Beiträge von Panther-Adler

    Hallo Kerstin,

    Rosenberg (Begründer des NLP)

    Um Himmels willen. ;)

    Entschuldige, aber Marshall Rosenberg hat nie NLP gemacht, sondern auf Basis seiner Studien (klinische Psychologie und Vergleichende Religionswissenschaft), dem Erleben der Rassenunruhen in Detroit 1963, der Begegnung mit Carl Rogers und Martin Buber, sowie der Auseinandersetzung mit Gandhis Schriften die Methodik der Gewaltfreien Kommunikation (engl. nonviolent communication, nvc) entwickelt.

    Mit NLP hat das nix zu tun.

    Ansonsten lass ich mal wirken. Falls mir noch was kommt, werd ich's Dir hier posten.

    Grüße,

    Kirsten

    Was ich mit "Konzepten" meine, ist zum Beispiel das mit dem Schmerzkörper.

    Auch die Behauptung, der Zugang zum Formlosen sei nur jenseits des Verstandes möglich. Das ist genauso eine Behauptung/ein Konzept, wie zum Bsp. die, dass es eine Methodik gibt, zum Erwachen zu kommen.

    Es gibt verschiedene Ekstasen/Wege, das Alles ist eins zu erleben. Was er beschreibt, ist einer von mehreren. Unterschiedliche Seelen brauchen verschiedene Wege, um dahin zu kommen. Aber das bedeutet weder, dass er unrecht hätte (hat er nicht), noch, dass er recht hätte (hat er auch nicht, nicht im Sinne eines "so und nicht anders ist es").

    Wo ich mich fundamental abgestoßen von fühle, ist sein Umgang mit persönlicher Geschichte/Biografie. Wer hinter seinen Thesen steht, mag das jetzt für eine Ego-Rebellion halten (ist es vielleicht auch), aber wer so oft wie ich erlebt hat (bei sich und anderen) das gerade das Erzählen von Geschichte heilsam ist (und zwar nicht zur Re-Konstruktion des Ego, sondern zum Lösen von Blockaden, damit Heilung, Ganzheit fließt und spürbar wird), die kann nicht mehr glauben, dass das Erzählen, Aufrechterhalten oder Haben einer Geschichte das ist, was uns in den Mustern hält. Da widerspreche ich vehement - und zwar aus Erfahrung, nicht aus theoretischen Erwägungen.

    Die Verkörperung von Geschichte kann uns krank sein und bleiben lassen, das "die eigene Geschichte sein", ja. Das "eine Geschichte haben" nicht. Denn: was ich habe, bin ich nicht. ;) Und da bin ich bei ihm, dass die Identifikation das/ein Problem ist. Der Vorgang des Sprechens, des Erzählens von Geschichte/n ist allerdings wesen-tlich für das soziale Wesen Mensch, das mündliche Überlieferung kennt seit alters her.

    Der Unterschied liegt m.E. darin, ob ich (m)eine Geschichte mir selbst erzähle und dadurch ein Bild von mir erschaffe,mit dem ich mich zwar identifiziere, aber nicht identisch bin oder ob ich es ohne Wertung einem anderen Gegenüber erzähle und ob im Prozess des Erzählens und des nicht wertenden, empathischen Hörens die Geschichte sich selbst und mich wandelt.

    Dieser Wandlungsprozess kann das sein, werden oder anstoßen, was wir Heilung nennen.

    Was mich bei ihm fasziniert, ist die Sache mit dem "Schmerzkörper". Immer klarer wird mir anhand meines eigenen Lebens, dass und wie sehr körperlicher und seelischer Schmerz zusammenhängen.

    Diese Idee (er hat ja viele Konzepte geschaffen, obgleich er wahrscheinlich abstreiten würde, ein Konzept gehabt zu haben oder ihm gefolgt zu sein), dass es einen Körper gibt, in dem der biografische Schmerz abgelagert, gespeichert, gefüttert oder aufgelöst werden kann... sehr faszinierend.

    Die Philosophie als solches... jo, wer's mag.

    Seine Stimme kann ich persönlich übrigens gar nicht leiden. (ich habe mehrfach versucht, Youtubes von ihm zu hören, aber diese Stimme... es geht echt gar nicht!)

    Lesen durchaus, aber hören... uahhh, nein.

    Aber trotzdem, wers mag und da andere Resonanzen erlebt: Viel Spaß!

    Vielleicht hat er einfach gespürt, dass Du traurig warst (bist?) und zeigt Dir durch sein Verhalten, dass es okay ist und dass Du nicht alleine bist?

    Während die anderen, die sich ein wenig zurückgezogen haben, Dir vielleicht einfach die Chance geben möchten, mit Dir selbst und Deinen Gefühlen zu sein?

    Tiere trösten verschieden...

    Sei sanft mit Dir,

    Panther-Adler

    Mal ein dezenter kleiner Hinweis: Es gibt Parallelen zw. diesem Faden und dem über die Organspende. Wer sie findet, weiß, warum dieser Faden so abläuft, wie er es tut und warum Hinterfragen als Kritik gesehen wird.

    Aber man muss daraus nichts lernen, sondern darf dasselbe "ein Medium (Christina von Dreien, bzw. Anthony Williams) sagt das, also IST das so" Muster natürlich gerne erneut wiederholen.

    Übrigens: Eine mögliche Ursache von Heilung kann sein, die eigene Verantwortung nicht an Ärzte, Heiler, Medien, Schamanen, etc. abzugeben. ;)

    Wer mich in mit seiner Art, mit Träumen umzugehen, sehr fasziniert, ist Norbert Teupert, aber ich kann nicht behaupten, auch nur ansatzweise durchdrungen zu haben (weder emotional, noch geistig), was und wie der das macht. Ich bin im auch nie persönlich begegnet, weiß nicht, ob der überhaupt noch lebt.

