Beiträge von Sati

    Ein Bekannter von mir ist sowas wie ein Schamane für Elfen. Ich hatte vorher auch wenig Ahnung davon, bis ich hier wo ich lebe Begegnung mit Naturgeistern hatte. Ich hab ihn daraufhin gefragt, ob das Elfen sein könnten und er hat mir den Verdacht bestätigt.


    Ich hatte, bevor ich hier eingezogen bin erstmal die Ortsgeister aufgesucht und mich "vorgestellt" und Bescheid gesagt, dass ich hier einziehe und plötzlich waren sehr viele von ihnen da und ab und zu tauchen sie nachts bei mir auf und sitzen um mich herum. Seitdem habe ich einen kleine Geisterecke für sie in meiner Wohnung und beopfere sie regelmäßig. Manchmal bringe ich auch draußen im Wald oder auf dem Feld was für sie aus.


    Edit:
    Ach total übersehen, der hat hier eh mitgeschrieben (Road Man)

    [asin]https://www.amazon.de/Die-Arth…fe-Programm/dp/3442222257[/asin]



    Es ist reißerisch geschrieben und der Titel ist provokant, aber - wie der Autor selbst sagt - aus gutem Grund, denn er möchte bewusst aufrütteln. Natürlich gäbe es Arthrose und natürlich seien die damit verbundenen Schmerzen alles andere als Einbildung. Die Lüge besteht darin in der Arthrose ein endgütliges Urteil zu sehen, dass einen Operation unabwendbar macht. Und die orthopädische Chirurgie ist nichtzuletzt auch ein Riesengeschäft geworden.


    Es werden inzwischen zu viel und zu früh künstliche Gelenke eingesetzt. Arthrose, so glauben die meisten Patienten, ist eine Erkrankung, die nicht heilbar und immer mit Schmerzen verbunden ist. Dass dem nicht so ist beweisen inzwischen viele Studien und Praxisbeispiele, sogar die bislang als unmöglich geltende Knorpelregeneration konnte erreicht werden. Das Problem ist, dass herkömmliche Therapien die Gegebenheiten, die zu einer Regeneration nötig wären nur unzureichend berücksichtigen oder teilweise sogar behindern und teilweise auch keine überzeugende Evidenz erbringen können.


    Das Buch ist besonders für Patienten geeignet, es ist einfach und verständlich geschrieben und motiviert, sich endlich aufzuraffen und was für die Gelenke zu tun, denn ohne Mitmachen, Geduld und Disziplin gehts natürlich nicht. Es ist aber auch super für manuelle Therapeuten geeignet als Leitfaden für die Patienteninformation. Ob man unbedingt die Liebscher & Bracht Therapie anwenden muss, sei mal dahin gestellt, ich denke, dass eine gute manuelle Therapie, welche die im Buch beschriebenen Vorgänge berücksichtigt ebenso gut funktioniert (was ich auch aus meiner eigenen Praxis bestätigen kann).


    Auch ein umfassendepraktischer Teil ist dabei mit Übungen, die zu einer raschen Schmerzlinderung und verbesserten Beweglichkeit der betroffenen Gelenke beitragen. Entweder zum selber nachmachen oder auch als "Hausaufgabe" für Patienten.

    Stechen beim Atmen? Ja, das sollte eigentlich lösbar sein.


    Kommt sicher drauf an, woher das genau kommt und was Du selber machst um es zu beheben oder eben zu erhalten. Manche rennen ständig zur Behandlung und machen dann exakt die gleichen Fehler wieder und wundern sich dann, dass nix besser wird. Hat natürlich auch viel mit der Haltung und Atmung zu tun und letztlich auch mit dem Lebenswandel.


    Aber das wird Dein Behandler sicher wissen und Dir sagen können. Das wäre arg ins Blaue geschossen aus der Ferne, denn für Stechen beim Atmen fallen mir auf den Schlag 10 verschiedene Gründe ein.

    Ich kann nur aus zweiter Hand berichten, von meinen Patienten, und der Effekt der geistigen WS Aufrichtung war da meist nicht so prickelnd. Allerdings würden die, die damit Erfolg haben vermutlich auch nicht zu mir kommen, das ist also rein subjektiv. Die Dorn-Breuss Methode benutze ich selbst nicht, aber die Patienten, die das in Anspruch nehmen, äußern sich fast ausnahmslos positiv darüber.


    Ich bin ja immer eher Meinung "never change a running system" =) also wenn was für Dich funktioniert, dann bleibt ruhig dabei.


