Wo es einen hinzieht ...?

  • Guten Morgen,


    mich würde interessieren, wie ihr in meinem Fall agieren würdet, ich zerbreche mir seit Monaten den Kopf darüber. Ich teile es in Teil 1 und Teil 2 auf.


    TEIL 1


    Ich hatte vor 3 Jahren Erlebnisse, als ich erstmal sin einer scheinbar ausweglosen Situation gesteckt hatte, die mich nach Jahren wieder offen für Spirituelles machten. In dieser Zeit schrieb ich auch an einem Roman, der neben Protagonisten und Bösewichten auch einen Nebencharakter enthielt, einen Asiaten (habe mich schon immer für die chin. und jap. Kultur interessiert, vielleicht weil es da auch Zuwachs im entfernten Verwandtenkreis gab, ich Kampfkünste (ein bisschen) lernte, mich ein Großmeister da sehr positiv geprägt hat, usw.).

    Als die Pandemie aufbrach, gab ich Fortsetzungen dieses Romans auf, da einiges gesellschaftlich so oder ähnlich eintraf, wie in diesem Roman.

    Jedenfalls ist das, was derzeit passiert, teils wie ein Deja-vus aus meinen Roman-Manuskripten und Roman-Ideen, manchmal fühle ich mich, als wäre ich irgendwie in meinen Roman hineingeschlüpft, sehr unheimlich - und ich traue mich jetzt gar keine Geschichten mehr zu schreiben. Wobei es auch positive Menschen und Situationen sind, die mir begegnen, oft fast 1:1 Szenen aus meinen Aufzeichnungen. So auch ein Asiate, der in meiner Gegend Qi Gong lehrt, und dessen Lehre mich schon oft über die letzten Wochen irgendwie gerettet hatte.

    Ich hab mich dann vermehrt mit TCM befasst, und ich kann sagen, sie wirkt definitiv bei mir - egal ob Shiatsu, TCM-Ernährung (zB bei großen psych./körperl Krisen Eier zu essen half mir tatsächlich schon oft, das Schlimmste abzuwenden), Qi Gong (je nach Form) und v.a. taoistische Meditation. Ich hatte sogar begonnen, Japanisch und Chinesisch zu lernen (wobei mir Chinesisch leichter fällt), um alles noch besser zu verstehen, und weil ich mich gerne auf andere Kulturen einlasse, wenn ich schon einen Nutzen aus ihnen ziehe.

    Gut, nun könnte man sagen, perfekt, ich hätte meinen Weg gefunden - aber:

    Die Person, das Wesen, wer auch immer, das mir in meiner Krisenzeit vor 3 Jahren erschienen war, war am ehesten indischer Herkunft. Ich befand mich auch mal in einer Art Tempel in meinen Träumen, den ich nach langer Recherche ebenfalls noch am ehesten einem indischen Tempel zuordnen würde. Auch bekam ich eine Zeitlang in meinen Träumen Tipps von eindeutig indisch aussehenden Persönlichkeiten, die ich, misstrauisch wie ich bin, nach dem Aufwachen immer googelte/recherchierte und die immer "Hand und Fuß" hatten. Erst danach begann ich, mich näher zu informieren, und wenn ich völlig am Ende bin, tendiere ich seltsamerweise eher zu indischen oder christlichen Mantren. Ich weiß, "indisch" klingt an dieser Stelle sehr salopp; ich kann nur nicht genau sagen, ob ich mich zum Hinduismus, zum Buddhismus oder zum Janismus (oder sonstigen Lehren) am ehesten hingezogen fühle; es ist ein bisschen eine Mischung aus Jainismus, Sikhismus und Shivaismus, denke ich. (Beim Shiavismus weiß ich nicht mal, warum, es war einfach "da").


    Es ist also quasi so, dass ich den Eindruck habe, dass mir der Taoismus, die TCM etc. vor allem im Diesseits und bei physischen Problemen helfen kann, auch bei energetischen Themen. Da bin ich auch reingewachsen, in meiner Familie gibts Kampfkunstmeister, usw. und obwohl ich sehr kopflastig bin und Qi und Co. lange als "Einbildung" abgetan habe, wurde mir, v.a. gesundheitlich, schon oft das genaue Gegenteil bewiesen. Aber gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass es mich hinsichtlich Glaube und Spirituellem eben noch immer auch, wenn auch ich mich davon in letzter Zeit her entfernt hatte, in Richtung Indisches zieht (und teilweise Christentum). In meiner Familie kommt alles davon mehr oder weniger vor, wobei ich es wohl am meisten ernst von allen nehme ;) .

