Beiträge von Panther-Adler

    was meint ihr wenn ihr Schamanismus ansprecht?

    Den ursprünglichen Schamanismus, der in einigen Kulturen noch lebendig ist?

    Burkhard, den könnte ich nur meinen, wenn ich ihn dort erlernt hätte.

    Was meine ich, wenn ich Schamanismus sage: Das Lernen von der Natur, zuallererst. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, von beiden Seiten in Sippen, die seit Generationen und Generationen, über Kriege und Länder hinweg, Bauern gewesen sind.

    Da gab es viel ursprüngliches Wissen, die allerersten Sachen hab ich, glaub ich, von der Uromi noch gelernt, unbewusst, durchs Zuschauen halt. Bloß Schamanismus nannte das keiner. Es war halt ein Wissen um Kräuter und Bäume. Das zuerst. Dass man mit Tieren reden kann, war sowieso normal.


    Das Reisen und die ersten Techniken habe ich nicht alleine gelernt. Das Leben hat mich 1998 einem Menschen begegnen lassen. Zwischen uns passierte eine ganze Reihe "Merkwürdiges", Dinge, die ich mir nicht erklären, aber auch nicht einfach abtun konnte. Er war Naturwissenschaftler, ich hab damals noch studiert. Unsere Zeit damals (nein, wir waren kein Paar, aber wir hatten drei Jahre viel mirteinander zu tun und hätten auch eins sein können, wenn wir nicht so viel Angst gehabt hätten). Nach einem besonders intensiven Erlebnis (ich teile mein Leben wirklich in vor und nach diesem Datum ein, es war einschneidend für mich) war ich ziemlich ratlos und verwirrt und hatte gar keine Ahnung, was das war und wie ich damit umgehen sollte.

    Eine ältere Frau, die ich vom Sehen kannte, sprach mich kurz drauf an und fragte, wie es mir gehe. Ich hab ihr eine ehrliche Antwort gegeben.

    Sie hörte zu, sah mich an, schwieg eine Weile und sagte dann nur: "Geh dahin, wo man mit den Tieren spricht." Die Antwort war im ersten Moment verwirrend für mich, aber mehr verriet sie nicht. Also war es wohl an mir, das herauszufinden.

    Dabei stieß ich dann auf ein Schamanismusforum, das es heute nicht mehr gibt. Bei der damaligen Forenbetreiberin und einem weiteren Menschen lernte ich das Reisen und die Grundzüge dessen, was ich über Schamanismus und Schamanisieren weiß.

    Bücher über Schamanismus hab ich, glaub ich, zwei gelesen. Der Rest war praktisches Tun.

    Wenn ich Schamanismus sage, dann meine ich dies.

    Das ist nicht der Schamanismus eines indigenen Volkes, das ist auch kein purer Core Schamanismus a la Foundation for Shamanic Studies.

    Das Channeln hab ich bei jemand anderem geübt und in Teilen auch gelernt. Darüber hab ich übrigens viel mehr gelesen als je über Schamanismus. *schmunzel*.

    Ich bin keine initiierte Schamanin und kein Channelmedium mit Zertifikat. Allerdings war und bin ich jemand, der da immer von Menschen und ihren Wegen lernt und gelernt hat.

    Welchen Vorteil bringt es eigentlich, so genau zu unterscheiden zwischen Channeln und Schamanimus?

    Primär erstmal überhaupt keinen. Entstanden ist es ja auch nicht, um das eine gegen das andere zu werten, sondern aufgrund der (meines Erachtens unzutreffenden, aber das ist nur meine persönliche Meinung) Hypothese, es ginge bei Schamanismus hauptsächlich um Macht und beim Channeln hauptsächlich um Hingabe. Das ist etwas verkürzt dargestellt, aber das war, in etwa, die Quintessenz.

    Und da sag ich persönlich halt: Stimmt so nicht. Denn die Zusammenarbeit zwischen Schamanisierendem und Verbündeten und dem Menschen, der sich an beide wendet, braucht ein sehr großes Vertrauen, ein Sich-Hingeben, Sich-Anheimfallen lassen ans Geschehen, bzw. an das, was geschehen kann, will und soll in dem Moment. Und es wirkt ja nur da, wo "Können", "Wollen" und "Sollen" zusammenpassen. Fehlt nur eins, haut es nicht hin.

    Und auf der anderen Seite hat auch ein Channelmedium sehr viel Macht und auch da gibt es Leute, die singen nur ihr eigenes Lied (bildlich gesprochen), weil sie gar keinen Raum in sich für die Stimme und Mitteilung von jemand oder etwas anderem schaffen können.

    Aber gerade die Übermittlerwege, egal, ob im Schamanischen oder im rein Medialen sind Wege, die ohne die Verbindung von "sich hingeben" und "tun", also "Hingabe" und "Macht" gar nicht zu gehen sind.

    Also mir (beispielsweise) geschieht es nur äußerst selten das mir irgendwas in begrifflicher Sprache "übertragen" wird. Ich "weiss" einfach Dinge. Oder ich sehe sie oder "schmecke" oder "rieche" sie.

    Ok, dann hast Du eine andere Art, Infos zu erhalten, als ich. Ich sehe häufig Farben, Bilder und Symbolisches (im medialen Tun), beim Schamanisieren hingegen erlebe ich es direkt (das ist - für mich- ein wichtiger Unterschied zwischen beidem).

    Ich arbeite kaum mit Verbündeten da ich nicht das Verlangen mir etwas/jemanden Dienstbar zu machen.

    Hä? Wenn ich mit jemandem verbündet bin, im Verbund stehe, auf das gleiche Ziel hinarbeite, dann mache ich mir weder wen dienstbar, noch stelle ich mich in den Dienst von etwas oder jemandem. Schamanismus enthält durchaus Rituale, ist aber etwas anderes als Ritualmagie, wo solche Dienst- und Dienerverhältnisse eher existieren (können). Das ist aber nicht mein Weg, da geht's dann eher um entsprechende Orden, Logen, Vereinigungen und ähnliches.

    Verbündet sein bedeutet für mich gemeinsam mit vereinten Kräften an einer vorher vereinbarten Sache/Fragestellestellung oder Ziel zu arbeiten.


    Die Frage der Legitimation ist aus meiner Sicht nicht so eindeutig, wie Du es darstellst, Kyo.

    Sie hat - aus meiner Sicht - immer etwas mit beidem zu tun, mit der Quelle und dem Übermittelnden.


    Wenn ich einen Verstorbenen wahrnehme, dann kann ich den durchaus channeln (das ist dann kein Engel, sondern der Verstorbene xy). Die Legitimation dafür erhalte ich durch denjenigen, der den Kontakt zu diesem Menschen wünscht. (Ich finde es NICHT legitim, einfach ungefragt was weiterzugeben, nur, weil bei mir wer auftaucht. Das heißt nämlich noch lang nicht, dass ich gezwungen bin, das, was ich wahrnehm, dem Verwandten zu übermitteln.)


    Wenn ich die Seele eines Verstorbenen schamanisch begleite, ist das immer noch die Seele dieses Verstorbenen, aber die Arbeit ist ganz anders.


    Die Gemeinsamkeit besteht nur darin, dass a) ich es bin, die die Person wahrnimmt und b) ich in beiden Fäällen nicht ungefragt handle. Der rest unterscheidet sich völlig.

    brigid :

    Bei vielen schamanisch oder magisch tätigen (nicht bei allen) habe ich oft gedacht sie tauschen Teile ihrer Seele gegen Macht und Kraft ein, macht ja auch Sinn, es ist ein Tauschgeschäft.

    Bei magisch Tätigen kann ich Dir dazu nichts sagen, ich haielt mich von Ritualmagie in diesem Leben immer fern und werde das auch weiterhin tun.

    Selbst bei meiner Art des Schamanisierens spielen Riten (Abläufe um einen heiligen inneren Raum zu betreten und sich vom Alltag abzugrenzen) und Rituale eine relativ geringe Rolle.

    Einen Tausch Seele gegen Kraft/Seele gegen Macht hat mir noch niemand angeboten und wird wohl auch kaum. *schmunzel*

    Ich erlebe das eher anders und ich gehöre, was das angeht, eher zu denen, über die das Sprichwort gemacht wurde "Da muss man ja den Hund zum Jagen tragen". Nicht, dass ich nicht gerne mit jenen Freunden der Anderswelt zusammensitz oder zusammenarbeite, aber wennst mich fragst: Mir hätte so ein völlig unauffälliges Lebentotal gereicht. Kein sKörper, der mich durch immer neue Malaisen dazu treibt, nach Wegen der Heilung zu suchen, kein Geist voller unruhiger Fragen, keine Erlebnisse, die nach ERklärung suchen, keine Not um mich herum, die ich so ungerecht fand, dass ich mich mit "Das muss man halt so akzeptieren." nicht abfinden und zufriedengeben wollte und konnte.