    Verschiebungen in der WS hat jeder und manche davon sollte man auch nicht korrigieren, weil sie eine wichtige Funktion erfüllen, niemand ist 100% gerade oder symmetrisch und es ist ein Zeichen eines gesunden Körpers sich unterschiedlichen Gegebenheiten anpassen zu können. Ich habe zB. Patienten mit ordentlichen Beinlängendifferenzen, Skoliosen oder Hüftdysplasien, die keinerlei Beschwerden haben und die 50 weit überschritten haben. Wichtig ist bei Beschwerden, dass man die Ursache findet und schaut wieviel Korrektur dort möglich und vor allem nötig ist um dann den Rest entsprechend anzupassen. Es geht, wie die Osteopathen so schön sagen, um die sog. "Primärläsion".


    Das bedeutet zB. bei einem Beckenschiefstand, man muss gucken, ist der Beckenschiefstand wirklich die Ursache für die Verschiebungen weiter oben in der Wirbelsäule, oder liegt es vielleicht an der Stellung der Sprunggelenke oder kommt die ganze Problematik sogar aus den Kopfgelenken (ist seltener, aber gibts!). Oder ist der Beckenschiefstand erstmal unabhängig von der Verschiebungen in der BWS usw. Dann muss man gucken warum das Becken schief steht, also ob es wirklich eine knöcherne Dysfunktion ist oder ob es zB. an den inneren Beckenorganen liegt. Ein einseitig angespanntes Band an der Gebärmutter, kann zB. eine ordentliche ISG Blockade verursachen, da nützt es wenig, wenn ich das ISG freimache, das kommt postwendend wieder.


    Hoffe, dass war nicht zu verwirrend :)

    Behandlungsreaktionen sind normal, es kann auch durchaus sein, dass sie sich wiederholen. Je nachdem, ob etwas akutes oder chronisches vorliegt, kann das auch mal länger dauern. Grundsätzlich sollte natürlich schon ein Therapiefortschritt erkennbar sein, ansonsten kann es auch ganz einfach sein, dass Osteopathie und Kranio für Deine Beschwerden nicht geeignet ist.


    Magst Du die Symptome mal näher beschreiben? Vielleicht findet sich eine Erklärung dafür. Ich hab viele Patienten, deren Behandlungsreaktionen sich wiederholen, aber sie fühlen sich zumindest besser nach der Behandlung. Gerade bei der Kranio kann man auch sowas wie eine Erstverschlimmerung beobachten. Für den Behandler ist es wichtig, DASS der Körper reagiert, und nicht zwingend WIE. Ein Osteopath richtet sich normalerweise nach dem was er in der körperlichen Struktur und Zirkulation vorfindet und behandelt das.


    Ich würde aber immer zu einer offenen Kommunikation mit Deinem Therapeuten raten. Verschweigen bringt Euch beiden nichts.

    Der kaputte Krug (indisches Märchen)


    Ein Wasserträger trägt jeden Tag in zwei Krügen an einem Stock über seiner Schulter Wasser zu seinem Herrn. Einer der beiden Krüge hat einen Sprung, so dass er jedes Mal nur halb gefüllt beim Herrn ankommt.


    Eines Tages sagt der kaputte Krug zu seinem Träger "Es tut mir so leid, dass ich kaputt bin. Du machst jeden Tag Deine Arbeit und trägst das Wasser und bringst, aber immer nur die Hälfte davon zu Deinem Herrn. Der volle Krug ist viel besser als ich, denn er kommt bis oben hin gefüllt an." Da sagt der Träger "Warte ich zeige Dir etwas."


    Er nimmt den kaputten Krug mit und geht mir ihm den Weg entlang, den er mit seinen Wasserkrügen zurücklegt. Am Wegesrand blühen wunderschöne Blumen. Da sagt der Träger "Sieh mal, die Blumen sind nur auf Deiner Seite. Als ich gesehen habe, dass Du Wasser verlierst, hab ich einige Blumensamen ausgebracht und Dein Wasser hat sie zum Erblühen gebracht. Von diesen Blumen habe ich meinem Herrn jeden Tag ein paar mitgebracht und auf den Tisch gestellt. und ihm damit eine große Freude gemacht."


    Da war der kaputte Krug glücklich.

    Also ich war nach Shiatsu Behandlungen immer erstmal völlig fertig und mir tat erstmal alles weh =) Dann wurde es besser.