    Und so stehe ich nach Jahren irgendwie immer noch zwischen den Stühlen, und manchmal glaube ich, ich war vielleicht in einem meiner vergangenen Leben irgendwie in Indien oder angrenzenden Ländern beheimatet. Ich habe oft, und ich weiß, das klingt total lächerlich und oberflächlich, weil es so materiell verhaftet erscheint, den Drang, Sari und Schleier zu tragen, vielleicht auch Kopftuch, ich kann es nicht so genau sagen, ich fühle mich da ganz stark hingezogen, und bin traurig, es in meiner Kultur nicht zu können, ohne seltsam angeschaut zu werden. Es ist mehr als ein "Sieht nett aus", es ist wirklich ein absolutes Hingezogen sein, als mache mich das vollständig und als könne ich mich dadurch so ein bisschen mit der Kraft verbinden, die mich schon mal aus einem Loch gezogen hatte.

    Und dann denke ich wieder, dem "Höchsten", dem "Allumfassenden", "Gott", oder wie auch immer man es nennen mag, ist es wohl ziemlich egal, ob ich mich auf taoistischem, buddhistischem, christlichem, hinduistischem, oder sonst einem Weg im annähere (und erst recht, was ich dabei trage ;) - das ist mir ja bewusst, aber ich mag Symboliken auch zum Abschalten vom Alltag), weil dahinter immer die Liebe steht - wie auch mein Qi Gong Lehrer meint. Aber ich bekomme diesen Gedanken nicht in meinen Kopf oder besser gesagt, in meine Seele hinein, weil es eben Widersprüche gibt. Um bei etwas ganz Banalem wie bei Essgewohnheiten zu bleiben: Im TCM sind Eier heilig, im Ayurveda/Hinduismus soweit ich weiß, eher verpönt, im Jainismus ohnehin. Ich selbst lebe fast vegan, aber hin und wieder eben nicht, und hier im Westen finde ich Eier noch etwas unbedenklicher als Milch (verstehe aber, dass es in anderen Ländern anders gelebt und daher anders betrachtet wird). Nun haben mich Eier oft schon wirklich "gerettet", also könnte ich nur wegen dieser Kleinigkeit nie Yoga, Jainismus, Sant Mat oder Ayurveda praktizieren? -- Das ist jetzt nur ein ganz einfaches Beispiel, wo es bei mir schon anfängt, kompliziert zu werden. Noch immer. Mein Umfeld meint immer, ich sei viel zu verkopft, aber es hat doch auch etwas mit Respekt vor diesen Religionen zu tun.


    Wie würdet ihr euch da entscheiden? Oder gar nicht entscheiden, und alles einfach so zusammenstecken, wie es in eure Welt passt?


    TEIL 2


    Der 2. Teil betrifft ebenfalls Träume. Ich habe vor sehr langer Zeit, in meiner anfänglichen Jugend, eine Schule abgebrochen, die sehr beliebt ist (wenn man dort aufgenommen wird, hat man echt Glück und eigentlich schon vorgesorgt). Es handelt sich um den Tourismusbereich. Ich brach damals nur deshalb ab, weil ich mit dem Leben kaum klar gekommen war (Schulkollegen meiner vorigen Schule nahmen Drogen, wollten sich umbringen, etc. und das war mir als Angehörige irgendwann zu viel gewesen und ich wurde halt zur typischen Teenie-Rebellin; meine Eltern hatten mich immer unterstützt wo es ging, aber ich war halt WIRKLICH rebellisch gewesen. Ich bereue diese Zeit im Nachhinein nicht mal, weil sie mich sehr vieles an Erfahrung lehrte - ich bereue nur, dass ich nicht auf dieser Schule geblieben war - ich hab mir schon immer viel von anderen Menschen aufgehalst; ich selbst hatte eigentlich immer viel Glück im Leben, und leider oft übersehen). Ich machte dann eine allgemeinbildende Schule und fing zu studieren an, immer im Sozialbereich, oder Deutsch (bitte entschuldigt Rechtschreibfehler an dieser Stelle ;) ). Von Journalismus rieten mir wegen Jobmangel alle ab, also machte ich Projekte einfach auf ehrenamtlicher oder selbstständiger Basis in diesem Bereich, und war ansonsten ebenso im Sozialbereich tätig. Meine Stärken sind laut meinem gesamten Umfeld eindeutig das Schreiben, und dahinter dann eben der Sozialbereich.