    Aber das, was ich von ihm gelesen habe, an Vorgehensweisen, das hat mich sehr fasziniert (und tut es noch). Ich lese Teupert nur viel zu selten, was hauptsächlich daran liegt, dass jeder Absatz bei mir Assoziationen, Gedanken, Farben, Gefühle, usw. hervorruft, so dass ich mit einem Absatz Teupert lesen gut und gern einen halben Tag beschäftigt sein kann, einfach, was seine Art, zu schreiben und zu beschreiben, bei mir und mit mir ganzviel auslöst und macht und tut und bewirkt. Der hat, ich glaube, 12 oder 13 Bücher geschrieben. Ich habe nur 2 gelesen, bisher, aber gelesen und verstanden sind zwei Paar Schuhe, von umgesetzt mal völlig zu schweigen.

    Teupert ist da also für mich so eine Art theoretischer Unterbau (theoretisch deshalb, weil ich ihn nicht kenne, ihm nie die ganzen Fragen stellen konnte, die sein mit Träumen leben und arbeiten bei mir auslöst), Jung natürlich, (Teupert ist Astrologe, Jung Psychologe) und - auf ganz praktischer Ebene- Advaita.

    Persönlich kenn ich keinen von denen, Jung ist eh tot, bei Teupert weiß ich es nicht, Advaita ist quicklebendig, wir kennen uns aber auch nicht live.

    Ich hab da gar nicht eine Art, es ist ja nichts, was ich ständig tue. Und meine eigenen Träume kann ich nicht deuten, das geht so gut wie nie, ich kann einfach nicht neutral auf mich selber schauen. Und Deutung ist aus meiner Sicht nur aus der Neutralität und Metaperspektive heraus überhaupt möglich.

    Hallo Sturmwind,

    Ich Versuche meine Träume immer selbst zu verstehen

    Das funktioniert normalerweise nicht, weil Träume aus dem Unbewussten kommen oder von welten noch drüber raus. Was einem nicht bewusst ist, kann man schlecht deuten, mit dem, was man weiß. (sonst wärs einem ja bewusst).

    Nun habe ich zwei Traumsymbole, oder auch mehrere Symbole, die mich nicht so ganz weiterbringen.

    Symbole sind immer individuell, je nach Kontext, Seele, Persönlichkeitsstruktur, Seele und Lenssituation des/der Träumenden. Deshalb kann man Traumdeutungsbücher/-seiten ala "symbol x bedeutet y" auch weitestgehend vergessen. Seele ist immer individuell und die Symbole zeigen eher, welche Anbindung die Seele in einer bestimmten Situation an bestimmte Archetypen oder Energien hat.

    Der erste ist ein Soldat oder Offizier, kein Polizist.

    Du lebst zur Zeit nicht in einer Beziehung, nehme ich an?


    Ein Soldat ist einer, der kämpft, verteidigt und schützt oder auch angreift. In Deutschland und der der Schweiz sind sie allerdings eher verteidigend und schützend unterwegs.

    Wie sieht es bei Dir mit dem "sich ge/beschützt fühlen" aus? Ist das etwas, was Du Dir wünschst von einem Mann, was Dir aber (bisher) eher fremd ist? (Er spricht eine fremde Sprache).

    Er kontrolliert andere um mich herum

    Ein Offizier 8kein Soldat, ein Offizier aber schon) hat durchaus auch strategische Aufgaben. Er trifft Entscheidungen (auch für andere), führt und hat Macht.

    Wie hast Du das (bisher) in Beziehungen erlebt? Haben Männer Dich bisher (auch durch Fragen/Worte) kontrolliert oder hast Du Dich von ihnen dadurch kontrolliert gefühlt?

    Oder besser gesagt, im Kopf, weiß ich die Antwort, aber die Worte kommen nicht raus.

    Hast Du Dich bisher gegenüber Männern nicht getraut, für Dich einzustehen, zu sprechen?

    Später im Traum bin ich an ihm gekuschelt und er hat den Arm um mich gelegt und erzählt jemanden, daß er es schön findet. Das allerdings auf deutsch.

    So kennst Du es. Er findet es schön, Dich im Arm halten und zu schützen- und Du? Was ist mit Dir? Was fühlst Du? "Angekuschelt" klingt, als würde es Dir auch gefallen?

    Entweder landet ein Flugzeug in unserer Strasse, vor meiner Haustür und bringt mich nach Hause oder es will mich abholen.

    Da kommt etwas Fremdes/Neues und entweder wirst Du dadurch zu Hause = bei Dir ankommen oder auf Reise = zu Dir hin gehen. In beiden Fällen kennst Du Dich noch nicht und kommst bei Dir an, bzw. gehst auf Dich zu.

    Ich bin in meiner Lieblingsstadt in Urlaub.

    Erholung, da, wo Du Dich wohlfühlst. Kann aber auch für den "Liebling" stehen. ;)

    Aber sie sieht anders aus, mehr tropisch als europäisch.

    Das, was Dir das "Liebste" ist, ist fremd, andersartig. Gegensätze ziehen sich (Dich?) an?

    Ich habe ein tolles Hotel, das etwas abgelegen an einer Klippe liegt.

    Wenn Du Dich drauf einläßt, geht es Dir gut, aber es ist etwas abseits (des ;Mainstreams? des bisher Bekannten?) und so etwas kann, (muss aber nicht) auch gefährlich sein (Klippe).