    Kann aber auch an der @AnufaEllhorn liegen. Die macht eher so die Nicht-Streicheltherapie. ;)

    Wir haben in der FSS gelernt, dass sich das Tier von allen Seiten zeigt und definitiv ein Tier ist. Und man muss dazu in die untere Welt, also weder in die mittlere noch die obere, sondern wirklich die untere. Dass einem andere Wesen begegnen, sogar andere Tiere kommt zwar durchaus vor, aber das ist dann eben nicht das Krafttier. Es gibt ja noch andere Wesen die zu Verbündeten anderer Art werden können, aber das Krafttier hat ja eine bestimmte Funktion bzw. Rolle. Also zumindest lt. dem was ich gelernt habe, die FSS vermittelt ja den Core-Schamanismus. Gibt sicher auch andere Systeme, die das anders sehen.

    Passiert mir auch oft. Meistens finde ich es nicht weiter schlimm und gelegentlich hilft es mir sogar ein Symptomatik besser zu verstehen. Es solle natürlich nicht überhand nehmen.


    Menschen sind empathische Wesen und das kann einfach eine Art sein, an dem was andere plagt Anteil zu nehmen. Das kann man entweder über das rationale Denken oder über das Empfinden. Mal überwiegt das eine mal das andere. Vielleicht bist Du einfach ein Mensch dessen Empathie sich vor allem über das Empfinden ausdrückt. Ich würde das nicht überbewerten.

    Schweigepflicht haben Heilpraktiker auch nicht wie es zB Ärzte, Anwälte oder Amtsträger haben. Die Verschwiegenheit der Heilpraktiker ist aber in der sog. Sorgfaltspflicht geregelt.


    Für Heiler gibt es mW kein explizites Gesetz, daher greift hier das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es zählt zu den Persönlichkeitsrechten und stellt das Freiheitsgrundrecht auf Datenschutz dar. Dagegen zu verstoßen ist also keine Kleinigkeit.

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob Dir eine Verdachtsdiagnose wirklich weiterhilft. Davon wirst Du ja sicher schon ein paar bekommen haben.


    Vielleicht wärs gut, erstmal festzulegen, was genau Du gern schaffen möchtest und darum diese Dinge nicht (mehr) gehen bzw. was passiert, wenn Du's versuchst. Und zwar so detailliert und genau wie möglich. Wie zB. "Ich möchte gern morgens um 8 aufstehen." oder "ich möchte gern 1x in der Woche meine beste Freundin treffen."


    Dann kann man sich Gedanken machen, wie man das hinkriegt oder wie man sich dem nähern kann.

    Ich probiere das seit Neustem aus und mache das im Rahmen einer geführten Meditation, die ich dann über Kopfhörer während einer Trance laufen lasse. Ich habe schon den Eindruck, dass es was verändert. Ich benutze das wie eine Art geistige Medizin, d.h. ich versuche da auch wirklich in einem realistischen Rahmen zu bleiben. Ich hab also keine Ambitionen nur noch alles super positiv zu finden und mit einer rosa Brille durch die Gegend zu schweben, aber gerade in Bereichen, wo ich besonders negative Glaubenssätze für mich entdeckt habe, setze ich das bewusst als Antidot ein.


    (Die Idee war ein wenig aus der Not geboren, da ich mich kürzlich in einer gesundheitlichen Notsituation befand und mir niemand helfen wollte ich aber dennoch irgendwas unternehmen musste um die völlige Katastrophe abzuwenden. Ich bin normalerweise schwer empfänglich für sowas, aber in der Verzweiflung propbiert man viel aus und ich habs nicht bereut.) :)

    Hallo Kreoa :)


    Ich setze mich zurzeit mal wieder ein bisschen mit dem schamanischen Paradigma auseinander und habe dazu nebst Krafttier dann auch meinen Geistlehrer/-führer bereist.


    Ständigen Kontakt habe ich eigentlich nur zu meinen Göttern, zu meinem Geistführer ist der Kontakt noch nicht so ausgereift, dass er einfach noch nicht so intensiv und permanent ist und schon bewusste Hinwendung braucht. Möglicherweise wird sich das ändern mit der Häufigkeit der Kontaktaufnahme. Ich begebe mich dazu also bewusst in Trance und trete in Kontakt. Und ich integriere die Inhalte, die mir dabei vermittelt werden wiederrum bewusst in meinen Alltag, was ich in der Tat als Arbeit ansehe. Sie machen sehr viel Sinn für mich und meine Entwicklung.


    Interessant sind für mich auch die Unterschiede Götter und Geistführer. Sie fühlen sich sehr unterschiedlich an. Während die Götter sehr autonom sind und eher die bestimmende Kraft über meine Interaktion mit ihnen, ist mir mein Geistführer stärker zugewandt und fühlt sich beinahe wie eine Art Alter Ego an.

    Wenn Du Ausstrahlung in den Arm hast wird der Vorfall eher in der unteren HWS liegen. Meiner Erfahrung nach wirkt sich der Kiefer stärker auf die obere HWS aus, aber dann liegt auch fast immer chronisches Zähneknirschen o.ä. vor. Armkribbeln kann zwar durchaus nur muskulär bedingt auftreten, aber da Du schon mehrfach Vorfälle hattest, gehe ich eher davon aus, dass das nicht die Ursache sein wird.


    Die untere HWS ist oft aufgrund fehlender lokaler Stabilität betroffen, aus der sich dann Fehlhaltungen entwickeln. Ein Problem ist häufig auch, dass die BWS blockiert ist und der Übergang zur instabilen HWS dann einem starken Kräftwechsel ausgesetzt ist. Hier kann KG mit segmentaler Stabilisierung sehr hilfreich sein. Je nachdem wie massiv der Vorfall ist und wo er sitzt, kann aber auch eine OP nötig sein. Aber auch dann macht KG sehr viel Sinn.


    Von Dehnungen rate ich eher ab. Die meisten meiner Patienten mit Vorfall die mit Traktion und Dehnen behandelt wurden, waren hinterher noch instabiler und hatten noch mehr Beschwerden.

    Einige häufig verschriebene Antibiotika führen zu gefähr­lichen Neben­wirkungen. Sehnenrisse, Haut- und Nervenschäden werden auf die Medikamente zurückgeführt. Die europäische Arznei­mittel­behörde prüft das zurzeit.


    Antibiotika: Achtung schwere Nebenwirkungen


    Übrigens: das Risiko ist besonders hoch bei gleichzeitigem Magnesiummangel. Magnesiumgaben während einer antibiotischen Therapie, können also sinnvoll sein.


    Magnesium kann sinnvoll sein - Deutsche Apotheker Zeitung

    Vielleicht ist Osteopathie nicht direkt mit Energiearbeit vergleichbar, aber zumindest kann ich sagen, dass ich manchmal Patienten habe, wo ich merke, dass ich mich sehr schlecht abgrenzen kann. Meistens, weil diese irgendwelche eigenen Ängsten oder Blockaden in mir ansprechen.



    Z.B. hatte ich mal eine Frau in meinem Alter mit schwerem Kindheitstrauma, die einen diffusen Krebsverdacht hatte, der einfach nicht zu finden war, und prompt sprangen bei mir alle Alarmleuchten an, obwohl ich wirklich jede Menge Patienten mit Kindheitstrauma oder Krebs habe. Aber sie hatte irgendwas an sich, was mich an mich selbst erinnerte und dann sind die Schutzschilde runtergefahren und man muss sich unglaublich anstrengen professionell aufzutreten. Das zehrt dann natürlich an der Kraft.



    Ich denke, man kann sowas entweder als gute Gelegenheit nehmen, an sich selbst zu arbeiten oder man muss, wenn es nicht in den Griff zu kriegen ist, so ehrlich mit sich selbst sein, die Behandlung an jemand anders abzugeben.

    Diese Art Produkte boomen grad sehr, nachdem die Blackroll so eingeschlagen ist und sich extrem gut verkauft. Ich bin von der Faszienrolle an sich eigentlich schon recht überzeugt und empfehle sie auch Patienten mit guter Core Stability um die Brustwirbelsäule zu behandeln (zB. Rennradfahrer, Läufer usw.). Für die an der Rumpfmuskulatur eher Schwachbrüstigen tun's zwei Tennisbälle in einen Socken geknotet segmental für die BWS.


    Der Rückendehner in Deinem Link macht für mich offen gesagt wenig Sinn. Eine Rücken-Mobi im BWS-LWS Übergang würde ich immer eher über eine Rotation (also eine "Verdrehung der Wirbelsäule) machen, dazu gibt es zahlreiche Übungen ganz ohne Gerät, die auch die LWS schonen und eher der faszialen und muskulären Physiologie entsprechen.


    Durch das beschriebene Gerät schiebt man die Wirbelsäulen Gelenke eher zusammen, die eigentlich von allen möglichen Wirbelblockaden am meisten der Mobilisierung bedürfen, also eher auseinander gezogen werden sollten. Das einzige was man mit dem Gerät dehnt ist das vordere durchgehende Band der gesamten Wirbelsäule, das aber auch dazu da ist die Bandscheiben dort zu halten, woe sie hingehören, da wäre ich mit allzuvielen Dehnungen eher zurückhaltend. Die Bandscheiben erfahren vielleicht auch ein bisschen Dehnung, aber nachdem Bandscheibenvorfälle in der BWS hchst selten sind, seh ich da wenig Bedarf. Und vielleicht noch die oberen Bauchmuskeln, die eigentlich meist eher der Stärkung und weniger der Dehnung bedürfen.


    Was auf der Körpervorderseite oft zu Kontraktionen führt und damit zu Haltungsfehlern, sind die inneren Organe, also Magen, Leber, Darm, Speiseröhre, Nieren. Die wirken oft auf's Zwerchfell ein und das zieht sich dann zusammen und während sich der Unterbauch nach unten vorne schiebt, geht man oben in einen Rundrücken. Sowas sollte man dann auch erstmal organisch freimachen, eher man da nur reindehnt. Wichtig wäre im Hinblick auf das Zwerchfell auch die Beckenmuskulatur nicht zu vergessen, die berücksichtigt das Gerät zB. gar nicht.


    Mein Fazit zum Rückendehner: Lohnt sich nicht.

    Ich kann diese Suche und die Sehnsucht, jemanden zu haben an dem man sich orientieren darf sehr gut verstehen. Ich habe diese Sehnsucht selbst seit ich denken kann aus unterschiedlichen Gründen und inzwischen rolle ich insgeheim immer mit den Augen, wenn mir mal wieder jemand erklärt, dass ich "alles in mir selbst finden muss" :irre:


    Inzwischen glaube ich, dass man Lösungen sowohl bei sich als auch bei anderen findet und beides hat seine Gültigkeit. Spirituelle Konzepte hin oder her, manchmal braucht selbst der Stärkste jemanden, der ihn an die Hand nimmt und ihm zeigt, wie es weiter geht. Das merke ich schon, wenn ich einen Reifen wechseln muss, davon habe ich nämlich keine Ahnung und genauso ist es auch mit anderen Dingen, die vielleicht spiritueller Natur sind. Ich finde durchaus nicht alles in mir selbst und ich finde, das muss ich auch nicht. Deswegen muss ich mein Leben trotzdem noch selber leben und meine Hürden bewältigen, das nimmt mir niemand ab, aber sich an jemandem zu orientieren finde ich ein grundmenschliches Bedürfnis, das vermutlich so alt ist wie die Menschheit selbst, sonst hätten wir heute keine religiösen Werke wie die Bibel, die Veden, Keilschrifttafeln oder Pyramidentexte, die im Grunde genau davon handeln.


    Manche Leute haben eine unglaubliche Anziehungskraft sie als Vorbild zu nehmen und man kann durchaus sehr davon profitieren ihnen ein Zeitlang zu folgen. Es kann Hoffnung bieten, wertvolle Erkenntnisse und ein heilsames Gefühl von Getragensein (oh Götter, was sehne ich mich nach so einem Gefühl, verdammt! :heul: ). Ich bin einige Male ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen, nachdem ich mich an charismatische Menschen geklammert hatte, die mir Hoffnung und Visionen geschenkt haben. Ich hatte sogar einen sehr ähnlichen Fall mit einer Frau aus Norwegen, die mich über 8 Jahre begleitet hat, die erst ganz naturreligiös war um sich dann Gott und Jesus mit größter Hingabe zuzuwenden und auch mir große Dinge zu prophezeien die Gott mit mir vorhabe… Ich war damals Anfang 20 und hab ihr sehr vertraut und war natürlich auch sehr offen für solche "Bestimmungen".


    Irgendwann sind nach einem Wandel meiner Lebensumstände unsere Bestrebungen derart kollodiert, dass es unweigerlich zu einem sehr unschönen Bruch kam, der mich heftigst destabilisiert hat. Ich hatte viel zu viele Entscheidungen auf ihr Anraten hin getroffen und damit einige wesentliche Dinge in meinem Leben für immer zerstört, was ich zutiefst bereut habe. Sie war wie eine Mutter für mich, nachdem ich selbst keinerlei Familie hatte.