    Und doch träume ich seit ca. 2-3 Jahren regelmäßig von dieser Tourismusschule, meist 2x in der Woche. Ich war vor 3 Jahren sogar noch mal dort, weil ich davon einfach nie ganz wegkam, und sie boten mir sogar an, mich als außerordentliche Schülerin wiederaufzunehmen, um quasi mit den 15-jährigen als Erwachsene noch mal die Schulbank zu drücken, ohne alle Unterrichtsfächer besuchen zu müssen - nur das, was ich noch gebraucht hätte. Ich hätte schon fast zugesagt, dann meinten sie, dass es für mich aber wohl nervig wäre, mit quasi Kindern in ner Klasse rumzusitzen, obwohl ich eh nicht viel älter aussähe ;) , und dass sie mir das irgendwie nicht antun wollten. -- Leider ließ ich mich dann von dieser einmaligen Chance abbringen und fing wieder zu studieren an.

    Und es war erneut so: Ich studierte etwas, in dem ich wirklich talentiert bin (das weiß ich mittlerweile, ohne eingebildet klingen zu wollen :D ), wahrscheinlich viel mehr talentiert, als in Tabletts zu Gästen balancieren, Buchhaltung und in der Küche stehen (das soll nicht abwertend klingen, ich bewundere alle, die das beherrschen, wirklich sehr). Und dennoch komme ich immer noch nicht davon oder darüber hinweg; ich sehne mich irgendwie nach der Atmosphäre im Tourismusbereich, was daran liegen mag, dass ich in einem ähnlichen Bereich schon gearbeitet hatte und es toll fand, und weil mich andere Kulturen so sehr interessieren, usw. Ich weiß es selbst nicht so genau. Mir ist an der Uni auch alles schon viel zu unwissenschaftlich und viel zu ideologisch - angefangen von Naturwissenschaften bis hin zu Geisteswissenschaften ertrage ich diese Indoktrinierungen absolut nicht mehr, sie machen mich nur noch wütend, gerade weil ich pro Wahrheit bin. Ich hatte ursprünglich zu studieren angefangen, weil ich für Emanzipation in der Gesellschaft kämpfen wollte, weil ich mich um Vernachlässigte oder Nichternstgenommene kümmern wollte, und weil ich das aber seit Jahren ehrenamtlich schon genüge machte (und da mit Fällen betraut war, die man nur als Hölle auf Erden bezeichnen kann), war ich irgendwann ausgebrannt, und bin es offenbar immer noch. Einzig der Sozialbereich im Einzelsetting geht noch, mit alten Menschen, aber sonst ist mir so nach etwas Positivem, oder nach Routine, nach irgend etwas "Lockererem".

    Jedenfalls erscheint es mir oft, als müsse ich etwas zuende bringen, was ich damals in meiner Jugend abgebrochen hatte. Ich weiß nur nicht, wie. Ich bin auch nicht mehr die Allerjüngste, auch wenn ich angeblich nicht so alt aussehe ;) . Und ich schwanke immer zwischen: "Du musst auch mal mit Vergangenem abschließen, es passte einfach nicht - Du hast Deine Talente, da solltest Du rein investieren, ob im Studium oder im Job!" und "Die Träume und Deine Sehnsüchte sind ein Zeichen, egal ob Talent oder nicht, bring es zu Ende und mach einen Neubeginn!"

    Wobei sich bei meinem derzeitigen körperlichen Zustand ohnehin die Frage stellt, ob ich überhaupt noch irgendwas machen können werde. Ich habe leider manchmal meine eher hoffnungslosen Phasen, weil ich noch nie in meinem Leben körperlich so kaputt war (auf leider vielen Ebenen), und wenn ich wieder Hoffnung schöpfe, kommt dann wieder Teil 1 ins Spiel. Die Ärzte fanden bislang bis auf starke Speiseröhrenentzündung und vermutlich auch Magenentzündung/Geschwür nichts (weshalb ich momentan leider sehr starke Magensäurehemmer schlucken muss, die alles noch verschlimmern, aber wenigstens meine Magenkrämpfe besänftigen). Woher das kommen könnte, habe ich eh schon mehrfach erwähnt (wie auch die Ärzte). Leider kann ich meine Entscheidung dahingehend nicht mehr rückgängig machen. Sicher spielt mittlerweile auch Stress eine Rolle, wie man sieht.