    DAS hat mich auf den Weg getrieben, nicht irgendwelche Machtstrebungen. Wenn Macht dabei eine Rolle spielte, dann, weil ich Werkzeuge brauchte, weil ich Wege finden wollte, um die Not, die ich sah und spürte, zu lindern. Ansonsten ist mir das völlig egal, ich wär gern Gleiche unter Gleichen gewesen. "Ich bin genau wie ihr." - "Nein." "Ich fühl genau wie ihr, denk genau wie ihr." - "Nein, Du bist anders." - "Aber jeder ist anders."- "Nee, Du bist anders anders."

    Ich war immer der "Affe mit dem grünen Schwanz", überall. Dass das die Vorbereitung war, andere Wege zu gehen, das hab ich doch als Kind nicht gewusst.

    Manipulationen von geistiger Ebene aus sind oft nicht leicht durchschaubar, sie wissen genau auf welche Knöpfe sie drücken müssen, sie wissen wo sie Energie abziehen können um einen Schwächezustand zu erreichen, sie wissen wo sie Energie hinzufügen können um das Bewusstsein zu vernebeln, sie können bestehende Gefühle wie Agressivität sehr einfach steigern, die Menschen als Werkzeug für ihre eigenen Zwecke benutzen und diese halten all das für ihre eigenen Gedanken und Gefühle, wundern sich immer wieder warum sie aus den ewigen Mustern und Konflikten nicht herauskommen.

    Das hat mit Schamanismus nichts zu tun.

    Natürlich hat es in alten Zeiten Kriegerschamanen gegeben, natürlich ging es da auch um die Schwächung anderer Stämme/Schamanen, aber das hat mit dem Neo-Schamanismus hiesiger Breitengrade herzlich wenig zu tun.

    Das liegt (unter anderem) daran, dass hier und heute kein einzelner Schamane mehr in der Verantwortung für das Wohl einer ganzen Gemeinschaft steht, sondern dass heute Einzelne auf einem Weg persönlicher Suche sind.

    un dürfen wir nicht den Fehler machen diesen so Manipulierten schlechte Absichten zu unterstellen, oft tun sie tatsächlich ihr Bestes.

    Vor allen Dingen darfst Du nicht den Fehler machen, anzunehmen, dies stünde in irgendeiner Weise exemplarisch für heutige Formen schamanischer Arbeit. Schamanismus hier und heute ist die Arbeit mitr Verbündeten, die Linderung oder Heilung von Krankheiten, die Befreiung von Belastungen.

    Da kannste wenig faken, weil: Wenn jemand mit einem hartnäckigen Ausschlag zu Dir kommt, gegen den nicht mal Cortison längerfristig hilft und er ist nach zwei schamanischen Sitzungen weg, dann ist er weg - und wenn er nicht weg ist, ist er noch da. Das ist relativ einfach: Entweder es wirkt - oder es wirkt nicht. Und das ist klar daran erkennbar, ob der Zustand, wegen dem der Schamanisierende aufgesucht wurde, verändert oder unverändert ist.

    Das macht Schamanismus zu einer sehr pragmatischen Form von Spiritualität, geschaffen für pragmatische, erdverbundene Leute.

    Mir hat vor einiger Zeit eine Frau ihre Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Sie hatte, wie andere schamanisch Tätige ihr später sagten auf unbewusster Ebene einen Vertrag mit einer Wesenheit geschlossen, welches ihr selber für etliche Inkarnationen geschadet hätte.

    Sie war zutiefst schockiert über diese Tatsache, da sie ein vernünftiger, moralischer Mensch ist, der nie jemand anderem schaden würde.


    Aber auch sie hatte Persönlichkeitsanteile in sich, die von Selbstwertzweifeln zerfressen waren und die alles getan hätten um sich besser zu fühlen.


    Es darf jeder selber entscheiden was er für sich draus lernt.

    In dem Fall: Dass da halt mal wieder jemand unhinterfragt alles geglaubt hat - und dass das keine gute Idee ist.

    Aber darum ging es ja und deswegen hieß der Faden im Ursprung auch: Unterschiede zw. Glauben und Schamanismus" ;)

    Schamanismus ist ein wunderbarer Weg für a) handlungsorientiertze Menschen, die b) sdich verbinden (und verbünden) wollen und können und die c)aber eben nicht alles tun, nur weil xyz was gesagt hat. Gerade das Wechselspiel zwischen Vertrauen /Hingabe (Öffnung für andere, fremde Impulse) und das Hinterfragen und Auswerten machen für mich den Reiz aus.

    Ich habe gar nichts dagegen (und ganz viel dafür), mich in einem Moment der Informations- oder Energieübertragung ganz vertrauensvoll in die Hände meiner Begleiter und Verbündeten zu geben. Gleichzeitig werde ich nichts tun, was gegen meine eigene Ethik und Verantwortung geht, nur, weil irgendjemand (ob Verbündeter oder nicht) von drüben das so sagt. Da ist wieder die Macht. Die Macht des Jasagens- und die Macht des Neinsagens.

    Gruß,

    Panther-Adler

    Liebe Erdherz,

    Zur Konkurrenz: Das war mir wichtig, es anzusprechen. Zum Einen, weil es um das Thema Schamanismus geht und Konkurrenz oft die Folge von fehlgeleiteten Machtbestrebungen ist und zum Anderen, weil mir einiges an deinen Aussagen nur so plausibel - um bei diesem Begriff zu bleiben - wurde.

    Wenn ich das lese, habe ich - nicht zum ersten Mal - das Gefühl, dass es in Deinem Kopf eine (bewusste oder unbewusste, weiß nicht, welche) Verknüpfung von "Machtausübung" und "Schamanismus" gibt. Unter dieser Prämisse ist es sehr schwierig, das Thema sachbezogen zu diskutieren, weil jeder, der schamanisiert, sich gegen die implizite (und manipulierende) Unterstellung wehren muss, ein Machtausübender zu sein. Das stimmt zwar unter vielem anderen auch, aber da viele Leute Macht und Machtmißbrauch gleichsetzen (fürsorgliche, schützende, liebevolle Machtausübung kommt leider im Bewusstsein vieler gar nicht mehr vor), geht es kaum, unter der Prämisse miteinander zu reden.

    Als Einladung zum Austausch empfinde ich das jedenfalls überhaupt nicht.

    Wäre es möglich für Dich, diesen Glaubenssatz/dieses Vorurteil zu überprüfen?

    Warum du z. B. so ein riesen Fass aufmachst und eine Art Kreuzzug gegen z. B. Mystik (uralte Tradition - weltweit) und gegen das Nebulöse angehst

    Das tue ich nicht, Erdherz. Ich schätze die Ernsthaftigkeit der Wege der Innerlichkeit, der Kontemplation und der Stille. Meiner ist in diesem Leben ein anderer, aber einen Kreuzzug gegen Mystik? Ich? *herzlich lach* Deswegen setz ich mich dem chassidischen Judentum auseinander, weil ich ja so gegen Mystik bin, gell? Deswegen war einer meiner besten Freunde bis zum seinem Tod 2002 Zen-Buddhist, deswegen geht ein anderer den Weg des träumenden Bushin - weil ich ja so unglaublich gegen Mystik bin, fühl(t)en die sich in meiner und ich mich in ihrer Gegenwart auch so wohl. Ja, freilich. ;)

    Was ich wahrnehme auf der Welt momentan, ist ein großes Bedürfnis nach Klarheit, Orientierung und Führung. Die Autokraten nutzen das auf ihre Art und für ihre Zwecke.

    Ums Führen komm ich in diesem Leben nicht herum (glaub mir, ich hab's lange versucht, bin aber immer wieder gefragt oder in Situationen gestellt worden), aber ich versuche, eine zu sein, die dienend, liebevoll und fürsorglich führt. Da ich gleichzeitig auch sehr kämpferische Eigenschaften habe, ist das nicht immer leicht - und gelingt auch nicht immer. Da kann ich nur immer wieder den Kopf beugen und um Weisheit und Führung bitten.


    als dass du im Konkurrenzdenken steckst, sobald du von jemandem auf Augenhöhe einen Hauch Paroli bekommst.

