    Auch dir alles gute und einen schönen Sonntag.


    :top2:

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Wie erkennt man eigentlich ob "Angstvisionen" aus der Vergangenheit kommen oder ob eine echte Gefahr besteht ?


    Ich habe seit Juni immer wieder "Bilder" in denen mein Vater meiner Familie Schaden zufügen will und verstehe nicht wirklich was mein Unterbewusstsein mir so hartnäckig damit sagen will, denn der Kontakt ist abgebrochen und er kennt meine Adresse nicht, nur die ungefähre Gegend und die Schule meiner Kinder.


    Es ist ja ein grosser Unterschied ob ich nur seine Wut und die dadurch entstehenden Bilder wahrnehme oder ob er konkrete Aktionen plant, deren Tendenz ich aus der Entfernung erkenne ?


    So wie es jetzt ist, ist es für die Nerven eine Zerreissprobe zu warten ob es eintritt, mir ist eine offene Auseinandersetzung lieber als die anderen Dinge, die da so durch Raum und Zeit fliegen.


    Die Dinge, die ich sehe sind für seinen Charakter auf jeden Fall realistisch, auch wenn er sie vielleicht nicht umsetzen wird, aber es lässt mich nicht ruhig schlafen.


    Was kann man tun um sich sicher zu fühlen denn sein Charakter ist heute genauso destruktiv wie früher ?


    LG

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Akzeptiere, dass du Angst hast und dann mache etwas zum Schutz.

    Ob du dafür eine Alarmanlage im Haus brauchst, ob du magische, schamanische, religiöse Rituale brauchst, etc. oder alles zusammen, das weiß ich nicht, weil nur du das weißt. Gibt da ja jede Menge sehr wirksames Zeugs.

    Aber mach die eben auch. Dann weißt du, du hast alles getan, was möglich ist, und kannst dich wieder sicherer fühlen und kommst dir nicht mehr vor wie ein offenes Scheunentor, durch das alles reinspazieren kann, was will.


    :winke:Lucia

    ***
    Pretty words are not always true; true words are not always pretty.


    ***

    There is no glory in prevention


    ***

  • Hey Brigid,


    ich verstehe gut, dass du Angst vor deinem Vater hast.

    In dem Buch von "Dale Carnegie - Sorge dich nicht, lebe!" werden gute Möglichkeiten aufgezeigt mit seinen Ängsten umzugehen.

    Das Buch "Vertraue deiner Angst - wie unsere Intuition uns vor Gewalt schützt", wäre vielleicht auch etwas für dich, mir hat es auf der einen Seite geholfen, aber der anderen Seite auch meine Ängste getriggert und ich habe ein paar Tage gebraucht um das Buch zu verdauen.


    Vielleicht versuchst du ja wirklich ein Mal logisch mit deiner Angst umzugehen, wenn sie grade nicht so stark ist.

    Mögliche Fragen, über die du Nachdenken könntest wären:

    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert?

    Was genau könnte passieren und welche Folgen hätte das?

    Welche Möglichkeiten gibt es mich und meine Familie zu schützen?

    Welche Verbündeten habe ich / kann ich erreichen? Wie kann ich die Verantwortung verteilen, damit ich nicht alles alleine tragen muss?

    Wie kann ich meine Kinder über die Gefahr aufklären, ohne ihnen Angst zu machen? (Hier wäre es sicher gut, sich Hilfe bei einer Beratungsstelle zu suchen)

    Wenn alle Fragen geklärt sind:

    Ist jetzt die Wahrscheinlichkeit größer, dass etwas passiert, oder dass meine Angst mich krank macht?

    Und wenn letzteres der Fall ist - wie kann ich die Angst loslassen?


    Als ich Sorgen hatte, dass ein bestimmter Mensch mein Kind aus dem Kindergarten holen könnte, habe ich das in einem Gespräch mit den Erzieherinnen besprochen, die das verstanden haben und mir versicherten, dass sie sehr aufpassen würden. Das hat mich sehr erleichtert.


    Ich wünsche dir alles Gute. :)

  • Liebe Lucia



    Danke, du hast recht, das wichtigste ist aus einer inneren Stärke heraus eine offensive Strategie zu entwickeln, mal schauen, alle ist besser als dieser innere Terror.