    Ich treffe viele Leute und habe Spass.

    Für Dich ist es aber ungefährlich. Du begegnest vielen und es Dir gut.

    Dann kommt der Rückflug. In einem kleinen Flugzeug. Es fliegen nur ca 8 Leute mit. Ich wechseln oft den Platz im Flugzeug.

    Irgendwann drücke ich den Anhalteknopf. So einen wie er im Bus vorkommt und so sieht das Flugzeug auch von innen aus.

    Das Flugzeug landet in unserer Strasse und ich gehe nach Hause.

    Dann geht es zurück ins Vertraute. Nur wenige, die Du kennenlernst, werden ins Vertraute mitgenommen. Du wechselst oft den Platz, das ist lebendig so.

    Du kommst auf ungewöhnliche Weise (Bus- Flugzeug) und früher als erwartet zuhause (=bei Dir) an, dazu musst Du ein ungewöhnliches Fortbewegungsmittel (den Flugzeug-Bus) und nicht das Gewohnte (Dein Auto) wählen. Du kannst es holen, aber Du brauchst es nicht, um nach Hause zu kommen.

    Ich packe meine Sachen und will verreisen.

    Auszug, Umzug, Aufbruch? Du machst Dich auf die Reise (zu Dir).

    Ich weiß dass das Flugzeug mich zu Hause abholt.

    Die Reisegelegenheit kommt zu Dir, Du machst Dich nicht selbst auf den Weg.

    Ich weiß, ich brauche mich nicht beeilen.

    Die Entwicklung/Veränderung kommt im (für Dich) genau richtigen Tempo.

    Er will einen hund erschießen

    Hunde sind sehr treue Tiere, stehen auch für animalische Seiten. Warum soll der Hund erschossen werden? Wo in Deinem Leben bist Du loyal/treu, wo es für Dich besser wäre, es nicht zu sein?

    Ich sehe den Hund. Er ist grau, verändert die Farbe aber zu Tarnfarben.

    Versteckte Loyalität. Wem bist Du (unsichtbar) noch immer treu, so dass Deine Weiterentwicklung dadurch verhindert wird?

    Ich hocke mich neben den Soldaten und lehne mich an ihn.

    Du lehnst Dich an den Teil, der die "unsichtbare Loyalität" beenden (= den Hund erschießen) möchte.

    Eine dritte Person kommt dazu und fragt ihn, ob es nicht nervig sein.

    Etwas in Dir fragt sich, ob es nicht "nervig" (für einen anderen) ist, wenn Du Dich anlehnst. musstest Du häufig /früh sehr stark sein und hast jetzt Angst, anderen (speziell Männern) zur Last zu fallen, wenn Du Dich anlehnst?

    Er antwortet,dass er es als sehr angenehm empfunden.

    Es gibt jemanden8oder es kann jemanden geben), für den das nicht nur "nicht nervig", sondern sehr angenehm ist. Wäre es das auch für Dich?

    Nimm Dir, was Du brauchen kannst, den Rest lass liegen.

    LG

    Panther-Adler

    Hallo Bernhard,

    Ich dachte eigentlich, hier ist ein Heiler-Forum.

    Stimmt, deshalb wird hier auf Freiwilligkeit geachtet und Leute mit missionarischem Eifer haben es hier eher schwer. Denn in Zwang und in "So und nicht anders ist es" kann keine Heilung liegen.

    Da Du Dich Gott so sehr verbunden fühlst und das Göttliche viele Formen und Namen hat und Vielfalt erschaffen hat und erschafft, ist Dir das sicherlich schon bewusst.

    Grüße,

    Kirsten

    Liebe Madlen,

    Ich habe schon bei mir schon seit einigen Wochen bemerkt das ich ziemlich unausgeglichen bin, man könnte es als Wechseljahre bezeichnen

    sei mir net bös, aber Du bist jünger als ich- und manche Frau ist mir ein wenig arg schnell, alles das, was gewechselt/verändert gehört (und dabei oft gerade im Vorfeld unangenehme Gefühle auslöst), auf die Wechseljahre zu "schieben" - und sich somit auch ein bißchen als Spielball der Hormone (gegen die frau ja nix machen kann, die sind halt, wie sie sind) zu sehen.

    Ich kenn diese "Versuchung" auch "Das sind halt die Wechseljahre" zu sagen. Ja ,vielleicht. sind es aber (bei mir) oft nicht, manchmal ist das auch eine bequeme Ausrede und nicht wirklich etwas wechseln/verändern zu müssen.

    jedoch denke ich einfach zu wenig an mich.

    Dann denk doch mehr an Dich! :-)

    Ich bin schnell nenervt und gereizt, unzufrieden und finde gerade dieses nichts tun, auch beruflich für angenehm. Dies wiederum bringt mich innerlich aber in ein Konflikt, da man ja von Luft und Liebe auch nicht Leben kann.

    Erlaub Dir halt das "Faulenzen" einmal, vielleicht entsteht daraus die Kraft für neue Impulse.

    das nur ich das Gefühl habe, mich um alles zu kümmern was andere betrifft und mich hinten anstelle.

    Dann kümmer Dich um Dich zuerst, Du darfst das tun.

    LG

    Kirsten

    Liebe Madlen,

    Ich habe Gerstenkörner immer mit einem homöopathischen Mittel behandelt. Da ich mich aber eh in homöopathischer Prozessbegleitung befinde, war es für mich einfach, da zu fragen. Für mich hat das dann immer ohne Breitbandantibiotikum in Salbenform funktioniert. Hatte (habe ich immer noch) zwar hier, aber in unangebrochen.