    Jetzt haltet ihr mich sicher für verrückt. Na ja, macht auch nichts. ;)


    PS: Und weil ich von anderen Foren mittlerweile weiß, wie sehr hinterrücks oft im Netz gelästert wird, bitte ich euch, mit diesem Beitrag halbwegs menschlich und sensibel umzugehen, weil er wirklich sehr persönlich ist. Falls ihr irgendwas daran besonders dämlich findet, könnt ihr es mir gerne auch selbst schreiben - damit kann ich, ohne großen Gram, umgehen. :)


    LG
    Melissa

  • Liebe Melissa,


    das Schreiben scheint dir wirklich sehr zu liegen und wenn es dir gelingt, zukünftige Themen einzufangen und einen inspirierenden Roman daraus zu machen, dann ist es doch wunderbar. Mir fällt da gerade 'Der Wal und das Ende der Welt' ein. Ein Roman, der vor der Pandemie geschrieben wurde, aber passender kaum sein konnte und unglaublich Hoffnung macht.


    Wie würdet ihr euch da entscheiden? Oder gar nicht entscheiden, und alles einfach so zusammenstecken, wie es in eure Welt passt?

    Sieh es doch einfach mal als dein ganz persönliches Potenzial oder deine ureigene Werkzeugkiste an, die du dir über viele Leben gefüllt hast und aus der du nun schöpfen kannst. In manchen Lebenssituationen braucht es für dich halt einen Sari und in anderen viele Eier. Ist doch ganz wunderbar, wenn du das so klar spüren und formulieren kannst.

    Zwäng dich nicht in irgendwelche selbstgemachten Gefängnisse (was man machen soll und was wer denkt).

    Erlaube deinem inneren Kompaß, dich zu führen und verabschiede dich von behindernden Glaubenssätzen.

    Schließ Frieden mit deiner Vergangenheit.

    Ein Lehrer, den ich sehr, sehr wertschätze, sagte mal während einem Seminar, daß Menschen, die auffällig jung aussehen, in der Zeit eines schweren Traumas haften geblieben und wie in ihrer Entwicklung stehen geblieben sind. Das wirft ein ganz anderes Licht auf 'jung aussehen'. Vielleicht ist das der Grund, warum du wieder zu dem alten Platz zurück möchtest? Gibt es etwas zu heilen, damit du endlich vorwärts gehen kannst? Einfach nur mal als Idee. Die Antwort darf bei dir bleiben und wäre hier viel zu persönlich.


    Freu dich über deine feinen Antennen und spiel mit deinem Werkzeugkasten. Du findest deinen perfekten Weg!

    Liebe Grüße, Czerion :<3:

  • Liebe Melissa,


    zunächst: mache dir keine Sorgen, dass es hier nicht "halbwegs menschlich und sensibel" zugehen könnte - das ist fast immer selbstverständlich in diesem Forum und sollte das je anders sein, kannst du dir gewiss sein, dass wir sofort einschreiten würden. ;)


    Ich möchte Czerion nur um einen Aspekt ergänzen:

    Es ist die Zeit "die alten Geschichten" loszulassen - mit einem liebevollen Blick über die Schulter und dem Verständnis: Dies ist ein Teil von mir, den ich ohne Groll annehme und in Heilung gehen lasse.

    Oft geschieht diese Aufarbeitung alleine schon durch die Träume und es genügt, sich morgens unter die Lichtdusche zu stellen und zu sagen "Danke, das darf nun gehen; ich bin in Frieden mit mir."