    *lacht nur* Möchtest Du damit andeuten, dass Du (die Du mir Paroli bietest) mit mir auf Augenhöhe seiest und die anderen, die nix sagen, wären es nicht oder würden von mir nicht so gesehen? Falls ja, dann denk mal darüber nach, wo Macht- und Konkurrenzdenken steckt. (darfst es natürlich trotzdem auf mich projizieren, ich kann's (er)tragen).

    Ich halte deine Argumentationsschiene schon deswegen für abwegig, weil in den Unterkategorien dieses Forums so gut wie kein Thema ausgelassen wird - vom Spukphänomen bis Außerirdische - dass nicht auch auch in expliziten Esoterikkreisen diskutiert würde.

    Das ist richtig - und sollte doch wohl genügen, um zu zeigen, dass es nicht um Kreuzzüge geht.


    Da gehst du zum Teil sehr einfühlsam (nicht immer) auf die Ratsuchenden ein, selbst wenn die Berichte oft tatsächlich nebulös sind, manchmal einfach aus Verwirrung heraus.

    Mir ist Klarheit wichtig. Darum versuche ich, sie zu schaffen und unterstütze andere (wenn ich kann), dabei, sie für sich zu finden. Das bedeutet nicht (und hat es auch nie), dass ich mit den Inhalten konform gehe - oder von anderen erwarte, dass sie das mit meinen Inhalten täten.

    Ich habe deutliche Ansichten - und vertrete sie auch. Das bedeutet trotzdem nicht, dass andere das gleiche denken, glauben oder hoffen müssen. Da wird mir oft ein Dogmatismus unterstellt, den ich nicht habe - oder der ein so großer blinder Fleck wäre, dass ein ganzer Kontinent drauf passt.

    Ich kann mitunter selbstgerecht sein, ja, aber dogmatisch in Glaubensfragen? Wenn ich das wär, würd ich mich fragen, woher es kommt, dass so viele unterschiedliche Menschen mit mir das Gespüräch über Sinn - und Glaubensfragen suchen. Damit meine ich vor allem das Leben außerhalb des Internet, denn da passiert mir das wirklich oft.

    Ich habe mir vorgenommen, ab sofort ganz direkt, wenn ich es für nötig halte auch mal mit Vehemenz zu kommunizieren.

    Da habe ich Dich auch durchaus drum gebeten, mehrfach, wenn ich mich recht erinnere. ;)

    In so fern ist auch das Channelmedium wie der/die Schamane/in auch jemand der spirituelle Räume öffnet

    Das stimmt.

    Schamanen habe eben dafür ihre Rassel und vor allem die Trommel.

    Ach, Burkhard... es kann so sein, aber es ist oft auch ganz anders - und vor allem: viel mehr. Ich arbeite oft mit Bewegung (ja, ausgerechnet ich..) und dafür in Stille. Aber es gibt viele Wege zur Tranceinduktion, dass es Trommel und Rassel sein müßten, ist nur ein Klischee, ungefähr so, als ob alle Deutschen Lederhosen tragen und alle Spanier Flamenco tanzen.

    Ok, jetzt reichts. Hast recht, das ist hier alles nicht erwünscht, wenn man Fakten einbringt.

    Ich kann Deinen Ärger verstehen, es ging mir vorhin beim ersten Lesen ähnlich. So ist's halt, wenn Menschen über was reden, was sie nicht aus eigenem Erleben kennen, sondern nur theoretisch. Aber komm', Rückzug kann doch nicht die Lösung sein, dann würden wir grad denen das Feld überlassen, die es nicht kennen - und dann wird's wirklich gefährlich.

    Ich denke ein Grundsätzlicher Unterschied liegt darin das aus Sicht der Leute die Channeln die "Botschaften" die sie übertragen nicht ihre eigenen sind sondern die die ihnen direkt durch eine externe Entität eingeflöst wurden .

    Ich denke, dass die Botschaften von Verbündeten ebenfalls nicht die eigenen sind. Meine Verbündeten sind ja kein Teil von mir, so wenig, wie eine gechannelte Entität Teil des Mediums ist. Ich habe einen Phönix als Verbündeten, deshalb bin ich aber kein Phönix. Du hast einen Drachen als Verbündeten, bist deshalb aber noch lang kein Drache.(das ist die große Verwechslung vieler Otherkins, meiner Ansicht nach, das ist aber wieder ein anderer Faden).

    Dadurch werden die -Texte an sich- (die Texte die "gechannelt" wurden) zu etwas überirdischem und nicht mehr interpretierbaren

    Die Aussagen der Geister sind auch die Aussagen der Geister. ;) Das zieht nicht, weil DA ist es gleich.Und gerade WEIL es immer die Aussagen des "ganz anderen" sind (dessen, was man selbst nicht ist) ist es IMMER hinterfrag- und interpretierbar, denn dieses "ganz andere" wird ja über das "ganz eigene" vermittelt. Das hat mehr mit jenseitiger Kommunikation an sich zu tun, als mit Techniken, meiner Meinung nach.

    und schreibt sie nieder.

    Selten. Mitunter ja, aber meistens nicht.

    Dem könnte ich höchstens noch zufügen das der Begriff des "begrenzt seins" der begrifflichen Sprache hier noch sehr diplomatisch gewählt ist.

    Und -Energien- sind hier auch der Schlüssel. Und um Energien zu übertragen benötigt es eben auch einer -Verbindung- (Beziehung).

    Zum Zeitpunkt der Energieübertragung ist keine Verbindung (Beziehung), sondern eine Bewusstseinsverschmelzung (beim Medium). Beim Schamanisieren ist eher die Verbindung als die Verschmelzung, weil die wenigsten hier ihre Verbündeten inkorporieren.

    Und es gibt ja Channelings die eine Verbindung haben zu den Leuten die diese Channelings wirklich etwas angeht.

    Das Thema "Gruppe" und "Einzelner" ist generell interessant, für beide Wege. Da liegen tatsächlich Unterschiede, die m.E. historisch begründet und begründbar sind.

    Wissens gnä' Frau, das hat auch was damit zu tun wer damit grad' angesprochn wern soll.

    Weiß ich, hab ich auch so aufgefasst, aber damit hilfst Du Menschen nicht, die sich ohnehin schon angegriffen fühlen.


    Morgen gerne mehr, wenn mein Rücken mich lässt,

    Grüße,

    Panther-Adler

    --->Channeln = Nutzloses Geschwafel ohne Bezug zu irgendetwas außer dem Urheber des Geschwafels.

    Stimmt nicht und kann nur von Leuten kommen, die nie einem seriös arbeitenden Medialen begegnet sind.

    Davon gibts nicht allzu viele, genauso wenig, wie es viele echte Schamaninnen und Schamanen gibt.

    Der Grund, warum beides für die betroffenen Menschen oft eher schwierige Inkarnationen sind, liegt in der Verantwortung, die darin liegt, erstens auf Impulse zu reagieren, die nur durch aber nicht von ihnen selber kommen, zweitens in der Beherrschung und Reinigung des Eigenwillens, drittens darin, dass die Einwirkung ausschließlich am Ergebnis erkennbar ist und viertens an der Verantwortung, die sie in der und für die sie umgebende Gemeinschaft haben.


    Womit wir beim nächsten Problem sind: Diese Gemeinschaften existieren heute in unserer Kultur so kaum noch oder gar nicht mehr.

    Heute sind es Einzelne, nicht Gemeinschaften (Familien, Dorfbewohner), die sich an medial, heilerisch und/ oder (je nachdem) schamanisch Tätige wenden.

    Da blühen die Neurosen natürlich stärker auf, als in Gemeinschaften, die diese mehr einbinden, aber auch wie ein guter Baumschnitt wirken: gelegentlich mal zurechtstutzen, wenn der Wildwuchs zu arg wird.

    Wenn du mich irgendwie als Konkurrenz empfindest,

    Tu' ich nicht. Manches von dem, was ich von Dir lese, finde ich völlig unplausibel und ist für mich auch emotional nicht nachvollziehbar, anderes schätze ich sehr. Aber Konkurrenz sehe ich nicht. Nur manchmal kippelt es ein bißchen in eine Richtung und dann setz ich meine eigenen Erfahrungen dagegen, damit das Forum halt beide Pole hat und behält. Aber das halte ich eher für Ergänzung als Konkurrenz.