    Entzündungen allgemein haben (für mich, in meiner Erfahrung und meinen Prozessen) bisher mit dem Element Feuer zu tun (gehabt).

    Was ist da bei Dir los mit Feuer? Was flammt da immer wieder auf?

    Wo ist etwas nicht gelöst auch in der Kommunikation? (Lippen?)

    Was brennt da, eitert innen vor sich hin und gehört doch aufgestochen (und ausgesprochen)?

    Was macht wütend und wird nicht ausgesprochen?

    Was würde wütend machen, wenn es ausgesprochen würde?

    Wo "juckt" es Dich hinzusehen und Du schaust doch (gerne) weg, weil es Dich sonst ärgert/wütend macht und Du diese Gefühle vermeiden/ihnen aus dem Weg gehen willst?

    Musst Du alles nicht (mir) beantworten, aber vielleicht wären die Antworten, die Du Dir auf diese Fragen gibst, hilfreich für Dich?

    LG

    Kirsten

    Danke, Eisbär. Danke für Deine Präsenz, Deine Kraft, Deine Geduld. Deine Wut, Deine Pranken, Deine Zähne.

    Danke für alles, was Du mich über innere Unabhängigkeit lehrst.

    Danke, dass Du stärker bist als meine Prägungen.

    Ich weine... und ich bin berührt ... und auch das gehört dazu.


    ENDLICH!

    Ich habe jetzt eine Stunde lang einfach nur geweint... und es fühlt sich immer noch nicht an, als ob alles rausgewaschen/rausgeweint ist... aber... da löst sich grad wieder ein dicker Brocken...

    Was für ein Tier! Was für eine Kraft! Allein tät ich es nicht schaffen... aber es ist gut, ist der Bär da.

    Hallo Brigid,

    nochmal ich,


    Hat jemand von euch schon mal eine mediale Info bekommen wo ihr den Tod von jemandem vorhergesehen habt, egal ob Unfall oder Suizid oder Krankheit und es ist eingetroffen ?

    Ja.


    Es kann traumatisierend sein das zu erleben und nichts daran ändern zu können.

    Ja.

    Aber man möchte es vielleicht wenigstens versucht haben um später nicht jahrelang Schuldgefühle zu haben.

    Auch ja, nur: Wir haben vieles nicht in der Hand. Für uns schon nicht, für andere noch weniger. Das kann Angst machen.

    Aber alle, die wir hier auf der Erde leben, werden irgendwann irgendwie auch mit den Grenzen unserer Macht, unserer Gestaltungsmöglichkeiten konfrontiert. Natürlich haben wir schöpferische Potenziale, Gestaltungsmöglichkeiten, selbstverständlich! Aber sie sind begrenzt. Und über Leben und Tod eines anderen: Wenn wir nicht gerade jemanden umbringen, haben wir die auch nicht - und sie sich einfach so zu nehmen, ist - zu Recht - strafbar.

    Es gibt einen Menschen, den ich sehr liebhabe, der war dabei, als ein Mord geschehen ist. Er hat ihn nicht ausgeführt, aber: Er hat auch NICHTS getan, um diesen Mord zu verhindern. Er war dabei - und er wusste es auch. Das ist nicht lustig. Weder für ihn, noch für den, der geschossen hat, noch für irgendwen sonst.

    Suizid ist noch anders, weil: Da nimmst Du Dir das Recht, Dich selbst zu töten. Ich bin da kein Freund von, obwohl ich sie kenne, die Depression, den schwarzen Blues - und auch den Gedanken, Schluss zu machen. Ich glaube, im Ernstfall verhindern kannst Du es letztlich nicht. Ich glaube, dass es Möglichkeiten eines guten Sterbens gibt, die dazu führen können, dass jemand sich weder suizidiert, noch dass aktive Sterbehilfe geleistet werden muss. Aber das ist nicht leicht zu gehen.

    sondern wie geht man mit den wichtigen Fragen von Leben und Tod um und mit der Ohnmacht oder auch Wut, die damit verbunden sein kann.

    Ja. Eine immer wieder neue, wiederkehrende Herausforderung. Das wird nie zur Routine, außer man mutiert zum Zyniker. Es gibt keine letztlichen Antworten darauf, nur individuelle, situative.

    Nur weil die Seele um Hilfe ruft...hat man vielleicht trotzdem nicht die Verantwortung oder die Möglichkeit etwas zu tun.

    Es gibt immer die eigene Verantwortung, die des anderen und die des Großen Ganzen, nenn es, sie, ihn, wie Du willst. Das auseinanderzuhalten ist nicht immer einfach, wie gesagt, es gibt keine vorgestanzten Antworten, keine Gebrauchsanweisung.

    Könnte man sich engagieren auch wenn man schon vorher wüsste dass die Situation zum Scheitern verurteilt ist ?

    Ja, weil wir immer nur mögliche Zukünfte sehen. Es gibt immer Varianten. Das Morgen wird vom Heute beeinflußt und im Heute gibt es Konstanten, aber stets auch Variablen. Und bei den veränderbaren Sachen kann man sich engagieren, immer.

    Wo nimmt man die Kraft her ?

    Aus dem Wissen, dass nicht alles von einem selbst abhängt, dass wir alle fehlbar sind und auf dem Weg.

    Aber egal was man tut, helfen oder nicht und auf welche Weise, muss man hinterher mit dem nicht kontrollierbaren Erlebnis weiterleben können

    DAS hast Du aber immer. Medialität ist immer auch unberechenbar, Du weißt nie, ob, was, wieviel und wann Du wahrnehmen wirst. Das hast Du immer, das ist immanent bei dem Thema.