    Mein Vater gehört leider zu den Menschen, die gewisse unbewusste "Manifestierungskräfte" haben, der schon allein durch Fokussierung seiner Intentionen viel Verwirrung und Schaden anrichten kann.



    Das mit dem offenen Scheunentor kann dann von Nutzen sein wenn es tatsächlich nur um Informationen geht, aber nicht wenn sämtliche Energien durchkommen.



    Da ich es nie anders kannte, wüsste ich jetzt auch nicht wie sich das anfühlen sollte in Sicherheit zu sein, ich gehe auf Konfrontation wenn mir jemand zu nahe kommt oder es zu bunt treibt.



    Lg





    Liebe Sophia



    Ja, es ist kompliziert, denn mein Vater hat tasächlich drei Möglichkeiten an meine Kinder ranzukommen,



    1. eine Art von Versöhnung anzustreben, was er aber nicht tun wird weil er dazu selber zuerst mal eine Therapie machen müsste um sein gewalttätigen Tendenzen zu konfrontieren.



    2.der gesetzliche Weg, da er aber als Grossvater keine Chancen hat ein Besuchsrecht einzuklagen, hätte er als einzige Möglichkeit mich als Mutter unfit erklären zu lassen, dafür braucht er Fakten und Zeugenaussagen an die er nicht rankommen kann, er hat es mit grosser Sicherheit versucht



    3. oder tatsächlich eine versuchte Entführung, die Schulen meiner Kinder haben hohe Sicherheitsprotokolle, aktuelle Photos von uns hat er nicht, auch übers Netz kann er nichts finden.




    Aber klar, wie will man Kinder psychologisch darauf vorbereiten dass eine Gefahr für sie bestehen könnte ?



    Keinen Notfallplan zu haben wäre noch schlimmer, denn dann wären sie hilfloser im Fall der Fälle, würden sich auch noch von ihren Eltern im Stich gelassen fühlen, das Ergebnis wäre traumatischer, ich traue dem gesetzlichen System auch nicht wirklich.


    Man muss ja zuerst warten bis wirklich etwas passiert bevor man echte rechtliche Schritte einleiten könnte.



    Und ich kann nicht beweisen dass er aus niederen Beweggründen handelt denn er ist verbal sehr versiert.



    Vom Rest der Verwandtschaft kann ich keine Unterstützung erwarten, denn ich kann ihnen gegenüber die Gewalt und deren Konsequenzen eben auch nicht beweisen, wie auch ? Sie waren nicht dabei und machen es sich einfach.



    Der Vater meiner Kinder möchte nicht dass ich mit den Kindern darüber rede und ich kann seine Gründe auch verstehen, es ist nicht gerade hilfreich für ihr Vertrauen in die Welt.




    Nur ist es eben keine reine Frage von Logik oder Unlogik.



    Ich hatte mehrfach in meinem Leben Präkognitionen die wahr wurden und einmal hat mir das das seriöse den Arsch gerettet weil ich eine langfristige Strategie hatte, in dem Fall wusste ich es mehrere Jahre vorher.



    Ja, ich bin ein Mensch mit starken Grundängsten und man darf sich nicht in den Strudel reinziehen lassen, auf der anderen Seite haben ehemalige Gewaltopfer auch sehr starke Instinkte und Antennen für Gefahren entwickelt und wenn jemand meine Familie bedroht werde ich tatsächlich zur Wildsau, es mobilisiert sämtliche innere Ressourcen.




    Liebe Grüsse

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig:

  • Liebe brigid,

    als Eltern ist es gut, auf einer Linie zu sein, wenn es bei Kindern um heikle Themen geht.
    Großeltern sind Menschen, die für kleine Kinder, wenn sie sie nur sporadisch oder gar nicht kennen, kein Thema,
    aber für ältere, junge Menschen schon.

    Da meine nun erwachsenen Kinder meine Angst und die Missbilligung vor meinen Eltern spürten,
    wären sie niemals nie, mit Opa oder Oma mitgegangen. Bei den Schwiegerleuten war das anders.

    Überlegt Euch wie Ihr auf Fragen reagieren könntet,
    ob Du diese Fragen an Deinen Partner verweist, weil dieser angstfreier ist, solltest Du entscheiden.