    Und zu dem sibirischen Ausschnitt und dem "Filme sehen" schreib ich noch was, wenn der restliche Wasserdampf, der hier abgelassen wurde, sich wieder etwas verzogen hat.

    Also man wird von der geistigen Welt als Channel-Medium ausgesucht?

    Jain. Man wird gefragt, aber nicht zum Ja gezwungen. Aber wer gefragt wird (und von wem), wird in diesen Ebenen, die manche als geistige Welt bezeichnen, entschieden.

    Kann man auch aktiv den Kontakt zur geistigen Welt suchen?

    Ja, würde ich aber nicht unbedingt empfehlen, erst recht nicht bei der von Dir geschilderten gesundheitlichen Situation. Da würde ich Dir zum Eigenschutz von derlei Experimenten abraten.

    Kann es sein, dass ich schon Channeln kann, ohne zu wissen, dass ich es kann? Denn ich sehe immer wieder genau solche Art Geschichten vor meinem geistigen Auge. Manchmal bin ich ein Teil dieser Geschichte und manchmal nicht.

    Das ist selten channeln, sondern klingt für mich eher nach einer anderen Form der Wahrnehmung.

    Ich dachte immer, es handelt sich um Erinnerungen, die manchmal ganz klar und manchmal verzerrt "rüber" kommen. :/

    Es können unterschiedliche Dinge sein.

    Warum driftet das denn hier so arg in pauschalisierende Werturteile ab?

    Weil hier Menschen emotional ge- und betroffen reagieren, statt auf der Sachebene zu bleiben.

    Der Sinn dieses Fadens war ein anderer, nämlich, die Verbindung und die Unterschiede beider Formen von Informationsübermizttlung zu beleuchten.

    Dann haben wir beide da wohl eine ähnliche Meinung

    Die ich für sehr undifferenziert und von daher unzutreffend halte.


    "Sie haben sich dem Einfluss eines sich als spirituell verkleidenden Netzwerkes ausgeliefert. Dieses Netzwerk folgt den Regeln des Zeitgeistes und bedient sich entsprechend moderner Methoden des Managements, der Instrumentalisierung von Galionsfiguren und der effektiven Manipulation der Massen. Die Botschaften dieses Netzwerkes sind bewusst auf eine Weise konstruiert, dass sie vor allem Junge, suchende und andere arten leicht beeinflussbarer Geister beeinflussen um sie manipulieren und auf diese Weise Macht über sie und ihre Energien zu gewinnen. Sie sind die Fliege auf dem Leim. Handeln Sie entsprechend."

    Das klingt für mich eher wie ein Werbespruch einer Telefonhotline und hat nichts mit schamanischen Botschaften zu tun, wie ich sie kenne.

    Aber es mag ja Leute geben, die von ihren Verbündeten gesiezt werden.

    Mein eigener Bezug zu meinen Verbündeten ist da wesentlich persönlicher und intimer. Zum Rest schreib ich in einer Stunde was, in der Hoffnung, dass die erhitzten Gemüter sich etwas abgekühlt haben und wir auf einer Sachebene diskutieren können.

    Ein paar Punkte nur kurz angerissen (ich möchte dringend schlafen, bin heute sehr erschöpft)


    1) Ich habe diesen Faden bewusst auskoppeln lassen, weil ich das, was ich als Sticheln wahrnehme, auch wahrnehme als den versteckten (und deshalb von mir als manipulativ empfundenen und bezeichneten) Versuch, durch die Hintertür so nebenbeio über die Ausrichtung des Forums zu diskutieren.

    Das gab's jetzt mehrfach und aus meiner Sicht war es fällig, das offen zu thematisieren und nicht (mal wieder) einfach so untergehen zu lassen, weil es ja getarnt und im Faden versteckt wird.


    2) Selbstverständlich ist das Triggern beidseitig, darauf wollte ich mit "gegenseitig Knöpfe drücken" gestern hinaus.


    3) Da ich mich nicht im Krieg befinde, brauche ich grad keinen Waffenstillstand. ;) Inhaltlich stehe ich zu dem, was ich sagte.

    Ich habe meine Grenze aufgezeigt und bin auf der Sachebene durchaus offen und ansprechbar.


    4) Die Geschichte werd ich wirken lassen, da werd ich jetzt keine schnelle Antwort geben, weil das dem Sachverhalt nicht angemessen wäre.


    5) Die Inkarnation, die ich meinte, spielt auf dem afrikanischen Kontinent. Ob und wenn ja was die sibirische mit mir zu tun haben könnte, werd ich hineinspüren, aber nicht heut abend.


    6) Zu dem Sehen von "Filmen", und Filmsequenzen werd ich auch noch was schreiben, da es mir auch vertraut ist. Auch dafür hätte ich gerne mehr Ruhe und Wachheit als jetzt.


    Der Sinn dieses Beitrags: Danke, ich habe es gesehen, werde es betrachten und erspüren und mit Ruhe und Zeit darauf eingehen.

    Gute Nacht,

    Panther-Adler

    Wir "Erwachsenen" gefallen uns oft in unseren Rollen als lebenserfahrene Lehrer der jüngeren Generationen, weil uns das eine Legitimation liefert (scheinbare) Überlegenheit zu demonstrieren und wir oft nicht merken, dass wir damit nur unsere Unzulänglichkeiten zu vertuschen versuchen.

    Das mag ja bei eimnigen Leuten so sein, ich halte diesen Absatz jedoch für viel zu stark verallgemeinernd.

    Ich hatte und habe sehr viel mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun, ohne eigene Kinder zu haben. Und ich kann mich gut an meine eigene Kinder- und Jugendlichenzeit erinnern, ohne zu postulieren, dass heute alles so wäre wie damals.

    Was ich bei vielen (nicht allen, bitte auch hier nicht verallgemeinern!) wahrnehme, ist ein Bedürfnis nach Halt, Orientierung und Reibungsfläche.

    Nach jemandem, der stehenbleibt und die dableibt, auch wenn sie richtig "Scheiße bauen", für sich selbst und andere gefährliche "Scheiße".

    Die wollen und brauchen keine Kuschelmama, keinen besten Kumpel, keine, die lieb ist.

    Die wollen Grenzen, knallhart, und zwar so, dass sie sie mit der Zeit nach außen verschieben können - um sie dann iergendwann gar nicht mehr zu brauchen, weil sie innerlich so gefestigt sind, dass sie sich selbst vertrauen können.

    Neulich hat mich einer angebrüllt, aber so, dass Kollegen von zwei Büros weiter reinkamen, weil sie Angst hatten, der flippt gleich richtig aus.

    Ich hab erst mal gar nix gesagt, hab ihn nur angeguckt. Nicht fixiert, einfach die Augenmuskeln entspannt und ihn angesehen.

    Als er sich dann ausgebrüllt hatte, hab ich noch'n Moment abgewartet, bis die Energie soweit unten war, dass ich sicher war, er nimmt noch was anderes wahr als sein inneres Tohuwabohu und dann hab ich nur gesagt: "Wissen Sie, es ist mir lieber, sie hassen mich jetzt und sind in zwei Jahren nicht im Knast, als dass Sie mich jetzt nett finden und sich die Grenzen dann durch Gitterstäbe holen."

    Natürlich ist das nicht die Regel, aber solche jungen Erwachsenen gibt's - und ich sehe selten die gut behüteten, wo alles tofte gelaufen ist.

    Und ich lerne viel von denen - und sage das hin und wieder durchaus auch.

    Aber ich helf weder denen, noch mir, wenn ich einfach nur lieb und nett und freundlich bin. Lehrer? Manchmal tatsächlich, wenn ich sie verdonnere, ordentliche Texte zu schreiben, die man bitte auch lesen kann, ohne sich die Augen zu brechen.

    Aber oft bin ich einfach nur Mittelding aus Papa (weil allererziehende Muttis sehr oft zu wenig gesunde Grenzen ziehen - auch nicht alle, aber viele), Mama, Lehrer Lempel, Erzieher, Begleiter, Ermutigerin und "humorvoll in den A... treter".

    Die sind absolut gleichwertig zu mir und jedem anderen Menschen, kein Thema. Aber sie sind oft viel zu impulsgetrieben, um langfristige Konsequenzen abzusehen. Konfliktlösung? eher Fehlanzeige, bzw. wenn, recht archaisch. "Der hat blöd geguckt, also kriegt er auf die Fresse."

    Da kannste nur klar bleiben - und dableiben. Egal, was sie Dir an den Kopf schmeißen.

    Und da muß ich den Mut haben, zu sagen: "Ich entscheide, auch wenn Sie diese Entscheidung nicht mögen und ich verantworte diese Entscheidung. Sie dürfen diskutieren, rebellieren und sich die Kanten schärfen, aber letzten Endes entscheide ich."

    Natürlich besteht das Ziel darin, mich überflüssig zu machen, aber wenn die auftauchen, kannste erstmal nicht den Kumpel von nebenan machen.

    Und Du wirst nur dann respektiert, wenn Du Autorität bist, was bedeutet, nicht autoritär zu sein, aber klar. Sonst spielen die Jojo, weil die testen Dich aus, von hinten bis vorn.

    Und wenn Du Dich da nicht auf Deine Lebenserfahrung verläßt und so tust, als hättste keine, biste verratzt.

    Mein Ruf ist bisher eigentlich eher: "Die kann verdammt hart sein, aber eigentlich haste Glück, wennste bei der bist, weil die ihren Job gerne macht. Und wenn Du mitziehst und Deinen Kram machst, macht die auch viel für Dich."

    Also, ja klar biete ich das, was ich gelernt und erfahren habe, an. Aber bei und mit mir geht auch keiner zum Lachen in den Keller. Und ich erlaube mir, Entscheidungen zu treffen. Und wenn die soweit sind, treffen sie die selber. Weil ich kann ihnen nicht abnehmen, ihr Leben zu leben- ich hab mein eigenes.

    Und es ist seit der Steinzeit die Aufgabe der Altvorderen, die Jüngeren aufs Leben vorzubereiten. Für viele von denen, die ich täglich sehe, waren die Startbedingungen so, dass sie schon in jungen Jahren wissen, dass Leben nicht immer fair ist. Sie haben gelernt zu kämpfen, aber das müssen sie so tun, dass keiner dabei stirbt. Die müssen lernen, mit Enttäuschungen umzugehen, mit Frustrationen, damit dass sie Dinge können und andere nicht und dass das normal ist, weil niemand alles kann.

    Und das Einzige, was da hilft, ist klar sein und echt sein. Viele Erwachsene wollen keine Autorität mehr sein, weil sie selber schlechte Erfahrungen mit Autoritäten gemacht haben und ihren eigenen Schmerz damit nie geheilt haben.

    Ich selber hab da beides erlebt: Mutter ohne Autorität, dafür mit Gebrüll und Gewalt, aber einen Vater, der Macht im guten Sinn, im beschützenden Sinn gelebt hat. Viele Jahre Sportschiedsrichter. Und ich hab von ihm gelernt, wie echte Autorität Halt, Sicherheit und Grenzen (und damit Schutz) bieten kann.

    Und er ist im Kopf nicht alt, der lernt immer noch von jedem, egal, welchen Alters. Aber er verleugnet sein Wissen und seine Erfahrung auch nicht.

    was könnte das denn sein? Deiner "Lebens"erfahrung nach..

    Die Angst,. ungeborgen und ungeschützt zu sein und "nicht wertvoll" genug, nicht stark genug, der eigenen Wahrnehmung zu trauen und für sich selbst einzutreten?

    Ich würde liebend gerne auch in der Akasha-Chronik lesen dürfen, aber kann es nicht, weil mir die spirituelle Reife dafür fehlt.

    Die meisten Menschen können und tun das, nur halt im Schlaf und nicht im Wachbewusstsein.

    Grüße,

    Panther-Adler

    Übrigens braucht sie keine Lebenserfahrung. Aufgrund ihres hellwissenden, multidimensionalen Bewusstseins hat sie einen anderen Blick auf die Dinge.

    Das genau mein ich. Genau das. Weil sie ja (angeblich) weiter entwickelt ist, braucht sie keine Erfahrung und es stimmt alles, was sie sagt, unhinterfragt.

    Wenn es nicht zum Heulen wäre, wär's fast zum Lachen.

    Lilly, glaub mir, die Feinde eines Menschen mit medialen Fähigkeiten sind jene, die diesen Menschen nicht Mmitmensch sein lassen, sondern ihm die Verantwortung für ihr Leben und ihre Entscheidungen aufzubürden versuchen.

    Aber glaub, was Du magst und was Du brauchst, um zu leben.

    Sie wird es tragen können.

    Panther-Adler

    Hallo Burkhard,

    Wirklich gute Channelmedien werden von der "Geistigen Welt" ausgesucht und ich glaube Schamanen auch!

    Das ist sicherlich so, ja.

    Wer Channelt greift nicht ein!

    Er/Sie muss leer sein oder möglichst leer, um empfänglich zu sein, das stimmt.

    Der Schamane ist ja eigentlich der, der aktiv wird.

    Jain. Wie ich gestern schon in einer Antwort an Lucia schrieb: Ich kenne Menschen, die schamanisieren und eher einen Boten-, oder Mittlerweg haben und ich kenne Menschen, die mittels schamanischer Techniken gezielt und aktiv Realitäten über Zeit und Raum hinweg erschaffen und verändern.

    Und wer aktiv wird im heilerischen Sinne hat eine große Verantwortung und sollte eine gefestigte Persönlichkeit sein.

    Das stimmt ebenfalls und gilt ebenfalls nicht ausschließlich für Schamanen oder schamanisch Tätige.

    Ich vertraue nur auf den einen Gott.

    Wie gestern schon gesagt: Liebe Lilly, bitte glaube, was immer Du glauben möchtest, weil es für Dich stimmig ist. Leb allerdings auch damit, dass andere diese Glaubensinhalte nicht teilen, hinterfragen und anzweifeln. (Was im übrigen NICHT dasselbe ist, wie Dich als Person anzuzweifeln - ich würde mich freuen, wenn es mir gelingt, mich so auszudrücken, dass ich diesen Unterschied rüberbringen kann).


    Liebe Brigid,

    danke auch für Deine Antwort. Wer weiß, vielleicht kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo es für Dich passend ist, Deine Quelle mitzuteilen oder mit uns zu teilen.

    sondern widerspreche dir dort in deutlichen Worten, wo ich das Empfinden habe, dass du es mit dem, was ich Meinungsdominanz genannt habe, übertreibst und manipulierst

    Du stichelst immer wieder und zwar in mittlerweile 5 Threads und dazu gehörigen Beiträgen, die fast alle (bis auf einen, da erwischt es dann mal jemand anderes) von mir sind. Wenn ich Dich triggere, dann ist das vielleicht so, damit muss (und kann) ich leben. Womit ich nach mehreren Monaten Schweigen und Abwarten nicht mehr länger leben werde, jedenfalls nicht, ohne mich zu äußern, ist, wenn Du durch indirekte Anspielungen agierst, ohne "Butter bei die Fische" zu geben. Red Klartext - oder lass es. Ich werd Dir sehr konzentriert (und so unvoreingenommen, wie ich kann, auch wenn es nicht immer geht) zuhören - und sehr klar (so klar und ruhig, wie ich es im jeweiligen Moment kann) antworten. Wobei es mir nicht um Rechthaben geht, sondern um Schutz.

    die konstruierte Unterstellung mit den Verstandes- und Gefühlsmenschen

    Dafür könnt' ich Dir (mit Zitaten) drei Bsp. liefern, aber wie gesagt: Ums Rechthaben geht es mir nicht. Du kannst Dich selbst erinnern und nachlesen, falls es Dich interessiert.

    Wer interpretiert hier also und wenn ja: why not?

    Wir beide uns, weil wir uns offensichtlich gegenseitig jeweils ein paar Knöpfe drücken.

    Ein Schamane, der nicht mehr "geliefert" hat, geriet auch ganz schnell selbst in Lebensgefahr, was auch dokumentiert ist in der ethnologischen Literatur. Mal ganz abgesehen von den teils haarsträubenden Initiationsritualen z. B. bei sibirischen Schamanen, die hier keiner überleben würde...

    Hm... es kann sein, dass Du mir jetzt nicht glaubst, was ich sage, aber das muss ich dann riskieren: Ich habe insgesamt, lass mich nicht lügen, Kenntnis von 5 Vorleben von mir, zwei sehr detailliert, zwei so halb, eins nur in Bruchstücken.

    Eins der beiden sehr detaillierten war das Leben eines Menschen, der fast alle Stammesangehörigen während eines Kriegszugs verlor und letzten Endes bei einem ihm fremden Stamm aufwuchs. Erstaunlich genug, dass er, als Kind eines feindlichen Stammes, nicht getötet wurde. Er schaffte es, sich in die neue Umgebung zu integrieren, wiewohl ihm eine gewisse Fremdheit blieb.