    LG

    (so jetzt bin ich hier heut aber wirklich raus!)

    Panther-Adler

    Liebe Brigid,

    Es ist schwierig zu antworten ohne zu sehr vom Thread-Thema wegzugehen,

    so sehr weg vom Thema ist das gar nicht, also, für mein Empfinden zumindest nicht.

    dass bedingungslose Unterstützung, Toleranz und Mitgefühl eine bessere Unterstützung sind als von oben herab zu sagen: Hör mal ich weiss besser was gut für dich ist.

    Zum einen ist das natürlich ein Ideal, noch dazu eines, dass von Menschen, die sich entwickeln und ihr Bewusstsein erweitern möchten oderexakter formuliert, die der Bewusstheit in sich (die wir im keim alle in uns tragen, meiner Ansicht nach) mehr Raum geben möchten- und es ist in gewisser Weise auch zutreffend.

    Dennoch: Mir ist kein einziger Mensch begegnet, der bedingungslos lieben, bedingungslos mit allem und jedem mitfühlen und sich in alles und jeden einfühlen kann (und das auch noch immer), der ofder die jederzeit und immer jeden und alles unterstützen und ertragen kann. Das gibt es nicht. Wir Menschen sind so nicht, nicht hier auf der Erde. Wir sind Wesen mit einem göttlichen Kern, aber hier sind wir Wesen der bedingten Liebe- und ich glaube nicht, dass das verwerflich ist oder dass wir mehr sein sollen.

    Hier ist der Verrat der Schlange im Paradies und ihr Irrtum: "... denn ihr werdet sein wie Gott," bedingungslos liebend, bedingungslos mitfühlend, bedingungslos akzeptierend, vertrauend, verzeihend. Nein. Das sind wir nicht, alle haben wir Grenzen der Belastbarkeit und der Liebesfähigkeit. Die mögen individuell verschieden sein, aber sie existieren. Und wenn die nicht für irgendwas sinnvoll wären, dann gäb es sie nicht.

    Ich glaube, dass wir uns selbst überfordern, wenn wir von uns und anderen verlangen, immer und zu jeder Zeit gut, großzügig, wohlwollend, sanft, geduldig, tolerant und mitfühlend zu sein. Das kann kein Mensch. Ideale sind gut, wichtig und richtig, aber aus einer Haltung, die so etwas fordert, wird eine dauerhafte Überforderung - und daraus erwächst nichts Gutes.

    Hör mal ich weiss besser was gut für dich ist.

    Wir wissen aber manchmal durchaus, dass Menschen, die wir lieben, sich selbst Schaden zufügen. Die Frage ist: Dürfen die das?

    Ich hatte einmal einen Freund, dessen Verhalten durchaus dazu führen kann, dass er daran stirbt. Er wusste das, ich wusste das. Trotzdem gab es nichts, was ihn dazu bringen konnte, sich anders zu verhalten und mit sich selbst anders umzugehen. Ich habe das mit angesehen, mehrere Jahre und wurde immer verzweifelter dabei.

    Eines Tages, nach dem x-ten Gespräch über dieses verflixte Thema, sah er mich an, ganz ernst und fragte: "Hast Du genug Liebe für mich, um mich meinen Weg so gehen zu lassen, wie es für mich notwendig ist?"

    Das war einer der härtesten, aber auch der lehrreichsten Momente meines Lebens. Ich wusste keine Antwort. Ich hatte keine. Denn - was bedeutete das? Es war nichts weniger als die Frage danach, ob ich genug Liebe für ihn in mir hatte, ihm gegebenenfalls beim Sterben auf Raten zuzugucken. Ich wusste es nicht, nicht sofort jedenfalls. Irgendwann habe ich mir ein Ja abgerungen, wissend und spürend, dass das bedeuten würde, ihn loslassen zu müssen und ihm innerlich die völlige Freiheit zu lassen, wie er mit sich umgeht.

    Das war hart, aber not-wendig, für jeden von uns, für mich und für ihn. Und es war nichts, was sofort möglich war. Für mich ein jahrelanger Prozess, hart, einsam, aber heilsam.

    Also soll man einen Ertrinkenden einfach untergehen lassen ?

    Du kannst einem Menschen seinen Weg nicht abnehmen, Du kannst nur mit ihm sein- und manchmal nicht einmal das. Sterben ist etwas so Persönliches und Intimes, da reichst Du von außen nicht hin.

    Wenn die Liebe reichen würde, um Menschen am Leben zu erhalten, ach... wieviele Menschen stürben nicht. Kennst Du das Buch "a crack in forever"? Ich glaube, mittlerweile gibt's das auch auf Deutsch. "Es ist zu früh, es ist einfach zu früh!" - "Wenn wir lieben, ist es immer zu früh."

    Schwierig oder ?

    Ja, aber wer sagt, dass es immer leicht und anstrengungsfrei ist oder zu sein hat?

    Kann jemand einem anderen Seelenanteile oder Kraft oder innere Eigenständigkeit klauen wenn dieser nicht in gewisser Hinsicht einfach zugestimmt hat ?

    Nein. Ohne eine zumindest unbewusste Zustimmung funzt das nicht.

    Um jemanden aus dieser Art von Abhängigkeit rauszuholen müsste man das was sie dadurch verliert ersetzen, sprich man übernimmt eine Verantwortung, die sie eigentlich selber tragen müsste, das ungesunde Muster ändert sich nicht.