    Ob dieses Thema "Mein gewalttätiger Vater" jemals ein Thema sein wird,
    ist auch wieder fraglich, weil Deine Kinder Dich kennen und lieben und keine Themen ansprechen,
    die Dich in böse Erinnerungen führen. Welches Kind sieht seine Mama schon gerne weinen?


    ich bin mir sicher, dass Du und Dein Partner, die richtigen Antworten auf die Fragen Eurer Kinder habt :<3:

    Es ist nur immer diese öde Zeit, vorher ... die zäh an den Nerven nagt ...

    achte bitte auf Dich und Deinen Atem, singe laut, schön und schief, tanze zu toller Musik Deinen Tanz :<3:
    Du bist wertvoll und hast ein großes Potential :<3:


    Nimm Deine Kinder und Deinen Partner oft in den Arm und knuddelt Euch,

    oder veranstaltet regelmäßig eine wilde Kissenschlacht im Schlafzimmer :<3:

    Alles Liebe und Gute für Dich :<3:
    Kerstin

  • Liebe Brigid,


    wenn du etwas in Richtung schamagischen Schutzes machen möchtest, dann schreib mir eine PN.

    Es gibt sehr Wirksames, dass recht einfach durchzuführen ist.


    :winke:Lucia

    ***
    Pretty words are not always true; true words are not always pretty.


    ***

    There is no glory in prevention


    ***

  • Liebe kerstin und alle anderen


    Dieser Thread hat mir tatsächlich geholfen meine Gedanken und Gefühle etwas auszusortieren und klarer zu sehen wo tatsächlich nur meine eigenen Trauma-Energien getriggert werden, was dann in erster Linie ein Beziehungsproblem ist weil jeder andere Strategien hat mit Herausforderungen umzugehen, aber auch meiner eigenen Intuition zu vertrauen, dass meine Familie in gewisser Weise eine "irrationalen, destruktiven Situation" ausgesetzt ist, für die ich eine rationale, vernünftige Lösung brauche.


    Wir leben in einer komlpizierten Welt und man muss den Dingen so ins Auge sehen wie sie sind, sich nichts vormachen , nicht naiv zu sein, sich nicht ins Boxhorn jagen zu lassen, zu seinen inneren Wahrheiten und Werten mutig stehen.


    Es würde zu weit führen die ganze lang andauernde Situation hier zu erklären und leider ist die Situation tatsächlich wirklich sehr verwirrend und unglaubwürdig weil ich im Moment alleine damit stehe, es ist sinnfrei und rechtlich schwierig gegen bestimmte Personen Anschuldigungen zu erheben ohne dieses auch beweisen zu können, aber es sind auch tatsächliche Rechtsbrüche involviert, die ich nachweisen kann, kombiniert mit Menschenkenntnis und logischem Denken.


    Ich bin gerade dabei "meine Version der Wahrheit" detailliert genug und faktenbezogen genug aufzuschreiben und diese wahrscheinlich auch unter meinem Klarnamen irgendwo öffentlich zu machen falls es nicht anders geht, es ist wahrscheinlich der einzige Weg meine Familie beschützen zu können ohne mich weiterhin verstecken zu müssen.


    Was meinen Vater betrifft, es ging mir nie darum seinen Ruf zu schädigen, ich wollte immer nur meinen Frieden haben, mir gegenüber hat er leider nie die gleiche Loyalität besessen und jetzt ist er in seiner Rachsucht zu weit gegangen.


    Es schmerzt mich wenn ich in meiner eigenen Familie nicht genug Glaubwürdigkeit und Unterstützung finden kann, aber ich kann es ihnen auch nicht vorwerfen, denn das muss von innen heraus wachsen, kann nicht eingefordert werden.


    Sie können ja erst an mich glauben wenn ich selber nicht in einer Opferrolle bin sondern beweisen kann dass ich die Herausforderung geregelt bekomme.

    Wie kann ich meinen Kindern sonst ein Vorbild sein ?


    Alles Gute euch allen !


    :knuddeln:

    Besser als die Wahrheit kennen, ist die Wahrheit lieben. Konfuzius :heilig: