Beiträge von Wolfsspur

    Wie es schamanisch anzugehen wäre hat Lucia mitgeteilt.

    Der Weg zur Auflösung geht über die Verbündeten.


    Was bei einer Klientin von mir funktionierte war eine Art "Rückführung", bei der sie sich in die Situation zurückbegeben konnte, in der der Fluch ausgesprochen wurde. Das war jedoch nur der erste Schritt und diente nur dazu, die "Wurzel des Übels" zu erkennen. Es zeigte sich, dass die Situation "damals" ziemlich konkret den Lebensumständen entsprach, die bei ihr im Hier und Jetzt vorlagen. Letztendlich also nicht auf "Fingerschnipp", sondern ein langer Heilungsweg.

    Hach schau her, da wurde dieser alte Thread mal wieder ausgebuddelt.....lach
    Na dann werd ich auch mal meine UFO-Geschichten erzählen.....


    Bin ja nun meist ganz gut geerdet, aber ich hatte in meinem bisherigem Leben tatsächlich auch zwei Erfahrungen mit schwebenden bzw. fliegenden Dingern, die für mich nicht wirklich rational erklärbar sind.....obwohl ich selbstverständlich rationale Erklärungen habe, damit mein Hirn damit klarkommt.....grins


    Die erste Sache passierte, als ich noch recht klein war.....schätzungsweise 7 Jahre alt.
    Wir haben auf einem langsam ansteigenden Berg gespielt, der aber doch recht hoch ist.
    Der Spitzberg in Oberoderwitz....



    Wie ihr seht, gibt es einen langen, gleichmäßig ansteigenden Hang bis zum Gipfel - mit überwiegend freiem Blick auf das Dorf.
    Es war Mittagszeit, wir mussten zurück und ungefähr auf halber Strecke sahen wir alle, wie sich eine etwa 2 Meter im Durchmesser große, gleisend helle Scheibe an einem langgestreckten Flachbau die Wand entlang bewegte. Eigentlich schwebte sie an dieser Wand ganz langsam entlang. Wir fanden das spannend und rannten, was das Zeug hielt....aber als wir unten ankamen, war die Scheibe schon lange weg. Doch sie verschwand nicht einfach, sondern bog am Ende des Gebäudes um die Ecke und man konnte klar erkennen, dass dieses Ding deutlichen Abstand zur Hauswand hatte. Also keine Spiegelung von irgendetwas. Davon abgesehen.....was macht schon gleisend helle Spiegelungen in dieser Größe?


    Wenn ich Ufos außen vor lasse ist die einzige Erklärung dafür ein Kugelblitz. Allerdings schwebte das Ding nur ganz knapp über dem Boden, war sehr langsam und von Gewitter war keine Spur.



    Meine zweite Geschichte ist zwei oder drei Jahre her. Wir saßen abends mit dem Rücken zu einer Scheune auf meinem Schwitzhüttenplatz mit Blickrichtung wieder auf einen langgestreckten Hügel - wenn auch nur mit ungefähr 500 Meter Sicht bis zur Hügelkuppe bzw. dem Horizont. Einige von den Usern hier kennen den Platz - wir schauten also hoch zur Feldscheune auf dem Berg.


    S4200105.jpg


    Plötzlich erschien am Horizont ein grünes Licht. Innerhalb von nicht einmal 2 Sekunden zischte das Ding von der Hügelkuppe in etwa 100 Metern Höhe über uns hinweg und verschand hinter dem Dach der Scheune, vor der wir saßen. Bevor es verschwand, teilte es sich. Das grüne Ding flog geradeaus weiter, während sich nach rechts und nach links in zwei absolut symetrischen Bögen etwas Brennendes abspaltete. Auch diese Feuerdinger flogen weiter....nach rechts und nach links ungefähr in einem 30°Winkel zu dem grünen Teil.
    Wie schon gesagt - das ganze geschah innerhalb von vielleicht eineinhalb Sekunden.....und das gespenstische war: Das Ganze verlief völlig geräuschlos.


    Meine rationale Erklärung hier wäre Weltraumschrott. Doch dann hätte der Kram irgendwo in der Nähe einschlagen müssen, denn das Ganze spielte sich, wie schon erwähnt, in nur etwa 100 Meter Höhe ab. Weiterhin passt dazu nicht diese völlig perfekte Symetrie der Bögen, welche die Feuerteilchen nach rechts und links machten.


    Wie auch immer: Nach dem Schauspiel hab ich ein Bier aufgemacht, zum Himmel geprostet und laut gesagt: Es gibt euch doch!


    :prost::mars:

    Hallo Sunshine16,


    Erfahrungen damit hab ich keine.
    Allerdings machen die Vertriebsstruktur und die exzessive Art der Werbung keinen seriösen Eindruck.


    Lifewave vertreibt die Produkte nicht selbst, sondern über sogenannte Lifewave-Mitglieder. Also Leute, die erst einmal eine Gebühr bezahlen, um Lifewave-Produkte verkaufen zu dürfen. Um solche Mitglieder/Händler wird fast so intensiv geworben wie für die Produkte selbst. Eine Aussage von der Lifewave-Homepage, wegen des Copyrights mit meinen eigenen Worten: Bezahlung, ohne etwas dafür zu tun / einen lukrativen Vergütungsplan, wenn man seine persönlichen Erfahrungen mit den hervorragenden Lifewave-Produkten anderen mitteilt. Das bedeutet nach meinem Verständnis, Lifewave animiert Leute durch Vergütung dazu, möglichst viele positive "Erfahrungsberichte" im Web zu verbreiten.
    Link zum selbst nachlesen


    Lifewave selbst bezeichnet seine Produkte als Wellness-Produkte- und ist damit fein raus. Werbung und Vertrieb in jeglichen medizinischen Einrichtungen sind Lifewave-Mitgliedern untersagt. Eine Aussage über die Eignung von Lifewave-Produkten für die Behandlung bzw. Linderung spezieller Leiden ist Lifewave-Mitgliedern ebenfalls nicht gestattet. Beides steht eindeutig in den Richtlinien für Lifewave-Mitglieder unter dem Oberpunkt 4. Damit bewegt sich das zweite, von dir eingestellte Youtube auf ziemlich dünnem Eis......ebenso wie viele weitere der im Netz zu findenden Videos und Berichte.


    Ansonsten ist dieser Link ev. aufschlussreich.
    :winke:

    Gibt es da schon einen Pro-Contra-Fred dazu?

    Hallo Birkenfrau,


    dazu kannst du einiges finden, wenn du über die Suche auf der Portalseite mal Fernbehandlungen bzw. Fernheilungen eingibst.


    ....
    da war ich wohl zu blauäugig. In den wenigen Tagen ist einiges geschehen. Zwar nicht im Sinne einer Vermischung meiner Kompetenzen oder Überschreitung meiner Grenzen von innen oder außen, sondern ich habe nachts im Traum eines meiner Tiere verloren. Essenz des Traumes war, dass ich mich von äußeren Stimmen von meiner eigenen Kraft habe ablenken lassen, verunsichern lassen. Konsequenz war das Gefressenwerden. Ich war unsicher, aber neugierig - und das ist ne schlechte Kombination...


    In wenigen Tagen ist einiges geschehen und das beschäftigt dich so, dass du es mit in den Schlaf und die Träume nimmst. Ein Krafttier wird gefressen und du kämpfst einen nicht zu gewinnenden Kampf....


    Zuerst einmal würde ich sagen - Träume sind Träume - und Reisen sind Reisen. Ein Traum kommt unwillentlich (luzides Träumen mal außen vorgelassen).....eine schamanische Reise beinhaltet (zumindest meist) eine klare Absicht und wird willentlich herbeigeführt. Allerdings haben deine Träume klare Auswirkungen in deiner schamanischen Welt und daher ist es gut, dass du dir die Sachen nochmal schamanisch angeschaut hast. Ich vermute mal, dabei hast du auch die näheren Umstände berücksichtigt: Wer hat dein Krafttier gefressen, gegen wen oder was kämpfst du vergeblich usw.....und das hat dich zu der essenziellen Aussage deines Traums gebracht: Einflüsse äußerer Stimmen haben deine innere Kraft geschwächt / die Mitte finden.....


    Meine Erfahrung ist, dass Kraft verloren geht, wenn kraftvolle Dinge vorschnell zerredet werden. Mit "vorschnell" meine ich, dass man kraftvollen Erfahrungen immer erst die Gelegenheit geben sollte, sich zu setzen, dass man sich Zeit lässt, diese zu verinnerlichen. Oft merkt man erst geraume Zeit nach einer starken inneren Erfahrung, was sie wirklich für einen bedeutet. Bis dahin sollte man sie in sich wahren, ohne groß darüber zu sprechen. Ein Beispiel: Wenn man auf Visionquest im traditionell-indianischen Kontext geht, wartet man (abgesehen von sich akut ergebenden Sachen) mindestens ein Jahr, bevor man über das Erlebte spricht. Sind die kraftvollen Erfahrungen dann gut angewachsen und haben im Inneren starke Wurzeln geschlagen....dann kann man darüber sprechen, diese Erfahrungen weitergeben, teilen.... und auf diese Art die Kraft vervielfachen. Aber eben erst dann.....



    Auch der "Angriff" aus dem zweiten Traum entpuppte sich als Lektion der Verbündeten. Das wird etwas längeres und tieferes sein, was ich mir anzuschauen habe. Thema Grenzen, und doch auch nicht: Die Mitte. Finden, erkennen, halten. O je.

    Die Mitte......und die Grenze.
    Eine Grenze markiert immer mindestens zwei Seiten - und wenn ich mich direkt auf der Grenze befinde, befinde ich mich auch in der Mitte zwischen diesen zwei Seiten. Wie sauber die Sache ist, zeigt sich letztendlich daran, wo, wie, wann, warum und von wem die Grenze gezogen - und wie sie respektiert wird. Wichtig für mich ist es, meine Grenzen zu kennen - und diese zu achten. Das geht nur auf Grund selbst gemachter Erfahrungen und die fallen einem nun mal nicht in den Schoß. Tjo, und es kann durchaus vorkommen, dass ich den Beschränkungen meiner eigenen Grenzen unterliege. Eventuell ist es dann Zeit, diese neu zu definieren - oder eben - aus dem Erfahrungsschatz schöpfend - besser unberührt zu lassen.