    Das geht nicht, denn dann würde die Person abhängig von Dir- und das geht auch nicht gut auf Dauer. Ich hab das durch, kannst es mir glauben, musst Du aber nicht.

    Um zum Hauptthema zurückzufinden, wie sicher lässt sich die Wahrheit solcher medial erhaltenen Infos nachprüfen ?

    Durch Beobachtung. Immer wieder durch Innehalten und Beobachtung.

    Ist es wirklich wahrscheinlich, dass all ihre verschiedenen "Seelennotrufe" nur fake sind und wenn ja warum ?

    Ist das wichtig? Erstmal ist so, dass Du sie wahrnimmst. Wenn mir so etwas passiert, dann sind das Dinge, die ich im Seelenraum bespreche, mit teils interessanten Effekten.

    Werde ich manipuliert ?

    Vielleicht ja, vielleicht nein. Das ist zum Teil auch einfach Quantenphysik (Nicht-Lokalität von Teilchen).

    Es gibt keinerlei Befriedigung in ein nicht enden wollendes Drama verstrickt zu werden

    *lach* Seit wann tun menschen ausschließlich Dinge, die ihnen Befriedigung bringen, sag?

    Habe ich ihr gegenüber vielleicht eine seelische, karmische Verpflichtung und wir sind Lernpartner, die sich abgesprochen haben das füreinander zu tun ?

    Vielleicht, umso mehr etwas, das im Seelenraum geklärt werden könnte.

    Liebe Grüße,

    Panther-Adler

    Hallo Brigid,

    Ah, du wirfst sehr viele gute Punkte auf, Panther Adler.

    Danke. Ich kann mit vielen Deiner Postings auch viel anfangen. Auch mit diesem hier. ;)

    Eben weil das sogenannte Feedback sprichwörtlich aus den falschen Quellen kommen kann ist es doch sehr wichtig zu wissen wann man zuhören sollte, und wann man es lieber ablehnt

    Mir fällt gerade eine Situation von vor einer Weile ein, bei der eine vganze Gruppe von Menschen, die beruflich sehr viel mit Menschen in belastenden Lebenssituationen zu tun hat (nicht alles Psychologen oder Sozialarbeiter, aber alle täglich mit echten Lebensgeschichten konfrontiert, mit denen kaum jemand von uns, die wir dort waren, tauschen möchte). Eine der dort als "Fall" geschilderten Erfahrungen habe ich auch gemacht, in meinem eigenen Leben. Das wissen/wussten aber die meisten, die dort waren, nicht, weil es nichts ist, was ich so ständig erzähle. Die Trainerin/Supervisorin weiß es aber, weil sie mich aus der Einzelsupervision kennt und ich da - im Gegensatz zu Gruppen mit mehreren Unbekannten - durchaus mehr sage. Nicht, dass In Gruppen nichts von mir kommt, ich zeig mich schon. Aber nur soweit, wie ich möchte, dass auch die Person, der ich in einer Gruppe am wenigsten (ver)traue, von mir weiß. Situation ist also: Person stellt einen Fall vor, Supervisorin weiß, dass ich beide Seite solcher Geschichte kenne, hzwei andere aus der Gruppe wissen das auch, der Rest nicht. Ich halte mich bewusst zurück, merke aber, dass mich bestimmte Aussagen, die ich als abwertend empfinde, wegen Eigenresonanz mit dem Thema, ziemlich treffen. Emotional, nicht im professionellen Standpunkt. Ich gebe als vorletzte in der gesamten Gruppe meine Ansicht dazu, also, was ich machen würde, wenn die Person bei mir säße. Daraufhin bekomme ich ein Feedback, bei dem ich erstmal tief Luft holen muss, weil ich eben immer noch nicht meine Eigenbetroffenheit aufgemacht habe - und das auch nicht will. Da schaut mich eine derer, die Bescheid weiß, an und sagt augenzwinkernd: "Denk dran, Fde." Und ich muss lachen, denn Fde bedeutet in Langfassung: " Feedback dankend empfangen." Was bedeutet, Feedback einfach anzunehmen, ohne Stellungnahme, ohne Bejahung, ohne Verneinung. Es fiel mir gerade wieder ein. Es ist ein Schlüssel, etwas entgegenzunehmen, das auch zeigen zu können: "Ist angekommen, danke.", ohne emotional reagieren zu müssen.

    also sich wirklich Zeit lassen bei der Beurteilung.

    Nicht nur dabei, sondern auch damit, zu reagieren. Es gibt immer auch die Wahl, nicht zu reagieren. Da, wo das Gefühl, reagieren zu MÜSSEN ins Spiel kommt, da wird es eng. Und da kann man dann sehr dicht am Dogma - oder auch an der Verteidigung von Meinung- sein.

    nimmst dir damit die Möglichkeit des vielfältigen Feedbacks.

    Nein, denn: Mein Nicht weitergeben hat andere Gründe als den, Feedback ausweichen zu wollen. Kyo hat an anderer Stelle zu Burkhard gesagt: "Dann stell doch mal ein paar Regeln auf" und Burkhard sagte: "Die gibt es schon." und das ist eine von ganz wenigen Gelegenheiten, bei denen ich Burkhard in Bezug auf mediale Übermittlung zustimme. Die gibt es (für mich) tatsächlich und ich kann gerne in einem anderen Beitrag (nicht Faden, aber Beitrag) sagen, was ich damit meine. Dann wird ersichtlich, warum ich das so handhabe, wie ich es tue.

    manches braucht Jahre um wirklich klar zu werden und durch Mehrfacherfahrung bestätigt zu werden.