    Auch das Initiationsritual zur Mannwerdung hat er mitgemacht. Einige Jahre darauf fiel die Wahl der götter bei der Suche nach einem neuen Medizinmann ausgerechnet auf ihn, den Fremden.

    Er starb Jahre später, weil er getötet wurde, weil es ihm nicht gelang, die Dürre zu beenden. Er verlor den Kampf gegen das Monster, das (in der damaligen Glaubensvorstellung) den Fluß austrocknen ließ. Daraufhin wurde er so zugerichtet, dass er schwerverletzt liegen blieb und ihm der Tod durch Verdursten gewiß gewesen wäre, wäre nicht das Tier, das ihm in seiner Initiation als sein Verbündeter gezeigt worden war und dessen Kraft er trug und verkörperte, aufgetaucht und hätte ihm einen schnellen (und dadurch recht gnädigen) Tod beschert.

    Kurz darauf stellte sich heraus, warum das Wasser ausblieb. Der Fluß war weiter oben gestaut worden, von neuen Menschen, die nichts von jenem anderen Stamm wussten, genauso wie jener nichts von Staudämmen ahnte.

    Es gibt einige Spezifika (der Behausungen, der Rituale und auch der Verehrung eines bestimmtes Tieres) die es mir im Heute tatsächlich ermöglicht haben, anhand ethnologischer Berichte und Fotos, ein Land und eine spezifische Volksgruppe ausfindig zu machen, wo sich genau das so abgespielt haben könnte, weil alle diese Punkte dort zusammentreffen. Und sei Dir sicher, ich kenne weder dieses Land aus diesem Leben, noch erinnere ich mich, jemals was von diesem Stamm gehört gehabt zu haben. Und Du hast vollkommen recht: Das damalige Ritual der Initiation (sowohl das der Mannwerdung und das zum Medizinmann erst recht!) würde ich heute nicht überleben,dazu habe ich rein körperlich nicht die Kraft (über die seelische würde ich nicht spekulieren mögen).

    Was nun schamanische Rufe angeht. Es gibt im Forum einen alten Faden, wo es um "Eure schönsten Dinge" (oder Geschenke? ich müßte suchen, um es genau zu wissen) geht. Dort beschreibe ich einen Traum, der mich zu Mittsommer 2001 zutiefst traf und berührte und seine Auswirkungen, bzw. wie und auf welchen verschlungenen Wegen das, was der Traum ankündigte, Jahre später (passenderweise zu Mittwinter, also exakt gegenüberliegend) tatsächlich geschah, hier, in dieser Ebene von Realität. Dabei spielt tatsächlich auch eine Mongolin, die mit einem Deutschen verheiratet ist und mich mit einem Schamanen dort in Kontakt brachte, eine Rolle.

    Ich habe verschiedentlich zu hören bekommen, dass dieser Traum eine Aufforderung von drüben sei, im Sinne des Traumes tätig zu werden.

    Ich widersetze mich dem mehr oder weniger (un)geschickt, weil ich - vermutlich aus jenem Vorleben - gut um die Härten solcher Wege weiß. Ob mir das am End was nützt, sei mal dahingestellt.

    Zwangsläufig fließt hier auch das Thema Kontrolle primär mit ein und nicht Glaube oder Vertrauen. Genau letztere Qualitäten resultieren nämlich beim modernen Neo-Schamanismus erst aus dem Einfluss der Religionen, der Esoterik und der Mystik sowie der unterschiedlichsten Weltauffassungen - auch wenn das einigen vermutlich nicht genehm ist.

    Das ist richtig, jedoch will mir scheinen, dass Du eine Variable vergißt oder nicht ausreichend einbeziehst: Der Neo-Schamanismus trifft hier auf Menschen, auf Seelen, die zum einen oft in Kontexten einer der drei großen monotheistischen Religionen geprägt, bzw. aufgewachen sind. Diese erfordern (und ermöglichen, beides) ganz andere Qualitäten, glaube und Vertrauen gehör(t)en - früher mehr als heut- da durchaus dazu.

    Und zum zweiten trifft er - zumindest zum Teil- auch auf Seelen, die bereits aus früheren Leben, das Paradigma, die Freude und die Last solcher Wege kennen. Ich bin echt froh, heute nicht in jenem kriegszerfressenen land zu leben, aus dem die Erfahrungen stammen, die ich oben schilderte. Dennoch gibt es, bei aller kulturellen Fremdheit zwischen dort und hier, Dinge, die mir heute noch intuitiv einleuchten, unbewusst klar sind, die ich immer schon konnte, ohne zu wissen, woher ich das in brenzligen Situationen wußte und abrufen kann, obwiohl ich's im Normalbewusstsein eben NICHT weiß und NICHT kann. Das Leben damals war ein Puzzlestein zum Begreifen dieser Dinge.

    Soweit erstmal, sollte genug Stoff zum Denken und Fühlen sein.

    Grüße,

    Panther-Adler

    EDIT

    Panther-Adler: Titel auf "Unterschiede zw. Channeln und Schamanismus" geändert.


    Über den Titel lässt sich ja reden.

    Ich hatte intern über eine Auskopplung diskutiert, weil das sonst völlig durcheinander läuft zwischen Organspende, Christina von Dreien und Glaube und Schamanismus, bzw. den Unterschieden zw. Medialität und Schamanismus.

    Da dann auch noch so quasi nebenbei durch die Behauptung, es würden Menschen in die Enge getrieben, die Ausrichtung des Forums ins Spiel kam, schien es mir angemessen, die Grundsätzlichkeiten auszukoppeln.

    die Ärzte sollten in jedem Fall die freie Entscheidung akzeptieren und nicht Druck ausüben.

    Das in jedem Fall, ja. Vom Vorschlag des amtierenden Gesundheitsministers, dass jeder Organspender sein könne, außer es gäbe einen expliten Einspruch dagegen, halte ich auch überhaupt nix.

    Ich weiß nicht, warum es ein Problem zu sein scheint, dass Lillybe sich mit dem von Ch. von Dreien eben identifiziert. Ist doch in Ordnung.

    Zu dem Thema hab ich einen neuen Faden gemacht Medien und eine Gefahr bei der Weitergabe medial empfangener Informationen also nicht speziell auf die beiden bezogen, aber auf die Dynamik und meine Sicht dazu.

    Aber nur so kann ich feststellen, was die für mich richtige Entscheidung ist- es ausprobieren.

    Tu das, Du wirst Deine eigene Lösung finden.

    Diese Trennung von Körper und Seele dauert etwa drei Tage,

    Woher hast Du diese Info? Ich hab ähnliches mal gelesen, mich würd allerdings Deine Quelle interessieren.

    Das Thema ist bestens geeignet, zu polarisieren, was auch munter betrieben wird...

    Die einzige Polarisierung, die ich hier sehe, ist (mal wieder) die zwischen angeblichen Verstandes- und angeblichen Gefühlsmenschen, als ob das voneinander getrennt und das eine höherwertig als das andere wäre.

    Wenn ich das Modell der 7 Schöpfungsstrahlen nur zum verdeutlichen nehme,

    Ich weiß, dass ein ein Sieben-Strahlen-Modell gibt. Geht auf Madame Blavatsky zurück, oder? Egal, dass es das gibt, weiß ich, was es besagt, nicht. Es bringt wenig, ein System, das euin anderer nicht kennt, zur Verdeutlichung von Sachverhalten zu benutzen. Wenn, dann gib bitte wenigstens soviel Grundinformation, dass der Zusammernhang zum Sachverhalt ersichtlich wird. Würde in der Diskussion sehr helfen, statt Dinge per se als bekannt voraus zu setzen.

    Es war auch absolut unmissverständlich, dass Lillybe nicht den Neid auf Menschen die glauben meinte, sondern den Neid auf Menschen, die zumindest einige Fenster etwas weiter offen haben als sie selbst.

    Es war auch absolut klar, dass es nicht um Glauben oder Glauben können an sich geht (das tue ich zum Bsp. auch und habe es immer getan in diesem Leben, wenn auch nicht einer bestimmten Religion entsprechend), sondern um das Nichthinterfragen, weil es angeblich von einem weiterentwickelten Wesen kommt. Nur ein Bsp., um es zu verdeutlichen: Einen Zugang zur Akasha- Chronik haben prinzipiell alle, nur halt im Schlaf. Ein Unterschied ist: Sie kann es im wachzustand abrufen. Ja, kann sein, glaub ich sogar oder halte es für wahrscheinlich bei ihr (aus diversen Gründen). Nur halte ich darum nicht jede von ihre getroffene Aussage für sakrosankt und in Teilen finde ich die möglichen Konsequenzen sowohl für sie als auch für andere gefährlich, bzw. potenziell gefährlich - und das sag ich dann auch.

    Wer für Realitätssinn anstatt Glaube streitet, erntet Zustimmung - was zwangsläufig anders empfindende Menschen ins Abseits schiebt.

    Und was macht dann ein glaubender Mensch wie ich, der Medialität und Metaperspektive soweit es geht, zu verbinden versucht? ;)

    Der fällt dann in Deiner Wahrnehmung hinten runter, bzw. wird in Schubladen gezwängt.

    Zum Anderen ist die Aussage deiner Lehrer über erfahren anstatt glauben eben ausschließlich auf den Schamanismus bezogen - und somit sehr partiell.

    Das geht nirgends aus Lucias Posting hervor, dass sich das nur auf Schamanismus bezöge. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Interpretation von Dir.

    Schamanismus hat sehr viel mit Macht, Machbarkeit und leider auch Manipulation - seiner Schattenseite - zu tun.

    Channeln auch. Weniger mit Machbarkeit, das trifft zu. Mit Macht aber allemal - und mit Manipulation (leider) oft auch.

    Die Verantwortung für Entscheidungen ist im Schamanismus viel direkter, weil Du zumindest in öffentlichen Ritualen und Zeremonien sehr viel deutlicher siehst, was geschieht.

    Von daher weiß ein Schamanisierender immer, dass er seinen Willen zu reinigen hat. Vielen Medien ist das so nicht klar.

    Da ist Glaube ein eher unbrauchbares Konzept.

    Die Verbindung zwischen Glaube und Schamanismus ist doch völlig klar und offensichtlich? Wieso konstruierst Du da einen (m.E. künstlichen) Gegensatz?

    Ein Gläubiger vertraut seinem Gott/seinen Göttern/seinem Talisman oder auf wen, bzw. was auch immer er sein Vertrauen und seine Hoffnung setzen mag.

    Ein Schamane vertraut seinen Verbündeten, den Instanzen, die ihn (be)rufen und mit deren Hilfe er dient.

    Den angeblichen Gegensatz erkenne ich nicht.

    Mein Gespür für Ungerechtigkeit treibt mich gerade auf die Seite derer, die hier m. E. in die Enge getrieben werden und das nicht zum ersten Mal

    Liebe Erdherz: Es gibt sehr viele Foren im Netz, die ausschließlich den medial-esoterisch-spirituell Bereich abdecken. Das war hier nie so, zumindest in den letzten 10 Jahren nicht. Hier war immer für beides Platz und der Schwerpunkt lag auf erdiger Anwendbarkeit bei gleichzeitiger geistiger Offenheit. Was ich tun kann, damit es so bleibt, werde ich tun. Zu einer Seite abkippen ins rein Mystische, Nebulöse wird es jedenfalls nicht.

    Heißt das, es gibt keine anderen Wahrheiten?

    Doch, klar. Gerade hier war immer für Vielfalt Platz.


    Stachelturm : Danke für den Link.

    Wie ich im anderen Thread ja auch geschrieben habe und auch für jeden erkennbar sein sollte.

    Für mich war's erkennbar, ob für andere, weiß ich nicht.

    Unterschied zwischen reinem Channeln und der Schamanerei ist -imho- die Arbeit mit Verbündeten. Von außen wird sich das jedoch kaum unterscheiden, geh ich von aus. Also wenn es sich um Infos handelt.

    Da bin ich mir gar nicht sicher, ob da die Arbeit mit den Verbündeten der Knackpunkt ist. Weil es ja zum Bsp. auch auf die Art der Trance ankommt.

    Also, gehe ich in Halbtrance? Gehe ich in Volltrance und lasse ein vorübergehendes Besetztwerden zu, indem ich ein Wesen verkörpere, also, inkorporiere?

    Das ist mit jenseitigen Wesen zum Teil genauso möglich wie mit schamanischen Verbündeten, zeigt sich nur ein bissel anders. (Von dem her, was ich kenne, gesehen und erlebt habe jedenfalls). Wobei ich lieber in Halb-, als in Volltrance arbeite, Besessenheitstrancen sind mir persönlich zu heikel und es ist ja oft auch nicht nötig.

    Schamanisieren ist ja auch noch viel anderes, als ausschließlich Infosucherei und -weitergabe.

    Das ist mir in den letzten 19 Jahren auch schon aufgefallen. ;)

    Nein, klar umfasst es mehr, wobei ich den Eindruck habe, dass es auch unter den Schamanisierenden Leute gibt, die eher einen (wie sag ich das so, wie ich's meine?) sagen wir mal, Botenweg oder Mittlerweg haben und andere, die viel konkreter mit dem gezielten Gestalten von Realität über Zeit und Raum hinweg befasst und somit wesentlich aktiver sind. Die Worte treffen's nicht ganz, aber ich hoff', ich konnt's verständlich machen.

    Christina von Dreien gibt Informationen weiter, an die ich glauben möchte.

    Das ist der entscheidende Punkt, genau das. Du möchtest daran glauben. Liebe Lilly, dann tu' das.

    Du wirst allerdings, wie alle anderen Menschen auch, erleben, dass es Menschen gibt, die das was Du glaubst, hinterfragen und anzweifeln.

    Aber ich werte dich nicht ab

    Ich werte Christina von Dreien nicht ab. Wie gestern schon im anderen Faden gesagt: Sie tut mir leid. Ich bedauere sie, verspüre eher Traurigkeit und Mitgefühl als irgendwas sonst.

    Ich finde es schade und es macht mich traurig, zu sehen, wenn junge Menschen (das muss nicht unbedingt sie sein) ihr Anderssein, ihre Individualität (das muss nicht Medialität sein, das kann auch was ganz anderes sein) nicht in Ruhe entwickeln können, wenn da sofort eine Vermarktung stattfindet.

    Der ursprüngliche Name wurde geändert. Warum? Zu profan? Zu häufig?

    Eine Marketinggesellschaft wird gegründet. Warum? Diese Nutzbarkeit, diese Nutzbarmachung, das stört mich, das erschreckt mich. Das ist mir zu windschnittig, zu glatt.

    Ich hoffe einfach für sie, dass sie weiß, dass sie kein Produkt ist.

    Du kennst ihre Bücher nicht.

    Den ersten Band schon, doch. Ich habe dann allerdings nicht weitergelesen, weil es mich sehr abgeschreckt und erschreckt hat.

    Ihr beide verleumdet sie sogar.

    In keiner Weise.

    Das finde ich befremdlich und lässt mich diesen Beitrag schreiben.

    Gerne. Wie gesagt, ich habe nichts dagegen, hinterfragt zu werden.

    Aus meiner Sicht wirkt es so, als hättest Du das Bedürfnis, Deinen Glauben gegen meine Zweifel schützen zu müssen.

    Du hast sie in einen negativen Zusammenhang mit einem Guru gebracht.

    Weil sie von einigen Menschen genauso behandelt wird, weil das, was sie sagt, automatisch als stimmig genommen wird, (kommt ja von "drüben", "oben", bzw. "einem weiterentwickelten Wesen").

    Diese Menschen besitzen eine Seele aber immer wieder einen neuen Körper, eben um ihr Leben zu verlängern.

    Dann müßten diese Seelen aber freiwillig in einen "neuen", anderen Körper übergehen - und das auch noch so, dass es vom Umfeld der jeweiligen Person unbemerkt bliebe.

    Und eben auch seelenlose Körper, oder Körper, in denen, die Seele nur einen eingeschränkten Platz hat.

    Es gibt Zustände, in denen Seelen in menschlichen Körpern sind, sich aber vom Erleben im Körper entweder ganz oder teilweise isolieren. Das gibt es, ja - und es spielt bei einigen Erkrankungen eine Rolle.

    Aber "seelenlose" Körper? Wer sollte die denn dann bewohnen und warum, bzw. wozu?

    Das hört sich nach Science Fiction an

    Das hört sich für mich nicht nur so an... das halte ich (momentan) auch für Science Fiction.

    aber ich habe mal so was läuten gehört.

    Wo denn? Würd mich echt mal interessieren.

    Grüße

    Panther-Adler

    Bevor die themen sich hier noch weiter verheddern, denke ich mir, ich mach mal ein neues auf.