    Ob es eine Situation gibt, die noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden möchte, kannst du z. B. mit dieser Meditation herausfinden:


    Du stehst mit eben dieser Frage an einer Wegkreuzung. Hinter dir liegt alles Gewesene. Vor dir gabelt sich der Weg. Ein Weg nennt sich "mein neuer Lichtweg", der andere "mein Lichtweg über Aufarbeitung" (nur Vorschläge, du kannst es auch anders formulieren). Sei dir ganz sicher, dass dich beide Wege letztendlich zu deinem Seelenplan führen. Wohin zieht es dich? Kannst du dich ganz auf das ungewisse Neue einlassen, darauf, dass dir alles geschenkt wird oder zieht es dich in Richtung aufarbeiten? Fühlst du dich sicherer, wenn du dich für 'ohne Fleiß kein Preis entscheidest? Werte nicht - tut das Universum auch nicht, es unterstützt dich, egal welchen Weg du wählst. :sonne:


    Liebe Grüße

    Erdherz <3

    Ich weiß, dass ich alles mal gewusst habe, es aber leider wieder vergessen habe :crazy:

  • Liebe Melissa


    Mir fallen leider nur zwei Dinge ein: Wenn du kannst mach irgendwann mal eine längere Asienreise. Vor Ort lässt sich einiges aussortieren was du hier in der Ferne nicht kannst und niemanden würde dort dein Sari stören, du wärst eine von ihnen.


    Zum Tourismus, ich sehe auch dort die Sehnsucht nach der Ferne. Also falls du dir das Reisen aus eigenen Mitteln grad nicht leisten kannst, nach dem Ende der Pandemie wird es wieder viele Jobs im Tourismusbereich geben und wer weiss, vielleicht hast du als Quereinsteigerin bessere Chancen als du denkst.

    Was du dir vorstellen kannst, das kannst du erreichen !


    Zu deinen Schreibkünsten, du bist wohl eins dieser natürlichen Channelmedien, wahrscheinlich auch eine alte Seele wenn man sich deine Erfahungen anschaut.

    Mit Sicherheit lässt sich das auch in andere Richtungen als das Romanschreiben lenken, da musst du mal schauen was sich ergibt und was du gerne willst.


    Mit freundlichen Grüssen

  • Vielen Dank für eure sehr lieben und hilfreichen Antworten! Vieles davon klingt sehr logisch, und ich werde mir das noch näher durch den Kopf gehen lassen. Ich kann leider nur kurz antworten, da ich leider wieder mal ins KH/zum Arzt (mal schauen) muss. Inkl. Angst. Und da, brigid, frage ich mich schon: Wie kann man eine alte Seele sein, wenn man zeitweise nahezu "lebensunfähig" vor Angst oder Unaufgearbeitetem ist? Sollten alte Seelen nicht weise genug sein, alles mit sich selbst ausmachen zu können? Sollte eine alte Seele nicht zB. so vernünftig sein, um hervorragende Schulen nicht abzubrechen? - Ich habe mich bislang nur kurz mal in dieses Thema eingelesen und weiß es wirklich nicht.


    Danke euch erst einmal, ich habe mich wirklich sehr über all eure Antworten gefreut! Sie alle haben mir auch etwas Kraft und Zuversicht gegeben! :zzz::hrz::rb:

  • Nur ganz kurz: ob alte Seele oder jüngere, das lässt sich nicht an dem Brocken ablesen, den du gerade zu knabbern hast! Ob jemand in der Pyramide eher in den unteren Stufen "Projekte" bearbeitet und noch viele folgen werden oder bereits die Spitze der Pyramide erreicht ist und etwas noch einmal auftaucht, das bereits mehrfach durchlebt wurde und diesmal geheilt werden kann, wirst du erkennen, wenn es geschafft ist. Solange zählt nur der Moment: was ist JETZT der nächste Schritt?

    Manchmal wird man auch von Lebenspfaden abgebracht, weil sie mit dem Seelenplan nicht übereinstimmen und man das (inzwischen) auch intuitiv erkennt.


    Liebe Grüße

    Erdherz :<3:

    Ich weiß, dass ich alles mal gewusst habe, es aber leider wieder vergessen habe :crazy:

  • Wie kann man eine alte Seele sein, wenn man zeitweise nahezu "lebensunfähig" vor Angst oder Unaufgearbeitetem ist? Sollten alte Seelen nicht weise genug sein, alles mit sich selbst ausmachen zu können? Sollte eine alte Seele nicht zB. so vernünftig sein, um hervorragende Schulen nicht abzubrechen?