    Das erlebe ich auch so.

    Die Illusionen entstehen leichter im Elfenbeinturm.

    Ja, allerdings nur dann, wenn man das, was man empfängt, nicht hinterfragt und da sind wir beim Punkt, der mich im anderen Faden mit Lilly und auch mit Erdherz Reaktion darauf so unendlich aufregt: Für die Möglichkeit, Dinge hinterfragen zu können, Dinge anders sehen zu können/ zu dürfen und darüber reden zu können/zu dürfen, sind Menschen gestorben, jahrhundertelang, tun es heute noch, in vielen Gegenden dieser wunderschönen Welt. Und dann entwürdigen wir im satten, zufriedenen Teil der Welt diese Menschen die damaligen und die heutigen Toten, weil wir wieder das blinde Glauben anfangen? Nur, weil irgendjemand etwas sagt, ist das dann so? Sind wir schon wieder soweit? Ist das Leid, das Sterben und das Opfer so sehr umsonst gewesen? Das darf doch nicht wahr sein! Das kann doch nicht wahr sein! Und das dann als spirituellen Weg und spirituelle Handlung zu verbrämen, so nach dem Motto: "Manche brauchen das, das ist der Weg der Hingabe an einen Lehrer." Ich kann gar nicht sagen, wie mir da zumute wird, wenn ich sowas lese...

    und ja, das hat sicherlich mit meiner eigenen Seelengeschichte zu tun, sonst wäre meine Reaktion da nicht so heftig.

    Und ACHTUNG! (bevor das jetzt mißinterpretiert wird): Ich meine damit NICHT, dass ein Medialer sich im Moment der Übermittlung nicht hingeben kann oder soll: Doch, kann er, muß sie. Er oder sie ist Kanal und ob da Wasser, Wein, Malzbier, Champagner oder Apfelsaft durchfließt, weiß er nicht. Aber das gilt für den Zeitraum der Übertragung, das gilt nicht für die Zeit davor (wer schüttet da eigentlich was zum Durchfließen rein?). Da im übrigen hilft mir die schamanische Arbeit sehr, denn die Arbeit mit Verbündet erfordert genau das: Sich gezielt verbinden können und dann für alles, was da kommen mag, ganz offen sein.

    doch hast du ihr die Möglichkeit genommen manche Dinge hier weiter gemeinsam reflektieren zu können.

    Nein. Ihr Profil ist immer noch hier, sie kann jederzeit zurückkommen und reflektieren, was immer sie will, wann sie es will und mit wem sie es will.

    Sie wird lediglich nicht unhinterfragt bleiben, das wird aber niemand hier- und das ist gut so! Es ist ein echtes Plus dieses Platzes/Ortes.


    Was ich damit sagen möchte ist keine Kritik,

    Doch. Klar ist das Kritik, Kritik ist aber gesund, in Ordnung und wichtig. Wo wären wir ohne Hinterfragen, Anzweifeln und Kritik? Siehe oben... nein, diese Errungenschaft möchte ich nicht missen. Kritik ist auch ein Bestandteil von Diskussion und das hier ist ein Diskussionsforum. Wer nicht hinterfragen und kritisieren mag oder das nicht kann (weder aktiv, noch passiv), der soll sich auf Facebook per Algorithmus nur das anzeigen lassen, was die je eigene Meinung bestätigt. In einem Diskussionsforum hat so jemand nix zu suchen und wird für sich auch kaum was finden.

    sondern dass man wirklich immer wieder neu abwiegen muss, wo sagt man wann und was und warum.

    Stimmt - deshalb sage ich ja das meiste nicht. Aber DA musste ich. Da konnte ich nicht still sein. Und dieses "muss", dieser Druck, der hinter diesem "Muss" lag, das ist mein eígener Anteil daran.

    Es geht doch um Verantwortung und nicht nur um Durchsetzungsvermögen oder täusche ich mich da ?

    Ich könnte Deine Äußerung jetzt so lesen, als würdest Du annehmen, dass es mir hauptsächlich um Durchsetzungsvermögen ginge. Falls Du das tust, täuschst Du Dich. Aber Du darfst mich gerne gut genug kennenlernen, um diesbezüglich Deine Wahrnehmung immer wieder zu überprüfen. Ich nehme an, dann wird diese Täuschung irgendwann zu Ende sein. Vielleicht auch nicht, wir werden sehen. ;)
    Ich verfüge über Durchsetzungsvermögen und Verantwortungsgefühl, im je eigenen Maß. Da ich allerdings Menschen nicht über Prinzipien stelle, vermuten einige, ich würde diese Prinzipien auf Kosten von Menschen durchsetzen wollen. Das trifft aber genausowenig zu, wie ich Grundsätze, die für mich unabdingbar sind, zugunsten von Menschen aufgebe.

    Manchmal ist das gut, manchmal nicht. Das hat mit der jeweiligen Situation zu tun.

    Also das ist jetzt einfach nur ein kleines Feedback,

    Gerne, danke. Feedback dankend empfangen. ;)

    bitte lehne das Leben nicht ab

    Das tue ich nicht. Ich gehöre wirklich eher zu denen, die nach Feedback fragen, das wird Dir jeder bestätigen, der mich persönlich kennt. Und ich frage deswegen, weil mir klar ist, dass ich durch das Feedback anderer Dinge erkennen kann, die mir sonst verborgen bleiben. Man kann mir manches vorwerfen, aber dass ich bei Feedback oder Kritik nicht zuhören würde, habe ich bisher selten gehört, eher das Gegenteil.

    nur weil du dich grad über den Einspruch ärgerst.