    Ich werde verdeutlichen, wo ich Zusammenhänge sehe, welche Fragen/Bedenken ich habe und warum.


    Ob jemand sich mit den von einem Medium gechannelten Inhalten eines jenseitigen Wesens identifiziert oder nicht, ist mir persönlich gleichgültig. Sprich, es ist mir gleichermaßen gültig, ob es geschieht oder nicht geschieht.

    Persönlich habe ich mit zwei Medien sehr positive Erfahrungen gemacht und es war wichtig für mich und meine Entwicklung, diesen Medien und ihrer Arbeit zu begegnen.

    Von daher wird es von mir schon deshalb keine Aussage geben, die Channeln generell abwertet.

    Ich sehe auch keine derartig große Gegensätzlichkeit zwischen Channeln und Schamanisieren, wie es hier zum Teil beschrieben (und betrieben?) wird. Aber das wäre nochmal ein neues Thema. ;)


    Es gibt allerdings eine Sache, die mir bei dem Thema echt schwer im Magen liegt (und der Verlauf des anderen Fadens verdeutlicht sehr exemplarisch, weshalb das so ist.


    Ich bin selbst ein Mensch (in diesem Leben von Kind an gewesen), der von Anfang an Dinge wahrnahm, die andere nicht wahrnehmen/wahrgenommen haben.

    Das war einfach so, es wurde nie viel Aufhebens gemacht deswegen oder darum. Für mich war es eher ein großes Staunen, als ich irgendwann begriff, dass es NICHT für alle so ist.

    Eine Sache, die ich habe, seit ich mich erinnern kann, ist das mit den Farben.

    Ich sehe Farbe, dauernd, immer. Wochentage haben Farben, Monate und Ziffern auch. Ich ziehe (zum Bsp). an bestimmten Tagen bestimmte Kleidungsstücke nicht an, weil sich die Farbe des Tages und des Kleidungsstücks "beißt". Schräg? Fand meine Mutter früher auch. ;)

    Telefonnummern und PIN-Zahlen merke ich mir anhand der Farbfolgen der Zahlen.

    Außerdem sehe ich (auch seit immer) einfarbige Flächen um Menschen herum. Meist sind das Rechtecke, aber nicht immer. Hat auch schon Dreiecke, Kreise und einmal einen Oktaeder gegeben.

    Wenn jemand redet, verändert sich die Farbe der ihn oder sie umgebenden Fläche.

    Das ist ziemlich faszinierend, in bestimmten Farbfolgen könnt' ich "baden", andere "beißen" sich für mich sofort. Wenn mehrere Leute auf einmal im Raum sind, sieht das für mich manchmal wie ein umgefallener Tuschkasten aus. Manchmal hab ich einen Farboverkill und fixiere die Augen dann bewusst auf was Schwarzes, Weißes oder Graues, weil das die neutralsten Farben für mich sind und mir dann helfen, mich zu entspannen.

    Mit den Jahren hab ich begriffen, dass ich NICHT die Aura und auch nicht die Chakren sehe (wobei ich letztere wahrnehmen kann,wenn ich mich konzentriere). Was ich sehe, hat mehr mit Emotionen und Potenzialen zu tun, als mit Fakten. Ich hab da inzwischen ein paar Farben und Symbole für mich entschlüsselt, so nach dem Motto: "wenn ich diesen Farbton sehe, bedeutet es für mich das und das, weil das und das gesagt wird oder passiert." Vieles davon widerspricht zum Teil den gängigen Deutungen aus Büchern, weshalb mir die auch gar nix nützen.

    Ich bin da sozusagen auf mein eigenes inneres Alphabet gestoßen und arbeite damit, wissend, dass es nicht verallgemeinerbar ist.


    Immer wieder kommt es vor (im Beruf, privat, manchmal auch, wenn ich hier einen Text lese), dass plötzlich irgendwas aufblitzt, ein Bild oder eine Farbe und oft fließt dann die Metapher oder das, was die Farbe mir sagt, in meine Antwort oder die Art der Antwort ein.

    Im persönlichen Kontakt mache ich häufig Sprechpausen, spreche also eher langsam. Das liegt oft (nicht immer), daran, dass ich ein Wort suche, dass den Inhalt dessen, was ich wahrnehme, möglichst exakt trifft. Insofern ist da manchmal was zugeschaltet, ohne dass da irgendwer merkt, dass da so ist oder wer das ist. Man könnte also sagen, dass ich dann gelegentlich auch "channele". Und es ist manchmal echt so, dass mir ein Satz rausgeht, wo ich mir teilweise zuhöre und denke: "Ach, echt? Das wusste ich noch gar nicht."

    Wie neulich die Sache mit den johannisbeeren (um mal ein ganz profanes Bsp zu nehmen): Neulich beschwerte sich jemand in meiner Gegenwart, dass bei ihm immer die schwarzen Johannisbeeren eingehen würden, also die Sträucher.

    Ich habe nicht die geringste Ahnung, wo dieser Mensch seine Johannisbeeren anpflanzt. Allerdings bin ich Landkind und praktisch im Garten, aufm Acker und der Obstwiese groß geworden.

    Und während der da lamentiert, steht plötzlich (nur für mich sichtbar) meine verstorbene Oma vor mir (Gärtnerin aus Leidenschaft gewesen), übermittelt mir ein Bild von Johannisbeersträuchern und meint dann trocken: "Erstens stehen die zu dicht, da braucht's anderthalb Meter Platz zwischen, eher zwei - außerdem ist da zu wenig Licht, wo die stehen. Die Roten (Johannisbeerbüsche) kriegen mehr."

    Ich hab dag'standen, dass ich nicht maulaffenfeil gehalten hab', war noch alles. Ich mein: :confused: was gehen mich fremde Johannisbüsche an...? Gesagt hab ich's dann trotzdem mal, in Form von ob er denn auf genügend Pflanzabstand (1-2 Meter) und genügend Licht geachtet hätt'. Kommentar von ihm: "Da, wo die Roten stehen, hat's weniger Schatten und der Abstand... hm... könnte was knapp sein."

    Das ist jetzt eine Kleinigkeit und in dem Fall hab ich auch nix dagegen, wenn er bei einem erneuten Pflanzversuch die Sträucher weiter auseinander setzt, seine Entscheidung also von dem, was ich gesagt hab, abhängig macht.

    Aber bei so großen Sachen? Bei Fragen, wo es um Leben und Tod geht? *schluck* Da ist das denn doch eine ganz andere (viel größere) Verantwortung. Und da hätte ich ein Problem, wenn jemand seine/ihre Entscheidung von dem abhängig macht, was durch mich gesagt wird.

    Das ist im übrigen einer der Gründe, warum ich das meiste, was ich sehe (das meiste läuft bei mir visuell, aber nicht alles) NICHT weitergebe.

    Ich meine, wann wenden sich Menschen an Quellen außerhalb ihrer selbst, ob das nun Götter oder Jenseitige sind?

    Dann, wenn sie nicht weiterwissen, wenn sie Angst haben, wenn es Entscheidungen zu treffen gilt. Und da hat man dann schon eine ganz große Verantwortung, denn man redet über Dinge, die man nicht beweisen kann, die ausschließlich an der Wirkung erkennbar sind.

    Und dann soll da eine 18-jährige, ein halbes Kind noch, die auch mit medialen Fähigkeiten noch nicht so eine umfassende Lebenserfahrung haben kann, soviel Macht und Einfluß haben, dass Menschen von dem, was sie sagt, Entscheidungen von großer Tragweite abhängig machen? Weil sie das gesagt hat oder es durch sie gesagt wurde, IST das so? Tatsächlich? Wirklich? Das reicht als Beleg?

    Im Übrigen ist auch das kein Neid, bevor irgendwelche Spitzfinder jetzt auf die Idee kommen, ich würde mir diese Macht und diesen Einfluß selbst wünschen:

    Nein, tue ich nicht. Ich bin mir der Verantwortung, die im Übermitteln unbeweisbarer Aussagen steckt, sehr bewusst und ich tue alles, um zu hinterfragen und hinterfragbar zu sein. Ich arbeite im übrigen ganz bewusst nicht als Medium oder Schamanin, es gibt keine Homepage, kein von diesen Wahrnehmungen materiell oder psychisch abhängig sein oder andere davon abhängig machen.

    So - und jetzt zerfleddert's mich, wenn Ihr wollt, aber dieses persönliche Statement ist mir nach den letzten zwei Tagen wichtig gewesen.

    Grüße,

    Panther-Adler