    Ich glaube, hierin liegt nämlich ein wichtiger Punkt: Auch das Abnabeln und selbstständig werden will gelernt sein! Nicht jeder hat das Glück eine sanfte Abnabelung und einen gesunden Übergang in die Selbstständigkeit erlebt zu haben. Für viele ist zB. die Trennung von den Eltern ein schwer traumatisches Ereignis begleitet von Schuldgefühlen, Gefühlen des Verlassen-Seins, aggressiven Befreiungsversuchen und des Ins-Leben-hinaus-geworfen-seins. Nur wenig Eltern schaffen es ihrem Kind einen sanften Übergang in die Autonomie mit noch vorhandender Nestwärme zu vermitteln und zu akzeptieren, dass sie von ihren Kindern nicht mehr gottgleich idealisiert werden. Eltern mit einem gesunden Selbstbewusstsein erleben sowas als Erleichterung, aber Eltern mit einem schwachen Selbstwert erleben das als Ablehnung und Verrat und können einem Kind die Abnabelung entsprechend schwer machen. Ich glaube, dass man solche Abnabelungsprozesse im Grunde wiederholt, wenn man sich auf ähnliche Weise an eine Autoritätsperson oder an ein Vorbild bindet und es wieder zum bruch kommt. Ich denke, dass dabei Gefühle hochkommen, die mit den eigenen traumatischen Trennungs- und Abnabelungserlebnissen zu tun haben und weniger mit der Person, der man sich verbunden fühlte.


    Insofern sind solche Situationen wiederrum eine gute Gelegenheit das Trennen und Abnabeln zu üben. Dazu gehört zB. auch die idealisierende Brille abzunehmen, die Erkenntnis zuzulassen, dass es sich bei der idealisierten Person auch nur um einen fehlbaren Menschen handelt, Dankbarkeit zu üben, für die guten Dinge die man erfahren durfte, aber dennoch auch kritisch zu sein und auch das nicht so schöne anzuerkennen.


    Ich finde, das hast Du eigentlich sehr gut hinbekommen und das in sehr kurzer Zeit. Das würde ich auf jeden Fall als großen Erfolg verbuchen (und als einen recht deutlichen Ausdruck von Selbstwertschätzung, weil's im Verlauf des Threads auch aufkam).


    Trennungen tun immer weh, selbst wenn die Verbindung vielleicht einseitig war. Wichtig ist aus meiner Sicht, wie man sie gemeistert hat und das hat wenig mit dem Grad des Schmerzes und der Trauer zu tun, die man dabei empfindet.

    Ein christlicher Glaubensweg als Absolutum ist natürlich schwer mit Wesenheiten anderer Glaubensrichtungen und Weltbilder vereinbar, dann würde ich mal davon abraten in dem Bild ein Wesen einer anderen Kultur anzunehmen. Spricht ja nichts dagegen Deinem persönlichen christlichen Paradigma treu zu bleiben und der entsprechenden Gut/Böse-Polarität (bzw. Gott/Anti-Gott), wenn das Dein Ding ist.


    Was Du machen kannst ist, unabhängig von der Herkunft des Dämons (oder seines Bildes) zu schauen für welche Inhalte Deines eigenen Bewusstseins er steht und was er Dir spiegelt. Letztlich steht der ja auch nur in einer Resonanz mit Inhalten Deines eigenen Bewustseins und um die gehts ja. Wo was herkommt und wer wen oder was wohin schickt ist ja letztlich egal und spielt für den Umgang damit keine große Rolle. Es kreucht und fleucht ja viel in irgendwelchen Sphären herum, wovon wir das meiste gar nicht mitkriegen.

    =) Na DEN Herrn kenn ich doch!


    Nein im Ernst, ich fühle mich natürlich sehr stark an meine ägyptische Hauptgottheit Seth erinnert, dem der Großteil meiner Kultpraxis gewidmet ist.


    Aber ich glaube dunkel mit hörnerartigem Gebilde dürfte auf so ziemlich jede etwas düstere Unterweltsgestalt zutreffen. Die Beschreibung passt aber sehr gut. Er ist nur kein Dämon, sondern ein Gott, aber er beherrscht sozusagen die Dämonen der Unterwelt (ähnlich wie Pazuzu im mesopotamischen Raum).


    Allerdings gibt es auch tasächlich hasengestaltige Dämonen in der altägyptischen Mythologie, sowie eine hasengestaltige Unterweltsgöttin namens Wenut.


    Kann aber auch alles ganz anders sein. :)