    Ich habe mich nicht geärgert. Ich habe das gestern nachmittag schon gelesen und dann hab ich mir erstmal Zeit zum Nachdenken gelassen. Und als ich heute hier wieder reinlas, standen schon Antworten hier. Das hier ist jetzt meine.

    Grüße,

    Panther-Adler

    Feedback darf man auch ablehnen,

    Nein, weil man damit das Leben ablehnt. Leben ist immer Feedback, Rückmeldung auf das, was gesagt, getan wird.

    Natürlich muss ich mit dem Feedbacjk nicht konform gehen, das steht freilich jedem frei.

    Aber es ablehnen, Feedback zu bekommen, zeigt nur, dass jemand sich nicht hinterfragen (lassen) möchte und das weist meist drauf hin, dass jemand nicht sehr, hm.. sagen wir mal, entwicklungsoffen ist.

    Das ist, wie wenn Du lernen willst, mit drei Bällen zu jonglieren. Welche Bälle wann und wo runterfallen, ist Feedback. Das kann man ignorieren, nur lernt man davon halt das Jonglieren nicht.

    Und mediales Feedback ist auch oft nicht gerade wissenschaftlich korrekt

    Kann es ja gar nicht, weil Wissenschaft auf Replizierbarkeit setzt, die es in der Medialität nicht gibt, weil mediale Wahrnehmungen indiviiduell sind.

    Ich finde, vor allem das Medium selbst bestimmt die Qualität, weil es ja in dessen Verantwortung liegt, welche Informationen es anzapft und was er davon weitergibt.

    Ja. Aber da geht's schon los. Viele wissen ja nicht mal, mit wem sie sich verbinden oder verbunden sind. Die Entscheidung meine Quelle zu prüfen und die Entscheidung, was ich sage oder nicht, die obliegt jedem selbst.

    Ich zum Bsp. gebe mehr als 90% dessen, was bei mir ankommt, überhaupt nicht weiter. Warum? Weil es dem, was ich zum Thema "Prüf die Quelle und prüf die Frage hinter der Frage" (= die Motivation) gelernt habe, nicht standhält.

    Ich habe das Glück gehabt, zwei wirklich gute Mediale mit persönlichen Botschaften kennenzulernen, lauschen (und lernen) zu dürfen. Verglichen mit den beiden bin ich blutige Anfängerin, aber ich hab eine recht gute Richtschnur bekommen, um die Geister zu unterscheiden.

    was meint ihr wenn ihr Schamanismus ansprecht?

    Den ursprünglichen Schamanismus, der in einigen Kulturen noch lebendig ist?

    Burkhard, den könnte ich nur meinen, wenn ich ihn dort erlernt hätte.

    Was meine ich, wenn ich Schamanismus sage: Das Lernen von der Natur, zuallererst. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, von beiden Seiten in Sippen, die seit Generationen und Generationen, über Kriege und Länder hinweg, Bauern gewesen sind.

    Da gab es viel ursprüngliches Wissen, die allerersten Sachen hab ich, glaub ich, von der Uromi noch gelernt, unbewusst, durchs Zuschauen halt. Bloß Schamanismus nannte das keiner. Es war halt ein Wissen um Kräuter und Bäume. Das zuerst. Dass man mit Tieren reden kann, war sowieso normal.


    Das Reisen und die ersten Techniken habe ich nicht alleine gelernt. Das Leben hat mich 1998 einem Menschen begegnen lassen. Zwischen uns passierte eine ganze Reihe "Merkwürdiges", Dinge, die ich mir nicht erklären, aber auch nicht einfach abtun konnte. Er war Naturwissenschaftler, ich hab damals noch studiert. Unsere Zeit damals (nein, wir waren kein Paar, aber wir hatten drei Jahre viel mirteinander zu tun und hätten auch eins sein können, wenn wir nicht so viel Angst gehabt hätten). Nach einem besonders intensiven Erlebnis (ich teile mein Leben wirklich in vor und nach diesem Datum ein, es war einschneidend für mich) war ich ziemlich ratlos und verwirrt und hatte gar keine Ahnung, was das war und wie ich damit umgehen sollte.

    Eine ältere Frau, die ich vom Sehen kannte, sprach mich kurz drauf an und fragte, wie es mir gehe. Ich hab ihr eine ehrliche Antwort gegeben.

    Sie hörte zu, sah mich an, schwieg eine Weile und sagte dann nur: "Geh dahin, wo man mit den Tieren spricht." Die Antwort war im ersten Moment verwirrend für mich, aber mehr verriet sie nicht. Also war es wohl an mir, das herauszufinden.

    Dabei stieß ich dann auf ein Schamanismusforum, das es heute nicht mehr gibt. Bei der damaligen Forenbetreiberin und einem weiteren Menschen lernte ich das Reisen und die Grundzüge dessen, was ich über Schamanismus und Schamanisieren weiß.

    Bücher über Schamanismus hab ich, glaub ich, zwei gelesen. Der Rest war praktisches Tun.

    Wenn ich Schamanismus sage, dann meine ich dies.

    Das ist nicht der Schamanismus eines indigenen Volkes, das ist auch kein purer Core Schamanismus a la Foundation for Shamanic Studies.

    Das Channeln hab ich bei jemand anderem geübt und in Teilen auch gelernt. Darüber hab ich übrigens viel mehr gelesen als je über Schamanismus. *schmunzel*.

    Ich bin keine initiierte Schamanin und kein Channelmedium mit Zertifikat. Allerdings war und bin ich jemand, der da immer von Menschen und ihren Wegen lernt und gelernt hat.