    Deine Vernunft mißt sich ja gerade an den Glaubenssätzen der Jetztzeit. Gut möglich, daß die alte Seele die Ideen der aktuellen Gesellschaft ziemlich schräg findet und einfach nur ihren eigenen Weg gehen möchte. ^^ Da kann 2022-Ratio mal ganz gewaltig im Weg stehen.=)

    Alte-Seele-sein bedeutet nicht, wie Buddha-Supergirl durch die Galaxie zu flitzen, frei von Angst, Fragezeichen und Schmerzen. Alte Seele hat auch schon viel erlebt und das Ausgeliefert ein in der Klinik kann einem Kerker schon sehr nahe kommen. Da können sich auch der alten Seele die Haare im Nacken aufstellen.:haare:

  • Liebe Melissa


    Es taucht grad bei vielen das Thema Angst sehr stark auf, das muss man weder über- noch unterbewerten.


    Das sind zum Teil die kollektiven Ängste, die du als Mensch mit einfachem Zugang zum kollektiven Bewusstsein dann nochmal stärker wahrnimmst und vielleicht nicht ausklambüsern kannst was nun von dir ist und was nicht.


    Dann ist auch nicht ganz klar wieviel von deinen gefühlten Ängsten nicht eigentlich von körperlichen Entzündungsprozessen stammen, gerade ein entzündetes Nervensystem oder Teile davon wie der Vagusnerv können intensive Panikattacken auslösen.


    Dann kannst du auch mal schauen lassen ob du nicht ein paar astrologische Transite hast, die alte Angstthemen reaktivieren, aber natürlich nur damit sie aufgeräumt werden können.


    Es kann also Sinn machen sich von diesen Gefühlen etwas zu de-identifizieren, sie zu objektivieren.


    Sich lebensunfähig zu fühlen ist wieder ein ganz anderes Thema, aber auch das passt als Aufgabe zur alten Seele, Varda Hasselmann hatte das in ihren Büchern recht gut beschrieben warum das so ist, da müsste ich noch mal nachlesen, mir hatte das damals auch wirklich recht gut geholfen mich mit ihren Seelenarchetypen zu beschäftigen, das hilft mehr seinen inneren Weg zu erkennen als die gesellschaftlichen Anforderungen von du musst die und du solltest jenes.


    Also du bist in einem Konflikt zwischen deinen Seelenbedürfnissen und der Gesellschaft und natürlich kann das ein Spagat sein und trotzdem ist der einzige Weg nochmal genau zu analysieren wer du eigentlich bist und was du willst und dann den dazu passenden Weg zu finden.

    Da gibt es verschiedene rote Fäden, du hast ein starkes "Merkurprinzip", deshalb dein Wunsch zu reisen oder journalistisch tätig zu sein, deshalb auch dein Wunsch Weisheit oder Wissen zu vermitteln, Kommunikation/Vermittlung ist das A und O, wo kannst du das am besten einbringen ?

    Dann hast du wahrscheinlich auch einen sehr starken Neptun, das Spirituelle kann nicht ausgeklammert werden, muss auf die eine oder andere Art aktiv gelebt werden, denn wenn du es nicht aktiv lebst wird es dich sprichwörtlich verfolgen, sich dir aufdrängen.


    Dein Idealismus hat dich in den sozialen Bereich geführt, grundsätzlich ist das auch gut für dich gewesen dich dort zu engagieren, der Burnout kommt daher dass das was du zu geben hattest zu wenig echte Ergebnisse gebracht hat, also du brennst dich aus an den Unzulänglichkeiten des Systems.

    Es war gut die dortigen Erfahrungen zu machen, gleichzeitig ist es wichtig dich in der Zukunft in einem Bereich zu engagieren, wo du echt was bewegen kannst, wo du nicht das Gefühl hast es ist eh alles umsonst, egal wieviel man gibt.


    Kannst du was damit anfangen ?


    Herzliche Grüsse

  • Hallo, ich danke euch für eure superhilfreichen Antworten! Sie haben mir vieles noch klarer erscheinen lassen und letzte Zweifel ausgeräumt.

    Ich werde mich wieder melden, will aber nicht zu viel schreiben, sonst "zerschreibe" ich womöglich wieder all meine Intuition usw. ;)


    Ich wollte euch nur schon mal von Herzen danken und ich melde mich wieder. :) - Ich habe jetzt einiges zu regeln und für mich wieder angenehm zu gestalten, und ich freue mich darauf, ich habe heute damit angefangen.

    Möglicherweise benötige ich hin und wieder einen Ansporn hier, falls es nicht gleich klappen sollte ... ;) Mir ist endgültig klar geworden, wo ich ansetzen muss und kann.


    Vielen Dank auch euch hier dafür!


    :sun:



    LG

    Melissa

  • Hallihallo, ☀️


    Danke für die tolle Nachricht ☺️

    Ich habe mir die Nachrichten bis auf die erste noch nicht alle durchlesen/überfliegen können. Bitte verzeiht mir, falls ich was komisches schreibe, weil ich nicht alles gelesen habe, es fühlt sich falsch an, nichts zu schreiben. Es ist nach 0 Uhr und... Ich sollte mir angewöhnen, früher reinzuschauen, um bessere Antworten geben zu können 😂 Aber ich möchte gerne kurz, als jemand der sich zu was hingezogen fühlt, sagen.


    Wie du weißt, lebe ich in Japan. Auch zu China fühle ich mich hingezogen und bin mir sicher, dass meine Seele schon in beiden Ländern zu Hause war. Zu Indien hab ich auch ne Connection, aber ist noch nicht... gabz gefunden.

    Ich fühle mich aber auch zu Schottland und den Färöern hingezogen, genau wie Neuseeland und Frankreich...


    Was mir in letzter Zeit für mich klargeworden ist, dass Seelen sich nicht nur Leben teilen, sondern dass auch eine Seele in mehreren Lebewesen stecken kann. Ich z. b. bin mir da immer mehr sicher, dass Jane Austen und ich uns ne Seele geteilt haben. Und wahrscheinlich noch andere. Warum ich das "weiß", weiß ich auch nicht... aber was ich - recht uneloquent - versuche zu vermitteln ist, dass ich glaube, dass Leichtigkeit mit diesem Wissen und Fühlen, dass du Seele bist und du dich wohingezogen fühlst, dich an die Orte und zu den Menschen bringt, zu denen es dich zieht...


    Ich schreibe gerne demnächst nochmal, wenn ich ein bisschen wacher bin und alles gelesen habe ❤️


    Liebste Grüße,


    Mimiiii

  • Liebe Melissa,

    was für beeindruckende Erfahrungen, danke für die Schilderungen.

    Mein Eindruck ist, dass Du mit so viel Wissen aus der geistigen Welt "geflutet" wurdest, weil Du damit zurechtkommst, sonst wäre es nicht gekommen; dass sich dann ein Gefühl einstellt, dass sich nach Angst anfühlt, ist ja nicht so wunderbar - da würde ich vorschlagen, es aus einer anderen Perspektive zu betrachten:


    Es ist Lampenfieber, weil Dir dämmert, was Dir alles möglich ist und welche erstaunlichen "Vorhersagen" Du erhalten hast.

    Mir fiel auf, dass Du einige Male von den Urteilen in Deinem Umfeld gesprochen hast.


    Das, was Du wahrnimmst, wird vermutlich nicht verstanden vom Umfeld. Die Interpretation, dass Dein Gefühl Angst ist, kann eine vom Umfeld übernommene Interpretation sein.


    Dein Umfeld kennt Dich nicht so gut wie Du Dich selbst und es sind Menschen, die es sicherlich sehr lieb meinen. Doch auch nach den liebsten Mitmenschen kann man sich ja nicht zu hundertprozent richten bei eigenen Entscheidungen. Da ist es wichtig, dass man das findet, was zu einem passt und was einen glücklich macht. Was das wohl ist: das weiß Dein Inneres und Du hast allen Grund, dem zu vertrauen; Deine Seele ist mit dem, was Du wahrnimmst, viel vertrauter.


    Ich kann Mimi Angela nur zustimmen: Es ist durchaus möglich, dass sich eine Seele in mehreren Körpern inkarniert (dass man vielleicht auch jemanden "channelt" oder Mitausdruck ist), zudem ist es möglich, dass manche Menschen, die in gutem Kontakt zu ihrem Inneren sind und zur eigenen Seele, dass diese auch in der geistigen Welt quasi "per Du" sind mit anderen Seelen - als wäre man aus dem gleichen Eckchen "Seelenkuchenteig".