    Bestenfalls sind die eigenen Grenzen so sauber gezogen, dass sie die Grenzen anderer nicht verletzen....doch jeder weiß, dass es immer wieder vorkommt, dass man anderen ungewollt - oder auch absichtlich - auf die Füße tritt. Verletzt man die Grenzen anderer wissentlich, so sollte man sich dann allerdings auch nicht wundern, wenn man dafür die entsprechende Antwort erhält. Ein wichtiger Indikator dafür ist für mich ist Dankbarkeit. Erfahre ich für mein Tun Dank, war's richtig. Erfahre ich Undank, war's unangebracht....oder eventuell auch nur "zu ehrlich".
    ;)



    Das Krafttiere gehen, sich ändern, lange Zeit gar nicht erscheinen, altern, sterben, gefressen werden, Nachwuchs bekommen....ist der natürliche Kreislauf des Lebens.
    Eines meiner Krafttiere ist männlich und mittlerweile mächtig alt. Hier kommt seit einigen Jahren ab und an ein "junger Bursche" mit, der mir als "Sohn" vorgestellt wurde. Es scheint, als würde der "Herr Sohn" vom Alten angelernt.
    Ein weibliches Krafttier verschwand plötzlich für einige Zeit, kam dann irgendwann mit Nachwuchs an, machte mich mit diesem bekannt.....und irgendwann kam nur noch der Nachwuchs, wenn ich rief. Inzwischen ist dieses Krafttier in der x-ten Generation bei mir. Es ist eine Bereicherung der Möglichkeiten: Die Weißheit und Vorsicht des Alters gepaart mit der Verspieltheit, dem Wagemut und der Kraft der Jugend.
    Um es komplett zu machen - ein weiteres Krafttier scheint unsterblich zu sein. Zumindest, wenn ich die Jahre betrachte, die dieser Verbündete mich schon begleitet und das in Relation setze mit der natürlichen Lebenserwartung seiner Art.....
    Tjo, und eines meiner Krafttiere steht auf der Speisekarte eines weiteren. Wenn die beiden sich begegnen muss ich gut aufpassen, dass der "Kontakt" nicht zu eng wird.....schmunzel.



    Und wenn jetzt der Welpenschutz abgelaufen ist, dann ist Disziplin ja doch auch wichtig. Ok ok, ich weiß, ich muss da selbst den Weg für mich finden. Es sind halt Fragen und Gedanken, und die Erfahrenen unter euch fühlen sich vielleicht erinnert an ihre Anfänge, an ihre ersten freien Schritte. Macht eine Kombination aus "normalen" schamanischen Reisen mit Traumarbeit für euch Sinn?

    Nun, wie ich oben schon andeutete: Für mich gehören meine Träume und schamanisches Arbeiten nicht zwangsläufig zusammen - doch strikt trennen möchte ich beides auch nicht. Manchmal gibt es Träume, die ich "noch fertig träumen" muss - luzides Träumen. Bleibt es trotzdem unklar, schau mir das Ganze nochmal willentlich auf einer Reise an. Allerdings haben die meisten meiner Träume mit meiner schamanischen Arbeit keinen offensichtlichen Zusammenhang. Daher versuche ich auch nicht gezielt, beides zu kombinieren.


    Disziplin.....
    Tjo, das bedeutet tatsächlich für jeden etwas anderes.
    Für den einen einmal die Woche reisen, zweimal....zehnmal....
    Für den anderen vegan essen, nicht rauchen und keinen Alkohol trinken.
    Für den nächsten das Abbild seines Krafttiers auf dem Nachtschrank und ein Foto auf dem Schreibtisch stehen haben.
    Für manchen alles zusammen.


    Für mich ist es:In Respekt und mit Achtsamkeit gegenüber allem sein, was beseelt ist und dem Wohle des Lebens dient. Im Optimalfall jeden Tag ein kleines bischen besser....und wenn wieder mal etwas daneben ging eben lauthals über den inneren Schweinehund lachend, fluchend, kopfschüttelnd - oder auch mal Rotz und Wasser heulend.
    Meine Disziplin heißt: Leben, so gut ich es eben hinbekomme.....


    :winke:

    Ich erlebe die untere Welt als "meine" Unterwelt - bloß, wo und wie trifft diese auf de Unterwelten anderer Menschen. D.h. gibt es dort einen Zugang, so in der Art? Oder reise ich, Einverständnis natürlich vorausgesetzt, direkt in die Welt eines anderen Menschen? Bloß wo ist dann mein Start- und Landepunkt? Doch nicht identisch mit meinigem? Oder der Startpunkt doch, und dann geht die Reise eben woandershin? Ist das überhaupt verständlich, was ich hier fragen möchte?


    Mein Anliegen ist einfach nur Klarheit. Ich weiß, dass ich ab und an auch schon bei anderen "drin" war, aber weiß nicht, wie ich dorthin gekommen bin... Und ich möchte das, ebenso wie bei den Reisen für mich, eben bewusst und mit Absicht gestalten und nicht "einfach so".


    Hallo Birkenfrau,


    ich gehe mit vielem konform, was Panther-Adler schon schrieb.


    Beim Reisen bereise ich "meine" schamanischen Welten...und ich würde auch ziemlich allergisch darauf reagieren, wenn in einer "meiner" schamanischen Welten plötzlich ein Schamanski rumtobt, der da nix zu suchen hat bzw. nicht explizit eingeladen wurde. Da aber "meine" schamanische Welt nur ein Teil der großen Welt der Geister ist, ist sie logischerweise mit allen anderen Welten verbunden. Wäre dem nicht so, könnte man wohl kaum effektiv schamanisch arbeiten.


    Damit es weniger abstrakt erscheint, versuch ich mal, es am Beispiel einer Stadt zu erklären.
    Dort wären meine Wohnung bzw. mein Grundstück "meine" schamanischen Welten. Dort kenn ich mich aus, dort bin ich zuhause, dort hat kein anderer etwas zu suchen, wenn ich ihn nicht hereingebeten habe.


    Nun bekomme ich einen Brief und stelle fest, dass ich, um die Sache zu klären, zum Rathaus muss. Dazu muss ich mein Haus verlassen und einen zentralen Punkt aufsuchen.
    Ich begebe mich also aus dem privaten Bereich in öffentliches Terrain, welches mir ebenfalls vertraut ist, da ich mich ja immer noch innerhalb meiner eigenen Stadt bewege.


    Das wäre z.B. eine Anfrage zwecks schamanischer Arbeit, bei der ich in Gegenden reisen muss, die nicht direkt zu "meinen" schamanischen Welten gehören, aber noch in Regionen liegen, die mir aus vorherigen Reisen vertraut sind. Der Punkt, an dem ich die Grenze überschreite, wäre im "richtigen Leben" mein Gartentor. In "meiner" schamanischen Welt sind diese Stellen durch natürliche Grenzen markiert......ein Fluss, ein Gebirge, der Grund eines Sees, eine Höhle, eine verborgene Treppe, der Wipfel eines Baumes usw.,......je nachdem, wohin die Reise gehen soll. Wie an meinem Grartentor, was ich im "richtigen Leben" ja abschließen kann, ist es auch hier nicht jedem und nicht ohne weiteres möglich, diese natürlichen Grenzen zu überwinden.


    Nun kann mir die Pauschalkraft im Rathaus aber dummerweise nicht wirklich weiterhelfen, aber sie gibt mir immerhin den Tipp, es im Schloss des Königs zu versuchen. Den Weg dahin hab ich noch nie gemacht....also nehm ich mein Navi, tippe "Schloss des Königs" ein und werde geführt. Tjo - und genauso mache ich es auf einer schamanischen Reise spätestens dann, wenn es in Regionen geht, die ich noch nicht kenne: Ich verlasse mich voll und ganz auf den Schutz und die Führung der mir vertrauten Verbündeten in den schamanischen Welten.


    Womit ich beim für mich eigentlich wichtigsten Punkt wäre: Absolutes Vertrauen in die schamanischen Verbündeten. Ihre Ratschläge zu befolgen, ihre Warnungen zu beachten.....das und eine klare Absicht dessen, was vom Reisenden bewirkt werden soll, sind die sichersten Methoden, um Irrwege, Grenzüberschreitungen etc. zu vermeiden und einfach nur eine effektive und saubere schamanische Arbeit abzuliefern.


    Das Rathaus und das Schloss wären nun also "öffentliche" Orte, die von vielen bereist werden. Es könnten z.B. Orte sein, an dem der Geist bestimmter Krankheiten wohnt, Orte der Ahnen oder abgespaltener Seelenanteile.....was auch immer. Solche Orte werden von vielen Reisenden gleich beschrieben - zumindest, solange sie aus dem selben Kulturkreis kommen.



    Ein Beispiel: Eine enge Freundin bat mich vor kurzem, ihr aus der Ferne etwas Reiki zuteil werden zu lasen. Ich hab damit Jahre nicht gearbeitet, aber auf einmal ist alles wieder da und fließt bei mir und ich sehe. Also ich sah dann, wo die Energie hingeht, was gebraucht wird, was gemacht werden muss. Das ist ja, wenn dann eher Mittelwelt, oder? Aber es tauchte plötzlich ein Tier auf und wollte, dass ich es zu ihr bringe... Weitere Bilder, Landschaft oder ähnliches hatte ich aber nicht.


    Wie kam ich dahin? Wo war ich?

    Beim Reiki ist man Kanal, Reiki sollte ohne persönliche Intentionen fließen. Schon, wenn du "siehst, was gemacht werden muss", bringst du genau genommen dein Eigenes mit rein. Für mich wäre das von dir Beschriebene eher ein Zeichen dafür, dass du (begleitend, aber nicht zeitgleich) zum Reiki auch mal schamanisch schauen könntest, was hilfreich für deine Freundin wäre - selbstverständlich mit ihrem Einverständnis. Allerdings bin ich prinzipiell kein großer Freund von Fernbehandlungen, egal welcher Sparte.....aber das ist Geschmackssache.


    :winke:

    Zur gleichen Zeit wird dieser Archetyp ein bischen zu sehr glorifiziert.
    Es klingt so wie ein "Job" den jeder gerne machen würde, super lustig, sich über alle Regeln und Tabus hinweg setzen.

    Wer austeilt muss auch einstecken können. Wer wirklich ein heiliger Clown ist weiß das - und beschwert sich nicht über die Prügel, die er einsteckt. Er leckt seine Wunden, steht wieder auf und fährt mit seinen Teachings fort. Die meisten selbsternannten heiligen Clowns, die ich so erlebe, haben allerdings nur die Fähigkeit des Austeilens. Müssen sie einstecken, fangen sie bitterlichst an zu barmen und beklagen die Ungerechtigkeit der Welt..... Ein wahrer Narr tut das nicht.



    Bei vielen Stämmen gibt es heilige Narren, welche man aber nochmals unterteilen muss. Zum einen gibt es die heiligen Clowns, welche nur zu Zeremonien wirken, ansonsten aber ein normales Leben führen. Weiterhin gab es den Krieger-Heyoka. Das war der, der allein angriff, wenn sich die anderen zurückzogen....und der sich zurückzog, wenn die anderen losstürmten. Man sagt, Krieger-Heyokas wären unbewaffnet und rückwärts auf ihrem Pferd sitzend gegen den Feind geritten. Die bekannteste Form des Heyokas verkörpern aber wohl die, welche prinzipiell und jederzeit entgegen jeglicher sonstigen Gepflogenheiten leben. In dieser absoluten Konsequenz gibt es das weltweit nur bei den Stämmen der Great Plains. Dort allerdings bei mehreren Völkern. Heyoka heißen die nur bei den Lakota.


    Folgendes ist ein bissel zu pauschal, aber der Einfachheit halber und dem topic zuliebe schreib ich's jetzt so....
    Ein wicasa wakan ist bei den Lakota das, was wir hier im allgemeinen als Medizinmann bezeichnen und meint einen weisen, einen heiligen Mann. Bevor ein indianischer Heiler von seinen Leuten als wicasa wakan bezeichnet wird, hat er auf traditionellem Wege oft verschiedene Stufen durchlaufen, welche alle mehrere Jahre dauern. Eine Stufe zum wicasa wakan ist der Heyoka, eine andere der Peyuta, (der die Pflanzen und ihre Heilkräfte kennt), eine weitere wäre der Yuwipi, (der die Dinge im Verborgenen kennt) oder ein Wayatan (der sich mit Träumen und Visionen auskennt)..... Insgesamt sind (mindestens) 7 solche Stufen zu leben, bevor einen die eigenen Leute wicasa wakan nennen. Ein wicasa wakan kennt und beherrscht all diese Stufen, doch es findet meist eine Spezialisierung statt. Die wenigsten wicasa wakan leben permanent als Heyoka - können einen aber jederzeit mit Heyoka-Medizin überraschen.


    Durch Nacktheit im Winter und das dicke Bärenfell im Sommer, durch Waschen mit Staub und Abtrockenen mit Wasser, durch das Jammern über den vollen Bauch während einer Hungersnot usw. zeigt sich das Wesen des Heyokas in aller Konsequenz. Heyokas stehen oft außerhalb der Gesellschaft. Ihre Anerkennung als heilige Clowns müssen sie sich lang und hart erarbeiten. Trotzdem bleiben gerade Heyokas naturgemäß immer etwas suspekt....


    Heyokas brüsten sich mit unmoralischem Verhalten, spielen mit Angst und Scham der Menschen, werden so zum Spiegel der Schwächen ihrer Gemeinschaft und somit zum Lehrer. Sie sorgen für Lacher in traurigen oder auswegslos erscheinenden Situationen und werden so zu Heilern emotionaler Verletzungen. Sie führen eitle oder machtbesessene Chiefs vor und stellen ihre Autorität in Frage. Sie brechen während heiliger Zeremonioen jedes Tabu und hinterfragen festgeschriebene spirituelle Regeln.


    Ohne die Berufung durch die Donnergeister des Westens wird keiner zum Heyoka. Heyokas haben eine sehr mächtige Verbindung zu den Thunderbird-Spirits, den Wakinyan. Von diesen empfangen sie ihre Visionen. Und wie ein mächtiger Gewittersturm verbreitet der Auftritt eines Heyokas heilloses Chaos und Durcheinander.....und lehrt somit jedem in der Gemeinschaft, wie wichtig die ethisch-moralischen Grundregeln der Gemeinschaft sind. Der Heyoka versucht also nicht, die Gemeinschaft davon zu überzeugen, dass es "irgendwie anders" oder nach seinen Regeln besser wäre, sondern festigt mit seinem Verhalten die bestehenden Strukturen und Regeln im Stamm. Er erhält die Balance bzw. er stellt das Gleichgewicht im Stamm wieder her, wenn es gestört ist. Und genau DAS ist die eigentliche Aufgabe eines Heyokas.


    Sitting Bull - war meines Wissens nach ein Häuptling der Hunkpapa und Medizinmann .... das er ein Heyoka im Sinne der Lakota war, ist mir neu. Doch da gibt´s Leute, die in dieser Richtung kompetenter sind als ich...

    Da Sitting Bull ein von seinen Leuten anerkannter "Mediziner" war, wird er auch Heyoka gewesen sein.....denn sonst wäre er wohl nicht ein von seinen Leuten anerkannter wicasa wakan geworden. Tatanka Yotanka war ein spiritueller Krieger und den Geschichten nach ein kämpfender Heyoka.


    Wer Heyokas drüben in den Reservationen bei Zeremonien erlebt, kann lernen, dass es manchmal besser ist, wenn sie weit weg sind. Ich habe von Heyokas vieles gesehen, was mich tief im Herzen berührt hat und ich hab auch schon das eine oder andere Mal herzhaft wegen ihnen oder mit ihnen gelacht. Doch dann, im vergangenem Jahr, hab ich auch so einiges miterlebt, was ich mir gern erspart hätte. Die Jungs können richtig hammerhart. Aber das ist ne andere Story, nichts für zartbesaitete Gemüter und ganz sicher nichts für dieses Forum. Allerdings wünschte ich mir, dass all die sich selbst als Heyoka bezeichnenden Spinner, die mir hierzulande so über den Weg laufen, diese Erfahrungen mal machen würden. Aber Vorsicht! Tut richtig weh und könnte heilsam sein.


    :cowboy:

    [sbox=blau] @theblue6 / @Sunshine16 / @c light / @Panther-Adler / @toshka
    Edit Wolfsspur: Alle Beiträge zur Desiderata hier im Thread gelöscht.


    • Es gibt bereits einen Thread namens Desiderata, was man hätte beim Verwenden der Suchfunktion leicht hätte selbst merken können.
    • Ein Austausch über die Desiderata in diesem Thread wird zwangsläufig vom Eingangsthema weg -und damit zum off topic führen. Auch darauf kann man eigentlich selbst kommen.
    • Die teilweise hart am Rande der Netiquette geführten Auseinandersetzungen darüber, ob die Desiderata nun hier im Thread etwas zu suchen hätte oder nicht, sind klare off topics. So etwas geht per PN.


    Jeder hat seine hier eingestellten Postings von mir per PN bekommen. Ihr könnt diese gern unter dem vorhandenen Thema zur Desiderata wieder einstellen. Wer an den Auseinandersetzungen teilgenommen hat, darf seine Texte gern in Eigenregie auseinanderbasteln und den Off-topic-Kram vor dem erneuten Einstellen im vorhandenen Thread selbst rauseditieren.


    Ansonsten mache ich darauf aufmerksam, dass mich dieses Edit allerhand Zeit gekostet hat.
    Sollten mir die auseinandersetzungsfreudigen User in nächster Zeit erneut durch off topics auffallen behalte ich mir vor, einfach ein paar Häkchen zu setzen und auf "Löschen" zu klicken. Wer seine Postings ohne nerviges "Für und Wider zur Desiderata in diesem Thread" verfasste, muss sich davon nicht angesprochen fühlen.


    :]
    [/sbox]

    Hallo theblue6,


    Medialität ist erlernbar, kein Thema. Allerdings gibt es zwei Richtungen. Das eine wäre die Medialität, welche zur tieferen Selbsterkenntnis führt, das andere die Medialität, die einen befähigt, divinatorische Aussagen zu treffen bzw. Informationen aus der Anderswelt zu beschaffen, Kontakte herzustellen....oder zu heilen. Im Optimalfall geht das Hand in Hand.....doch die wenigsten sehen, dass die Arbeit an sich selbst der größere Teil der Sache ist. Auch in Seminaren wird darauf meist - wenn überhaupt - leider nur am Rande hingewiesen.


    Schon ein Gebet ist eine Kontaktaufnahme mit einer höheren Wesenheit.
    Allerdings zeigt die Erfahrung, dass diese höhere Wesenheit nicht unbedingt jedem antwortet. Möglichen Gründe dafür sind unter vielen anderen ein falscher Zeitpunkt, eine nicht klar formulierte Absicht, die unpassende Lebenssituation, unrealistische Anliegen... usw.


    Bei der allgemein üblichen Form des Betens bleibt man noch schön auf dem Teppich...schmunzel. Man äußert ein Anliegen, einen Wunsch, eine Bitte und erhofft eine Antwort. Jeder hat schon einmal gemerkt, dass Gebete nicht unbedingt erhört werden bzw. dass die Antwort ausbleiben kann. Da man - wenn man wirklich betet - dies tief aus dem Herzen tut, ist Beten nicht nur Zwiesprache mit dem Schöpfer (oder sonstige Adresse), sondern auch Selbsterkenntnis. Solch ein Gebet ist also nie "umsonst" - selbst, wenn sonst garnix passiert.


    Bei Channelings wird über ein Medium gezielt Kontakt mit bestimmten Geistwesen aufgenommen, um Informationen zu erhalten. Die Grenze zur Beschwörung von Geistern verschiedenster Prägung bis hin zu ihrer manifestierten Anwesenheit in der Welt der Menschen ist fließend.(z.B. bei Seancen) Wicca wiederum stützt sich auf die Anrufung von Elementarwesen für magische Zwecke.


    Schamanen verwenden andere Praktiken, die Arbeitsweisen können sich individuell sehr stark unterscheiden. Klassisch verlässt der Schamane in einem veränderten Bewusstseinszustand die Welt der Menschen, um in die Welt der Geister zu reisen. Dies kann ebenfalls zum Zwecke der Informationsbeschaffung sein, doch auch, um in der Welt der Geister Dinge zu manifestieren, die dann im Hier und Jetzt klare Auswirkungen haben.
    Schamanen arbeiten mit Verbündeten in der Welt der Geister.




    Das ist jetzt nur ein grober Überblick zu einigen wenigen der möglichen Formen, wie man mit der Anderswelt Kontakt aufnehemen kann. Von Mensch zu Mensch wird der Versuch mit mehr oder weniger Erfolg gekrönt sein. Meines Erachtens nach kann man sich das Ganze gut ersparen, solange einen die Geister nicht drastisch und mit Nachdruck rufen.


    So reizvoll und rosig, wie das auf den ersten Blick erscheinen mag, ist's alles nicht. Zumindest dann nicht mehr, wenn man über ein bissel Herumspielen mit dem Tarot-Deck oder dem Ouija-Board rauswächst. Dann nämlich wird der Kontakt mit den Geistern zu einer ziemlich anstrengenden Auseinandersetzung mit sich selbst - und die Wesenheiten der Anderswelten gehen manchmal ziemlich schonungslos mit einem um..... Man muss im richtigen Leben schon allerhand falsch machen, um im Hier und Jetzt auch nur annähernd soviel Beschwerlichkeiten an Land zu ziehen wie die Anderswelt für einen parat hält, wenn man sich da einmal tiefer eingelassen hat.


    Was man in der ersten "Begeisterung" auch gern übersieht: Kontakte wollen gepflegt werden, Vertrauen muss aufgebaut werden und wachsen.
    Was nützt es dir, wenn dir bei einer ersten Kontaktaufnahme ein Wesen aus der Anderswelt verspricht, dass du von nun an für immer geschützt bist. Gar nix....denn sobald du wieder bei klarem "Verstand" bist, wird sich dein Kopf einschalten, du wirst überlegen, ob du nur "geträumt" hast, dein Vertrauen in dieses Versprechen bröckelt....und damit ist es nichts mehr wert. Erst, wenn du lange Zeit mit einem Wesen aus der Anderswelt Kontakt hast, wirst du wissen, ob du wirklich vertrauen kannst. Mit anderen Worten: Das alles beruht auf Gegenseitigkeit, Austausch, Geben und Nehmen. Es macht Arbeit.....


    Wenn du mich fragen würdest, würde ich dir folgendes zum Nachdenken geben:
    Stell dir vor, bei dir im Haus geht eine Lampe nicht mehr. Kein Problem - dann gehst du hin und wechselst das Leuchtmittel....und schon wirds wieder hell. Wenn jedoch alle Lampen aus sind und auch der Griff in den Sicherungskasten zu nichts führt, wirst du zu jemandem gehen, der davon etwas versteht.....und ihn bitten, das für dich in Ordnung zu bringen. Ganz sicher kämst du nicht auf die Idee, eine fundierte Ausbildung zum Elektriker zu machen...... (es sei denn, du wolltest sowieso schon immer Elektriker werden)


    Oder anders:
    Stell dir vor, du hast mit der Anderswelt etwas zu klären - egal, ob die Bitte um Schutz oder einen Kontakt, egal ob bezüglich eines Rates oder einer Information - versuchs mit ein paar Gebeten. Wenn man von Herzen betet, fließen die Antworten. Wenn du das Gefühl hast, das deine Gebete zu nichts führen, geh mit deinen Anliegen zu jemandem, der sich mit den Geisterchen auskennt und der dir weiterhelfen kann. (es sei denn, du spürst den Ruf der Geister schon lange in dir und hast dich bisher nur davor gescheut, Medium, Schamane oder sonst etwas in der Art werden)


    Tjo....abschließend -und das machts leider auch nicht leichter:
    Einen guten Elektriker findest du wesentlich einfacher als einen guten Mittler zur Geisterwelt.


    :D

    Hmmmm.
    Alles eine Frage der Interpretation.
    Wenn ich die Antworten auf deine anderen Threads beziehe, deine Arbeitsweise dort teils kontrovers diskutiert wurde...und da du ja fragst:
    Nach meiner Interpretation haben die Geister dich da mit der Nase direkt in den "da wo's-Punkt" gestupst.
    ;)


    Kraft könnte dein durchaus großes Potential sein. Du hast die Möglichkeit zur Kommunikation mit der Welt der Geister.
    Die Botschaft lautet: Mit dieser Kraft sollst du richtig umgehen.


    Richtiger Umgang könnte also auch bedeuten, dass dein Umgang derzeit nicht richtig ist.
    Die eigene Kraft lebt sich nicht - denn das bedeutet, von der eigenen Kraft beherrscht - "ferngesteuert" - zu sein.
    Warum? Ein "Zuviel" an Kraft an der falschen Stelle wirkt meist zerstörend.
    Besser erscheint mir:
    Man lebt die eigene Kraft und kann sie, wenn nötig, auch beherrschen. Erst dann ist man sich seiner Kraft wirklich bewusst!
    So mancher gutmütige Tolpatsch macht Sachen kaputt, weil er seine Feinmotorik nicht genug im Griff hat.
    So manch verhuschter Mensch hat Potential und weiß das auch, doch die Kraft wird nie gelebt, weil er sich nicht aus seinem Schneckenhaus traut.
    Beide beherrschen ihre Kraft nicht.


    Innerer Frieden entsteht demnach erst, wenn man sich der eigenen Kraft bewusst ist - und in der Lage ist, diese zum eigenen und dem Wohle anderer zu leben.
    Eventuell hast du tief in dir gespürt, dass du hier die Antwort auf deine Frage hast - und das hat dir den inneren Frieden geschenkt. Nun filtert dein Kopf, du setzt dich hin, schreibst das oben stehende Eingangsposting, hast mehr Fragen als Antworten.....und schwuppsssss, ist der innere Frieden wieder im Eimer.....


    "Das, was schon da ist, in die passende Intensität transformieren"....
    Das ist schon wieder einen Schritt weiter, es ist eine Frage, die sich aus den vorausgehenden Fragen ergibt.
    Die Frage beinhaltet auch den Zweifel daran, ob das, was da ist, zur Zeit die passende Intensität hat......womit du wieder bei der Frage mit dem richtigen Umgang landest - bzw. je nach Deutungsweise auch bei der Frage, ob dein derzeitiger Umgang mit der Kraft der richtige ist.....
    Das kannst du dir meiner Meinung nach letztendlich nur selbst beantworten.


    Der Gewittername selber spiegelt die innere, turbulente Natur sehr gut wieder, aber es ist für eine Frau schon ein recht starker Name.
    Und wer mag schon Gewitter ?
    Ich !!! Ich liebe sie und habe sie immer geliebt.

    Gewitter....auch das ist eine Frage der Kraft.
    Ein Gewitter kann reinigen, Klarheit bringen. Selten ist die Luft zum Atmen reiner als nach einem ordentlichen Gewitter.
    Aber.....es kann auch zerstören.


    Wer die Macht des Gewitters in sich trägt, sollte gut darüber nachdenken, wie er seine Kraft einsetzt.
    ...womit du -ich wiederhole mich - wieder bei der Frage mit dem richtigen Umgang landest - bzw. je nach Deutungsweise auch bei der Frage, ob dein derzeitiger Umgang mit der Kraft der richtige ist.....


    Kopfkratz.
    Oha.....!
    :D:D:D



    Vielleicht ist es einfach das Schicksal der Gewittermenschen eher alleine zu sein.
    Aber halt, einsam fühle ich mich nie umgeben von den tosenden Naturgewalten, nur einsam und verletzt unter den Menschen.


    Allein sein - Ja.
    All eins sein - Ja!
    Sich einsam zu fühlen: Nein!
    Egal, ob Berg-,Meer,- oder Wüstenmensch - wenn man im Herzen wirklich ein solcher ist, fühlt man sich nicht einsam. (denn man ist es nicht!)
    Es sei denn, man fühlt sich als Opfer.


    Tjo....und zu den tosenden Naturgewalten kann ich nur sagen:
    Nichts gegen romantische Vorstellungen, aber man fühlt sich verdammt einsam, wenn die einen wirklich treffen.
    Schon mal mitten im Sommer auf einem 3000er Gipfel von einem Gewitter mit Schneesturm überrascht worden?
    Möchte ich nicht noch einmal haben.
    Schon mal aufs Meer rausgetrieben und dann um dein Leben geschwommen?
    Ich hab mich selten so einsam gefühlt wie damals.....
      :traurig:


    So, noch etwas zum Augenzwinkern:

    Zitat von Signatur von Wirbelwind

    Raise your words, not your voice. It is rain that grows flowers, not thunder. Rumi

    Solltest du vielleicht mal updaten.......schmunzel
    :pfeif:



    :winke:

    Schmunzel...


    Beispiel 1: Ein türkischer Journalist liebt sein Heimatland,....
    Nun ist nicht jeder ein Gandhi, der eine friedliche Revolution starten kann, wahrscheinlich heisst es abzuwarten, im Hintergrund Gleichgesinnte zu organisieren, aber eben nicht sich einfach dauerhaft mit dem Übel abzufinden.

    Klar kann man sich im Untergrund organisieren und abwarten - doch davon ändert sich nichts, solange man inaktiv bleibt.

    Deshalb tendiere ich ja eher dazu, die vorhanden Strukturen zu akzeptieren und die innerhalb dieser Strukturen bestehenden Möglichkeiten bis an ihre Grenzen auszuloten.

    Wird man aktiv, kann man es so machen wie ich das im Zitat vorschlug.....oder man geht einen Schritt weiter. Dann kommt wieder der Punkt, an dem man mit eventuellen Konsequenzen rechnen muss. Die Frage, ob unterbezahlter Gastarbeiter in einem fremden Land besser ist als ein türkisches Gefängnis....die lass ich mal außen vor.


    Beispiel 2: deutsche Geschichte
    Es sollten ganze Bevölkerungsgruppen auslöscht werden, Juden, Zigeuner, Behinderte, psychisch oder genetisch Kranke, Andersdenkende...

    Eigentlich das Gleiche wie oben im ersten Beispiel. Es gab während der Nazizeit viele mutige Leute, die aktiv zu verhindern versuchten, dass es zu Völkermorden kam. Viele haben das mit ihrem Leben bezahlt - das war die Konsequenz - und die war bekannt. Einige blieben bei sich - ganz im Stillen. Meine Großmutter hat keinen offenen Protest gegen das Naziregime geführt, denn das hätte sie das Leben gekostet. Aber sie hat dafür gesorgt, dass die ihrem Landgut zur Arbeit zugeteilten Kriegsgefangenen menschenwürdig behandelt wurden. Das war das Ausloten der Grenzen, das ist das, was ich mit "bei sich bleiben" meine.


    Beispiel 3: der eingangs genannte Handwerker, es wird automatisch ihm die A-Karte zugeschoben, es ist aber Aufgabe des Staates realistische und faire Lebensbedingungen zu erschaffen

    Hmmm, also mit dem Handwerker komm ich immer noch nicht ganz klar. Ich kenne die 60 Stundenwoche aus eigenem Erleben und weiß, dasss man sich manchmal den Arsch aufreisst, damit es irgendwie weitergeht. Allerdings ist Selbstständigkeit ein freiwillig gewählter Zustand. Ein Freund von mir machte vor einigen Jahren seine kleine Tischlerei dicht und lebt jetzt bei gleichem Geld wesentlich ruhiger..... Mit dem Beispiel Steuerhinterziehung zu legitimieren....das krieg ich irgendwie nicht in meinen Schädel.


    Petitionen sind sicher machbar, aber eine Kultur der Volksentscheide ist in Deutschland, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wenig üblich, was dannn wieder zur Bildung der unsinnigen rechten Tendenzen führt, die eigentlich nur einen Mangel an Demokratie und Rechtstaatlichkeit darstellen, die Ängste der Bevölkerung werden verachtet, neue Parteien, selbst wenn demokratisch gewählt werden von den Medien grundsätzlich niedergeschrien.

    Nun, warum wohl. Weil die Grenzen von Volksentzscheiden nicht ausgelotet werden. Jeder kann selbst entscheiden, ob er Schaf oder Wolf sein möchte.
    Weiterhin: Medien sind nicht frei. Das Parteien trotzdem in der Lage sind zu wachsen, wenn sie den Nerv eines gewissen Teils der Bevölkerung treffen, sieht man (leider) zur Zeit.


    Zum Umweltschutz:
    Eines Tages werden unsere Kindeskinder uns fragen warum wir denn nichts dagegen gemacht haben dass die ganze Natur so entsetzlich vergiftet wurde, .....


    Es kann niemand sagen dass mehr als sieben Milliarden Menschen nicht in der Lage sind sich wenigstens teilweise zu organisieren um eine Wende herbeizuführen.

    Nun, für einen großen Teil der mehr als sieben Milliarden Menschen spielt Umweltschutz gar keine Rolle, weil diese Menschen ums nackte Überleben kämpfen. Jeden Tag. Dem Holzfäller in Brasilien ist die Umwelt egal, solange er seinen Kindern abends ein Essen auf den Tisch stellen kann. Das Gleiche gilt für den Fabrikarbeiter in China und für den Steinbrucharbeiter in Indien.
    Da fällt mir unweigerlich sofort wieder der Handwerker ein, denn dessen (und unser aller) soziale Absicherung beruht auf dem Elend, was in den ach so fernen Ländern passiert. Auch hier wieder: Bei sich bleiben und es für sich selbst richtig machen. Im persönlichen Umfeld Bewusstsein für diese Mißstände schaffen. Wenn man zwei, drei andere damit erreicht, erreichen die wiederum andere......


    Das bezieh ich jetzt mal auf diesen Beitrag....und damit direkt auf mich.....schmunzel
    Aber immer schön der Reihe nach:
    Das Öfteren stimmt nicht ganz. Meines Wissens nach wurden aus dem Grund der Verantwortung in den ganzen Jahren, die ich hier Mod bin, von den etwa 15000 Themen zwei oder drei Themen geschlossen. Und zwar, weil uns Ethik und Moral des Heilens wichtig sind.....und weil jeder der Mods hier schon etliche Jahre Erfahrung auf dem Buckel hat. Einem Kleinkind einen geladenen Revolver in die Hand zu geben, damit es seine Erfahrungen macht, ist nicht unser Ding......


    Alles andere sind eventuell kontrovers geführte Diskussionen - aber dazu ist ein Forum auch da. Mir persönlich würde zu denken geben, wenn ich von - keine Ahnung, wie vielen Usern - darauf hingewiesen werde, dass an meinem Weg etwas nicht ganz koscher ist. Das hat nichts mit Unterdrückung zu tun. Zu meinem Lernprozess würde es dann vermutlich gehören, über meinen Weg nachzudenken. Natürlich kann ich aufs Nachdenken auch verzichten und sagen, dass ich eben außerhalb der Box denke. Völlig okay, doch dann sollte ich mich über Gegenmeinungen nicht wundern, sondern (wieder einmal) bei mir bleiben und meinen Kram einfach machen. Keiner hindert mich daran - und solange ich nicht öffentlich nach Zustimmung oder einer Legitimierung für mein Verhalten suche, wird sich daran nichts ändern....bis auf die Tatsache, dass das, was ich aussende, zu mir zurückkehrt.


    Was mich hier schon öfter gestört hat ist die Tendenz, dass eine Mehrzahl auf einem Themenersteller rumhackt bis zu dem Punkt, wo dieser das einfach nicht mehr ertragen kann, aggressiv wird und im Endeffekt das Forum verlässt.
    Ich empfinde das sowohl unfair, als auch unethisch und werde regelmässig dadurch getriggert.
    Inhaltlich kann es so sein dass die gegebenen Ratschläge sehr gut sein können, aber man hat immer den Eindruck der Fragesteller wird gezwungen von jetzt auf gleich kritiklos alles abzunicken, selbst wenn es für ihn selber nicht zu passen scheint.
    Es braucht einfach Zeit neue Dinge zu verarbeiten.

    Dazu könnte ich meinen letzten Absatz einfach nochmals zitieren.


    Ergänzend wäre dazu noch zu sagen, dass niemand gezwungen ist, etwas sofort und kritiklos abzunicken. Hier wird man nicht einmal gezwungen, überhaupt etwas zu schreiben..... Doch wenn man es tut, werden Antworten kommen....und man sollte auch damit leben können, wenn die Mehrzahl der User dann eine andere Meinung hat. Meist wird das der Fall sein, wenn es um offensichtliche spirituelle Höhenflüge geht. Zum Beispiel wird es definitiv schiefgehen, wenn jemand nach einem Wochenendkurs zu schamanischer Basisarbeit schon in seiner Vorstellung schamanische Heilungen anbietet. Hatten wir hier in dieser oder ähnlicher Form schon mehrfach. Auf die Nase fällt hier auch, wer mit 22 Jahren im Forum aufschlägt und mit 66 Zertifikaten wirbt. Dann wird mit Sicherheit jemand kommen, zweifeln und dem User auf den Zahn fühlen, ob das wirklich Hand und Fuß hat....
    Die Liste weiterzuführen wäre kein Problem. Altuser haben hier schon so einiges erlebt.....


    Eines der ersten Dinge, die jeder lernen muss der in der Hilfe oder Heilung arbeiten will ist es sich innerlich von den Ergebnissen loslösen zu können.
    Man gibt an Wissen und Kompetenz was man geben kann, der Empfänger hat das Recht das anzunehmen oder nicht.
    Es stimmt manchmal dass die Empfänger respektlos und undankbar erscheinen können, aber es stimmt eben auch dass nicht jeder Helfer einfühlsam genug für das Machbare ist.

    Wenn ich Wissen weitergebe, dann, weil ich darum gebeten werde bzw. gefragt wurde.....oder in Form von Seminaren, wo es jedem freigestellt ist, sich dafür anzumelden oder nicht. Das Gefühl für das Machbare tritt durch die Einfühlsamkeit, Sensibilität, Empathie des Heilers hinter das zurück, was im Moment hilfreich ist. Das ist nicht immer zwangsläufig das Machbare... Damit könnte ich den Empfänger eventuell völlig überfordern und jegliche weitere Heilungschance verbauen. Respektlos und undankbar begegnet mir kein Empfänger. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass genau das passiert, wenn ich den Empfänger "überfahre", indem ich unerbeten oder mit zu hohen Ansagen "in ihn eindringe". Hilfsbereitschaft signalisieren: Ja. Ungefragt eingreifen: Nein.
    Enzig und allein Akutsituationen sind davon unberührt.


    Wenn meine eigene Grenze überschritten wird, dann kann das doch sein weil diese zu unfexibel ist oder ich zu sensibel bin, oder nicht tolerant, akzeptierend, offen genug, oder weil noch zu viele unbearbeitete Wunden da sind oder einfach mein Hirn etwas anderes versteht als grad gesagt wurde.
    Da kann ich doch nicht jeden der mich mal (unabsichtlich) ärgert zum Täter abstempeln, selbst wenn meine eigenen Tränen fliessen und der erlebte Schmerz völlig real ist ?

    Die Wahrung der eigenen Grenzen ist eine Kunst, die gelernt sein will. Vor allem dann, wenn ich bereits auf meine Grenzen hingewiesen habe, dies aber ungehört bleibt. In so einem Fall darf man schon mal etwas nachdrücklicher reagieren. Wohl dem, der es kann.


    Und es wäre sicher unreifes Verhalten wenn ich dann versuche so viel wie möglich Leute auf meine Seite zu bekommen indem ich so lange auf meiner Meinung bestehe bis die Leute so manipuliert sind und einfach zustimmen ?
    Ist es nicht ethischer sich seinen eigenen Unsicherheiten und Kontrollbedürfnissen zu stellen als andere auszugrenzen ?
    Ist es nicht ethischer ehrlich zu sein und sich einzugestehen dass man einfach nicht jeden mag und nicht mit jedem kann als diesem seinen Willen überzustülpen ?

    Nun, wenn ich mir die Entwicklung von Threads anschaue, so hat dort selten mal jemand seine Meinung gegenüber seinem ersten Posting geändert. Manchmal erfolgt eine Anpassung oder auch Einsicht zu aktuellen Gegebenheiten - doch die meisten der User hier sind recht feinfühlig, was Manipulation angeht und verwahren sich gegebenenfalls auch dagegen.
    Mit den "ist es nicht ethischer"-Sätzen kann ich nicht allzuviel anfangen - es sei denn, ich beziehe sie wieder auf mich bzw. die Threadschließung.
    Falls das so gemeint sein sollte, liegst du falsch. Vor solchen tiefgreifenden Sachen wie einer Schließung beraten wir uns prinzipiell im Team. Das ist nie eine Entscheidung eines einzelnen Mods. Für die "ich mag dich nicht"-Fälle gibt es ein internes "Rotes Telefon", mit dem man einen anderen Mod bittet, die Auseinandersetzung mit dem User zu übernehmen....und wir selbst weisen uns durchaus mal darauf hin, dass der angeschlagene Ton gerade zu schräg ist.....


    P.S.Ich spreche absichtlich niemanden persönlich damit an. Wer sich angesprochen fühlt kann sich äussern oder es für sich selbst als nicht relevant empfinden oder einfach als unlösbaren Gegensatz so akzeptieren.

    Hmmm, hier musste ich wieder schmunzeln. Also ich kann dir ganz direkt sagen, dass ich mich von dir durchaus angesprochen fühle....und vermutlich magst du mich nicht sonderlich. Nun, das ist mir schnuppe....denn das hier sind Bits und Bites. Das richtige Leben ist anders. Ich empfinde dich als speziell und spannend, aber auch als starrköpfig und gefährlich. Schrieb ich dir ja schon einmal:

    Nun noch etwas persönliches zu dir, liebe Wirbelwind. Mag sein, dass du dich durch meine Worte angegriffen fühlst - doch ich meine das von mir Geschriebene nicht persönlich an dich gerichtet, sondern es ist ein ganz allgemeines Statement zu deinen Gedanken. Du lehnst dich hier weit aus dem Fenster - und dazu gehört Mut. Du hast dafür meinen Respekt. Vieles von dem, was ich von dir lese, hat durchaus großes Potential. Doch es gibt auch einiges, was von dir rüberkommt und sofort meine Alarmsensoren schrillen lässt. Trotz dieser Unstimmigkeiten bin ich der Meinung, dass du "als Gesamtpaket"deinen Weg mal auf eine gute Art und Weise gehen wirst.

    So iss'es. Hätte ich mit dir ein wirkliches Problem, würde ich mir nicht mehr die Zeit nehmen, in deinen Threads zu schreiben. Du hattest mal diesen Thread mit den Quellen..... Als ich es dort für sinnlos hielt, weiter mit dir zu diskutieren, hab ich das kundgetan und mich rausgenommen.... Das kann ich ganz gut. Hier ist's bisher noch nicht soweit.


    ;)

    Mir ist heute früh klar geworden (mir kam es so vor als ob mir das "jemand" "geflüstert" hätte aber das klingt möglicher Weise etwas seltsam wenn ich das so nenne) das man Fähigkeiten eventuell gar nicht ausbauen braucht, weil Fähigkeiten (in dem Thema jetzt) das Können Beschreibt was einem vermutlich in die Wiege gelegt wurde. Ich denke es ist alles da was ich für meinen Weg brauche, der Punkt scheint eher jener zu sein zu lernen diese Fähigkeiten bewusst, gekonnt und gezielt anwenden zu können.

    ....der kleine Unterschied zwischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, den in der deutschen Sprache viele ganz gern durcheinander hauen. Ich mach das auch öfter mal. Fähigkeiten bekommen wir tatsächlich von Geburt an mit, im Sinne natürlicher Begabungen. Fertigkeiten sind die Dinge, die wir uns aneignen können, also erlernen.


    Allerdings bedeutet die Fähigkeit einer beispielsweise musiskalischen Begabung noch nicht zwangsläufig, dass man Klavier oder Posaune spielen kann. Aber einem Menschen mit musikalischer Begabung wird es natürlich wesentlich leichter fallen, die Fertigkeit zum Spielen eines Instruments zu erlangen als jemandem, dem von vornherein jegliche Begabung dafür fehlt. Anders gesagt: Was der eine nach einiger Zeit intuitiv und mit wenig Aufwand macht, muss sich der andere hart erarbeiten. Trotzdem müssen beide anfänglich erst einmal lernen, wie das Instrument bedient wird.


    Doch egal, ob man mit oder ohne in die Wiege gelegte Begabung an die Sache rangeht - man wird auf diesem Weg Erfahrungen machen. Das ist letztendlich das, was wirklich zählt. Dem einen werden die gemachten Erfahrungen helfen, Meisterwerke zu schaffen, dem anderen ist der Applaus sicher (oder auch das Augenrollen.....grins), wenn er mit "Häbbi Börfdäj du ju" zu Familienfesten schwitzend das Klavier quält. Wie auch immer - beide haben gelernt, ihre Erfahrungen gesammelt und nach ihren Möglichkeiten das beste daraus gemacht.


    So ist's auch mit der Rumheilerei....schmunzel. Ein Beispiel: Es mag Leute geben, die intuitiv durch Handauflegen heilend wirken (eigentlich macht das fast jede Mutter irgendwann bei ihrem Kind). Doch die meisten Menschen, die Handauflegen ganz bewusst einsetzen wissen, dass ihre Fähigkeit bzw. ihre Gabe nicht von ihnen selbst kommt, sondern das sie Kanal und Instrument einer höheren Instanz sind und das sie von dieser Instanz geführt werden. Auch da heißt es zu lernen - z.B. wirklich nur Kanal zu sein und eigene Wünsche und Gedanken außen vor zu lassen, Kenntnis über seine Führung und unbedingtes Vertrauen in die Führung zu haben, Dankbarkeit aus dem Herzen zu leben...usw. Wohl jeder hat sich anfänglich nach einer gegebenen Heilbehandlung mal gefühlt wie ausgelaugt.....man sollte mit so einer Gabe besonders gut auf sich aufpassen und für sich selbst sorgen.


    Nun ja. Selbst, wenn du nur 10% anstrebst (was ja, wie ich oben schon einmal andeutete illusiorisch ist, da du nicht weißt, wieviel 100% sind und was diese beinhalten), wirst du um das Lernen auf diesem Weg nicht drumrumkommen. Damit meine ich nicht unbedingt, dass du dicke Bücher wälzen musst, doch um "Fähigkeiten bewusst, gekonnt und gezielt anwenden zu können" braucht es Erfahrungen. Zum einen Erfahrungen, die ganz konkret deine Fähigkeiten betreffen und diese ausbauen....also quasi zu Fertigkeiten mit natürlicher Begabung machen, zum anderen jedoch auch jede Menge anderer Erfahrungen drumherum. Menschenkenntnis wäre eine davon, Demut nur eine weitere, fortsetzen ließe sich das noch lange.


    Ums auf den Punkt zu bringen: Es ist vielleicht alles da, was du brauchst. Doch was nützt dir der in die Wiege gelegte Hammer, den du virtuos jonglieren kannst, wenn du damit keinen Nagel in die Wand bekommst, ohne dir auf die Finger zu hauen? Spätestens beim dritten Nagel wirst du darüber nachdenken, dass du lernen musst, mit dem Hammer richtig umzugehen, eventuell 'nen Handschuh anzuziehen und die Wasserleitungen in der Wand vorher zu lokalisieren....
    Zwischenzeitlich wirst du mit Sicherheit schon gelernt haben, wo das Pflaster liegt, das im Verbandskasten die Schere fehlt, wo der Hahn zum Abstellen des Wassers ist, du wirst deinen Wischeimer und den Wischlappen gut kennen, ev. auch deinen Versicherungsvertreter....
    Das alles, obwohl das mit dem Hammer erst einmal gar nichts zu tun zu haben scheint.
    Tjo....allerhand jenseits des Hammers gelernt...nicht wahr?.....und all das wird dir in der einen oder anderen Form passieren, wenn du beginnst, heilerisch tätig zu werden und dich dabei einzig und allein auf das verlässt, was dir in die Wiege fiel.......schmunzel


    ;)

    Ein Lehrer wäre toll, der viel Erfahrungen gesammelt hat, viel Wissen hat und bei dem man einfach als stilles Mäuschen hintendran stehen und lernen kann. Alles was mir bisher als Patient von Ärzten erklärt wurde habe ich mir gemerkt, im Gegensatz zum selbst herum probieren war es mir eine große Hilfe das erklärt zu bekommen und manches dann auch direkt unter fachlicher Anleitung ausprobieren zu können.

    Diese Art des Herangehens finde ich gut. Sie zeigt diesen gewissen (und auch nötigen) Respekt. Klingt ja glatt, als wolltest du nicht mal husch-husch ein oder zwei Zertifikate aus zweifelhaften Wochenendseminaren nachhause schleifen, um sie an die Wand zu nageln und dich damit zu profilieren. Klingt eher, als hättest du den Willen, tatsächlich etwas zu lernen. Diesen Respekt vor den Sachen selbst, weiter gedacht aber auch der Respekt vor den zukünftigen "Klienten".....den ich hier schon oft vermisst habe.
    Ich wünsch dir, dass du jemanden findest, der dich an die Hand nimmt und die ersten Schritte behutsam führt.


    Aber auch aus dem Grund möchte ich mich nicht nur auf ein Thema spezialisieren, ich kenne mich lieber in 10 Themen zu je 10% aus anstatt mich in einem bestimmten Thema zu 100% auszukennen. Ich finde das würde mich eher einschränken und mich in eine Sackgasse führen.

    Hmmm. Vielseitiges Wissen ist wichtig und hilfreich und 100% Wissen über eine bestimmte Anwendung oder ein Sachgebiet wird man nur selten erreichen. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass es - egal, wie viel ich über eine bestimmte Sache zu wissen glaube - immer noch jemanden gibt, von dem ich dazu noch mehr lernen kann. 100% Wissen über eine Sache sind allerdings meines Erachtens auch nicht das Entscheidende. Wenn ich mit 90% Wissen über eine Anwendung zu 100% weiß, was ich damit tue und bewirke.....dann ist's gut. Nicht nur gut, sondern auch wichtig - denn nur dann kann ich sicher sein, dass ich mit diesem Wissen keinem anderen Schaden zufüge.


    Eine weitere Erfahrung: Man findet den für sich passenden Weg. Das muss nicht gleich der erste sein, der einem begegnet. Vor Jahren hab ich gesucht, hab vieles ausprobiert und auch vieles davon wieder verworfen, weil ich fühlte....das ist nicht meins. Viele Wege, auf jedem davon bin ich ein Stück gegangen.....und letztendlich führten diese Wege mich zu dem, was ich heute tue und von dem ich sage: Das ist meins....
    Allein schon deshalb waren die vorher gegangenen Wege nicht umsonst. Noch dazu hab ich auf diesen verworfenen Wegen trotzdem allerhand gelernt, was mir heute nützlich ist.


    Das, von dem ich dann fühlte: Es ist meins....., tjo, ich bin darin gut. Doch ich weiß nicht, ob ich davon 50, 70 oder 95% beherrsche. Einfach, weil ich nicht weiß, was es da noch alles so gibt. Genauso wenig wirst du irgendwann sagen können, dass du von 10 Wegen jeweils 10% beherrschst.....weil du nicht weißt, was die 100% beinhalten. Und das birgt die Gefahr von einer gewissen Form von Halbwissen in sich, die ich manchmal als gefährlich empfinde.


    Ich halte Vielseitigkeit und ein breites Basiswissen für wichtig. Eben die von dir angesprochenen -eventuell- "10%". Doch für mich war es genauso wichtig, dann ein, zwei Sachen zu finden (bzw. fanden diese Sachen wohl eher mich), die mich wirklich packten und faszinierten, die mich im Herzen berührten.....und auf denen ich nach meiner Erfüllung strebend zum Wohle anderer wirken kann. Mit Herz - und einem so hohen Prozentsatz wie mir nur irgendwie möglich.

    Und ich bzw. meine Hände bekommen jedes Mal das Bedürfnis aktiv zu werden, ich merke ich kann was machen aber aus fehlender Fachkentnis traue ich mich oft nicht. Das ist so als ob meine Hände irgendwie automatisch heilend tätig werden wollen, aber es an meinem Kopf liegt sie nicht einfach so machen zu lassen.

    Hallo Cyra,


    man sollte meines Erachtens nach anfänglich durchaus den Kopf einschalten. Ein langsames und respektvolles Herantasten an diese Dinge ist ein guter Weg. Mit wachsender Sicherheit mischen sich später Fachwissen, Erfahrungen und Intuition....und manchmal bleibt der Kopf dann draussen, weil man einfach fühlt, was richtig ist. Das muss dann nicht mehr unbedingt das sein, was ein Fachbuch empfiehlt, sondern es ist das, was dir deine innere Führung flüstert. Es ist wichtig, nie zu vergessen, dass nicht wir es sind, die heilend wirken, sondern das diese Befähigung ein Geschenk höherer Instanzen sind. die einen nennen das dann Gott, für die anderen sind es die Geister....und für mich ist es letztenlich egal, wie man es nennt, solange da eine sichere und erprobt-vertraute Verbindung steht.

    Erst durch längeres Recherchieren und informieren fand ich heraus, das Rosenquarz nicht ausbleicht, sondern dies rosa Quarz betrifft) Aber ich kann als Anfänger ohne Hilfe nicht erkennen welche Informationen evtl. nicht richtig sind.

    Selber denken ist gut.
    Vorgekautes Wissen aus dem Web muss nicht immer richtig sein - zumal ich immer mehr das Gefühl habe, dass einer vom anderen abschreibt. So duplizieren und vervielfachen sich Fehler, bis sie es zur "Wahrheit" schaffen.

    Aber ich kann doch auch nicht jeden erdenklichen Heilstein erst an mir selbst ausprobieren um dadurch herauszufinden welche zugesprochene Information über welchen Stein denn nun richtig ist.

    Selbst gemachte Erfahrungen sind der wertvollste Schatz, den du auf diesem Weg haben kannst. Solange du dir bei einer Sache nicht sicher bist, bleib damit bei dir und sammle eigene Erfahrungen. Wenn du dann weißt, was du tust, frag einfach jemanden aus dem Freundes-oder Bekanntenkreis, ob er sich als Versuchskaninchen zur Verfügung stellt.


    Langsame, kleine Schritte....so etwas braucht seine Zeit - und es ist wichtig, den Willen und die Freiheit anderer dabei zu respektieren. Wirke niemals gegen den Willen oder ohne das Einverständnis deines Gegenübers und tu nur Dinge, von denen du sicher bist, dass sie niemandem schaden.


    Literatur....ja, auch da gibt es allerhand unsinniges Zeug und der Markt ist überschwemmt von Schund.
    Was Heilpflanzen und ihre Anwendung im Hausgebrauch angeht find ich den Pahlow nach wie vor ungeschlagen:


    [asin]https://www.amazon.de/gro%C3%9…ried-Pahlow/dp/3828918395[/asin]


    Für Heilsteine, Düfte und Kräuter gibt es einen Klassiker:


    [asin]https://www.amazon.de/Grosse-L…r%C3%A4uter/dp/3980443108[/asin]


    Ein für meine Begriffe ebenfalls sehr brauchbares Buch zum Thema Heilsteine ist


    [asin]https://www.amazon.de/Die-Stei…fRID=9AW3YEBX98RC9H5ABS8W[/asin] Davon gibt es aber wohl vom selben Autor schon ne Neuauflage......die Kristallgoogel weiß das sicher....



    Zu Massagetechniken hab ich kein gutes Buch parat, doch bestimmt kann da jemand anderes weiterhelfen. Gefühlt rate ich da sowieso eher zu einem Seminar, bei dem Grundlagen so vermittelt werden, dass du anschließend darauf aufbauen kannst.



    :winke:

    Die Diktatoren dieser Welt sind oft demokratisch gewählt worden, das darf man nicht vergessen, das bringt sie aber auch in die Position Ethik frei definieren zu können, die Gesetze so umzudeichseln wie es gerade passt- passiert jeden Tag.


    Die Trumps, Putins, Erdogans dieser Welt sind auf der Seite des Gesetzes, egal wieviele ethische Abscheulichkeiten sie vollbringen, Krieg, Folter, Knast, Berufsverbote...

    Wie ich schon einmal schrieb: Kapitalismus kennt keine Ethik. Eine Gesellschaftsordnung, in der ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit und soziale Belange unter rein ökonomisch-rationalen Aspekten Gewinnmaximierung betrieben wird, ist schon in sich unethisch. Die ökonomische und politische Macht in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung hat das Kapital. Bei uns nennt man das dann Demokratie, da wir Wahlen und konkurrierende Parteien im Parlament haben. In Diktaturen bündelt sich die Macht des Kapitals mit unbegrenzter poltitischer Macht einer kleinen Gruppe - ohne parlamentarischen Einfluss.


    Kein Staat, kein Diktator, kein Gesetz kann Ethik frei definieren - allerdings kann durch Machtausübung diktiert werden, was der Bürger unter Moral bzw. Ethik zu verstehen hat. Das ist ein Unterschied, denn wenn es ein Staat bzw. eine Diktatur damit übertreibt, führt das in vielen Fällen zu internationalen Konsequenzen. Zumindest, wenn das Land eine strategisch interessante Lage oder nennenswerte Bodenschätze hat. Ansonsten kräht manchmal kein Hahn danach - siehe z.B. Ruanda. Je größer die Willkür eines Staates bzw. eines Staatsoberhauptes ist, desto weiter entfernt sich das Ganze von Ethik und Moral. Bestenfalls richten sich Recht und Gesetz deshalb nach ethischen bzw. moralischen Aspekten.


    Deshalb passt es nicht zu sagen Autorität hat immer recht.

    Deshalb habe ich so meine Probleme damit wenn jemand sagt Staat=Moral.

    Autorität hat nicht immer recht und ein Staat auf kapitalistischer Basis kann ethisch-moralisch unmöglich integer sein. Das spielt jedoch gar keine Rolle, denn solange du dich in den Strukturen einer Gesellschaftsordung, eines Staates....oder auch nur eines Vereins oder von mir aus auch Forums bewegst, bist du an die vorhandenen Vorgaben der jeweils "Regierenden" gebunden.


    Letztendlich ist es ziemlich egal, ob einem das passt oder nicht. Entweder man bewegt sich in den vorgegeben Strukturen oder versucht, diese zu verlassen. Das würde dann im Falle des Staates Auswanderung bedeuten..... Wenn man der Gesellschaftsordnung dabei gleich mit entfliehen will, empfehle ich mal....Nordkorea. Nun kann man natürlich auch versuchen, Strukturen, die einem nicht passen, zu ändern. Dazu weiter unten mehr.



    Da lob ich mir den gesunden Menschenverstand und das Recht eines Menschen seine Lebensbedingungen wenigstens bis zu einem gewissen Grad frei bestimmen zu können.
    Ich bin selber nie Aktivistin für irgendwas gewesen, weder für Menschenrechte noch für Umwelt, aber ich habe vor diesen Menschen den allergrössten Respekt. Was ist der Dank für ihre Zivilcourage ? Sie kommen oft auch noch in den Knast und werden als Spinner verschrien.

    Ich wiederhole mich - doch es ist nun mal so, dass wir in einer Gesellschaftsordung leben, die den Interessen des Kapitals unterstellt ist. Wenn ich mich auf Gleise lege, um das Atommülllager vor meiner Haustür zu verhindern, mich im Regenwald an Bäume kette, um die Abholzung zu stoppen oder in North Dakota gegen die Ölpipeline kämpfe, die das einzige Trinkwasservorkommen bedroht.....dann stecken dahinter vernünftige und löbliche Gedanken. Allerdings laufen die eben den Interessen des Kapitals zuwider.....tjo - und so muss ich dann auch mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen und bereit sein, diese zu tragen.
    Wenn ich in einer Diktatur an der uneingeschränkten Macht des Diktators kratze, muss ich damit rechnen, dafür im Gefängnis zu landen, eventuell gefoltert zu werden und auch damit, dass ich diesen Mut unter Umständen mit dem Leben bezahle.
    Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad kann man Leute nicht mehr einfach verschwinden lassen. Für diese Leute findet ein Staat, ein Konzern (oder wer auch immer die Macht ausübt) Mittel und Wege, diese "Abweichler" derart zu diffamieren, dass ihr Ansehen vor der Masse der Gesellschaft völlig demontiert ist.



    Wenn Gesetze also wirklich nicht funktionieren, dann zeugt es vielleicht manchmal, nicht immer, von grösserer innerer Stärke zu versuchen sie zu ändern oder falls nicht machbar, wenigstens zu boykottieren.

    Die Gesetze funktionieren und wenn man gegen sie verstößt und sich erwischen lässt, trifft einen die Strafe mit voller Härte. Ebenso, wenn man sie einfach ignoriert oder boykottiert. Gesetze ändern kann man in Deutschland über eine Petition, die es (mit möglichst vielen Unterschriften) bis in den Bundestag schaffen muss. Dort wird dann entschieden, ob dazu ein Verfahren angeschoben wird oder nicht. Doch auch dieses neue oder überarbeitete Gesetz kann wieder gebeugt oder gebrochen werden.


    Deshalb tendiere ich ja eher dazu, die vorhanden Strukturen zu akzeptieren und die innerhalb dieser Strukturen bestehenden Möglichkeiten bis an ihre Grenzen auszuloten. Ein Beispiel: Sollte ich hier mal kein Mod mehr sein, aber weiter als User schreiben - ich könnte (wenn ich das wöllte) das Team im Dreieck hüpfen lassen, ohne auch nur eine Boardgregel zu verletzen. Ob das dann moralisch korrekt wäre, steht auf einem anderen Blatt
    ;)


    Allerdings setzt dieses Ausloten erst einmal meine grundsätzliche Bereitschaft voraus, mich mit den gegeben Strukturen abfinden zu wollen. Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem ich dazu nicht bereit war. Mir war auch klar, dass diese Nichtanpassung Konsequenzen hat, ich war bereit, diese Konsequenzen zu tragen und ich habe sie tragen müssen.



    Sich an die ganz normale Gesetzgebung zu halten ist schon mal ein ganz guter Ansatz sich moralisch richtig zu verhalten. Oder man bemüht den kategorischen Imperativ "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde." In der Freimaurerei stützt man sich auf den Liberalismus, der dem Einzelnen Handlungsspielraum zuspricht, solange er Würde und Freiheit des anderen nicht verletzt, was im Grunde auch nix anderes ist als die Wiccan Rede "Solange Du niemandem schadest, tu was Du willst."

    @Sati ....dein ganzer Beitrag.....fein. Wunderbar geschrieben und mit obigem Zitat auf den Punkt gebracht. Danke.
    :top2:


    Letztendlich noch folgender Gedanke:
    Was nützt es, wem hilft es, wenn ich mich hinstelle und mit dem Finger auf die bösen Politiker, Konzerne, Wissenschaftler zeige und feststelle, wie unmoralisch doch so vieles ist etc.... Es führt zu nichts, solange es nicht ins aktive Handeln geht. Das könnte in dem Fall bedeuten, sich politisch zu engagieren - doch glaubt mir: Wenn's über ein bissel Lokalpolitik rausgeht, kommt bei jedem angehenden Kandidaten für "die große Politik" der Moment, wo er sich entscheiden muss....und die Entscheidung, moralisch sauber zu bleiben ist oft genug gleichbedeutend mit dem Ende der politischen Karriere.


    Mir erscheint es in Bezug auf Ethik und Moral einzig und allein sinnvoll, bei sich selbst zu bleiben.
    Womit ich dann wieder zu dem komme, was ich schon in meinem ersten Beitrag schrieb:

    .....jeden Tag ein kleines bisschen besser auf Grund der gemachten Erfahrungen. Und manchmal ein herber Rückschlag. Manchmal auch einfach zuhören und die Erfahrungen anderer aufnehmen....also lernen. Tage, an denen ich abends nicht mit gutem Gefühl in den Spiegel schauen kann, waren keine guten Tage. Aber auch die gibt es. Das nennt sich wohl "Leben".


    :winke:

    Nun, die Welt ist groß und die Grenzen von Moral und Ethik sind weit.
    Innerhalb moralisch korrekter Normen muss ich nicht alles mögen, kann aber das meiste davon akzeptieren....und auch allerhand auch jenseits davon. Zumindest, solange es keinem weh tut.


    Das beziehe ich durchaus auch auf mich selbst. Gehe ich an Grenzen oder überschreite diese, ist das erst einmal mein Ding. Sind andere davon betroffen oder darin involviert, dann wäre es nur moralisch einwandfrei, wenn ich das Okay der anderen zur Grenzüberschreitung habe. Tjo, und in diesem Rahmen ist auch jegliche Vielfalt für mich akzeptabel.


    Nicht mehr akzeptabel ist es dort, wo sich jemand das Recht nimmt, andere einfach "zu überfahren", weil er ethisch-moralische Grenzen als Einschränkungen empfindet, die er nicht akzeptieren will bzw. von mir aus auch, weil er sich durch diese Grenzen im Ausleben seiner Vielfalt behindert fühlt.


    Egal, wie hart oder wie beschönigend ich das ausdrücke:
    Damit werden -außerhalb ethisch-moralischer Normen- eigene Interessen über die Interessen anderer gestellt.


    Genau das macht auch der Diktator.
    :winke:

    Vernunft ja, aber nur ihre eigene...und dadurch haben sie sowohl sich selbst, als auch anderen gegenüber Schaden angerichtet.

    Nun, deshalb ist es Gegenstand von Ethik, durch die Moral allgemein gültige Regeln und Verhaltensnormen zu definieren, die von jedem vernunftbegabten Wesen nachvollziehbar sind. Sich jenseits dieser moralischen Regeln bzw. Normen zu bewegen ist kein Problem und sicher jedem schon mal vorgekommen....und sicher gab es bei dem einen oder anderen dadurch auch genügend Scherben.

    Ein anderer Punkt:
    Menschen werden oft vom Gesetz dafür bestraft oder von Grupen ausgegrenzt nicht weil sie wirklich etwas objektiv falsch machen, also eine Art von messbaren Schaden anrichten, sondern nur weil sie andere Ansichten und Lebensweisen haben.

    Wer kann ermessen, welchen Schaden eine Handlung anrichtet? Was ist der Maßstab dafür? Stelle ich mich außerhalb ethisch-moralischer Regeln, verfolge ich meist Ziele, die nicht der Allgemeinheit nützen, sondern nur mir selbst oder einem kleinen Personenkreis. Weiterhin beinhaltet das die Bereitschaft, eventuellen Schaden billigend in Kauf zu nehmen.

    Dann ist noch die Frage ob das Leben nicht tatsächlich ein sehr langwieriger Lernprozess der Seele ist und wenn man anderen versucht einen bestimmten Weg aufzuzwingen, nur weil es für einen selber plausibel ist, dann fügt man vielleicht dadurch Schaden zu.
    Ich habe gelesen dass es schwere karmische Konsequenzen haben soll andere an ihren spirituellen Pflichten zu hindern.

    Keiner zwingt jemandem ethisch-moralische Regeln bzw. Verhaltensnormen auf. Eventuell wurden wir jedoch von unseren Eltern nach solchen Maßstäben erzogen. Das bedeutet (die gutbürgerliche Scheinmoral jetzt mal außen vorlassend), dass solche Eltern Werte wie soziales Denken und Handeln, Achtung der Freiheit, allen Lebens, der Gesundheit und von Besitz usw. vermittelt haben. Damit kann man schon was anfangen....


    Bewege ich mich außerhalb moralischer Normen, werde ich früher oder später anecken, denn ich bewege mich dann außerhalb der anerkannten und von der Allgemeinheit für gut befundenen Norm. Diese finden ihren Niederschlag nicht nur in gängigen Verhaltensregeln, sondern auch in staatlichem Recht und Gesetz. Solange ich mir moralisches Verhalten persönlich auf die Fahne schreibe, mags gut sein, doch im Gesetz wird jede Moral zur Hure: Ich kann jedes Gesetz brechen oder beugen. Solange ich nicht erwischt werde, passiert gar nix.


    Nun bin ich der Meinung, dass jeder tun und lassen soll, was er möchte - solange das Tun und Lassen bei einem selbst bleibt. Sind jedoch Dritte, die sich innerhalb moralischer Normen bewegen, davon betroffen, dass sich ein Einzelner die Freiheit herausnimmt, diese Regeln zu mißachten, wirds problematisch. Dann wird der Einzelne mit Sicherheit auf sein unmoralisches Verhalten hingewiesen.


    Keine Ahnung, was du unter deiner spirituellen Pflicht verstehst. Meines Erachtens nach gibt es ja keine höhere spirituelle Pflicht, als sich selbst so zu verwirklichen, dass man sein Leben dem eigenem Wohle und dem Wohle alles Lebendigen widmet, so gut das eben geht. Diese Pflicht ist nicht von außen doktriniert, sondern selbst auferlegt. Pflichten, die von außen kommen, sind ja eigentlich schon wieder Zwänge....
    Aber das wäre schon wieder ein neues Thema.....


    Sollte dich deine spirituelle Pflicht zwingen (das kommt von Zwang), dich außerhalb moralischer Normen zu bewegen, wäre es eine Frage Ethik bzw. der Vernunft, diese Pflicht zu hinterfragen.


    :winke:

    Ich großkotz mal weiter:
    :irre:

    Ich mach mal einen auf Großkotz: Der Grizzly ist ne Unterart vom Braunbär.


    Veto!


    Eisbär und Braunbär sind zwar eng verwandt und gehören zur selben Gattung, sind aber eigenständige Arten.
    Vermutlich sind beide Arten entwicklungsgeschichtlich aus einem gemeinsamen Vorfahren entstanden.


    Die verbindliche zoologischer Nomenklatur dürfte da Klarheit reinbringen:
    (1.Name=Gattung / 2.Name Art / 3.Name Unterart)


    Ursus arctos ist der Braunbär.
    Ursus arctos horribilis ist der Grizzly.
    Ursus maritimus ist der Eisbär.
    Würde er zur selben Art gehören, wäre er Ursus arctos maritimus


    :D:D:D


    In wie weit das jetzt für braunbärfellbehangene Eisbärschamanen jetzt wirklich interessant ist, weiß ich allerdings nicht.
    (räusper.....der klägliche Versuch eines on topics)