    Ich habe weiter den Eindruck, dass zu dieser Zeit, also in 2021 und 2022, weltweit immer mehr Menschen einen besseren Kontakt zu ihrer eigenen Seele und deren Erinnerungen bekommen und dass auch die Seelenverbindungen zwischen Menschen besser erkannt, erinnert oder sogar offenbar werden.


    Auch dieser Punkt ist interessant:

    Ich schrieb vor vielen Jahren (2004 und 2005) an einem Buch. Die Szenen und die Figuren waren mir präsent im Geist und erschienen in meinen Träumen. Mit den Jahren - und viel Arbeit im Außen - war es "nur in meinem Bewusstsein" und mein Urteil war: Ist nur so ein ausgedachter Kram.


    Dann machte ich die überraschende Erfahrung, aus Zufall und später nachforschend, dass ich Figuren "ausgedacht" hatte, die tatsächlich einmal gelebt haben und die tatsächlich leben. Ereignisse der Geschichte verliefen parallel in meinem Leben.


    Ich hatte wahre Seelenverwandte auf der geistigen Ebene erlebt und es drückte sich damals so aus, dass ich es beschreibe in einem Roman - weil ich es anders damals nicht erfassen und ansehen konnte.


    Mit der Erweiterung des Verständnisrahmens wurde es mir möglich, die Realität der geistigen Welt zu akzeptieren.


    Das Schreiben: Es ist in jedem Fall einer der vielen Zugänge des eigenen Bewusstseins in die zeitlose Ebene.


    Für die gesundheitlichen Beschwerden:

    Ich wünsche Dir bestmöglichen Heilerfolg, lass Dich gut behandeln und wenn ich Dir eine Tipp zum zusätzlichen Stöbern geben darf:

    spirituelle.info.net


    Ich war sehr lange nicht mehr hier im Forum, bitte um Entschuldigung.

    Es ist so viel los in meinem Leben.

    Ich komme nicht hinterher.


    Ich wünsche Euch alles Liebe

    bis die Tage


    Eure Rose

  • Liebe Melissa,


    ein schönes Thema hast du da ausgepackt, und die Antworten, die du hier schon bekommen hast, unterschreibe ich direkt.


    Eine Sache, an die ich beim Lesen deines Posts, als es um Indien ging, immerzu denken musste: Es gibt ja, nicht nur in Indien, diese berühmten Palmblattbibliotheken. Sie sollen auf die sieben Rishis zurückgehen, sagenumwobene Wesen, die vor ewigen Zeiten lebten und es wohl noch tun, auf welcher Ebene auch immer. Vielleicht hast du zu diesen eine Connection? Denn in diesen Bibliotheken ist das Schicksal vieler Menschen und, ja, auch der Welt, bereits beschrieben.


    Für den Magen kann ich dir Drachenblut sehr empfehlen. Dieses Harz hat mir meinen Helicobacter ausgeheilt, und ich weiß auch von anderen, die ihre Magenschleimhautentzündungen nach einer Weile Einnahme vollständig auskurieren konnten. Sehr gute Qualität erhältst du z.B. bei sunday natural.


    Zum Essen auch: Beobachte dich und deinen Körper, wie du auf bestimmte Lebensmittel reagierst. Wenn ich etwas für mich Gutes esse, dann atmet mein Körper in einem tiefen Seufzer ein und aus. Das kann ein leckeres Ei sein (danke liebes Huhn), ein perfektes Steak (danke liebes Rind), ein Stück frische Mango oder ein Tee aus Fichtennadeln. Wir sind nicht hier für Ideologien, das ist vorbei. Dein Körper weiß, was für ihn gut ist.


    Die alten Seelen sind mit Sicherheit nicht alle perfekt und "erleuchtet". Die alten Seelen haben mitunter die meisten Selbstzweifel, und ja, wie sehr alte Menschen auch, passen sie oft nicht mehr so ganz in diese Welt, sie stehen mit einem Bein schon drüben. Sie haben ihre Erfahrungen gemacht und müssen nicht mehr überall mithalten. Sie warten, bis sie gefragt werden, und ansonsten lassen sie es sich hoffentlich gutgehen und lächeln still vor sich hin :D


    In diesem Sinne nur das Beste

    Anke